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DE3486032T2 - Synthese von nizatidin. - Google Patents

Synthese von nizatidin.

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DE3486032T2
DE3486032T2 DE8484300720T DE3486032T DE3486032T2 DE 3486032 T2 DE3486032 T2 DE 3486032T2 DE 8484300720 T DE8484300720 T DE 8484300720T DE 3486032 T DE3486032 T DE 3486032T DE 3486032 T2 DE3486032 T2 DE 3486032T2
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DE
Germany
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methyl
product
acid
reaction
isothiourea
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DE8484300720T
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DE3486032D1 (de
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Charles Wilbur Ryan
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Eli Lilly and Co
Original Assignee
Eli Lilly and Co
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Publication date
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Publication of DE3486032D1 publication Critical patent/DE3486032D1/de
Publication of DE3486032T2 publication Critical patent/DE3486032T2/de
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D277/00Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings
    • C07D277/02Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings not condensed with other rings
    • C07D277/20Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D277/22Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D277/28Radicals substituted by nitrogen atoms
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61PSPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
    • A61P1/00Drugs for disorders of the alimentary tract or the digestive system
    • A61P1/04Drugs for disorders of the alimentary tract or the digestive system for ulcers, gastritis or reflux esophagitis, e.g. antacids, inhibitors of acid secretion, mucosal protectants

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine verbesserte Synthese von Nizatidin, bei welchem es sich um einen wichtigen und verhältnismäßig neuen H&sub2;-Rezeptorantagonisten handelt, der vorwiegend zur Behandlung von Magengeschwüren verwendet wird, und auf ein bei dieser Synthese brauchbares neues Zwischenprodukt.
  • Nizatidin, nämlich N-Methyl-N'-[2-(2-dimethylaminomethylthiazol- 4-ylmethylthio)ethyl]-2-nitro-1,1-ethendiamin-2, hat die Strukturformel (I):
  • und wird in USA 4 382 090 beschrieben.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Nizatidin, das dadurch gekennzeichnet ist, daß der Isothioharnstoff der Formel (I):
  • mit Nitromethan bei einer Temperatur von 50ºC bis 150ºC umgesetzt wird.
  • Weiter gehört zur Erfindung auch ein Verfahren zur Herstellung des neuen Zwischenprodukts der Formel (I), das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Methylthioethylamin der Formel
  • mit Methylcarbonimidodithiocarbonsäuredimethylester der Formel
  • H&sub3;CN=C(SCH&sub3;)&sub2;
  • in Gegenwart von wenigstens 1 Mol einer Säure pro Mol des Thiazols umgesetzt wird.
  • Schließlich gehört zur Erfindung auch das neue Zwischenprodukt der Formel (I).
  • Alle hierin angegebenen Temperaturen verstehen sich in Grad C.
  • Das Zwischenprodukt der Formel (I) kann, wie oben erwähnt, zur Herstellung von Nizatidin durch Umsetzung mit Nitromethan verwendet werden. Diese Umsetzung wird vorzugsweise in einem sekundären Alkanol, wie 2-Butanol oder Isopropanol, durchgeführt. Zu anderen verwendbaren Lösemitteln, die jedoch schlechtere Ausbeuten ergehen, gehören Nitrile, wie Acetonitril und Proprionitril, Ester, wie Ethylacetat, Butylacetat und dergleichen, und primäre Alkanole, wie Ethanol und Isobutanol.
  • Die Umsetzung mit Nitromethan kann zwar ohne irgendein zusätzliches Lösemittel durchgeführt werden, wird vorzugsweise jedoch günstigsten erwiesen, wenn etwa gleiche Gewichtsmengen an Lösemittel und Nitromethan angewandt werden und wenn mit einem ziemlichen Überschuß an Nitromethan, beispielsweise einem Überschuß von wenigstens etwa 5 Mol pro Mol des Isothioharnstoffs, gearbeitet wird. Gewünschtenfalls kann sogar ein extrem großer Überschuß im Bereich von etwa 10 bis etwa 25 Mol an Nitromethan oder sogar noch darüber angewandt werden, wobei sich keine Schwierigkeiten ergeben.
  • Die Umsetzung mit dem Nitromethan wird zweckmäßigerweise bei erhöhter Temperatur von im allgemeinen im Bereich von etwa 50ºC bis 150ºC durchgeführt, wobei sich eine Temperatur von etwa 100ºC als besonders geeignet erwiesen hat. Die Umsetzung verläuft sogar bei erhöhter Temperatur nicht sonderlich rasch, so daß eine Umsetzungszeit von mehreren Stunden notwendig ist. Umsetzungszeiten von etwa 12 bis 24 Stunden sind geeignet. Das Verfahren läuft bei höheren Temperaturen normalerweise rascher ab, und das Verfahren kann gewünschtenfalls auch unter Druck durchgeführt werden, wodurch die Anwendung höherer Temperaturen möglich wird.
  • Die zur Herstellung des Zwischenprodukts der Formel (I) verwendbaren Ausgangsmaterialien sind bekannte Verbindungen. Das Thiazol wird in GB-B 2 067 987 beschrieben, während der Dithiocarbonsäureester von Ainley et al in J. Chem. Soc. 147 bis 152 (1944) beschrieben wird. Die Ausgangsverbindungen brauchen nicht gereinigt zu werden.
  • Die Herstellung des Zwischenprodukts wird vorzugsweise in Wasser, einem Alkanol, wie Ethanol oder Isopropanol, oder einem wäßrigen Alkanol durchgeführt. Es können auch Alkohole mit höherem Molekulargewicht, wie 2-Butanol, verwendet werden, was jedoch zu einer geringeren Ausbeute und einem weniger reinen Produkt führt. Erforderlichenfalls können anstelle von Alkanolen auch andere Lösemittel angewandt werden, wie Ester, halogenierte Alkane, Ether und Aromaten, doch sind solche Lösemittel alles andere als bevorzugt.
  • Die Umsetzung wird in Gegenwart von wenigstens etwa 1 Mol einer Säure durchgeführt. Hierzu eignen sich sowohl Mineralsäuren, als auch organische Säuren, und die jeweilige Säure kann als solche oder in Form eines Säureadditionssalzes eines der Reaktanten zugesetzt werden. Den späteren Beispielen können verschiedene verwendbare Säuren entnommen werden, und hierzu gehören sehr starke Säuren, wie Chlorwasserstoffsäure und Methansulfonsäure, und auch verhältnismäßig schwache Säuren, wie Oxalsäure. Je nach den Umständen kann irgendeine geeignete organische oder anorganische Säure angewandt werden, wie Essigsäure, Buttersäure, Benzoesäure, Bromwasserstoffsäure, Phosphorsäure, Salpetersäure, Schwefelsäure, Maleinsäure und dergleichen.
  • Wird ein wäßriges oder wäßrig-alkanolisches Reaktionsmedium verwendet, dann ist eine Einstellung des pH-Werts dieses Reaktionsmediums auf etwa 5 bis 7 besonders bevorzugt. Hierdurch ergeben sich nämlich Verbesserungen sowohl in der Reinheit als auch bezüglich der Ausbeute des Produkts. In Abhängigkeit von der Art der im Gemisch verwendeten Säure kann der Zusatz irgendeiner Base zwecks Einstellung des gewünschten pH-Werts notwendig sein. Die Art der jeweiligen Base ist nicht wichtig, sofern hierdurch den Löslichkeiten der Substanzen Rechnung getragen wird.
  • Je nach den Umständen können Basen verwendet werden, wie Hydroxide, Carbonate und Bicarbonate von Kalium, Lithium und Natrium, tertiäre Amine unter Einschluß von Pyridin, Triethylamin und Triethanolamin und dergleichen. Das Verhältnis von Säure zu Base ist bei Verwendung eines nicht wäßrigen Reaktionsgemisches weniger wichtig.
  • Ein Arbeiten in Wasser als Lösemittel für die Umsetzung ist bevorzugt. Die späteren Beispiele zeigen die Anwendung von sowohl wäßrigen Reaktionsgemischen als auch Gemischen auf Basis von Alkoholen und den Einsatz von sowohl verdünnter wäßriger Säure als auch verhältnismäßig konzentrierten Säuren.
  • Die Umsetzung läuft bei mäßig erhöhten Temperaturen innerhalb einer vernünftigen Zeitdauer ab. Hierzu sind Temperaturen im Bereich von etwa 50ºC bis etwa 125ºC geeignet. Wie in der organischen Chemie üblich, empfiehlt sich besonders ein Arbeiten bei Umgebungsdruck unter Rückflußtemperatur des Reaktionsgemisches, doch bestehen auch keine Bedenken dagegen, wenn die Umsetzung unter Druck vorgenommen wird, um so den Siedepunkt des Gemisches zu erhöhen. Besonders geeignete Temperaturen liegen im Bereich von etwa 75ºC bis 100ºC. Umsetzungszeiten im Bereich von wenigen Stunden bis zu einem Tag sind geeignet, und die späteren Beispiele zeigen, daß sich hervorragende Produktausbeuten bei Umsetzungszeiten im Bereich von etwa drei bis acht Stunden erzielen lassen.
  • Die beim vorliegenden Verfahren zu verwendenden Ausgangsverbindungen sollten erwartungsgemäß unangenehm riechen, und dies ist in der Tat auch der Fall. Sowohl die Handhabung der Zwischenprodukte als auch die Durchführung des Verfahrens sollen daher in einer praktisch dampfdichten Vorrichtung vorgenommen werden, um eine Kontaminierung der Umgebung des Verfahrens mit übelriechenden Dämpfen zu vermeiden, wobei die Prozeßrückstände in geeigneter Weise entsorgt werden müssen.
  • Das Verfahrensprodukt läßt sich unter Anwendung herkömmlicher Maßnahmen, wie dies in den späteren Beispielen gezeigt wird, in guter Ausbeute isolieren. Hierzu kann man beispielsweise das Reaktionsgemisch neutralisieren und mit einem organischen Lösemittel extrahieren und das Produkt aus der wäßrigen Schicht isolieren, indem man das Ganze hoch basisch macht und mit einem geeigneten organischen Lösemittel, insbesondere mit Dichlormethan, extrahiert.
  • Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele weiter erläutert:
  • Beispiel 1 N-Methyl-S-methyl-N'-[2- 2-dimethylaminomethylthiazol-4-ylmethylthio)ethyl]isothioharnstoff
  • Man gibt 2 g 2-Dimethylaminomethyl-4-(2-aminoethyl)thiomethylthiazol, 25 ml denaturiertes Ethanol, 0,72 ml konzentrierte Chlorwasserstoffsäure und 1,16 g Methylcarbonimidodithiocarbonsäuredimethylester in einen Kolben und erhitzt das Ganze 16 Stunden unter Rückfluß. Das Reaktionsgemisch wird dann unter Vakuum zu einem öligen Rückstand eingedampft, wobei der Rückstand in 25 ml Wasser aufgenommen und das Ganze hierauf zweimal mit jeweils 15 ml Diethylether extrahiert wird. Die wäßrige Schicht wird abgekühlt und mit 3 ml 50%igem, wäßrigem Natriumhydroxid versetzt. Die wäßrige Lösung wird zweimal mit jeweils 20 ml Diethylether extrahiert, und der Extrakt wird unter Vakuum zur Trockne eingedampft, wodurch man 2,0 g eines Rohprodukts erhält, welches identifiziert wird durch sein Massenspektrum, das ein Molekularion mit einem Gewicht von 318 zeigt, und durch sein kernmagnetisches Resonanzspektrum 'H NMR (CDCl&sub3;) mit folgenden Kenndaten: δ 7,07 (s, 1H), 3,87 (s, 2H), 3,75 (s, 2H), 3,42 (t, 2H), 2,75 (m, 2H) und 2,33 (s, 9H).
  • Beispiel 2 N-Methyl-S-methyl-N'-[2-(2-dimethylaminomethylthiazol-4-ylmethylthio)ethyl]isothioharnstoff
  • Man löst 1 g des Oxalatsalzes von 2-Dimethylaminomethyl-4-(2- aminoethyl)thiomethylthiazol in 10 ml denaturiertem Ethanol und 4,8 ml 1-normaler Natriumhydroxidlösung. Das Gemisch wird mit 0,36 g Methylcarbonimidodithiocarbonsäuredimethylester versetzt und dann 16 Stunden unter Rückfluß gerührt. Das Gemisch wird unter Vakuum eingedampft, worauf der Rückstand in 12 ml Wasser und 1,5 ml 50%igem wäßrigem Natriumhydroxid aufgenommen wird. Die Lösung wird zweimal mit jeweils 25 ml Diethylether extrahiert, und die organischen Schichten werden vereinigt, über Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum eingedampft, wodurch man 0,65 g des gewünschten Produkts in roher Form erhält. Eine Identifizierung dieses Produkts durch kernmagnetische Resonanzanalyse zeigt, daß es mit dem Produkt von Beispiel 1 identisch ist.
  • Beispiel 3 N-Methyl-S-methyl-N'-[2-(2-dimethylaminomethylthiazol-4-ylmethylthio)ethyl]isothioharnstoff
  • Ein mit einem Kühler, Rührer und Thermometer ausgerüsteter Kolben wird mit 20 g Dioxalatsalz von 2-Dimethylaminomethyl-4-(2aminoethyl)thiomethylthiazol und 50 ml Wasser versetzt. Der pH-Wert der Lösung wird durch Zugabe von 52 ml 2-normalem wäßrigem Kaliumhydroxid auf 6,1 eingestellt, worauf 7,5 g Methylcarbonimododithiocarbonsäuredimethylester zugegeben werden. Das Gemisch wird 3 Stunden bei 75ºC gerührt und dann auf Umgebungstemperatur abgekühlt. Der pH-Wert des Gemisches wird durch Zusatz von 3,2 ml 2-normalem wäßrigem Kaliumhydroxid auf 6,5 eingestellt, worauf unter kräftigem Durchmischen 100 ml Dichlormethan zugesetzt werden. Der pH-Wert wird durch Zusatz von 1 ml 2-normalem wäßrigem Kaliumhydroxid erneut auf 6,5 eingestellt, worauf die organische Schicht abgetrennt und verworfen wird. Die wäßrige Schicht wird mit 100 ml weiterem Dichlormethan vermischt, und der pH-Wert wird dann durch Zugabe von 55 ml 2-normalem wäßrigem Kaliumhydroxid auf 13 eingestellt. Die organische Schicht wird abgetrennt, über Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum eingedampft, wodurch man 13,1 g Produkt erhält. Dieses Produkt ist aufgrund einer NMR- Analyse praktisch identisch mit dem Produkt von Beispiel 1. Eine Analyse durch Hochdruckflüssigkeitschromatographie ergibt eine Reinheit von 94,6%.
  • Beispiel 4 N-Methyl-S-methyl-N'-[2-(2-dimethylaminomethylthiazol-4-ylmethylthio)ethyl]isothioharnstoff
  • Eine Lösung von 10 g 2-Dimethylaminomethyl-4-(2-aminoethyl)thiomethylthiazol in 100 ml Isopropanol wird zuerst mit 2,8 ml Methansulfonsäure und dann mit 6,5 g Methylcarbonimidodithiocarbonsäuredimethylester versetzt. Das Gemisch wird 16 Stunden unter Rückfluß gerührt und dann unter Vakuum zu einem Rückstand eingedampft, der in 100 ml Wasser aufgenommen wird. Die Lösung wird zweimal mit jeweils 25 ml Dichlormethan extrahiert. Die wäßrige Schicht wird abgekühlt und mit 50 ml Dichlormethan sowie mit 15 ml 50%igem wäßrigem Natriumhydroxid versetzt. Die Schichten werden voneinander getrennt, und die Lösung wird erneut mit 50 ml Dichlormethan extrahiert. Die organischen Schichten werden vereinigt, über Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum eingedampft, wodurch man 10,3 g eines Produkts erhält, das mit dem Produkt von Beispiel 1 praktisch identisch ist und das aufgrund einer HPLC-Analyse über eine Reinheit von 96,7% verfügt.
  • Beispiel 5 N-Methyl-S-methyl-N'-[2-(2-dimethylaminomethylthiazol-4-ylmethylthio)ethyl]isothioharnstoff
  • Man rührt 2 g 2-Dimethylaminomethyl-4-(2-aminoethyl)thiomethylthiazol und 1,49 g Methylcarbonimidodithiocarbonsäuredimethylesterhydrochlorid in 20 ml Isopropanol während 16 Stunden unter Rückfluß. Das Gemisch wird unter Vakuum eingedampft, worauf man den Rückstand in 20 ml Wasser löst, dann mit Dichlormethan extrahiert und schließlich wie im Beispiel 4 beschrieben aufarbeitet, wodurch man 2,5 g eines Produkts erhält, das aufgrund einer HPLC- Analyse über eine Reinheit von 95,7% verfügt. Durch eine NMR- Analyse ergibt sich, daß dieses Produkt mit dem Produkt von Beispiel 1 praktisch identisch ist.
  • Beispiel 6 N-Methyl-S-methyl-N'-[2-(2-dimethylaminomethylthiazol-4-ylmethylthio)ethyl]isothioharnstoff
  • Eine Lösung von 1,1 g 2-Dimethylaminomethyl-4-(2-aminoethyl)thiomethylthiazol in 9 ml Wasser wird durch Zusatz von 0,65 g Oxalsäuredihydrat auf einen pH-Wert von 5,9 angesäuert und dann mit 0,7 g Methylcarbonimidodithiocarbonsäuredimethylester versetzt. Das Gemisch wird über Nacht bei 75ºC gerührt und dann abgekühlt.
  • Der pH-Wert des Gemisches wird durch Zusatz von 2-normalem wäßrigem Kaliumhydroxid auf 6,5 eingestellt, worauf das Ganze mit 12 ml Dichlormethan extrahiert wird. Die wäßrige Schicht wird wie im Beispiel 4 beschrieben aufgearbeitet, wodurch man 1,4 g eines Produkts erhält, das aufgrund einer HPLC-Analyse über eine Reinheit von 95,2% verfügt und infolge einer NMR-Analyse mit dem Produkt von Beispiel 1 praktisch identisch ist.
  • Beispiel 7 N-Methyl-S-methyl-N'-[2-(2-dimethylaminomethylthiazol-4-ylmethylthio)ethyl]isothioharnstoff
  • Das im Beispiel 6 beschriebene Verfahren wird mit der Ausnahme wiederholt, daß die anfängliche Ansäuerung durch Zusatz von 0,6 ml Eisessig vorgenommen wird. Hierdurch erhält man 1,3 g des gewünschten Produkts, welches aufgrund einer HPLC-Analyse über eine Reinheit von 93,1% verfügt und dessen NMR-Analyse zeigt, daß es mit dem Produkt von Beispiel 1 praktisch identisch ist.
  • Beispiel 8 N-Methyl-S-methyl-N'-[2-(2-dimethylaminomethylthiazol-4-ylmethylthio)ethyl]isothioharnstoff
  • Ein Reaktionskolben wird mit 10 g 2-Dimethylaminomethyl-4-(2- aminoethyl)thiomethylthiazol, 14,5 ml Wasser, 73,5 ml 1-normaler Chlorwasserstoffsäure und 6,4 g Methylcarbonimidodithiocarbonsäuredimethylester versetzt. Das Gemisch wird unter einem Kühler während 6 Stunden bei 75ºC gerührt und dann auf Umgebungstemperatur abgekühlt. Das Gemisch wird wie im Beispiel 4 beschrieben aufgearbeitet, wodurch man 11,3 g eines Produkts erhält, das aufgrund einer HPLC-Analyse eine Reinheit von 93,7% aufweist und dessen NMR-Analyse zeigt, daß es mit dem Produkt von Beispiel 1 praktisch identisch ist.
  • Beispiel 9 N-Methyl-N'-[2-(2-dimethylaminomethylthiazol-4-ylmethylthio)ethyl]-2-nitro-1,1-ethendiamin
  • Man rührt 9 g N-Methyl-S-methyl-N'-[2-(2-dimethylaminomethylthiazol-4-ylmethylthio)ethyl]isothioharnstoff während 20 Stunden in einem Bad von 95ºC in 45 ml Nitromethan und 45 ml 2-Butanol. Das Reaktionsgemisch wird dann auf einem Warmwasserbad unter Vakuum zur Trockne eingedampft, worauf der Rückstand in 50 ml Ethylacetat gelöst und das Ganze bei Umgebungstemperatur gerührt wird. Es kristallisiert ein Feststoff aus, und die Lösung wird 30 Minuten in einem Eisbad gekühlt. Das Gemisch wird filtriert, und die Feststoffe werden mit kaltem Ethylacetat gewaschen und an der Luft getrocknet, wodurch man 6,5 g des gewünschten Produkts in roher Form erhält. Dieses Produkt verfügt über eine Reinheit von 88,6% und weist aufgrund einer Analyse durch Hochdruckflüssigkeitschromatographie (HPLC) 6 Verunreinigungen auf. Man löst 6 g dieses Rohprodukts in 50 ml warmem denaturiertem Ethanol und rührt die Lösung unter Abkühlenlassen auf Raumtemperatur. Die angefallenen Kristalle werden durch Filtration gesammelt, mit denaturiertem Ethanol gewaschen und über Nacht an der Luft getrocknet, wodurch man 4,61 g gereinigtes Nizatidin mit einem Schmelzpunkt von 134 bis 136ºC erhält, das aufgrund einer HPLC-Analyse über eine Reinheit von 96,7% verfügt.

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung von Nizatidin, dadurch gekennzeichnet, daß der Isothioharnstoff der Formel (I)
mit Nitromethan bei einer Temperatur von 50ºC bis 150ºC umgesetzt wird.
2. Isothioharnstoff der Formel (I) gemäß Definition von Anspruch 1.
3. Verfahren zur Herstellung des Isothioharnstoffes der Formel (I) gemäß Definition von Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 2-Dimethylaminomethyl-4-(2-aminoethyl)thiomethylthiazol mit Methylcarbonimidodithiocarbonsäuredimethylester in Gegenwart von wenigstens 1 Mol einer Säure pro Mol des Thiazols umsetzt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in einem wäßrigen oder wäßrig-alkanolischen Reaktionsgemisch und beim pH-Wert von etwa 5 bis 7 durchgeführt wird.
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