DE3401865C1 - Unterwasser-Schallempfangsanlage - Google Patents
Unterwasser-SchallempfangsanlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Unterwasser-Schallempfangsanlage
gemäß Gattungsbegriff des Anspruchs 1. Anlagen
dieser Art können beispielsweise zur Überwachung von
schmalen Schiffahrtswegen und Hafeneinfahrten oder zur
Schiffszählung in Kanälen und vorgegebenen Wasserstraßen
eingesetzt werden. Außerdem können sie zum
Aktivieren oder Auslösen von Zündsystemen für Ankertau-
und Grundminen dienen, welche ansprechen sollen, sobald
ein Schiff in einen bestimmten Gewässerbereich oberhalb
der Mine eindringt.
Aus US-PS 40 83 031 ist ein akustischer Anwesenheitsdetektor
dieser Art bekannt, der zur Erfassung von Schiffsgeräuschen
in einem bestimmten Gewässerbereich einen gerichteten Empfangswandler
sowie zum Erfassen des Umgebungsgeräusches einen
akustischen Rundumempfänger aufweist. Jedem der beiden Empfänger
ist ein Signalverarbeitungskanal nachgeschaltet, der unter
anderem eine Schaltungsanordnung enthält, welche die während
einer bestimmten Zeitspanne auftretenden positiv gerichteten
Signaldurchgänge des Empfangssignals durch einen vorgegebenen
Schwellwert zählt. Die Ausgangssignale der Zählschaltungen
beider Kanäle werden anschließend miteinander verglichen und
hieraus ein die Anwesenheit eines Schiffes anzeigendes Meldesignal
abgeleitet, sofern der von Richtempfängern gespeiste
Kanal wenigstens die doppelte Anzahl von Schwellwertdurchgängen
meldet wie der an den Rundfunkempfänger angeschlossene
Kanal. Es wird dabei vorausgesetzt, daß das Hintergrundsignal,
verursacht durch die Meeresbewegung, etwa eine Gauß'sche Verteilung
aufweist, während von einem Schiff ausgehende Geräusche
von einer solchen Gauß'schen Verteilung mehr oder weniger abweichen.
Der zur Auswertung der empfangenen akustischen Signale
erforderliche Schaltungsaufwand der bekannten Anlage ist beträchtlich
und läßt gleichwohl den Einfluß der Entfernung des
Schiffs vom Empfänger und damit den Einfluß der Wassertiefe
unberücksichtigt.
Geht man z. B. von einem rotationssymmetrischen Richtdiagramm
des Empfangswandlers aus, so ist bekanntlich der Öffnungswinkel
des Diagramms in erster Linie von der geomemtrischen
Form und Größe des Empfangswandlers sowie der Empfangsfrequenz
abhängig, während die vom Wandler erfaßte Gewässerfläche
zusätzlich von der Gewässertiefe abhängt,
weil bei einem vorgegebenen Diagrammöffnungswinkel der
Durchmesser der erfaßten Wasseroberfläche sich proportional
mit der Entfernung und somit der Wassertiefe
ändert.
Um zu verhindern, daß eine an den Wandler angeschlossene
Zähl- oder Zündvorrichtung auf Störgeräusche anspricht,
werden nur solche Empfangssignale ausgewertet, welche
oberhalb eines vorgegebenen Schwellwertes liegen. Da jedoch
die Signaldämpfung mit zunehmender Entfernung stark
zunimmt, kann dies dazu führen, daß schwache Signalquellen
nicht erfaßt werden, und zwar unabhängig davon,
ob dies durch geringe Schiffsgeräusche oder durch eine
große Gewässertiefe und somit einen großen Abstand des
Wandlers von der Gewässeroberfläche bedingt ist. Wollte
man den letztgenannten Einfluß dadurch ausschalten, daß
man die Verstärkung in dem dem Wandler nachgeschalteten
Auswertekanal in Abhängigkeit von der Gewässertiefe, beispielsweise
in Abhängigkeit vom Ausgangssignal eines
Drucksensors, steuert, so würde dies bei größerer Gewässertiefe
zugleich eine intensivere Verstärkung von
Störsignalen bewirken, so daß diese unter Umständen ebenfalls
den Schwellwert überschreiten.
Aufgabe der Erfindung
ist es, eine Anlage der eingangs genannten Art
so auszubilden, daß ihr Ausgangssignal von der Gewässertiefe
möglichst unabhängig ist und möglichst wenig störanfällig
ist. Diese Aufgabe wird gelöst durch die im
Anspruch 1 gekennzeichnete Erfindung. Sie zeichnet sich
darüber hinaus dadurch aus, daß der Aufwand sowohl für
die Wandler selbst als auch für die nachgeschaltete
Signalverarbeitung relativ gering ist und im wesentlichen
herkömmliche Bauteile und Baugruppen umfaßt. Der besondere
Vorteil liegt darin, daß die Intensität der erfaßten
Fahrt- oder Maschinengeräusche des Schiffes für
die Erzeugung des Anzeigesignals von untergeordneter
Bedeutung ist, so daß auch Schiffe mit geringen Fahrtgeräuschen
erfaßt werden können, und zwar auch dann, wenn
beispielsweise bei starkem Wellengang beträchtliche
Störgeräusche zum Wandler gelangen. Dabei wird davon ausgegangen,
daß Schiffsgeräusche im wesentlichen aus einem
breitbandigen Rauschspektrum mit einem frequenzabhängigen
Pegelabfall von 6 dB/Oktave bestehen.
Das Logarithmieren und die anschließende Differenzbildung von
Empfangssignalen ist an sich bekannt. So zeigt DE-PS 20 27 940
eine Vorrichtung zur Richtungsbestimmung einfallender Schallwellen
unter Verwendung einer Empfängerbasis und zweier
Empfängergruppen mit nachgeschaltetem Kompensator zum Bilden
zweier sich überlappender Richtcharakteristiken sowie mit
einem Zielauswertegerät zur Richtungsanzeige. Sie weist einen
Kompensator am Eingang einer Zweikanalstufe für einander überdeckende
Richtcharakteristiken der Empfängergruppen auf sowie
Verzögerungseinrichtungen mit nachgeschalteten Multiplikatoren
zur Bildung von zwei schielenden Korrelations-Funktions-Gleichspannungen
als Maximum-Funktionen am Ausgang der Zweikanalstufe.
Dieser ist ein Differenzbildner nachgeschaltet, dessen Ausgangssignal
eine Nulldurchgangsfunktion zur Ansteuerung des Zielauswertegeräts
ist. Zum Stand der Technik bemerkt die DE-PS
20 27 940, daß ein Radargerät zur Richtungsbestimmung reflektierter
Wellenenergie mit zwei sich überlappenden Richtcharakteristiken
bekannt ist, wobei die Signale in logarithmischen
Verstärkern verstärkt, gleichgerichtet und voneinander abgezogen
werden. Als akustischer Überlaufmelder sind diese bekannten zudem
als aktive Anlagen ausgebildeten Einrichtungen zur Richtungsbestimmung
nicht geeignet. Insbesondere lassen auch sie den Einfluß
der Entfernung zwischen Wandleranlage und Signalquelle unberücksichtigt.
Gerade die Möglichkeit, eine Unterwasser-Schallempfangsanlage
ohne aufwendige Justierung in Gewässern unterschiedlicher
Tiefe, beispielsweise durch Absetzen am Gewässerboden,
einsetzen zu können, stellt einen wesentlichen Vorteil
der erfindungsgemäßen Anlage dar.
Zur Erzeugung unterschiedlicher Richtdiagramme bieten
sich im Prinzip zwei unterschiedliche Wege an. Zum einen
kann die geomtrische Form und Ausdehnung der Wandler
verändert werden, und zum anderen kann man mit unterschiedlichen
Empfangsfrequenzbereichen arbeiten, denn
das Richtdiagramm ist im allgemeinen sowohl von der Form und
Ausdehnung als auch von der angewandten Empfangs- bzw.
Sendefrequenz abhägig. Vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Sie wird
nachfolgend anhand von in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispielen erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 zwei scheibenförmige Wandler H1 und H2
unterschiedlichen Durchmessers sowie
den Schalleinfallswinkel ϕ;
Fig. 2 den Verlauf des normierten Empfangspegels
R sowie der Pegeldifferenz in Abhängigkeit
vom Winkel ϕ;
Fig. 3 das Blockschaltbild einer ersten in Analogtechnik
aufgebauten Ausführungsform
der Empfangsanlage und
Fig. 4 eine zweite im Bereich der Signalauswertung
in Digitaltechnik aufgebaute
Empfangsanlage.
Wie Fig. 2a zeigt, hat der in Fig. 1 links dargestellte
scheibenförmige Wandler H1 eine schärfer, also stärker
gebündelte Hauptkeule seines Richtdiagramms R1, an die
sich in bekannter Weise die Nebenzipfel anschließen. Der
kleinere Wandler H2 weist ein weniger scharf gebündeltes
Richtdiagramm R2 auf, welches in Fig. 2b schematisch
wiedergegeben ist. Bildet man die Differenz der normierten
Empfangspegel R2-R1, so erhält man den in Fig. 2c
wiedergegebenen Kurvenverlauf, welcher erkennen läßt, daß
die Winkelabhängigkeit der Pegeldifferenz von einem bestimmten
Winkel ab wegen der Einbeziehung der Nebenzipfel
mehrdeutig wird. Die Steilheit der Differenzpegelkurve ΔR=
R2-R1 in Abhängigkeit vom Winkel ϕ ist von der Auslegung
der absoluten und relativen Breite der Einzelrichtdiagramme
R1 und R2 abhängig. Die Pegeldifferenz ist jedoch
unabhängig von der Signalstärke des den Schall aussendenden
Schiffes und dessen Entfernung und damit auch
unabhängig von der Wassertiefe. Diese Unabhängigkeit von
der absoluten Empfangsfeldstärke ergibt sich dadurch, daß
die Differenz zweier logarithmierter Signale gebildet
wird, welche bekanntlich dem Quotienten der Signale entspricht.
Da die Signaldämpfung in gleicher Weise auf beide
Signalanteile einwirkt bzw. die geringe Signalquellenintensität
für beide Signalanteile gleichermaßen gegeben
ist, führt die Quotientenbildung der Signale bzw. Differenzbildung
der logarithmierten Signale zu einem von der
absoluten Signalstärke unabhängigen Ausgangssignal. Sobald
das Differenzsignal ΔR den Schwellwert R₀ unterschreitet,
befindet sich die Geräuschquelle innerhalb
des Erfassungs-Winkelbereichs ϕ₀.
In der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 3 gelangen die
Empfangsignale der beiden Empfangswandler oder Hydrofone
H1 und H2 jeweils zu einem Vorverstärker V1 bzw. V2, der
durch eingebaute Bandfilter ein geeignetes Frequenzband
auswählt. Sofern die Unterschiedlichkeit der Richtdiagramme
R1 und R2 durch die Form und Abmessung der Wandler
H1 und H2 bestimmt ist, haben beide Bandfilter den gleichen
Durchlaßbereich. Wird hingegen die Unterschiedlichkeit
der Richtdiagramme durch die Auswertung unterschiedlicher
Empfangsfrequenzen erzeugt, so sorgen die in die Verstärker
V1 und V2 eingebauten Bandfilter für die Auswahl
dieser beiden unterschiedlichen Frequenzbereiche. Durch
Verwendung der Bandfilter wird zugleich die erforderliche
große Dynamik der Vorverstärker gewährleistet. Der eine
Vorverstärker V2 ist darüber hinaus in seiner Verstärkung
einstellbar, um unterschiedliche Empfangsempfindlichkeiten
der beiden Hydrofongruppen auszugleichen.
Ansonsten sind die beiden Signalverarbeitungskanäle
gleich aufgebaut und bestehen jeweils aus einem
Gleichrichter G1 bzs. G2, einem nachfolgenden Tiefpaß T1
bzw. T2 und einer sich hieran anschließenden Logarithmierschaltung
L1 bzw. L2. An die beiden Logarithmierschaltungen
L1 und L2 ist ein Differenzverstärker DV angeschlossen,
welcher das Differenzsignal ΔR erzeugt und
einem anschließenden Tiefpaß TP zuleitet, wo dieses
Differenzsignal von überlagerten Störungen befreit
wird. Am Ausgang des Tiefpaßfilters TP steht somit ein
Anzeigesignal ΔR, welches gemäß der Kurvendarstellung in
Fig. 2c innerhalb eines vorgegebenen Winkelbereichs in
eindeutiger Abhängigkeit vom Winkel ϕ steht.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 erfolgt die Signalverarbeitung
zumindest teilweise digital. Hierzu schließt
sich an die beiden Gleichrichter G1 und G2 ein Multiplexer
MX an, dem ein Analog/Digital-Umsetzer U nachgeschaltet
ist. Das Logarithmieren sowie die anschließende Differenzbildung
erfolgt in einem mit einem Mikroprozessor ausgestatteten
Rechner C, welcher zugleich den Multiplexer MX
steuert. Die digitale Signalverarbeitung hat den Vorteil,
daß die Signale beider Kanäle unabhängig von etwaigen
Alterungserscheinungen, Spannungs- oder Temperaturschwankungen
in der gleichen Weise verarbeitet und ausgewertet
werden, und daß durch zusätzliche dem Mikroprozessor vorgegebene
Grenz- oder Korrekturwerte in einfacher Weise
eine Anpassung an die jeweiligen Gegebenheiten am Einsatzort
leicht durchzuführen ist und sich die Störanfälligkeit
noch weiter verringern läßt. Die Abtastfrequenz des
Multiplexers kann dabei relativ niedrig sein, weil nur
Gleichstromsignale verarbeitet werden.
Interessiert von dem in Fig. 2c wiedergegebenen Verlauf
der Differenzspannung in Abhängigkeit vom Winkel nur der
Zeitpunkt der sicheren Unterschreitung des Mindestwinkels
ϕ₀, so wird die Ausgangsspannung ΔR in einem nachgeschalteten
Vergleicher mit einer Schwellwertspannung ΔR₀ verglichen,
um den Zeitpunkt der Unterschreitung des Grenzwinkels
ϕ₀ zu ermitteln. Soll anstelle des Eindringens
eines Schiffes in einen bestimmten Winkelbereich das Einfahren
in eine bestimmte Fläche oberhalb des Wandlers
festgestellt werden, so läßt sich der zugehörige Winkel ϕ₀
in Abhängigkeit vom Durchmesser der Fläche D und der
Gewässertiefe aus der bekannten Beziehung ϕ₀=arc tg
ermitteln. Die Gewässertiefe T kann mit einem Drucksensor
gemessen werden, dessen Ausgangssignal unter Anwendung
der vorgenannten Gleichung dann zur Bestimmung
des Grenzwinkels ϕ₀ dient. Die zugehörige Signalspannung
ergibt sich aus der Kurve gemäß Fig. 2c. Es bereitet
keine Schwierigkeiten, das Ausgangssignal des Drucksensors
ebenfalls zu digitalisieren und in den Rechner
C einzugeben.
In Fig. 1 sind die beiden Hydrofone H1 und H2 als getrennte
Wandler dargestellt. Statt dessen kann ein einziger
Wandler Verwendung finden, beispielsweise ein
Wandler H2, der von einem ringförmigen Wandler H1
umgeben ist und wobei das Richtdiagramm R2 vom Wandler
H2 und das Richtdiagramm R1 von beiden Wandlern gemeinsam
erzeugt wird. Eine andere Möglichkeit besteht darin,
außer einem scheinförmigen Wandler einen zweiten
zylinderförmigen oder anders gestalteten Wandler zu verwenden.
Die aus den Fig. 2a-2c ersichtliche Mehrdeutigkeit
des Signalverlaufs außerhalb des Grenzwinkels ϕ₀ ist
durch die nicht vollständige Unterdrückung der Seitenkeulen
der Richtcharakteristik der Hydrofonanordnung bedingt.
Es sind jedoch aus einer Vielzahl von Einzelwandlern
zusammengesetzte Wandleranordnungen bekannt,
deren Einzelwandler amplituden- und phasengestaffelt
erregt werden und auf diese Weise eine nebenkeulenarme
Richtcharakteristik erzeugen. Das gleiche ist bei
Empfangswandleranordnungen möglich, wenn man eine entsprechende
phasen- und amplitudenbewertete Signalabtastung
der einzelnen Wandlerelemente vorsieht. Der
Grad der Nebenpegelunterdrückung ist in erster Linie
eine Frage des Aufwands.
Eine weitere demgegenüber weniger aufwendige Möglichkeit
zum Ausschließen von Mehrdeutigkeiten besteht in der
zusätzlichen Berücksichtigung der Absolutpegel der
empfangenen Signale. Da großen Winkeln ϕ größere Zielentfernungen
und damit kleinere Signalpegel entsprechen,
kann man durch geeignete Schwellwerte für den Absolutpegel
der beiden Hydrofonsignale eine wirksame Unterdrückung
der aus Bereichen großer Winkel ϕ kommenden
Signale erreichen und damit Mehrdeutigkeiten unterdrücken.
Diese Art der Nebenpegelunterdrückung läßt sich noch dadurch
verbessern, daß man die Arbeitsfrequenz relativ hoch
wählt, so daß infolge der mit der Frequenz zunehmenden
Dämpfung der Schallausbreitung die Abhängigkeit der Absolutpegel
von der Entfernung und damit auch vom Einfallswinkel
noch erhöht wird.
Ist beispielsweise in Küstennähe oder bei Schlechtwetter
ein hoher isotroper Störpegel von Schallsignalen vorhanden,
so besteht die Gefahr, daß insbesondere relativ
leise Schiffe nicht erfaßt werden. Dies gilt in erster
Linie von der wenig stark bündelnden Hydrofonanordnung.
Dann geht die Differenzpegelkurve gemäß Fig. 2c nicht
mehr durch den Ursprung des Koordinatensystems, sondern
durch einen festen störpegelabhängigen positiven Wert für
den Winkel ϕ und verläuft weniger steil. Um hierdurch bedingte
Fehlmessungen zu vermeiden, kann man vor der
Logarithmierung der Signale von diesen einen gemessenen
Langzeitmittelwert entsprechend dem isotropen Störpegel
abziehen und damit im interessierenden Winkelbereich die
Form der Richtcharakteristik regenerieren. Gleiches gilt
auch für etwaige gerichtet einfallende Störsignale, weil
das Einzelhydrofon zwischen aus verschiedenen Richtungen
kommenden Störsignalen nicht unterscheiden kann.
Für die Zwecke der Erfindung lassen sich beliebige Wandleranordnungen
verwenden. Voraussetzung ist lediglich, daß sie
zwei unterschiedliche, sich überschneidende Richtdiagramme
bilden. Diese beiden Richtdiagramme können gleichzeitig
oder abwechselnd zeitlich nacheinander erzeugt werden,
beispielsweise dadurch, daß man abwechselnd unterschiedliche
Wandlergruppen einer aus einer Vielzahl von Einzelwandlern
bestehenden Wandleranordnung abtastet.
Claims (9)
- Unterwasser-Schallempfangsanlage mit nach oben gerichteten Empfangswandlern zum Erfassen den Empfangsbereich des Wandlers durchfahrender Schiffe, gekennzeichnet durch die Verwendung von zwei gleichachsig ausgerichteten Richtempfangswandlern (H1, H2) mit rotationssymmetrischen aber einen unterschiedlichen Öffnungswinkel (ϕ) aufweisenden Empfangsdiagrammen (R1, R2), aus deren verstärkten Ausgangssignalen durch Logarithmieren und Differenzbildung ein dem Quotienten der Empfangssignale entsprechendes Signal gebildet wird, das beim Überschreiten oder Unterschreiten eines vorgegebenen Schwellwertes eine Anzeige auslöst.
- 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Empfangswandler (H1, H2) durch unterschiedliche Gruppen einer gemeinsamen, aus einer Vielzahl von Einzelwandlern bestehenden Wandleranordnung gebildet sind.
- 3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Empfangswandler (H1, H2) durch konzentrische Kreisflächen unterschiedlichen Durchmessers bildende Wandlergruppen gebildet sind.
- 4. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Empfangswandler durch eine kreisförmige Wandlerfläche und einen konzentrischen zylindrischen Wandler gebildet sind.
- 5. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die unterschiedlichen Empfangsdiagramme dadurch gebildet sind, daß die beiden Empfangswandler und/oder die ihnen nachgeschalteten Empfangskanäle auf unterschiedliche Frequenzbereiche angsprechen.
- 6. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jedem der Empfangswandler (H1, H2) ein mit einem Bandfilter auusgestatteter Vorverstärker (V1, V2), ein Gleichrichter (G1, G2), ein Tiefpaß (T1, T2) und ein Logarithmierer (L1, L2) nachgeschaltet ist und die Ausgangssignale beider Logarithmierer einem Differenzverstärker (DV) zugeführt sind.
- 7. Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß dem Differenzverstärker (DV) ein Tiefpaßfilter (TP) nachgeschaltet ist.
- 8. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden Empfangswandler (H1, H2) über einen mit einem Bandfilter ausgestatteten Vorverstärker (V1, V2) und einen Gleichrichter (G1, G2) an einen Multiplexer (MX) angeschlossen ist, der durch einen Rechner (C) gesteuert, die gleichgerichteten Empfangssignale über einen Analog/- Digital-Umsetzer (U) dem Rechner zur Logarithmierung und Differenzbildung zuleitet.
- 9. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine in jedem der beiden Signalverarbeitungskanäle (V1-T1; V2-T2) vorgesehene Integrationsschaltung zur Bildung eines Langzeitmittelwertes der Empfangssignale sowie eine dem Logarithmierer (L1; L2) vorgeschaltete Subtrahierstufe, in welcher der Langzeitmittelwert vom Augenblickwert des Empfangssingals subtrahiert wird.
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|---|---|---|---|
| DE19843401865 DE3401865C1 (de) | 1984-01-20 | 1984-01-20 | Unterwasser-Schallempfangsanlage |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3401865C1 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2630550A1 (de) * | 1975-07-07 | 1977-01-13 | Inst Francais Du Petrol | Sender-empfaenger-einrichtung fuer akustische wellen |
| US4083031A (en) * | 1970-07-23 | 1978-04-04 | The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Navy | Acoustic presence detection method and apparatus |
| DE2027940C3 (de) * | 1970-06-06 | 1978-11-30 | Fried. Krupp Gmbh, 4300 Essen | Vorrichtung zur Richtungsbestimmung einfallender Wellenenergie, insbesondere von Unterwasserschallsignalen |
-
1984
- 1984-01-20 DE DE19843401865 patent/DE3401865C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2027940C3 (de) * | 1970-06-06 | 1978-11-30 | Fried. Krupp Gmbh, 4300 Essen | Vorrichtung zur Richtungsbestimmung einfallender Wellenenergie, insbesondere von Unterwasserschallsignalen |
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