DE3332773A1 - Sanitaerarmatur - Google Patents
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Description
PATEN TANVVALTE
DR. ULRICH OSTERTAG DR. REINHARD OSTERTAG
DR. ULRICH OSTERTAG DR. REINHARD OSTERTAG
vi O7i';7äe6 43, KABEL- OS=3AT
Sanitärarmatur
Anmelderin:
Hansa Metallwerke AG Sigmaringerstr. 107
7000 Stuttaart 81
7000 Stuttaart 81
Anwaltsakte;
1408.4
Copy
140S.4 -^- C332773 12.8.83
ο -
Die Erfindung betrifft eine Sanitärarmatur, insbesondere einen Einhebelmischer; mit einem Armaturengehäuse, mit einem
Bodenteil, an welchem mindestens ein Wasserzulaufrohr befestigt ist und welches eine nach oben zeigende Anschlußfläche
aufweist; mit einer Steuerkartusche, welche auf der Anschlußfläche so befestigt ist, daß ein Wasserübertritt
von dem Zulaufrohr zu im Boden der Steuerkartusche vorgesehenen Einlaßöffnungen möglich ist, wobei die Befestigung
des Zulaufrohres im Bodenteil lötfrei mittels mindestens eines radial vor- oder zurückspringenden Bereichs des Zulauf
rohres erfolgt, welcher sich in einer axialen Richtung an einer Stufe der Aufnahmebohrung für das Zulaufrohr im
Bodenteil abstützt.
Unter "Bodenteil" wird nachfolgend dasjenige Teil der Sanitärarmatur
verstanden, welches funktional zum Armaturengehäuse gehört, dieses nach unten abschließt, an einer
Seite die Anschlußfläche für die Steuerkartusche trägt und an dem die Zulaufrohre befestigt sind. Dieses "Bodenteil"
kann mit dem Armaturengehäuse einstückig sein, kann aber auch als herausnehmbarer, zylindrischer Einsatz gestaltet
sein.
In vielen Fällen sind bei bekannten Sanitärarmaturen die Wasserzulaufrohre in dem als metallisches Gußstück ausgebildeten
Bodenteil des Armaturengehäuses eingelötet. Dies ist nicht nur ein sehr arbeitsintensiver und damit kostenspieliger
Vorgang. Ein ganz erheblicher Nachteil besteht darin, daß die sehr sperrigen, dauerhaft mit dem Armaturengehäuse
verbundenen Zulaufrohre während der gesamten nachfolgenden Bearbeitungsvorgänge, insbesondere also auch
während des Verchromens sowie bei der Montage der Steuerkartusche usw. mitgeschleppt warden müssen. Auf diese
COPY
Weise werden unnötig alle Vorrichtungen, in denen eine Bearbeitung,
ein Transport oder eine Lagerung der noch nicht fertiggestellten Sanitärarmatur vorgenommen wird, unnötig
groß und damit teuer.
5
5
Aus der DE-OS 31 19 313 ist es bekannt, die Zulaufrohre von Sanitärarmaturen auch lötfrei und lösbar dadurch zu befestigen,
daß eine nach außen zeigende, durch Stauchen erzeugte Sicke des Zulaufrohres sich an einer Stufe der Aufnahmebohrung
im Bodenteil abstützt. Dieses Bodenteil ist bei der bekannten Sanitärarmatur in zwei Hälften aufgespalten:
das Zulaufrohr wird in die untere Hälfte des Bodenteils
von oben her eingeschoben; zur axialen Fixierung der Zulaufrohre wird dann die zweite Hälfte des Bodenteiles auf die
erste Hälfte aufgesteckt. Die Montage des Bodenteiles mit den hierin befestigten Zulaufrohren innerhalb des Armaturengehäuses
erfolgt dann ,als Ganzes und selbstverständlich vor der endgültigen Montage, also vor dem Einsetzen der Steuerkartusche.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Sanitärarmatur der eingangs genannten Art derart auszugestalten, daß
die Montage der Zulaufrohre als letzter Fertigungsschritt erfolgen kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
Zulaufrohr von der Unterseite des Bodenteils aus in die Aufnahmebohrung eingeschoben ist und daß sich ein radial
vor- oder zurückspringender Bereich nach unten an einer Gegenhalteeinrichtung abstützt, die ebenfalls von der Unterseite her an das Bodenteil herangeführt und an diesem befestigt
ist.
Erfindungsgemäß kann a]so die gesamte Sanitärarmatur vollständig
fertiggestellt werden, insbesondere also verchromt,
COPY
~.xt der Steuerkartusche und den diese abdeckenden Elementen
sowie dem Bedienungsgriff versehen werden, bevor dann
in einem allerletzten Vorgang, ggfs. auch erst bei der In-
die Zulaufrohre , „ . _ ,
stallation vor Ort,/angesetzt werden. Die Zulaufrohre konnen
hierzu einfach von der Unterseite her in das Armaturengehäuse eingeschoben und danach durch die Gegenhalteeinrichtung
in diesem fixiert werden.
Der radial vor- oder zurückspringende Bereich kann eine durch Stauchen des Zulaufrohres erzeugte, im Abstand von
dessen Ende befindliche Sicke sein, wobei die Gegenhalteeinrichtung eine Platte ist, die gegen die Unterseite des
Bodenteiles geschraubt ist und die Sicke von unten her abstützt. Der Begriff der "Abstützung" wird, überall wo er
verwendet wird, so verstanden, daß eine direkte Abstützung unter direktem körperlichen Kontakt oder eine mittelbare
Abstützung unter Zwischenschaltung von weiteren Elementen umfaßt sein soll. Zum Auffangen von Biegebeanspruchungen
an demjenigen Bereich der Zulaufrohre, der nach unten über die Sanitärarmatur hinaussteht, ist es von Vorteil, wenn
der Abstand zwischen dem Ende des Zulaufrohres und der Sicke möglichst groß gehalten wird, wenn also das Zulaufrohr
auf möglichst großem axialem Wege innerhalb der Aufnahmebohrung geführt ist.
Besonders zweckmäßig ist es, wenn die Platte mit entsprechend geformten Rändern die Sicke nur an einem Bruchteil
von deren Umfang abstützt. Beispielsweise kann die Platte für jedes zu befestigende Zulaufrohr einen viertelkreisförmig
ausgeschnittenen Rand aufweisen und mit diesem etwa ein Viertel des Uiufanges der jeweiligen Sicke abstützen.
Hiermit ist nicht nur eine gewisse Materialeinsparung an der Platte selbst verbunden; ein noch größerer Vorteil ergibt
sich daraus, daß die Platte von der Seite her an die
3ί> Zulauf rohre hora:ujo führt woruoa kann, also nicht über die
gesamte Länge der Zulaufrohre bei der Montage hinweggeführt
werden muß.
Alternativ kann der vor- oder zurückspringende Bereich auch eine durch Drücken im Mantel des Zulaufrohres erzeugte
rillenartige Vertiefung und die Gegenhalteeinrichtung ein Federring sein, der in eine Nut in der Wand der Aufnahmebohrung
eingefedert ist, derart, daß der eingefederte Ring sowohl eine nach oben als auch eine nach unten zeigende
Anschlagschulter der Aufnahmebohrung bildet. Je nach der Dimensionierung des 'Federringes sowie nach dessen Anordnung
in der Nut· der Aufnahmebohrung können die Zulaufrohre
durch mehr oder weniger kräftigen Zug aus dem Bodenteil des Armaturengehäuses wieder entfernt werden. Es ist auch
möglich, die Anordnung so zu treffen, daß eine Entfernung des einmal in die zugehörige Nut eingefederten Ringes und
damit der Zulaufrohre nicht mehr möglich ist.
Zwischen jedem Zulaufrohr und der Aufnahmebohrung sollte
in Abstand von der Unterseite des Bodenteiles mindestens ein O-Ring angeordnet sein. Auch hier gilt: umso größer
der Abstand des O-Ringes von der Unterseite der Armatur ist, umso geringer ist ein Einfluß von eventuellen Biegebeanspruchungen
an dem aus der Unterseite des Bodenteils herausragenden Bereich der Zulaufrohre auf die Dichtwirkung.
In der gleichen Richtung wirkt, wenn jeder O-Ring in radialer Richtung abdichtet, derart, daß zur Erzielung
einer Dichtwirkung keine axiale Pressung erforderlich ist. Biegebeanspruchungen an dem aus dem Armaturengehäuse herausragenden
Bereich der Zulaufrohre könnten nämlich die axiale Pressung über den Umfang des O-Ringes hinweg ungleichmäßig
machen und hierdurch lokale Undichtigkeiten bewirken.
Wenn im Bodenteil der Sanitärarmatur ein die Steuerkar-
CQPY
Λ-
tusche wassermäßig mit dem Auslauf verbindender Hohlraum vorgesehen ist, ist es zweckmäßig, wenn der Hohlraum durchgehend,
insbesondere nicht ringförmig ist, wobei jedes Zulaufrohr den Hohlraum durchsetzt, und beidseits von diesem
mit einem O-Ring gegen die Wand der Aufnahmebohrung abgedichtet ist.
Jeder O-Ring kann in einer rillenartigen Vertiefung des
Mantels des Zulaufrohres einliegen. Auf diese Weise kann die Wand der Aufnahmebohrung für das Zulaufrohr weitgehend
glatt gehalten werden.
Bei Verwendung einer Sicke als nach außen vorragendem Bereich des Zulaufrohres ist es von Vorteil, wenn die O-Ringe
beidseits einer Distanzhülse angeordnet sind, welche das Zulaufrohr umgibt und den Hohlraum durchsetzt. Der eine
O-Ring liegt dann unmittelbar auf der Sicke, der andere
mittelbar über die Distanzhülse sowie den ersten O-Ring auf
der Sicke auf.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Zeichnung näher erläutert; es zeigen
Fig. 1: einen Teilschnitt durch den Körper einer Sanitärarmatur
mit eingesetzten Zulaufrohren gemäß der doppelt abgewinkelten Schnittlinie I-I von Fig. 2;
Fig. 2: die Unteransicht der in Fig. 1 bzw. Fig. 5 dargestellten Sanitärarmatur;
30
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Fig. 3: einen Teilschnitt, ähnlich Fig. 1, durch ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Sanitärarmatur;
Fig. 4: einen Teilschnitt, ähnlich Fig. 1, durch ein
drittes Ausführungsbeispiel einer Sanitärarmatur;
COPY j : -6 -
Fig...5: einen Teilschnitt ähnlich Fig. 1, durch ein viertes
Ausführungsbeispiel einer Sanitärarmatur.
In Fig. 1 ist der als einstückiges Gußteil hergestellte Ar-maturenkörper
eines Einhebelmischers mit dem Bezugszeichen 1 gekennzeichnet. Er enthält einen ringförmigen Hohlraum 2,
der einen inselförmig stehen gebliebenen Materialbereich 3 umgibt und mit dem Inneraum des Auslaufs 4 kommuniziert.
Der Hohlraum 2 steht außerdem über eine Bohrung 5 mit einer oberen Anschlußfläche 6 in Verbindung. Auf dieser wird in
an und für sich bekannter Weise eine nicht dargestellte Steuerkartusche., welche die den Wasserstrom regelnden Elemente
enthält, so unter Zwischenschaltung einer Dichtung befestigt, daß das aus einer in der Bodenfläche der Kartusehe
eingebrachten Öffnung auslaufende Wasser in die Bohrung 5 übergeleitet wird. · ·
Durch den inselförmig stehen gebliebenen, einen Teil des • Armaturenkörpers 1 bildenden Bereich 3 verlaufen zwei Bohrungen
7, welche in noch zu beschreibender Weise jeweils ein Wasserzulaufrohr 9 aufnehmen. Diese Bohrungen 7 sind
doppelt abgestuft: sie weisen in der- Nähe der Anschlußfläche 6 den kleinsten Durchmesser auf, der etwa gleich
dem Innendurchmesser der Zulaufrohre 9 ist. über eine
erste Stufe 12a schließt sich eine erste Erweiterung 8a der Bohrungen 7 an, deren Durchmesser etwas größer als der
Außendurchmesser der Zulaufrohre 9 ist. Die Enden der Zulaufrohre 9 liegen ihrerseits an den Stufen 12a an, können
aber auch einen Abstand von dieser, aufweisen.
An die erste Erweiterung 8a der Bohrungen 7 schließt sich über eine zweite Stufe 12b eine zweite Erweiterung 8b an,
die in eine flache, kreisförmige Ausnehmung 2 3 an der Unterseite 13 des Armaturenkörpers 1 mündet. Die Erweiterung
8b der Bohrungen 7 weist einen Durchmesser auf, der
COPY -7 -
etwas größer als der Durchmesser einer radial nach außen
ragenden Sicke 10 ist, die in die Zulaufrohre 9 im Abstand von -deren Ende durch Stauchen oder dergl. eingebracht ist.
über den Sicken 10 ist in den Bohrungserweiterungen 8b jeweils
eine Distanzhülse 16 angeordnet. Zwischen der Stufe
12b, der oberen Stirnfläche der Distanzhülse 16, der Wand J
i der Erweiterung 8b und dem Zulaufrohr liegt jeweils ein |
O*-Ring 11, der vorzugsweise so dimensioniert ist, daß er \
erst bei axialer Pressung eine Abdichtung bewirkt, was die Montage erleichtert.
Eine Gegenhalteplatte 22 liegt mit zwei viertelkreisförmig ;
ausgeschnittenen Rändern an den Sicken 10 der Zulaufrohre 9 I
an (vgl. Fig. 2) und berührt diese dabei etwa auf einem Viertel ihres Umfangs." Sie ist mittels einer Schraube 23 an
der Unterseite 13 des Arnaturenkörpers 1 innerhalb der Ausnehmung 2'1 befestigt , .fixiert die Rohre 9 axial in einer Richtung
und beaufschlagt den O-Ring 11. ,
Geeignete Dichtungen zwischen der Anschlußfläche 6 um die Mündungen der Bohrungen 7 und dem Boden der darauf befestigten
Steuerkartusche sorgen dafür, daß das über die Zulaufrohre 9 zuströmende Wasser in Eintrittsöffnungen am
Boden der Steuerkartusche übergeleitet wird.
Die geschilderte Anordnung ist offensichtlich derart, daß
die Zulaufrohre 9 erst nach vollständiger Fertigstellung der gesamten Sanitärarmatur lösbar und lötfrei befestigt
werden können. Die Montage der Zulaufrohre 9 geschieht durch
einfaches Einschieben von der Unterseite 13 der Armatur her.
Durch die Sicke 10 ist eine axiale Fixierung in beiden Richtungen möglich: nach oben, also in der einen axialen
Richtung, stützt sich die Sicke 10 mittelbar über die Distanzhülse 16 und den O-Rin.g._ 11 an der Stufe 12b der
Bohrung 7 ab. Ergänzend kann ein starrer axialer Anschlag des Rohrendes an dor ersten Stufe 12a hinzukommen. Nach
COPY \
-AL·.
unten, also in der zweiten axialen Richtung, stützt sich die Sicke 10 an der Gegenhalteplatte 22 ab.
Biegebeanspruchungen am aus dem Armaturenkörper 1 nach unten herausragenden Bereich der Zulaufrohre 9 können in
erheblichem Ausmaße aufgenommen werden, da die Zulaufrohre
9 innerhalb der Bohrungen 7 auf verhältnismäßig großer Länge geführt sind. Auch die Dichtwirkung des verhältnismäßig
weit innerhalb des Armaturenkörpers 1 nach oben gelegten und zu dem (auch) radial dichtenden O-Rings 11 wird
durch derartige Biegebeanspruchungen nicht beeinträchtigt.
Dadurch, daß die Gegenhalteplatte 22 jeweils nur an einem Bruchteil des Umfanges der Sicke 10 der Zulaufrohre 9 ansetzt,
muß sie bei der Montage nicht über die gesamten Zulaufrohre 9 geschoben werden, sondern kann von der Seite
her angesetzt werden. Zusätzlich wird eine gewisse Materialersparnis erzielt.
In der Zeichnung ist zusätzlich ein in die Unterseite 13
des Armaturenkörpers 1 eingeschraubter Stehbolzen 14 zu erkennen,
der in bekannter Weise der Befestigung der Armatur an einem Waschtisch oder dergl. dient.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel stellt die AnschluS-fläche
6 gleichzeitig eine glatte Stirnfläche des Armaturenkörpers 1 dar. Die hier befestigte Steuerkartusche wird
durch eine übergestülpte und in geeigneter Weise am Armaturenkörper 1 verrastete Kunststoffhaube den Blicken entzogen.
Die geschilderte Befestigungsart der Zulaufrohre 9 ist jedoch ersichtlich auch dann möglich, wenn die Anschlußfläche
6 der Boden eines tassenlihnlichen Aufnahmerau-.,
mes für die Steuerkartusche ist. Gleiches gilt für diejenige
bekannte Bauweise, bei welcher sich die Anschluß-SS
fläche 6, der Ringraurn 2 und die Zulauf rohre 9 an bz-/. in
COPY J - 9 -
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12.8.83
- /lh
einem vom übrigen Armaturenkörper getrennten, herausnehmbaren,
zylindrischen Einsatz befinden.
In Fig. 3 ist ein zweites Ausführungsbeispiel dargestellt. Entsprechende Teile sind mit denselben Bezugszeichen wie
in den Fign. 1 und 2 zuzüglich 100, versehen.
Der als ein Stück gegossene Armaturenkörper 101 weist wiederum eine obere Anschlußfläche 106, eine Unterseite
113 mit eingeschraubtem Stehbolzen 114 sowie einen Auslauf
104 auf. Ein Hohlraum 102 im Inneren des Armaturenkörpers 101 steht wieder über eine Bohrung 105 mit einer nicht
dargestellten, auf der Anschlußfläche 6 aufgesetzten Steuerkartusche in Verbindung.
Im Gegensatz zur Fig. 1 ist der Hohlraum 102 nicht ringförmig. Der inseiförmig stehen gebliebene Materialbereich 3
von Fig. 1 ist entfallen. Dies hat den erheblichen Vorteil, daß zum Gießen des Armaturenkörpers 101 nur ein Kern erforderlich
ist.
Die Befestigung der Zulaufrohre 109 geschieht wie folgt:
Die zwischen der Armaturenunterseite 113 und dem Hohlraum
102 liegende Gehäusewand wird von zwei Bohrungen 115 durchstoßen.
Koaxial zu diesen verlaufen zwei Bohrungen 107 in der Wand zwischen der Anschlußfläche 106 und dem Hohlraum
102. Diese Bohrungen 107 sind unter Bildung einer Stufe 112a zum Hohlraum 102 hin mit einer Erweiterung 108 versehen.
Der Durchmesser der Bohrungen 107 stimmt im inneren Bereich etwa mit dem inneren Durchmesser der Zulaufrohre
109 überein. Der Durchmesser der Erweiterung 108 der Bohrungen 107 ist etwas größer als der Außendurchmesser der
Zulaufrohre 109.
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- 10 -
Die Zulaufrohre 109 sind von der Unterseite 113 des Armaturenkörpers
101 aus in diesen eingeschoben, durchsetzen den Kohlraum 102 und sind beidseits von diesem mittels
O-Ringen 111, 117 gegen den Armaturenkörper 1 01 abgedichtet.
Sie besitzen hierzu zwei rillenartige, über die Mantelfläche verlaufende Vertiefungen 124, 125, die beispielsweise
durch Eindrücken der Rohrwandung hergestellt sind und in denen die O-Ringe 111, 117 einliegen. Die Dimensionen
der Vertiefungen 124, 125 und der O-Ringe 111, 117 sind so
aufeinander abgestimmt, daß letztere in radialer Richtung abdichten, also zur Herbeiführung der Dichtwirkung keiner
axialen Pressung bedürfen.
In einer dritten, der Unterseite 113 des Armaturenkörpers
101 benachbarten rillenartigen Vertiefung 126 liegt ein Federring 127 ein, der in eine komplementäre Nut 128 in
der Wand der Bohrung 115 aufgefedert ist.
Bei diesem Ausführungsbeispiel werden also die Wasserzuleitungsrohre
109 durch das Zusammenwirken der Vertiefung 126, der Nut 128 und des Federringes 128 in beiden Richtungen
axial fixiert. Der in die Nut 128 der Bohrungswandung eingefederte Ring 128 kann in gewisser Weise sowohl
als nach oben als auch nach unten zeigende Stufe der Bohrungswand verstanden werden. Eine zusätzliche axiale
Fixierung nach oben kann sich durch Anschlagen des Endes des Zulaufrohres 109 an der Stufe 112a der Bohrungen 107
ergeben.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 entspricht weitgehend demjenigen von Fig. 3. Entsprechende Teile sind mit denselben
Bezugszeichen wie in den Fign. 1 und 2 zuzüglich 200 gekennzeichnet. Der einziae Unterschied gegenüber dem
Ausführungsbeispiel von Fig. 3 besteht darin, daß der
Hohlraum 202, ähnlich wie in Fig. 1, ringförmig ist und
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12.8.83
einen inselförmig stehen gebliebenen Materialbereich 203
umgibt. Dabei könnte grundsätzlich auch einer der beiden O-Ringe 211, 217, vorzugsweise der untere O-Ring 217 sowie
die zugehörige rillenartige Vertiefung im Zulaufrohr 20 9
entfallen.
Das Ausführungsbeispiel von Fig. 5 vereinigt konstruktive Elemente der Ausführungsbeispiele der Fign. 1 und 3. Entsprechende
Teile sind mit denselben Bezugszeichen wie in den Fign. 1 und 2, zuzüglich 300, gekennzeichnet.
Der Hohlraum 302 des Armaturenkörpers 301 ist wiederum
nicht ringförmig, weist also keinen inselförmig stehen gelassenen Materialbereich auf. Die zwischen der Armaturen-Unterseite
313 und dem Hohlraum 302 liegende Wand wird von zwei Bohrungen 315 durchstoßen. Die hierzu koaxialen Bohrungen
307 in der Viand zwischen der Anschlußfläche 306 und dem Hohlraum 302 sind doppelt abgestuft: über eine erste
Stufe 312a schließt sich an den engsten Bereich der Bohrung 307, der in die Anschlußfläche 306 mündet, eine erste Erweiterung
308a an. Der Durchmesser der ersten Erweiterung 308a ist etwas größer als der Außendürchmesser der Zulaufrohre
309. über eine zweite Stufe 312b schließt sich eine zweite Erweiterung 308b an, welche in den Hohlraum 302
mündet und deren Durchmesser mit demjenigen der Bohrungen 315 übereinstimmt.
Der Durchmesser der Bohrungen 315 wiederum ist etwas größer als der Durchmesser einer Sicke 310, die - ähnlich wie
in Fig. 1 - in der Wand der Zulaufrohre 309 in Abstand von
deren Ende durch Stauchen oder dergl. ausgebildet ist und radial nach auBen übersteht.
Die Zulauf rohre 309 sind von der Unterseite 313 des Arrnaturenkörpers
301 aus in die Aufnahmebohrungen 307, 308a,
COPY
- 12 -
308b, 315 derart eingeschoben, daß ihr Endbereich in der
ersten Erweiterung 308a der Bohrungen 307 zu liegen kommt. Sie sind beidseits des Hohlraumes 302 durch O-Ringe 311,
317 gegen den Armaturenkörper 301 abgedichtet. Der obere 5 O-Ring 311 liegt in der Erweiterung 308b an der zweiten
Stufe 312b an und wird durch eine Distanzhülse 316, welche den Hohlraum 302 durchsetzt, vom unteren O-Ring 317 getrennt,
der in der Bohrung 315 auf der Sicke 310 aufliegt.
Wie in Fig. 1 ist auch beim Ausführungsbeispiel von Fig. 5 eine Gegenhalteplatte 322 in einer kreisförmigen Ausnehmung
321 an der.Unterseite 313 des Armaturenkörpers 301 eingeschraubt, welche an den Sicken 310 anliegt und die Zulaufrohre
309 nach unten axial fixiert.
Ein zusätzlicher Vorteil der hier beschriebenen Montageart der Zulaufrohre an der Sanitärarmatur ist auch darin zu
sehen, daß eine Reparatur eines etwa undicht gewordenen O-Ringes möglich ist, ohne daß die gesamte Sanitärarmatur
hierzu zerlegt werden muß.
Claims (10)
1. Sanitärarmatur, insbesondere Einhebelmischer, mit einem Armaturengehäuse? mit einem Bodenteil, an welchem
mindestens ein Wasserzulaufrohr befestigt ist und welches eine nach oben zeigende Anschlußflache aufweist; mit einer
Steuerkartusche, welche auf. der Anschlußfläche so befestigt
ist, daß ein Wasserübertritt von dem Zulaufrohr zu in dem Boden der Steuerkartusche vorgesehenen Einlaßöffnungen
möglich ist, wobei die Befestigung des Zulaufrohres im Bodenteil lötfrei mittels mindestens eines radial vor-
oder zurückspringenden Bereichs des Zulaufrohres erfolgt,
welcher sich in einer axialen Richtung an einer Stufe der Aufnahmebohrung für das Zulaufrohr im Bodenteil abstützt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Zulaufrohr (9; 109; 209; 309) von der Unterseite (13; 113; 213; 313) des Bodenteils
(20; 120; 220; 320) aus in die Aufnahmebohrung (7, 8a, 8b; 107, 108, 115; 207, 208; 307, 308a, 308b, 315) eingeschoben
ist und daß sich ein radial vor- oder zurückspringender Bereich (10; 126; 226; 310)· nach unten an einer
Gegenhalteeinrichtung (22; 127; 227; 322) abstützt, die ebenfalls von der Unterseite (13; 113; 213; 313) her
an das Bodenteil (20; 120; 220; 320) herangeführt und an diesem befestigt ist.
2. Sanitärarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der radial vor- oder zurückspringende Bereich
eine durch Stauchen des Zulaufrohres (9; 309) erzeugte, im
Abstand von dessen Ende befindliche Sicke (10; 310) ist und daß die Gegenhalteeinrichtung eine Platte (22; 322) ist,
die gegen die Unterseite (13; 313) des Bodenteils (20; 320) geschraubt ist und die Sicke (10; 310) so von unten her
abstützt.
3. Sanitärariuatur nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
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daß die Platte (22; 322) mit entsprechend geformten Rändern die Sicke (10; 310) nur an einem Bruchteil von deren
Umfang abstützt.
4. Sanitärarmatur nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Platte (22; 322) für jedes zu befestigende Zulaufrohr (9; 309) einen viertelkreisförmig ausgeschnittenen
Rand aufweist und mit diesem etwa ein Viertel des Umfanges der jeweiligen Sicke (10; 310) abstützt.
10
5. Sanitärarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der vor- oder zurückspringende Bereich eine
durch Drücken im Mantel des Zulaufrohres (109; 209) erzeugte
rillenartige Vertiefung (126; 226) und daß die Gegenhalteeinrichtung ein Federring (127; 227) istr der in eine
Mut (128; 228) in der Wand der Aufnahmebohrung (107, 115;
207, 215) eingefedert ist, derart,.daß der eingefederte Ring (127; 227) sowohl eine nach oben als auch eine nach
unten zeigende Anschlagschulter der Aufnahmebohrung (107, 115; 207, 215) bildet.
6. Sanitärarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Zulaufrohr
(9; 109; 209? 309) und der Aufnahmebohrung (8b; 108, 115;
208, 215; 308b, 315) im Abstand von der Unterseite (13; 113; 213; 313) des Bodenteils (20; 120; 220; 320) mindestens
ein O-Ring (11; 111, 117; 211, 217; 311, 317) angeordnet
ist.
7. Sanitärarmatur nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder O-Ring (11; 111, 117; 211, 217; 311,
317) in radialer Richtung abdichtet, derart, daß zur Erzielung einer Dichtwirkung keine axiale Pressung erforderlich
ist.
8. Sanitärarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welcher im Bodenteil ein die Steuerkartusche wassermäßig
mit dem Auslauf verbindender Hohlraum vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum (102; 302)
durchgehend, insbesondere nicht ringförmig ist, daß jedes Zulaufrohr (109; 309) den Hohlraum (102; 302) durchsetzt
und beidseits von diesem mit einem O-Ring (111, 117; 311,
317) gegen die Wand der Aufnahmebohrung (108, 115; 308b, 315) abgedichtet ist.
10
10
9. Sanitärarmatur nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder O-Ring (11, 17; 111,
117) in einer rillenartigen Vertiefung (124, 125; 224, 225)
des Mantels des Zulaufrohres (tO9; 209) liegt.
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10. Sanitärarmatur nach Anspruch 8 bei Rückbeziehung auf
Anspruch 2, dadurqh gekennzeichnet, daß die O-Ringe
beidseits einer Distanzhülse (316) angeordnet sind, welche das Zulaufrohr (309) umgibt und den Hohlraum (302) durchsetzt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833332773 DE3332773A1 (de) | 1983-09-10 | 1983-09-10 | Sanitaerarmatur |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833332773 DE3332773A1 (de) | 1983-09-10 | 1983-09-10 | Sanitaerarmatur |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3332773A1 true DE3332773A1 (de) | 1985-04-18 |
Family
ID=6208795
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833332773 Withdrawn DE3332773A1 (de) | 1983-09-10 | 1983-09-10 | Sanitaerarmatur |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3332773A1 (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3623585A1 (de) * | 1986-07-12 | 1988-01-28 | Knebel & Roettger Fa | Abdichtung einer in einem ventil angeordenten steuerkartusche |
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| DE4235077A1 (de) * | 1992-10-17 | 1994-04-21 | Bosch Gmbh Robert | Ventil, insbesondere zum Einbau in ein Aggregat einer hydraulischen Fahrzeugbremsanlage |
| DE4328317A1 (de) * | 1993-08-23 | 1995-03-02 | Danfoss As | Ventil und zugehöriges Lötverfahren |
| EP0681127A1 (de) * | 1994-05-05 | 1995-11-08 | Friedrich Grohe Aktiengesellschaft | Wasserarmatur |
| DE19902397C1 (de) * | 1999-01-22 | 2000-07-20 | Hansa Metallwerke Ag | Sanitärarmatur, insbesondere Waschtischarmatur |
| DE102015002257A1 (de) * | 2015-02-25 | 2016-08-25 | Grohe Ag | Sanitärarmatur mit einer mit einer Klammer befestigten Schlauchverbindung |
-
1983
- 1983-09-10 DE DE19833332773 patent/DE3332773A1/de not_active Withdrawn
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| JP3450494B2 (ja) | 1994-05-05 | 2003-09-22 | フリードリッヒ グローエ アーゲー ウント コンパニー カーゲー | 混合水栓 |
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| US10329746B2 (en) | 2015-02-25 | 2019-06-25 | Grohe Ag | Plumbing fitting having a hose connection fastened with a clamp |
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|---|---|---|---|
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