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DE1182515B - Verfahren zur Herstellung von Erdnussbutter - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Erdnussbutter

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Publication number
DE1182515B
DE1182515B DEC26418A DEC0026418A DE1182515B DE 1182515 B DE1182515 B DE 1182515B DE C26418 A DEC26418 A DE C26418A DE C0026418 A DEC0026418 A DE C0026418A DE 1182515 B DE1182515 B DE 1182515B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
peanuts
roasting
peanut butter
peanut
heat
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC26418A
Other languages
English (en)
Inventor
Fitzhugh Lee Avera
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Unilever Bestfoods North America
Original Assignee
Unilever Bestfoods North America
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Unilever Bestfoods North America filed Critical Unilever Bestfoods North America
Publication of DE1182515B publication Critical patent/DE1182515B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23DEDIBLE OILS OR FATS, e.g. MARGARINES, SHORTENINGS OR COOKING OILS
    • A23D9/00Other edible oils or fats, e.g. shortenings or cooking oils
    • A23D9/02Other edible oils or fats, e.g. shortenings or cooking oils characterised by the production or working-up
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L25/00Food consisting mainly of nutmeat or seeds; Preparation or treatment thereof
    • A23L25/10Peanut butter

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nutrition Science (AREA)
  • Seeds, Soups, And Other Foods (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Erdnußbutter Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Erdnußbutter, bei dem die Erdnüsse nach Zerkleinern geröstet werden. Diese Arbeitsweise steht im direkten Gegensatz zu den derzeitigen Verfahren, bei denen das Rösten stets vor dem Zerkleinern durchgeführt wird.
  • Bei den früheren Arbeitsweisen war es üblich, zunächst geschälte und blanchierte Erdnüsse zu rösten und sodann auf eine als Erdnußbutter bekannte Konsistenz zu zermahlen. Das so erhaltene Produkt zeigt vor allen Dingen zwei Nachteile, und zwar einmal, daß es sich in eine ölschicht und eine Schicht verdichteter Feststoffe trennt, und zum anderen ein schnelles Ranzigwerden auf Grund der Oxydation des abgetrennten öles. Der erste wesentliche Fortschritt in der einschlägigen Industrie bedingte die Zugabe eines hydrierten und hochschmelzenden Fettes, um so ein Abtrennen des öles zu verhindern und die Oxydation zu verzögern, wie es in den USA.-Patentschriften 1395 934 und Zusatz 15 918 beschrieben ist. Das Vorliegen von hochschmelzenden Fetten führte jedoch zu einer Einbuße an Streichfähigkeit des Produktes sowie an Schmackhaftigkeit, da diese Fette ein schmieriges Gefühl im Mund verursachen und auf Grund ihrer Unbeweglichkeit nicht den Geschmackszäpfchen zugänglich sind.
  • Der nächste wesentliche Fortschritt wird durch die USA.-Patentschrift 2 504 620 offenbart, gemäß der ein teilweise hydriertes öl als Stabilisator für die Phasentrennung angewandt wird, und die USA.-Patentschrift 2 552 925 schlägt eine Erdnußbutter vor, die eine verbesserte Streichfähigkeit, Geschmack und Aroma aufweist, wobei das Fett in einzelne, einen Stabilisator enthaltende Einheiten unterteilt ist.
  • Trotz dieser Verbesserungen bestehen immer noch bestimmte, erhebliche Nachteile dahingehend, daß schädliche oder zu beanstandende Aromen bei der Herstellung eines durchschnittlichen Röstaromas durch zu geringes und zu starkes Rösten auftreten, und zwar auf Grund der Feuchtigkeits- und thermischen Schwankungen in der gesamten oder hälftig unterteilten Erdnuß zum Zeitpunkt des Röstens. Weiterhin besteht eine Notwendigkeit, das Ausmaß der Verderblichkeit von Erdnußbutter auf Grund oxydativer und wärmebedingter Einflüsse während der Verarbeitung zu verringern sowie des sich an die Verarbeitung anschließenden oxydativen Abbaues. Das erfindungsgemäße Verfahren führt zu einem erheblichen Inhibieren des Auftretens derartiger Nachteile in dem fertigen Produkt. Ein weiterer mit den vorbekannten Arbeitsweisen verbundener Nachteil besteht in der Entwicklung einer schädlichen Wärme während des Zerkleinerns der gerösteten Erdnüsse. Der Hersteller muß entweder eine zusätzliche Ausrüstung anwenden, die lediglich zur überwindung dieses Nachteiles angewandt wird, oder man muß cke entsprechenden Nachteile in Kauf nehmen. Wie weiter unten angegeben, werden erfindungsgemäß nicht nurdie Nachteile vermieden, die durch die bei der Zerkleinerung auftretende Wärme bedingt werden, sondern diese Wärme wird vielmehr in vorteilhafter Weise als zusätzliche Wärme angewandt, die zum Entwickeln des Röstaromas benötigt wird.
  • Zur Herstellung von Getränkegrundlagen ist ein Verfahren bekannt, bei dem Nüsse und ähnliche Früchte, z. B. auch Erdnüsse, nach Entfernen der Schalen und Häute gemahlen oder gequetscht, kurz mit Dampf behandelt, dann getrocknet und schließlich geröstet werden, wobei nach der Dampfbehandlung und vor dem Trocknen die Nüsse mit Milchsäurebakterien versetzt und einer Fermentation überlassen werden. Auch wenn man in diesem Verfahren die Milchsäuregärung ausschaltet, ergibt sich noch nicht das erfindungsgemäße Verfahren, da durch die Zwischenstufen, die zwischen dem Vermahlen und dem Rösten liegen, die erfindungsgemäßen Vorteile unmöglich gemacht werden.
  • Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung einer Erdnußbutter vorgeschlagen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß rohe, gegebenenfalls getrocknete und blanchierte Erdnüsse zu einem Brei vertnahlen und dieser Brei alsdann geröstet und abgekühlt wird. Hierdurch wird eine Erdnußbutter mit gesteigerter Haltbarkeit erhalten, die ein abgerundetes Röstaroma mit verbesserter, arteigener Einheitlichkeit besitzt, frei von Aromen, die durch ein zu geringes oder zu starkes Rösten bedingt werden. Erfindungsgemäß wird ferner die während des Zerkleinerns der Erdnüsse entwickelte Wärme als wesentlicher Teil der Röstwärme ausgenutzt.
  • Wie bereits oben erwähnt, wird das erfindungsgemäße Verfahren in allgemeiner Weise so durchgeführt, daß die rohen Erdnüsse in zerkleinertem Zustand geröstet werden. Wie weiter unten ausgeführt, ergeben sich erfindungsgemäß zahlreiche Vorteile, und die Erfindung stellt eine Pioniererfindung gegenüber vorbekannten Verfahrensweisen dar.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich z. B. auf eine diskontinuierliche oder kontinuierliche Arbeitsweise oder eine Kombination derselben anpassen, und das System kann ein geschlossenes System darstellen, bei dem ein Aussetzen gegenüber der Außenluft vermieden wird. Das erfindungsgemäße Verfahren kann gegebenenfalls unter Anwenden von Stabilisatoren, die ein Trennen in verschiedene Phasen verhindern, wie hydriertem öl, durchgeführt werden, die eine Schichtbildung des öles verhindern oder inhibieren. Die bei der üb- lichen mechanischen Verarbeitung der Erdnüsse, einschließlich des Mahlens, entwickelte Wärmeenergie kann bei dem Rösten ausgenutzt werden. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht eine Crrößere Arbeitsspanne bezüglich der Rösttemperaturen, als dies bisher möglich war. Immer dort, wo der Ausdruck »roh« in bezug auf Erdnüsse angewandt wird, soll dieser Ausdruck nicht nur Erdnüsse einschließen, die noch nicht geröstet worden sind, sondern ebenfalls Erdnüsse, die sich in einem noch nicht vollständig gerösteten Zustand befinden.
  • Um ein optimales Produkt zu erhalten, empfiehlt es sich, bestimmten, vorbereitenden Arbeitsweisen bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zu folgen, und zwar wird jede beliebige Menge geschälter, roher Erdnüsse einem Trocknungsvorgang der Art unte-rworfen, der eine Verringerung des Wassergehaltes und Ausgleich des restlichen Wassergehaltes ermöglicht. Diese Trocknung wird vorzugsweise in einem derartigen Ausmaß durchgeführt, daß die Erdnüsse lediglich einen restlichen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 1 bis 2 Gewichtsprozent aufweisen, wodurch sich der zusätzliche Vorteil eines wirksameren Blanchierens und zweckmäßigerer Plastizität während des Röstvorganges ergibt. Sodann werden die Erdnüsse blanchiert, um so die rote Haut und gegebenenfalls die Erdnußsprossen oder Augen ebenfalls zu entfernen. Nach einer erfindungsgemäßen Ausführungsform werden geschälte Erdnüsse gründlich zerkleinert, um so einen Brei zerkleinerter Erdnüsse und ausgepreßten Erdnußöls zu ergeben, der die Konsistenz von Erdnußbutter aufweist, d. h., das Zerkleinern wird so weit ausgeführt, wie es bisher bei zerkleinerten, gerösteten Erdnüssen der Fall war. Sodann werden die zerkleinerten, blanchierten Erdnüsse der von außen zugeführten Röstwärme unterworfen, oder dieselbe wird innerhalb der zerkleinerten Erdnüsse erzeugt. Die hierbei in Anwendung kommende Wärme ist ausreichend, um das gewünschte Ausmaß an Erdnußaroma zu entwickeln und die Erdnüsse zu rösten.
  • Bei einer bevorzugten, erfindungsgemäßen Ausführungsform ist ein einfaches Verfahren erfolgreich angewandt worden, das darin besteht, daß die zerkleinerten und blanchierten Erdnüsse in einen gerührten Kessel gebracht werden, in dem die Wärme von #außerhalb des Kessels zugeführt wird, und der Inhalt des Kessels wird sodann der Rösttemperatur unterworfen. Anschließend werden die gerösteten, zerkleinerten Erdnüsse abgekühlt.
  • Es ist natürlich allgemein bekannt, daß für die Einführung der Röstwärme in oder Entfernen derselben aus den zerkleinerten Erdnüssen viele industrielle Wärmeaustauscher bekannt sind, durch die der Wärmeaustausch von viskosen Materialien erreicht wird. Bei diesen Wärmeaustauschern werden die Innenwände kontinuierlich zwecks Enzielens eines maximalen Wärmeaustausches abgekratzt. Jeder dieser Wärineaustauscher ist für das Rösten und Ab- kühlen zerkleinerter Erdnüsse gut geeignet.
  • Es ist weiterhin bekannt, daß Vorrichtungen zum Erzeugen von Wärrne innerhalb eines Produktes, wie zerkleinerten Erdnüssen, in Form von dielektrischen Erwärmern u. dgl. zur Verfügung stehen. So kann ein dielektrischer Erwärmer mit einem eingeschlossenen und schnell wechselnden elektrischen Feld betrieben werden, der zwei Elektrodenplatten aufweist, an die ein Hochfrequenzfeld mit mehreren Millionen Phasen pro Sekunde angeschlossen ist.
  • Das Rösten kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt während des Arbeitsflusses nach dem Zerkleinern durchgeführt werden, oder man kann ein teilweises Rösten während des Zerkleinerns ausführen, z. B. unmittelbar nach dem Zerkleinern oder sogar nach dem Verpacken in Zwischen- oder Endbehälter, einschließlich der üblicherweise in Anwendung kommenden Glastöpfe, die die Erdnußbutter für die Verteilung an den Verbraucher enthalten.
  • Bei der Herstellung von Erdnußbutter hat es sich als vorteilhaft erwiesen, aus dem Brei der zerkleinerten Erdnüsse gelöste oder mitgerissene Gase zu entfernen. Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann dies z. B. zu jeder beliebigen Zeit, vorzugsweise jedoch unmittelbar vor dem Rösten, durchgeführt werden. Eine Entgasungsausrüstung mit einer sich drehenden Trommel und Vorrichtungen zum Aufbringen eines Vakuums zwecks Abziehens von Luft oder anderen Gasen oder Dämpfen ist hierbei geeignet. Die sich drehende Trommel kann mit einem Messer oder Rotor versehen sein, um so den Brei längs der Innenwand eines umgebenden Mantels in Form eines dünnen Films auszubreiten. Ein derartiger Film wird einem relativ hohen Vakuum unterworfen, um so aus dem dünnen Film alle mitgerissenen oder gelösten Gase abzuziehen. Ein weiteres Entgasungsverfahren kann darin bestehen, daß die Zerkleinerungsausrüstung unter Vakuum zwecks Entfernens mitgerissener Gase betrieben wird.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nachstehend erläutert.
  • Geschälte Erdnüsse werden in eine Trocknungs-und Feuchtigkeitsausgleichvorrichtung in Form des üblichen Erdnußrösters eingebracht. Eine Vakuum-Wärmetrocknung und eine Feuchtigkeitskammer, in der der Feuchtigkeitsgehalt der Erdnüsse auf einen stark verringerten und gleichmäßigen Gehalt gebracht wird, können auch angewandt werden. Dei Trocknungs- und Feuchtigkeitsausgleichvorgang wird kurz vor dem Rösten so lange durchgeführt, bis der Feuchtigkeitsgehalt der nicht gerösteten Erdnüsse auf vorzugsweise etwa 1 bis 2 Gewichtsprozent verringert ist. Die Erdnüsse werden sodann in eine übliche Blanchiervorrichtung eingeführt, die zusätzlich zu dem Entfernen der äußeren Haut der Erdnüsse und der Erdnußsprossen die Erdnüsse ebenfalls hälftig unterteilt. Die abgezogenen Erdnüsse werden sodann einem Zerkleinerungsvorgang unterworfen. Der Zerkleinerungsvorgang wird in einer üblichen Zerkleinerungsvorrichtung unter Herstellen nicht gerösteter Erdnußbutter durchgeführt. Die nicht geröstete Erdnußbutter wird sodann in dem gewünschten Ausmaß in einer Wärmeaustauschervorrichtung geröstet und in einer weiteren Wärmeaustauscherausrüstung abgekühlt. Die gewünschtenAromastoffe werden in einemMischgefäß zugegeben und die fertige Erdnußbutter sodann für den Verkauf an den Verbraucher verpackt.
  • Eine weitere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens unterscheidet sich von der obigen Ausführungsform dahingehend, daß die Erdnüsse unter Anwenden einer zweistufigen Zerkleinerung in nicht geröstete Erdnußbutter zerkleinert werden. Die Erdnüsse werden aus der Blanchiervorrichtung entfernt und zunächst grob in einer Erdnußbuttermühle zerkleinert, und das aus dieser Mühle ausfließende Produkt wird sodann kontinuierlich durch eine weitere Erdnußbuttermühle geführt, in der dasselbe fein zerkleinert wird, und ein schwankender Anteil des Breies von dem aus dieser Mühle ausfließenden Produkt wird wieder in diese letzte Mühle zurückgeführt. Die während der Zerkleinerung in der letzten Mühle entwickelte Hauptwärmemenge ist ausreichend, um die Temperatur der Erdnußbutter auf etwa 149' C zu bringen, wobei anschließend lediglich eine Wärmezufuhr für eine Temperaturerhöhung um etwa 281 C zum Ab- schließen des Röstens notwendig ist. Diese letztere zusätzliche Wärme wird mittels eines Wärmeaustauschers zugeführt, durch den der Brei kontinuierlich geführt wird. Während des erneuten Zerkleinerns wird in der beschriebenen Weise eine Temperatur von etwa 1491 C erreicht, und eine zusätzliche Temperaturerhöhung von 28' C wird durch Hindurchführen des Produktes durch den Wärmeaustauscher erzielt, wodurch bei einer Temperatur von etwa 177' C ein vollständig gerösteter Brei hergestellt wird.
  • Bei einer abgewandelten Form der hier beschriebenen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Brei aus der vorzerkleinernden oder ersten Erdnußbuttermühle in eine ölextraktionsvorrichtung übergeführt, in der ein Teil des Erdnußöls aus derselben entfernt wird. Ein das Auftrennen in Phasen verhindernder Stabilisator, der in diesem Fall hydriertes Erdnußöl ist, wird sodann in den Brei vor dem Eintritt in die letzte Erdnußbuttermühle eingeführt. Die Erdnußbutter befindet sich während der Zugabe des Stabilisators noch im nicht gerösteten Zustand.
  • Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, den Brei aus zerkleinerten Erdnüssen während des Röstens kontinuierlich in Bewegung zu halten oder zu mischen, um so innerhalb des gesamten Produktes eine einheitliche Wärmeverteilung aufrechtzuerhalten und ein einheitliches Rösten zu erzielen. Hierdurch wird die Entwicklung eines Röstaromas unter Bedingungen ermöglicht, bei denen eine relativ konstante Feuchtigkeits- und Wärmeverteilung innerhalb 5 des gesamten, dem Röstvorgang unterworfenen Produktes erzielt wird. Diese Arbeitsweise wird hier erstmalig offenbart. Es sei lier erwähnt, daß der relative Größenunterschied zwischen den ganzen oder hälftig zerteilten Erdnüssen, die nach vorbekannten Verfahrensweisen geröstet worden sind, und den in dem Brei aufgeteilten Erdnüssen, die erfindungsgemäß geröstet werden, dergestalt ist, daß die bisher in den ganzen oder hälftig zerteilten Erdnüssen auftretenden Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen vermieden werden, so daß ein gleichmäßiges Röstaroma erzielt wird und die unerwünschten Aromen vermieden werden, die bei den vorbekannten Verfahrensweisen durch ein zu geringes oder zu starkes Rösten der Erdnüsse auftreten.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren fiergestellte neuartige Erdnußbutter zeigt einen verbessertenGeschmack sowie verbesserteWiderstandsfähigkeit gegenüber einem Ranzigwerden. So wird z. B. die 3- bis 4fache Menge an Peroxyden in einer der in den Vereinigten Staaten gern gegessenen Erdnußbutter, die nach vorbekannter Verfahrensweise hergestellt wird, gegenüber den Produkten entwickelt, die nach den bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsformen hergestellt worden sind, wenn diese Produkte den gleichen Oxydationsbedingungen unterworfen werden.
  • Die Erdnuß muß zumEntwickeln derRöstaromen einem Erwärmen unterworfen werden, jedoch wird jedes sich daran anschließende Erwärmen oder heftige mechanische Behandlung nach dem Entwickeln des Röstaromas im allgemeinen als schädlich betrachtet. Weiterhin wurde beobachtet, daß dünne Schichten aus Erdnußöl, die frei von Feststoffen sind, einer Oxydation stark unterliegen. Dadurch, daß man ein Freilegen dünner Schichten des keine Feststoffe enthaltenden und herausgearbeiteten öles vermeidet, die während des Röstens an die Oberfläche einer ganzen oder hälftig unterteilten Erdnuß kommen und die als Vorläufer für ein Ranzigwerden wirken, bedingt das neuartige Verfahren ein überwinden dieses Nachteils. Die erfindungsgemäße Erdnußbutter hat sich gegenüber Oxydation als beständiger erwiesen und ist somit gegenüber einem Ranzigwerden widerstandsfähiger. Ein bei den vorbekannten Arbeitsweisen nach dem Rösten auftretendes Erwärmen und mechanisches Bearbeiten, wie es bei dem Zerkleinern auftritt, wird erfindungsgemäß vermieden. Das Aussetzen gegenüber Wärme und Oxydation nach dem Rösten, wie es bei vorbekannten Arbeitsweisen erfolgt, wird bei der erfindungsgemäßen Herstellung vermieden. Man nimmt an, daß dies der Grunddafür ist, daß die erfindungsgemäße Erdnußbutter gegenüber Oxydation beständiger ist. Die erfindungsgemäße Offenbarung schlägt somit zum ersten Mal vor, daß Erdnüsse nach dem Zerkleinern geröstet werden, und dies stellt eine grundsätzliche Abweichung von den vorbekannten Arbeitsweisen dar.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung einer Erdnußbutter mit gesteigerter Haltbarkeit, dadurch gekennzeichnet, daß rohe, gegebenenfalls getrocknete und blanchierte Erdnüsse zu einem Brei vermahlen und dieser Brei alsdann geröstet und abgekühlt wird.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Erdnußbrei während des Röstens in Bewegung gehalten wird. 3. Verfahren gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Erdnußbrei vor dem Rösten entgast wird.
  3. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 717 235-. USA.-Patentschriften Nr. 2 552 925, 1445 174, 1395 934, 2 504 620.
DEC26418A 1961-03-09 1962-03-06 Verfahren zur Herstellung von Erdnussbutter Pending DE1182515B (de)

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