DE344231C - Verfahren zur Herstellung von Kollektoren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von KollektorenInfo
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- H01R—ELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
- H01R39/00—Rotary current collectors, distributors or interrupters
- H01R39/02—Details for dynamo electric machines
- H01R39/04—Commutators
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01R—ELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
- H01R43/00—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing, assembling, maintaining, or repairing of line connectors or current collectors or for joining electric conductors
- H01R43/06—Manufacture of commutators
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Description
IT. Γ· · .-'-rf-trif η
•i (j.
B,.iCAU VOV-* - ■
. AUSGEGEBEN
AM 18. NOVEMBER 1921
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung- von Kollektoren mit
;" einer aus Isolationsmasse, z. B. Porzellan, V-. Steatit, Bakelit o. dgl. bestehender Kollektorbuchse,
bei welchem die aufzubringenden Kupferstege 'durch galvanischen Niederschlag
; - hergestellt werden. Die Herstellung von
Stegen mittels galvanischen Niederschlags ist
* an sich bereits bekannt und geschah bisher
ίο in der Weise, daß die Kollektorbuchse zunächst
mit einer Emailschicht überzogen wurde, worauf die zur Auf nähme der leitenden
Stege bestimmten Flächen der Emailleschicht
.... mit Chlorgold bestrichen und dieses eingebrannt
wunde. In einem elektrolytischen Bade wurden- dann die mit Chlorgold bestrichenen
Flächen durch galvanischen Niederschlag verstärkt.
Gegenüber diesem bekannten Verfahren
ao zur Herstellung von Kollektoren zeichnet sich das Verfahren gemäß der Erfindung
durch größere Einfachheit aus, auch ermöglicht es eine raschere und: billigere Herstellung
der Kollektoren und erzielt eine scharfe Begrenzung· der einzelnen Segmente, die mit
dem alten Verfahren nicht möglich ist. Ein besonderer Emailleüberzug über die Kollektorbuchse,
ist bei dem Verfahren gemäß der Erfindung nicht erforderlich und die Stege brauchen nicht durch einen für jeden einzelnen
Steg besonders aufzutragenden Chlorgoldaiufstrich.
für das nachfolgende elektrolytische Bad: vorbereitet zu werden.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin,, daß der aus geeigneter Isolationsmasse
hergestellte Kollektor auf seinem ganzen Umfang· mit einem auf galvanischem oder sonstigem
Wege hergestellten Metallüberzug versehen wird, während die einzelnen Stege
durch Aufsagen des zusammenhängenden Kupferiiberzugs gebildet wenden. Die so
entstehenden Kollektorsegmente sind scharf voneinander getrennt und werden infolge des
beim Heraussägen an den Nuten entstehenden Grates, erforderlichenfalls auch durch
auf dem Umfang. der Kollektorbuchse angeordnete Rillen in zuverlässiger Weise gegen
seitliche Verschiebung gesichert. Der galvanische Überzug über die Kollektorbuchse
reicht hierbei vorteilhaft so weit, daß' er die Buchse an den einspringenden Stirnseiten
umgreift, wodurch eine sichere Befestigung der Stege gegen die Wirkung der Fliehkraft
erzielt wird. Macht man die Kollektorbuchse aus Bakelit oder einer anderen Isolationsmasse,,
die sich bearbeiten läßt, so können die Stege ohne weiteres durch Aufsagen des zusammenhängenden
Kupferbelags hergestellt werden. Verwendet man aber mit Rücksicht auf große Hitzebeständigkeit Steatit
oder eine andere keramische Masse, so werden in die vor dem Hartbrennen noch weiche
Masse Nuten eingeformt, um ein Aufsägen des später aufzugalvanisierenden Kupferbelags
ohne Beschädigung der Säge durch die hartgebrannte Steatitmasse zu ermöglichen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausfülirungsbeispiel eines nach dem vorliegenden Verfahren
hergestellten Kollektors dargestellt, und zwar zeigt Abb. 1 einen achsialen Schnitt
uind Abb. 2 eine Seitenansicht des Kollektors.
Als Material für die Kollektorbuchse wird
ntweder ein der Bearbeitung zugängliches '
äoliermaterial, wie Bakelit, verwendet oder, renn auf große Hitzebeständigkeit Wert geigt
wird, ein keramisches Material, wie : iteatit, Porzellan o. dgl., dem man vor dem ;
lartbrennen unter Berücksichtigung des ', ichwindens die erforderliche Form gibt. S
Verwendet man für den Kern der Kollek- :>rbuchse Bakelit, so wird dieses bis auf die
päter durch Einsagen herzustellenden Nu-εη
b auf der Drehbank fertiggestellt, so- , ann wird die Buchse auf ihrem ganzen Um- :
ang und an den einspringenden · Seiten d, e tiit einem zusammenhängenden, leitenden .
iraphitüberzug versehen und alsdann ins i galvanische Bad gehängt, wobei sich auf der
praphitierten Fläche Kupfer niederschlägt. I
'weckmäßig macht man hierbei die Kupfer- j luflage an der Lauffläche des Kollektors i
;tärker als an den seitlichen Haftflächen, i ndem man- diese, sobald sich hier eine Me- i
allschicht von genügender Haltbarkeit gebil- · fet hat, mit Lack Ό. dgl. abdeckt, während j
lie von Lack frei bleibende Lauffläche durch j las Bad auf die erforderliche Stärke ge- j
jracht wird. Zur Erzielung einer sauberen i Oberfläche - wird der zusammenhängende ;
[Cupferbelag alsdann auf der Drehbank leicht j ibgedreht und durch Einsägen von tiefen j
STuten b in die erforderliche Zahl von Segnenten
unterteilt. Damit sich innerhalb der Nuten' b keine Kupfer- oder Kohleteilchen ablagern
können, werden die Nuten mit Zement Dder einem besonderen, wärmebeständigen
[solationskitt ausgefüllt. Die flachen Nuten c an den Kollektorfahnen werden eben- !
falls durch Sägen oder Fräsen hergestellt, ·. aber nur in einer solchen Tiefe, daß die An- ;
kerdrähte gut eingelötet werden können.
■ Verwendet man jedoch zur Herstellung der ;
Kollektorbuchse Steatit, Porzellan oder ein anderes keramisches Material, so werden
in die Buchse, solange das Material noch , plastisch ist, die die Stege trennenden Nu- '
ten b uaidi die zur Befestigung der Anker- ; drähte bestimmten1, weniger tiefen Nuten c
eingeformt. Hierauf wird die Buchse hartgebrannt, wobei auf ihr Schwinden Rücksicht 1
genommen werden muß. Alsdann werden die ; tiefen Nuten mit gewöhnlichem Kitt ausge- '
füllt, um zu verhindern, daß sich beim . später vorzunehmenden Galvanisieren innerhalb
der Nuten Kupfer niederschlägt. Unbedingt erforderlich ist das Ausfüllen der :
Nuten b mit einer Kittfüllung nicht; sie ist !
aber sehr zweckmäßig, denn im andern Fall ' müßte die sich beim Galvanisieren auch in
den Nuten unter Umständen bildende Kup- ; ferschicht durch Ausfeilen o. dgl. wieder
sauber entfernt werden. Nachdem die ■ Bxichse α in genau gleicher Weise, wie be- '
schrieben, mit einem zusammenhängenden Kupferniederschlag versehen und abgedreht
ist, wird' der Kupferniederschlag an den Nuten & und c aufgesägt und "hierbei die Kittfüllung
aus ersteren entfernt. Durch die Anordnung der Steatitnuten wird ein vollständiges
Durchsägen oder Durchfräsen des Kupferbelages ohne Beschädigung des Werkzeuges
durch die harte Steatitmasse ermöglicht.
Das Verfahren gemäß der Erfindung läßt sich sinngemäß auch auf die Herstellung von
Verteilerscheiben, Schalterplatten u. dgl. anwenden. Auch könnte man, um einen genauen
Paßsitz der Kollektorbuchse auf der Ankerachse zu erreichen, die Bohrung der Steatitbuchse
etwa unter Zwischenlage von Preßspan mit einer Metallbuchse versehen. Zur
Erzielung eines festen Anhaftens der Kupfersegmente auf der Buchse aus keramischem
Material kann man an Stelle des Graphit-Überzugs auch einen solchen von Chlorgold
benutzen, der in die keramische Masse eingebrannt wird. Ebenso könnte man, ohne an
dem Wesen der Erfindung etwas zu ändern, die Kupferauflage durch das Schoopsche Spritzverfahren auftragen oder in anderer
Weise herstellen, doch ist das galvanisch niedergeschlagene Kupfer wegen seiner Härte
für Kollektoren besonders geeignet.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von KoI-lektoren,
deren Buchse aus Bakelit oder einer anderen geeigneten Isolationsmasse
ljesteht, dadurch gekennzeichnet, 'daß die Kollektorbuchse auf ihrem ganzen Umfang
zunächst mit einem auf galvanischem oder sonstigem Wege hergestellten zusammenhängenden
Überzug versehen wird und darauf die einzelnen Lamellen durch
Aufsägen des Überzugs gebildet werden.
2. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 für Kollektoren, deren
Buchse aus keramischer Masse, z. B. Porzellan,
Steatit o. dgl., besteht, dadurch gekennzeichnet, daß in die noch weiche Masse der Kollektorbuchse Nuten eingeformt
werden, die Buchse hierauf hartgebrannt und der alsdann auf ihrem ganzen Umfang aufgalvanisierte überzug an
den Nuten zur Bildung der Lamellen aufgesägt wird.
3. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Nuten der Kollektorbuchse nach: dem Hartbrennen derselben mit einer Kittfüllung
versehen werden, die beim Heraussägen des aufgalvanisierten Kupfers
an den Nuten wieder entfernt wird.
4· Nach dem Verfahren gemäß An- ' und durch den beim Heraussägen an den
spruch ι und 2 hergestellter Kollektor. ' Xuten entstehenden Grat und' erforder-
dadurch gekennzeichnet, daß der galva- lichenfalls durch Anordnung von Rillen
nische Überzug die Kollektorbuclise an auf dem Umfang der Kollektorbuchse
den einspringenden Seiten (d, e) umureifl gegen Verschiebung gesichert wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
BERLIN. GEDRUCKT IH DER KEtCIISDRUCKEREI.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE344231T | 1919-04-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE344231C true DE344231C (de) | 1921-11-18 |
Family
ID=33459962
Family Applications (1)
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| DE1919344231D Expired DE344231C (de) | 1919-04-30 | 1919-04-30 | Verfahren zur Herstellung von Kollektoren |
Country Status (5)
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| DE (1) | DE344231C (de) |
| FR (1) | FR519926A (de) |
| GB (1) | GB145528A (de) |
| NL (1) | NL7419C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE968283C (de) * | 1942-04-30 | 1958-01-30 | Siemens Ag | Pressstoffkommutator fuer elektrische Maschinen |
| DE1036371B (de) * | 1954-10-23 | 1958-08-14 | George John Pandapas | Stromwender oder Schleifringkoerper |
| DE1158164B (de) * | 1957-06-08 | 1963-11-28 | Fleischmann Geb | Scheibenkommutator fuer elektrische Spielzeugmotoren u. dgl. |
| FR2585521A1 (fr) * | 1985-07-26 | 1987-01-30 | Bruss Respub Nauc | Procede de fabrication de collecteurs de machines electriques et collecteurs obtenus par ledit procede |
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| US2696570A (en) * | 1951-05-23 | 1954-12-07 | Electro Tec Corp | Element of mechanism for conducting electricity between relatively movable structures |
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- 1919-04-30 DE DE1919344231D patent/DE344231C/de not_active Expired
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1920
- 1920-04-24 NL NL14639A patent/NL7419C/xx active
- 1920-06-22 GB GB16912/20A patent/GB145528A/en not_active Expired
- 1920-07-09 FR FR519926A patent/FR519926A/fr not_active Expired
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1921
- 1921-08-12 US US491851A patent/US1441569A/en not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR519926A (fr) | 1921-06-17 |
| GB145528A (de) | 1921-10-24 |
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| US1441569A (en) | 1923-01-09 |
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