DE19534633A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer Antriebseinheit eines Fahrzeugs - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer Antriebseinheit eines FahrzeugsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Steuerung einer Antriebseinheit eines Fahrzeugs gemäß
den Oberbegriffen der unabhängigen Ansprüche.
Ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung zur Steue
rung einer Antriebseinheit eines Fahrzeugs ist beispielswei
se aus der DE-OS 31 14 836 (US 4,566,411) bekannt. Das dort
beschriebene Steuersystem für eine Brennkraftmaschine umfaßt
einen Fahrpedalstellungsgeber, ein nachfolgendes Kennfeld
für Steuerwerte und ein auf diese Werte ansprechendes Steu
erorgan. Zwischen dem Fahrpedalstellungsgeber und dem Steu
erorgan ist ein Verzögerungsglied vorgesehen. Zweck dieses
Steuersystems ist es, das Ansprechverhalten des Steueror
gans, beispielsweise der Drosselklappe bei einem Ottomotor
oder der Regelstange bei einem Dieselmotor, an unterschied
liche Betriebszustände anzugleichen.
Dies geschieht vor dem Hintergrund, daß der sogenannte Last
schlag gedämpft werden soll. Als Lastschlag bezeichnet man
den ersten Ruck eines Beschleunigungs- oder Verzögerungsvor
gangs. Die Verbindung zu Motor wird durch die Motorlager
hergestellt. Innerhalb den Motorlagerendpunkten ist der Mo
tor entsprechend den Steifigkeiten der Motorlager frei be
weglich. Das heißt bei einem Beschleunigungsvorgang dreht
sich der Motor zuerst nur gegen die Steifigkeit der Lage
rung. Erst nach Erreichen des Anschlags kann sich das Motor
moment an der Karosserie abstützen, und das Drehmoment an
die Räder weiterleiten. Dieser Vorgang des Anlegens des Mo
tors an die Lagerendpunkte bezeichnet man als Lastschlag.
Der Lastschlag wird verstärkt durch einen quer eingebauten
Motor, durch ein großes Spiel im Antriebsstrang, durch eine
weiche Motorlagerung und ein großes Motordrehmoment.
Beim Stand der Technik wird, um den Lastschlag zu vermeiden,
die Einspritzmenge verzögert freigegeben. Dies führt beim
Stand der Technik dazu, daß die Fahrzeugreaktion zu träge
und damit die Dynamik und des Fahrzeugs zu langsam wird, da
die Filterzeitkonstanten sehr hoch gewählt werden müssen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, Maßnahmen anzugeben, mit
welchen der Fahrkomfort, und die Fahrdynamik eines Fahrzeugs
beim Beschleunigen und Verzögern verbessert wird.
Dies wird dadurch erreicht, daß die Motorleistung entspre
chend dem Fahrerwunsch eingestellt wird und der Fahrerwunsch
speziell gefiltert wird.
Durch die erfindungsgemäße Vorgehensweise wird das Verhalten
beim Beschleunigen und Verzögern wesentlich verbessert.
Insbesondere ist es vorteilhaft, daß keine Schwingungen im
Triebstrang und somit kein Ruckeln auftritt.
Ferner ist vorteilhaft, daß im Gegensatz zu anderen Maßnah
men, wie beispielsweise einer Ruckeldämpfung, welche ledig
lich bereits erkannten Schwingungen entgegenwirkt, bereits
das Entstehen von Schwingungen vermieden wird. Weitere Vor
teile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von
Ausführungsbeispielen sowie aus den abhängigen Ansprüchen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsformen erläutert. Fig. 1 zeigt ein
Übersichtsblockschaltbild einer Vorrichtung zur Durchführung
der erfindungsgemäßen Vorgehensweise, Fig. 2 erläutert die
Wirkung der erfindungsgemäßen Vorrichtung anhand verschiede
ner Signalverläufe über der Zeit, Fig. 3 zeigt eine Reali
sierungsmöglichkeit der erfindungsgemäßen Vorgehensweise in
Form eines Rechenprogramms, als Flußdiagramm dargestellt, in
Fig. 4 ist die Abhängigkeit eines Schwellwerts von der
Drehzahl dargestellt und in Fig. 5 sind verschiedene
Signalverläufe einer weiteren Ausführungsform über der Zeit
aufgetragen.
Fig. 1 zeigt ein Übersichtsblockschaltdiagramm einer Vor
richtung zur Steuerung der Antriebseinheit eines Fahrzeugs,
bei der die erfindungsgemäße Vorgehensweise angewendet wer
den kann. Dort ist die erfindungsgemäße Vorgehensweise am
Beispiel einer Dieselbrennkraftmaschine beschrieben. Die er
findungsgemäße Vorgehensweise kann aber auch bei anderen Ty
pen von Brennkraftmaschinen, insbesondere bei fremdgezünde
ten Brennkraftmaschinen, eingesetzt werden.
Mit 100 ist eine Brennkraftmaschine bezeichnet, welche unter
anderem mit einem Steller 110 verbunden ist. Der Steller 110
verarbeitet Signale verschiedener Sensoren 115 sowie ein Si
gnal QKF, das von einem Filtermittel 120 bereitgestellt
wird. Dem Filtermittel 120 wird als Eingangsgröße das Signal
QK zugeleitet. Das Filtermittel verarbeitet weiter die Aus
gangssignale verschiedener Sensoren 125. Das Signal QK wird
von einer Mengenvorgabe 130 bereitgestellt. Die Mengenvor
gabe wird von einem Fahrpedalstellungssensor 140, verschie
dener Sensoren 135 und 137 mit Signalen beaufschlagt.
Ausgehend von der Stellung des Fahrpedals erzeugt der Fahr
pedalstellungssensor ein Signal FP bzgl. der Fahrpedalstel
lung. Der Fahrpedalstellungssensor kann beispielsweise als
Drehpotentiometer ausgeführt sein. In diesem Fall wird ein
Widerstandswert und/oder der Spannungsabfall am Potentiome
ter als Signal verwendet.
Ausgehend von dem Ausgangssignal des Fahrpedalstellungssen
sor 140 und den Ausgangssignalen der verschiedenen Sensoren
135 berechnet die Mengenvorgabe 130 das Signal QK, das ein
Maß für die von der Brennkraftmaschine gewünschte Leistung
darstellt. Die Vorgabe der Kraftstoffmenge QK erfolgt bei
spielsweise abhängig von Sensoren 135 die verschiedene
Temperaturwerte, Druckwerte und weitere Betriebszustände er
fassen.
Bei einer Dieselbrennkraftmaschine handelt es sich hierbei
um die einzuspritzende Kraftstoffmenge. Bei einer fremdge
zündeten Brennkraftmaschine handelt es sich hierbei um ein
Signal, das die Drosselklappenstellung anzeigt.
Um den Lastschlag zu vermeiden, darf die Einspritzmenge bei
einer Dieselbrennkraftmaschine nicht schlagartig freigegeben
werden. Dabei genügt es, die Einspritzmenge nur in dem Men
genbereich zu filtern, in dem die Brennkraftmaschine seine
kritische Bewegung durchführt. Diese Filterung des Kraft
stoffmengensignals erfolgt durch das Filtermittel 120, wobei
die Filterung abhängig von der Drehzahl, die mittels eines
Drehzahlsensors 125 erfaßt wird, erfolgt. Das Übertragungs
verhalten des Filtermittels 120 ist in Fig. 2 dargestellt.
Das gefilterte Mengensignal QKF wird dem Steller 110 zuge
führt.
Bei dem Steller 110 handelt es sich beispielsweise um eine
die einzuspritzende Kraftstoffmenge festlegende Kraftstoff
zumeßeinrichtung. Hierbei kann es sich beispielsweise um ein
Magnetventil handeln. Abhängig von dem gefilterten Kraft
stoffmengensignal QKF und den Ausgangssignalen weiterer Sen
soren 115 mißt der Steller 110 die entsprechende Kraftstoff
menge der Brennkraftmaschine 100 zu.
Alternativ kann auch vorgesehen sein, daß das Filtermittel
120 unmittelbar das Ausgangssignal des Fahrpedalstellungsge
bers 140 filtert und daß das gefilterte Signal der Mengen
vorgabe 130 zugeleitet wird.
In Fig. 2 ist das zeitliche Übertragungsverhalten des Fil
termittels 120 dargestellt. In Fig. 2a ist beispielhaft
das Kraftstoffmengensignal QK über der Zeit aufgetragen. In
Fig. 2b ist das Ausgangssignal QKF, das sich bei dem in
Fig. 2a dargestellten Eingangssignal QK des Filtermittels 120
ergibt, dargestellt.
Erfindungsgemäß wird die Einspritzmenge nur in dem Bereich
gefiltert, in dem der Motor seine kritische Bewegung durch
führt. Diese Menge liegt üblicherweise oberhalb der Null
menge. Die Einspritzmenge, bei der der Motor sich mit Si
cherheit noch nicht bewegt, ist die Leerlaufeinspritzmenge,
die allein zur Überwindung der inneren Reibung notwendig
ist. Hierzu kann noch eine Einspritzmenge hinzuaddiert wer
den, die nötig ist, um den Motor bis kurz vor den Anschlag
zu drücken. Somit ergeben sich für niedrige Drehzahlen eine
Einspritzmenge S1U, die ungefiltert freigegeben werden kann,
ohne daß ein Lastschlag bzw. ein Ruck auftritt.
Die Leerlaufmenge einer Brennkraftmaschine bzw. die Menge,
die ungefiltert freigebbar ist, ist üblicherweise dreh
zahlabhängig.
Erfindungsgemäße wird nun wie folgt vorgegangen. Zwischen
der Nullmenge und einem ersten Schwellwert S1U, der der
Menge entspricht, die ungefiltert freigegeben werden kann,
wird das Signal mit einer ersten Filterzeitkonstante gefil
tert. Bei Mengen zwischen dem ersten Schwelle S1U und einem
zweiten Schwellwert S1O wird das Signal mit einer zweiten
Filterzeitkonstante gefiltert. Oberhalb diesem zweiten
Schwellwert wird vorzugsweise eine dritte Filterzeitkonstan
te gewählt. Die Schwellwerte S1U und S1O sind vorzugsweise
drehzahlabhängig.
Bis zum Zeitpunkt t1 betätigt der Fahrer das Fahrpedal nicht
und der Mengenwunsch QK ist Null. Ab dem Zeitpunkt t1 betä
tigt der Fahrer das Fahrpedal, der Mengenwunsch steigt auf
einen bestimmten Wert an, der von der Fahrpedalstellung ab
hängt. Das Ausgangssignal des Filters 120 steigt ab dem
Zeitpunkt t1 abhängig von der ersten Zeitkonstanten T1U des
Filtermittels an. Erreicht das gefilterte Ausgangssignal QKF
den ersten Schwellwert S1U, so wird das Signal mit einer
zweiten Filterzeitkonstante T1M gefiltert. Dies erfolgt so
lange, bis zum Zeitpunkt t3 eine zweite Schwelle S1O über
schritten wird. Ab dem Zeitpunkt t3, bis zu dem Zeitpunkt
t4, bei dem das gefilterte Ausgangssignal QKF den Wert des
ungefilterten Signals QK erreicht, wird das Signal mit einer
dritten Filterzeitkonstante T1O gefiltert. Die Filterzeit
konstanten sind dabei so gewählt, daß zwischen den Zeiträu
men t1 und t2 das Ausgangssignal des Filtermittels sehr
schnell und zwischen den Zeitpunkten t2 und t3 langsamer an
steigt. Die Filterzeitkonstante im Zeitraum zwischen den
Zeitpunkten t3 und t4 ist vorzugsweise so gewählt, daß sie
zwischen den Filterzeitkonstanten der Zeiträume zwischen den
Zeitpunkten 1 und t2 bzw. den Zeitpunkten t2 und t3 liegt.
Zwischen den Zeitpunkten t4 und t5 entspricht das Ausgangs
signal QKF des Filtermittels 120 dem Eingangssignal QK. Zum
Zeitpunkt t5 nimmt der Fahrer die Fahrpedalstellung zurück,
das Eingangssignal QK sinkt wieder auf Null ab. Bis zum
Zeitpunkt t6 unterschreitet das Ausgangssignal QKF einen
dritten Schwellwert S2O und wird bis zu diesem Zeitpunkt mit
einer vierten Filterzeitkonstante T2O gefiltert. Von dem
Zeitpunkt t6, bei dem der Schwellwert S2O unterschritten
wird, bis zu dem Zeitpunkt t7, bei dem ein vierter Schwell
wert S2U unterschritten wird, fällt das Signal mit einer
fünften Zeitkonstante T2M ab. Nach Unterschreiten des vier
ten Schwellwertes S2U zum Zeitpunkt t7 bis zum Zeitpunkt t8
fällt das Signal mit einer sechsten Zeitkonstante T2U ab.
Die Zeitkonstante T2M ist so gewählt, daß der Abfall des
Signals zwischen den Zeitpunkten t6 und t7 langsamer er
folgt, als zwischen den Zeitpunkten t5 und t6 und zwischen
den Zeitpunkten t7 und t8.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Zeitkonstanten T1U so
gewählt wird, daß der Zeitabschnitt zwischen t1 und t2 zu
Null wird.
In Fig. 3 ist ein Flußdiagramm zur Verdeutlichung der Funk
tionsweise des Filtermittels 120 dargestellt. In einem er
sten Schritt wird als alter Kraftstoffmengenwert QKA der
beim letzten Programmdurchlauf erfaßte Kraftstoffmengenwert
QKN abgespeichert. Dies ist bei dem in Fig. 2 der Wert
Null. Anschließend ermittelt die Mengenvorgabe 130 im
Schritt 305 den neuen Wert QKN.
Die sich anschließende Abfrage 310 überprüft, ob der alte
Wert QKA größer als der neue Wert QKN ist. Ist dies der
Fall, das heißt die gewünschte Kraftstoffmenge hat sich ver
ringert, so folgt Schritt 315, indem der Wert QKF der gefil
terten Kraftstoffmenge auf den alten Wert QKA gesetzt wird.
Im sich anschließenden Schritt 320 werden die Größe M23, die
die Filterzeitkonstante T2O bestimmt, und der Schwellwert
S20 ermittelt. Vorzugsweise wird die Filterzeitkonstante und
damit die Größe M23 abhängig von der Drehzahl der Brenn
kraftmaschine aus einem Kennfeld ausgelesen. In nachfolgen
den Schritt 322 wird der Wert für die gefilterte Kraftstoff
menge QKF um den Wert M23 verringert.
Die sich anschließende Abfrage 324 überprüft, ob die gefil
terte Kraftstoffmenge QKF kleiner oder gleich als der Wert
für die neue Kraftstoffmenge QKN ist. Ist dies der Fall, so
folgt Schritt 345. Ist dies nicht der Fall, so überprüft die
Abfrage 326, ob die gefilterte Kraftstoffmenge QKF kleiner
ist als der Schwellwert S2O ist. Ist dies nicht der Fall, so
folgt erneut Schritt 322.
Durch Vorgabe des Wertes M23 kann die Steilheit des Abfalles
zwischen den Zeitpunkten t5 und t6 eingestellt werden. Wird
ein großer Wert für M23 gewählt, so ergibt sich ein schnel
ler Abfall.
Ist die gefilterte Kraftstoffmenge QKF kleiner als der
Schwellwert S2O, so folgt der Schritt 328, indem die Größe
Filterzeitkonstante M22, die die Filterzeitkonstante T2M be
stimmt, und der Schwellwert S2U vorgegeben wird. Vorzugs
weise sind diese beiden Werte wieder drehzahlabhängig in ei
nem Kennfeld abgelegt. Anschließend wird die gefilterte
Kraftstoffmenge QKF um den Wert M22 verringert.
Die sich anschließende Abfrage 332 überprüft, ob der Wert
für die gefilterte Kraftstoffmenge QKF kleiner oder gleich
als der Wert für die neue Kraftstoffmenge QKN ist. Ist dies
der Fall, so folgt wiederum Schritt 345. Ist dies nicht der
Fall, so überprüft die Abfrage 334, ob der Wert QKF für die
gefilterte Kraftstoffmenge kleiner als der Schwellwert S2U
ist. Ist dies nicht der Fall, so folgt erneut der Schritt
330.
Ist die gefilterte Kraftstoffmenge QKF kleiner als der
Schwellwert S2U, so ermittelt der Schritt 336 die Größe M21,
die die Filterzeitkonstante T2U bestimmt. Anschließend wird
im Schritt 238 der Wert für die gefilterte Kraftstoffmenge
KQF um den Wert M21 verringert. Die sich anschließende Ab
frage 340 überprüft, ob der Wert für die gefilterte Kraft
stoffmenge QKF kleiner als der neue Kraftstoffmengenwert QKN
ist. Ist dies nicht der Fall, so folgt der Schritt 338, ist
dies der Fall, so folgt der Schritt 345, indem der Wert für
die gefilterte Kraftstoffmenge QKF auf den Wert der neuen
Kraftstoffmenge QKN gesetzt wird.
Erkennt die Abfrage 310, daß der alte Wert kleiner war als
der neue Kraftstoffmengenwert, das heißt, es wird ein Kraft
stoffmengenanstieg erkannt, so folgt Schritt 350. Im Schritt
350 wird die M11, die die Filterzeitkonstante T1U bestimmt,
und der Schwellwert S1U abhängig vorzugsweise von der Dreh
zahl vorgegeben. Anschließend wird in Schritt 352 der gefil
terte Wert für die Kraftstoffmenge QKF um den Wert M11 er
höht. Die sich anschließende Abfrage 354 überprüft, ob der
gefilterte Wert QKF größer als der neue Wert QKN der Kraft
stoffmenge ist. Ist dies der Fall, so folgt Schritt 375. Ist
dies nicht der Fall, so überprüft die Abfrage 356, ob der
Wert QKF für die gefilterte Kraftstoffmenge größer oder
gleich dem Schwellwert S1U ist. Ist dies nicht der Fall, so
folgt Schritt 352.
Abhängig von der Filterzeitkonstante M11 ergibt sich eine
unterschiedlich schnelle Abnahme der gefilterten Kraftstoff
menge QKF.
Vorzugsweise kann der Wert M11 gleich dem Wert S1U gewählt
werden. In diesem Fall ergibt sich für die Zeitdifferenz
zwischen den Zeitpunkten t1 und t2 ein Wert von Null.
Übersteigt die gefilterte Kraftstoffmenge QKF den Wert für
den ersten Schwellwert S1U, so wird in Schritt 358 die Größe
M12, die die Filterzeitkonstante T1M bestimmt, und der
Schwellwert S1O vorgegeben. Diese Vorgabe erfolgt ebenfalls
vorzugsweise abhängig von der Drehzahl. Im Schritt 360 wird
der Wert QKF für die gefilterte Kraftstoffmenge um den Wert
M12 erhöht. Die anschließende Abfrage 362 überprüft wieder
um, ob der Wert QKF für die gefilterte Kraftstoffmenge grö
ßer oder gleich dem neuen Kraftstoffmengenwert QKN ist. Ist
dies der Fall, so folgt Schritt 375. Ist dies nicht der
Fall, so folgt die Abfrage 364, die überprüft, ob der gefil
terte Wert QKF größer oder gleich dem Schwellwert S1O. Ist
dies nicht der Fall, so folgt erneut Schritt 360.
Ist der gefilterte Wert QKF größer als der Schwellwert S1O,
so wird in Schritt 366 die Größe M13, die die Filterzeitkon
stante T1O bestimmt, vorzugsweise abhängig von der Drehzahl
vorgegeben. Anschließend wird in Schritt 368 der Wert QKF
für die gefilterte Kraftstoffmenge um M13 erhöht. Die sich
anschließende Abfrage 370 überprüft, ob der gefilterte Wert
größer oder gleich dem Wert QKN ist. Ist dies nicht der
Fall, so folgt erneut Schritt 368, andernfalls folgt Schritt
375, indem der gefilterte Wert QKF auf den Wert QKN gesetzt
wird.
Durch Vorgabe der entsprechenden Filterzeitkonstanten M11,
M12, M13, M23, M22 und M21 ergibt sich das in Fig. 2 darge
stellte zeitliche Verhalten.
Vorzugsweise werden die Filterzeitkonstanten so gewählt, daß
sich für den Zeitraum zwischen den Zeitraum zwischen den
Zeitpunkten t1 und t2 und für den Zeitraum zwischen den
Zeitpunkten t3 und t4 ein Wert ergibt, der sich in der Grö
ßenordnung von 0 Millisekunden bewegt. Für den Zeitraum zwi
schen den Zeitpunkten t2 und t3 wird vorzugsweise ein Wert
von 60 Millisekunden vorgegeben. Die Zeitkonstanten M23 und
M21 werden ebenfalls so gewählt, daß sich für die Zeiträume
zwischen den Zeitpunkten t5 und t6 sowie zwischen den Zeit
punkten t7 und t6 ein Abstand von ca. 0 Millisekunden er
gibt. Die Zeitkonstante M22 wird vorzugsweise so gewählt,
daß sich für die Zeitspanne t6 bis t7 ein Zeitraum von ca.
500 Millisekunden einstellt.
In Fig. 4 ist beispielhaft die Abhängigkeit des Schwell
wertes S1U von der Drehzahl N der Brennkraftmaschine aufge
tragen. Bis zu einer Drehzahl von ca. 2000 Umdrehungen ist
der Schwellwert nahezu konstant bzw. nimmt leicht ab. Ab ei
ner Drehzahl von ca. 2500 U/min steigt der Schwellwert über
der Drehzahl an.
In Fig. 5 ist das zeitliche Übertragungsverhalten einer
weiteren Ausführungsform des Filtermittels 120 dargestellt.
In Fig. 5a ist beispielhaft das Kraftstoffmengensignal QK
über der Zeit aufgetragen. In Fig. 5b ist das
Ausgangssignal QKF, das sich bei dem in Fig. 5a
dargestellten Eingangssignal QK des Filtermittels 120
ergibt, dargestellt.
Erfindungsgemäß wird die Einspritzmenge nur in dem Bereich
gefiltert, in dem der Motor seine kritische Bewegung durch
führt. Bei dieser Ausführungsform soll erreicht werden, daß
der Motor in möglichst kurzer Zeit anlegt und die
Winkelgeschwindigkeit des Motors zum Zeitpunkt des Anlegens
gegen Null geht. Dieses Verhalten wird dadurch erreicht, daß
die Anregung des Motors als Impuls erfolgt, dem sich nach
dem Anlegen des Motors die verzögerte Mengenerhöhung
anschließt.
Bis zum Zeitpunkt t1 betätigt der Fahrer das Fahrpedal nicht
und der Mengenwunsch QK ist Null. Ab dem Zeitpunkt t1 betä
tigt der Fahrer das Fahrpedal, der Mengenwunsch steigt auf
einen bestimmten Wert an, der von der Fahrpedalstellung ab
hängt. Das Ausgangssignal des Filters 120 steigt zum
Zeitpunkt t1 impulsförmig sehr schnell an. Dabei wird eine
Mengenwert erreicht, der in der Größenordnung des neuen
ungefilterten Mengenwerts liegt. Die gefilterte Menge QKF
fällt bis zum Zeitpunkt t2 wieder ab. In der dargestellten
Ausführungsform fällt sie auf Null ab. Alternativ kann sie
lediglich auf einen Wert über Null gesenkt werden.
Die Höhe und die Breite des Impulses wird derart gewählt,
daß die Brennkraftmaschine in möglichst kurzer Zeit anlegt,
die Geschwindigkeit der Brennkraftmaschine zum Zeitpunkt des
Anlegens gegen Null geht. Dieser impulsförmige Verlauf läßt
sich beispielsweise durch ein DT2-Glied, das einem
Führungsformer oder einem Pedalwertgeberfilter parallel
geschaltet ist.
Ab dem Zeitpunkt t4 erfolgt eine Filterung entsprechend dem
Ausführungsbeispiel der Fig. 2 im Zeitraum zwischen t3 und
t4 steigt die Menge QKF verzögert auf den ungefilterten Wert
an. Die Verzögerungszeit wird entsprechend wie in dem
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 gewählt.
In Fig. 2 und 5 sind die Verhältnisse ausgehend von der
Menge Null dargestellt. Eine entsprechende Filterung der
Signale erfolgt bei jeder Änderung des Mengenwunsches QK. In
diesem Fall entspricht der alte Mengenwert vor der Änderung
der Nullmenge in den Ausführungsformen gemäß Fig. 2 und
Fig. 5.
Claims (10)
1. Verfahren zur Steuerung einer Antriebseinheit eines Fahr
zeugs, mit einem Stellelement zur Beeinflussung der Lei
stung, wobei ausgehend von der Stellung eines Fahrpedals ein
leistungsbestimmendes Signal (FP, QK) vorgebbar ist, und die
Ansteuerung des Stellelements abhängig von dem gefilterten
leistungsbestimmenden Signal (FP, QK) erfolgt, dadurch ge
kennzeichnet, daß für wenigstens drei Wertebereiche des lei
stungsbestimmenden Signals (FP, QK) wenigstens zwei unter
schiedliche Filterzeitkonstanten vorgebbar sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wertebereiche und/oder die Filterzeitkonstanten abhängig
von Betriebskenngröße vorgebbar sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem ersten Wertebereich unterhalb eines ersten
Schwellwerts (S1U) eine erste Filterzeitkonstante vorgebbar
ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in
einem zweiten Wertebereich unterhalb eines zweiten Schwell
werts (S1U) und oberhalb des ersten Schwellwerts (S1O) eine
zweite Filterzeitkonstante vorgebbar ist.
5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß in einem dritten Wertebereich oberhalb
des zweiten Schwellwerts (S1O) eine dritte Filterzeitkon
stante vorgebbar ist.
6. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, die Schwellwerte (S1O, S1U, S2U, S2O)
und/oder die Filterzeitkonstanten abhängig von wenigstens
der Drehzahl der Brennkraftmaschine vorgebbar sind.
7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die erste und dritte Filterzeitkonstante
derart vorgebbar ist, daß das gefilterte Signal über der
Zeit schneller ansteigt als bei einer Filterung mit der
zweiten Filterzeitkonstante.
8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die erste Filterzeitkonstante so vorgeb
bar ist, daß die Menge nahezu ungefiltert freigegeben wird.
9. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß in einem ersten Zeitraum die Filterung
derart erfolgt, daß sich ein impulsförmiger Verlauf des
leistungsbestimmenden Signals ergibt.
10. Vorrichtung zur Steuerung einer Antriebseinheit eines
Fahrzeugs, mit einem Stellelement zur Beeinflussung der Lei
stung, mit ersten Mitteln, die ausgehend von der Stellung
eines Fahrpedals ein leistungsbestimmendes Signal (FP, QK)
vorgeben, und das Stellelement abhängig von dem gefilterten
leistungsbestimmenden Signal (FP, QK) ansteuern, dadurch ge
kennzeichnet, daß Filtermittel vorgesehen sind, die für we
nigstens drei Wertebereiche des Signals wenigstens zwei un
terschiedliche Filterzeitkonstanten aufweisen.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19534633A DE19534633A1 (de) | 1995-05-30 | 1995-09-19 | Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer Antriebseinheit eines Fahrzeugs |
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| IT96MI000950A IT1282988B1 (it) | 1995-05-30 | 1996-05-10 | Procedimento e dispositivo per il comando di un'unita' di azionamento di un veicolo |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19519718 | 1995-05-30 | ||
| DE19534633A DE19534633A1 (de) | 1995-05-30 | 1995-09-19 | Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer Antriebseinheit eines Fahrzeugs |
Publications (1)
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|---|---|
| DE19534633A1 true DE19534633A1 (de) | 1996-12-05 |
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ID=7763171
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19534633A Withdrawn DE19534633A1 (de) | 1995-05-30 | 1995-09-19 | Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer Antriebseinheit eines Fahrzeugs |
Country Status (1)
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