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DE3330347A1 - Aus zwei getrennten rumpfteilen, einem steuerbord- und einem backbord-rumpfteil bestehendes schiff, insbesondere zum einfangen von oel auf wasseroberflaechen - Google Patents

Aus zwei getrennten rumpfteilen, einem steuerbord- und einem backbord-rumpfteil bestehendes schiff, insbesondere zum einfangen von oel auf wasseroberflaechen

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Publication number
DE3330347A1
DE3330347A1 DE19833330347 DE3330347A DE3330347A1 DE 3330347 A1 DE3330347 A1 DE 3330347A1 DE 19833330347 DE19833330347 DE 19833330347 DE 3330347 A DE3330347 A DE 3330347A DE 3330347 A1 DE3330347 A1 DE 3330347A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ship according
weir
ship
oil
aisle
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19833330347
Other languages
English (en)
Inventor
Manfred 2851 Hagen Krupsky
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19833330347 priority Critical patent/DE3330347A1/de
Publication of DE3330347A1 publication Critical patent/DE3330347A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B15/00Cleaning or keeping clear the surface of open water; Apparatus therefor
    • E02B15/04Devices for cleaning or keeping clear the surface of open water from oil or like floating materials by separating or removing these materials
    • E02B15/046Collection of oil using vessels, i.e. boats, barges
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B35/00Vessels or similar floating structures specially adapted for specific purposes and not otherwise provided for
    • B63B35/32Vessels or similar floating structures specially adapted for specific purposes and not otherwise provided for for collecting pollution from open water
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A20/00Water conservation; Efficient water supply; Efficient water use
    • Y02A20/20Controlling water pollution; Waste water treatment
    • Y02A20/204Keeping clear the surface of open water from oil spills

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Other Liquid Machine Or Engine Such As Wave Power Use (AREA)

Description

  • BEZEICHNUNG:
  • Mus zwei getrennten Rumpfteilen, einem Steuerbord- und einem Backbord-Rumpfteil bestehendes Schiff, insbesondere zum Einfangen von Öl auf Wasseroberflächen.
  • GEGENSTAND DER ERFINDUNG Gegenstand der Erfindung ist ein aus zwei getrennten Rumpfteilen, einem Steuerbord- und einem Backbord-Rumpfteil bestehendes Schiff, insbesondere zum Aufnehmen von Öl auf Wasseroberflächen.
  • STAND DER TECHNIK Zum aufnehmen von Öl von Wasseroberflächen ist es bekannt, an einem mit Öltanks versehenen zentralen Schiffsrumpf seitlich auslegerartige Schwimmkörper anzuordnen, die am Heck des zentralen Schiffskörpers seitlich angelegt sind und zum Absaugen von Ölfilmen gespreizt werden (US 33 48 69c). Ferner ist es bekannt, Ölsammelschiffe aus zwei Schiffsrumpfhälften zu bilden, die am Heck durch ein Gelenk miteinander verbunden sind und zum Aufnehmen von Öl um dieses Heckgelenk in Spreizstellung zueinander gebracht werden können. Durch das Spreizen der am Heck miteinander verbundenen Rumpfhälften gegeneinander ergeben sich, wie die Erprobung gezeigt hat, schwerwiegende Nachteile für die Manövrierfähigkeit, und es läßt sich nicht verhindern, daß selbst bei langsamer Fahrt das im Heckwinkel sich stauende Öl von dem dort vorgesehenen Schlicker nur teilweise aufgefangen wird, obwohl die beiden Schiffshälften einen geschlossenen Fangkeil bilden.
  • Darüber hinaus wird das Heckgelenk bei Fahrt oder Seegang ungewöhnlich hohen Kräften ausgesetzt, deren Beherrschung sowohl aus betrieblichen als auch aus baulichen Gründen praktisch mit befriedigendem Ergebnis nicht möglich ist.
  • L\UFGf\BE Der Erfindung liegt die aufgabe zugrunde, ein Schiff der eingangs bezeichneten Qrt zu schaffen, das sich durch gute Manövrierfähigkeit und vielseitige Verwendbarkeit, insbesondere zum Aufnehmen von Öl, auch in bewegter See, eignet.
  • LÖSUNG DER izUFGhBE Bei der Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von der Überlegung aus, daß es zum wirksamen und wirtschaftlichen hbschöpfen eines Ölfimes wichtig ist, eine übermäßige Stauung des Wassers zu vermeiden, indem man die Tauchtiefe der Staukörper der Stärke der jeweiligen Ölschicht anpaßt. Bei dem Einsatz der Wandungen zweier gespreizter Schiffshälften ist dies aber niht möglich, zumal die Tauchtiefe des Schiffes von der schwankenden Belastung abhängig ist. Bei der Stauung unnötig großer Wassermengen entsteht im Mbschöpfbereich ein starker Wasserschwall, durch weichen sich die Dicke der ursprünglich mit Öl behafteten Wasserschicht in unkontrollierbarer Weise erhöht. Das zwingt einerseits zur Übernahme unnötig großer Wassermengen und gewährleistet dabei gleichwohl kein zuverlässiges Auffangen, obwohl durch die Verwendung der beiden Schiffshälften mit ihrem großen Tiefgang erzwungen wird, daß alles Öl im Bereich der Öffnung dieses Fangraumes auch in den Fangraum gelangt.
  • ausgehend von diesen Beobachtungen und Überlegungen sind erfindungsgemäß bei einem geteilten Schiff der eingangs bezeichneten Mrt die beiden Rumpfteile durch ein Getriebe so miteinander verbunden, c daß die beiden Rumpfhälften eine an beiden Enden offene, vom Bug bis zum Heck durchgehende Schneise bilden, welche bei Vermeidung übermäßiger Wasserstauung ausgezeichnet als Ölfangschneise einsetzbar ist.
  • Beide Rumpfteile können in Kiellinie oder auch leicht gespreizt, eine nach Achtern sich verengende durchgehende Fangschneise bildend, fahren und sowohl bei kompakter als auch bei auseinandergefahrener Stellung verhältnismäßig schnelle Fahrt mit guten anövriereigenschaften machen.
  • Zum Aufnehmen des Öles kann ein beim auseinanderfahren der Rumpfteile vom einen zum anderen Rumpfteil sich erstreckendes, mit Schluckern zur Übernahme der gestauten Ölschicht verbundenes höhenverstellbares Stauwehr vorgesehen sein.
  • Dieses Stauwehr bildet vorzugsweise in seiner Arbeitsstellung einen nach voraus gerichteten Fangkeil, durch welchen die Ölschicht geteilt und getrennten Schluckern in den beiden Rumpfhälften zugeführt wird. Ein solches Stauwehr kann auf eine vom Tiefgang des Schiffes unabhängige Tauchtiefe, in Anpassung an die Stärke der Ölschicht eingestellt werden. Dadurch lassen sich übermäßige Stauungen und Wirbelbewegungen vermeiden und ein behutsames Abschöpfen der vorhandenen Ölschicht erreichen.
  • Zur Beseitigung von übernommenem Wasser sind in den Tanks zweckmäßig Steigrohre oder Pumpen vorgesehen, welche des am Tankgrund sich absetzende schwerere Wasser ableiten.
  • Um das Stauwehr bei Nichtgebrauch der korrodierenden Wirkung des Seewassers zu entziehen, kann es mit einer Einrichtung versehen sein, durch welche es zwischen einer Ruhestellung über dem Wasserspiegel und der eintauchenden Arbeitsstellung verstellbar ist.
  • Das Stauwehr selbst besteht zweckmäßig aus gegeneinander beweglichen Schwimmern, so daß es sich auf die Wellenform in der Fangschneise einstellen kann. Die einzelnen Glieder des Stauwehrs werden zweckmäigbeine durchgehende Rückenstütze schalten, welche zur Bildung des Fangkeiles aus einem Kniehebel besteht und zweckmäßig zusammen mit dem Stauwehr höhenverstellbar gelagert ist. Es kann aber auch höhenstarr mit den beiden Rumpfhälften verbunden und als Bestandteil des Schneisentriebes zum Auseinanderfahren der Rumpfhälften in die Fangstellung ausgebildet sein, da das Stauwehr in der aus dem Wasser hochgezogenen Ruhestellung dem Einfluß der Strömung entzogen wird und keiner Rückenstützung bedarf.
  • Dabei können die Schwimmer des Stauwehrs in einem verhältnismäßig leichten Käfig in Form eines Kniehebelgestelles höhen- und winkelbeweglich gelagert und untereinander durch gummielastische Brücken verbunden sein.
  • In seiner Arbeitsstellung ruht das Stauwehr auf Schwimmern, welche so ausgebildet und deren Auftrieb so veränderlich ist, daß sie, in
    U
    Schwimmerschachten
    der beiden Rumpfteile eine dem Tiefgang des Schiffes und der gewünschten Tauchtiefe des Stauwehrs entsprechende Höhenlage einnehmen.
  • Die Rumpfteile können mit ,iußennischen versehen sein, welche bei zusammengefahrenen Rumpfhälften das Stauwehr und Gestänge des Schneisentriebes aufnehmen.
  • Das Schneisengetriebe kann ferner so ausgebildet sein, daß seine Hydrauliktriebe an starr mit den Kniehebelarmen verbundenen Armen angreifen, die so bemessen sind, daß sie bei zusammengefahrenen Rumpfhälften mit ihrem Angriffsende in der Nische der nachbarlichen Hälfte liegen.
  • Sowohl die Schwimmerschächte als auch die Nischen sind zweckmäßig mit gummielastischen Randabdichtungen versehen, welche bei zusammengefahrenen Rumpfhälften sowohl die Schwimmerschächte als auch die Nischen gegen das kußenwasser abschließen, so daß das Mußenwasser aus diesen Räumen abgepumpt werden kann.
  • Bei der Hufnahme von Öl wird bei den bisher bekannten Ölfangschiffen beobachtet, daß altes und dadurch schweres Öl, meist in Fladen zusammengeballt, die Fanggeräte unterläuft. Diesem Mangel kann erfindungsgemäß dadurch abgeholfen werden, daß an oder vor dem Fanggerät Düsen angebracht werden, welche, in entsprechender Wassertiefe angeordnet, diese alten schwereren Ölfladen in den Fangbereich des Stauwehrs, vorzugsweise mit geneigter Strahlrichtung den Schluckern zutreiben.
  • Um trotz des stark schwankenden Einsatzes das für das Muffangen von Öl ausgerüstete Spezialschiff wirtschaftlich betreiben zu können, ist es von großer Bedeutung, daß das Schiff so ausgebildet ist, daß es nicht nur zum hufnehmen von Öl geeignet, sondern möglichst vielseitig verwendbar ist. Da das Schiff über besonders leistungsfähige Pumen verfügt, bietet es sich zunächst insbesondere zur Musrüstung als Feuerwehrschiff an. Zu diesem Zweck kann es zusätzlich zu den erforderlichen Feuerwehrgeräten auch mit einem Schaumstofftank versehen sein. Insbesondere im Hafen kann dann das Schiff sowohl zur Öl- als auch zur Feuerbekämpfung eingesetzt werden.
  • In ausgefahrenem Zustand bietet sich das neue Schiff ferner besonders zur Bildung von Behelfsbrücken an, indem die Schneise zwischen den beiden Rumpfhälften durch ein befahrbares Deck überbrückt und eine entsprechende Anzahl solchermaßen ausgerüsteter Schiffe zur Bildung der Behelfsbrücke aneinandergereiht wird. Ferner eignet sich der zwischen den beiden Rumpfhälften gebildete Schneisenraum gut zur Durchführung von Forschungs-, Tauch- und Hebezwecken.
  • BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN In der Zeichnung ist die Erfindung an mehreren Ausführungsbeispielen in schematischer Darstellung veranschaulicht. Es zeigt Fig. 1 in Draufsicht ein aus zwei Rumpfhälften bestehendes Schiff nach der Erfindung, in normaler Fahrstellung, Fig. 2 eine Einrichtung zum Verriegeln der Rumpfhälften in der normalen Fahrstellung, Fig. 3 in Draufsicht das Schiff nach Fig. 1 mit auseinandergestellten Rumpfhälften und einer Einrichtung zum Aufnehmern von Öl auf der Wasseroberfläche, in einer ersten Ausführungsform, Fig. 4 einen Querschnitt nach der Linie IV/IV der Fig. 3, Fig. 5 eine Seitenansicht zu Fig. 4, Fig. 6 eine Seitenansicht der gesamten BB-Rumpfhälfte, in Pfeilrichtung VI der Fig. 3 gesehen, Fig. 7 Draufsicht eines Schiffes wie in Fig. 3, jedoch mit Spreizstellung der Rumpfhälften und anderer Ausführungsform der Ölfangeinrichtung, Fig. 8 eine Seitenansicht der BB-Rumpfhälfte in Fig. 7, Fig. 9 Querschnitt durch eine Abdichtung der Rumpfhälften gegen das Außenwasser in normaler Fahrstellung, Fig. 1o in größerem Maßstab eine schematische Darstellung des Stauwehres in frontaler Teilansicht, Fig. 11 eine schematische Seitenansicht zu Fig. 10, Fig. 12 eine der beiden Rumpfhälften mit Sammeltanks zum drucklosen Füllen, Fig. 13 eine der beiden Rumpfhälften mit Sammeltanks zum Füllen unter Druck, Fig. 14 Draufsicht auf eines der Schneisengetriebe zur Verstellung der beiden Rumpfhälften, in normaler Fahrstellung, Fig. 15 das Getriebe nach Fig. 14 in auseinandergefahrener Stellung der beiden Rumpfhälften, Fig. 16 in Draufsicht eine Ausführungsform der Qfangeinrichtung nach Fig. 3, in Ruhestellung, mit Verstaunische im Schnitt, Fig. 17 die Ölfangeinrichtung nach Fig. 16 in Arbeitsstellung, Fig. 18 Draufsicht auf das Schiff mit auseinandergefahrenen Rumpfteilen und die Schneise überbrückendem Deck, und Fig. 19 Draufsicht auf eine aus vier Schiffen gebildete Behelfsbrücke.
  • Das in der Zeichnung dargestellte Schiff besteht aus zwei getrennten Rumpfteilen, einem Steuerbord-Teil 1 und einem Backbord-Teil 2. Die beiden Rumpfteile sind durch Getriebe, auch als Schneisengetriebe bezeichnet, gegeneinander verstellbar.
  • Dieses Getriebe besteht aus Kniehebeln mit hydraulischem Antrieb zum Verstellen aus der normalen Fahrstellung nach Fig. 1 in die auseinandergefahrene Stellung nach Fig. 3, bzw. Fig. 7, in welcher die beiden Rumpfhälften zwischen sich eine Schneise F bilden.
  • Das Schneisengetriebe besteht aus mehreren, synchron arbeitenden Kniehebeln 3,4 mit Kniegelenk 5 und Lagern 6,7 der beiden Kniehebelarme an den einander gegenüberliegenden Rumpfhälften. Zur Verstellung sind hydraulische Linearkolbengetriebe 8 vorgesehen. Jeder der Kniehebelarme besteht, wie Fig. 3 zeigt, aus zwei im Kniegelenk 5 miteinander verbundenen Schenkeln, die zur Erhöhung der Stabilität, wie aus Fig. 6 erkennbar ist, jeder für sich ein trapezförmiges Gestänge bilden. Die Lager 6,7 der Kniehebel sind in Nischen der Rumpfhälften angebracht, welche die Kniehebel in der zusammengefahrenen Stellung aufnehmen. Die zum antrieb dienenden Linearkolbengetriebe 8 greifen, wie in Fig. 6 angedeutet, an den oberen Schenkelteilen der Kniehebel an. Das ganze Getriebe kann über dem Wasserspiegel W angeordnet sein.
  • Zur Sicherung in normaler Fahrstellung sind Verriegelungen 9,10 mit hydraulisch betätiqtem Spannkeil 11 vorqesehen, vgl. Fig.2 . Die Kniehebel 3,4 werden dabei von4Nischen 12,13 aufgenommen.
  • Beide Rumpfhälften werden getrennt angetrieben. Die Maschinenräume mit Hauptmaschine 14 und Stromversorger 15 sind in den Heckteilen untergebracht. Die Schiffskommandobrücke 16 mit ihren Einrichtungen kann, wie in Fig. 6 veranschaulicht, auf einem der beiden, zum Beispiel dem Backbord-Rumpfteil 2 angebracht werden. Durch unordnung von Bugstrahlrudern 17,18 wird die Manövrierfähigkeit und Seetüchtigkeit des Schiffes wesentlich erhöht. Der Laderaum der Rumpfhälften ist durch Schotten 19 unterteilt.
  • Das oben beschriebene Doppelrumpfschiff kann so ausgerüstet sein, daß es wahlweise, wechselweise oder gegebenenfalls auch gleichzeitig für verschiedene Zwecke eingesetzt werden kann. Im folgenden soll zunächst seine ausrüstung und sein Einsatz zum aufnehmen von Öl auf Wasseroberflächen beschrieben werden.
  • Zum Aufnehmen von Öl fährt das Schiff zunächst in zusammengefahrenem Zustand zur Einsatzstelle. Dort werden die beiden Rumpfhälften zur Bildung der Schneise F, die bei diesem Einsatz als Fangschneise dient, auseinandergefahren. Das in die Schneise einströmende Öl wird durch ein im Heckbereich angeordnetes Stauwehr 20, 21 abgefangen und über Schlucker 22,23 in Gestalt von Muffangschächten Pumpen 24 zugeführt, welche es in Ölsammeltanks 25 fördern.
  • Das Stauwehr besteht aus einer Kette von Schwimmern 26 mit aus Faltengummi bestehenden Verbindern 27, vgl. Fig. 10, die sich, den Wellenbergen und Wellentälern folgend, so zueinander einstellen können, daß das Stauwehr im wesentlichen über seine ganze Ausdehnung gleichbleibend tief eintaucht. Diese Eintauchtiefe T kann durch Einstellung der Lager 28,29 der jeweiligen Stärke der aufzunehmenden Öl-Wasserschicht angepaßt werden. Zur Lagerung sind in Schwimmerschächten 30,31 der beiden Rumpfhälften Schwimmkörper 32 vorgesehen, welche durch unterschiedliche Belastung auf verschiedene, der gewünschten Tauchtiefe T des Stauwehres entsprechende Tauchtiefen T' justiert werden. Das Kniegelenk 5 des Stauwehrs besteht, wie die Verbinder 27, aus einer gummielastischen Gelenkverbindung der beiden Stauwehrhälften, 20 und 21.
  • Die Schwimmer 26 des Stauwehres sind in einem kniehebelartigen Gestell 20',21' gelagert, dessen beide Hälften durch das gummielastische Kniegelenk 5 miteinander verbunden sind.
  • Die schachtförmigen Schlucker 22,23 sind über rechteckige Fenster 33 mit den Schwimmerschächten 30,31 verbunden, die Schwimmerschächte ihrerseits durch Fenster 34, im folgenden Schneisenfenster genannt, zur Schneise F geöffnet.
  • Diese Schneisenfenster werden unten zum Teil, je nach dem Tiefgang des Schiffes und der gewünschten Tauchtiefe des Stauwehres, durch die als Lager für das Stauwehr dienenden Schwimmkörper 32 verschlossen. Dabei dient die profilierte Oberseite der Schwimmkörper als Überlauf 35 zu den Schlukkern.
  • Das Stauwehr bildet mit seinen beiden Hälften einen nach voraus gerichteten Fangkeil, durch welchen zwei gegeneinander divergierende Fangströmungen von der Mitte der Schneise zu den Schluckern erzwungen werden.
  • Insbesondere aus Fig.
    1 1oSerkennbar ict,
    daß das Stauwehr unten mit einem schöpflöffelartigen Vorsprung 36 versehen ist, der das aufnehmen des Ölfilmes und seine ableitung zu den Schluckern begünstigt. In diesem Vorsprung sind überdies Düsen 37 angebracht, welche über eine Leitung 38 an eine Druckmittelquelle (in der Zeichnung nicht dargestellt) angeschlossen und so ausgerichtet sind, daß sie das vor bzw. * über ihnen befindliche Öl mit aufwärts gerichteter Strahlkomponente den Schluckeröffnungen 33 bzw. 34 zutreiben.
  • In Fig. 4,5,10 und 11 ist eine Ausführungsform dargestellt, in welcher das Stauwehr aus einer Arbeitstellung mit der Tauchtiefe T in eine Nichtgebrauchsstellung über den Wasserspiegel W hochgezogen werden kann. Zu diesem Zweck sind an beiden Hälften des Stauwehres Motoren 39 mit Ritzeln 40 angebracht, welche in eine vertikale Zahnstange 41 greifen und bei Einschaltung der Kupplung 42 das Ritzel antreiben. Die Schwimmerschächte 30,31 sind durch Dichtungen 42 zwischen den Schwimmern und der inneren Wandung der Schwimmerschächte abgedichtet, so daß die Verbindung von der Außenseite zu den Schluckern ausschließlich durch die Überläufe 35 zustande kommt.
  • In Fig. 7 ist eine AusFührungsform dargestellt, in welcher die beiden Rumpfteile 1,2, eine nach achtern sich verengende durchgehende Schneise F bildend, zugleich querverstellbar und winkelverstellbar sind. Dadurch wird die Breite 8 des durch die Fangschneise erfaßten Ölfilmbereiches vergrößert. Beim Navigieren wird je nach den vorliegenden Verhältnissen ein mehdoder weniger großes Spreizen der beiden Schiffshälften gegeneinander möglich. Zur weiteren Verbreiterung des erfaßten Bereiches kann der Bug jedes Rumpfteiles, wie in Fig. 7 durch Strichlinien veranschaulicht ist, nach außen geschwenkt werden.
  • Um dem Stauwehr, insbesondere in seinem Gelenkbereich, den nötigen Halt zu geben, ist in der husführungsform nach Fig. 3 ein Zügel 44 vorgesehen, der bei 45 am Stauwehr angreift und das Wehr in im wesentlichen horizontaler Lage hält. In der Musführungsform nach Fig. 7 (vgl. buch Fig. 10) dient als Rückenstütze für das Stauwehr der Kniehebel 3,4 des hinteren Schneisengetriebes. Beim Hochfahren des Stauwehres in die Nichtgebrauchsstellung verharrt das Schneisengetriebe in seiner Position, so daß sich das Stauwehr beim Hochfahren in die Nichtgebrauchsstellung, wo es den Strömungskräften des Wassers nicht mehr ausgesetzt ist, relativ zum Schneisengetriebe bewegt.
  • Um die Aufnahmekapazität des Schiffes beim Ölfang zu verbessern, kann das in den Ölsammeltanks sich unten absetzende Wasser verworfen werden, bei drucklosem Füllen durch Pumpen 47 (vgl. Fig. 12), bei Füllen unter Druck durch Steigrohre 48 (vgl. Fig. 13).
  • Wie in Fig. 14 und 15 veranschaulicht, können die Linearkolbengetriebe des Schneisengetriebes zusammen mit den Kniehebeln an der Schiffsaußenseite untergebracht werden, der Art, daß sie in der eingefahrenen Stellung von den Nischen 9,10 aufgenommen werden. Die Hydraulikgetriebe können dabei an Schwenkarmen 49 angreifen, welche in der eingsfahrenen Stellung in die Nische der gegenüberliegenden Rumpfhälfte ragen.
  • Nischen und Fenster werden in der zusammengefahrenen Stellung der Rumpfhälften, wie in Fig. 9 veranschaulicht, nach außen durch eine Gummidichtung So,51 verschlossen.
  • Das in auseinandergefahrener Stellung eingedrungene Wasser bzw. Öl wird in der geschlossenen Stellung durch die Pumpen 24 und weitere Hilfspumpen (in der Zeichnung nicht dargestellt) entfernt.
  • Das Schiff wird, wie bereits oben ausgeführt, auch für andere hufgabengebiete eingesetzt, beispielsweise als Feuerwehrschiff, zu Forschungszwecken oder Taucherarbeiten, insbesondere im Schneisenbereich zwischen den beiden Rumpfhälften, ferner zu Hebearbeiten, als Tonnenleger oder im Bundeswehrbereich. Fig. 18 zeigt in schematischer Darstellung eine Draufsicht auf das Schiff mit aufgebrachtem Schneisendeck 52, Fig. 19 den Einsatz mehrerer Schiffe zur Bildung einer Behelfsbrücke durch Hintereinanderkopplung. Dabei werden in Strömungsbereichen des Gewässers die Bugstrahlruder 17,18, wie in Fig. 19 veranschaulicht, eingesetzt.
  • BEZUGSZEICHENLISTE B größte Breite der Schneise F Schneise T Tauchtiefe des Stauwehrs 20,21 T1 Tauchtiefe der Stauwehrlager W Wasserspiegel 1,2 Rumpfteile 3,4 Kniehebel 5 Kniegelenk 6,7 Lager von 3,4 8 Linear-Kolbentriebe für 3,4 9,10 Verriegelungen 11 Spannkeil 12,13 Nischen für 3,4 14 Hauptmaschine 15 Stromerzeuger 16 Schiffskommandobrücke 17,18 Bugstrahlruder 19 Schotten 20,21 Stauwehr 20ß,211 Gestell von 20,21 22,23 Schlucker 24 Pumpen 25 Ölsammeltanks 26 Schwimmer 27 Verbinder von 26 Lager Lager von 20,21 30,31 Schwimmerschächte 32 Schwimmkörper 33 Fenster von 22,23 34 Fenster von 30,31; Schneisenfenster 35 Überlauf 36 schöpflöffelartiger -Vorsprung von 20,21 37 Düsen 38 Leitung 39 Motoren 40 Ritzeln 41 Zahnstange 42 Kupplung 43 Dichtung 44 Zügel 45 Zügelangriff 47 Pumpen 48 Steigrohre 49 Schwenkarme für 3,4 50,51 Gummidichtung 52 Schneisendeck - Leerseite -

Claims (31)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Aus zuei getrennten, gegeneinander verstellbaren Rumpfteilen, einem Steuerbord- und einem Backbord-Rumpfteil bestehendes Schiff, insbesondere zum Aufnehmen von Öl auf Wasseroberflächen, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Rumpfteile (1,2), eine vom Bug bis zum Heck durchgehende Schneise (F) bildend, gegeneinander querverstellbar sind.
  2. 2. Schiff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Rumpfteile (1,2), eine nach achtern sich verengende durchgehende Schneise (F) bildend, zugleich quer-und winkelverstellbar sind.
  3. 3. Schiff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Schneise eine Ölfangeinrichtung vorgesehen ist.
  4. 4. Schiff nach lìnspruch 3, gekennzeichnet durch ein beim Auseinanderfahren der Rumpfteile die Schneise (F) mit einer zumindest der Ölschichtstärke entsprechenden Tauchtiefe (T) sperrendes Stauwehr (20,21).
  5. 5. Schiff nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Stauwehr mit Schluckern (22,23) zur Übernahme der gestauten Ölschicht verbunden ist.
  6. 6. Schiff nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Stauwehr (20,21) in Arbeitsstellung einen nach voraus gerichteten Fangkeil bildet.
  7. 7. Schiff nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlucker (22,23) aus M'uffangschächten bestehen, die über Pumpen (24) mit Ülsammeltanks (25) in beiden Rumpfhälften verbunden sind.
  8. 8. Schiff nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, durch welche das am Grund der Ölsammeltanks sich absetzende Wasser abgeleitet wird.
  9. 9. Schiff nach aspruch 8, gekennzeichnet durch Steigrohre (48), über welche das am Tankgrund sich absetzende Wasser durch Überdruck im Tank ausgetrieben wird.
  10. 10. Schiff nach einem der Ansprüche 3 bis 9, gekennzeichnet durch ein zwischen einer Außerbetriebstellung über dem Wasserspiegel (w) und der eintauchenden Arbeitsstellung verstellbares Stauwehr.
  11. 11. Schiff nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Stauwehr (21,22) aus gegeneinander beweglichen Schwimmern (26) besteht.
  12. 12. Schiff nach einem der Ansprüche 3 bis 11, gekennzeichnet durch eine durchgehende Rückenstütze für das gegliederte Stauwehr (20,21).
  13. 13. Schiff nach aspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückenstütze aus einem Kniehebel besteht.
  14. 14. Schiff nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückenstütze (2c',21t) aus einem die Schwimmer des Stauwehrs aufnehmenden Gestell besteht.
  15. 15. Schiff nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwimmer (26) des Stauwehrs (20,21) in einem Käfig (Kniehebelgestell 20',21') höhen- und winkelbeweglich gelagert sind.
  16. 16. Schiff nach aspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwimmer (26) untereinander durch gummielastische Brücken (Verbinder 27) verbunden sind.
  17. 17. Schiff nach einem der Ansprüche 3 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Stauwehr (20,21) in seiner Arbeitsstellung auf Schwimmkörpern (32) ruht, welche in Schwimmerschächten (30,31) der beiden Rumpfteile eine dem Tiefgang des Schiffes und der gewünschten Tauchtiefe (T) des Stauwehrs entsprechende Höhenlage einnehmen.
  18. 18. Schiff nach einem der Ansprüche 3 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Rumpfteile mit Außennischen zur Aufnahme des Stauwehres (20,21) versehen sind.
  19. 19. Schiff nach einem der Ansprüche 4 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß Unterwasserdüsen (37) vorgesehen sind, welche insbesondere älteres, schwereres Öl den Schluckern (22,23) zutreiben.
  20. 20.- Schiff nach einem der Ansprüche 3 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß es am Bug mit in hrbeitsstellung zur Schneise leitenden Hilfsfangflächen versehen ist.
  21. 21. Schiff nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Bug jedes Rumpfteiles nach außen schwenkbar ist.
  22. 22. Schiff nach einem der Ansprüche 3 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwimmerschächte (30,31) und Nischen (12,13) sowie Schlucker (22,23) mit gummielastischen Randabdichtungen (50,51) versehen sind.
  23. 23. Schiff nach einem der Ansprüche 3 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die als Auflager für die Stauwehrlager dienenden Schwimmkörper (32) als Überlauf (35) zu den Schluckern (22,23) dienen.
  24. 24. Schiff nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß es mit Außennischen zur Aufnahme der Schneisengetriebe (3,4,5) versehen ist.
  25. 25. Schiff nach aspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Gestänge (3,4,5) der Schneisengetriebe sowohl als auch ihre Hydraulik oder ihr sonstiger Antrieb (Linearkolbentriebe 11) in den Außennischen untergebracht sind.
  26. 26. Schiff nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestänge des Schneisengetriebes aus Kniehebeln (3,4) besteht.
  27. 27. Schiff nach Anspruch 26, dadurch gekennzeictnet, daß Hydrauliktriebe an starr mit den Kniehebelarmen (3,4) verbundenen Schwenkarmen (49) angreifen, die so bemessen sind, daß sie bei zusammengefahrenen Rumpfhälften mit ihrem Angaffsende in der Nische der nachbarlichen Rumpfhälfte liegen.
  28. 28. Schiff nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Rumpfhälften (1,2) in auseinandergefahrener Stellung durch ein die Schneise überbrückendes Schneisendeck (52) miteinander verbindbar sind.
  29. 29. Schiff nach einem der Ansprüche 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß es mit Schiffen gleicher hrt zur Bildung von Behelfsbrücken (53) koppelbar ist.
  30. 3c. Schiff nach einem der ansprüche 1 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneise (E,F') für Tauch- und Hebezwecke herrichtbar ist.
  31. 31. Schiff nach einem der Ansprüche 1 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß es als Feuerwehrschiff herrichtbar ist.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2808497A1 (fr) * 2000-05-05 2001-11-09 Francois Leroy Unite autonome de recuperation et de stockage d'hydro carbures lourds en mer, au large des cotes
FR2816911A1 (fr) * 2000-11-21 2002-05-24 Maurice Guilbon Petrolier recuperateur de nappes d'hydrocarbures en mer. toutes densites
CN111827228A (zh) * 2020-07-22 2020-10-27 韩普阳 一种基于小模块海上水污染的环保治理装置

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