DE4112848C2 - System zur Regelung der Leerlaufdrehzahl einer Brennkraftmaschine - Google Patents
System zur Regelung der Leerlaufdrehzahl einer BrennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung der
Leerlaufdrehzahl einer Brennkraftmaschine gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein System zur Regelung der Leerlaufdrehzahl einer
Brennkraftmaschine ist aus der DE 33 29 800 A1 bekannt. Dort
wird ein System zur Regelung der Leerlaufdrehzahl einer
Brennkraftmaschine, insbesondere einer selbstzündenden
Brennkraftmaschine mittels eines adaptiven Reglers
beschrieben. Dieser Regler enthält einen Proportional-,
einen Integral- sowie einen Differential-Anteil. Das
Übertragungsverhalten des Reglers läßt sich abhängig von der
Drehzahl einstellen. Das Regelverhalten dieser Einrichtung
ist nicht optimal. So kann in bestimmten Betriebszuständen
der Fall eintreten, dass die Drehzahl unter die
Sollleerlaufdrehzahl abfällt. Dies wird als Unterschneiden
bezeichnet, uns soll verhindert werden. Ferner existieren
verschiedene Betriebszustände mit unterschiedlichem
Regelverhalten. Beim Übergang von einem Betriebszustand zu
einem anderen Betriebszustand mit einem anderen
Reglerverhalten können Unstetigkeiten auftreten.
Aus der DE 690 01 728 T2 ist ein Verfahren zur Regelung der
Leerlaufdrehzahl einer Brennkraftmaschine bekannt. Dort wird
die Verwendung eines Reglers beschrieben, der ein
Integralglied, ein Proportionalglied und ein
Differentialglied umfasst. Auch bei dieser Vorgehensweise
ist das Regelverhalten nicht optimal.
Die DE 34 00 951 A1 beschreibt ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur Drehzahlregelung bei einer
Brennkraftmaschine. Diese Drehzahlregelung umfasst einen
PID-Regler. Um Drehzahleinbrüche bzw. Drehzahlüberschwinger
abzufangen, wird beim Zuschalten bzw. Abschalten starker
Lasten das aktuelle Integratorniveau des PID-Reglers
sprungförmig um einen geeigneten, vorzugsweise
lastspezifischen Betrag angehoben bzw. abgesenkt. Eine
Beeinflussung des differentiellen Anteil zeigt diese Schrift
nicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem System
zur Regelung der Leerlaufdrehzahl einer Brennkraftmaschine
der eingangs genannten Art das Regelverhalten zu verbessern.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den im Anspruch 1
angegebenen Merkmale gelöst.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird erreicht, dass die
Leerlaufdrehzahl nur geringfügig unterschritten wird, und
der Regelvorgang eine hohe Regelgüte besitzt. Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsform erläutert. Es zeigen die Fig.
1 ein grobes Blockdiagramm, die Fig. 2 ein detailliertes
Blockdiagramm und die Fig. 3a und 3b ein Flussdiagramm
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
In Fig. 1 ist ein grobes Blockdiagramm des
erfindungsgemäßen Verfahrens aufgezeigt. Ein Leerlaufregler
14 gibt ein Ausgangssignal UPI über einen Additionspunkt 13
und eine Minimalauswahl 11 an ein Stellwerk 100. Abhängig
von dem Eingangssignal fördert dieses Stellwerk die
entsprechende Kraftstoffmenge in die Brennräume einer nicht
dargestellten Brennkraftmaschine. Ein Drehzahlsensor 110
erfasst die tatsächliche Drehzahl N der Brennkraftmaschine.
Dieses Drehzahlsignal N gelangt zu einem Begrenzungskennfeld
12, zu einem Fahrverhaltenkennfeld 16, zu einem
Vergleichspunkt 17 sowie zu einem Differential-Anteil 70. An
einem weiteren Eingang des Vergleichspunkts 17 liegt das
Ausgangssignal einer Sollwertvorgabe 7. Diese
Sollwertvorgabe 7 gibt einen Sollwert SN für die
Leerlaufdrehzahl vor. Das Ausgangssignal DN des
Vergleichspunkts 17 gelangt zu dem Leerlaufregler 14.
Der Differential-Anteil 70 erzeugt ein Ausgangssignal UD,
das mit dem negativem Vorzeichen zu einem Summationspunkt 15
gelangt. Am zweiten Eingang des Summationspunktes 15 liegt
das Ausgangssignal des Fahrverhaltenkennfeldes 16. An den
Eingängen des Fahrverhaltenkennfeldes 16 liegt das
Drehzahlsignal N sowie das Ausgangssignal eines
Fahrpedalstellungsgebers 5 an.
Das Ausgangssignal des Summationspunkts 15 gelangt zu dem
Additionspunkt 13. Das Ausgangssignal des Additionspunkts 13
UPID wird in einer Minimalauswahl 11 mit dem Ausgangssignal
des Begrenzungskennfeldes 12 verglichen. Das kleinere der
beiden Signale dient zur Ansteuerung des Stellwerks 100.
Ein Verfahren gemäß Fig. 1 arbeitet nun wie folgt. Abhängig
von der Differenz DN zwischen dem Ausgangssignal SN der
Sollwertvorgabe 7 und der tatsächlichen Drehzahl N berechnet
der Leerlaufregler ein begrenztes Stellsignal für das
Stellwerk 100. Von diesem Stellsignal wird im Additionspunkt
13 noch das Ausgangssignal des Diffential-Anteils, an dessen
Eingang die tatsächliche Drehzahl liegt, subtrahiert. Ist
das Fahrpedal 5 nicht betätigt, bestimmt dieses Signal
dominant die einzuspritzende Kraftstoffmenge.
Bei betätigtem Fahrpedal erzeugt das Fahrverhaltenkennfeld
16 abhängig von der tatsächlichen Drehzahl und der
Fahrpedalstellung ein Ausgangssignal, das zum Ausgangssignal
des Leerlaufregler hinzuaddiert wird. In der Minimalauswahl
11 wird dieses Stellsignal auf einem höchstzulässigen Wert,
der wenigstens von der tatsächlichen Drehzahl abhängt,
begrenzt.
In Fig. 2 ist nun detailliert dargestellt, wie der
Leerlaufregler 14 und der Differential-Anteil 70
zusammenwirken. Ausgehend von der Regelabweichung DN, dem
Ausgangssignal des Vergleichspunktes 17 erzeugt der
Integral-Anteil 40 des Leerlaufreglers 14 ein Ausgangssignal
UI, das begrenzt wird.
Ferner bestimmt der Proportional-Anteil 50 ausgehend von der
Regelabweichung DN ein Ausgangssignal UP. Abhängig von der
tatsächlichen Drehzahl N bildet der Differential-Anteil 70
ein Ausgangssignal UD. Diese drei Signale werden in einem
Summationspunkt zur Größe UPID aufsummiert.
Desweiteren steht das Ausgangssignal des Differential-
Anteils 70 und das Ausgangssignal des begrenzten Integral-
Anteils 40 mit einer Maximalauswahl 80 in Verbindung. Deren
Ausgangssignal beaufschlagt über einen Kontakt C6 den
Integral-Anteil 40 mit einem Signal.
Gestrichelt ist angedeutet, dass die Beiwerte KD und T des
Differential-Anteils 70 ausgehend von den Wertetabellen 10,
20 und 30 eingestellt werden können. Hierzu ist die
Wertetabelle 10 über einen Kontakt C1, die Wertetabelle 20
über die Kontakte C2 und C5, und die Wertetabelle 30 über
die Kontakte C3 und C4 mit dem Differential-Anteil 70
verbunden.
In den Wertetabellen 10, 20 und 30 sind die Beiwerte KD und
T abhängig von der Kühlwassertemperatur TW und/oder von der
Kraftstofftemperatur TK abgelegt. Die Wertetabellen stehen
mit Sensoren 31, 32 und 33, die die Kühlwassertemperatur Tw
und/oder die Kraftstofftemperatur TK erfassen, in
Verbindung. Die Kühlwassertemperatur entspricht dabei der
Motortemperatur, sie kann daher auch mit einem
Motortemperatursensor erfasst werden.
Die Kontakte C6 und C7 werden von einem Schalter S3, die
Kontakte C3, C2 und C1 von einem Schalter S1 und die
Kontakte C4 und C5 von einem Schalter S2 bestätigt. Die
Ansteuerung erfolgt abhängig von wenigstens der
Fahrpedalstellung und der tatsächlichen Drehzahl.
Das Ausgangssignal UP des Proportional-Anteils 50 berechnet
sich ausgehend von der Regelabweichung DN gemäß der Formel:
UP = KP . DN
Dabei ist KP der Beiwert des Proportional-Anteils 5f0. Das
Ausgangssignal UI des Integral-Anteils berechnet sich gemäß
der Formel:
Wobei KI der Beiwert des Integral-Anteils ist. UI0 stellt
den Anfangswert der Integration dar. Zu Beginn der
Integration entspricht also das Ausgangssignal UI des
Integral-Anteils dem Anfangswert UI0.
Normalerweise startet die Integration mit dem Anfangswert
UI0 = 0, dieser Wert entspricht dem unteren Begrenzungswert
UImin. Wird jedoch der Schalter S3 betätigt und schließt der
Kontakt C6, so wird der Anfangswert UI0 auf das
Ausgangssignal der Maximalauswahl 80 gesetzt. Die
Maximumauswahl 80 wählt die größere der beiden Größen
Stellsignal UD des Differential-Anteils 70 und Stellsignal
UI des Integral-Anteils 40 aus. Somit startet der Integral-
Anteil 40 nach einer Betätigung des Schalters S3 mit seinem
letzteren Wert oder mit dem von dem Differential-Anteil 70
ausgegebenen Stellsignal UD. Der Integral-Anteil 40 gibt ein
Ausgangssignal ab, das in einem Bereich zwischen einem
unteren Grenzwert UImin und einem oberen Grenzwert UImax
liegt. Der untere Grenzwert UImin liegt dabei vorzugsweise
bei Null.
Die Beiwerte KD, T des Differential-Anteils 70 sind in sechs
verschiedenen Wertetabellen abhängig von einem
Temperaturwert abgelegt. Als Argument für die Wertetabelle
dient die Wassertemperatur TW und/oder die
Kraftstofftemperatur TK. Liegt ein Argumentwert zwischen
zwei Stützstellen, so wird der Funktionswert vorzugsweise
linear interpoliert. Jeweils eine Wertetabelle für den
Beiwert KD und eine Wertetabelle für den Beiwert T gehören
zusammen und repräsentieren eine Betriebsmodus. Es sind
vorzugsweise drei unterschiedliche Betriebsmodi vorgesehen,
die als Regeln 10, Initialisierung 20 und Vorsteuern 30
bezeichnet werden, möglich. Es ist aber durchaus
vorstellbar, dass auch andere Betriebsmodi definiert werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren arbeitet nun wie folgt. Ist
die Motordrehzahl N kleiner oder gleich der konstanten
Sollleerlaufdrehzahl NS, so befinden sich die Kontakte C1
bis C7 in der in Fig. 2 eingezeichneten Positionen. Hieraus
resultiert, dass die Wertetabelle 10 mit dem Differential-
Anteil verbunden ist. Somit ist der Betriebsmodus Regeln
aktiv und der Leerlaufregler hat die Struktur eines
gewöhnlichen PID-Reglers.
Der Zeitbeiwert T, der den Abfall des Ausgangssignals im
abhängig von der Zeit charakterisiert, ist über den gesamten
Wertebereich konstant. Der KD-Beiwert, der die Verstärkung
des Differential-Anteils charakterisiert, besitzt bei einem
bestimmten Temperaturwert ein Maximum und fällt zu höheren
und niederen Werten ab.
Dieser Betriebsmodus wird aufgehoben, wenn der Fahrer das
Fahrpedal betätigt und sich die Motordrehzahl aufgrund der
Einspritzmengenzunahme aus dem Fahrverhaltenkennfeld 16
erhöht. Dieser Vorgang wird üblicherweise als
Beschleunigungsvorgang bezeichnet. Liegt also die aktuelle
Fahrpedalposition über einer vorgegebenen Schwelle N1, so
wird der Schalter S1 betätigt. Die erste Drehzahlschwelle N1
liegt üblicherweise über der Sollleerlaufdrehzahl NS.
Eine Betätigung des Schalters S1 bewirkt, dass die Kontakte
C2 und C3 geschlossen und der Kontakt C1 öffnen. Mit dieser
Schalterbetätigung wird erreicht, dass nun die Wertetabelle
20 mit dem Differential-Anteil 70 verbunden ist. Somit ist
der Betriebsmodus Initialisierung erreicht. Der Schalter S1
wird auch betätigt, wenn aufgrund einer Abnahme der Last die
Motordrehzahl die Schwelle N2 überschreitet. Eine Betätigung
des Fahrpedals ist also nicht immer erforderlich.
Die Parameter des Differential-Anteils 70 sind so gewählt,
dass der Differential-Anteil den Beschleunigungsvorgang der
Brennkraftmaschine nicht behindert. Das heisst, der Beiwert
KD wird Null gewählt. Somit nimmt die Stellgröße UD den Wert
Null an. Der Differential-Anteil 70 hat also keinen Einfluss
mehr auf die einzuspritzende Kraftstoffmenge. Durch die
Zunahme der Drehzahl, die zwangsläufig die Regeldifferenz
des Leerlaufreglers negativ und folglich integriert der
Integral-Anteil 40 des Leerlaufreglers gegen seine untere
Begrenzung UImin, die hier Null ist. Der Integral-Anteil 40
liefert also keinen Beitrag zur Stellgröße UPID.
Wird in diesem Betriebsmodus sichergestellt, dass der
vorhandene Proportional-Anteil ebenfalls kein Ausgangssignal
UP liefert, so bedeutet dies, dass der Regelkreis in diesem
Betriebsmodus aufgetrennt ist und somit lediglich eine
Steuerung der Drehzahl erfolgt. Das heisst, dass lediglich
das Fahrverhaltenkennfeld 16 die einzuspritzende
Kraftstoffmenge bestimmt.
Wird die Fahrpedalbestätigung zurückgenommen, dies bedeutet,
die aktuelle Position des Fahrpedals ist kleiner als die
Schwelle 5, und die Motordrehzahl ist kleiner als eine
zweite Drehzahlschwelle N2, so erfolgt eine Betätigung des
Schalters S2. Die zweite Drehzahlschwelle N2 ist
üblicherweise größer als die erste Drehzahlschwelle N1.
Durch die Betätigung des Schalters S2 schließt der Kontakt
C4 und der Kontakt C5 öffnet. Somit wird die Wertetabelle 30
und damit der Betriebsmodus Vorsteuern aktiv. In diesem
Betriebsmodus besitzen die beiden Beiwerte KD und T eine
wesentlich größeren Wert als in den anderen beiden
Betriebsmodi. Der Differential-Anteil bestimmt in diesem
Betriebsmodus die einzuspritzende Kraftstoffmenge. Der
Beiwert KD fällt dabei mit wachsender Temperatur. Der
Zeitbeiwert T steigt dagegen mit wachsender Temperatur
leicht an.
Dieser Betriebsmodus bleibt solange erhalten, bis die
Drehzahl die Sollleerlaufdrehzahl NS erreicht. Ist dies der
Fall, so wird mittels des Schalters S3 der Kontakt C6
geschlossen und der Kontakt C7 geöffnet. Anschließend wählt
die Maximalauswahl 80 aus dem Ausgangssignal UD des
Differential-Anteils und der aktuellen Stellgröße UI des
Integral-Anteils den größeren Wert aus. Dieser Wert wird
dann als Anfangswert UI0 in den Integral-Anteil übernommen.
Anschließend wird durch Betätigung der Schalter S1, S2 und
S3 der Ausgangszustand wieder hergestellt.
Der Differential-Anteil sorgt dafür, dass der Motor bei
Sturzgas vor dem Erreichen der Leerlaufdrehzahl gezielt
abgebremst wird. Mit Sturzgas wird der Zustand bezeichnet,
bei dem die Fahrpedalstellung kleiner als eine bestimmte
Schwelle ist und die Drehzahl stark abfällt. Die Abbremsung
erfolgt in einem Drehzahlbereich zwischen der
Sollleerlaufdrehzahl NS und der zweiten Drehzahlschwelle N2.
Damit der Übergang von einer Steuerung der Leerlaufdrehzahl
in eine Regelung der Leerlaufdrehzahl harmonisch erfolgt,
wird die aufgebaute Stellgröße UD des Differential-Anteils
70 mit der Stellgröße UI des Integral-Anteils 40 verglichen
und das Maximum aus diesen beiden Werten als Anfangswert UI0
für den Integral-Anteil 40 übernommen. Anschließend wird
dann der Betriebsmodus Regeln aktiviert.
Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren wird also der
Differential-Anteil 70 des Leerlaufreglers so
parameterisiert, dass bei Sturzgasbetrieb der Dieselmotor
bereits vor Erreichen der eigentlichen Leerlaufdrehzahl
gezielt abgebremst und die aufgebaute Stellgröße des
Differential-Anteils als Anfangswert für den Integral-Anteil
des Leerlaufreglers übernommen wird. Durch diese
Vorgehensweise erreicht man, dass die tatsächliche Drehzahl
die Leerlaufdrehzahl nicht oder nur sehr geringfügig
unterschreitet, und dass das Regelsystem eine hohe Regelgüte
besitzt.
Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand
eines Flussdiagramms gemäß der Fig. 3 verdeutlicht. Gemäß
Fig. 3a beginnt das Unterprogramm zur Regelung der
Leerlaufdrehzahl nachdem im Schritt 300 erkannt wurde, dass
die Brennkraftmaschine gestartet wurde. Im Schritt 305 wird
ein sogenanntes Merkbit I = O gesetzt. Solange dieses Merkbit
auf Null gesetzt ist, ist der Betriebsmodus Regeln aktiv.
Dies bedeutet, dass der Differential-Anteil 70 mit den in
der Wertetabelle 10 abgelegten Beiwerten parameterisiert
wird. Auf die Fig. 2 übertragen, bedeutet dies, dass sich
die Schalter S1, S2 und S3 in der in Fig. 2 eingezeichneten
Stellung befinden.
Eine Abfrage 310 erkennt, ob die Drehzahl größer als die
zweite Drehzahlschwelle N2 ist. Ist die Drehzahl N kleiner
als die zweite Drehzahlschwelle N2, so überprüft die Abfrage
315, wo die Fahrpedalstellung FP größer als eine Schwelle
ist. Die Abfrage 320 überprüft die Drehzahl dahingehend, ob
sie die erste Drehzahlschwelle N1 übersteigt. Die Abfrage
322 erkennt, ob die Ableitung des Drehzahlsignals größer
Null ist.
Sind die Bedingungen bezüglich der Fahrpedalschwelle S, der
ersten Drehzahlschwelle N1 und bezüglich der Ableitung des
Drehzahlsignals erfüllt, oder ist die Drehzahl größer als
die zweite Schwelle N2, so wird das Merkbit I im Schritt 325
auf Eins gesetzt. Wenn das Merkbit den Wert 1 beinhaltet, so
ist der Betriebsmodus Initialisierung aktiv und die
Wertetabelle 20 bestimmt das Übertragungsverhalten des
Differential-Anteils 70. Dies bedeutet auf die Fig. 2
übertragen, dass der Schalter S1 betätigt wird. Dies hat zur
Folge, dass der Kontakt C3 und C2 schließt und der Kontakt
C1 öffnet.
Eine Abfrage 340 erkennt, ob die Fahrpedalstellung kleiner
als die Schwelle 5 ist. Erkennt gleichzeitig eine Abfrage
345, dass das Merkbit den Wert eins besitzt und eine Abfrage
350, dass die Drehzahl kleiner als die zweite
Drehzahlschwelle N2 ist, so wird im Schritt 355 der
Betriebsmodus Vorsteuern aktiviert. In diesem Betriebsmodus
gelangt der Parametersatz 30 zum Einsatz. Dies bedeutet auf
die Fig. 2 übertragen, dass der Schalter S2 betätigt wird.
Dies hat zur Folge, dass der Kontakt C4 schließt und der
Kontakt C5 öffnet.
Wurde der Block 355 bereits abgearbeitet, so folgt eine
Abfrage 360.
Wie in Fig. 3b dargestellt, überprüft die Abfrage 360, ob
das Merkbit den Wert Eins besitzt. Eine Abfrage 365 erkennt,
ob die Drehzahl N unter die Sollleerlaufdrehzahl NS abfällt.
Sind diese Bedingungen erfüllt, so wird im Schritt 370 der
Anfangswert UI0 für den Integral-Anteil berechnet. Hierzu
bildet die Maximalauswahl den Maximalwert aus dem momentanen
Ausgangssignal UD des Differential-Anteils und dem
momentanen Ausgangssignal UI des Integral-Anteils. Das
größere dieser beiden Signale wird als Anfangswert UI0
verwendet.
Im Schritt 375 wird der Startwert UI0, von dem aus der
Integral-Anteil aufintegriert, auf den im Schritt 370
berechneten Anfangswert gesetzt. Anschließend wird im
Schritt 380 das Merkbit wieder auf Null zurückgesetzt. Somit
ist wieder der Betriebsmodus Regeln aktiv. Das Unterprogramm
beginnt wieder von neuem mit der Abfrage 310.
Auf die Fig. 2 übertragen bedeutet dies, dass im Schritt
375 der Schalter S3 betätigt wird, dies hat zur Folge, dass
der Kontakt 6 schließt und der Kontakt 7 öffnet. Der
Integrator 40 nimmt somit den im Schritt 370 berechneten
Anfangswert an. Anschließend werden die Schalter S1, S2 und
S3 so betätigt, dass sie wieder die in Fig. 2
eingezeichnete Position einnehmen. Somit ist wieder der
Betriebsmodus Regeln erreicht.
Das erfindungsgemäße Verfahren wurde am Beispiel einer
selbstzündenden Brennkraftmaschine beschrieben, es lässt
sich aber ohne weiteres auch bei anderen
Brennkraftmaschinentypen anwenden. Das Stellwert 100
beeinflusst die von der Brennkraftmaschine abgegebene
Leistung. So hängt bei fremdzündenden Brennkraftmaschinen
die Stellung der Drosselklappe von der Stellung des
Fahrpedals ab. Das Stellwerk 100 beeinflusst in diesem Fall
die Drosselklappenposition. Anstelle der einzuspritzenden
Kraftstoffmenge tritt die Drosselklappenstellung.
Claims (10)
1. Verfahren zur Regelung der Leerlaufdrehzahl einer
Brennkraftmaschine, insbesondere einer selbstzündenden
Brennkraftmaschine mittels eines Reglers, der wenigstens einen
Integral-Anteil und einen Differential-Anteil aufweist, wobei das
Übertragungsverhalten des Reglers abhängig von wenigstens einem
Betriebsparameter der Brennkraftmaschine beeinflussbar ist, dadurch
gekennzeichnet, dass der Ingegral-Anteil abhängig von einer
Ausgangsgröße (DU) des Differential-Anteils beeinflussbar ist,
und/oder dass wenigstens ein Beiwert (KD, T), der das
Übertragungsverhalten des Differential-Anteils bestimmt, wenigstens
abhängig von der Drehzahl und der Fahrpedalstellung wählbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der
Beiwert (KD, T) ferner abhängig von der Kühlwassertemperatur
und/oder von der Kraftstofftemperatur wählbar ist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass ein Anfangswert (UI0) des Integral-Anteils auf
das Maximum aus der Ausgangsgröße des Integralanteils (UI0) und der
Ausgangsgröße des Differential-Anteils (DU) gesetzt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass ein erster Parametersatz (10) für die Beiwerte
(KD, T) verwendet wird, wenn die Fahrpedalstellung kleiner als eine
Schwelle (S) ist und die Drehzahl kleiner als eine Drehzahlschwelle
(N2) ist oder die Fahrpedalstellung größer gleich einer Schwelle ist
und die Drehzahl kleiner gleich eine erste Drehzahlschwelle (N1)
ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass ein zweiter Parametersatz (20) für die Beiwerte
(KD, T) verwendet wird, wenn die Fahrpedalstellung größer als die
Schwelle (5) ist und die Drehzahl größer als die erste Schwelle (N1)
ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der
zweite Parametersatz so gewählt ist, dass das der Differential-
Anteil keinen Einfluss besitzt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass ein dritter Parametersatz (30) für die Beiwerte
(KD, T) verwendet wird, wenn die Fahrpedalstellung kleiner als die
Schwelle (S) und die Drehzahl kleiner als eine zweite Schwelle (N2)
ist, wobei die zweite Schwelle (N2) bei einer größeren Drehzahl
liegt, als die erste Schwelle (N1).
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der
dritte Parametersatz (30) so gewählt ist, dass der Differential-
Anteil einen großen Einfluss besitzt.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Anfangswert (UI0) für den Integral-Anteil
auf das Ausgangssignal einer Maximalauswahl gesetzt wird, wenn die
Drehzahl die Leerlaufdrehzahl erreicht.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass das Ausgangssignal des Differential-Anteils
lediglich von der tatsächlichen Drehzahl abhängt.
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|---|---|---|---|
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