DE3403569A1 - Padbefestigung fuer brillenfassungen - Google Patents
Padbefestigung fuer brillenfassungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Padbefestigung für Brillenfassungen
mit einem in einer Nasenauflage eingebetteten, zapfenförmigen
Halterungsteil welches über ein U-förmiges Anschlußstück flexibel mit einer Stegstütze bzw. einem Padarm befestigbar ist.
Bei Brillenfassungen bzw.. -gestellen versteht man unter einem
Pad die Bauteile der Brille, die zur Auflage auf dem Nasenflügel dienen. Hier ist insbesondere ein zapfenförmiges Halterungsteil
in eine Kunststoff-Nasenauflage eingebettet und dieses über eine
Stegstütze oder auch Padarm genannt, mit dem Rahmen der Brillenfassung verbunden. Die Verbindung zwischen dem Padarm und dem Pad
muß flexibel bzw. bewegbar ausgeführt sein, damit sich der Pad der Nasenform anpassen kann. Weiterhin wird die Verbindung lösbar
ausgeführt, um Reparaturen am Pad schnell und einfach ausführen zu können.
Eine bekannte Padbefestigung besteht aus einem U-förmig gebogenen Padarm oder Stegstütze aus einem Federwerkstoff an dessen Ende
ein kleines gebogenes rechteckiges, nach einer Seite geöffnetes Blechteil angelötet ist. In dieses Blechteil wird die zapfenförmige
Padmetall-Einlage oder auch Padeinlage genannt, eingeführt und mittels Noppen und Nuten einrastbar verankert. Die
völlige Umschließung der Padeinlage durch das rechteckige Blechteil verhindert ein Herausfallen des Pads.
Derartige Padbefestigungen haben den Nachteil, daß sie in ihrer
konstruktiven Ausführungen nicht sehr zierlich aufgebaut sind. Dies liegt daran, daß das an der Stegstütze befestigte Halterungs-
teil aus einem rechteckig gebogenen Blech eine bestimmte Mindestgröße
nicht unterschreiten kann, um zum einen die Padeinlage, die selbst eine bestimmte Mindestgröße aus Festigkeitsgründen nicht
unterschreiten kann, aufzunehmen, zum anderen die Lötbefestigung mit dem übrigen Padarm zu ermöglichen. Insbesondere muß auch die
Lötung selbst als außerordentliche Schwachstelle des Padarms betrachtet werden.
Die bekannten Padbefestigungen haben weiterhin den Nachteil, daß
die Padmetall-Einlage zwar vom Padarm lösbar ausgeführt ist, jedoch
eine Verstellbarkeit zwischen Padarm und Padmetall-Einlage zur Anpassung an die Nasenform nicht gegeben ist. Die Padmetall-Einlagen
der bekannten Padbefestigungen sind lediglich um den
Di.'i-'hpunkt der Uinrasterung am l'aüarm in gewissem Maße drehbar ge-
lagert. Eine Höhenverstellbarkeit ist nicht vorgesehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Padbefestigung zu
schaffen, bei welcher die Verstellmoglichkeit des Pads verbessert,
eine einfachere Montage des Pads mit dem Padarm ermöglicht und ein definierter Sitz bei ausreichender Bewegungsfreiheit
erzielt wird. Darüber hinaus soll eine Kosteneinsparung durch Reduzierung der Bauteile bzw. einfachere Fertigung erzielt
werden.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Padbefestigung der einleitend
bezeichneten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
Halterungsteil selbst in seinem der Nasenauflage abgewandten Bereich
U-förmig als Rasterhalterung ausgebildet ist und die als einteiliges Bauteil ausgebildete Stegstütze in ihrem, der
Brillenfassung abgewandten Endbereich U-förmig umschließt, wobei
mehrere Rasterstellungen in Längsrichtung der Stegstütze vorsehbar sind.
Die erfindungsgemäße Anordnung mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Hauptanspruchs hat gegenüber den bekannten Konstruktionen den Vorteil, daß eine äußerst grazile Padbefestigung in kleinster
Bauweise geschaffen wurde mit einer präzisen Führung bzw. einem definierten Sitz bei ausreichender Bewegungsfreiheit. Durch die
Höhenverstellbarkeit des Pads gegenüber dem übrigen Brillengestell
wird eine äußerst feine Anpassung derselben an die Beschaffenheit der Nase geschaffen. Durch die einteilige Bauweise
der Stegstütze bzw. des Padarms wird eine wesentliche Schwachstelle der Brillenfassung beseitigt, da derartige Lötungen
ständig Anlaß zu Reklamationen geben. Darüber hinaus wird eine höhere Festigkeit des Padarms erzielt, da infolge fehlender
Lötungen keine Grobkornbildung entsteht. Der bei Lötungen bestehende
Unsicherheitsfaktor der drohenden Bruchgefahr wird durch die erfindungsgemäße Kombination vermieden.
Gemäß der Erfindung ist die Erkenntnis konstruktiv umgesetzt worden, daß die Padmetall-Einlage, d. h. das in die Kunststoff-Nasenauflage
eingebettete Halterungsteil einen bestimmten Mindestquerschnitt für eine ausreichende Stabilität aufweisen
muß. So wurde dieses Erfordernis dazu verwendet, dieses Halterungsteil
gleichzeitig als Aufnahmeteil für den Padarm, der wiederum sehr schlank ausgebildet sein soll, auszuführen. Die
erfindungsgemäße Rasterhalterung wird dabei mit dem üblicherweise vorhandenen Markenzeichen in die Kunststoff-Nasenauflage eingebettet,
wodurch insgesamt der Pad gebildet wird. Die U-förmig ausgebildete Rasterhalterung kann im Zusammenhang mit dem einstückigen
Padarm ca. 1/3 kleiner gebaut werden als herkömmliche Padarmbefestigungen. Dabei erlaubt die Konstruktion eine freie
Bewegbarkeit in einer Vertikalebene durch eine Drehbewegung der Padeinlage um die Einrastzapfen der Rasterhalterung.
Die wahlweise vorgesehene Höhenverstellbarkeit des Pads gegenüber
dem Padarm ermöglicht ein äußerst genaues Anpassen des Brillengestells in vertikaler Richtung, wobei eine überstehende Länge
des Padarm-Endes nach der korrekten Einstellung abgeknipst werden kann. Die Verstellbarkeit der Brille wird im wesentlichen durch
die Nasenform und damit durch die Verstellbarkeit des Pads bestimmt. Gerade diese Verstellbarkeit ist durch die erfindungsgemäße
Konstruktion in vollem Umfang gewährleistet, wobei zusätzlich durch die verkleinerte Konstruktion ein zierlicheres
Aussehen und eine Gewichtsersparnis verbunden sind.
In den Unteransprüchen sind weitere Maßnahmen zur Lösung der erfindungsgemäßen
Aufgabe und insbesondere zur vorteilhaften Weiter-
bildung und Verbesserung der erfindungsgemäßen Padbefestigung
vorgesehen. Gemäß der Ausbildung nach Unteranspruch 2 und 3 werden rechteckige Querschnitte im Bereich der Rasterbefestigung
zwischen Padeinlage und Padarm verwendet. Die Padmetalleinlage ist vorteilhafterweise aus einer Kupfer-Berillium (CuBe2)-Legierung
hergestellt. Gute Federeigenschaften der Schenkel der U-förmigen Aussparung werden durch nach dem Gießen durchgeführtes
Aushärten erzeugt. Hierdurch kann die U-förmig ausgebildete, zapfenförmige Rasterhalterung in ihren äußeren Abmaßen sehr klein
gehalten werden ohne daß die Stabilität der Konstruktion insgesamt darunter leidet. Darüber hinaus ermöglicht die Konstruktion
die einteilige Ausführung des Padarm.
Die Höhenverstellbarkeit des Pads gegenüber dem Padarm wird durch
übereinanderliegende Querbohrungen ermöglicht, wobei Bohrungen
wesentlich einfacher und in ihrer Formgebung genauer herstellbar sind als eingestanzte Ausnehmungen die eine MaterialVerdrängung
erfordern und damit in den Abmaßen ungenau sind. Ebenso werden die in die Bohrung eingreifenden Noppen der Rasterhalterung durch
die Gußfertigung äußerst genau hergestellt, wodurch insgesamt höchste Präzision erzielt wird.
Gemäß der weiteren Ausgestaltung nach Unteranspruch 4 weist die Rasterhalterung im U-förmigen Bereich Abschrägungen auf, was die
Kippmöglichkeit des Pads gegenüber dem Padarm in der vertikalen
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Ebene ohne zusätzliche Schwächung des Querschnitts der Rasterhalterung
ermöglicht. Hierdurch wird die Festigkeit insgesamt erhöht.
Gemäß der weiteren Ausgestaltung nach Unteranspruch 5 sind horizontale Nuten vor den Querbohrungen im Padarm vorgesehen,
über welche die Noppen der Rasterhalterung leichter in die Querbohrungen eingeführt werden können.
Ein vorteilhaftes und zweckmäßiges Ausführungsbeispiel der Erfindung
ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine schematische Darstellung der Padbefestigung zum
Teil im Schnitt mit einem perspektivisch dargestellten Padarm,
Fig. 2 eine Ansicht der Konstruktion gemäß der Schnittlinie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht des Padarms bzw. der Stegstütze und
Fig. 4 einen Schnitt gemäß der Schnittlinie III-III in Fig.
Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte Padbefestigung besteht
aus einem Padarm bzw. der Stegstütze 10, der Padmetall-Einlage
— Q —
12, 13, auch Padeinlage genannt und der Nasenauflage 14. Die Padeinlage selbst besteht aus der Rasterhalterung 12 mit Markenzeichen
13 welches aus einem Stück aus Kupfer-Berillium gegossen
ist. Die Rasterhalterung 12 mit Markenzeichen 13 wird dann in die Kunststoff-Nasenauflage 14 eingebettet, wobei ein beachtlicher
Teil der Rasterhalterung vorteilhafterweise innerhalb der Nasenauflage angeordnet ist. Die Teile 12 bis 14 bilden dann den Pad,
der mit dem Padarm 10 zu verbinden ist. Wie in Pig 2 dargestellt, ist hierzu die zapfenförmige Rasterhalterung im Endbereich U-förmig
ausgebildet (15). Die in den inneren Bereich der U-förmigen Aussparung 15 hineinragenden Noppen 16 dienen zur Einrasterung
der Rasterhalterung 12 in die Bohrungen 17 bis 19 des Padarms 10. Der im Verbindungsbereich mit der Rasterhalterung
rechteckige oder quadratische Querschnitt des Padarms 10 (s. Fig. 4) ist derart bemessen, daß er in die U-förmige Aussparung 15 mit
geringem Spiel einführbar ist. Die Durchgangsbohrungen 17 bis 19 im Padarm 10 sind in ihrem Durchmesser dem Außendurchmesser der
Noppen 16 der Rasterhalterung 12 derart angepaßt, daß eine leichte Beweglichkeit der Padeinlage in einer vertikalen Ebene
ermöglicht wird. Dies ist durch den Pfeil 20 in Fig. 1 schematisch dargestellt, wobei die horizontale Drehachse mit 21 bezeichnet
ist.
Die Höhenverstellbarkeit des Pads 11 in vertikaler Richtung geschieht duch Versetzen der Rasterhalterung in die jeweils
gewünschten Bohrungen 17 bis 19 im Padarm. Nach erfolgter Einstellung
kann der Restbereich des Padarms ggf. entfernt werden.
Zur besseren Kippbarkeit des Pads 11 in der vertikalen Ebene weist die Rasterhalterung 12 innerhalb der U-förmigen Aussparung
15 Schrägen 24 auf, die eine stärkere Kippbewegung ohne nennenswerte Schwächung des Querschnitts der Rasterhalterung ermöglichen.
Bei dem in Fig. 4 dargestellten Schnitt des Padarms 10 sind neben der Durchgangsbohrung 17 als Alternative Sacklöcher 22
durch gestrichelte Linien angedeutet. Diese können durch ein Stanzwerkzeug hergestellt werden.
Wie in Fig. 4 weiterhin dargestellt, können Nuten 23 vorgesehen sein, die zur leichteren Einführung der Noppen 16 in die Bohrungen
17 bis 19 dienen. Dabei kann der Pad 11 bzw. die Rasterhalterung 12 relativ leicht in horizontaler Richtung vom Padarm
10 abgezogen werden, während eine Verschiebung in den übrigen Richtungen ausgeschlossen ist.
Claims (5)
1. Padbefestigung für Brillenfassungen mit einem in einer
Nasenauflage eingebetteten, zapfenförmigen Halterungsteil,
welches über ein U-förmiges Anschlußstück flexibel mit einer Stegstütze bzw. einem Padarm befestigbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Halterungsteil (12) selbst in seinem der Nasenauflage (14) abgewandten Bereich U-förmig als Rasterhalterung
(12) ausgebildet ist und die als einteiliges Bauteil ausgebildete Stegstütze (10) in ihrem, der Brillenfassung abgewandten Endbereich
umschließt, wobei mehrere Rasterstellungen (17, 18, 19) in Längsrichtung der Stegstütze (10) vorsehbar sind.
2. Padbefestigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stegstütze (10) in ihrem dem Brillengestell abgewandten Endbereich einen rechteckförmigen oder quadratischen Querschnitt
aufweist mit wenigstens zwei übereinander angeordneten Querbohrungen (17 bis 19), wobei der Endbereich in die U-förmige Aus-
sparung (15) der Rasterhalterung (12) einführbar ist und wobei an den Schenkeln der Rasterhalterung (12) angeordnete Noppen
(16) in die Querbohrungen (17 bis 19) einrasten.
3. Padbefestigung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rasterhalterung (12) aus einer Kupfer-Berillium
(CuBe2)-Legierung hergestellt ist.
4. Padbefestigung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rasterhalterung (12) einen rechteckformigen oder quadratischen Querschnitt aufweist und im Bodenbereich der
U-förmigen Aussparung (15) in vertikaler Richtung abgerundet oder abgeschrägt (24) ist.
5. Padbefestigung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur leichteren Einführbarkeit der Noppen (16) der Rasterhalterung (12) auf der
Stegstütze (10) horizontale Nuten (23) im Bereich der Querbohrungen (17 bis 19) vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843403569 DE3403569A1 (de) | 1984-02-02 | 1984-02-02 | Padbefestigung fuer brillenfassungen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19843403569 DE3403569A1 (de) | 1984-02-02 | 1984-02-02 | Padbefestigung fuer brillenfassungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3403569A1 true DE3403569A1 (de) | 1985-08-08 |
Family
ID=6226540
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843403569 Withdrawn DE3403569A1 (de) | 1984-02-02 | 1984-02-02 | Padbefestigung fuer brillenfassungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3403569A1 (de) |
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