DE2922888A1 - Filterrohr fuer drainagezwecke - Google Patents
Filterrohr fuer drainagezweckeInfo
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Description
2922888 Andrejewski, Honke, Gesthuysen & Masch Patentanwälte
"τ- - Dr. Walter Andrejewski
Diplom-Ingenieur Dr.-Ing. Manfred Honke Diplom-Ingenieur
Hans Dieter Gesthuysen
53 911/Ti-th 2. Juni 1979
Patent- und
Gebrau chsrr.usterhilfsanmeldung
DHV Raadgevend Ingenieursbureau BV
Laan 1914, Nr. 35, 3&1S EX
Filterrohr für Drainagezwecke.
Die Erfindung betrifft ein Filterrohr für Drainageswecke mit einer
Anzahl von im äußeren Rohrmantel austretenden, über wenigstens einen Ablaufkanal im Rohr mit einer Saugquelle verbindbaren Öffnungen
.
Bei einem bekannten Verfahren wird mittels eines Spülwasserrohres
ein Loch in das Erdreich eingespült und anschließend in dieses Loch ein Filterrohr eingesetzt. Bei einem anderen bekannten Verfahren
wird ein am oberen Ende mittels einer Schraubkappe ver-
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schlossenes Gehäuse, welches am unteren Ende offen ist, an eine
DrUGkfflittelquelle wie beispielsweise Druckwasser oder Preßluft angeschlossen und alsdann in das Erdreich eingespUlt. Anschliessend
wird die Schraubkappe des Gehäuses entfernt und ein Filterrohr in das Gehäuse eingesetzt, woraufhin das Gehäuse wieder angehoben
wird, während das Filterrohr im Erdreich verbleibt. Diese bekannten Verfahren zum Einbringen eines Filterrohres in das Erdreich
haben den Nachteil, daß relativ viele zeitraubende und kostenaufwendige Arbeitsgänge erforderlich sind.
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein Filterrohr für Drainagezwecke in der Weise auszubilden, daß es äußerst einfach
und schnell in das Erdreich eingebracht werden kann.
Gekennzeichnet ist ein erfindungsgernäßes Filterrohr der eingangs
genannten Art im wesentlichen dadurch, daß im Rohr wenigstens ein Spülkanal ausgebildet ist, welcher vom Ablaufkanal bezw. den Ablaufkanälen
vollkommen getrennt ist und am oder nahe dem einen Rohrende an eine Druckrnittelquelle anschließbar ist, während am
oder nahe dem anderen Rohrende ein Druckmittelauslauf ausgebildet ist.
Durch die erfindungsgernäße Ausbildung eines Filterrohres ist
weder ein Spülrohr noch ein Gehäuse erforderlich, da das Filterrohr
selbst wenigstens einen Spülkanal zum Einbringen eines Druckmittels besitzt.
Auf diese Weise werden die Kosten und Arbeitszeit zum Einbringen von Filterrohren in das Erdreich beträchtlich verringert.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der beiliegenden Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels im einzelnen
erläutert; es zeigt
Pig.l eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels eines
erfindungsgemäßen Filterrohres im Teilschnitt;
Fig.2 das Filterrohr von Fig.l von unten gesehen in vergrößertem
Maßstäbe; und
Fig.3 einen Axialschnitt durch eine Verbindungsstelle zweier
erfindungsgemäßer Filterrohre.
Das in den Figuren 1 und 2 dargestellte erfindungsgemäße Filterrohr
1 für Drainagezwecke besitzt zumindest in seinem unteren
Bereich schlitzförmige Durchbrüche 2, welche quer durch die Wandung des Rohres verlaufen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind diese schlitzförmigen Durchbrüche 2 in Gruppen angeordnet
und über den Umfang des Filterrohres 1 verteilt. Naturgemäß ist es ohne weiteres möglich, diesen Durchbrüchen 2 irgendwelche
andere Form zu geben oder sie auch andersartig anzuordnen.
Jas Filterrohr 1 besteht vorzugsweise aus Kunststoff wie beispielsweise
Polyvinylchlorid.
Innerhalb der Rohrwandung ist ein oder sind mehrere Spülkanäle 3
ausgebildet, welche in Längsrichtung des Rohres 1 verlaufen. Diese Spülkanäle beginnen und enden in den Stirnflächen des Rohres
1. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiels sind vier
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Spülkanäle 3 gleichmäßig über den Umfang des Rohres verteilt,
wobei es jedoch naturgemäß auch ohne weiteres möglich ist, mehr oder weniger Spülkanäle vorzusehen.
Als Alternative ist es naturgemäß auch ohne weiteres möglich, die Spülkanäle 3 in einer Richtung verlaufen zu lassen, welche etwas
von der Längsrichtung des Rohres 1 abweicht. Als weitere Alternative
können die Spülkanäle 3 auch in geringem Abstand von der
Stirnfläche und/oder den Stirnflächen des Rohres 1 beginnen und/oder enden.
Wenn das Filterrohr 1 in das Erdreich eingebracht werden soll, werden die Spülkanäle 3 am oberen Ende des Rohres an eine Druckmittelquelle
angeschlossen, wie beispielsweise an eine Druckwasser- oder Preßluftquelle. Dieses Druckmittel strömt durch die
Spülkanäle 3 nach unten und tritt am unteren Ende des Rohres aus, wobei es das Erdreich unterhalb des Rohres 1 lockert. Auf diese
Weise wird das Absenken des Pilterrohres 1 in das Erdreich beträchtlich erleichtert und man kann für das Filterrohr ohne
weiteres einen Leichtbaustoff verwenden.
Bei dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Rohrwandung einstückig geformt und besteht sozusagen aus
zwei konzentrischen Rohrmänteln H- und 5 sowie Trennwänden 6. Als
Alternative kann das Rohr auch aus konzentrischen Rohrmänteln zusammengesetzt sein, wobei die Trennwände an einem der Rohrmäntel
angeformt sind und bis zum anderen Rohrmantel hinreichen.
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Wie die Figuren zeigen, sind die Durchbrüche 2 in der Rohrwandung in diesen Trennwänden 6 zwischen den einzelnen Spülkanälen J5 ausgebildet,
sodaß diese Durchbrüche 2 vollkommen von den Spülkanälen j5 getrennt sind. Die Durchbrüche 2 verbinden dabei das Rohrinnere
mit dem das Filterrohr umgebenden Erdreich oder dergleichen. Im Betrieb wird dieses Innere des Filterrohres 1 direkt an eine Saugquelle
angeschlossen, wie beispielsweise an die Saugseite einer Pumpe, oder alternativ kann das Rohrinnere auch mit dieser Saugquelle
über eine nicht dargestellte Leitung verbunden werden, welche in das Rohrinnere hineinläuft und unter dem Wasserspiegel
endet.
Das Rohrinnere bildet einen Ablaufkanal 7 und ist am unteren Ende durch ein Verschlußelement 8 verschlossen, sodaß keine Erde in
diesen Kanal 7 eindringen kann, wenn das Filterrohr 1 in das Erdreich
eingebracht wird oder wenn im Betrieb die Saugquelle eingeschaltet wird.
Auf dem Filterrohr 1 kann ein Anschlußkopf 9 montiert werden,
welcher bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus einer außen auf das Rohr aufgesetzten Außenkappe 10 und einem damit verbundenen
und abdichtend in das Rohr eingesetzten Innenrohr 11 besteht. Zwischen der Außenkappe 10 und dem Innenrohr 11 ist dabei
eine dieses Innenrohr 11 umgebende Kammer 12 ausgebildet. Wenn das Filterrohr 1 in das Erdreich eingebracht wird, wird diese
Kammer 12 über eine Leitung IJ> mit einer Dimckmittelquelle verbunden,
wobei in der Leitung 13 ein Schieber 14 eingesetzt ist.
Beim Betrieb des Filterrohres 1 wird das Innenrohr 11 mit der Saugseite einer Pumpe verbunden oder alternativ der Anschlußkopf
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abgenommen und der Ablaufkanal J mit der Pumpe verbunden. Unter
bestimmten Umständen ist es erforderlich, einen Schlauch oder eine Rohrleitung zu verwenden, welche ein beträchtliches Stück
in das Filterrohr hineinragt und unter dem Wasserspiegel endet, wobei diese Rohrleitung oder dieser Schlauch dann an die Pumpe
angeschlossen wird und das abzusaugende Wasser diese Rohrleitung durchläuft.
Das Filterrohr 1 kann aus einzelnen Rohrschüssen 15 zusammengesetzt
sein, wobei die aufeinander folgenden Rohrschüsse 15 abdichtend miteinander mittels eines Rohrverbinders l6 verbunden
sind, wie dies in Fig.5 dargestellt ist.
Zwischen den Stirnflächen aufeinander folgender Rohrschüsse 15 ist ein Abstandsstück IJ angeordnet, welches zumindest im wesentlichen
die Öffnungen der Spülkanäle j5 in den Stirnflächen der
Rohrschüsse freiläßt. Durch Einsatz dieses Abstandsstückes IJ ist
es nicht unbedingt erforderlich, daß die Spülkanäle 13 in den
aufeinander folgenden Rohrschüssen 15 genau miteinander fluchten.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das Abstandsstück
17 aus einem Ring aus nachgiebigem Material,, welcher im
Vergleich zur Wandstärke des Rohres sehmal ist und an welchem eine Innenmuffe 18 angeformt ist, welche in axialer Richtung
reichlich in beide Rohrschüsse hineinragt.
Diese Innenmuffe 18 ist beispielsweise mittels eines Klebemittels im unteren Bereich eines oberen Röhrschusses I5 befestigt. Unter
dem schmalen Ring 17 besitzt die Innenmuffe l8 Außengewinde und kann mit diesem in den oberen Bereich eines unteren Rohrschusses
15 eingeschraubt werden, welcher ein entsprechendes Innengewinde
aufweist.
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Der Rohrverbinder 1β kann aus Metall oder Kunststoff bestehen und ist beispielsweise mittels eines Klebemittels an einem oberen
Rohrschuß 15 befestigt, während er abdichtend mit einem unteren
Rohrschuß 15 über eine Verschlußeinrichtung verbunden ist.
Wie die vorstehende Erläuterung zeigt, sieht die Erfindung ein Filterrohr 1 für Drainagezwecke vor, mit welchem ein Druckmittel
in das Erdreich eingespült werden kann, während das Filterrohr 1 in das Erdreich eingebracht wird. Auf diese Weise wird das Einbringen
des Filterrohres wesentlich erleichtert und kann ohne den Einsatz großer Kräfte erfolgen.
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Claims (11)
1.) Filterrohr für Drainage zwecke mit einer Anzahl von im äußeren
Rohrmantel austretenden, über wenigstens einen Ablaufkanal im Rohr mit einer Saugquelle verbindbaren Öffnungen, dadurch
gekennzeichnet, daß im Rohr (1) wenigstens ein Spülkanal (3) ausgebildet ist, welcher vom Ablaufkanal (7) bezw.
den Ablaufkanälen vollkommen getrennt ist und am oder nahe dem einen Rohrende an eine Druckmittelquelle anschließbar ist, während
am oder nahe dem anderen Rohrende ein Druckmittelauslauf ausgebildet ist.
2. Filterrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bezw. jeder Spülkanal (j5) in der Wandung (4, 5) des Rohres (1)
ausgebildet ist und das Innere des Rohres den Ablaufkanal (7) bildet.
j5. Filterrohr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der bezw. jeder Spülkanal (3) innerhalb der Rohrwandung (4, 5) im wesentlichen in Längsrichtung des Rohres (1) verläuft und in
den Stirnflächen des Rohres beginnt und endet.
4. Filterrohr nach einem der Ansprüche 1, 2 oder ~53 dadurch
gekennzeichnet, daß in der Rohrwandung (4, 5) mehrere gleichmäßig über den Rohrumfang verteilte Spülkanäle (j5) ausgebildet sind.
5· Filterrohr nach einem der Ansprüche 1 TdIs 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wandung des Rohres (1) aus wenigstens zwei konzentrischen Rohrmänteln (4, 5) besteht, welche durch beiderseits
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der Spülkanäle (j5) verlaufende Trennwände (6) miteinander verbunden
ist, und daß in diesen Trennwänden die Öffnungen als radial verlaufende Durchbrüche (2) ausgebildet sind.
6. Filterrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 5* dadurch gekennzeichnet,
daß der bezw. jeder Ablaufkanal (7) am unteren Ende (8) verschlossen ist.
7· Filterrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß ein auf dem Rohr (1) montierbarer Anschlußkopf (9) vorgesehen ist, welcher aus einer abdichtend außen auf das Rohr
aufsetzbaren Außenkappe (10) und einem damit verbundenen und abdichtend in das Rohr einsetzbaren Innenrohr (11) besteht und daß
eine zwischen Außenkappe und Innenrohr ausgebildete Kammer (12) an eine Druckmittelquelle anschließbar ist.
8. Filterrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 7* dadurch gekennzeichnet,
daß es aus einzelnen durch Rohrverbinder (16) dicht miteinander verbundenen Rohrschüssen (15; 15) zusammengesetzt ist
und zwischen den Stirnflächen aufeinander folgender Rohrschüsse jeweils ein diese Stirnflächen zumindest im wesentlichen freilassendes
Abstandsstück (17) vorgesehen ist.
9. Filterrohr nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Abstandsstück aus einem im Vergleich zur Wandstärke des Rohres
(1) schmalen Ring (17) mit angeformter Innenmuffe (18) besteht, welche reichlich in beide Rohrschüsse (15; 15) in axialer Richtung
hineinragt.
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^ή ßß fi
sin
Andrejewsld, Honlce, Gesthuysen & Masch, Patentanwälte
-S-
- ψ-
10. Filterrohr nach Anspruch 9* dadurch gekennzeichnet, daß die
Innenmuffe (18) im unteren Bereich eines oberen Rohrschusses (15) z.B. mittels eines Klebemittels derart befestigt ist, daß der
schmale Ring (17) am Rohrende anliegt, und daß das unterhalb dieses schmalen Ringes befindliche Teil der Innenmuffe Außengewinde
aufweist und mit diesem in ein entsprechendes Innengewinde im oberen Bereich des unteren Rohrschusses (15) einschraubbar
ist.
11. Filterrohr nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrverbinder (1"6) an einem oberen Rohrschuß
(15) z.B. mittels eines Klebemittels befestigt ist und abdichtend mittels einer Verschlußeinrichtung mit einem unteren
Rohrschuß (15) verbunden ist.
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