DE3442364C1 - Verdeckt im Falz angeordneter Beschlag für Kipp-Schwenkflügelfenster oder -türen - Google Patents
Verdeckt im Falz angeordneter Beschlag für Kipp-Schwenkflügelfenster oder -türenInfo
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Description
- Ferner ist aus der DE-PS 24 28 844 ein Beschlag für Dreh-Kippflügelfenster bekannt, bei dem der Flügel nicht nur in der Schließstellung, sondern auch bei seinen Schwenkbewegungen im Bereich der Schwenkachse mit dem Flügelrahmenprofil in das Blendrahmenprofil eingreift. Dieser Beschlag ist jedoch nicht für Flügelrahmen geeignet, die in der Schließstellung mittels eines Überschlages ringsum auf der Blendrahmeninnenfläche aufliegen. Die Führung des Flügels beim Schwenken erfolgt mit Hilfe von Lagerzapfen, die am oberen Ausstellarm bzw. an einer unteren Flügelschraubplatte vorgesehen sind und in einem Längsschlitz einer Anschraubplatte am Blendrahmen in der Ebene des Blendrahmens verschiebbar geführt sind, sowie mit Hilfe eines am Blendrahmen und am Flügelrahmen bzw. am Ausstellarm angelenkten Lenkers. Die Anordnung ist so getroffen, daß sich die ständig innerhalb des Blendrahmenprofils befindliche Schwenkachse während des Verschwenkenes im Falz zur Flügelmitte hin verlagert.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Beschlag mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruchs 1 so weiterzubilden, daß die aufgeführten Nachteile vermieden werden, alle Beschlagteile verdeckt in einem Falz normaler Breite angeordnet werden können und der Flügel dennoch unbehindert durch den Flügelüberschlag frei ausgeschwenkt werden kann, ohne daß dazu im Bereich der Innenfläche des Blendrahmens ein Freiraum in Anspruch genommen werden muß.
- Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst.
- Der neue Beschlag gewährleistet, daß in der Schließstellung sich die Schwenkachse in ihrer ganzen Länge innerhalb des Profils des Blendrahmens befindet. Der neue Beschlag bedarf keiner Schiebeführung, sondern kommt mit einfachen, fest am Blendrahmen und fest am Ausstellarm bzw. der unteren Flügelkante angelenkten Lenkern aus. Diese steuern die Bewegung der Schwenkachse während des Schwenkens in einer vorbestimmten Weise, die sicherstellt, daß beim Schwenken aus der Schließstellung der Überschlag des Flügels sich annähernd parallel zur Ebene des Blendrahmens zur Flügelmitte hin bewegt. Die Lenker sorgen gleichzeitig dafür, daß bei der Kippbewegung diese translatorische Bewegung der Schwenkachse und des Überschlages gesperrt ist. Der Beschlag bedarf nur weniger Teile und damit einer geringen Einbauhöhe. Außerdem lassen sich die Beschlagteile so anordnen, bemessen und ausbilden, daß in der Schließstellung des Flügels alle Teile im Bereich der normalen Breite des Flügelfalzes miteinander fluchtend untergebracht werden können, so daß für die Unterbringung des Beschlages keine über die normale Falzbreite hinausgehende Einbautiefe benötigt wird. Da die beiden Verlagerungsbewegungen bei der Schwenkbewegung gleichzeitig vor sich gehen, bleibt vor dem Blendrahmen ausreichend Platz zum Verschwenken auch des Flügelüberschlages. Der neue Beschlag bedarf dabei keiner vor der Ebene des Blendrahmens liegenden Schwenkachse und damit auch keines vor der Ebene des Blendrahmens liegenden Ecklagers. Der Raum vor dem Blendrahmenprofil bleibt daher über die ganze Länge der Schwenkachse frei.
- Bevorzugt erstrecken sich die beiden Lenker von unterschiedlicher Länge jeweils von ihrer Anlenkstelle am Blendrahmen in Richtung zur Schwenkachse hin, wobei der im größeren Abstand von der Schwenkachse am Blendrahmen angelenkte Lenker die größere Länge aufweist und den kürzeren Lenker teilweise überdeckt.
- Hierbei bildet der Anlenkzapfen des kürzeren Lenkers am Flügel praktisch die Schwenkachse, die sich im Verlaufe der Schwenkbewegungen des Flügels in Richtung einer Öffnungsbewegung zur Mitte des Flügels hin und in den Bereich vor dem Blendrahmen verlagert.
- Alle Lenker besitzen vorteilhafterweise die gleiche Breite wie der Ausstellarm, nur daß sie alle in der Schließstellung des Flügels miteinander und mit dem Ausstellarm fluchten und so gemeinsam in einem Fensterfalz normaler Breite angeordnet sind.
- Die Einbautiefe entspricht somit praktisch nur der Breite des Ausstellarmes.
- Bei der Kippbewegung des Flügels wird jede translatorische Bewegung der Schwenkachse durch die Lenker im Zusammenwirken mit der Andrücknase am unteren Ende des Flügels zuverlässig unterbunden.
- Die beiden Anlenkzapfen, mittels derer die Lenker an der unteren Flügelkante angelenkt sind, bilden zweckmäßigerweise zugleich das untere Kipplager. Um dabei den Flügel leicht ausheben zu können, können diese Anlenkzapfen lose durch die Anschraubplatte an der unteren Flügelkante greifen. Um die relative Lage der Lenker auch beim Ausheben des Flügels beibehalten zu können, können die Anlenkzapfen über eine Koppel ständig miteinander verbunden sein. Das Ende des Ausstellarmes bzw. das Ende der Anschraubplatte an der unteren Flügelkante können zweckmäßigerweise jeweils eine Andrücknase aufweisen, die jeweils mit einem im Falz schräggestellten Anschlagwinkel zur Andrükkung des Flügels in der Schließstellung zusammenwirken, welche den formschlüssigen Eingriff in der Schließ-bzw. der Kippstellung sicherstellen und ein Abziehen des Flügels ausschließen.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 in Draufsicht die Beschlagteile des Beschlages gemäß der Erfindung für die obere Flügelkante, Fig. 2 im senkrechten Schnitt die Teile des Beschlages für beide Flügelkanten, Fig.3 in ähnlicher Darstellung wie Fig.1 die Beschlagteile an der oberen Flügelkante an der Schwenkoffenstellung und F i g. 4 in ähnlicher Darstellung die Beschlagteile an der unteren Flügelkante in der Schwenkoffenstellung.
- Der neue Beschlag ist besonders geeignet für Holzfenster. Es wird angenommen, daß es sich im vorliegenden Fall um solche Holzfenster handelt. Der Blendrahmen ist mit 1 und der Flügelrahmen mit 2 bezeichnet.
- Der Flügel öffnet sowohl beim Kippen als auch beim Schwenken in das Rauminnere 3. Der bei solchen Holzfenstern übliche Überschlag des Flügels ist mit 5 bezeichnet. Dieser legt sich in der Schließstellung allseitig an die Innenseite des Blendrahmens 1, während die Dichtung 4 mit einer Schulter im Profilinneren des Blendrahmens zusammenwirkt.
- Im dargestellten Beispiel ist angenommen, daß zur Betätigung des Beschlages ein Betätigungs- und Verriegelungsgestänge dient, das verdeckt im Falz am Flügelrahmen 2 angeordnet ist. Das Betätigungsgestänge an der Flügeloberkante 6 ist allgemein mit 9 bezeichnet.
- Der Beschlag weist für die Flügeloberkante 6 einen Ausstellarm 7 auf, der mit seinem flügelseitigen Ende mit einer nicht gezeigten Betätigungsstange des Gestänges verbunden ist und mit der Flügeloberkante außerdem über einen zusätzlichen Lenker 8 verbunden ist.
- An seinem blendrahmenseitigen Ende weist der Ausstellarm 7 eine Andrücknase 17 auf, die sich in der Schließstellung des Flügels an einen im Falz schräggestellten Anschlagwinkel 18 anlegt, der am Ende einer Befestigungsplatte 10 vorgesehen ist, die im Falz des Blendrahmens 1 festgeschraubt ist. An der Befestigungsplatte 10 sind ein längerer Lenker 11 und ein kürzerer Lenker 13 angelenkt, deren Anlenkstellen 12 bzw.
- 14 im gegenseitigen Abstand angeordnet sind. Die freien Enden der beiden Lenker sind in unterschiedlichen Abständen von der Andrücknase 17 an dem Ausstellarm 7 fest angelenkt. Die Anlenkstellen sind mit 15 und 16 bezeichnet. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, daß die Anlenkstellen 12 und 14 einen wesentlich größeren Abstand aufweisen, als die Anlenkstellen 15 und 16. Ferner ist darauf hinzuweisen, daß in der Schließlage des Flügels die Lenker 11 und 13 sich von ihren blendrahmenseitigen Anlenkstellen in Richtung zum Anschlagwinkel 18 hin erstrecken. Die Anlenkstelle 12 des längeren Lenkers 11 liegt im größeren Abstand von dem Anschlagwinkel 18 und damit von der Schwenkachse.
- Außerdem ist die Länge des größeren Lenkers 11 so bemessen, daß dieser in der Schließstellung des Flügels den kürzeren Lenker teilweise überlagert.
- Die verschiedenen Lenker weisen gleiche Breite auf wie auch der Ausstellarm 7. Außerdem ist die Anordnung so getroffen, daß alle Lenker und der Ausstellarm in der Schließstellung in gegenseitiger Fluchtung verdeckt im Falz zu liegen kommen, wobei die gegenseitige Lage am besten aus Fig. 2 ersichtlich ist. Die Lenker 11 und 13 sind entsprechend abgekröpft. Das gleiche gilt für den Ausstellarm 7.
- Für die untere Flügelkante ist ein entsprechender Beschlagteil vorgesehen. An der Flügelunterkante ist eine Anschraubplatte 20 vorgesehen. Eine weitere Anschraubplatte 23 ist im Falz des Blendrahmens 1 festgeschraubt. An der Anschraubplatte 23 sind der kürzere Lenker 21 und der längere Lenker 22 fest angelenkt.
- Beide tragen an ihren freien Enden Anlenkzapfen 25 bzw. 26, die frei durch Bohrungen der Anschraubplatte 20 in das Holz des Flügelrahmens 2 eingreifen. Die beiden Anlenkzapfen 25 und 26 sind außerdem durch eine Koppel 26 miteinander verbunden. Diese kann wegen der Reibung auch aus Kunststoff bestehen. Sie hat lediglich den Zweck, die Anlenkzapfen 25,26 in ihrer gegenseitigen Lage zu halten, wenn der Flügel 2 durch einfaches Abheben von den Anlenkzapfen ausgehängt wird.
- Wie insb. aus F i g. 4 hervorgeht, weist die Flügelanschraubplatte 20 an der unteren Flügelkante ebenfalls eine Andrücknase 32 auf, die mit einem schräggestellten Anschlagwinkel 31 in der Schließstellung zusammenwirkt. Die Lenker 21,22 sind an der Anschraubplatte 23 des Blendrahmens 1 bei 28 bzw. 27 angelenkt, während in Fig. 4 mit 29 und 30 die Bohrungen in der Anschraubplatte 20 bezeichnet sind, durch welche die Anlenkzapfen 25 und 26 dieser Lenker greifen.
- Die Bewegungen der Anlenkzapfen 25 und 26 aus der Schwenkoffenstellung nach F i g. 4 in die Schließstellung sind durch gestrichelte Pfeile angedeutet. Das gleiche gilt für die oberen Anlenkpunkte 15,16 in Fig. 3.
- Man kann davon ausgehen, daß die Schwenkachse durch die Zapfen 16 und 25 gebildet wird. Diese Schwenkachse liegt in der Schließstellung des Flügels innerhalb des Profils des Blendrahmens, also innerhalb des Falzes verdeckt. Es wird somit kein Teil auf der Blendrahmeninnenfläche benötigt, um die Schwenkachse tatsächlich oder in latenter Form festzulegen. Diese Schwenkachse bewegt sich aus der Schließstellung beim Aufschwenken des Flügels sowohl in Richtung zur Flügelmitte als auch weg vom Blendrahmen in eine Ebene im Abstand vor der Innenfläche des Blendrahmens, wie deutlich aus den Figuren ersichtlich ist Damit kann der Überschlag 5 bei dieser Schwenkbewegung frei vor der Innenfläche des Blendrahmens verschwenken, ohne jemals in das Innere des Profils des Blendrahmens einzutreten. Man sieht auch, daß der Überschlag 5 bei der Aufschwenkbewegung des Flügels von seiner Anlagestelle am Blendrahmen ebenfalls zur Mitte des Flügels und nach außen wandert.
- In Fig.4 ist die bei Holzfenstern übliche Regenschutzschiene 35 gezeigt, die im Falz des Blendrahmens fest eingebaut ist Man erkennt, daß für den Einbau des unteren Beschlagteils nur wenig Platz bleibt. Der neue Beschlag benötigt jedoch sowohl für die Flügeloberkan- te als auch für die Flügelunterkante jeweils nur eine Einbautiefe von etwa 20 mm, was der üblichen Breite des Ausstellarmes und der Lenker entspricht. Auch die Einbauhöhe ist relativ gering wie Fig.2 veranschaulicht. Während F i g. 1 die Oberkante des Flügels in der Kippstellung zeigt, zeigen die F i g. 3 und 4 den Flügel in seiner Schwenkoffenstellung.
- Der neue Beschlag ist auch für Klapp-Schwenk-Flügel geeignet.
Claims (7)
- Patentansprüche: 1. Verdeckt im Falz angeordneter Beschlag für Kipp-Schwenkflügelfenster oder -türen, insb. mit Holzrahmen, bei denen der zum Rauminneren öffende Flügel in der Schließstellung mit einem Überschlag allseitig am Blendrahmen aufliegt, mit einer Ausstellvorrichtung, die für das Kippen des Flügels im Bereich des oberen Endes der Schwenkachse des Flügels einen Ausstellarm und ggf. einen Zusatzarm, die an der Flügeloberkante angreifen, und im Bereich des unteren Endes der Schwenkachse des Flügels ein Kipplager aufweist, und die ferner an dem Ausstellarm bzw. an der Flügelunterkante fest angelenkte Lenker aufweist, dadurch gekennz e i eh n e t, daß zur freien Führung des Flügels (2) beim Schwenken jeweils zwei obere und zwei untere Lenker (11, 13 bzw. 21, 22) von unterschiedlicher Länge vorgesehen sind, die in der Schließstellung des Flügels (2) mit dem Falz und dem Ausstellarm (7) direkt fluchten, die beide am Blendrahmen (1) und am Ausstellarm (7) bzw. der unteren Flügelkante jeweils fest angelenkt und so unterschiedlich lang bemessen und so angeordnet sind, daß die Schwenkachse (16,25,29) beim Schwenken des Flügels (2) aus seiner Schließstellung gleichzeitig zur Flügelmitte und zum Rauminneren (3) hin translatorisch verlagert wird, daß in der Schließstellung das der Schwenkachse (16 bzw. 29) naheliegende Ende (17 bzw. 32) des Ausstellarmes (7) bzw. eines mit dem Flügel (2) fest und mit den Lenkern (21, 22) gelenkig verbundenen Teils (20) mit einem Teil (18 bzw. 31) am Blendrahmen (1) in formschlüssigem Eingriff stehen, und daß beim Kippen des Flügels (2) die Schwenkachse (16, 25, 29) gegen diese translatorische Bewegung mit Hilfe der Lenker (21, 22) gesperrt ist.
- 2. Beschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Lenker (11, 13 bzw. 21, 22) von unterschiedlicher Länge sich jeweils von ihren Anlenkstellen (12, 14 bzw. 27, 28) am Blendrahmen (1) aus in Richtung zur Schwenkachse (16, 29) hin erstrecken und daß der im größeren Abstand von der Schwenkachse (16 bzw. 29) am Blendrahmen (1) angelenkte Lenker (11 bzw. 22) die größere Länge aufweist und den kürzeren Lenker (13 bzw. 21) in der Schließstellung teilweise überdeckt.
- 3. Beschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß alle Lenker und der Ausstellarm im wesentlichen die gleiche Breite aufweisen.
- 4. Beschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Anlenkzapfen (25, 26), mittels denen die Lenker an der unteren Flügelkante angelenkt sind, zugleich das untere Kipplager bilden.
- 5. Beschlag nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Flügel im Bereich der unteren Anlenkzapfen (25,26) leicht aushebbar ausgebildet ist.
- 6. Beschlag nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die das Kipplager bildenden Anlenkzapfen (25, 26) zum Ausheben des Flügels (2) lose in einer Schraubplatte (20) an der Flügelunterkante eingreifen und durch eine Koppel (24) miteinander verbunden sind.
- 7. Flügel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausstellarm (7) bzw.die untere Flügelanschraubplatte (20) jeweils eine schräge Andrücknase (17 bzw. 32) aufweisen, die in der Schließ- bzw. in der Kippstellung jeweils mit einem im Falz schräg gestellten Anschlagwinkel (18 bzw. 31) zusammenwirken.Die Erfindung betrifft einen verdeckt im Falz angeordneten Beschlag für Kipp-Schwenkflügelfenster oder -türen, insb. mit Holzrahmen, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.Ein solcher Beschlag ist aus der DE-AS 2113 665 bekannt. Dieser bekannte Beschlag eignet sich für Fenster oder Türen, bei denen der zum Rauminneren öffnende Flügel in der Schließstellung mit einem Überschlag allseitig am Blendrahmen aufliegt. Die Ausstellvorrichtung dieses bekannten Beschlages weist einen in Draufsicht winkelförmigen, am Blendrahmen und am Ausstellarm bzw. an der unteren Flügelkante fest angelenkten Lenker von gegenüber der normalen Falzbreite wesentlich größerer Breite auf. Auf der Mitte seiner Länge weist dieser Lenker eine Kreuzungsgelenkstelle mit einem Steuerlenker auf, der parallel und im Abstand zum Ausstellarm verläuft und am Blendrahmen jenseits des eigentlichen Falzes mit einem Zapfen in einem Steuerschlitz einer Anschraubplatte des Blendrahmens geführt ist und mit seinem anderen Ende über einen Parallellenker mit dem Ausstellarm bzw. der unteren Flügelkante verbunden ist Diese Ausstellvorrichtung ist aufwendig und benötigt eine gegenüber der normalen Falzbreite etwa doppelt so große Einbautiefe und eine erhebliche Einbauhöhe. Es ist daher auch sehr problematisch, die Lenker im Bereich der unteren Flügelkante bei Holzrahmen unterzubringen, da in diesem Bereich wegen der dort zumeist eingebauten Regenschutzschiene eine Einbautiefe von zumeist nur normaler Falzbreite, d. h.von nur 20 mm zum Einbau der Beschlagteile zur Verfügung steht Auch erfordert bei diesem bekannten Beschlag der Flügel bei seiner Schwenkbewegung im Bereich seiner latenten, vor dem Blendrahmen liegenden Schwenkachse einen zusätzlichen Freiraum, der ebenfalls häufig nicht zur Verfügung steht.Es sind Beschläge für Fenster bekannt, deren Flügel lediglich um eine frei geführte Schwenkachse schwenken können (vgl. GB-PS 11 63 798). Eine Kippbewegung des Flügels um eine von der Schwenkachse verschiedene Kippachse ist bei diesem Beschlag jedoch nicht möglich. Auch findet keine selbsttätige Verriegelung des Flügels in der Schließstellung statt. In der Schließstellung des Flügels liegen die den Flügel bei der Schwenkbewegung führenden beiden Lenker in Falzlängsrichtung hintereinander. Der kürzere Lenker ist daher zweckmäßigerweise an einem im Falz längsverschieblichen Schlitten angelenkt.
Priority Applications (2)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19843442364 DE3442364C1 (de) | 1984-11-20 | 1984-11-20 | Verdeckt im Falz angeordneter Beschlag für Kipp-Schwenkflügelfenster oder -türen |
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