DE3443242A1 - Glycyrrhizin und einen wirkstoff enthaltendes arzneimittel - Google Patents
Glycyrrhizin und einen wirkstoff enthaltendes arzneimittelInfo
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Description
"3" 344324
Die Erfindung betrifft . Präparate mit synergistischem Effekt, die Glycyrrhizin in einem wäßrigen Medium in Kombination
mit einem Wirkstoff enthalten. Diese Präparate sind hervorragend geeignet für die Behandlung verschiedener oraler
Krankheiten und insbesondere von aphthotischer Stomatitis. Außerdem sind sie hervorragend geeignet für die Behandlung
von Wunden, die durch Herpes simplex hervorgerufen wurden. Der bevorzugte Wirkstoff für die Behandlung von Stomatitis
ist Triamcynolon. Für die Behandlung von Herpes simplex wird vorzugsweise IDU ;{Joddesoxyuridin, Idoxuridin) als
Wirkstoff verwendet.
Erfindungsgemäß werden neue Mittel zur Behandlung oraler Krankheiten und zur Behandlung von durch Herpes simplex
hervorgerufenen labialen, nasalen und genitalen Wunden bereitgestellt. Die neuen Arzneimittel enthalten in einem
Glycyrrhizin enthaltenden wäßrigen Träger einen Wirkstoff oder eine Kombination einiger Wirkstoffe. Glycyrrhizin ist
das Glucuronid der Glycyrrhetinsäure und ein Bestandteil der Lakritze. Der Glycyrrhiza-Sirup wird als Milderungsmittel,
als schleimlösendes Mittel und als pharmazeutischer Träger verwendet. Erfindungsgemäß konnte gezeigt werden, daß Glycyrrhizin
bei bestimmten Konzentrationen hervorragende Dispersionseigenschaften hat und daß es stabile Gele ausbildet,
die überlegene Eigenschaften bei der Verwendung in der Oral-Medizin zeigen. Die neuen Präparate haben bei der
oralen Anwendung ausgezeichnete Fließeigenschaften. Die Substanz
hat einen süßen Geschmack. Bislang durchgeführte Versuche zeigten, daß Glycyrrhizin in den getesteten Konzentrationen
die Anheftung von Streptococcus mutans und von Actinomyces viscusus verhindert, die vornehmlich die Karies-erzeugenden
Mikroorganismen der Zähne sind.
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Zu den verbreiteten Krankheiten der Mundhöhle gehören z.B. die allergene Stomatitis, die orale Candidiasis, die herpetische
Stomatitis sowie aphthotische Geschwüre.
Bei Krankheiten, wie Leukämie, Pemphigus Vulgaris und Erythema
Multiforme manifestieren sich sekundär Entzündungen und
Geschwüre im Mundraum.
Diese loyalen Erkrankungen . verursachen beim Patienten nicht
nur ernsthafte Beschwerden, sie sind auch ein Infektionsherd für den gesamten Körper. Da die Medikation häufig systemisch
" angewendet wird, ist der Patient verschiedenen Nebenwirkungen ausgesetzt. Zweifellos ist die lokale Anwendung
eines V/irkstoffs, sofern sie möglich ist, zu bevorzugen. 15
Herpes simplex—Infektionen, die Herpes labialis und Herpes
nasalis hervorrufen, sind unter den verbreiteten Bezeichnungen Fieberbläschen oder Kältebläschen bekannt. Sie
verursachen schmerzhaftes Jucken und Brennen und große 20
Unannehmlichkeiten bei den Betroffenen. In den letzten Jahren wurde eine merkliche Zunahme der genitalen Herpes-Infektionen
beobachtet. Inzwischen hat Herpes simplex Syphillis als zweithäufigste Geschlechtskrankheit abgelöst.
Die meisten der bereits vorliegenden Medikamente zur örtlichen Behandlung dieser Krankheiten sind Salben
oder Cremes, die nicht sehr wirksam sind.
Die Wirkung lokaler Anwendungen hängt unter anderem von Wirkung und Dauer des Kontaktes mit dem befallenen Bereich
ab sowie vom Eindringungsvermögen. Deshalb wird üblicherwiese
e~in Trägermaterial verwendet, das die Applikation erleichtert und den Kontakt mit der betroffenen
Stelle verlängert.
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Besondere Probleme werden bei örtlichen Medikationen der Nasenschleimhäute und der Schleimhäute im Genitalbereich
angetroffen. Weil diese eine hohe Feuchtigkeit aufweisen, muß der Wirkstoff in einem wasserlöslichen Trägermaterial
angewendet werden. Ein ölartiges Trägermaterial würde nämlich den Kontakt des Wirkstoffs mit dem befallenen
Bereich verhindern.
Auch die Medikation des Mundraumes ist besonders problematisch.
Der Mundraum enthält nämlich eine reiche Flora, weist eine konstante Temperatur von 36,80C sowie eine
hohe Feuchtigkeit auf und ist damit ein ideales Medium für die Entwicklung von Mikroorganismen.
Ein wirksames Trägermaterial zur oralen Behandlung muß zum
einen dem konstanten Speichelfluß widerstehen und zum anderen resistent gegenüber enzymatischem Abbau sein. Darüber
hinaus muß das Trägermaterial annehmbar in Geschmack und Aroma sein und darf natürlich nicht toxisch sein. Der
Wirkstoff muß in einem wasserlöslichen Trägermaterial verwendet werden, da ein ölartiges Trägermaterial den direkten
Kontakt des Wirkstoffs mit dem befallenen Bereich verhindern würde.
Erfindungsgemäß werden außerdem Mittel zur Behandlung von 30
Wunden (oral, nasal und genital) bereitgestellt, die
beispielsweise durch Allergien, pathogene Stoffe oder Geschwüre verursacht wurden.
Bereits erhältliche Präparate zur Behandlung von Erkrankungen der Mundhöhle schmecken entweder unangenehm oder sie sind für
die dermale Anwendung vorgesehen. Beispielsweise werden entzündungshemmende Salben auf ölbasis hergestellt und sind damit
bei oraler Anwendung nicht wirksam. Sirupe, die häufig ortlich im Mundraum angewendet werden, um den Geschmack der
Arzneimittel zu überdecken, begünstigen die Entstehung von Zahnkaries.
Im Verlauf der Herstellung von galenischen Emulsionen und Suspensionen wurde festgestellt, daß es einen Naturstoff
gibt, nämlich Glycyrrhizin, der hervorragende Dispersionseigens chatten hat.
Bei Konzentrationen zwischen 1 bis 2% bildet Glycyrrhizin
stabile Gele mit Fließeigenschaften aus, die ideal für pharmazeutische
Präparate sind. Außerdem ist Glycyrrhizin für seinen angenehmen süßen Geschmack bekannt, weshalb
es als wertvoller Zusatzstoff in der Nahrungsmittelindustrie
verwendet wird.
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Aufgrund dieser hervorragenden Eigenschaften ist Glycyrrhizingel
ein bestens geeignetes Trägermaterial für Medikamente, die örtlich in der Mundhöhle oder auf allen anderen Schleimhäuten
angewendet werden.
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Pompei et al. haben gezeigt, daß Glycyrrhizin als Virusinhibitor
wirkt (Nature 281, S. 688-690 (1979), Riv.Farmacol.
Ter. 10, S. 281-284- (1979)). Diese Ergebnisse wurden jedoch
in Zellkulturen ermittelt. Es wurden keine Daten gezeigt, die die in vivo-Effekte von Glycyrrhizin auf Herpes simplex
beschreiben. Experimente zeigten, daß
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Glycyrrhizin bei der in vivo-Anwendung fast überhaupt keine
Wirkung auf Herpes simplex-Infektionen hat.
ZDU ist ein gut bekanntes Antivirusmittel und erwies sich
als wirksam bei der Behandlung von durch Herpes hervorgerufene Wunden (z.B. Bauer et al., Chemotherapy of Virus Diseases,
Pergamon Press, S. 50-53 (1973)).
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kombination von IDU mit einem Glycyrrhizin-Gel.
Gegenüber konventionellen Salben hat diese die folgenden beachtlichen
Vorteile: Durch die Anwendung wird eine schnelle Schmerzlinderung erzielt, die Heilung wird beträchtlich beschleunigt,
durch die sehr schnelle Absorption der wäßrigen Grundlage wird die unästhetische Wirkung der Salbenpräparate
ausgeschlossen, mit einer Konzentration des Wirkstoffes IDU in der Salbe von 0,2$ werden bessere Ergebnisse erzielt,
als mit einer Konzentration von 0,5$· Ergebnisse und vergleichende
Untersuchungen werden in den Beispielen näher beschrieben.
Herpes simplex-Infektionen betreffen die Schleimhäute des
Mundraumes, der Nase, der Augen und der Genitalien. Erfindungsgemäß
werden neue Arzneimittel bereitgestellt, die für die Behandlung von Herpes nasalis und labialis und vermutlich
auch von Herpes genitalis geeignet sind. Vorzugsweise wird dieses Arzneimttel in Form eines wäßrigen Gels
bereitgestellt. Die Wirksamkeit der neuen Präparate wurde mit der von Präparaten verglichen, die Idoxuridin (IDU) als
Wirkstoff enthalten, welche allgemein zur Behandlung solcher Leiden verwendet werden.
Wenn die neuen erfindungsgemäßen Präparate verwendet werden verschwindet der Schmerz fast sofort
und die Dauer der Heilung wird drastisch verkürzt. Wenn diese Arzneimittel in Prcdroital-Stadien angewendet werden, verheilen
die Wunden schon frühzeitig.
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Γ -8- · 3Λ4324?
Arzneimittel auf Basis von Idoxuridin (IDU) werden bereits
seit mehr als 10 Jahren verwendet. Im Hinblick auf die ausgeprägte
Erfahrung mit solchen Präparaten und im Hinblick auf den Vergleich mit den erfindungsgemäßen Präparaten,
wird angenommen, daß es einen synergistischen Effekt zwischen dem antiviralen Wirkstoff IDU und dem entzündungshemmenden Wirkstoff Glycyrrhizin gibt.
Die neuen Arzneimittel enthalten etwa 0,5 bis 2,5$ Glycyrrhizin
und vorzugsweise 1 bis 2$ dieser Substanz in einem wäßrigen
Trägermaterial in Kombination mit Wirkstoffen, wie Antibiotika, Fungiziden,centzündungshenmenden Steroiden und"'
antiviral wirksamen Stoffen.
Erfindungsgemäß werden außerdem Arzneimittel zur Behandlung von durch Herpes simplex hervorgerufenen oralen, nasalen und
genitalen Wunden bereitgestellt. Diese enthalten einen antiviralen
Wirkstoff wie Idoruridin (IDU) in Kombination mit Glycyrrhiziii. Die neuen Arzneimittel sind hochwirksam. Es
wird angenommen, daß dies auf den synergistischen Effekt dieser zwei Bestandteile zurückzuführen ist.
Da Glycyrrhizin in der Nahi-ungsmittelindustrie und als ein
Adjuvans in Arzneimitteln verwendet wird, das unangenehmen
Geschmack überdeckt, ergeben sich aus der Verwendung dieses Naturstoffs als. Bestandteil der neuen erfindungsgemäßen Arzneimittel
keine weiteren Probleme.
Die Beispiele erläutern die Erfindung. Die Prozentangaben
beziehen sich auf das Gewicht.
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Γ " 9 " 3U32421
Beispiel 1 Oral antimycotische Arzneimittel zur Behandlung oraler Candidiasis. Ein oral verabreichbares Arzneimittel in Gelform
wurde wie folgt zubereitet:
Nystatin 2%
Glycyrrhizin Λ%
Methylcellulose-4-000 2%
Propylgallat 0,1#
Methylparaben 0,15$
1# Vanillin-Alkohol-Lösung 0,5#
in Phosphatpuffer pH 7,0.
Antibiotisches Gel zur Behandlung oraler Infektionen (Krankheiten)
0,5$ Neomycin
Λ% Bacitracin
1,25$ Glycyrrhizin in Wasser.
20
Λ% Bacitracin
1,25$ Glycyrrhizin in Wasser.
20
Beispiel 3 Entzündungshemmendes Arzneimittel zur Behandlung oraler
Geschwüre
Triamcynolen 0,1$
Glycyrrhizin
Benzoesäure ,
in Wasser.
Arzneimittel zur Behandlung von athrophischer Schleimhaut
Estradiöl 0,1 - 0,01$
Glycyrrhizin 2%
Benzoesäure 0,1$
in Wasser.
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35
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Mestranol 0,001$
Glycyrrhizin 20
Benzoesäure 0,1$
in Wasser
Premarin 0,0630
Glycyrrhizin 20
Benzoesäure 10
in Wasser
Beispiel 7 Gele gegen Karies und Mundbäder
a) NaP 0,20
Glycyrrhizin 1,250
in H3PO4 0,1 M
b) NaP 20 GIycyrrhi ζ in 1,250
in H3PO4 0,1 M
c) NaP 0,010 Glycyrrhizin 0,250 in Wasser
Arzneimittel zur Behandlung von durch Herpes simplex-Virus verursachten Wunden in der oralen, nasalen und genitalen
Schleimhaut
t
Beispiel 8
Idoxuridin (IDU) 0,20
Glycyrrhizin 2,00
Benzoesäure 0,10 in Wasser
Idoxuridin (IDU) 0,20
Glycyrrhizin 1,50
Benzoesäure 0,10
in Wasser
L- J
Beispiel 10
Idoxuridin 0,1%
Glycyrrhizin 2%
Benzoesäure 0,1%
in Wasser
Beispiel 11 IDU 0,1%
Glycyrrhizin 1,5%
Benzoesäure 0,1%
in Wasser
Beispiel 12 Behandlung von Herpes simplex
Es wurde eine Versuchsreihe durchgeführt, um die Wirksamkeit
des V/irkungsme chanismus von IDU in einer wäßrigen Glycyrrnizin—Base zu ermitteln und um diese mit konventionellen
Präparaten, wie VIEUSAN-SaIber zu vergleichen, die das
aktive IDU in einer Konzentration von 0,5% enthält und von Ikapharm, Israel, hergestellt wird.
Der Vergleich wurde mit Präparaten gemäß Beispiel 8 der vorliegenden Erfindung durchgeführt. Diese wurden durch Lösen
von 0,2 g IDU und 2,0 g Glycyrrhizin in 100 ml einer
0,1prozentigen Lösung von Benzoesäure in Wasser bei erhöhter Temperatur und unter Rühren hergestellt. Nach etwa 5 Minuten
wurde ein homogenes Gemisch erhalten und nach Abkühlen ein transparentes Gel.
Die Versuchsgruppe umfaßte 120 Patienten, die von ihren Ärzten an die Oral Medical Clinic of Hadassa University
Hospital in Jerusalem überwiesen worden waren. Die Patienten waren 82 Frauen und 38 Männer mit einem Alter von 18
bis 60 Jahren. Sie wurden drei Gruppen zugeordnet. Die Aufgaben und die Einzelheiten der Untersuchung wurden ihnen erklärt
und dann ihr Einverständnis' eingeholt.
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Die Versuche wurden als Doppel-Blind-Test ausgeführt. Die
erste Gruppe wurde mit einem Gel behandelt, das . nur das !Trägermaterial (Glycyrrhi'zin) enthielt. Die zweite Gruppe
wurde mit einem Präparat gemäß Beispiel 8 behandelt. Die dritte Gruppe wurde mit VIRTJSAN von Ikapharm behandelt, welches
0,5$ IDU in einer Salbengrundlage enthält.
Tagsüber wurde den Patienten alle 2 Stunden das Präparat verabreicht, bis eine Verschorfung erkenntlich war. Die Patienten zeichneten
die Beständigkeit der Wunden und den Schmerzgrad auf.
Die Ergebnisse bewiesen folgendes:
a) Das Trägermaterial selbst linderte sofort nach der Anwendung
den Schmerz. Die Heilungsperiode, die ohne jede Behandlung etwa 8 bis 14- Tage betrug, wurde auf etwa 8 bis 10 Tage
verkürzt. Dies ist kein signifikantes Ergebnis.
b) Me VIEUSÄN-Salbe linderte*den Schmerz nicht, verkürzte
jedoch die Heilungsperiode auf etwa 4- bis 8 Tage.
c) Das Präparat gemäß Beispiel 8 linderte den Schmerz sofort und verkürzte die Heildauer in sehr ernsten Fällen auf 2 bis
6 Tage. Wenn es im Prodromal-Stadium angewendet wurde, verheilten die Wunden frühzeitig. Das Aussehen der Salbe war weit
besser als das von VIRUSAN. Aufgrund seiner weichen Konsistenz
und seiner Transparenz war die Verträglichkeit des neuen Präparates sehr gut.
Bei Verheilung ohne Behandlung können ernste Geschwüre
auftreten. Die erfindungsgemäßen Arzneimittel vermindern den Schmerz bemerkenswert, die Geschwüre sind wer
sentlich kleiner und die Heilungsperiode wird verkürzt.
Behandlung von aphthotischer Stomatitis
Es wurde ein Mittel gemäß Beispiel 3 verwendet. Dieses wurde aus 32 ml destilliertem Wasser, 50 ml 0,2prozentiger Benzoesäure
in Wasser und 2 g Glyc^rrhizin hergestellt. Die Substanzen
wurden unter Erwärmen gerührt bis eine klare Lösung vorlag. Dann wurden 18 ml Äthanol zugefügt.
Das noch warme Gemisch wurde in einen Mörser gegossen, der ein Gemisch aus 100 mg Triamcynolonacetonid und einigen Tropfen
Glycerin enthielt. Durch Vermischen ergab sich eine homogene Suspension, die beim Abkühlen gelierte.
Mit den erfindungsgemäßen Arzneimitteln gemäß Beispiel 3
Ί5 wurde rückfällige aphthotische Stomatitis behandelt. Die
Versuchsreihe wurde mit 134 Patienten durchgeführt. Es handelte sich um 56 Frauen und 78 Männer mit einem Alter
von 7 bis 62 Jahren. Ausgeprägte Aphthose wurde bei 57 Patienten gefunden, weniger ausgeprägte Aphthose
bei 77· Die Aufgabe der Versuchsreihe wurde den Patienten
erklärt und ihr Einverständnis wurde eingeholt. Die Patienten zeichneten ganztägig die Geschwürentwicklung auf
und besuchten die Klinik mindestens β Monate lang wöchentlich.
Rückfällige aphtotische Stomatitis (RAS) lag mindest ens ein Jahr lang "vor. Auf Tageskarten verzeichneten die Patienten
Lage, Anzahl, Größe und Dauer der Geschwüre auf sowie den Schmerzgrad. Die Versuchsreihe wurde als Doppel-Blind-Test
durchgeführt. Die Patienten wurden in drei Gruppen geteilt. Die erste erhielt nur Glycyrrhizin (4-9 Fälle).
Die zweite erhielt das Trägermaterial zusammen mit Triamcynolon,
0,1# (65 Fälle). Die dritte Gruppe erhielt Kenalog
in Orabase (Squibb) (20 Fälle).
Die Patienten verwendeten das Arzneimittel dreimal täglich örtlich und setzten die Behandlung fort, bis das Geschwür
verheilt war. Sie wurden gebeten, 30 Minuten nach jeder
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Anwendung weder zu essen noch zu trinken. Die folgenden Ergebnisse wurden erhalten.
1) Nur mit Glycyrrhizin behandelte Patienten ausgeprägte Aphthose: Verbesserung 22,7$;
keine Änderung 77,3$
weniger ausgeprägte Aphtose: Verbesserung 68$
keine Veränderung 26$; Remission in 1 Pail.
2) Mit 0,1$ Triamcynolon und Glycyrrhizin behandelte Patienten:
ausgeprägte Aphtose: Verbesserung 60$
keine Veränderung weniger ausgeprägte Aphtose: Verbesserung
Remission
3) Mit Kenalog in Grabase behandelte Patienten zeigten ähnliehe
Ergebnisse wie die aus Gruppe 2). Während der Anwendung verursachte das Kenalog-Präparat einiges Unbehagen,
weshalb eine Reihe von Patienten die Anwendung abbrach. In dieser Beziehung ist das erfindungsgemäße
Präparat deutlich überlegen.
Offensichtlich ist die gute therapeutische Wirkung auf einen synergistischen Effekt von Glycyrrhizin und Triamcynolon
zurückzuführen. Aufgrund seines guten Geschmacks und seiner weichen Konsistenz wird das neue -Arzneimittel
von den Patienten bereitwilliger verwendet als konventionelle Präparate.
Claims (9)
1. Arzneimittel für Prophylaxe und Behandlung von Hautkrankheiten
einschließlich oraler Erkrankungen sowie zur Behandlung von durch Herpes siitplex verursachten Wunden, enthaltend Glycyrrhizin in einem
wäßrigen Träger in Kombination mit einem Wirkstoff.
2. Arzneimittel nach Anspruch 1 zur Behandlung oraler Erkrankungen,
enthaltend 0,5 "bis 2,0 Gewichtsprozent Glycyrrhizin in einem wäßrigen Träger in Kombination mit
Wirkstoffen wie antimykotischen Stoffen, Antibiotika,
Steroiden oder Anti-Karies-Stoffen.
5- Arzneimittel nach Anspruch 1 oder 2, wobei der antimykotische
Stoff Nystatin ist.
^. Arzneimittel nach Anspruch 1 oder 2, wobei das entzündungshemmende
Steroid Triamcynolon ist. 35
5- Arzneimittel nach Anspruch Λ oder 2, wobei der antiathropische
Stoff, der die Keratinisierung der Mundschleimhaut
fördert, Estradiol oder Mestranol ist. L - J
"2" 3U3242'
1
6. Arzneimittel nach Anspruch Λ oder 2, wobei der Anti-Karies-Stoff
Natriumfluorid ist.
7. Arzneimittel nach Anspruch 1 zur Behandlung von Herpes-5
simplex-w'unden, gekennzeichnet durch einen zusätzlichen
Gehalt einer wirksamen Menge eines antiviralen Stoffes.
8. Arzneimittel nach Anspruch 7, wobei der antivirale Stoff Idoxuridin (IDU) ist.
9. Arzneimittel nach Anspruch 7 in I1 oma einer Salbe zur
Behandlung von Herpes simplex-Wunden, enthaltend eine Kombination von Glycyrrhizin und Idoxuridin.
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| WO1990004399A1 (en) * | 1988-10-24 | 1990-05-03 | The University Court Of The University Of Edinburgh | Administration of corticosteroids |
| EP0466038A1 (de) * | 1990-07-12 | 1992-01-15 | E.R. SQUIBB & SONS, INC. | Wasser-dispergierbare antifungizide Polyenkomplexen |
| FR2685205A1 (fr) * | 1991-12-23 | 1993-06-25 | Ardeval Laboratoires | Composition a base de plantes sous forme solide, son procede de preparation et ses applications. |
| US5527783A (en) * | 1991-12-23 | 1996-06-18 | Laboratoires Ardeval | Dry and Porous galenic form based on plants, its method of preparation and its applications |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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| FR2573655B1 (fr) | 1990-07-20 |
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