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DE3440091A1 - Verfahren zum behandeln von schalenfruechten - Google Patents

Verfahren zum behandeln von schalenfruechten

Info

Publication number
DE3440091A1
DE3440091A1 DE19843440091 DE3440091A DE3440091A1 DE 3440091 A1 DE3440091 A1 DE 3440091A1 DE 19843440091 DE19843440091 DE 19843440091 DE 3440091 A DE3440091 A DE 3440091A DE 3440091 A1 DE3440091 A1 DE 3440091A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
treatment
heat
stage
hot
nuts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19843440091
Other languages
English (en)
Inventor
Anton Oberuzwil Thaler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Buehler AG
Original Assignee
Buehler AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Buehler AG filed Critical Buehler AG
Priority to DE19843440091 priority Critical patent/DE3440091A1/de
Publication of DE3440091A1 publication Critical patent/DE3440091A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23NMACHINES OR APPARATUS FOR TREATING HARVESTED FRUIT, VEGETABLES OR FLOWER BULBS IN BULK, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PEELING VEGETABLES OR FRUIT IN BULK; APPARATUS FOR PREPARING ANIMAL FEEDING- STUFFS
    • A23N12/00Machines for cleaning, blanching, drying or roasting fruits or vegetables, e.g. coffee, cocoa, nuts
    • A23N12/08Machines for cleaning, blanching, drying or roasting fruits or vegetables, e.g. coffee, cocoa, nuts for drying or roasting
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B2/00Preservation of foods or foodstuffs, in general
    • A23B2/40Preservation of foods or foodstuffs, in general by heating loose unpacked materials
    • A23B2/42Preservation of foods or foodstuffs, in general by heating loose unpacked materials while they are progressively transported through the apparatus
    • A23B2/425Preservation of foods or foodstuffs, in general by heating loose unpacked materials while they are progressively transported through the apparatus in solid state
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23GCOCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
    • A23G1/00Cocoa; Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor
    • A23G1/02Preliminary treatment, e.g. fermentation of cocoa
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23GCOCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
    • A23G1/00Cocoa; Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor
    • A23G1/04Apparatus specially adapted for manufacture or treatment of cocoa or cocoa products
    • A23G1/042Manufacture or treatment of liquids, creams, pastes, granules, shreds or powders
    • A23G1/047Transformation of liquids, pastes, creams, lumps, powders, granules or shreds into powders, granules or shreds; Manufacture or treatment of powders

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)
  • Storage Of Fruits Or Vegetables (AREA)

Description

  • VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM BEHANDELN VON SCHALENFRUECHTEN
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Behandeln von Schalenfrüchten, insbesondere von Kakaobohnen, bei dem dieselben einer Wärmebehandlung unterzogen werden, an deren Ende sie eine Restfeuchtigkeit von wenigstens 1,5 Gew.% und eine Eigentemperatur von zumindest 1000C besitzen.
  • Derartige Verfahren sind besonders bei fettigen Schalenfrüchten, wie Soja oder Kakaobohnen zum Schälen oder zur Geschmacksverbesserung üblich. Beispielsweise ist in der EP-OS 68 221 ein Schälverfahren für Schalenfrüchte beschrieben, wogegen beispielsweise die DE-PS 2 061 969 ein Verfahren beschreibt, bei dem Kakaokernbruch zur Geschmacksverbesserung behandelt wird. Für die an sich gleiche Behandlung ist in der japanischen Offenlegungsschrift 57- 36 938 auch bereits die Verwendung ganzer Kakaokerne vorgeschlagen worden.
  • Verschiedentlich werden heute für derartige Schalenfrüchte extrem niedrige Keimzahlen vorgeschrieben. Der Aufwand für die Sterilisation unter Verwendung von Temperaturen oberhalb 100"C bei entsprechender Feuchtigkeit ist relativ gross. Zwar wurde in der CH-PS 604 566 bereits ein zweistufiges Verfahren vorgeschlagen, wobei in der zweiten Stufe das Material in der Wärme gehalten wird. Zwar wurde auch dort in der zweiten Stufe weiterhin Heizenergie verwendet, entscheidend aber war, dass der Energieaufwand für das Aufheizen in der ersten Sterilisationsstufe nach wie vor unvermeidlich war.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art so auszubilden, dass eine Sterilisation zur Erzielung extrem niedriger Restkeimzahlen erhalten wird, wobei dennoch der Energieaufwand minimal gehalten wird.
  • Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die an sich für einen anderen Behandlungszweck vorgenommene Wärmebehandlung mit wenigstens 1000C Eigentemperatur der Schalenfrüchte und der Mindestrestfeuchtigkeit von 1,5 Gew.% gleichzeitig die erste Stufe der Sterilisationsbehandlung bildet, der eine Wärmehaltestufe folgt. Es wird also die zum Schälen oder zur Geschmacksverbesserung an sich bereits erforderliche Wärmebehandlung der Schalenfrüchte bzw. die daraus resultierende hohe Eigentemperatur und -feuchtigkeit dieser Früchte dazu ausgenutzt, die Früchte in einer Wärmehaltestufe ihrer eigenen Hitze und Feuchtigkeit zu überlassen, wobei sich gezeigt hat, dass dies ausreicht, die gewünschten Restkeimzahlen zu erzielen.
  • Obwohl es bei einer weniger gut isolierten Apperatur vielleicht erforderlich wäre, die etwaigen Wärmeverlustewährend der Wärmehaltestufe auszugleichen, ist es bevorzugt, dass die Behandlung in der Wärmehaltestufe ohne weitere Wärmezufuhr erfolgt. Dies bedeutet, dass für die Sterilisation praktisch überhaupt keine zusätzliche Energie mehr erforderlich ist.
  • Zweckmässig erfolgt die Behandlung in der Wärmehaltestufe während wenigstens 10 Minuten, vorzugsweise während höchstens 2 Stunden. Unterhalb der genannten Mindestzeit wird sich nämlich kaum ein wesentlicher Sterilisationseffekt ergeben, wogegen anderseits die Höchstdauer mit 2 Stunden vorzugsweise beschränkt bleibt, weil zum einen eine längere Dauer kaum eine Verbesserung bringt, zum anderen sonst der Durchsatz (bei gegebener Anlage) zu gering ist.
  • Da selbst bei optimaler Isolierung ein gewisser Wärmeverlust nicht zu vermeiden ist, ist es günstig, wenn die Eigentemperatur der Schalenfrüchte wenigstens zu Betriebsbeginn zu Beginn der Dauer der Wärmehaltestufe wenigstens 1100C, vorzugsweise maximal 1300C, beträgt. Bei einer Eigentemperatur von wenigstens 1100C zu Beginn der Wärmehaitestufe ist gesichert, dass selbst bei Wärmeverlusten, wie sie besonders bei Betriebsbeginn auftreten, d.h. beim Anfahren im kalten Zustand der Apparate, die Eigentemperatur der Schalenfrüchte nie unter 1000C sinkt. Es ist jedoch bevorzugt, dass die Eigentemperatur der Schalenfrüchte 1300C nicht überschreitet, damit der Geschmack der Früchte nicht beeinträchtigt werde.
  • Zwar kann es ausreichend sein, wenn die Restfeuchtigkeit der Schalenfrüchte - wie erwähnt - wenigstens 1,5 Gew.% beträgt, doch ergeben sich bessere Resultate, wenn die Restfeuchtigkeit der Schalenfrüchte zu Beginn der Wärmehaltestufe wenigstens 3 Gew.% beträgt. Vorzugsweise liegt die Restfeuchtigkeit zwischen 3% und 6%.
  • Gerade solche Restfeuchtigkeitswerte werden leicht erhalten, wenn als erste Stufe der Sterilisationsbehandlung eine Schälbehandlung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 der Europäischen Patentanmeldung 82 105 102.6 (EP-OS 68 221) verwendet wird.
  • In dieser EP-OS 68 221 wird ein besonders schonendes Schälverfahren beschrieben, bei der die Feuchtigkeit vorwiegend in den Schalen und weniger in den Kernen vorhanden ist. Wenn daher derartige Schalenfrüchte der Behandlung in der Wärmehaltestufe ausgesetzt werden, so ist die Gefahr geringer, dass sich infolge des Dampfes im Kernmaterial Kapillarrisse bilden, wodurch einerseits die Qualität der Früchte beeinträchtigt wird, anderseits frische Keime in die so gebildeten Kapillärien eindringen können und dort verhältnismässig geschützt überleben. Daraus ergibt sich, dass die geschilderte Schälbehandlung besonders vorteilhaft ist, unabhängig davon, ob damit die obengenannte bevorzugte Restfeuchtigkeit erhalten wird oder nicht. Bezüglich der Einzelheiten dieser Schälbehandlung - die aufgrund der Veröffentlichung als bekannt vorausgesetzt werden darf - sei auf die EP-OS 68 221 verwiesen.
  • Unabhängig davon, ob nun eine solches Schälverfahren angewandt wird oder nicht, ist es vorteilhaft, wenn der Wärmehaltestufe eine Warmbehandlung mit einem, insbesondere flüssigen Geschmackskorrigens vorangeht. Wird vor der Behandlung mit dem Geschmackskorrigens auch noch entsprechend der EP-OS 68 221 geschält, so ergibt sich eine Unterteilung der ersten Stufe der Sterilisationsbehandlung in zwei Unterstufen, was wiederum mit einer Energieersparnis verbunden ist, weil für die Behandlung mit dem Geschmackskorrigens weniger Energiezufuhr nötig ist. Aber auch ohne diese Unterteilung kann es zweckmässig sein, die Warmbehandlung mit dem Geschmackskorrigens als erste Stufe der Sterilisationsbehandlung vorzusehen, wobei es sich vorzugsweise um eine Pottaschebehandlung und / oder eine Zuckerlösungsbehandlung handeln kann. Auch hier mag wieder eine Unterteilung vor sich gehen, indem die Früchte erst mit der Pottaschelösung und anschliessend mit einer Zuckerlösung, bevorzugt mit Fructose und Glucose behandelt wird, wie dies beispielsweise in der schon genannten DE-PS 2 061 969 vorgeschlagen wurde. In jedem Falle aber wird eine gesonderte Energiezufuhr zum Aufheizen der Schalenfrüchte, d.h. für die erste Stufe der Sterilisationsbehandlung, eingespart.
  • Gemäss einer besonders vorteilhaften Ausführungsvariante kann die Zeit für die Behandlung in der Wärmehaltestufe zusätzlich ausgenützt werden, wenn während der Behandlung in der Wärmehaltestufe eine weitere Behandlung durchgeführt wird, insbesondere eine Farbgebungsbehandlung. So wurde beispielsweise gefunden, dass Kakaokerne eine besonders angenehme rot-braune Farbe erhalten, wenn sie mit einem Sauerstoff enthaltenden Gas, wie Luft, behandelt werden, und diese Behandlung kann bevorzugt während der Behandlung in der Wärmehaltestufe durchgeführt werden. Es wird allerdings zweckmässig sein, das Sauerstoff enthaltende Gas zur Aufrechterhaltung der Sterillsationsbedingungen zu befeuchten und/oder zu erwärmen, um so Feuchtigkeits- und/oder Wärmeverluste zu verhindern. Je nach der Durchströmgeschwindigkeit des Gases bzw. der Luft und der in der Wärmehaltestufe gegebenen Temperatur kann die Auffeuchtung verschieden sein, doch hat sich eine Luftfeuchtigkeit von etwa von etwa 15 bis 30t, gegebenenfalls von 20 bis 25%, als ausreichend erwiesen.
  • Ein besonderer Vorteil ergibt sich, wenn an den aus der Wärmehaltestufe kommenden, noch heissen Schalenfrüchten eine Vermahlung entsprechend einem der Ansprüche 1 bis 10 der Patentanmeldung P 34 06 370.6 vorgenommen wird. Dadurch wird nicht nur Energie beim Vermahlen der fettigen Schalenfrüchte eingespart, sondern es wird darüber hinaus durch die hohe Temperatur gesichert, dass der Sterilisationseffekt lange aufrecht erhalten bleibt und nicht etwa kurz nach dem Austritt aus der Wärmehaltestufe bei der nachfolgenden Vermahlung wieder verloren geht. Hier wird also im Gegensatz zu den bekannten Behandlungsformen das Behandlungsgut von der ersten Wärmebehandlung an bis zur Vermahlung ständig auf einer hohen Temperatur gehalten.
  • Aus den obigen Erläuterungen ergibt sich, dass es zwar bei entsprechend hoher Temperatur der Schalen früchte am Ende der ersten Stufe und/oder bei Wärme zufuhr während der Behandlung in der Wärmehaltestufe nicht erforderlich ist, besondere Vorkehrungen für die Wärmehaltestufe vorzusehen, doch ist es zweckmässig, wenn die Schalen während der Behandlung in der Wärmehaltestufe in einen im wesentlichen abgeschlossenen, vorzugsweise wärmeisolierten Raum gefördert werden. Dies erfolgt mit det geringsten Aufwand an Energie, wenn das Fördern zumindest teilweise durch Fallförderung in den Innenraum eines Gefässes, insbesondere eines siloartigen Gefässes, erfolgt. Die Verwendung eines siloartigen Gefässes empfiehlt sich deshalb, weil gerade Silos im allgemeinen so konstruiert sind, dass das zuerst eingebrachte Material am Ausgange auch zuerst austritt. Damit wird aber im vorliegenden Falle eine gleichmässige Behandlung der Schalen früchte gewährleistet.
  • Gefässe und insbesondere Silos eignen sich allerdings im allgemeinen kaum für einen kontinuierlichen Betrieb. Anderseits sind aber die meisten Behandlungsarten für Schalenfrüchte so ausgelegt, dass ein kontinuierlicher Betrieb stattfinden kann. Deshalb ist es zur Erzielung eines kontinuierlichen Betriebes - trotz Verwendung eines Gefässes -vorteilhaft, wenn das Gefäss bei zumindest teilweise gesperrtemAuslauf erst bis zu einem vorbestimmten Niveau gefüllt wird, und dass anschliessend der Auslauf freigegeben wird, wobei vorzugsweise die Auslaufmenge der Zufuhrmenge pro Zeiteinheit entspricht. Das vorbestimmte Niveau kann dabei so ausgelegt sein, dass es dem Gesamtvolumen des Gefässes entspricht. Günstiger ist es allerdings, wenn das vorbestimmte Niveau innerhalb des Gefässes einem vorbestimmten Bruchteil von dessen Innenvolumen entspricht, weil dann Ungleichmässigkeiten in der Zufuhrmenge pro Zeiteinheit besser ausgeglichen werden können. Entspricht - wie erwähnt - die Auslaufmenge der Zufuhrmenge pro Zeiteinheit, so ergibt sich ein einwandfreier kontinuierlicher Betrieb, wobei das Gefäss (um einen Vergleich mit der Elektronik zu geben) gewissermassen als RC-Glied vorbestimmter Zeitkonstante fungiert.
  • Wäre dagegen etwa die Auslaufmenge grösser als die Zufuhrmenge, so müsste das Gefäss von Zeit zu Zeit, d.h. stets bei Erreichen eines vorbestimmten Mindestniveaus, zumindest teilweise wieder geschlossen werden.
  • Im Prinzip kann eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens sehr einfach ausgebildet sein. Um aber einen kontinuierlichen Betrieb zu erhalten, geht man zweckmässig von einer Wärmebehandlungsapparatur zur Durchführung der ersten Stufe des Verfahrens aus, wie sie z.B.
  • zum Schälen der Früchte bekannt ist. Für die Wärmehaltestufe kennzeichnet sich dann die Vorrichtung im wesentlichen dadurch, dass ein mit einer Zufuhröffnung und einer Abfuhröffnung versehenes Gefäss vorgesehen ist, dass der Abfuhröffnung eine steuerbare Verschlusseinrichtung zugeordnet ist, und dass die Verschlusseinrichtung durch eine das vorbestimmte Niveau an Schalen früchten innerhalb des Gefässes bestimmende Einrichtung steuerbar ist. Diese letztere Einrichtung sichert einen automatischen Betrieb, weil sonst ja das Niveau jeweils abgelesen bzw. bestimmt werden müsste und danach von Hand aus die Verschlusseinrichtung zu steuern wäre.
  • Wiewohl zum Bestimmen des Niveaus in einem Gefäss an sich verschiedene Einrichtungen vorstellbar sind, besteht die einfachste und dennoch betriebssicherste darin, dass bei gegebener Zufuhrmenge pro Zeiteinheit die das Niveau bestimmende Einrichtung von einem Zeitgeber gebildet ist.
  • Weitere Einzelheiten ergeben sich anhand der nachfolgenden Beschreibung von in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen. Es zeigen: Fig. 1 eine Anlage zum Schälen von Kakaobohnen, in Verbindung mit einer zweistufigen Sterilisation; Fig. 2 eine besondere Ausbildung der Apparatur für die Wärmeausbildung der Apparatur für die Wärmehaltestufe mit anschliessender Warmvermahlung der Früchte; Fig. 3 eine Einrichtung zur Bestimmung des Niveaus an Schalenfrüchten innerhalb eines siloartigen Gefässes; Fig. 4 eine Anlage zur Geschmackskorrektur der Schalenfrüchte mit anschliessender, in zwei Unterstufen gegliederter Wärmehaltestufe; und Fig. 5 eine weitere Anlage zur Geschmacksbehandlung von Schalen früchten mit gleichzeitiger Sterilisation und Farbgebungsbehandlung.
  • Entsprechend dem bekannten Schälverfahren nach der EP-OS 68 221 werden handelsübliche Kakaobohnen einem Trichter 2 und somit der Einlauföffnung 3 eines Netzapparates 1 über einen Dosierapparat 26 zugeführt. Der Netzapparat 1 besitzt eine Förderschnecke 4, die die Bohnen durch eine Befeuchtungszone transportiert und mit Feuchtigkeit vermischt, welcher Zone Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf oder Heisswasser über eine Befeuchtungseinrichtung 5 zugeleitet wird. Hier erfolgt bereits eine Wärmebehandlung, denn der meist bevorzugste Wasserdampf hat eine Temperatur von wenigstens 1200C, z.B. 1200- 1500C.
  • Die Aufenthaltszeit der Bohnen bzw. die Fördergeschwindigkeit der Schnecke 4 und die Wasser- oder Dampftemperatur sind so eingestellt, wie dies in der genannten EP-OS erläutert ist, so dass auf dieselbe verwiesen werden kann.
  • Die Kakaobohnen passieren eine Schleuse 7 und gelangen in einen Wirbelschichtapparat 8, innerhalb dessen vorzugsweise ein mechanischer Hilfsförderer 13 vorgesehen ist, um zu sichern, dass die Aufenthaltszeiten der einzelnen Bohnen in der Wirbelschicht jeweils gleich werden. Der Hilfsförderer 13 ist vorteilhaft in Form eines Kettenförderers verwirklicht, mit einer geschlossenen Kette 15, die über drehbare Rollen 16, 17 antreibbar ist und die Bohnen einer Auslauföffnung 18 zuführt. In dem Wirbelschichtapparat 8 werden die Kakaobohnen einer weiteren Wärmebehandlung unterzogen, wobei die heisse Luft die Bohnenoberfläche von allen Seiten umspült (Fluidisation). Durch diese Wärmebehandlung wird auch eine Abtötung schädlicher Keime erreicht.
  • Am Ausgang des Wirbelschichtapparates 8 ist eine Schleuse 48 und eine Schälmaschine 20 vorgesehen, die an sich von einem Prallschäler gebildet sein kann, hier aber ein Gummiwalzenschäler ist, wie er normalerweise für Reis angewandt wird.
  • Nach dem Schälen durch die beiden Gummiwalzen 50, 51 fallen Schalen und Kerne über eine Rutsche 53 und gelangen in einen Windsichter oder Aspirationskanal 54. Die Führung und Erhitzung der zweckmässig über die Leitung 37 bzw. 65 rückgeführten Luft (oder eines Inertgases), die Rückgewinnung der Wärmeenergie mittels Wärmetauschers 32, 33 usw. wird in der genannten EP-OS im einzelnen beschrieben und braucht daher nicht im zu einzelnen erläutert/werden.
  • Während nun im Windsichter 54 die Schalen nach oben im Sinne des Pfeiles 6 abgezogen werden, fallen die Kerne nach unten und können in einen von zwei Auslässen 21 bzw. 22 je nach der Stellung einer Klappe 58 gelangen. Selbstverständlich kann bei einer bestimmten Anlage gewünschtenfalls nur ein einziger Auslass 21 oder 22 vorgesehen sein, in welchem Falle die Umschaltmöglichkeit mittels der Klappe 58 entfällt.
  • Die bisher beschriebene Einrichtung entspricht dem Stande der Technik gemäss der schon mehrfach erwähnten EP-OS 68 221.
  • Dabei kann etwa der Wärmetauscher 33 lediglich mit den Abgasen der Abgasleitung 65 aus der bekannten Heiz- bzw. Gasverbrennungseinrichtung 29 betrieben werden, die zur Erwärmung der dem Wirbelschichtapparat 8 über eine Leitung 27 zuge für ten Luft (oder Inertgas) vorgesehen ist.
  • Das aus den Auslässen 21 bzw. 22 austretenden Gut besitzt normalerweise eine Temperatur oberhalb 1000C, wobei seine Temperatur im allgemeinen um 1100C, d.h. zwischen 1000 und 1300, liegen wird. Diese Temperatur wird vorzugsweise aufgrund einer Wärmebehandlung im Wirbelschichtapparat 8 während einer Dauer von 60 bis 480 s mit einer Temperatur von wenigstens 1500C, in der Praxis zwischen 1500 und 220°, erzielt. Der Feuchtigkeitsgehalt des Gutes beträgt mindestens 1,5 Gew.% und meist annähernd zwischen 3 bis 5%, z.B. 4,3%. In diesem Zustande werden die Kakaobohne (oder andere Schalenfrüchte) über den Au51ass 22 mit Hilfe einer Zellenradschleuse 70 mit im wesentlichen gleichmässiger Zufuhrgeschwindigkeit in ein siloartiges Gefäss 71 eingebracht, das vorzugsweise einen Isoliermantel 72 besitzt. Am unteren Ende des Silos 71 ist eine weitere Zellenradschleuse 73 als Verschlusselement vorgesehen.
  • Zu Beginn der Befüllung des siloartigen Gefässes 71 wird die Zufuhrschleuse 70 über einen Motor M1 angetrieben, wogegen der Motor M2 für die Zellenradschleuse 73 stromlos ist. Daher erreichen die Früchte nach einer vorbestimmten Zeit eine Niveaulinie N. Während dieser Zeit verbleiben die Kakaobohnen dem Einfluss ihrer relativ hohen Eigentemperatur und Feuchtigkeit ausgesetzt, wodurch die am Ende der ersten Warmbehandlung im Wirbelschichtapparat 8 allenfalls verbliebenen bzw. gegebenenfalls später noch hinzugekommenen Keime mit Sicherheit vernichtet werden. Dabei ist es von Vorteil, dass gemäss der genannten EP-OS die Kakaobohnen nur oberflächlich befeuchtet wurden, d.h. auf eine Feuchtigkeit der Schalen von 10 bis 50 Gew.% und der Kerne von 2,5 bis 8 Gew.% gebracht wurden, so dass nun im Silo 71 die Feuchtigkeit im wesentlichen von der Oberfläche der Kerne abgedampft wird und es nicht zu Kapillarrissen und Qualitätsverlusten der Kerne kommen kann. So schmoren gewissermassen die Kakaobohnen "im eigenen Saft". Die dabei erreichbaren extrem niedrigen Restkeimzahlen werden später noch besprochen.
  • Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, liegt die Niveaulinie N unterhalb der vollen Füllhöhe des Silos 71, d.h. bei einem vorbestimmten Bruchteil des gesamten Innenvolumens des Silos 71.
  • Der Grund hierfür liegt darin, dass auf diese Weise der Raum oberhalb der Niveaulinie N zum Ausgleich von Zufuhrschwankungen zur Verfügung steht. Anderseits wird man die Niveaulinie N nicht zu tief legen, weil ja dann das siloartige Gefäss 71 nicht entsprechend ausgenützt wäre und in einem solchen Falle ein kleineres Silo ausreichen würde. Es ist deshalb bevorzugt, dass die Niveaulinie N wenigstens im Bereiche der Hälfte des Innenvolumens, vorzugsweise zwischen 66% und 90% des IE.nentolumens liegt. In der Praxis wird eine Höhe entsprechend etwa 75% des Innenvolumens (verstanden mit ungefähr + 101) am günstigsten sein.
  • Zur Bestimmung des tatsächlichen Niveaus der Kakaobohnen im Silo 71 können alle herkömmlichen Niveaumessgeräte eingesetzt werden, beispielsweise in Abständen der Höhe nach angeordnete Schwingstäbe od.dgl.,deren Eigenfrequenz sich ändert, sobald sie von der Masse der Kakaobohnen erreicht werden. In Pig. 1 ist beispielsweise an der Oberseite des Silos 71 ein Ultraschall-Entfernungsmesser 74 angedeutet, der mit Laufzeitmessung arbeitet, es könnten aber auch entlang der Niveaulinie N Lichtschrankeneinrichtungen 75 vorgesehen sein. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die letzteren, z.B. Infrarotschranken, in einer Dampfatmosphäre gegebenenfalls Störungen ausgesetzt sind. Ueberdies können sich Störungen durch das aus der Zellenradschleuse 70 herabfallende Gut ergeben, obwohl derartige Störungen dadurch umgehbar sind, dass die Lichtschranke nicht quer diametral über den Querschnitt des Silos 71 verläuft, sondern entlang einer Sekante.
  • Die Ausgänge der jeweils verwendeten Niveaumesser 74 und/ oder 75 sind an einen Prozessrechner 76 angeschlossen, der auch die Motoren M1, M2 steuert. Hierzu wird der Prozessrechner 76 über einen Schalter S1 in Betrieb genommen. Gleichzeitig damit wird auch ein Taktgenerator 77 eingeschaltet. Mit dem Schliessen des Schalters S1 wird über den Prozessrechner 76 auch der Motor M1 eingeschaltet. Die Impulse des Taktgenerators 77 werden einem Zähler Z zugeführt, der als Zeitgeber fungiert und nach einer vorbestimmten Anzahl von Impulsen, und damit nach einer vorbestimmten Zeit, über seinen Ausgang A die Einschaltung des Motors M2 veranlasst. Bei gegebener Zufuhrrate über die vom Motor M1 angetriebene Zellenradschleuse 70 wurde zu diesem Zeitpunkt mit Sicherheit die Niveaulinie N erreicht. Gewünschtenfalls kann eine.
  • (lediglich angedeutete) Rückmeldeleitung 78 vorgesehen sein, über die - z.B. bei Schwankungen der Motorgeschwindigkeitt des Motor M1 - die Frequenz des Taktgenerators 77 entsprechend beeinflusst wird. Dabei dient die Motorgeschwindigkeit des Motor M1 als Mass für die Durchflussmenge, und es versteht sich, dass anstelle dessen über die Leitung 78 auch jede andere Rückmeldung über die tatsächliche Durchflussmenge, z.B. mit Hilfe eines am Siloeingang angebrachten Durchflussmengenmessers od.dgl., zur Anpassung der Fre-.
  • quenz des Generators 77 durchgeführt werden kann.
  • Es ist allerdings noch ein Umschalter S2 vorgesehen, durch den anstelle der reinen Zeitsteuerung über den Taktgenerator 77 und die Zählstufe Z eine Niveausteurung aufgrund der Ausgangssignale der Niveaumesser 74 und/oder 75 eingeschaltet werden kann. Dies wird besonders dann zweckmässig sein, wenn eine andere Art bzw. Qualität von Schalenfrüchten behandelt werden soll, von der die Schüttdichte und damit die Zeit bis zum Erreichen der Niveaulinie N noch unbekannt ist. Dabei kann die Anordnung so getroffen sein, dass anstelle einer blossen Zählstufe Z im Prozessrechner 76 ein programmierbarer Speicher (RAM oder EPROM) vorgesehen. ist, über den die beim erstmaligen Durchlauf festgestellte Zeit bis zum Erreichen der Niveaulinie N für die spätere reine Zeitsteuerung festgestellt werden kann. Selbstyerständlich kann ein solcher programmierbarer Speicher ersatzweise auch von Hand aus einstellbar sein.
  • Sobald der Motor M2 zu laufen beginnt, wird zweckmässig die Motorgeschwindigkeit beider Motoren M1, M2 derart aneinander angepasst, dass die Zufuhr und Abfuhrgeschwindigkeit im wesentlichen konstant bleibt, womit eine gleichmässige Behandlungsdauet gesichert ist. Für diesen Zweck ist es allerdings auch vorteilhaft, wenn die Silogeometrie so ausgelegt ist, dass sich ein gleichmässiger Durchfluss von oben nach unten ergibt. Hierfür ist es vorteilhaft, wenn der Konusteil 79 des Silos 71 eine derartige Neigung aufweist, dass seine Mantelwand zu einer Vertikalen bzw. einer Parallelen zu seiner Längsachse einen WinkeloC von 10 bis 200, insbesondere von 12 bis 150 einschliesst.
  • Trotz der Verwendung eines an sich besonders für den Chargenbetrieb geeigneten Gefässes lässt sich aber ein kontinuierlicher Betrieb auch auf andere Weise erzielen, wie nun anhand der Fig. 2 erläutert wird. Dabei sind mit dem Auslass 22 (vgl. Fig. 1) zumindest zwei, gegebenenfalls aber auc mehr Behälter 71a, 71b verbunden, die taktmässig einmal gefüllt werden, während der andere Behälter eben entleert wird. Eine derartige Beschickung ist beispielsweise für Pfropfenfördersysteme an sich bekannt.
  • Die Auslassleitung 22 verzweigt sich dementsprechend, wobei zweckmässig eine Klappe 80 vorgesehen ist, die verhindert, dass sich das Rohrstück zum jeweils gerade geschlossenen Behälter 71a oder 71b mit heissen Schalenfrüchten füllt, die dann länger als die anderen behandelt würden. Falls aber unterschiedliche Behandlungszeiten weniger Rolle spielen, so kann die Klappe 80 weggelassen werden.
  • Jedenfalls ist jedes der beiden Gefässe 71a, 71b mit einer entsprechenden Verschlusseinrichtung 70a, 70b bzw. 73a, 73b versehen, die hinsichtlich ihrer Verschlusswirkung den Schleusen 70, 73 der Fig. 1 entsprechen. In der dargestellten Lage ist die Klappe 80 so gestellt, dass das Gefäss 71b gefüllt wird. Dementsprechend muss der Schieberverschluss 70b mit Hilfe eines fluidischen Motors (Zylinder-Kolben-Aggregat) 81 geöffnet sein, wogegen der untere Verschlussschieber 73b geschlossen ist. Gleichzeitig ist der obere Verschlussschieber 70a des Gefässes 71a geschlossen (bei Anordnung der Klappe 80 können gegebenenfalls die oberen Verschlussschieber 70a, 70b entfallen), während der untere Schieberverschluss 73a geöffnet ist, um das Gefäss 71a zu entleeren. Sobald der Entleervorgang beendet ist, wird die Klappe 80 verschwenkt, die Verschlussschieber 70a, 70b, 73a, 73b wechseln ihre Lage, so dass das Gefäss 71a gefüllt, das Gefäss 71b entleert wird.
  • Damit hängt die Taktzeit für die Befüllung und die Entleerung der beiden Gefässe 71a, 71b im wesentlichen von ihrem Füllvolumen ab. Selbstverständlich ist es möglich, etwa den jeweils unteren Schieber 73a, 73b nur teilweise geöffnet zu halten, so dass sich bei geöffnetem oberen Schieberverschluss 70a bzw. 70b ein Ansteigen des Niveaus im Inneren desPjeweiligen Gefässes 71a, 71b ergibt. Erst nach Erreichen dieses Niveaus wird der jeweils untere Verschluss weiter geöffnet und/oder der Zulauf gedrosselt.
  • Die Steuerung der einzelnen Verschlüsse bzw. der Klappe 80 erfolgt wiederum über einen Prozessrechner 76 mit einem externen Taktgeber 77. Gewünschtenfalls können am oberen Einlass für die Gefässe 71a, 71b Durchlaufmengenmesser 82 vorgesehen sein, deren Ausgangssignale über Klemmen X,- Y, dem Prozessrechner 76 zur Anpassung der Frequenz des Taktgenerators 77 zugeführt werden. Die Klappe 80 wird über ein Solenoid 83 unmittelbar vom Prozessrechner 76 aus gesteuert, an den im übrigen ein elektro-fluidischer Wandler 84 zur Umwandlung der vom Prozessrechner 76 erhaltenen elektrischen Signale in entsprechende Betätigungssignale für die fluidischen (pneumatischen oder hydraulischen) Aggregate 81 anteschlossen ist. Im wesentlichen handelt es sich beim Wandler 84 um eine Reihe von Elektroventilen bekannter Art.
  • Die aus dem jeweils gefüllten Gefäss 71a, 71b entleerten Kakaokerne gelangen iii eine Auslassleitung 85, an die entsprechend der Patentanmeldung P 34 06 370.6 bevorzugt eine Engspaltmühle 10 angeschlossen ist, um die Kakaokerne im noch warmen Zustand zu vermahlen. Dabei werden die Kakaokerne aufgrund des austretenden Kakaofettes zu einer pastösen Masse verarbeitet, die der Vermahlung einen geringeren Widerstand entgegensetzt, so dass sich der notwendige Anergieaufwand verringert. Gleichzeitig aber ergibt sich so eine kontinuierliche Führung der noch heissen Früchte aus der durch die Gefässe 71a, 71b gebildeten Wärmehaltestufe zur Vermahlung (wo infolge der mechanischen Energie eine gewisse Temperaturerhöhung erfolgen kann), so dass der SteriliSationeffekt erhalten bleibt.
  • Da bevorzugt die Mühle 10 an eine Vakuumleitung angeschlossen ist, über die die Brüden abgezogen werden, ist es zweckmässig, den Innenraum der Mühle 10 gegenüber der Auslassleitung 85 abzuschotten, zu welchem Zwecke zwei Zwischenbehälter 86, 87 vorgesehen sind, die über Verschlussschieber 88 absperrbar sind. Diese Verschlussschieber 88 werden wieder von entsprechenden Kolbenaggregaten 81 betätigt und vom Prozessrechner 76 über den Wandler 84 gesteuert.
  • Als Austragvorrichtung 87 mag eine an den Einfülltrichter 9 der Mühle 10 unmittelbar vakuumdicht angeschlossene Speiseschnecke 89 dienen, die damit eine doppelte Funktion als Austragseinrichtung und als Dosierspeisung für die Mühle 10 erfüllt.
  • Die Mühle 10 besitzt vorzugsweise eine zweite Stufe 10a, der ein Verflüssiger 33a in Form eines Paddel-Mischers nachgeschaltet ist.
  • Gemäss der schon erwähnten Patentanmeldung P 34 06 370.6 erfolgt die Vermahlung vorzugsweise zweistufig, weshalb der Mühle 10 beispielsweise ein Fünfwalzwerk 35 nachgeschaltet ist.
  • Danach kann ein Dünnschichtverdampfer 38 vorgesehen sein, doch mag es für einzelne Anwendungsfälle erwünscht sein, den Dünnschichtverdampfer 38 zwischen die beiden Mahlvorgänge zu schalten. Diese Behandlung im Dünnschichtverdampfer 38 besitzt vornehmlich den Zweck, eine Geschmacksverbesserung zu erzielen und wird bevorzugt in einem Verdampfer 38 durchgeführt, der entsprechend der DE-PS 2 823 129 ausgebildet ist. Durch die Verwendung eines solchen Dünnschichtverdampfers können nämlich weitere Energieeinsparungen erzielt werden. Im übrigen versteht es sich, dass hinsichtlich der Warmvermahlung der Kakaobohnen sämtliche Variationen möglich sind, die in der Patentanmeldung P 34 06 370.6 erwähnt und beschriebet sind Anhand der Fig. 3 sei eine weitere Einrichtung zur Definierung einer vorbestimmten Niveaulinie N (vgl. Fig. 1) gezeigt.
  • Hierbei ist lediglich der untere Abschnitt eines Konusteiles 79a veranschaulicht, dessen schräge Mantellänge zur Längsachse den schon erwähnten Winkels ob einschliessen. Am unteren Ende dieses Konusteiles 79a ist ein durch eine Feder 89 belasteter Ventilkegel 90 vorgesehen, dessen Schaft 91 in einer Rohrführung 92 gleitbar geführt ist. Die Rohrführung 92 wird von Armen 93 gehalten, die an einem am Konusteil 79a angeschwersten Ring 94 befestigt sind.
  • Die Feder 89 stützt sich an ihrer Oberseite am Ventilkegel 90, an ihrer Unterseite hingegen an einem an der Rohr führung 92 verschraubten Flansch 95 ab. Die Kraft der Feder lässt sich zur Veränderung der Niveaulinie durch Verschraubung des Flansches 95 verstellen. Sobald das Gewicht der Füllung im Behälter oberhalb des Ventilkegels 90 ein vorbestimmtes Niveau erreicht hat, wird die Kraft der Feder 89 überwunden und der Ventilkegel 90 öffnet Selbstverständlich wird dieses Oeffnen bei der dargestellten Konstruktion relativ langsam erfolgen, da mit zunehmendem Gewicht der Füllung die Feder 89 erst allmählich zusammengepresst wird. Gewünschtenfalls kann daher ein Kippmechanismus vorgesehen werden, um ein plötzliches Oeffnen des Verschlusses 90 zu ermöglichen. Allerdings muss dann der Verschluss durch eine entsprechende Betätigung nach der Entleerung des Gefässes wieder in die Geschlossen-Stellung gebracht werden. Anstelle eines Ventilkegels 90 könnte an sich auch eine Klappe verwendet werden, die an einer Seite der Oeffnung angelenkt ist. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass diese Klappe in der Offenstellung den Durchfluß der Schalenfrüchte nicht im Sinne einer Verungleichmässigung der Behandlungsdauer beeinflusst bzw. in der Offenstellung den Auslassquerschnitt möglichst völlig freigibt.
  • Ebenso wie es an sich möglich wäre, auch ungeschälte Schalenfrüchte einer Warmbehandlung mit anschliessender Wärmehaltestufe auszusetzen, ist es auch nicht unbedingt erforderlich, als erste Stufe der Sterilisationsbehandlung eine Schälbehandlung vorzusehen, wie dies etwa anhand der Fig. 1 beschrieben wurde. In Fig. 4 ist ein Beispiel für einen Reaktor 96 gezeigt, dem über eine Leitung 97 eine Pottaschelösung zugeführt wird.
  • Gewünschtenfalls kann es sich dabei selbstverständlich auch um besondere alkalische Lösungen bzw. Lösungsmischungen handeln. Bekanntermassen dienen derartige Behandlungen, die unter Wärmezufuhr durchgeführt werden, der Geschmacksverbesserung insbesondere von Kakaobohnen.
  • Am Ende der meist chargenweise durchgeführten Pottaschebehandlung im Reaktor 96 (der an sich beliebig ausgebildet sein kann) wird die dabei erhaltene Eigentemperatur der Kakaobohnen oberhalb 1000 und deren Feuchtigkeit ausgenutzt. Nötigenfalls kann dem Reaktor 96 am Ende der Pottaschebehandlung zusätzliche Wärme zugeführt werden, um die für die Sterilisation benötigte Eigentemperatur der Früchte zu erzielen.
  • Anschliessend werden die Kakaobohnen wiederum in ein siloårtiges Gefäss 71c eingelassen, wo sie für eine vorbestimmte Zeit unter Aufrechterhaltung ihrer Temperatur verbleiben. Aufgrund der Pottaschebehandlung besitzen die Kakaobohnen eine genügende Feuchtigkeit, dass sich innerhalb des Gefässes 71c Dämpfe entwickeln, durch die etwaige noch verbliebene Keime abgetötet werden. Zum Ausgleich von Temperaturverlusten kann das Silogefäss 71c mit einem Doppelmantel 98 versehen sein, der mit einem Wärmetauscher 99 in Verbindung steht. Dieser Wärmetauscher 99 kann bei Zusammenschluss der Anlage gemäss Fig. 4 mit der Schälanlage gemäss Fig. 1 von einem der Wärmetauscher 32 oder 33 mit gebildet sein bzw. kann er an eine der Abgasleitungen 37 bzw. 65 angeschlossen sein. Auf diese Weise wird eine bessere Energieausnützung erzielt, zumal die möglichen Wärmeverluste im Gefäss 71c sich jedenfalls nur in geringen Grenzen halten werden.
  • Es wurde oben bereits erwähnt, dass der Winkel (vgl. Fig. 1, Fig. 3) relativ spitz ist, so dass sich unter Umständen sehr lange Konusteile 79 bzw. 79a ergeben. Gemäss Fig. 4 kann nun der Konusteil 79b trotz Beibehaltung des WinkeB~ verkürzt werden, wenn als Verschluss- und Austragsvorrichtung ein Vibrations-Austragapparat 100 verwendet wird. Dieser Apparat 100 besitzt einen relativ flachen durch einen Vibrationsantrieb 101 zu oszillierender Bewegung antreibbaren Trichter 102, der über eine Gummischürze 103 mit einem Zylinderansatz 104 des Gefässes 71c verbunden ist. Innerhalb des Trichters 102 ist ein Verteilerkegel 105 an radialen Armen derart befestigt, dass bei ruhendem Vibrationsantrieb 101 die Schalenfrüchte vom Verteilerkegel 105 auf die flache untere Seite de Trichters 102 geführt werden, wo sie liegen bleiben und sich aurstauen, so dass der Apparat 100 im Ruhezustand als Verschluss wirkt.
  • Der Vibrationsantrieb 101 kann dann über einen Niveaumesser 74 bzw. 75 (Fig. 1) oder - bevorzugt - über eine Zeitsteuerung elngesbhaltet werden, um den Inhalt des Gefässes 71c zu entleeren. Selbst wenn im Ruhezustand des Vibrations-Austragsapparates 100 ein Teil der Kakaobohnen in den Mündungsbereich des Tridhters 102 gelangt wäre, so spielt dies bei der in Figi 4 dargestellten Anordnung keine Rolle, weil dort die Wärmehaltestufe ausser dem Gefäss 71c noch eine mit einer Isolierung 72 versehene Wärmekammer 71d umfasst. Somit ist hier die Wärmehaltestufe unterteilt. Innerhalb der lediglich isolierten und nicht beheizbaren Wärmekammer 71d ist zum Fördern der Kakaobohnen ein mechanischer Förderer 15a vorgesehen, ähnlich wie im anhand der Fig. 1 beschriebenen Wirbelschichtapparat 8. Dabei sorgen die Mitnehmer 14 an der Kette 15 bzw. einem entsprechenden Förderband nicht nur für eine gleichmässige Verweilzeit innerhalb der Wärmekammer 71d) sondern schliessen auch die einzelnen zwischen einander gebildeten Abteile gegen den Zutritt von Frischluft bw. gegen Feuchtigkeit- und Wärmeverluste ab. Zweckmässig wird der Antrieb für den Förderer 15a zugleich mit dem Vibrationsantrieb 101 eingeschaltet. Dabei ist die Auslaufgeschwindigkeit aufgrund des Vibrationsantriebes 101 an die Geschwindigkeit des Förderer 15a anzupassen.
  • Wenn auch es prizipiell möglich ist, anstelle eines siloartigen Gefässes für die Wärmehaltestufe lediglich eine Wärmekammer 71d vorzusehen, so versteht sich doch, dass die Notwendigkeit eines Antriebes für die Förderer 15a einen zusätzlichen Energieaufwand bedeutet. Demgegenüber erfolgt die Förderung in den siloartigen Gefässen 71 bis 71c einfach durch Fallförderung, wofür es prinzipiell keines Energieaufwandes (sieht man von der Verschlussbetätigung bzw. einem etwaigen Austragsapparat ab) bedarf.
  • Anhand der Fig. 5 sei eine andere Wärmebehandlung zur Geschmacksverbesserung beschrieben, die im vorliegendem Falle als erste Stufe einer Sterilisationsbehandlung zum Aufheizen der Kakaobohnen dient. Hierbei ist ein Reaktor 96a vorgesehen, dessen Doppelmantel 98a von einer Dampfquelle 99a gespeist wird.
  • Im Reaktor 96a ist ein Rührwerk 106 vorgesehen. EiinrEiAlassstutzen 107 ist mit dem Auslass 22 verbunden, zwei weitere Einlassstutzen 108, 109 jeweils mit einem Flüssigkeitsbehälter 110 bzw. 111. Der Reaktor 96a ist mit Hilfe einer Verschlussvorrichtung 73c, einem Ventil od.dgl. verschliessbar; Innerhalb des Reaktor96a können nun schalenfreie Kakaokerne mit aus den Behältern 110, 111 zugeführten wässrigen Lösungen von Glucose und/oder Fructose imprägniert werden, wobei die Mischung durch die über die Dampfquelle 99a zugeführte Wärme zur Reaktion gebracht wird. Anschliessend wird über eine Leitung 112 strömender Wasserdampf dem Inneren des Reaktors zugeführt, wobei eine Leitung 113, gegebenenfalls mit einem Rückschlagventil, den Ueberschuss an Dampf einer nicht dargestellten Kondensierstufe zuführt.
  • Bis hierher entspricht die Behandlung den ersten Behandlungsschritten gemäss der DE-PS 2 061 969, wodurch eine Geschmacksverbesserung zur Herstellung von Schokolade erzielt wird.
  • Alternativ kann aber auch im Reaktor 96a eine Alkalisier-Behandlung durchgeführt werden, wobei aus einem der beiden Flüssigkeitsbehälter 110 ein entsprechendes Alkali in flüssiger Form vorliegt. In diesem Falle dient die Behandlung gleichzeitig der Verbesserung der Farbe, der Benetzbarkeit, der Schwebefähigkeit und des Geschmacks, insbesondere bei der Herstellung von Kakaopulver, wobei auch eine Verminderung der Keimzahl erfolgt.
  • Um nun die neuerdings gewünschten extrem niedrigen Keimzahlen zu erhalten, werden die auf wenigstens 1000C aufgeheizten Kakaobohnen anschliessend in ein siloartiges Gefäss 71e gebracht, das hinsichtlich Form und Ausbildung den oben beschriebenen Gefässen mit gleicher Bezugsziffer (mit oder ohne Zusatzbuchstabe) entspricht. Eine Besonderheit des Gefässes 71d besteht jedoch darin, dass an seiner Unterseite eine Zufuhrleitung 114 für ein sauerstofftragendes Gas, d.i. im allgemeinen Luft, vorgesehen ist Dementsprechend besitzt das Gefäss 71d an seiner Oberseite einen Abluftstutzen 113a, der ebenso wie die Leitung 113 des Reaktors 96a zur Druckentlastung dient. Da die Behandlung im Reaktor 96a prinziell chargenweise erfolgt, kann die jeweilige Charge anschliessend unmittelbar in das Silogefäss 71d gefüllt werden und dort ebenfalls chargenweise der Sterilisationsbehandlung unterzogen werden, während beispielsweise gleichzeitig die nächste Charge in den Reaktor 96a eingefüllt wird. Da aber nun das Gefäss 71d nicht völlig abgeschlossen ist, sondern die Gefahr besteht, dass durch die über die Leitung 114 zugeführte und über den Stutzen 113a abströmende Luft grössere Temperatur- und Feuchtigkeitsverluste auftreten, ist es bevorzugt, die über ein Gebläse 115 zugeführte Luft über einen Konditionierapparat 116 zu führen, um der Luft einen bestimmten Feuchtigkeits- und Wärmegehalt zum Ausgleich der erwähnten Verlus Zueben. Im Prinzip kann auch hier wiederum der Konditionierapparat 116 mit einem der oben geschilderten Wärmetauscher und Heizeinrichtungen kombiniert sein. So ist es zweckmässig, die Luft auf wenigstens 1000C bei einer Feuchtigkeit von 15 bis 30%, insbesondere 20 bis 25% zu bringen, wobei bekanntermassen eine derartige Behandlung der Farbgebung der Kakaobohnen dient. Kakaobohnen erhalten so die vom Käufer erwartete rot-braune Färbung.
  • Durch diese Behandlungskombination kann Zeit und Energie gespart werden. Selbstverständlich sind die oben beschriebenen Behandlungsmassnahmen untereinander kombinierbar, etwa indem im Anschlusse an das Silo 71 gemäss Fig. 1 eine Warmvermahlungsanordnung gemäss Fig. 2 (Mahlwerke 10 und 35) angeschlossen sind.
  • Nachstehend soll anhand zweier Versuchsbeispiele gezeigt werden, welch extrem niedrige Keimzahlen aufgrund des oben beschriebenen Verfahrens erreicht werden können.
  • Beispiel 1 Kakaobohnen der Sorte Ghana mit einer ursprünglichen Keimzahl von 6,78 bis 6,95 Millionen Keimen pro Gramm wurden im wesentlichen auf einer Anlage gemäss Fig. 1 geschält, wobei jedoch der Gummiwalzenschäler 20 durch eine Prallschälmaschine ersetzt war, wie dies in der schon mehrfach erwähnten EP-OS 68 221 als Alternative genannt wird. Dabei wurden die in dieser EP-OS genannten Bedingungen eingehalten, d.h. während einer Zeit von 60 bis 480 Sekunden wurden die Kakaobohnen einer Temperatur von wenigstens 1500C (im vorliegenden Falle 1800C) ausgesetzt, worauf sich die Keimzahlen am Ausgang des Windsichters 54 bzw.
  • am Auslass 22 auf 129'000 Keime pro Gramm reduzierten. Zu diesem Zeitpunkte hatten die Kakaokerne eine Eigentemperatur von 1160C und eine Feuchtigkeit von 4,0 Ges.%.
  • Anschliessend wurden die Kerne in den Silo 71 gebracht und verblieben dort während 124 Minuten. Da die Kerne dabei Feuchtigkeit abgaben, hatten sie am Ende dieser Wärmehaltestufe nur mehr 2,6 Gew.% Feuchtigkeit, die Restkeimzahl war jedoch unter 100 Keime/Gramm gesunken.
  • Beipiel 2 Da gemäss Beispiel 1 eine derart niedrige Keimzahl erreicht worden war, wurde untersucht, ob sich die Keimzahl bei Verringerung der Verweilzeit in der Wärmehaltestufe bzw. dem Silo 71 erhöhen würde. Dabei wurden die Kakaobohnen gemäss Beispiel 1 behandelt und hatten bei ihrem Austritt am Auslass 22 eine Temperatur von 1150C. Nach einer Verweilzeit von 104 Minuten im Silo 71 betrug die Restfeuchtigkeit nur mehr 2,5 Gew.%, die Restkeimzahl lag aber weiterhin unter 100 Keime/Gramm.
  • In weiteren versuchen wurde dann ermittelt, dass die Verweilzeit in der Wärmehaltestufe unter günstigen Bedingungen bis auf 10 Minuten abgesenkt werden kann. Der Vergleich der Beispiele 1 und 2 zeigt aber, dass eine allzu lange Verweilzeit keine wesentliche Reduktion der Keimzahl mehr erbringt, so dass unter ungünstigen Bedingungen die Verweilzeit in der Wärmehaltestufe mit maximal 2 Stunden begrenzt sein kann.
  • Im Rahmen der Erfindung sind verschiedene Kombinationen und Abänderungen möglich; so können beispielsweise auch ungeschälte Kakaobohnen auf die geschilderte Weise zweistufig sterilisiert werden, z.B. nachdem sie den Wirbelschichtapparat 8 durchlaufen haben. Das Schälen kann dann anschliessend erfolgen, wobei sich gezeigt hat, dass ebenfalls extrem niedrige Keimzahlen erhalten werden.
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Claims (16)

  1. VERFAHREN ZUM BEHANDELN VON SCHALENFRUECHTEN 1. Verfahren zum Behandeln von Schalenfrüchten, insbesondere von Kakaobohnen, bei-dem dieselben einer Wärmebehandlung unterzogen werden1 an deren Ende sie eine Restfeuchtigkeit von wenigstens 1,5 Gew.% und eine Eigentemperatur von zumindest 100°C besitzen, dadurch gekennzeichnet, dass diese an sich für einen anderen Behandlungszweck vorgenommene Wärmebehandlung mit wenigstens 100°C Eigentemperatur der Schalenfrüchte und der Mindestfeuchtigkeit von 1,5 Gew.% gleichzeitig die erste Stufe einer Sterilisationsbehandlung bildet, der eine Wärmehaltestufe folgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung in der Wärmehaltestufe ohne weitere Wärmezufuhr erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung in der Wärmehaltestufe während wenigstens 10 Minuten, vorzugsweise während höchstens 2 Stunden, erfolgt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Eigentemperatur der Schalenfrüchte wenigstens bei Betriebsbeginn zu Beginn der Dauer der Wärmehaltestufe wenigstens llO"C, vorzugsweise maximal 1300C, beträgt.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Restfeuchtigkeit der Schalenfrüchte zu Beginn der rmealtestufe wenigstens 3 Ges.%, vorzugsweise .wischen 3% und 6%, beträgt.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche l bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als erste Stufe der Behandlungen eine Schälbehandlung, ausgehend von einer vorbestimmten Feuchtigkeit der Bohnen, durchgeführt wird, wobei zuerst die Schalenfrüchte auf einer Feuchtigkeit der Schalen von 10-50 Gew.-% und der Kerne von 2,5-8 Gew.-% belassen bzw. gegebenenfalls zur Erreichung dieser Feuchtigkeit behandelt werden, und dass durch die darauffolgende Wärmebehandlung die Schalen der Früchte bis auf eine Restfeuchtigkeit der Schalen von 3-10 Gew. -% und der Kerne von 1-8 Gew.-% getrocknet werden, dass dabei vorzugsweise die Wärmebehandlung nur 60- 480s dauert und vorzugsweise die Temperatur wenigstens 1500C beträgt, insbesondere zwischen 1500C und 2200C liegt, und dass die Wärmebehandlung zweckmässig in einer Wirbelschicht, insbesondere in heisser Luft, erfolgt, dass zweckmässig der Wärmebehandlung eine Feuchtigkeitsbehandlung mit Wasserdampf oder Heisswasser von durchschnittlich weniger als 180s, vorzugsweise 10-60s, vorangeht, wobei insbesondere die Wasserdampftemperatur wenigstens 1200C, bevorzugt 1200-1500C, bzw.
    die Heisswassertemperatur 400-900C beträgt, welch letzterem gegebenenfalls ein Geschmackskorrigens beigemischt ist, dass bevorzugt das noch warme Produkt unmittelbar nach der Wärmebehandlung oder nach der Wärmehaltestufe geschält, insbesondere prallgeschält wird, dass gegebenenfalls das warme, und vorzugsweise geschälte, Produkt danach geröstet wird, und dass zweckmässig zum Rösten dem Produkt zumindest zum Teil Heissgas, insbesondere Heissluft, aus der Wärmebehandlungsstufe und/oder umgekehrt der Wärmebehandlungsstufe von der Röststufe, gegebenenfalls über eine Wärmeaustauschstufe, zugeführt wird, wobei im besonderen das Heissgas eine Temperatur von 1200-1700C besitzt, dass insonderheit für die Wärmebehandlung die benötigte Wärme durch Verbrennung, insbesondere von Gas, erzeugt wird, dass namentlich zur Durchführung - vorzugsweise nach einem Netzapparat (1) - ein mit einem mechanischen Förderer, insbesondere einem Kettenförderer (13) zur gleichmässigen Produktförderung versehener Wirbelschichtapparat (8) vorgesehen ist, dessen zugeordnete Heizeinrichtung für eine Temperatur von wenigstens 1500C ausgelegt ist und dessen Ausgang mit einer Schälstufe (20) verbunden ist, dass nötigenfalls an die Schälstufe (20) ein Sichter (54) angeschlossen ist, von dessen Ausgang das Produkt vorzugsweise einem Röstapparat zuführbar ist, dass möglicherweise mindestens eine Wärmerückführung (37, 63, 65) gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Filters (35), vorgesehen ist, und dass insbesondere zwischen dem Röstapparat und dem Witbelschichtapparat (8) eine Gasleitung für den Austausch von Gas und Wärmeenergie vorhanden ist, wobei vorzugsweise über diese Gasleitung Heissgas, insbesondere Heissluft, aus dem Wirbelschichtapparat dem Röstapparat, gegebenenfalls über eine Temperaturregel- und/oder Gasmischstufe, zuführbar ist, dass gewünschtenfalls in die Wärmerückführleitung (37) eine eiesgasleitung (65), besonders nach dem Filter (35), einmündet, und dass vorzugsweise die Heissgasleitung (65) ebenfalls von einer Wärmerückführleitung aus dem Röstapparat (60) gebildet ist und in eine der Wärmerückführleitungen (37, 65) gegebenenfalls ein Wärmetauscher (33) geschaltet ist.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmehaltestufe eine Warmbehandlung mit einem, insbesondere flüssigen Geschmackskorrigens, vorzugsweise eine Pottaschebehandlung und/oder eine Zuckerlösungsbehandlung, bevorzugt mit Fructose und Glucose, vorangeht.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass während der Behandlung in der Wärmehaltestufe eine weitere Behandlung durchgeführt wird, insbesondere eine Farbgebungsbehandlung, zweckmässig mit einem Sauerstoff enthaltenden Gas, wie Luft, und dass vorzugsweise das Sauerstoff enthaltende Gas zur Aufrechterhaltung der Sterilisationsbedingungen befeuchtet - z.B. auf etwa 15 bis 30%, gegebenenfalls 20 bis 25% - und/oder erwärmt zugeführt wird.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an den aus der Wärmehaltestufe kommenden, noch heissen Schalenfrüchten eine Vermahlung vorgenommen wird, dass dabei vorzugsweise das Vermahlen ohne Wärmeenergiezufuhr erfolgt, dass insbesondere die Wärmebehandlung im Zusammenhang mit dem Schälen vorgenommen wird, dass die noch warmen Früchte gleich nach dem Entfernen der Schalen, gegebenenfalls mit einer Zwischenbehandlung zur Geschmacks- bzw. Aromaverbesserung und/oder Trocknung, der Warmvermahlung zugeführt werden, und dass zweckmässig das Rösten unter Ausschaltung eines besonderen Röstvorganges verteilt über die Verfahrensschritte mit Energiezufuhr, wie Wärmebehandlung und Warmvermahlung, vorgenommen wird, dass bevorzugt die Warmvermahlung unter sauerstoffarmer Atmosphäre, vorzugsweise unter Unterdruck bzw. Vakuum, vorgenommen wird, dass zweckmässig die Früchte mit einer Temperatur oberhalb 800, vorzugsweise oberhalb 900, insbesondere zwischen 1000 und 1200, z.B. mit 110°, der Warmvermahlung zugeführt werden, und dass zweckmässig vorher die Wärmebehandlung bei einer Temperatur von wenigstens 1500, z.B. zwischen 1500 und 220°, gegebenenfalls während einer Dauer von 60 bis 480s vorgenommen wurde, dass namentlich die Warmvermahlung bis zu einer Korngrösse unterhalb lamm, vorzugsweise unter 0,8mm vorgenommen wird, wobei insbesondere die Korngrössen zwischen 0,8 und 0,015 mm liegen und z.B.
    eine breiige bzw. pulverförmige Masse erhalten wird, dass insonderheit die Warmvermahlung innerhalb eines Zeitraumes von höchstens 8 Minuten, vorzugsweise innerhalb höchstens 5 Minuten, insbesondere höchstens 2 Minuten, z.B. in einer halben Minute, nach der Wärmehaltestufe durchgeführt wird, dass gewünschtenfalls die Warmvermahlung in wenigstens zwei Stufen vorgenommen wird, dass gegebenenfalls die Warmvermahlung zunächst in einer Engspaltmühle, zweckmässig einer Prall- oder Schermühle, vorzugsweise zweistufig, vorgenommen wird, der insbesondere wenigstens ein Walzenstuhl, z.B. ein Dreiwalzenstuhl, nachgeschaltet ist, und dass beispielsweise im Anschluss an die Warmvermahlung eine Nachbehandlung, vorzugsweise eine Nachröstung, gegebenenfalls eine Geschmacks- bzw. Aromabehandlung, z.B. in einem Dünnschichtverdampfer, vorgenommen wird.
  10. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalenfrüchte während der Behandlung in der Wärmehaltestufe in einen im wesentlichen abgeschlossenen, vorzugsweise wärmeisolierten, Raum gefördert werden.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet Fortsetzung auf alter Seite 3 dass das Fördern zumindest teilweise durch Fallförderung in den Innenraum eines Gefässes, insbesondere eines siloartigen Gefässes, erfolgt.
  12. 12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung eines kontinuierlichen Betriebes das Gefäss bei zumindest teilweise gesperrtem Auslauf erst bis zu einem vorbestimmten Niveau gefüllt wird, und dass anschliessend der Auslauf frei gegeben wird, wobei vorzugsweise die Auslaufmenge der Zufuhrmenge pro Zeiteinheit entspricht.
  13. 13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das vorbestimmte Niveau innerhalb des Gefässes einem vorbestimmten Bruchteil von dessen Innenvolumen entspricht, und dass dieser Bruchteil vorzugsweise wenigstens 50% des Innenvolumens, zweckmässig 66% bis 90%, z.B. etwa 75%, beträgt.
  14. 14. Vorrichtung zum Behandeln von Schalenfrüchten, insbesondere von Kakaobohnen, mit einer Wärmebehandlungsapparatur zur Durchführung der ersten Stufe des Verfahrens nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass für die Wärmehaltestufe ein mit einer Zufuhröffnung und einer Abfuhröffnung versehenes Gefäss (71) vorgesehen ist, dass der Abfuhröffnung eine steuerbare Verschlusseinrichtung (73) zugeordnet ist, und dass die Verschlusseinrichtung (73) durch eine das vorbestimmte Niveau an Schalenfrüchten innerhalb des Gefässes bestimmende Einrichtung (74;75; 77, Z) steuerbar ist.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass bei gegebener Zufuhrmenge pro Zeiteinheit die das Niveau bestimmende Einrichtung von einem Zeitgeber (77, Z) gebildet ist.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefäss (71) siloartig mit einem nach unten zu konvergierenden Kegelstumpfabschnitt (79) ausgebildet ist, in welch letzterem die Abfuhröffnung angeordnet ist, und dass vorzugsweise die Mantelwand des Kegelstumpfabschnittes (79) zu seiner Längsachse einen Winkel (d) von 100 bis 200, insbesondere von 120 bis 150, einschliesst.
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