DE1158164B - Scheibenkommutator fuer elektrische Spielzeugmotoren u. dgl. - Google Patents
Scheibenkommutator fuer elektrische Spielzeugmotoren u. dgl.Info
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- H01R43/08—Manufacture of commutators in which segments are not separated until after assembly
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- H01R39/06—Commutators other than with external cylindrical contact surface, e.g. flat commutators
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Description
Die Erfindung richtet sich auf einen Scheibenkommutator für elektrische Spielzeugmotoren u. dgl.,
deren Kommutatorlamellen durch eine Klebeverbindung an einem Tragkörper befestigt sind.
Eine Klebeverbindung zum Befestigen der Lamellen ist bei einem Kommutator bekannt, dessen Tragkörper
aus Kunststoff besteht. Dieser deckt die Lamellenzwischenräume rückseitig ab, und eine besondere
elektrische Isolierung zwischen dem Tragkörper und den Lamellen fehlt. Erfahrungsgemäß
setzen sich die Lamellenzwischenräume jedoch vielfach mit Kohlenstaub zu, so daß die elektrische Trennung
zwischen den einzelnen Lamellen unzureichend wird. Um diesem Mangel abzuhelfen, wurden bei
einem Zylinderkommutator die Zwischennuten mit Zement oder einem wärmebeständigen Isolationskitt
ausgefüllt. Der hierzu erforderliche Aufwand ist jedoch für Spielzeugmotoren u. dgl. untragbar.
Bei Scheibenkommutatoren spielt die Ansammlung von Staub in den Zwischenräumen der Lamellen
ebenfalls eine bedeutende Rolle, insbesondere wenn der die Segmente tragende Körper wie üblich geschlossen
ausgeführt ist. Der durchgehenden Ausbildung von Schlitzen in einem Kunststoff-Tragkörper
steht aber der Umstand hindernd im Wege, daß der Träger dann aus Gründen der Festigkeit vergleichsweise
groß ausgebildet werden muß. Das ist aber bei Spielzeugmotoren u. dgl., deren Abmessungen möglichst
klein gehalten werden sollen, von großem Nachteil.
Diese Mängel der bekannten Kommutatorenausbildung behebt die Erfindung in ebenso einfacher wie
vor allem wirtschaftlich vorteilhafter Weise dadurch, daß der Tragkörper aus Metallblech besteht und
gegenüber den Kommutatorlamellen mit einer isolierenden Auflage versehen ist, sowie ferner dadurch,
daß im Tragkörper sowie in der isolierenden Auflage durchgehend offene Schlitze zwischen den Kommutatorsegmenten
vorgesehen sind.
Die Ausbildung des Tragkörpers aus Metallblech wirkt der durch die durchgehenden Schlitze bedingten
Schwächung der Konstruktion wirksam entgegen. Überraschenderweise werden diese Schlitze durch die
auftretenden Fliehkräfte und die Luftwirbel selbst bei starker Beanspruchung zuverlässig saubergehalten.
Dadurch wird die Betriebssicherheit der Motoren beträchtlich gesteigert und vor allem auch die
Lebensdauer erhöht.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann in besonders einfacher Weise der Klebstoff der Klebeverbindung
als isolierende Auflage dienen. Statt dessen ist, wie die Erfindung weiter vorsieht, auch
Scheibenkommutator
für elektrische Spielzeugmotoren u. dgl.
für elektrische Spielzeugmotoren u. dgl.
Anmelder:
Gebrüder Fleischmann,
Nürnberg, Bielingstr. 21-25
Nürnberg, Bielingstr. 21-25
Johann Fleischmann, Nürnberg,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
eine Scheibe aus isolierendem Werkstoff verwendbar. Eine andere Ausgestaltung richtet sich darauf, daß
der Tragkörper aus Aluminiumblech besteht, das als isolierende Auflage eine Oxydhaut aufweist. Welcher
dieser möglichen Ausführungen jeweils der Vorzug gegeben wird, richtet sich ganz nach den zur Verfügung
stehenden Möglichkeiten.
Es liegt darüber hinaus im Rahmen der Erfindung, daß zur Bildung der Kommutatorlamellen eine Ringscheibe
mit radialen, die Größe der Lamellen bestimmenden Einschnitten dient und zwischen den Lamellen
verbleibende Verbindungsstege nach dem Aufkleben der Ringscheibe auf den Tragkörper abtrennbar
sind.
Das Aufkleben dieser Ringscheibe ist gegenüber der Einzelbefestigung getrennt hergestellter Lamellen
fertigungstechnisch wesentlich einfacher. Hinzu kommt, daß die Ringscheibe plan liegend befestigt
werden kann, was ebenfalls bei Einzelsegmenten nicht möglich ist.
Insgesamt ermöglicht die Erfindung den Aufbau eines Scheibenkommutators von geringen Abmessungen,
da der Tragkörper aus Metallblech praktisch nicht zu Bruch gehen kann. Er kann auch wesent-Hch
dünner gehalten werden als ein Tragkörper etwa aus keramischer Masse. Dem gleichen Zweck dient
die Ausnutzung der Oxydhaut eines Aluminiumblechs bzw. eines Klebstoffs als isolierende Auflage.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sowie an Hand der Zeichnung. Hierbei zeigt
Fig. 1 den fertigen Kommutator in Seitenansicht, Fig. 2 den Tragkörper in Draufsicht,
Fig. 1 den fertigen Kommutator in Seitenansicht, Fig. 2 den Tragkörper in Draufsicht,
Fig. 3 die Kommutatorringscheibe in Draufsicht, Fig. 4 eine als isolierende Auflage am Tragkörper
dienende Scheibe in Draufsicht.
309 750/171
Der Scheibenkommutator besteht aus dem Tragkörper 1, der Auflage 2 und den Kommutatorlamellen
3. Der Tragkörper 1 ist aus Metallblech gefertigt und besitzt eine im Tiefziehverfahren erzeugte
Nabe 4, mittels welcher er auf der Motorwelle 5 zu befestigen ist. Der Tragkörper weist an
den Stellen, an welchen die einzelnen Kommutatorlamellen enden, Schlitze 6 auf, die breiter gehalten
sind als der gegenseitige Abstand der einzelnen Kommutatorlamellen nach ihrem Aufbringen auf den
Tragkörper.
In der Scheibe 2 aus isolierendem Werkstoff sind ebenfalls Schlitze vorgesehen, die nach dem Verbinden
der Scheibe mit dem Tragkörper mit den Schlitzen 6 zusammenfallen und in der Zeichnung
mit 7 bezeichnet sind. Die Scheibe 2 ist auf dem Tragkörper 1 aufgeklebt. Die Schlitze 7 sind enger
als die Schlitze 6, aber breiter als der gegenseitige Abstand der Kommutatorlamellen gehalten.
Die Kommutatorlamellen 3 sind durch Kleben mit den übrigen Bauteilen des Kommutators verbunden.
Sie werden, wie aus Fig. 3 hervorgeht, aus einer Ringscheibe mit Einschnitten 8 gebildet. Eine solche
Ringscheibe wird nach vorangegangenem Aufkleben der Scheibe 2 auf dem Tragkörper 1 ihrerseits auf die
Scheibe 2 aufgeklebt. Dabei wird die Lage so gewählt, daß die Einschnitte 8 mit den Schlitzen 6 bzw. 7 zusammenfallen.
Die Verbindungsstege 9, welche die Ringscheibe (Fig. 3) noch zusammenhalten, überragen
nach erfolgtem Aufkleben auf die Scheibe 2 deren Außendurchmesser. Sie werden nachträglich abgetrennt.
Infolgedessen liegen sowohl die einzelnen Kommutatorlamellen 3 als auch die Kommutatorschlitze
8 nach Größe und Richtung eindeutig fest.
Wenn die Verbindungsstege 9 jeweils nur an einer Seite abgetrennt werden, dann können sie als Lötfahnen
benutzt werden, so das die sonst benötigten gesonderten Lötfahnen 10 entbehrlich werden.
Es ist nicht nötig, die Zwischenlage 2 als gesonderte Scheibe auszubilden, wenn der verwendete
Klebstoff selbst zur Bildung der isolierenden Auflage herangezogen wird oder wenn auf dem Tragkörper 1
eine Oxydschicht erzeugt wird, welche gegenüber den Kommutatorlamellen 3 elektrisch isolierend wirkt.
Hierzu kann beispielsweise der Tragkörper aus Aluminium gefertigt und seine den Lamellen zugekehrte
Stirnseite mit einer Oxydhaut versehen werden, wobei diese durch anodische Oxydation erzeugt werden
kann.
Claims (6)
1. Scheibenkommutator für elektrische Spielzeugmotoren u. dgl., deren Kommutatorlamellen
durch eine Klebeverbindung an einem Tragkörper befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß der
Tragkörper aus Metallblech besteht und gegenüber den Kommutatorlamellen mit einer isolierenden
Auflage versehen ist und daß im Tragkörper sowie in der isolierenden Auflage durchgehend
offene Schlitze zwischen den Kommutatorsegmenten vorgesehen sind.
2. Scheibenkommutator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als isolierende Auflage
der Klebstoff der Klebeverbindung dient.
3. Scheibenkommutator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als isolierende Auflage
eine Scheibe aus isolierendem Werkstoff dient.
4. Scheibenkommutator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragkörper aus
Aluminiumblech besteht, das als isolierende Auflage eine Oxydhaut aufweist.
5. Scheibenkommutator nach Anspruch Ibis 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Tragkörper eine
Nabe durch Tiefziehen erzeugt ist.
6. Scheibenkommutator nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung der
Kommutatorlamellen eine Ringscheibe mit radialen, die Größe der Lamellen bestimmenden Einschnitten
dient und zwischen den Lamellen verbleibende Verbindungsstege nach dem Aufkleben
der Ringscheibe auf den Tragkörper abtrennbar sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 961910, 743 900,
541827, 466 637, 344231;
schweizerische Patentschrift Nr. 251 647;
britische Patentschrift Nr. 644 285.
Deutsche Patentschriften Nr. 961910, 743 900,
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schweizerische Patentschrift Nr. 251 647;
britische Patentschrift Nr. 644 285.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 309 750/171 11.63
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF23442A DE1158164B (de) | 1957-06-08 | 1957-07-11 | Scheibenkommutator fuer elektrische Spielzeugmotoren u. dgl. |
| CH5779558A CH363082A (de) | 1957-06-08 | 1958-04-01 | Scheibenkommutator für elektrische Kleinmotoren |
| US736770A US3014144A (en) | 1957-06-08 | 1958-05-21 | Disc commutators for fractional horsepower motors |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF0023222 | 1957-06-08 | ||
| DEF23442A DE1158164B (de) | 1957-06-08 | 1957-07-11 | Scheibenkommutator fuer elektrische Spielzeugmotoren u. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1158164B true DE1158164B (de) | 1963-11-28 |
Family
ID=25974036
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (3)
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| CH (1) | CH363082A (de) |
| DE (1) | DE1158164B (de) |
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