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DE3406370A1 - Verfahren zum behandeln von schalenfruechten - Google Patents

Verfahren zum behandeln von schalenfruechten

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Publication number
DE3406370A1
DE3406370A1 DE19843406370 DE3406370A DE3406370A1 DE 3406370 A1 DE3406370 A1 DE 3406370A1 DE 19843406370 DE19843406370 DE 19843406370 DE 3406370 A DE3406370 A DE 3406370A DE 3406370 A1 DE3406370 A1 DE 3406370A1
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DE
Germany
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grinding
heat treatment
hot
hot grinding
mill
Prior art date
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DE19843406370
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DE3406370C2 (de
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Anton Oberuzwil Thaler
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Buehler AG
Original Assignee
Buehler AG
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02BPREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
    • B02B1/00Preparing grain for milling or like processes
    • B02B1/08Conditioning grain with respect to temperature or water content
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23GCOCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
    • A23G1/00Cocoa; Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor
    • A23G1/04Apparatus specially adapted for manufacture or treatment of cocoa or cocoa products
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02BPREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
    • B02B3/00Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C4/00Crushing or disintegrating by roller mills
    • B02C4/02Crushing or disintegrating by roller mills with two or more rollers
    • B02C4/04Crushing or disintegrating by roller mills with two or more rollers specially adapted for milling paste-like material, e.g. paint, chocolate, colloids

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  • Food Science & Technology (AREA)
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  • Confectionery (AREA)
  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)

Description

  • VERFAHREN ZUM BEHANDELN VON SCHALENFRUECHTEN
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Behandeln von fettigen Schalenfrüchten, insbesondere von Kakaobohnen, bei dem dieselben oder im Anschluss daran einer Wärmebehandlung unterzogen werden, und bei dem danach eine Warmvermahlung der Früchte zu einer pastösen Masse vorgesehen ist.
  • Insbesondere bei Kakaobohnen wird das Schälen häufig im Zusammenhange mit einer Wärmebehandlung vorgenommen. So beschreibt die EP-OS 68 221 ein spezielles, kombiniertes Feuchtigkeits-und Wärmebehandlungsverfahren, mit dem sich eine hohe Ausbeute und eine ausgezeichnete Schälung erzielen lässt. Im allgemeinen wird im Anschluss an das Schälen auch eine andere Wärmebehandlung, nämlich das Rösten, vorgenommen. Schliesslich wird das Produkt vermahlen.
  • Vor dem Vermahlen wird oft noch eine andere Wärmebehandlung angewandt, nämlich getrocknet. So beschreibt die AT-PS 218 840, dass nach dem Trocknen das Mahlgut wieder abgekühlt werden soll, um es etwa auf Raumtemperatur zu bringen. Die Vermahlung bei Raumtemperatur wird auch in anderen Literaturstellen, z.B. in der GB-PS 317 335, der FR-PS 855 149 und den DE-PSen 506 096 bzw. 2 831 073 beschrieben. Man sieht also, dass die Fachwelt zu allen Zeiten der Ansicht war, das Vermahlen bei Raumtemperatur sei am günstigsten, vermutlich deshalb, weil die Schalenfrüchte bei diesen Temperaturen eine gewisse Sprödigkeit aufweisen. Bei solchen Temperaturen ist die im:Kakaokernbruch enthaltene Kakaobutter noch nicht flüssig. Aus diesem Grunde wird auch allenthalben empfohlen, nach der vorhergegangenen Wärmebehandlung abzukühlen.
  • Dieses Vorurteil hat sich so eingeprägt, dass selbst in einer Schrift, in der eine Warmvermahlung vorgeschlagen wird, in der FR-PS 1 159 306, man zwar im Zusammenhange mit dem Schälen eine vorangehende Wärmebehandlung in einem Trockenapparat vorschlägt, an dessen Ausgang die Kakaobohnen in grössere Stücke zerschlagen werden, um die Schalen leichter entfernen zu können, wobei jedoch ebenfalls am Ausgange des Trockenapparates eine Kühlzone vorgesehen wird, so dass die Bohnenstücke nach dem Brechen und dem Entfernen der Schalen in kaltem Zustande der Vermahlung zugeführt werden. Aus diesem Grunde muss ein Walzenstuhl mit heizbaren Walzen vorgesehen werden, was maschinell und energetisch aufwendig ist. Den gleichen Weg geht die US-PS 1 512 466 bei der Vermahlung verschiedener Schalenfrüchte, insbesondere solcher Früchte, die einen hohen Anteil von Fett enthalten, wie Mandeln, Kaffee- und Kakaobohnen. Schon damals hat man also erkannt, dass gerade bei fetthaltigen Früchten eine Warmvermahlung günstig ist, doch hat man diesen Weg nie konsequent weiterverfolgt und zu Ende gedacht, vielmehr ihn später wieder verlassen, wie die oben zitierte Literaturstelle jüngeren Datums zeigt.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu verbessern bzw. zu optimieren.
  • Dies geschieht erfindungsgemäss dadurch, dass die Warmvermahlung so rasch im Anschluss an die Wärmebehandlung vorgenommen wird, dass die noch warmen Früchte vermahlen werden.
  • Somit kommt also der sehr gebräuchliche dazwischenliegende Abkühlungsvorgang in Wegfall, wodurch zunächst einmal das Verfahren beschleunigt und die Ausbeute pro Zeiteinheit erhöht wird. Daneben wird aber auch die Energiebilanz wesentlich verbessert, weil die Zufuhr von Wärmeenergie beim Vermahlungsvorgang durch Heizen von Mahlwalzen od.dgl. wenigstens verringert werden kann, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass das Vermahlen ohne Wärmeenergiezufuhr erfolgt. Daneben aber hat es sich gezeigt, dass sich auch die erforderliche Mahlenergie verringert. Der Grund hierfür mag darin liegen, dass bei dem Verfahren nach der FR-PS 1 159 306 die erkalteten Früchte erst im Laufe des Vermahlungsprozesses durch die zugeführte Wärmeenergie auf eine höhere Temperatur kommen, wogegen nach dem erfindungsgemässen Verfahren die Schalenfrüchte bereits im erwärmten Zustand vermahlen werden. Gerade aber bei fetthaltigen Früchten und insbesondere bei Kakaobohnen, die einen hohen Fettanteil besitzen, ist das enthaltene Pflanzenfett nach der Wärmebehandlung verflüssigt, so dass es dem Vermahlen einen geringeren Widerstand entgegensetzt und deshalb der Mahlvorgang mit weniger zugeführter elektrischer bzw. Wärmeenergie vor sich qehen kann.
  • Vorzugsweise wird die Wärmebehandlung im Zusammenhang mit dem Schälen (meist erfolgt die Wärmebehandlung vor und nicht etwa während des Abtrennens der Schalen,; wie dies auch in der EP-OS 68 221 vorgeschlagen wird) vorgenommen, und die noch warmen Früchte werden gleich nach dem Entfernen der Schalen, gegebenenfalls mit einer Zwischenbehandlung zur Geschmacks- bzw. Aromaverbesserung und/oder Trocknung, der Warmvermahlung zugeführt. Dabei kann zweckmässig das Rösten unter Ausschaltung eines besonderen Röstvorganges verteilt über die Verfahrensschritte mit Energiezufuhr, wie Wärmebehandlung und Warmvermahlung, vorgenommen werden. Auf diese Weise wird die Gesamtbehandlung der Schalenfrüchte verkürzt, die Ausbeute erhöht und insbesondere ein eigener Röstvorgang vermieden, so dass auch die hierfür notwendigen maschinellen Einrichtungen eingespart werden können. Die Verteilung des Röstvorganges über mehrere Verfahrens schritte bringt noch den Vorteil mit sich, dass das Rösten besonders schonend und gleichmässig erfolgt, so dass sich im Endprodukt eine deutliche Geschmacksverbesserung erkennen lässt.
  • Schon in der DE-OS 2 002 958 wird darauf hingewiesen, dass alleine die Mahlenergie genügt, um eine Erhitzung des Mahlgutes hervorzurufen, was ja auch gemäss den obigen Erläuterungen zu einem leichten Rösteffekt ausgenützt werden kann.
  • Anderseits aber treten natürlich die in dieser DE-OS als nachteilig genannten Folgen der Erwärmung des Mahlgutes (die übrigens wohl mit ein Grund dafür sind, dass man bisher eine Warmvermahlung im allgemeinen vermieden hat) bei einer Mahlvermahlung mit den sich daraus ergebenden erhöhten Temperaturen selbstverständlich im verstärkten Masse aus.
  • Daher ist es gerade im Zusammenhange mit dem gegenständlichen Verfahren von Vorteil, wenn - wie schon in der DE-OS 2 002 958 vorgeschlagen - die Warmvermahlung unter sauerstoffarmer Atmosphäre vorgenommen wird. Während aber der bekannte Vorschlag darauf hinausläuft, eine Atmosphäre aus inertem Gas zu verwenden, wird im Rahmen der Erfindung vorzugsweise ein Unterdruck bzw. ein Vakuum erzeugt, weil dadurch Feuchtigkeit in erhöhtem Masse entzogen wird.
  • Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten und mehrere Ausführungsvarianten veranschaulichenden Schemas und der zugehörigen Beschreibung.
  • Entsprechend dem bekannten Schälverfahren nach der EP-OS 68 221 werden handelsübliche Kakaobohnen einem Trichter 2 und somit der Einlauföffnung 3 eines Netzapparates 1 über einen Dosierapparat 26 zugeführt. Der Netzapparat 1 besitzt eine Förderschnecke 4, die die Bohnen durch eine Befeuchtungszone transportiert und mit Feuchtigkeit vermischt, welcher Zone Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf oder Heisswasser über eine Befeuchtungseinrichtung 5 zugeleitet wird. Hier erfolgt bereits eine Wärmebehandlung, denn der meist bevorzugte Wasserdampf hat eine Temperatur von wenigstens 1200C, z.B. 1200-1500C.
  • Die Aufenthaltszeit der Bohnen bzw. die Fördergeschwindigkeit der Schnecke 4 und die Wasser- oder Dampftemperatur sind so eingestellt, wie dies in der genannten EP-OS erläutert ist, so dass auf dieselbe verwiesen werden kann.
  • Die Kakaobohnen passieren eine Schleuse 7 und gelangen in einen Wirbelschichtapparat 8, innerhalb dessen vorzugsweise ein mechanischer Hilfsförderer 13 vorgesehen ist, um zu sichern, dass die Aufenthaltszeiten der einzelnen Bohnen in der Wirbelschicht jeweils gleich werden. Der Hilfsförderer 13 ist vorteilhaft in Form eines Kettenförderers verwirklicht, mit einer geschlossenen Kette 15, die über drehbare Rollen 16, 17 antreibbar ist und die Bohnen einer Auslauföffnung 18 zuführt. In dem Wirbelschichtapparat 8 werden die Kakaobohnen einer weiteren Wärmebehandlung unterzogen, wobei die heisse Luft die Bohnenoberfläche von allen Seiten umspült (Fluidisation). Durch diese Wärmebehandlung wird auch eine vollkommene Abtötung aller schädlichen Keime erreicht.
  • Am Ausgang des Wirbelschichtapparates 8 ist eine Schleuse 48 und eine Schälmaschine 20 vorgesehen, die an sich von einem Prallschäler gebildet sein kann, hier aber ein Gummiwalzenschäler ist, wie er normalerweise für Reis angewandt wird.
  • Nach dem Schälen durch die beiden Gummiwalzen 50. 51 fallen Schalen und Kerne über eine Rutsche 53 und gelangen in einen Windsichter oder Aspirationskanal 54. Die Führung und Erhitzung der Luft (oder eines Inertgases), die Rückgewinnung der Wärmeenergie mittels Wärmetauschers 32, 33 usw. wird in der genannten EP-OS im einzelnen beschrieben und braucht daher nicht im einzelnen erläutert werden.
  • Während nun im Windsichter 54 die Schalen nach oben im Sinne des Pfeiles 6 abgezogen werden, fallen die Kerne nach unten und können in einen von zwei Auslässen 21 bzw. 22 je nach der Stellung einer Klappe 58 gelangen. Selbstverständlich kann bei einer bestimmten Anlage gewünschtenfalls nur ein einziger Auslass 21 oder 22 vorgesehen sein, in welchem Falle die Umschaltmöglichkeit mittels der Klappe 58 entfällt.
  • Die bisher beschriebene Einrichtung entspricht dem Stande der Technik gemäss der schon mehrfach erwähnten EP-OS 68 221.
  • Während aber bei der bekannten Einrichtung an die Aus auf öffnung 21 ein Schachtröster angeschlossen war, kann im vorliegendem Verfahren ein eigener Röstvorgang und damit die zugehörige maschinelle Einrichtung überhaupt entfallen, so dass etwa der Wärmetauscher 33 lediglich mit den Abgasen aus der bekannten Heiz- bzw. Gasverbrennungseinrichtung 29 betrieben wird, die zur Erwärmung der dem Wirbelschichtapparat 8 über eine Leitung 27 zugeführten Luft (oder Inertgas) vorgesehen ist.
  • Das aus den Auslässen 21 bzw. 22 austretende Mahlgut besitzt vorzugsweise eine Temperatur oberhalb 80°, insbesondere oberhalb 900, wobei seine Temperatur im allgemeinen um 1100, d.h.
  • zwischen 100 und 1200 liegen wird. Diese Temperatur wird vorzugsweise aufgrund einer Wärmebehandlung im Wirbelschichtapparat 8 während einer Dauer von 60 bis 480s mit einer Temperatur von wenigstens 1500, in der Praxis zwischen 1500 und 2200, erzielt.
  • Der Feuchtigkeitsgehalt dgMahlgutes beträgt annähernd zwischen 3 bis 5%, z.B. 4,3%. In diesem Zustande kann das Mahlgut bereits dem Einlasstrichter 9 einer Engspaltmühle 10 zugeführt werden, wie dies durch eine strichlierte Linie 11 angedeutet ist. Der Mühle 9 kann jedoch auch eine Zwischenbehandlung in einem kontinuierlichen, beispielsweise von einem Senkrechtmischer gebildeten Mischapparat 12 vorgeschaltet sein, wobei der Aus lass 22 mit dem einen Einfülltrichter 14 des Mischapparates 12 verbunden ist, wogegen über einen weiteren Einfülltrichter 19 Zusätze zur Geschmacks- bzw. Aromaverbesserung zugeführt werden. Beispielsweise wird über den Einfülltrichter 19 bei der Herstellung von Schockolade Glukose oder Wasser zugemischt, wogegen für die Herstellung von Kakaopulver mehr oder minder konzentrierte Pottaschelösung in den Trichter 19 eingefüllt werden kann. Das so im Mischapparat 12 gemischte Gut gelangt dann über eine Leitung 23 in den Einfülltrichter 9 der Mühle 10.
  • Eine weitere Möglichkeit ist am Auslauf 21 des Windsichters 54 angedeutet, wobei das Mahlgut einer weiteren Wärmebehandlung in einem Horizontalschneckenmischer 24 unterzogen wird. Dies wird besonders dann von Vorteil sein, wenn das Mahlgut aus irgendeinem Grunde nicht die gewünschte Feuchtigkeit besitzt, beispielsweise aufgrund von flüssigen Zusätzen 19a, die dem Schneckenmischer 24 ebenfalls beigegeben werden können und den oben anhand des Einfülltrichters 19 besprochenen Zusätzen an sich bekannter Art entsprechen. Dabei wird über eine Leitung 25 dem Horizontalschneckenmischer 24 Heißluft, beispielsweise von etwa 100"C, zugeführt. Dabei können auf diese Weise dem Material auch aromaschädigende Stoffe entzogen werden. Gewünschtenfalls ist ein Nachtrockenvorgang in einem Schneckenapparat 28 vorgesehen, dem die Luft über eine Vakuumsaugleitung 30 entzogen wird. Zu diesem Zwecke ist der Schneckenapparat 28 wenigstens an seinem Ausgange, vorzugsweise auch an seinem Eingange, in bekannter Weise durch eine Schleuse 31 abgeschlossen.
  • Wie immer auch die Behandlung je nach dem verwendeten Ausgangsmaterial und dem gewünschten Endprodukt gewählt wird, gelangt das aus dem Aus lass 21 austretende Mahlgut entweder unmittelbar, am Ausgange des Horizontalschneckenmischers 24 oder am Ausgange des Schneckenapparates 28 über eine Leitung 32a zur Mühle 10.
  • Die Mühle 10 ist vorzugsweise in derjenigen Art ausgebildet, wie dies in EP-PS 18 607 beschrieben ist und besitzt insbesondere eine mit ihr in einem einzigen Gehäuse vereinte zweite Mahistufe lOa. Beide Mahistufen 10, lOa sind zweckmässig als Prall- oder Schermühle ausgebildet, wobei der Vermahlungsvorgang aus den oben geschilderten Gründen vorteilhaft unter sauerstoffarmer Atmosphäre erfolgt. Dies kann im Prinzip durch Hindurchleiten eines Inertgasstromes erfolgen, es kann aber auch in der in der EP-PS 18 607 geschilderten Weise ein Unterdruck bzw. ein Vakuum gebildet werden. Dadurch wird, insbesondere bei Kakao, nicht nur das Material vor einer schädlichen Oxydation (z.B. der FettsAuren) bewahrt, sondern gleichzeitig auch Schaddämpfe, die sog. Brüden, abgezogen und so zur Verbesserung des Aromas beigetragen.
  • Je nach dem gewünschten Endprodukt und der verwendeten Sorte wird sich am Ausgange der zweiten Stufe 10a entweder eine pulverförmige Masse oder eine flüssige bis breiige Kakaomasse finden, welch letztere mit Hilfe eines Verflüssigungsapparates 33a d.i. im wesentlichen einem heizbaren Mischer, im flüssigen Zustande gehalten wird, wobei die Temperatur nur so hoch gewählt sein muss, dass das aus den Früchten bei der Vermahlung ausgetretene Fett, insbesondere Kakaobutter, nicht erstarrt.
  • Bei diesem Vermahlungsvorgang in den Mahlstufen 10, 10a erhält man, wie erwähnt, ein flüssiges bzw. breiförmiges Produkt mit Korngrössen, die jedenfalls unter tmm liegen und im allgemeinen ein Spektrum zwischen 0,015 und 0.8mm aufweisen.
  • Dabei kann sich am Ausgange des Paddel-Mischers 33i eine: solche Korngrössenverteilung ergeben, dass von einem Sieb mit einer Maschenweite von 75 pa 8,5 G% (bezogen auf die Trockensubstanz) zurückgehalten werden, wogegen der Rest bereits hindurchgeht. Dabei hat das Produkt aufgrund seiner Temperatur am Auslass 21 bzw. am Einlasstrichter 9 sowie aufgrund der Erwärmung beim Vermahlungsvorgang eine weitere schonende Röstung erfahren, nachdem bereits die Parameter im Wirbelschichtapparat 8 so gewählt sein können, dass sich eine leichte Röstung ergab. Zu diesem Zeitpunkt hat sich der Wassergehalt um annähernd 3% vermindert, d.h. er liegt in einem Bereiche zwischen knapp oberhalb 0% und etwa 2%, beispielsweise also bei 1.3%.
  • Unmittelbar an die zweite Vermahlungsstufe 10a kann dann eine dritte Vermahlungsstufe zur Feinvermahlung bzw. Endvermahlung auf einem Drei- oder Fünfwalzwerk 34 bzw. 35 anschliessen. Zu diesem Zwecke wird das erwärmte und so verflüssigte Gut über eine Leitung 36 mit Hilfe einer Pumpe 37 abgezogen, wobei es mittels eines Drei-Wege-Ventiles V entweder dem Dreiwalzwerk 34 oder dem Fünfwalzwerk 35 zugeführt werden kann. Gewünschtenfalls ist in einer bestimmten Anlage das Ventil V weggelassen und nur das Drei-Walzwerk 34 oder das Fünf-walzwerk 35 mit der Leitung 36 über die Pumpe 37 verbunden. Zu diesem Zeitpunkt beträgt die Produkttemperatur auf Grund der Kühlwirkung des Vakuums nur mehr zwischen 850 und 950, so dass eine Nachröstung vermieden werden kann.
  • In den Walzwerken 34 bzw. 35 kann das Mahlgut beispielsweise derart vermahlen werden, dass die durchschnittliche Korngrösse 20vu beträgt, wobei die Korngrössenverteilung derart ist, dass sich auf einem Sieb mit einer Maschenweite von 75,u nur ein Rückstand von 0,2 G% (bezogen auf die Trockensubstanz) befindet. Gleichzeitig wird das Mahlgut auf die jeweils erforderliche Temperatur, z.B. auf Lagertemperatur zwischen 550 und 650 gebracht. Gewünschtenfalls kann aber auch die Röstung auf Walzwerken 34 bzw. 35 dadurch fortgesetzt werden, dass eine Heizeinrichtung für wenigstens eine Walze, beispielsweise für die dritte und vierte Walze des Fünfwalzwerkes 35, vorgesehen ist. Dieser Röstvorgang kann schliesslich gewEnschtenfalls noch in einem Dünnschichtverdampfer 38 fortgesetzf werden, wie er beispielsweise am Ausgang des Drei-Walzwerkes 34 angedeutet ist. Ein derartiger Dünnschichtverdampfer 38 kann in bekannter Weise dazu benutzt werden, weiterhin zur Aromaverbesserung durch Entgasen sowie allenfalls durch die Zufuhr von geschmacksverbessernden Zusätzen beizutragen. So kann ein Gebläse 39 zum Hindurchleiten von Luft im Gegestrome vorgesehen sein, und es kann in bekannter Weise Wasser fein verteilt injiziert werden, um mit der Luft bzw. mit den Wasserdämpfen (der Dünnschichtverdampfer 38 wird über einen Anschluss 40 evakuiert) die schädlichen Brüden (Säuren und Stinkstoffe) auszutreiben. Als Zusätze kommen auch hier wiederum Glukose, aber auch 1 Kristallzucker und Milchpulver in gelöster oder Pulverform (andernfalls sind sie den Mischern 12 bzw. 24 beizugeben) in Betracht.
  • Selbstverständlich ist es auch möglich, auf den einen oder anderen Verfahrensschritt, beispielsweise auf den Dünnschichtverdampfer 38 zu verzichten. Es sei auch erwähnt, dass die Transportgeschwindigkeit in den Verfahrensstufen vor der Vermahlung in der Mühle 10 so gewählt sein muss, dass im Gegensatz zu den bekannten Verfahren eine wesentliche Abkühlung nicht erfolgt, d.h. die geschälten Früchte sollten innerhalb eines Zeitraums von weniger als 10 Minuten in die Mühle 10 gelangen. In Versuchen wurden 8 Minuten als oberste Begrenzung gewählt, wobei schon unterhalb von 5 Minuten eine Geschwindigkeit erreicht wurde, bei der eine wesentliche Abkühlung vermieden werden konnte. In der Praxis haben sich dann Zeiten zwischen 30 s und 2 Minuten als erreichbar und günstig erwiesen. Obwohl das Verfahren anhand der Zeichnung am Beispiel der Behandlung von Kakaobohnen beschrieben worden ist, mit denen die Vorteile des gegenständlichen Verfahrens am deutlichsten zu erzielen sind, so versteht es sich, dass das Verfahren auch auf andere fettige Schalenfrüchte anwendbar ist, die zu einer aufgrund des Fettgehaltes pastösen Masse vermahlbar sind. Auch könnte die Warmvermahlung in weniger als drei Stufen, beispielsweise in nur einer erfolgen, wogegen es anderseits ebenfalls möglich ist, mehr Stufen vorzusehen.
  • Statt der ersten Wärmebehandlung im Schnecken-Netzapparat 1 kann auch ein perforiertes Förderband vorgesehen sein, das durch eine Dampfklimazone geführt wird (sog. 'Dampfband").
  • Alternativ können die Früchte in einem Druckbehälter mittels eines Rührwerkes in Dampfatmosphäre bewegt werden, wobei auch eine Sterilisation stattfindet.
  • Bezüglich des Wärmetauschers 33 versteht es sich, dass er auch mit anderen Abgasen sowie mit Abluft aus dem Wirbelschichtapparat betrieben werden kann.
  • Praktische Versuche einer Vermahlung von Kakao unter Vakuum (maximal 0,8 bar) haben gezeigt, dass das Produkt eine merkbar bessere Qualität aufweist. Es ist zu vermuten, dass dieser Effekt auf die warme Einbringung des Kakaokernbruchs in die Vermahlungsstufe zurückzuführen ist, wobei dünne Schichten gebildet werden. Die Wärme begünstigt den Entzug von Feuchtigkeit im Vakuum, und mit der erhöhten Feuchtigkeitsmenge werden auch mehr Schadstoffe abgeführt. Bei gleicher Behandlung ergibt sich daher gegenüber herkömmlichen Verfahren ein verbesserter Geschmack bzw. kann gewünschtenfalls die weitere Behandlung verkürzt werden. Vor allem kann dadurch in den meisten Anwendungsfällen der Dünnschichtverdampfer 12 eingespart werden.
  • - e e r s e i t e

Claims (10)

  1. tX1./ Verfahren zum Behandeln von fettigen Schalenfrüchten, insbesondere von Kakaobohnen, bei dem dieselben zum Schälen oder im Anschluss daran einer Wärmebehandlung unterzogen werden, un bei dem danach eine Warmvermahlung der Früchte zu einer pastösen Masse vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Warmvermahlung so rasch im Anschluss an die Wärmebehandlung vorgenommen wird, dass die noch warmen Früchte vermahlen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vermahlen ohne Wärmeenergiezufuhr erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmebehandlung im Zusammenhang mit dem Schälen vorgenommen wird, dass die noch warmen Früchte gleich nach dem Entfernen der Schalen, gegebenenfalls mit einer Zwischenbehandlung zur Geschmacks- bzw. Aromaverbesserung und/oder Trocknung, der Warmvermahlung zugeführt werden, und dass zweckmässig das Rösten unter Ausschaltung eines besonderen Röstvorganges verteilt über die Verfahrensschritte mit Energiezufuhr, wie Wärmebehandlung und Warmvermahlung, vorgenommen wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Warmvermahlung unter sauerstoffarmer Atmosphäre, vorzugsweise unter Unterdruck bzw. Vakuum, vorgenommen wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Früchte mit einer Temperatur oberhalb 800, vorzugsweise oberhalb 900, insbesondere zwischen 1000 und 1200, zvB. mit 110°, der Warmvermahlung zugeführt werden, und dass zweckmässig vorher die Wärmebehandlung bei einer Temperatur von wenigstens 1500, z.B. zwischen 1500 und 220°, gegebenenfalls während einer Dauer von 60 bis 480 s vorgenommen wurde.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Warmvermahlung bis zu einer Korngrösse unterhalb Imm, vorzugsweise unter 0,8mm vorgenommen wird, wobei insbesondere die Korngrössen zwischen 0,8 und 0,015 liegen und z.B. eine breiige bzw. pulverförmige Masse erhalten wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Warmvermahlung innerhalb eines Zeitraumes von höchtens 8 Minuten, vorzugsweise innerhalb höchstens 5 Minuten, insbesondere höchstens 2 Minuten, z.B. in einer halben Minute, nach der Wärmebehandlung vorgenommen wird.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Warmvermahlung in wenigstens zwei Stufen vorgenommen wird.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Warmvermahlung zunächst in einer Engspaltmühle, zweckmässig einer Prall- oder Schermühle, vorzugsweise zweistufig, vorgenommen wird, der insbesondere wenigstens ein Walzenstuhl, z.B. ein Dreiwalzenstuhl, nachgeschaltet ist.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Anschluss an die mehrstufige Warmvermahlung eine Nachbehandlung, vorzugsweise eine Nachröstung, gegebenenfalls eine Geschmacks- bzw. Aromabehandlung, z.B. in einem Dünnschichtverdampfer, vorgenommen wird.
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