-
Mehrgangnabe für Fahrräder oder dergleichen
-
Die Erflndung betrifft eine Mehrgangnabe für Fahrräder oder dergletchen
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
-
Es Ist berelts eine Mehrgangnabe für Fahrräder oder derglelchen bekannt,
bel welcher elne Gangumschaltung mittels elnes auf der Nabenachse axial verschlebbaren
Schaltorgans bewirkt wird, welches mit axial gegenüberllegenden Kupplungsklauen
des Antreibers und des Planetenradträgers In Eingriff gebracht wird.
-
Bei dleser Anordnung Ist ein verhältnismäßig großer axialer Schaltweg
erforderlich, die Nabe baut insgesamt verhältnismäßig groß.
-
Dte Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es unter anderem, elne
Mehrgangnabe zu schaffen, bei welcher einerseits der axiale Schaltweg kleln ist
zugunsten möglichst geringer axialer Abmessungen, und bei welcher andererseits der
bauliche Aufwand Im Verhältnis zur Zahl der schaltbaren Gangstufen dennoch gering
gehalten werden kann.
-
Eine besonders vorteilhafte Lösung dieser Aufgabe ist Im kennzelchnenden
Teil des Patentanspruchs 1 angegeben.
-
- Mit einer derartigen Ausgestaltung wird elne Mehrgangnabe erzlelt,
die elne ungewöhnlich große Zahl von schaltbaren Gangstufen aufweist, die sämtlich
von einer axialen Selte der Nabe und mit elnem einzigen Schaltorgan schaltbar sind,
wobel die Betätigung dleser erfindungsgemäßen Mehrgangnabe einfach und ohne besonderen
Kraftaufwand erfolgen kann.
-
Weltere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
-
Die Erfindung wird nachstehend anhand elnes In der Zelchnung dargestellten
Ausführungsbelspleles einer 5-Gang-Nabe beschieben. Es zeigt: Fig. 1 eine Mehrgangnabe
im Telllängsschnitt, In der Schaltstellung erster Gang, Fig. 2 einen Querschnitt
der Nabe nach Fig. 1 gemäß Linie II-II, Flg. 3 elne Einzelheit aus Flg. 2 In Ansicht,
Fig. 4 eine Elnzelhelt aus Fig. 1, aus Anslcht gemäß Pfeil X In Flg. 3, Flug. 5
elne Schalthülsenanordnung aus Flg. 1, in abgewickelter Darstellung, Flg. 6 die
Schalthülsen-Anordnung gemäß Flg. 5 In anderer Schaltstellung, Fig. 7 ein Federelement
aus Flg. 1 in Einzeldarstellung.
-
In den Figuren Ist mit 1 die mit Spelchenflanschen versehene Hülse
einer Mehrgangnabe bezelchnet, die über Kugelläufe 27, 28 und 29 auf einer Nabenachse
6 gelagert Ist. Axial neben dem anschließend noch zu beschreibenden Getriebe der
Nabenschaltung ist Innerhalb der Nabenhülse eine Rücktrittbrems-Einrichtung vorgesehen,
welche einen Bremskonus 30 und einen auf der Nabenachse 6 festen Hebelkonus 36 aufweist.
Dabel Ist der drehfest angeordnete, gegen die Kraft einer umspannenden Feder 32
auf spreizbare Bremsmantel mit 31 bezelchnet.
-
Der Bremskonus 30 Ist mittels eines Stellgewlndes 35 auf dem Schaft
eines Planetenradträgers 4 bei dessen Rückwärtsdrehung axial verschiebbar zwecks
Aufspreizen des am Hebelkonus 36 festgelegten Bremsmantels 31. Der Bremskonus 30
ist dabei zuglelch als Träger für Sperrklinken 7 ausgebildet, welche ständig In
eine Gesperre-Innenverzahnung la in der Nabenhülse 1 eIngreifen.
-
An dem vorerwähnten Planetenradträger 4 sind auf Bolzen 4a Planetenräder
gelagert, welche als Stufenräder 33 bzw. 34 ausgebildet sind und einerseits mit
auf der Nabenachse 6 angeordneten Sonnenrädern 23 bzw. 24 und andererseits mit der
Innenverzahnung elnes Hohl rades 2 kämmen, wle noch zu beschrelben sein wird Der
Planetenradträger 4 ist über selnen Schaftteil axial llnksseltig mittels elnes Slcherungsrlnges
13 auf der Nabenachse 6 festgelegt und liegt axial rechtsseitig unter Zwlschenschaltung
eines weiteren Rlnges 14 an einem Nabenachsen-Absatz an. Dle vorerwähnten Planeten-Stufenräder
33, 34 stehen mit Ihrem Stufenrad 34 ständig Im Elngriff mit der Innenverzahnung
2a des Hohlrades 2. Dieses Ist dabei auf elnem Absatz als Träger für einen Satz
Sperrklinken 11 ausgebildet, die Im Eingriff mit einer Gesperre-Innenverzahnung
1b in der Nabenhülse 1 stehen können, wie später noch zu beschrelben sein wird.
-
Das Hohl rad 2 steht axial rechts unter Spannung einer Druckfeder
19 und welst axial rechtsseitig einen hülsenförmigen Ansatz 2c auf, welcher eine
Gesperre-Innenverzahnung 2b trägt, die mit elnem Satz Sperrklinken 9 Im Eingriff
stehen kann. Weiterhin zelgt der Planetenträger 4 einen Ansatz 4b, welcher eine
Innengesperre-Verzahnung 4c aufweist zum Eingriff eines Satzes Sperrklinken 8, die
den vorerwähnten Sperrklinken 9 unmittelbar benachbart sind.
-
Die belden Sperrklinkensätze 8 und 9 sind auf einem Trägerteil axial
nebeneinander angeordnet, wobel der Trägerteil von einem einstücklgen, In die Nabenhülse
1 hineinragenden Ansatz 5c des Antretbers 5 gebildet ist, wle Flgur 1 besonders
deutlich erkennen läßt. Der Antrweber-Ansatz 5c trägt in der gleichen Ebene wle
die Sperrklinken 8 , am Umfang verstellt, einen welteren Satz Sperrklinken 10, welche
in der glelchen Ebene wle die Sperrklinken 8 angeordnet sind, jedoch In entgegengesetzter
Rlchtung wirksam seln können, wie insbesondere Flgur 2 erkennen läßt. Dlese Sperrklinken
10 dienen zur Betätigung der Rücktrittbrems-Elnrichtung, wie noch zu beschreiben
sein wird. Die vorerwähnten auf dem Ansatz 5c des Antreibers 5 angeordneten SperrklInken-Sätze
8 und 10 In einer Ebene und auch die Sperrklinken 9 in einer dazu parallelen Ebene
werden dabei Jeweils von elnem Federelement 12 vorgespannt. Dleses Federelement
12 besteht aus einer etwa halbkrelsförmigen Feder 12, welche mit einem axial gerichteten
Bügeltell 12a jewells in etne axiale Bohrung 5b des Antreibers 5 elngesetzt Ist
und mit den freien Bogenstücken 12b auf die Sperrklinken einwirkt. Mittels dleser
Im elnzelnen In der Grundform halbkreisförmigen Federn 12 ist es möglich, In einer
Ebene Jewells mehrere Sperrklinkensätze anzufedern. Dle Enden der Federbügel 12b
sind geringfügig nach unten abgebogen, dadurch wird eine einwandfreie Elnlage In
der umlaufenden Aufnahmenut 5d des Antreiber-Ansatzes 5c erzielt. Zugleich wird
elne insbesondere vergrößerte Sicherheit gegen seitloches Herauswandern der Federbogenenden
aus der Ringnut 5d des Sperrklinkenträgertelles 5c errecht.
-
Für die Gangumschaltung ist, wle noch Im einzelnen geschildert wird,
eine Steuerung der Sperrklinken 8 bzw. 9 auf dem axial festliegenden Antreiber 5,
5c mittels eines Schaltrlnges 3 vorgt sehen Im Zusammenwirken mit einer Umschaltung
der Jeweils wechselwelse drehfest zu haltenden Sonnenräder 23 bzw. 24 und schließlich
einer axialen Verschlebung des Hohlrades 2 mit dem darauf angeordneten Sperrklinkensatz
11.
-
Der Schaltring 3 übergreift, wie Flgur 1 erkennen läßt, die Sperrklinken
8 bzw. 9 auf dem Ansatztell 5c des Antrelbers 5, wobei zur Steuerung der Jeweiligen
Klinken elne konische Steuerkante 3d zum Elnschalten bzw. Ausschalten durch entsprechende
axiale Verschiebung des Schaltringes dient. Dleser Schaltring 3 ist über einen Nabenteil
3e auf der Nabenachse 6 verschlebbar abgestützt, die Verbindungsarme 3c zwlschen
der Nabe 3e und dem Schaltring 3 selbst erstrecken sich etwa radial, zur Aufnahme
dieser Arme 3c weist der Antrelber 5/5c entsprechend radlale, schräggerichtete Ausnehmungen
5a auf, die In Flgur 4 deutlich erkennbar sind.
-
Weiterhin sind am Schaltrlng 3, wle Figur 2 zelgt, den gegebenenfalls
übergriffenen Sperrklinken zugeordnete radiale Ausnehmungen 3a bzw. 3b vorgesehen,
deren Funktlon noch zu beschreiben sein wird.
-
Dle axiale Schaltbewegung wird dem Schaltring 3 über die Rlngnabe
3e ertellt, die auf der Nabenachse 6 unter Zwischenfügung einer Federhülse 15 und
einer konzentrischen Inneren Schalthülse 17 angeordnet ist. Dabei steht der Nabenrlng
3e unter Spannung einer Druckfeder 22 auf der Federhülse 15, welche slch an elnem
axial rechten Bund dieser Federhülse abstützt, wle Figur 1 erkennen läßt. Dabei
ist auch zu sehen, daß zwlschen der Druckfeder 22 auf der Federhülse 15 und dem
Nabenteil 3e des Schaltrlnges 3 ein Anlagerlng 16 angeordnet Ist, der In die Längsschlitze
Im zylindrischen Teil der Federhülse 15 eingepaßt ist.
-
Auf der Berührungsfläche zur Schaltrlng-Nabe 3e Ist der Anlagez. B
rlng 16 mit einer Oberflächenrauheit In Form einer radlal gerichteten Stelgverzahnung
mit geringer Zahnhöhe o.ä.ausgebildet Ist, um eine zusätzliche Reibhemmung für die
Nabe 3e des Schaltrlnges 3 zu bilden, wenn - wle noch zu beschreiben sein wird -der
Antreiber In Rückwärtsrichtung, d.h. In Brems-Richtung bewegt wird.
-
Dle Federhülse 15 mit der umgebenden Druckfeder 22 wird von elnem
Schubklotz 21 gesteuert, welcher In elnem Schlitz 6b der Nabenachse 6 gleitend angeordnet
Ist und mit einem Schaltorgan, beispielsweise einer Druckstange 20 verbunden Ist,
welche in einer Nabenachsbohrung 6d, unter Spannung einer Feder stehend, gleitend
angeordnet Ist und In einem das elne Ende der Nabenachse 6 überragenden Kopftell
20a endet. Auf dleses Ende der Druckstange 20 wirkt ein hier nicht gezeigtes Schaltorgan
eln.
-
Der vorerwähnte Schubklotz In dem Schlitz 6b der Nabenachse 6 durchdringt
mit selnen im Querschnitt etwa kreisförmig ausgebildeten radlalen Enden die Schalthülse
17 in einem Steuerschlitz 17a/17b (verglelche Flgur 5 bzw. 6) und grelft radial
In die Hülse 15 eln, die ebenfalls einen entsprechenden Schlitz aufweist (verglelche
Figur 1). Der Schubklotz 21 liegt In der In Figur 1 dargestellten Schaltstellung
am axial linken Ende der Federhülse 15 an, welche Infolge Einwirken der hler nicht
gezeigten, von auaen auf den Kopf 20a des Schaltstiftes 20 ein wirkenden Gang-Schalteinrichtung
mit ihrem axial linken Ende vom Schubklotz 21 In die axial linke Endstellung geschoben
Ist, in welcher die Steigzahnhülse 25 an einer Achsklaue 6c anllegt und auf diese
Welse einen axialen Anschlag bildet.
-
Dle von der Federhülse 15 umgebene Schalthülse 17 wirkt ihrerselts
mit der coaxialen Stelgzahnhülse 25 und einer festen Klaue 6c auf der Nabenachse
6 zusammen, wie noch näher zu beschreiben sein wird.
-
Dle Nabenachse 6 weist Im axialen Bereich der vorerwähnten Sonnenräder
23 bzw. 24 Klauen 6a auf, zum wechselwelsen Zusammenwirken mit den Sonnenrädern.
Dabei stehen dlese Sonnenräder 23 bzw. 24 unter der Spannung einer nach axial rechts
wirkenden Druckfeder 18, die sich andererseits am Schaft des axial festliegenden
Planetenträgers 4 bzw. am zwischenl legenden Rlng 14 abstützt.
-
Die vorbeschriebene erflndungsgemäß ausgebildete Mehrgangnabe mit
Rücktrittbrems-Einrichtung hat Im Ausführungsbeisplel insgesamt 5 Gangschaltstufen.
Figur 1 zeigt diese Mehrgangnabe in der Schaltstellung 1. Gang (kleiner Berggang).
Dabei besteht folgender Eingriffszustand der Nabengetrlebe-Elemente: Der Schaltstift
20 und damit der Schubklotz 21 sind gegen die Spannung der Feder 26 axial nach ganz
links gedrückt. Der axial festliegende Antrelber steht mit seinen Sperrklinken 9
auf dem Ansatztell 5c Im Eingriff mit der Verzahnung 2b Im Ansatz des Hohlrades
2, der Schaltring 3 steht axial ganz links und übergreift die Sperrklinken 8 axial
neben den Sperrklinken 9. Der auf dem Hohirad 2 angeordnete Sperrkllnkensatz 11
Ist infolge der axial linken Stellung des Hohlrades 2 über die Steuerkante lc der
Nabenhülse 1 ausgeschaltet.
-
Mit dem Hohl rad 2 kämmt das Planetenrad 34 auf der Achse 4a des Planetenradträgers
4. Das gegenüberliegende Sonnenrad 24 Ist infolge seiner axialen Stellung drehfest
an den Achsklauen 6a gehalten, während das Sonnenrad 23 axial neben den Kupplungsklauen
6a stehen4 frel drehbar Ist.
-
In dleser Schaltstellung 1. Gang (kleiner Berggang) besteht folgender
Drehmomentfluß: Antrelber 5 mit Sperrklinken 9 auf Ansatz 5c - Hohl rad 2/2b - Planetenrad
34 auf Sonnenrad 24 -Planetenradachse 4a - Planetenradträger 4 mit linksseitigem
Ansatz mit Stellgewinde 35 - Bremskonus 30 mit Sperrklinkensatz 7 - Innenverzahnung
la der Nabenhülse 1.
-
Zur Schaltstellung 2. Gang (großer Berggang) wird der Schaltstift
20 etwas nachgelassen, dadurch kann slch die Schalthülse 25 auf der Nabenachse 6
entsprechend nach rechts verschieben, weil die Druckfeder 18 axial links neben dem
Sonnenrad 23 dleses und das axial benachbarte Sonnenrad 24 entsprechend nach axial
rechts verschlebt.
-
Dadurch wird das Sonnenrad 24 mit seinen radlalen Nabennutvaußer Eingriff
mit den Achsklauen 6a gebracht, während zugleich das Sonnenrad 23 mit seinem axial
gerichteten Kupplungsansatz mit den Klauen 6a in drehfesten Eingriffs mit der Achse
6 gelangt.
-
Im übrigen sind die in Flgur 1 erkennbaren Nabengetrlebe-Elemente,
so Insbesondere der Schaltring 3 und die Schalthülse 17 in unveränderter axialer
Stellung verblieben.
-
Der Drehmomentfluß ist in dieser Schaltstellung 2. Gang (großer Berggang)
wle folgt: Antrelber 5 mit Sperrklinken 9 auf Ansatz 5c - Hohl rad 2/2b/2a - Planetenrad
34 - Planetenrad 34/33 auf Sonnenrad 23 - Planetenradlagerachse 4a Im Planetenradträger
4 - Planetenradträgeransatz mit Stellgewinde 35 - Bremskonus 30 mit Sperrklinken
7 - Innenverzahnung la In der Nabenhülse 1.
-
Zur Schaltstellung 3. Gang (Normalgang) wird der Schaltstift 20 axial
unter Spannung der Druckfeder 26 stehend, wiederum um einen gewlssen Weg nachgelassen.
Dle Federhülse 15 wird über die Anlagescheibe 16 axial mitgenommen, zuglelch kommt
der axial linke Rand der die Feder 22 tragenden Federhülse 15 zur Anlage an dem
Nabenring 3c des Schaltringes 3 und nimmt dlesen nach axial rechts mit. Dadurch
wird einerseits der Klinkensatz 8 zum Eingriff In die Verzahnung 4c des Planetenträger-Ansatzes
4b freigegeben und andererseits der bisher wirksame Sperrkl Inkensatz 9 außer Elngriff
gebracht. Die Schalthülse 25 bleibt, bedingt durch Anllegen an den Achsklauen 6c,
In Ihrer axialen Lage. Ebenso ist die Elnschaltung der Sonnenräder unverändert gegenüber
dem 2. Gang. Das Hohl rad 2 läuft "leer" mit, well die Sperrklinken 8 außer Eingriff
sind.
-
Der Drehmomentenfluß ist Im 3. Gang folgender: Antreiber 5/5c mit
Sperrkl inkensatz 8 - Innengesperre 4c im Planetenträger-Ansatz 4c - Ansatz des
Planetenträgers 4 mit Stellgewinde 35 -Bremskonus 30 in Ruhelage mit Sperrklinken
7 - Innengesperre la der Nabenhülse 1.
-
Zum Elnschalten des 4. Ganges (klelner Schnellgang) wird der Schaltstlft
20 um einen welteren axialen Weg nachgelassen. Dle Federhülse 15 mit Ihrem linken
Rand verschlebt slch entsprechend. Dadurch wird über seinen Nabentell 3c der Schaltring
3 nach axial rechts verschoben und verschlebt das Hohl rad 2 gegen die Spannung
der Feder 19 sowelt nach axial rechts, daß der Sperrkllnkensatz 11 auf dem Hohlrad
2 nunmehr In das Innengesperre 1b der Nabenhülse 1 zum Elngrlff gelangt. Die Sperrklinken
8 sind Im Eingriff In den Ansatz 4c des Planetenträgers 4 geblieben, ebenso bleibt
das Eingriffsverhältnis der Planetenräder 33 mit dem Sonnenrad 23 erhalten, so daß
die Nabe über den Sperrklinkensatz 11 vom Hohlrad 2 angetrieben wird. Der Drehmomentfluß
Im 4. Gang Ist folgender: Antrelber 5/5c mit Sperrkllnkensatz 8 - Innengesperre
4c im Planetenträger-Ansatz 4b - Planetenradachsen 4a - Planetenräder 33 am Sonnenrad
23 abrollend - Planetenstufenräder 34 mit Hohl rad 2/2a kämmend - Sperrkl inkensatz
11 - Innengesperre 1b der Nabenhülse 1.
-
Zur Schaltung des 5. Ganges (großer Schneligang) wird der Schaltstift
20 um elne weltere Strecke nachgelassen. Der Schubklotz 21 bewegt sich im Längsschlitz
6b der Nabenachse 6 geradlinig nach axial rechts, dabei wird die von den radlalen
Enden des Schubklotzes durchgriffene Schalthülse 17 (vergleiche Figuren 1, 5 und
6) aufgrund der Steuerkurvenbahn 17a, 17b in Umfangsrichtung verdreht. Dadurch wird
die linksseitig unmittelbar anliegende, den Sonnenrädern zugewandte Steigzahnhülse
25 mlttels entsprechender Steuerkanten 17c, welche mit Anlagekanten 25a zusammenwlrken,
axial verschoben, nachdem ein Mitdrehen mit der Schalthülse 17 tnfolge Anliegens
mit Kante 25b an den Achsklauen 6c verhindert ist. Diese Verschlebung der Steigzahnhülse
25 nach axial links bewirkt elne Axialverschiebung des unmittelbar benachbarten
Sonnenrades 24 nach links.
-
Dabel kommt das von der Druckfeder beaufschlagte benachbarte Sonnenrad
23 außer Eingriff mit den Achsklausen 6a, während das rechtsseltig angeordnete Sonnenrad
24 nunmehr In Elngriff mit den Achsklauen 6a gelangt. Mlttels dleser Schalthülse
17 mit Steuerkanten In Zusammenwirken mit der Steigzahnhülse 25 mit entsprechenden
Steuerkanten wird über eine Axialbewegung des Schubklotzes 21 nach axial rechts
elne Axialbewegung der Sonnenräder 23 und 24 nach links bewirkt.
-
Es besteht im 5. Gang nun folgender Drehmomentfluß: Antreiber 5/5c
mit Sperrkllnkensatz 8 - Planetenradträger-Ansatz 4b mit Gesperre 4c - Planetenräder
33 und 34 auf Lagerbolzen 4a - Sonnenrad 24 drehfest auf Achse 6 - Planetenstufenräder
34 - Hohlradverzahnung 2a im Hohlrad 2, mit Sperrkllnkensatz 11 - Innengesperre
1b in Nabenhülse 1.
-
Wle slch aus der vorstechenden Beschrelbung der Mehrgangnabe mit Schaltmöglichkelt
für 5 Gangstufen ergibt, wird der Oberschaltweg für den 1. Gang (klelner Berggang)
und für den 5. Gang (großer Schnellgang) durch die Feder 18 für die Sonnenräder
23 und 24 auf der Nabenachse 6 sowle durch die Feder 22 auf der Federhülse 15 in
beiden axialen Rlchtungen bewirkt.
-
Der Schaltring 3 überträgt kelnerlel Drehmoment und kann deshalb seinerseits
leicht gebaut sein und läßt slch daher ohne besonderen Kraftaufwand axial verschieben,
wle berelts beschrleben worden ist. Die am Schaltrlng 3 vorgesehene konische Steuerkante
3d dient zum Eln- bzw. Ausschalten der hler auf dem Antreiber 5/5c angeordneten
Sperrklinken 8 bzw. 9. Dle vorerwähnte Bremseinrichtung in der Mehrgangnabe wird
In allen Gangstufen in herkömmlicher Weise durch Rückwärtstreten betägigt. Dabel
werden am Antreiber 5 die Sperrklinken 10 (vergleiche Figur 2) in Eingriff gebracht
mit dem Ansatz 4b/4c am Planetenradträger 4.
-
Dieser leltet das Rückdrehmoment unmittelbar welter auf den am Schaft
des Planetenträgers 4 auf einem Stellgewlnde 35 angeordneten Bremskonus 30.
-
Durch letzteren wird der Bremsmantel 31 gegen die Spannung der Feder
32 aufgespreizt, wobei die Gegenhalterung des Bremsmantels In herkömmlicher Welse
mittels elnes Hebelkonus 36 mit Bremshebel 37 erfolgt. Dabel können an dem Antreiber
5 bzw. dessen Ansatztetl 5c mit den Sperrkllnkensätzen 8, 10 und 9 umgebenden Schaltring
3 radlale Ausnehmungen 3a vorgesehen sein, wte insbesondere Figur 3 erkennen läßt,
durch welche in Verbindung mit dem Splel in Umfangsrichtung zwlschen Jeweils elnem
Ringarm 3c und den Flanken des jewells aufnehmenden Schlitzes 5a Im Antreiberansatz
5c die gegebenenfalls eingeschalteten Antrlebs-Sperrklinken 9 bel einer Bremsbetätigung
durch Rückwärtstreten zusätzlich ausgeschaltet werden, um auch auf diese Welse ein
Blockleren der Getriebe-Elemente zu verhindern. - An sich Ist die erfindungsgemäß
ausgestaltete Nabe gegen einen "Zwang" In den Obertragungselementen dadurch geschützt,
daß die auf dem Hohlrad gelagerten Antrlebs-Kllnken 11 In ihrer Lagerung am Umfang
um einen gewissen Betrag verschiebbar angeordnet sind, wle Figur 2 deutlich erkennen
läßt.
-
Dle vorerwähnten Bremsklinken 10 können axial kürzer als die In glelcher
Ebene angeordneten Antriebsklinken 8 ausgebildet sein, so daß erstere belm Schalten
Im Berggang vom Schaltrlng 3 nicht beeinflußt werden, d.h. sie wären dann ständig
In Elngriffsstellung, oder die Bremskllnken 10 können von gleicher axialer Breite
wie die Antriebskl inken 8 sein, und werden während des Vorwärtstretens von den
rad laien Ausnehmungen 3b Im Schaltring 3 ausgeschaltet. - Der Vorteil besteht darin,
daß einerselts unteretnander gleiche, starke Klinken verwendet werden, und daß andererseits
Im Antriebszustand der Mehrgangnabe ein ruhigerer Lauf erzielt wird. Schließlich
auch wird mittels der Steuerung durch die Ausnehmungen im Schaltrlng ein zu frühes
Eingreifen der Bremskllnken 10 in elnem gegebenenfalls slch einstellenden ungünstigen
Betriebzustand der Nabe verhindert.
-
Dle vorbeschriebene Mehrgangnabe Ist mit einer Druckschaltung ausgebildet,
es ist auch eine Schaltung ohne Druckfeder 26 möglich, wenn am Ende der Nabenachse
6 mittels einer hier nicht gezeigten Schalteinrichtung die Gangschalt-Arretierung
erfolgt.
-
- Ferner Ist es möglich, die vorbeschrlebene Mehrgangnabe mit Rücktrittbremse
mittels einer Zugschaltungs-Elnrichtungzu betätigen, welche gleichfalls am axial
rechten Ende der Nabenachse angreift.
-
Die vorstehend beschriebene Ausführungsform einer Fünf-Gang-Nabe mit
Rücktrittbrems-Einrichtung hat axial sehr breite Antriebs-und Brems-Klinken und
dennoch einen besonders geringen Raumbedarf, was In der knappen axialen Erstreckung
der Nabe zum Ausdruck kommt.
-
Darüber hinaus zeichnet sich diese Nabe dadurch besonders aus, daß
die Betätigung der Rücktrittbremseinrichtung vollkommen unabhängig von einer jeweiligen
Gangschaltstellung des Nabengetriebes erfolgt, wobei die Bremskraft sowohl in der
Wirkung als auch in der Betätigung völlig gleichbleibend ist.
-
- Leerseite -