DE3329800C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Einrichtung zur Drehzahlregelung
bei einer Brennkraftmaschine mit Selbstzündung nach der Gattung des
Hauptanspruchs. Eine solche Einrichtung ist aus der DE-OS 31 30 080
bekannt. Es handelt sich dabei um einen Diesel-Leerlaufregler.
Dieselmotoren haben im Vergleich zu Benzinmotoren eine Reihe unterschiedlicher
Eigenschaften. Fahrzeuge, in die Dieselmotoren eingebaut
sind, weisen daher gegenüber Fahrzeugen mit Vergaser- oder Einspritzmotoren
in mancher Hinsicht ein unterschiedliches Verhalten
auf. Läßt beispielsweise der Fahrer das Fahrpedal plötzlich los,
so sinkt die Drehzahl des Motors, also der Brennkraftmaschine,
verhältnismäßig schnell ab. Der Effekt des
plötzlichen Loslassens des Fahrpedals wird Sturzgas
genannt. Ein Loslassen des Fahrpedals sofort nach dem
Kaltstart bringt einen stärkeren Drehzahlabfall mit sich.
Nach dem Loslassen des Fahrpedals muß die Brennkraftmaschine
mit Hilfe eines Leerlaufreglers auf Leerlauf
geregelt werden. Dieselmotoren mit größerer Zylinderzahl
- sechs und mehr Zylinder - stellen den zugehörigen
Leerlaufregler bei Sturzgas - also beim Loslassen des
Fahrpedals - unmittelbar nach dem Kaltstart infolge der
großen inneren Reibung in der Maschine vor einen steilen
Drehzahlabfall. Es besteht deshalb die Gefahr, daß die
Drehzahl unzulässig weit unterschnitten wird. Man spricht
hier von einer Drehzahlunterschneidung.
Nach dem Start in der Kaltphase können Zündaussetzer vorkommen.
Solche Zündaussetzer führen zu einem Drehzahlabfall.
Der Leerlaufregler reagiert auf einen Drehzahlabfall sofort
mit einer Anhebung der Drehzahl. Eine Reihe von Zündaussetzern
vor allem in der Kaltphase können daher zu einem
sehr unruhigen Lauf der Maschine führen.
Mit den bisher üblichen Leerlaufreglern konnte eine
optimale Regelgüte nicht erreicht werden. Die Leerlaufregler
konnten nicht unterscheiden zwischen dem Problem
eines raschen Abfangens der Drehzahl bei Sturzgas und dem
Problem einer Unempfindlichkeit gegen Zündaussetzer. Die
beiden genannten sich widersprechenden Forderungen hätten
einen Kompromiß erfordert, der bisher nicht erreicht wurde.
Die geschilderten Vorgänge führen vielmehr aufgrund der
Parameter zu einem Überschwingen insbesondere im Zusammenhang
mit den Zündaussetzern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zur Drehzahlregelung
zu schaffen, die sowhl bei Sturzgas als auch bei Zündaussetzern
eine optimale Regelgüte erreicht.
Mit der erfindungsgemäßen Einrichtung kann eine höhere Regelgüte
durch ein rasches Stabilisieren der Drehzahl bei Sturzgas einerseits
und durch ein gut gedämpftes Einschwingen bei Zündaussetzern andererseits
erreicht werden. Dazu arbeitet die erfindungsgemäße Einrichtung
in vorteilhafter Weise mit einem dynamsichen Regler, der
zum Abfangen der Drehzahl mit einer hohen Verstärkung arbeitet, der
aber sofort nach dem Abfangen mehr und mehr gedämpft wird. Ein weiterer
Vorteil ist die niedrige Grundverstärkung, deren Wert im Bereich
des mechanischen Grundreglers liegt; das System ist damit im
stationären Betrieb weitgehend unempfindlich gegenüber Aussetzern.
Schließlich ist von Vorteil, daß Schwellwerte in den Endbereichen
der Regelkennlinie eine unnötige Reaktion des Reglers auf ungleichförmigkeiten
der Drehzahl verhindern.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des
im Hauptanspruch angegebenen Systems möglich. Statt des
bisher üblichen linearen D-Teils enthält das System einen
erhöhten Regler-D-Teil, der aber erst ab einem vorgebbaren
Schwellwert für die Regelabweichung eingreift. Die Schwelle
sorgt dafür, daß die hohe dynamische Verstärkung nicht
schon bei einem unruhigen Verlauf des Drehzahlsignals
wirkt. In vorteilhafter Weise kann daher das Einschwingen
bei Sturzgas schon nach dem Kaltstart besser gedämpft
werden.
Weiter kann aus dem Gradienten des Drehzahlsignals
schwer entnommen werden, ob ein Drehzahlabfall durch
Sturzgas oder durch einen Zündaussetzer verursacht
wurde, ob also der Regler sehr schnell reagieren soll
oder nicht. Im Fall des Sturzgases muß eine hohe Verstärkung
eingestellt werden, im Fall eines Zündaussetzers
soll eine Verstärkungsänderung möglichst stark
gedämpft werden. Das Erkennen von Sturzgas und das
zugehörige Einstellen einer hohen Verstärkung geschieht
in vorteilhafter Weise dadurch, daß die Verstärkung des
Reglers von der einem Sturzgas vorausgehenden Drehzahlsteigerung
angehoben wird. Zu Beginn des Sturzgases
ist die Leerlaufregelung noch nicht in Eingriff. Die
Verstärkung des Reglerverstärkers wird von der Ausgangsspannung
der Drehzahlauswertestufe zu höheren Werten
gesteuert. Der Vorteil einer weiteren Ausgestaltung der
Erfindung ist, daß bei einem Drehzahlabfall, also bei
Sturzgas, die Verstärkung dann aber nicht ebenso schnell
wieder zurückgeht, sondern nach einer vorgegebenen Zeitfunktion
verzögert. Der Vorteil einer weiteren Ausbildungsform
der Erfindung ist, daß die Anhebung der Verstärkung
erst oberhalb eines vorgegebenen Schwellwerts bewirkt
wird. Dies verhindert, daß ein bereits ungleichförmiger
Drehzahlverlauf oder leichte Zündaussetzer eine Unruhe
in den Regelkreis bringen können.
Wenn der Ausgang des Reglers durch eine große und
schnelle Pegelabweichung an einen Anschlag gerät, ergibt
sich ein Sättigungsverhalten des Reglers. Der Regler kann
dann nicht sofort wieder in die entgegengesetzte Richtung
zurücksteuern, wegen des Ausfalls einer Regelfunktion
tritt daher ein starkes Überschwingen auf. Nach einer
weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird
deshalb bei einem Unterschreiten einer unteren Begrenzungsschwelle
durch die Reglerausgangsspannung der
Regler mittels einer sich automatisch zuschaltenden
Rückkopplung begrenzt. Der Regler kann jetzt ohne Totzeit
reagieren, weil der Reglereingang entsprechend
dem PI-Teil nicht erst langsam aus der Sättigung herauswandern
muß, bis er den aktuellen Arbeitspunkt
erreicht. In vorteilhafter Weise wird auch eine obere
Begrenzung eingeführt, die verhindert, daß der Reglerausgang
zu spät aus dem oberen Anschlag zurückkehrt.
Dies würde sonst ebenfalls zu einem starken Überschwingen
führen. Ein weiterer Vorteil ist, daß für die Schwelle
statt einer festen Diodenschwelle ein Transistor verwendet
wird. Dies bewirkt, daß die Schwelle schwimmend
ist. Dadurch wird der I-Regler begrenzt und die
P-Verstärkung abgeschwächt. Es ist daher ohne weiteres
möglich zu berücksichtigen, daß der Drehzahl-Sollwert
oder der Eingang des Verstärkers auf unterschiedliche
Werte angehoben wird.
Schließlich erfolgt bei der Anhebung des Sollwerts
in vorteilhafter Weise die Mitnahme des Sollwerts mit
Verzögerung. Es wird damit verhindert, daß der Sollwert
bei einem kurzen Überschwingen immer wieder mit angehoben
wird. Der Einschwingvorgang würde sonst unruhiger
verlaufen und länger andauern.
Das erfindungsgemäße Drehzahlregelsystem umfaßt somit
einen Regler, der während eines Drehzahlabfalls eine
hohe dynamische Verstärkung hat, der nach dem Abfangen
der Drehzahl, oder nach einem Sturzgas noch während der
Unterschneidung, eine absinkende Verstärkung aufweist
und der im statischen Fall nur noch eine niedrige
Grundverstärkung aufweist. Trotzdem werden alle Laständerungen
problemlos ausgeregelt. Von besonderem Vorteil
ist, daß die Regelparameter sich den wechselnden
Betriebsbedingungen anpassen und daher keine zusätzlichen
Sensoren, beispielsweise für die Maschinentemperatur,
in das System eingeführt werden müssen. Die durch einen
Schwellwert geschaffene Unempfindlichkeitszone verhindert
ein unnötiges Anregen des Regelkreises bei einer Ungleichförmigkeit
der Maschinendrehzahl.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Fig. 1 zeigt im wesentlichen alle Ausführungsbeispiele
des erfindungsgemäßen Drehzahlregelsystems in
einem Blockschaltbild vereinigt, in Fig. 2 ist ein
bekanntes Regelsystem dargestellt, in das ein Vorschlag
der Erfindung mit eingearbeitet ist, Fig. 3 zeigt eine
erste Variante, Fig. 4 eine zweite und Fig. 5 eine
dritte Variante der Erfindung.
Fig. 1 zeigt in einem Blockschaltbild wesentliche
einzelne Ausführungsbeispiele der Erfindung. Dabei wird
auf die eingangs genannte Druckschrift Bezug genommen.
Um Wiederholungen zu vermeiden, werden nach einer kurzen
Einführung nur die Unterschiede der Erfindung gegenüber
dem in der obengenannten Druckschrift vorgestellten
Gegenstand beschrieben. Dies gilt dann auch für den Stromlaufplan
nach Fig. 2.
Bei einer rein mechanischen Drehzahlregelung ist eine
Regelstange auf die Stellung eingeregelt, bei der die
Fliehkraft von Fliehgewichten und die Federkraft einer
Leerlauffeder im Gleichgewicht sind. Bei einer elektronischen
Leerlaufregelung, wie sie der Erfindung zugrunde
liegt, wirkt zusätzlich zur Leerlauffederkraft
die Kraft eines Elektromagneten in einem elektromagnetischen
Stellwerk 20 gegen die Fliehkraft, so daß
bei einer Erregung des Magneten die Regelstange zusätzlich
in Richtung auf eine Kraftstoffmehrmenge verstellt
wird. Kernstück der Anordnung nach Fig. 1 ist
ein PID-Regler 25, dessen Ausgang 26 über ein UND-Gatter
27 auf eine Signalendstufe 28 und schließlich auf die
Erregerwicklung des elektromagnetischen Stellwerks 20
einwirkt. Ein Eingang 30 des PID-Reglers 25 ist mit
einem Subtraktionspunkt 32 gekoppelt, dem sowohl Drehzahlsignale
n von einem Drehzahlgeber 11 als auch das
Ausgangssignal einer Drehzahlsollwertstufe 33 zugeführt
werden. Diese Drehzahlsollwertstufe 33 umfaßt eine
Drehzahlbereichserkennungsstufe 34 und einen Sollwertfunktionsgenerator
35. Über einen zweiten Steuereingang
31 des PID-Reglers 25 läßt sich der P-Anteil des Reglers
drehzahlabhängig verstellen. Hierzu dient ein Drehzahlschwellwertschalter
37 mit einer nachfolgenden P-Wert-Steuerstufe
38. Damit erhält der PID-Regler 25 eine
nichtlineare P-Verstärkung. Bei großen Regelabweichungen,
die beim Sturzgas bei einer zu geringen Motordrehzahl
auftreten, wird damit eine größere P-Verstärkung des
Reglers wirksam. Eine Einschaltsteuerstufe 40 dient
dazu, daß das elektromagnetische Stellwerk, das bei
seiner Erregung eine Mehrmenge an Kraftstoff liefert,
nur oberhalb eines bestimmten Drehzahlwerts einschaltbar
ist. Dieser Drehzahlwert liegt unterhalb des
Arbeitsbereichs im Bereich der Unterschneidung. Die
Funktion dieses bekannten Teils des erfindungsgemäßen
Drehzahlregelsystems ist in der obengenannten Druckschrift
bereits geschildert.
Das Drehzahlregelsystem nach Fig. 1 umfaßt weiter in
einer Variante I ein Differenzierglied 111, dessen
Eingang mit dem Ausgang des Drehzahlschwellwertschalters
37 und dessen Ausgang mit einem weiteren Eingang 112
des PID-Reglers 25 verbunden ist. In einer zweiten
Variante II ist eine Drehzahlschwellwertstufe 113 vorgesehen,
deren Eingang am Ausgang des Drehzahlgebers 11
liegt. Weiter ist eine Verstärkungsverzögerungsstufe 114
vorgesehen, deren Eingang am Ausgang der Drehzahlschwellwertstufe
113 und deren Ausgang an einem vierten Eingang
115 des PID-Reglers 25 liegt. In einer dritten Variante
III ist in das Drehzahlregelsystem eine zweiseitig
wirkende Begrenzungsstufe 116 eingefügt, sie liegt
parallel zur Rückkopplung des Regelverstärkers 25 zwischen
dem Ausgang zum UND-Gatter 27 und dem Subtraktionspunkt 32.
Die drei genannten Varianten sind in ihrer Funktion im
einzelnen im folgenden beschrieben, die vierte Variante
ist in Verbindung mit Fig. 2 erwähnt.
Fig. 2 zeigt den Stromlaufplan des eingangs erwähnten
bekannten Systems in Verbindung mit der vierten Variante
der Erfindung. Hinter den Vorwiderstand 53 ist zwischen
die Basis des Emitterfolgertransistors 52 und Masse ein
Kondensator 117 gelegt.
Die Ausgangsspannung am Emitter des Emitterfolgers 52
fährt der über den Vorwiderstand 53 eingegebenen Drehzahlspannung
an sich nach. Mit Hilfe des Kondensators
117 wird in Verbindung mit dem Vorwiderstand 53 ein
RC-Glied geschaffen, das bewirkt, daß bei der Anhebung
des Drehzahl-Sollwerts die Mitnahme des Sollwerts nur
mit einer Verzögerung erfolgt. Damit wird verhindert,
daß der Sollwert bei kurzen Überschwingern immer wieder
mit angehoben wird.
Die übrigen Schaltelemente der Fig. 2 und die Funktion
des Systems werden, wie erwähnt, zum Vermeiden einer
Wiederholung hier nicht beschrieben.
In Fig. 3 sind wesentliche Teile der ersten Variante I
gezeigt. Das Differenzierglied 111 umfaßt die Serienschaltung
einer Diode 118, eines Kondensators 119 und
eines Widerstands 120. Das freie Ende der Diode 118 ist
an den Drehzahlgeber 11 angeschlossen, das freie Ende
des Widerstands 120 an den invertierenden Eingang
des Operationsverstärkers 57. An den Verbindungspunkt
zwischen der Diode 118 und dem Kondensator 119 ist
weiter ein Widerstand 121 angeschlossen, dessen freies
Ende am Emitter des Emitterfolgertransistors 52 liegt.
Gegenüber dem Blockschaltbild nach Fig. 2 sind der
Widerstand 67 und der Kondensator 66 weggelassen.
Die Diode 118 liefert einen Schwellwert. Wenn die
Ausgangsspannung des Drehzahlgebers n, also die Ist-Drehzahl,
den gesteuerten Sollwert aus der Drehzahl-Sollwertsteuerschaltung
52 um den Schwellwert der Diodenspannung
unterschreitet, gelangt das differenzierte Drehzahlsignal
auf den invertierenden Eingang des Regelverstärkers 57.
Durch den Wegfall des Widerstands 67 und des Kondensators
66 erhält der Regelverstärker 57 zunächst einen erhöhten
D-Anteil. Wegen der durch die Diode 118 vorgegebenen
Schwelle greift dieser erhöhte D-Teil aber erst oberhalb
dieses Schwellwerts ein. Die hohe dynamische Verstärkung
wirkt also nicht schon bei einem rauhen Verlauf des Drehzahlsignals
und das Einschwingen bei Sturzgas ist somit
besser zu dämpfen. Es wird eine unempfindliche Zone
geschaffen.
Fig. 4 zeigt ein Schaltungsbeispiel für die Variante II.
Die Drehzahlschwellwertstufe 113 umfaßt einen Eingangswiderstand
122, dessen eines Ende am Ausgang des Drehzahlgebers
11 liegt, und eine mit ihm in Reihe geschaltete
Diode 123. Zwischen dem Verbindungspunkt dieser beiden
Schaltelemente 122, 123 und Masse liegt ein Widerstand 124.
Zwischen dem noch freien Ende der Diode 123 und Masse liegt
die Parallelschaltung aus einem Kondensator 125 und einem
Widerstand 126. Gleichzeitig führt von diesem Anschlußpunkt
der Diode 123 die Verbindungsleitung zur Verstärkungsverzögerungsstufe
114. Im Zug der Verbindungsleitung liegt
ein Widerstand 127, der an die Basis eines Transistors 128,
vorzugsweise eines Feldeffekttransistors, angeschlossen ist.
Der Kollektor des Transistors 128 ist über die Reihenschaltung
von zwei Widerständen 129, 131 an den Ausgang
des Operationsverstärkers 57 angeschlossen. Die am
invertierenden Eingang des Operationsverstärkers 57
liegenden Rückkopplungselemente, der Widerstand 61 und der
Kondensator 60, sind mit ihrem anderen Ende nun an den
Verbindungspunkt der beiden Arbeitswiderstände 129, 131
angeschlossen. Zwischen diesem Verbindungspunkt und der
Basis des Transistors 128 liegt weiter ein Kondensator 132.
Der Emitter des Transistors 128 liegt am Teilerpunkt eines
Spannungsteilers aus Widerständen 133 und 134, der
Spannungsteiler liegt seinerseits zwischen der Plusleitung
und Masse.
Für die Schwelle in der Drehzahlschwellwertstufe 113
wird in einfacher schaltungstechnischer Weise die
Schwellspannung der Diode 123 benutzt. Sobald die vom
Drehzahlgeber 11 gelieferte Ausgangsspannung diese
Schwelle überschreitet, wird zunächst der Kondensator 132
des Verzögerungsglieds aus dem Kondensator 125 und dem
Widerstand 126 aufgeladen. Danach aber wird die Verstärkung
des Regelverstärkers 57 über den Transistor 128
schnell angehoben. Das Anheben der Verstärkung geschieht
durch den Eingriff in den Spannungsteiler für die Rückkopplung
des Operationsverstärkers 57. Bei einem Rückgang
der Ausgangsspannung des Drehzahlgebers 11 fällt
die Verstärkung verhältnismäßig langsam ab, weil sich
der Kondensator 125 nur langsam über den Widerstand 126
entladen kann. Mit diesen Maßnahmen wird erreicht, daß
nicht bereits eine ungleichförmige Drehzahl oder leichte
Zündaussetzer Unruhe in den Regelkreis bringen können
und daß nach dem Abfangen der Drehzahl durch die langsam
kleiner werdende Verstärkung für eine gute Dämpfung
gesorgt ist. Mit einem Feldeffekttransistor 128 kann
eine weitgehende Unabhängigkeit von Temperatur- oder
Spannungsschwankungen erreicht werden.
Die Variante III ist in Fig. 5 vorgestellt. Die zweiseitig
wirkende Begrenzungsstufe 116 umfaßt für den
oberen flacheren Teil der Kennlinie einen Transistor 136,
dessen Basis zur Bestimmung des Knickpunkts an einen
festen Spannungsteiler mit den Widerständen 137 und 138
angeschlossen ist; dieser Spannungsteiler 137, 138 liegt
zwischen der Versorgungsspannung und Masse. Der
Kollektor des Transistors 136 liegt über eine Diode 139
und einen Widerstand 141 am invertierenden Eingang
des Reglerverstärkers 57. Der Emitter ist mit dem
Ausgang des Regelverstärkers 57 verbunden. Zwischen
dem Emitter und der Basis des Transistors 136 liegt
eine Schutzdiode 144. Den Knickpunkt für die untere
Begrenzung bestimmt der Spannungsteiler aus den
Widerständen 142, 143 zwischen dem Ausgang des Reglerverstärkers
57 und der Versorgungsspannung. Zwischen
dem Verbindungspunkt der Emitterwiderstände 142, 143
und dem invertierenden Eingang des Reglerverstärkers 57
liegt weiter eine Diode 145.
Die Dioden 139 und 145 stellen eine Antiparallelschaltung
dar. Die beiden Dioden 139, 145 dienen als Schwellwertgeber.
Beim Unterschreiten einer unteren Begrenzungsschwelle
durch die Reglerausgangsspannung wird die Regelkennlinie
mittels der sich automatisch zuschaltenden
Rückkopplung durch die Diode 145 begrenzt. Der Reglerverstärker
57 kann nun nicht mehr in die Sättigung fahren,
er kann nach einem Wiederanstieg der Drehzahl n ohne
Totzeit reagieren. Die entsprechend durch die Diode 139
und den Widerstand 141 eingeführte obere Abflachung der
Kennlinie verhindert, daß der Reglerausgang bei einer hohen
Drehzahl nach oben in die Sättigung gerät. Der Reglerausgang
kann damit bei einem Absinken der Drehzahl frühzeitig
wieder zurückkehren. Durch diese Maßnahmen wird ein Überschwingen
auf beiden Seiten der Reglerkennlinie verhindert.
Der Transistor 136 sorgt dafür, daß die Diodenschwelle
schwimmt und damit einer Anhebung des Drehzahlsollwerts
folgen kann.
Claims (15)
1. Einrichtung zur Drehzahlregelung bei einer Brennkraftmaschine mit
Selbstzündung mit einem die einzuspritzende Kraftstoffmenge beeinflussenden
elektromagnetischen Stellwerk und mit einem Steuergerät
zum Bilden eines Steuersignals für das Stellwerk mittels eines Reglers
mit PID-Verhalten abhängig von der Drehzahl-Istwert-Sollwert-Abweichung,
wobei der mit der Drehzahl nach überschrittener Schwelle
angehobene Sollwert bei einer anschließenden plötzlichen Ist-Drehzahlabsenkung
erst verzögert wieder abfällt, und Mittel vorgesehen
sind, die bei einem Absinken der Ist-Drehzahl unter einen vorgegebenen
Wert, der vom Istwert der Drehzahl abhängt, eine nichtlineare Erhöhung
des Anteils der P-Verstärkung des Reglers bewirken können, dadurch
gekennzeichnet,
- daß der Regler Mittel zwischen Ausgang und Eingang aufweist, die eine an den Enden abgeflachte Kennlinie der Regelcharakteristik bewirken und
- daß der Regler bei Sturzgas (Abfall der Istdrehzahl) abhängig von der Maschinendrehzahl einen erhöhten D-Anteil (erhöhte dynamische Verstärkung) aufweist und/oder
- daß der Regler im Bereich einer Ist-Drehzahl-Unterschneidung unter einen Drehzahlsollwert eine über der Zeit (t) von einem erhöhten Wert auf einen niedrigeren Wert absinkende P-Verstärkung aufweist.
- daß der Regler Mittel zwischen Ausgang und Eingang aufweist, die eine an den Enden abgeflachte Kennlinie der Regelcharakteristik bewirken und
- daß der Regler bei Sturzgas (Abfall der Istdrehzahl) abhängig von der Maschinendrehzahl einen erhöhten D-Anteil (erhöhte dynamische Verstärkung) aufweist und/oder
- daß der Regler im Bereich einer Ist-Drehzahl-Unterschneidung unter einen Drehzahlsollwert eine über der Zeit (t) von einem erhöhten Wert auf einen niedrigeren Wert absinkende P-Verstärkung aufweist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Regler in Bereichen stationärer Maschinendrehzahl
eine niedrige Verstärkung aufweist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der erhöhte D-Anteil des PID-Reglers nur oberhalb
eines vorgebbaren Schwellwerts für die Regelabweichung
wirksam wird.
4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Differenzierglied (111) vorgesehen ist, dessen
Eingang - gegebenenfalls über eine Torschaltung - mit
dem Drehzahlgeber (11) einer Auswerteschaltung (23) und
dessen Ausgang mit einem (invertierenden) Eingang des
Regelverstärkers (57) verbunden ist.
5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung des Reglers
bei ansteigender Maschinendrehzahl angehoben wird.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Anhebung der Verstärkung des Reglers erst oberhalb
einer vorgebbaren Schwelle eines Anstiegs der Maschinendrehzahl
wirksam wird.
7. Einrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß bei absinkender Maschinendrehzahl die Verstärkung des
Reglers nach einer vorher festlegbaren Zeitfunktion verzögert
zurückgenommen wird.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Anheben der P-Verstärkung des Reglers
(57) das Verhältnis eines Spannungsteilers (129, 131; 134)
gesteuert wird, von welchem die Rückkopplung (60, 61) an
den invertierenden Reglereingang (57) abzweigt, wobei die
Steuerung von der Drehzahlauswertung (11, 23) abhängig
ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
zum Verwirklichen der Schwelle im Anstiegsbereich der
Maschinendrehzahl die Steuerstufe (128) von der Drehzahlauswertung
(11, 23) über eine Diode (123) angesteuert wird.
10. Einrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Bewirken der Verzögerung des Abfalls der P-Verstärkung
des Reglers (57) in die Steuerung ein RC-Glied
(125, 126) eingefügt ist.
11. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schwelle, von der an die
Verstärkungskennlinie des Reglers flacher als in ihrem
mittleren Teil verläuft, in Abhängigkeit von dem Maß
der Anhebung des Drehzahl-Sollwerts schwimmend ausgebildet
ist.
12. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Bilden einer flacheren
Kennlinie von einer vorgebbaren Schwelle an der Ausgang
des Regelverstärkers (57) über eine Dioden-Antiparallel-Schaltung
(139, 145) mit einem (invertierenden) Eingang
des Regelverstärkers (57) verbunden ist.
13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Bilden einer schwimmenden Schwelle im Zuge
der Dioden-Antiparallel-Schaltung (139, 145) eine
Transistorstufe (136) eingefügt ist.
14. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anhebung des Sollwerts
der Maschinendrehzahl verzögert erfolgt.
15. Einrichtung nach Anspruch 14, mit einer dem Drehzahlgeber
(11) nachgeschalteten Drehzahl-Sollwert-Schaltung (52),
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem Steuereingang der
Drehzahl-Sollwert-Schaltung (52) und Masse ein Kondensator
(117) geschaltet ist.
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| DE19833329800 DE3329800A1 (de) | 1983-08-18 | 1983-08-18 | Drehzahlregelsystem fuer eine brennkraftmaschine mit selbstzuendung |
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