DE3328883A1 - Verfahren zur herstellung von polyolefinen - Google Patents
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DEA-13 825
Verfahren zur Herstellung von Polyolefinen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von Polyolefinen unter Verwendung eines neuen Polymerisationskatalysators.
Bekannt waren auf diesem Gebiet der Technik Katalysatoren, die aus einem Magnesiumhalogenid und einer Ubergangsmetallverbindung,
wie einer auf dem Magnesiumhalogenid aufgetragenen Titanverbindung, bestanden (Japanische
Patentveröffentlichung 12105/1964) und Katalysatoren, die durch gemeinsame Pulverisation eines Magnesiumhalogenids
und eines Titantetrachlorids erhalten wurden (BE-PS 742 112).
Im Hinblick darauf, daß bei der Herstellung von Polyolefinen eine möglichst hohe Katalysatoraktivität wünsehenswert
ist, ist das in der japanischen Patentveröffentlichung
12105/1964 beschriebene Verfahren noch verbesserungswürdig im Hinblick auf die Polymerisationsaktivität und obwohl das Verfahren gemäß DE-PS 742 112
zu einer ziemlich verbesserten Polymerisationsaktivität führt, läßt es immer noch Möglichkeiten
für eine Verbesserung.
In der DE-PS 2 137 872 wird ein Verfahren beschrieben, bei dem die Menge des verwendeten Magnesiumhalogenids
durch gemeinsames Vermählen des Magnesiumhalogenids mit
Titantetrachlorid und Aluminiumoxid wesentlich vermindert werden kann. Ein wesentlicher Anstieg der
Aktivität, bezogen auf den Feststoff, der als Richtlinie für die Produktionsleistung angesehen werden
kann, ist jedoch nicht zu erkennen und es ist somit wünschenswert einen Katalysator mit höherer Aktivität
zur Verfugung zu stellen.
Bei der Herstellung von Polyolefinen ist es darüber hinaus im Hinblick auf die Produktionsleistung und die
Handhabung der Polymeraufschlämmung erwünscht, daß die
Schüttdichte des gebildeten Polymeren möglichst hoch ist. Betrachtet man den Stand der Technik im Hinblick
darauf, so führt das in der japanischen Patentveröffentlichung 12105/1964 beschriebene Verfahren zu
Polymeren mit niederer Schüttdichte und ist unbefriedigend
im Hinblick auf die Polymerisationsaktivität, und das Verfahren gemäß BE-PS 742 112 ist ebenfalls
nachteilig darin, daß die Schüttdichte des gebildeten Polymeren ni'edrig ist, wenn auch eine hohe Polymerisationsaktivität
erreicht wird. Für beide Verfahren sind daher Verbesserungen wünschenswert.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die vorstehend beschriebenen Nachteile des Standes der
Technik auszuschalten und ein Verfahren zur Herstellung eines neuen Polymerisationskatalysators zur Verfügung
zu stellen, der hohe Polymerisationsaktivität zeigt, befähigt ist, ein Polymeres mit hoher Schüttdichte in
hoher Ausbeute herzustellen und der eine außerordentlich leichte Durchführung der kontinuierlichen PoIymerisation
ermöglicht. Aufgabe der Erfindung ist es außerdem,ein Verfahren zur Homo- oder Copolymerisation
von Olefinen in Gegenwart dieses Polyinerisationskatalysators zu schaffen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Polyolefinen durch Polymerisation bzw.
Copolymerisation mindestens eines Olefins in Gegenwart eines Katalysators, der aus einer Magnesium und
Silicium enthaltenden festen Substanz und einer Organometallverbindung
gebildet worden ist. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator eine
der nachstehenden Kombination (1) oder (2) umfaßt:
(1) I eine feste Substanz, gebildet durch Umsetzung (i) eines Magnesiumhalogenids,
(ii) einer Verbindung der allgemeinen Formel Me(OR) X , in der Me ein Element
η ζ—η
der Gruppen I bis VIII des Periodensystems der Elemente mit Ausnahme von
Silicium, Titan und Vanadium, R einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen,
X ein Halogenatom,
ζ die Wertigkeit von.Me und η eine Zahl entsprechend 0<niz bedeuten,
(iii) einer Verbindung der allgemeinen Formel R1 Si(OR") X. , in der R1 und
m η 4-m—η R" jeweils für Kohlenwasserstoffreste
mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen und X für ein Halogenatom stehen, m und ft
den Beziehungen 0έπι<4 und 0 <· η ^ 4 genügen
, wobei 0<m + n^4, und
(iv) einer Titanverbindung und/oder einer
Vanadiumverbindung;
II eine Verbindung der allgemeinen Formel
II eine Verbindung der allgemeinen Formel
R1 * ■
r3_4_ si-0 -h-R4, in der R1, R2 und R3 je-
12 q
R
R
weils für Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis
Kohlenstoffatomen, Älkoxygruppen, Wasserstoff
atome oder Halogenatome stehen, R" einen
Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen bedeutet und q eine Zahl
entsprechend 1=g^30 darstellt; und
III eine Organometallverbindung„
(2) I . eine feste Substanz„ erhalten durch Umsetzung
Ci) eines Magnesiumhalogenids,
^O · (ii) einer Verbindung der allgemeinen For- '■ ■
mel Me(ORL X , in der Me ein Element
der Gruppen I bis VIII des Periodensystems der Elemente„ ausgenommen
Silicium, Titan und Vanadium bedeutet, g, für einen Kohlenitfasserstoffrest mit
1 bis 24 Kohlenstoffatomen, X für ein
Halogenatom steht, ζ die Wertigkeit von Me bedeutet und η für 0<nüz
steht (,
(iii) einer Verbindung der allgemeinen Formel
R" SiiOR") X, „ in der R' und R" jeweils
für Kohlenwasserstoffreste mit
1 bis 24 Kohlenstoffatomen stehen,
X ein Hal'ogenatom bedeutet, m und η den Beziehungen 0έΐη<4 und 0<n=4
genügen, wobei 0<m + η =4 und * (iv) einer Titanverbindung und/oder einer
Vanadiumverbindung; und II ein Produkt, erhalten durch Umsetzung
(v) einer Verbindung der allgemeinen Forme]
10. R1
3 ! 4
R —f- Si - O-J— R ,
I q
k2
12 3 in der jetl^r der Reste R , R und R
Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, Alkoxygruppen,
Wasserstoffatome oder Halogenatome
4
bedeuten, R einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen und q eine Zahl entsprechend der Be-Ziehung 1=sq^30 bedeuten, mit
bedeuten, R einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen und q eine Zahl entsprechend der Be-Ziehung 1=sq^30 bedeuten, mit
(vi) einer Organometallverbindung.
Der erfindungsgemäße Katalysator besitzt sehr hohe Polymerisationsaktivität,
wodurch ein verminderter Partialdruck des Monomeren während der Polymerisation verursacht
wird, führt zu einem Polymeren mit hoher Schüttdichte und ermöglicht somit eine Verbesserung der Produktionsleistung,
verbleibt nach der Polymerisation in einer extrem kleinen Menge in dem gebildeten Polymeren,
so daß bei dem Verfahren zur Herstellung des Polyolefins die Stufe der Katalysatorentfernung weggelassen werden
β O OO
- 10
kann, führt su einer Vereinfachung der Stufe der
Polymer-Aufarbeitung und ermöglicht somit ein außerordentlich wirtschaftliches Gesamtverfahren zur Herstellung
von Polyolefinen»
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist die Menge des pro Einheit des Polymerisationsgefäßes gebildeten
Polymeren groß, \t&ll das Polymere hohe Schüttdichte ·
hat ο
Auch die Teilchengröße des gebildeten Polymeren ist vorteilhaft» So ist der Anteil an groben Teilchen und
feinen Teilchen von x^eniger als 50 pm trotz der hohen
Schüttdichte des gebildeten Polymeren gering, was die
Möglichkeit gibt, ein kontinuierliches Polymerisationsverfahren in einfacher Weise durchzuführen und was eine
einfache Handhabung der gebildeten Polymerteilchen ermöglicht„ beispielsweise bei der 2entrifugalabscheidung
in der Stufe der Polymeraufarbeitung oder beim Transport des pulverförmigen Polymeren.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die außerordentlich gute Wirksamkeit im Hinblick
auf die Wirtschaftlichkeit und Produktionsleistung der Polymerisation= Wie erwähnt 0 haben die mit Hilfe des
erfindungsgemäBen Katalysators hergestellten Polyolefine speziell eine hohe Schüttdichte und es itfird eine
geringere Wasserstoffkonzentration benötigt, als bei
bekannten Verfahren, um ein Polymeres mit dem gewünschten Schmelzindex herzustellen, so daß der Gesamtdruck
bei einem relativ niederen Wert x-jährend der gesamten
Polymerisation gehalten werden kann.
- 11 -
Darüber hinaus wird bei der Olefinpolymerisation unter Verwendung des erfindungsgemäßen Katalysators die Verminderung
der Olefin-Absorptionsrate im Verlauf der Zeit nicht beschleunigt, so daß die Polymerisation
während langer Dauer in Gegenwart einer geringen Menge des Katalysators durchgeführt werden kann.
Außerdem zeigen Polymere, die mit Hilfe des erfindungsgemäßen Katalysators hergestellt worden sind, eine
extrem schmale Molekulargewichtsverteilung und außerordentlich geringen Hey?": ^trakt, was anzeigt, daß
die Bildung von Niederpolymeren als Nebenprodukt unterdrückt wird. Infolgedessen ist es möglich, Produkte
guter Qualität, beispielsweise ein Produkt zur Filmherstellung zu erhalten, das überlegen ist im Hinblick auf die
Anti-Blocking-Eigenschaft.,
Der erfindungsgemäße Katalysator ist ein neuer Katalysator, der zahlreiche vorteilhafte charakteristische
Eigenschaften besitzt und der frei von den vorstehend erläuterten Nachteilen des Standes der' Technik ist. Es
ist sehr überraschend, daß die vorstehenden Vorteile in einfacher Weise durch Anwendung des erfindungsgemäßen
Katalysators realisiert werden können.
Die Erfindung wird nachstehend anhand bevorzugter .Ausführungsformen beschrieben.
Als erfindungsgemäß geeignetes Magnesiumhalogenid wird
ein im wesentlichen wasserfreies Magnesiumhalogenid verwendet. Zu Beispielen dafür gehören Magnesiumfluorid,
Magnesiumchlorid, Magnesiumbromid und Magnesiumiodid,
wobei Magnesiumchlorid besonders bevorzugt wird.
Als Beispiele für die erfindungsgemäß eingesetzte Verbindung der allgemeinen Formel Me(OR) X , in der Me,
η ζ—η
ζ, η und R die vorstehend gegebene Definition haben,
können verschiedene Verbindungen erwähnt werden, wie NaORi, Mg(OR)2, Mg(ORJX4, Ca(OR)3, Zn(OR)3, Zn(OR)X, Cd(OR)2,
Al(OR)3, Al(OR)2X, B(OR)3, B(OR)3X, Ga(QR)3^Ge(OR)4,
Sn (OR)4 ,P(OR)3., Cr(OR)2, Mn(OR)3, Fe(OR)3, Fe(OR)3,
Co(OR)- und Hi(QR)-, und als bevorzugtere spezielle Beispiele
seien Verbindungen genannt, itfie NaOC7H , NaQC.H , ·
MgCOCH3J2, Mg(OC2H5J2, Mg(OC3H5J2, Ca(OC3H5) 2, Zn(OC2H5J2,
Zn(OC3H5)Cl, Al(OCH3J3, AIfOC2H5J3, Al(OC3H5)2C1,
Al(OC3H7)3, Al(OC4H9J3, Al(OCgH5)3,
B (OC2Hg)3, B (OC3H5) 2Cl, P(OC2Hg)3,, P(OCgH5I3 und
Fe(OC4H9J3. ·
Erfindungsgemäß besonders bevorzugt werden Verbindungen,
die sich durch die allgemeinen Formeln Mg(OR) X ,
Al(OR) X-, und B(OR) X_ darstellen lassen „ Als
η 3-n η 3~n
Substituenten in diesen Formeln werden für' R Alkylgruppen
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und Phenylgruppen besonders bevorzugt=
Zu Beispielen für die Verbindung der allgemeinen Formel R0 Si(OR") Xa1n- , in der RB, R", m und η die vorstehend
gegebene Definition haben, gehören folgende Verbindungen: Monomethyltrimethoxysilan, Monömethyltriethoxysilan,
Monomethyltri-n-butoxysilan, Monomethyltri-sec-butoxysilan,
Monomethyltriisopropossysilan, Monomethyltripentoxysilan,
Eäonomethyltrioctoxysilan, Monome thyl tr istearoxysilan,
Monomethyltriphenoxysilan/ Dimethyldisnethöxysilan,
Dirne thyldiethoxy silan, Dime thy Idiisopropoxy silan,
Dimethyldiphenoxysilan, Trimethylmonoethoxysilan,
Trimethylmonoethoxysilan, Trimethylmonoisopropoxysilan,
Trirnethylmonophenoxysilan, Monomethyldimethoxymonochlorsilan,
Monomethyldiethoxymonochlorsilan, Monomethylxnonoethoxydichlorsilan,
Monomethyldiethoxymonochlorsilan, Monomethyldiethoxymonobromsilan, Monomethyldiphenoxymonochlorsilan,
Dimethylmonoethoxymonochlorsilan, Monoethyltrimethoxysilan, Monoethy1triethoxysilan,
Monoethyltriisopropoxysilan, Monoethyltriphenoxysilan,
Diethyldimethoxysilan, Diethyldiethoxysilan, Di-
TO ethyldiphenoxysilan, Triethylmonomethoxysilan, Triethylraonoethoxysilan,
Triethylmonophenoxysilan, Monoethyldimethoxymonochlorsilan/
Monoethyldiethoxymonochlorsilan, Monoethyldiphenoxymonochlorsilan, Monoisopropyltrimethoxysilan,
Mono-n-butyltrimethoxysilan,
Mono-n-butyltriethoxysilan, Mono-sec-butyltriethoxysilan,
Monophenyl.triethoxysilari/ Diphenyldiethoxysilan,
Diphenylmonoethoxymonochlorsilan, Monomethoxytrichlorsilan,
Monoethoxytrichlorsilan, Monoisopropoxytrichlorsilan,
Mono-n-butoxytrichlorsilan, Monopentoxytrichlorsilan,
Monooctoxytrichlorsilan, Monostearoxytrichlorsilan,
Monophenoxytrichlorsilan, Mono-p-methylphenoxytrichlorsilan,
Dimethoxydichlorsilan, Diethoxydichlorsilan,
Diisopropoxydichlorsilan, Triethoxymonochlorsilan,
Triisopropoxymonochlorsilan, Tri-n-butoxymonochlorsilan,
Tri-sec-butoxymonochlorsilan, TetraethoxysiXan
und Tetraisopropoxysilan.
Als Beispiele für die erfindungsgemäß eingesetzte
Titanverbindung und/oder Vanadiimiveibindung können
Halogenide, Alkoxyhalogenide, Alkoxide und halogenierte
Oxide des .Titans und/oder Vanadiums erwähnt werden.
β « ι«
- 14 -
Zu geeigneten Beispielen für Titanverbindungen gehören Verbindungen des vierwertigen und des dreiwertigen
Titans. Als vierwertige Titanverbindungen werden Verbindungen der allgemeinen Formel Ti(OR) X. bevorzugt,
ρ η —ρ
worin R eine Alkyl-, Aryl- oder Aralkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, X ein Halogenatom und ρ eine Zahl
entsprechend 0^pi4 bedeuten, beispielsweise Titantetrachlorid,
Titantetrabromid, Titantetraiodid, Monomethoxytrichlortitan,
Dimethoxydichlortitan, Trimethoxymonochlortitan,
Tetramethoxytitan, Monoethoxytrichlortitan,
Diethoxydichlortitan, Triethoxymonochlortitan,
Tetraethoxytitan^ Monoisopropoxytrichlortitan, Diisopropoxydichlortitan,
Triisopropoxymonochlortitan, Tetraisopropoxytitan,
Monobutoxytrichlortitan, Dibutoxydichlor-
titan 0 Monopentoxytrichlortitan„ Monophenoxytrichlortitan,
Diphenoxydichlortitan, Triphenoxymonochlortitan und Tetraphenoxytitanο Als Beispiele für dreiwertige
Titanverbindungen seien Titantrihalogenide erwähnt, die
durch Reduktion von Titantetrahalogeniden, itfie Titantetrachlorid
und Titantetrabromidj, mit Wasserstoff,
Aluminium, Titan oder einer Organometallverbindung eines Metalls der Gruppen I bis III des Periodensystems
erhalten werden, soitfie dreix-jertige Titanverbindungen,
die durch Reduktion von vierwertigen Alkoxytitanhalogeniden der allgemeinen Formel TiCQR) X„_ mit einer Organometallverbindung
eines Metalls der Gruppen I bis III des Periodensystems der Elemente erhalten werden, wobei R
eine Alkyl-, Aryl- oder Aralkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen
und r eine Zahl entsprechend 0<r^4 bedeuten.
Als Beispiele für Vanadiumverbindungen seien Verbindungen des vierwertigea Vanadiums 0 wie Vanadiumtetrachlorid,
Vanadiumtetrabromid, Vanadiumtetraiodid und Tetraethoxyvanadium,
Verbindungen des fünfwertigen Vanadiums, wie Vanadiumoxytrichlorid, Ethoxydichlorvanadyl, Triethoxyvanadyl
und Tributoxyvanadyl, und Verbindungen
des dreiwertigen Vanadiums, wie Vanadiumtrichlorid und
Vanadiumtriethoxid, erwähnt.
Für die Zwecke der Erfindung werden Verbindungen des vierwertigen Titans am stärksten bevorzugt.
Zur besseren Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Katalysators
werden häufig die Titanverbindung und die Vanadiumverbindung in Kombination eingesetzt. In diesem
Fall liegt vorzugsweise das Molverhältnis von Vanadiumverbindung zu Titanverbindung V/Ti im Bereich von 2 :
bis bis 0,01 : 1 .
Zu geeigneten Beispielen für die Verbindung der allgemeinen Formel
R1
R3—(-Si - 0 4-qR4,
R3—(-Si - 0 4-qR4,
die erfindungsgemäß eingesetzt wird, gehören Verbindungen der allgemeinen Formel R1 Si(OR") X- , die
mn 4—m—η
als Katalysatorkomponente I verwendet werden, sowie geradekettige oder zyklische Polysiloxane mit wiederkehrenden
Einheiten
R1
I
-f- Si - 0 4· , die durch Kondensation der Verbindungen
-f- Si - 0 4· , die durch Kondensation der Verbindungen
R1 Si(OR") X- erhalten werden,
m η 4-m—η
Das Verfahren zur Herstellung der Katalysatorkomponente I durch Umsetzung (i) eines Magnesiumhalogenids, (ii) einer
Verbindung der allgemeinen Formel Me(OR) X _ ,. (iii) einer Verbindung der allgemeinen Formel
R1 Si(OR") X. und (iv) einer Titanverbindung und/oder einer Vanadiumverbindung unterliegt keiner speziellen
Beschränkung. So können beispielsweise diese Bestandteile
unter Erhitzen auf eine Temperatur im Bereich von 20 bis 400 C, vorzugsweise 50 bis 300 C, miteinander
in Berührung gebracht und umgesetzt werden, was gewöhnlich während 5 Minuten bis 20 Stunden in Abwesenheit
oder Gegenwart eines inerten Lösungsmittels erfolgt,
oder sie können durch eine gemeinsame Pulverisationsbehandlung
umgesetzt oder durch eine Kombination dieser Methoden umgesetzt werden. Die Reihenfolge der
Umsetzung dieser Bestandteile (i) bis (iv) ist ebenfalls nicht speziell beschränkt»
Als inertes Lösungsmittel„ das ebenfalls keiner speziellen
Beschränkung unterliegt, eignen sich Kohlenwasserstoff
e .und/oder deren Derivate, welche Ziegler-Katalysatoren
nicht desaktivieren. Zu Beispielen dafür gehören gesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffe, .
aromatische Kohlenwasserstoffe und alicyclische Kohlenwasserstoffe,
wie Propan, Butan, Pentan, Hexan-, Heptan, Octan„ Benzol, Toluol, Xylol und Cyclohexan,
sowie Alkohole, Ether und Ester, wie Ethanol, Diethylether, Tetrahydrofuran, Ethylacetat und Ethylbenzoat.
Wenn die Reaktion mit Hilfe einer Behandlung der gemeinsamen
Pulverisation durchgeführt wird, so unterliegt
die Vorrichtung für die gemeinsame Pulverisation keiner speziellen Beschränkung. Normalerweise werden jedoch
Kugelmühlen, Vibrationsmühlen, Stabmühlen oder Schlagmühlen eingesetzt. Die Bedingungen, wie die Pulverisationstemperatur
und -dauer können in einfacher Weise durch den Fachmann in Abhängigkeit von der Art der Pulverisation
eingestellt werden. Im allgemeinen liegt die Pulverisationstemperatur im Bereich von 0 bis 200 C,
vorzugsweise 20 bis 100 C und die Pulverisationsdauer im Bereich von 0,5 bis 5C Jtnnden, vorzugsweise 1 bis
30 Stunden. Der Vorgang der gemeinsamen Pulverisation sollte natürlich unter einer Inertgasatmosphäre durchgeführt
werden und Feuchtigkeit sollte soweit wie möglich ausgeschlossen werden.
Im Hinblick auf das Mischungsverhältnis von Magnesiumhalogenid
und der Verbindung der allgemeinen Formel Me(OR) X ist zu berücksichtigen, daß eine zu große
Menge der genannten Verbindung zu einer Verminderung der Polymerisationsaktivität führen kann. Ein wünschenswerter
Bereich für die Herstellung eines hochaktiven Katalysators beträgt, ausgedrückt als Molverhältnis
von Magnesiumhalogenid zu der Metallverbindung Mg/Me, 1/0,001 bis 1/20, vorzugsweise 1/0,01 bis
1/1 und insbesondere 1/0,05 bis 1/0,5.
Was das Mischungsverhältnis von Magnesiumhalogenid zu der Verbindung der allgemeinen Formel R1 Si(OR") X.
mn 4-m-n
betrifft, so führt sowohl eine zu große Menge der genannten Verbindung, als auch eine zu kleine Menge dieser
Verbindung der allgemeinen Formel R1 Si(OR") X.
m 'n 4-m-n
3Q zu einem nicht sehr wirksamen Katalysator.
Ein wünschenswerter Bereich liegt/ ausgedrückt als Molverhältnis Mg/Si-Verbindung, im Bereich von
1/Oi01 bis 1/1, vorzugsweise 1/0/05 bis 1/0,5.
Die Menge der Titanverbindung und/oder Vanadiumverbindung
wird vorzugsweise so eingestellt/ daß die Menge des in dem Katalysatorbestandteil I enthaltenen
Titans und/oder Vanadiums im Bereich von 0,5 bis 20 Gew.-% liegt. Der Bereich von 1 bis 10 Gew„-% ist besonders
wünschenswert zum Erzielen einer wohlausgewogenen Aktivität pro Titan- und/oder Vanadium und pro Feststoff.
Was die Menge der Verbindung der allgemeinen Formel
E1
3 I 4
R —fSi - O-$-R betrifft, die erfindungsgemäß als Kata-
R —fSi - O-$-R betrifft, die erfindungsgemäß als Kata-
I2
9
Iysatorbestandteil II eingesetzt wird, so ist sowohl
eine zu große als auch eine zu geringe Menge dieser Verbindung nicht wirksam. Normalerweise wird diese
Verbindung in einer Menge im Bereich von 0,1 bis 100 Mol, vorzugsweise 0,3 bis 20 Mol, pro Mol der Titanverbindung
und/oder Vanadiumverbindung in der Katalysatorkomponente I angevjendet.
Erfindungsgemäß ist außerdem zu bevorzugen, daß der so
erhaltene Katalysatorbestandteil I auf ein Oxid eines Metalls der Gruppen II bis IV des Periodensystems der
Elemente aufgetragen wird. Als solches Oxid können nicht nur Oxide von Metallen der Gruppen II bis IV
des Periodensystems der Elemente, sondern auch deren Doppeloxide verwendet werden und natürlich eignen sich
auch Gemische solcher Oxide, Zu Beispielen für diese
Oxide gehören MgO/ CaO, ZnO, BaO, SiO3, SnO2, Al3O3,
MgO-Al2O3, SiO2-Al3O3, MgO-SiO2, MgO-CaO-Al2O3 und
Al2O3-CaO, wobei SiO3, Al3O3, SiO2-Al2O3 und MgO-Al3O3
besonders bevorzugt werden.
Die Methode zum Auftragen des Katalysatorbestandteils I
auf das vorstehend erwähnte Metalloxid unterliegt keiner speziellen Beschränkung. Als bevorzugtes Beispiel kann
eine Methode angewendet werden, bei der die Bestandteile (i), (ii), (iii) und (iv) unter Erhitzen in einem
Ether als Lösungsmittel L·* Gegenwart des Metalloxids
umgesetzt werden und danach die flüssige Phase entfernt wird oder eine Methode, bei der ein durch gemeinsame
Pulverisation der Bestandteile (i) und (ii) erhaltenes Produkt in einem Ether als Lösungsmittel in Gegenwart
des Metalloxids umgesetzt wird, danach die flüssige Phase entfernt wird und danach die Bestandteile (iii) und (iv)
damit in einem inerten Lösungsmittel unter Erhitzen umgesetzt werden.
Als Beispiele für erfindungsgemäß verwendete Organometallverbindungen
sind Organometallverbindungen von Metallen der Gruppen I bis IV des Periodensystems der Elemente zu
nennen, die als Bestandteil von Ziegler-Katalysatoren bekannt
sind. Besonders bevorzugt werden Organoaluminiumverbindungen und Organozinkverbindungen. Konkrete Beispiele
dafür sind Organoaluminiumverbindungen der allgemeinen Formel R3Al, R3AlX, RAlX3, R3AlOR, RAl(OR)X und
R3Al^X3, in denen die Reste R gleich oder verschieden
sein können und jeweils Alkyl- oder Arylgruppen mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen bedeuten und X ein Halogenatom darstellt,und
Organozinkverbindungen der allgemeinen Formel R2Zn, worin die Reste R gleich oder verschieden sein
können und jeweils Alkylgruppen mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen bedeuten, wie Triethylaluminium, Triisopropylaluminium,
Triisobutylaluminium, Tri-sec.-buty!aluminium,
Tri-tert.-buty!aluminium, Trihexylaluminium, Trioctyl-
I
aluminium, Diethylaluminiumchlorid, Diisopropylaluminiumchlorid, Ethylaluminiumsesquichlorid, Diethylzink und Gemische solcher Verbindungen. Gemeinsam.mit diesen Organometallverbindungen können organische Carbonsäureester eingesetzt werden, wie beispielsweise Ethylbenzoat, Ethyl-o- oder -p-toluylat und Ethyl-p-anisat.
aluminium, Diethylaluminiumchlorid, Diisopropylaluminiumchlorid, Ethylaluminiumsesquichlorid, Diethylzink und Gemische solcher Verbindungen. Gemeinsam.mit diesen Organometallverbindungen können organische Carbonsäureester eingesetzt werden, wie beispielsweise Ethylbenzoat, Ethyl-o- oder -p-toluylat und Ethyl-p-anisat.
Die Menge der verwendeten Organometallverbindung unterliegt keiner speziellen Beschränkung, liegt jedoch gewöhnlich im Bereich von 0,1 bis 1000 Mol pro Mol der
Titanverbindung und/oder Vanadinverbindung.
Erfindungsgemäß kann darüber hinaus die Verbindung der
allgemeinen Formel
3 ^
R —4-Si - 0 4-R
R —4-Si - 0 4-R
A2 q
mit der vorstehend angegebenen Organometallverbindung umgesetzt werden und das so erhaltene Produkt verwendet
werden. In diesem Fall liegt das Reaktantenverhältnis im Bereich von 1 : 500 bis 1 s 1, vorzugsweise 1 : 100
bis 1 ; 2, angegeben als Verhältnis der Verbindung der
vorstehenden allgemeinen Formel zu Organometallverbindung (Molverhältnis).
Das Produkt, das durch Reaktion der Verbindung der allgemeinen Formel
R1
3 I 4
3 I 4
R-3-(-Si -04-R
A2 9
mit der Organometallverbindung erhalten wird, wird in einer Menge verwendet, die vorzugsweise im Bereich von
0,1 : 1 bis 100 : 1 und insbesondere 0,3 : 1 bis 20 : 1,
angegeben als Molverhältnis Si : Ti und/oder V, bezogen auf die Titanverbindung und/oder Vanadiumverbindung in
dem Katalysatorbestandteil I liegt.
Die Ölefinpolymerisation unter Verwendung des erfindungsgemäßen
Katalysators kann in Form einer Aufschlämmungspolymerisation,
Lösungspolymerisation oder Dampfphasenpolymerisation
durchgeführt werden, wobei die Dampfphasenpolymerisation
und die Aufschlämmungspolymerisation besonders geeignet sind.
Die Polymerisationsreaktion wird in gleicher Weise wie die übliche Olefin-Polymerisationsreaktion unter Ver-Wendung
eines Ziegler-Katalysators durchgeführt. Das bedeutet, daß die Reaktion unter im wesentlichen sauerstoff-
und wasserfreien Bedingungen und in Gegenwart oder Abwesenheit eines inerten Kohlenwasserstoffes
durchgeführt wird. Zu geeigneten Bedingungen für die Olefinpolymerisation gehören Temperaturen im Bereich
von 20 bis 120 0C, vorzugsweise 50 bis 100 °C, und
ein Druck im Bereich von Atmosphärendruck bis 70 bar (kg/cm ), vorzugsweise 2 bis 60 bar (kg/cm ). Die Einstellung
des Molekulargewichts kann in gewissem Maß durch Veränderung der Polymerisationsbedingungen, wie
der Polymerisationstemperatur und des Molverhältnisses des Katalysators, erfolgen; die Zugabe von Wasserstoff
zu dem Polymerisationssystem ist jedoch zu diesem Zweck
wirksamer. Natürlich können unter Verwendung des erfindungsgemäßen Katalysators ohne Schwierigkeit 2- oder
mehrstufige Polymerisationsreaktionen "unter Anwendung
unterschiedlicher Polymerisationsbedingungen, wie unterschiedlicher Wasserstoffkonzentrationen und
unterschiedlicher Polymerisationstemperaturen, durchgeführt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist zur Polymerisation
aller Olefine geeignet, die mit Hilfe eines Ziegler-Katalysators polymerisierbar sind. Bevorzugt werden
insbesondere a-Olefine mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen.
So eignet sich das erfindungsgemäße Verfahren beispielsweise zur Homopolymerisation solcher a-01efine, wie
Ethylen, Propylen, Buten-1, Hexen-1, 4-Methylpenten-1
und Octen-1, zur Copolymerisation von Ethylen und Propylen,
Ethylen und Buten-1, Ethylen und Hexen-1, Ethylen und 4-Methylpenten-1, Ethylen und Octen-1 und Propylen
und Buten-1, sowie zur Copolymerisation von Ethylen und zwei oder mehr anderen a-Olefinen.
Bevorzugt wird außerdem die Copolymerisation mit Dienen zur Modifizierung von Polyolefinen, beispielsxveise
mit Butadien, Hexadien-1,4, Ethylidennorbornen und Cyclopentadien.
Die Erfindung wird durch die nachstehenden Beispiele ausführlicher erläutert, ohne daß sie auf diese beschränkt
sein soll.
Beispiel 1
(a) Herstellung des festen Katalysatorbestandteils I
(a) Herstellung des festen Katalysatorbestandteils I
10 g handelsübliches wasserfreies Magnesiumchlorid, 2,3 g Aluminiumtriethoxid, 3,2 g Tetraethoxysilan und
2,5 g Titantetrachlorid wurden in ein Gefäß aus rostfreiem. Stahl mit einem Fassungsvermögen von 400 ml gegeben,
das 25 Kugeln aus rostfreiem Stahl mit einem Durchmesser von 1,27 cm enthielt, und das Mahlen in der
Kugelmühle wurde 16 Stunden bei Raumtemperatur unter einer Stickstoffatmosphäre durchgeführt. Auf diese Weise
wurde ein fester Katalysatorbestandteil I erhalten, der 35 mg Titan pro g enthielt.
(b) Polymerisation
Als Dampfphasen-Polymerisationsvorrichtung wurde ein
Autoklav aus rostfreiem Stahl verwendet und ein Kreislauf wurde mit Hilfe eines Gebläses, einer Strömungsreglervorrichtung
und eines Trockenzyklons ausgebildet. Die Temperatur des Autoklaven wurde durch Leiten von
warmem Wasser durch den Mantel eingestellt.
In den auf 80 C eingestellten Autoklaven wurden der vorstehend erwähnte feste Katalysatorbestandteil I in
einer Rate von 50 mg/h, Monomethyltriethoxysilan in einer Rate von 2 mMol/h und Triethylaluminium in einer
Rate von 5 mMol/h eingeleitet und außerdem wurden gasförmiges Buten-T, Ethylen und Wasserstoff zugeführt,
wobei das Molverhältnis von Buten-1/Ethylen in der
Dampfphase.in dem Autoklaven auf 0,28 und die Wasserstoff konzentration auf 17 % des Gesamtdruckes eingestellt
wurden. Die Polymerisation wurde dann durchgeführt, während der Gesamtdruck durch Zirkulieren der
Gaseim Inneren des Systems mit Hilfe des Gebläses bei 10 bar überdruck (10 kg/cm G) gehalten wurde.
Dabei wurde ein Ethylen-Copolymeres mit einer Schüttdichte von 0,35, einem Schmelzindex (MI) von 1,0 und
einer Dichte von 0,9217 gebildet. Die Katalysatoraktivität
betrug 294 000 g Copolymeres/g Ti.
Nach kontinuierlichem Betrieb während 10 Stunden wurde der Autoklav geöffnet und sein Inneres überprüft. Dabei
wurde gefunden, daß die Innenwand und der Rührer sauber und frei von anhaftendem Polymeren waren.
F.R.-Wert (F.R. = MI,„/MI- 1C), der das Verhältnis des
Schmelzindex (MI10) des Copolymeren, bestimmt unter einer
Belastung von 10 kg,zu dem Schmelzindex (MI_ 1g)
des Copolymeren, bestimmt bei einer Belastung von 2,16 kg
darstellt, betrug bei 190 °C gemäß der Methode nach ASTM-D1238-73 6,7 und die Molekulargewichtsverteilung
war somit extrem schmal.
Wenn ein aus diesem Copolymeren gebildeter Film in siedendem Hexan 10 Stunden lang extrahiert wurde, betrug
sein Hexanextrakt 0,5 Gew.-% und war somit sehr gering.
Vergleichsbeispiel 1
Die kontinuierliche Dampfphasenpolymerisation von Ethylen und Buten-1 wurde in gleicher Weise wie in
Beispiel 1 durchgeführt, mit der Abänderung, daß kein Monomethyltriethoxysilan zugesetzt wurde. Dabei wurde
ein Ethylen-Copolymeres mit einer Schüttdichte von 0,30,
einer Dichte von 0,9210 und einem Schmelzindex von 1,3 erhalten. Die Katalysatoraktivität betrug 310 000 g
Copolymeres/g Ti.
Der F.Ro-Wert dieses Copolymeren betrug 7,3 und wenn
ein aus dem Copolymeren gebildeter Film 10 Stunden
lang in siedendem Hexan extrahiert wurde, betrug sein Hexanextrakt 1,6 Gew.-%.
lang in siedendem Hexan extrahiert wurde, betrug sein Hexanextrakt 1,6 Gew.-%.
10 ml Ethanol, 20 g wasserfreies Magnesiumchlorid und 4,6 g Triethoxybor wurden in einen mit magnetischem
Induktionsrührer versehenen 300 ml-Dreihalskolben gegeben und 3 Stunden lana -inter Rückfluß umgesetzt.
Dann wurden 150 ml η-Hexan zugesetzt, um das Reaktionsprodukt auszufällen. Nach dem Stehenlassen wurde dann die überstehende Flüssigkeit entfernt und das Produkt unter Vakuum bei 200 0C getrocki
trockenes Pulver erhalten wurde,
Induktionsrührer versehenen 300 ml-Dreihalskolben gegeben und 3 Stunden lana -inter Rückfluß umgesetzt.
Dann wurden 150 ml η-Hexan zugesetzt, um das Reaktionsprodukt auszufällen. Nach dem Stehenlassen wurde dann die überstehende Flüssigkeit entfernt und das Produkt unter Vakuum bei 200 0C getrocki
trockenes Pulver erhalten wurde,
unter Vakuum bei 200 C getrocknet, wobei ein weißes
11 g des vorstehend gebildeten weißen Pulvers, 3,0 g
Diethoxydxethylsilan und 2,4 g Titantetrachlorid wurden in ein Gefäß aus rostfreiem Stahl mit einem Fassungsvermögen von 400 ml gegeben, das 25 Kugeln aus
rostfreiem Stahl mit einem Durchmesser von je 1,27 cm enthielt; und das Mahlen in der Kugelmühle wurde
10 Stunden bei Raumtemperatur unter einer Stickstoffatmosphäre durchgeführt, wobei eine feste Katalysatorkomponente I gebildet wurde, die 39 g Titan pro Gramm enthielt.
Diethoxydxethylsilan und 2,4 g Titantetrachlorid wurden in ein Gefäß aus rostfreiem Stahl mit einem Fassungsvermögen von 400 ml gegeben, das 25 Kugeln aus
rostfreiem Stahl mit einem Durchmesser von je 1,27 cm enthielt; und das Mahlen in der Kugelmühle wurde
10 Stunden bei Raumtemperatur unter einer Stickstoffatmosphäre durchgeführt, wobei eine feste Katalysatorkomponente I gebildet wurde, die 39 g Titan pro Gramm enthielt.
Die kontinuierliche Dampfphasenpolymerisation von
Ethylen und Buten-1 wurde in gleicher Weise wie in
Beispiel 1 durchgeführt, mit der Abänderung, daß
der vorstehend angegebene feste Katalysatorbestandteil I in einer Rate von 50 mg/h zugeleitet wurde.
Auf diese Weise wurde ein Ethylen-Copolymeres erhalten,
Ethylen und Buten-1 wurde in gleicher Weise wie in
Beispiel 1 durchgeführt, mit der Abänderung, daß
der vorstehend angegebene feste Katalysatorbestandteil I in einer Rate von 50 mg/h zugeleitet wurde.
Auf diese Weise wurde ein Ethylen-Copolymeres erhalten,
ν « «η t * «ι
- 26 -
das eine Schüttdichte von 0,33, eine Dichte von 0,9220
und einen Schmelzindex von 1,2 hatte. Die Katalysatoraktivität betrug 340 000 g Copolymeres/g Ti und war
somit sehr hoch.
Nach dem kontinuierlichen Betrieb während 10 Stunden wurde der Autoklav geöffnet und sein Inneres überprüft.
Dabei wurde gefunden, daß die Innenwand und der Rührer sauber und frei von anhaftendem Polymeren waren.
Der F.R-Wert dieses Copolymeren betrug 6,9 und wenn ein
aus dem Copolymeren gebildeter Film 10 Stunden lang in siedendem Hexan extrahiert wurde, betrug sein Hexanextrakt
0,8 Gew.-% und war somit sehr klein.
10 g wasserfreies Magnesiumchlorid, 3,1 g Diethoxymagnesium und 2,9 g Titantetrachlorid wurden in das
in Beispiel 1 beschriebene Kugelmühlengefäß gegeben und
während 5 Stunden bei Raumtemperatur unter einer Stickstof fatmosphäre in der Kugelmühle gemahlen.. Dann wurden
3,8 g Methyltriethoxysilan zugesetzt, wonach weitere 12 Stunden in der Kugelmühle gemahlen wurde, wobei ein
fester Katalysatorbestandteil I erhalten wurde, der 37 mg Titan pro Gramm enthielt.
Die kontinuierliche Dampfphasenpolymerisation von Ethylen und Buten-1 wurde in gleicher Weise wie in
Beispiel 1 durchgeführt, mit der Abänderung, daß der soeben hergestellte feste Katalysatorbestandteil I
in einer Rate von 50 mg/h zugeleitet wurde.und daß
ein Gemisch/ das durch Umsetzung von Triethylaluminium
und Tetraethoxysilan in einem Verhältnis von 1 Mol Triethylaluminium und 0,1 Mol Tetraethoxysilan bei
85 0C während 2 Stunden erhalten worden war, in einer
Rate von 5 mMol/h, bezogen auf Aluminium, zugeleitet wurde. Auf diese Weise wurde ein Ethylen-Copolymeres
erhalten, das eine Schüttdichte von 0,34, eine Dichte von 0,9215.und einen Schmelzindex von 0,95 hatte. Die
Katalysätoraktivität betrug 258 000 g Copolymeres/g Ti und war somit sehr hoch.
Nach 10-stündigem kontinuierlichem Betrieb wurde der
Autoklav geöffnet und sein Inneres überprüft. Dabei wurde gefunden, daß die Innenwand und der Rührer sauber
und frei von anhaftendem Polymeren waren.
Der F.R.-Wert dieses Copolymeren betrug 6,7. Wenn ein
aus dem Copolymeren gebildeter Film 10 Stunden lang in siedendem Hexan extrahiert wurde, betrug sein Hexan-.
extrakt 0,4 Gew.-% und war somit sehr klein.
10 g wasserfreies Magnesiumchlorid und 2,1 g Diethoxyphosphor (P(OEt)3 wurden in das in Beispiel 1 beschriebene
Kugelmühlengefäß gegeben und 3 Stunden bei Raumtemperatur unter einer Stickstoffatmosphäre in der
Kugelmühle gemahlen. Dann wurden 4,5 g Tetraisopropoxysilan
und 3,0 g Titantetrachlorid zugesetzt und weitere 16 Stunden in der Kugelmühle gemahlen, wobei ein fester
Katalysatorbestandteil I erhalten wurde, der 37 mg Titan pro Gramm enthielt.
Die kontinuierliche Dampfphasenpolymerisation von
Ethylen und Buten-1 wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, mit der Abänderung, daß
der vorstehend hergestellte feste-Katalysatorbestandteil I in einer Rate von 50 mg/h und Monophenyltriethoxysilan
anstelle des Monomethyltriethoxysilans in einer Rate von 0,25 mMol/h zugeführt wurden. Auf diese
Weise wurde ein Ethylen-Copolymeres erhalten, das eine Schüttdichte von 0,35, eine Dichte von 0,9218 und einen
Schmelzindex von 1,1 hatte. Die Katalysatoraktivität betrug 270 000 g Copolymeres/g Ti und war somit sehr
hoch.
Nach kontinuierlichem Betrieb während 10 Stunden wurde der Autoklav geöffnet und sein Inneres überprüft. Dabei
wurde gefunden, daß die Innenwand und der Rührer sauber' und frei von anhaftendem Polymeren waren.
Der.F.R.-Wert dieses Copolymeren betrug 7,0. Wenn ein
aus dem Copolymeren gebildeter Film in siedendem Hexan extrahiert wurde, betrug der Hexanextrakt 0,9 Gew.-%
und war somit sehr klein.
10g wasserfreies Magnesiumchlorid, 3,5 g Diethoxyzink
und 2,8 g Diisopropoxydichlortitan wurden in das in Beispiel 1 beschriebene Kugelmühlengefäß gegeben und
das Mahlen in der Kugelmühle wurde 16 Stunden lang bei Raumtemperatur unter einer Stickstoffatmosphäre durchgeführt.
Dann wurden 3,8 g Triethoxymonochlorsilan zugefügt- und weitere 7 Stunden in der Kugelmühle gemahlen,
wobei ein fester Katalysatorbestandteil I erhalten wurde, der 28 g Titan pro Gramm enthielt.
- 29 -
Die kontinuierliche Dampfphasenpolymerisation wurde in
gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, mit der Abänderung, daß der vorstehend hergestellte feste Katalysatorbestandteil
I in einer Rate von 50 mg/h und Tetraethoxysilan anstelle von Monomethylethoxysilan in
einer Rate von 0,25 mMol/h zugeleitet wurden. Dabei wurde
ein Ethylen-Copolymeres gebildet, das eine Schüttdichte von 0,39, eine Dichte von 0,9224 und einen
Schmelzindex von 1,2 hatte. Die Katalysatoraktivität betrug 330 000 g Copol^.^res /g Ti und war somit sehr
hoch.
Nach kontinuierlichem Betrieb während 10 Stunden wurde der Autoklav geöffnet und sein Inneres überprüft. Dabei
wurde gefunden, daß die Innenwand und der Rührer sauber und frei von anhaftendem Polymeren waren.
Der F.R.-Wert dieses Copolymeren betrug 7,0 und wenn
ein aus dem Copolymeren gebildeter Film 10 Stunden lang
in siedendem Hexan extrahiert wurde, betrug sein Hexanextrakt 0,7 Gew.-% und war somit sehr gering.
Ein 2-1-Autoklav aus rostfreiem Stahl, der mit einem
Induktionsrührer versehen war, wurde mit Stickstoff gespült und mit 1000 ml Hexan beschickt. Dann wurden
1 mMol Triethylaluminium, 0,1 mMol Tetraethoxysilan und 10 mg der in Beispiel 1 erhaltenen festen Katalysatorkomponente
I zugegeben und die Temperatur unter Rühren auf 85 0C erhöht. Der Druck des Systems wurde
durch Einleiten von Stickstoff auf 2 bar überdruck
2
(2 kg/cm G) eingestellt, wonach Wasserstoff bis zu
(2 kg/cm G) eingestellt, wonach Wasserstoff bis zu
einem Gesamtdruck von 5 bar über Atmosphärendruck
2
(5 kg/cm .G) eingeleitet und schließlich Ethylen bis zu einem Gesamtdruck von 10 bar über Atmosphären-
(5 kg/cm .G) eingeleitet und schließlich Ethylen bis zu einem Gesamtdruck von 10 bar über Atmosphären-
2
druck (10 kg/cm G) eingeleitet wurden. Unter diesen Bedingungen wurde die Polymerisation gestartet und dann 1 Stunde lang durchgeführt, während der Innendruck des
druck (10 kg/cm G) eingeleitet wurden. Unter diesen Bedingungen wurde die Polymerisation gestartet und dann 1 Stunde lang durchgeführt, während der Innendruck des
Autoklaven bei 10 bar über Atmosphärendruck (10 kg/cm .G)
gehalten wurde. Danach wurde die Polymeraufschlämmung in ein Becherglas übergeführt und Hexan wurde unter .
vermindertem Druck entfernt. Dabei wurden 116 g weißes
Polyethylen mit einem Schmelzindex von 1,0,einer
Dichte von 0,9631 und einer Schüttdichte von 0,38 erhalten. Die Katalysatoraktivität betrug 66 300 g Polyethylen/g
Ti.h.C3H4-Druck bzw. 2320 g Polyethylen/
g Feststoff.h.G-H.-Druck.
Der F.R.-Wert des Polyethylens betrug 7,5. Das Produkt
hatte eine sehr schmale·Molekulargewichtsverteilung,
verglichen mit dem Polymeren des Vergleichsbeispiels 2. Sein Hexanextrakt betrug 0,2 Gew.-%.
Vergleichsbeispiel 2
Die Polymerisation wurde 1 Stunde lang in gleicher Weise wie in Beispiel 6 durchgeführt, mit der Abänderung,
daß kein Tetraethoxysilan zugesetzt wurde. Auf diese
Weise wurden 134 g weißes Polyethylen mit einem. Schmelzindex von 1,4, einer Dichte von 0,9637 und einer Schüttdichte
von 0,35 erhalten. Die Katalysatoraktivität betrug 76 500 g Polyethylen/g Ti.h.C3H4-DrUCk bzw.
2680 g Polyethylen/g Feststoff.h.C-H.-Druck.
Der F.R.-Wert des Polyethylens betrug 8,3 und sein
L ■ *
. · c 4
- 31 -
Hexanextrakt war 0,6 Gew.-%.
Beispiel 7
Beispiel 7
Die in Beispiel 1 erhaltene feste Katalysatorkomponente I wurde in einer Rate von 50 mg/h in die PoIymerisation
eingeleitet und das Produkt, das durch Umsetzung von Triethylaluminium und MonomethyItriethoxysilan
in einem Molverhältnis von 5 : 0,22 während 2 Stunden bei Raumtemperatur hergestellt worden war,
wurde in einer Rate von 5 mMol/h, berechnet als AIuminium,
zugeleitet. Unter diesen Bedingungen wurde die kontinuierliche Dampfphasenpolymerisation von
Ethylen und Buten-1 in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, wobei ein Ethylen-Copolymeres mit einer
Schüttdichte von 0,34, einer Dichte von 0,9214 und einem Schmelzindex von 0,93 erhalten wurde. Die Katalysatoraktivität
betrug 301 000 Copolymeres/g Ti und war somit sehr hoch.
Nach kontinuierlichem Betrieb während 10 Stunden wurde der Autoklav geöffnet und sein Inneres überprüft.
Dabei wurde gefunden, daß die Innenwand und der Rührer sauber und frei von anhaftendem Polymeren waren.
Der F.R.-Wert dieses Copolymeren betrug 6,8. Wenn ein
aus dem Copolymeren gebildeter Film 10 Stunden lang in siedendem Hexan extrahiert wurde, betrug sein
Hexanextrakt 0,6 Gew.-% und war somit sehr gering.
10 g handelsübliches wasserfreies Magnesiumchlorid.und
4,2 g Aluminiumtriethoxid wurden in ein Gefäß aus rostfreiem Stahl mit einem Fassungsvermögen von 400 ml,
das 25 Kugeln aus rostfreiem Stahl mit einem Durchmesser von jeweils 1,27 cm enthielt, gegeben und das
Mahlen in der Kugelmühle erfolgte 16 Stunden lang hei .
Raumtemperatur unter einer Stickstoffatmosphäre, um ein Reaktionsprodukt herzustellen. Dann wurde ein mit
Rührer und Rückflußkühler ausgestatteter Dreihalskolben mit Stickstoff gespült und mit 2,5 g des vorstehend
hergestellten Reaktionsprodukts und 5 g SiO_
(Nr. 952, Produkt der Fuji-Davison) beschickt, das bei 600 °C kalziniert worden war. Danach wurden 100 ml
Tetrahydrofuran zugesetzt und die Reaktion wurde 2 Stunden lang bei 60 C durchgeführt, wonach unter
vermindertem Druck bei 120 C getrocknet wurde, um das Tetrahydrofuran zu entfernen. Dann wurden 50 ml
Hexan zugefügt und nach dem Rühren wurde 1,1 ml Titantetrachlorid
zugesetzt und die Reaktion wurde 2 Stunden unter Rückfluß von Hexan durchgeführt, wobei ein
festes Pulver (A) erhalten wurde, das 37 mg Titan pro Gramm enthielt. ■
Das so gebildete feste Pulver (A) wurde in 50 ml Hexan
gegeben, dann wurden 2 ml Tetraethoxysilan zugesetzt
und die Reaktion wurde 2 Stunden lang unter Rückfluß von Hexan durchgeführt, um eine feste Katalysatorkomponente
herzustellen.
Die kontinuierliche Dampfphasenpolymerisation wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, mit
der Abänderung, daß die soeben hergestellte feste Katalysatorkomponente in einer Rate von 150 mg/h
und das durch Reaktion von Triethylaluminium und Tetraethoxysilan in einem Al/Si-Molverhältnis von
20/1 während 1,5 Stunden bei 85 °C erhaltene Produkt
in einer Rate von 5 mMol/h, berechnet als Aluminium/
zugeleitet wurden. Auf diese Weise wurde ein Ethylencopolymeres mit einer Schüttdichte von 0,38, einer
Dichte von 0,9213 und einem Schmelzindex von 0,9 erhalten. Die Katalysatoraktivität betrug 543 000 g Copolymeres/g
Ti und war somit sehr hoch.
Nach 10-stündigem kontinuierlichem Betrieb wurde der
Autoklav geöffnet und sein Inneres überprüft. Dabei wurde gefunden, daß die Innenwand und der Rührer
sauber und frei von anhaftendem Polymeren waren.
Der F.R.-Wert dieses Copolymeren betrug 6,9. Wenn ein
aus dem Copolymeren gebildeter Film 10 Stunden lang in siedendem Hexan extrahiert wurde, betrug sein Hexanextrakt
0,8 Gew.-% und war somit sehr gering.
10 g wasserfreies Magnesiumchlorid und 4,2 g Diethoxymagnesium wurden in das in Beispiel 8 beschriebene
Kugelmühlengefäß gegeben und 16 Stunden bei Raumtemperatur unter einer Stickstoffatmosphäre in der
Kugelmühle gemahlen, um ein Reaktionsprodukt herzustellen. Dann wurden 2,5 g des Reaktionsprodukts und
5 g SiO2, das bei 600 C kalziniert wurden war, in
den in Beispiel 8 beschriebenen Dreihalskolben gegeben, 100 ml Tetrahydrofuran zugefügt und die Reaktion
2 Stunden lang bei 60 C durchgeführt. Danach wurde unter vermindertem Druck bei 120 C getrocknet, um
Tetrahydrofuran zu entfernen. Schließlich wurden 50 ml Hexan zugesetzt und nach dem Rühren wurde
1,1 ml Titantetrachlorid zugefügt und die Reaktion
2 Stunden lang unter dem Rückfluß von Hexan durchgeführt, wobei ein festes Pulver (B) gebildet wurde,
das 36 mg Titan pro Gramm enthielt.
Das so gebildete feste Pulver (B) wurde in 50 ml Hexan gegeben, 2 ml Tetraethoxysilan wurden zugesetzt und die
Reaktion wurde während zwei Stunden unter Rückfluß von Hexan durchgeführt, wobei eine feste Katalysatorkomponente
erhalten wurde.
Die kontinuierliche Dampfphasenpolymerisation wurde
in gleicher Weise wie in Beispiel 8 durchgeführt, mit der Abänderung, daß die vorstehend hergestellte feste
Katalysatorkomponente in einer Rate von 150 mg/h zugeleitet wurde. Auf diese Weise wurde ein Ethylen-Copolymeres
mit einer Schüttdichte von 0,41, einer Dichte von 0,9203 und einem Schmelzindex von 0,8 erhalten.
Die Katalysatoraktivität betrug 497 000 g Co^ polymeres/g Ti und war somit sehr hoch.
Nach kontinuierlichem Betrieb während 10 Stunden wurde der Autoklav geöffnet und sein Inneres überprüft.
Dabei wurde gefunden, daß die Innenwand und der Rührer sauber und frei von anhaftendem Polymerem waren.
Der F.R.-Wert des Copolymeren betrug 6,9. Wenn ein
aus dem Copolymeren gebildeter Film 10 Stünden lang in siedendem Hexan extrahiert wurde, betrug sein Hexanextrakt
1,0 Gew.-% und war somit sehr gering.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Polyolefinen durch
Polymerisation beziehungsweise Copolymerisation mindestens eines Olefins in Gegenwart einen Katalysators, der aus
einer Magnesium und Silicium enthaltenden festen Substanz und einer Organometallverbindung gebildet worden ist,
dadurch gekennzeichnet , daß die Polymerisation beziehungsweise Copolymerisation in Gegenwart
eines Katalysators durchgeführt wird, der aus folgenden Bestandteilen I, II und III erhalten worden ist:
ι einer festen Substanz, gebildet durch Umsetzung
der Verbindungen (i) bis (iv):
(i) eines Magnesiumhalogenids,
(i) eines Magnesiumhalogenids,
(ii)einer Verbindung der allgemeinen Formel Me(OR) X ,
worin Me ein Element der Gruppen I bis VIII des Periodensystems der Elemente mit Ausnahme von
Silicium, Titan und Vanadium darstellt, R einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen,
X ein Halogenatom, ζ die Wertigkeit von Me und η eine Zahl entsprechend 0<n ^ ζ bedeuten,
(iii)einer Verbindung der Formel R'mSi (OR")nX4_in_n,
worin R1 und R" jeweils für Kohlenwasserstoffreste
mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen und X für ein Halogenatom stehen, m und η den Bedingungen
0^ni<4 und 0<ηέ^4 genügen, vorausgesetzt
daß 0<m + ηέι4 ist, und
(iv) einer Ti tan verbindung und/oder einer Vanadiim-
verbindung; .
II einer Verbindung der allgemeinen Formel R
3 I 4 12 3
R —f Si-O —h R , worin R , R und R jeweils für
R2 q
Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, Alkoxygruppen, Wasserstoff- oder Halogenatomen
4
stehen, R einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis
stehen, R einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis
24 Kohlenstoffatomen bedeuten und q der Bedingung 1^ä q =30 genügt und
III einer Organometallverbindung.
III einer Organometallverbindung.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch. g e k e η η zeichnet,
daß ein Katalysator verwendet wird, der aus dem Bestandteil I und dem Produkt der· Reaktion
der Bestandteile II und III erhalten worden ist,
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß Me für Magnesium,
Aluminium oder Bor steht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet , daß das Molverhältnis des Magnesiumhalogenids zu der Verbindung der
allgemeinen Formel Me(OR) X im Bereich von 1 : 0,001
H 2 """Xl
bis 1 : 20, angegeben als Molverhältnis Mg/Me, liegt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet , daß das Molverhältnis des Magnesiumhalogenids zu der Verbindung der
allgemeinen Formel R' Si(OR") X._ _ , angegeben als Molverhältnis Mg/Si im Bereich von 1 : 0,01 bis 1 : 1
liegt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verbindung der allgemeinen Formel
R1
3 I 4
R —(- Si - O 4— R
in einer Menge im Bereich von 0,1 bis 100 Mol pro Mol
der Titanverbindung und/oder der Vanadiumverbindung des Bestandteils I eingesetzt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß die Verbindung
der allgemeinen Formel
R1 .
f
f
in einer solchen Menge eingesetzt wird, daß ihr Molverhältnis zu der Organometallverbindung im Bereich von
1 : 500 bis 1 : 1 liegt.
-A-
8 * Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dä*-
durch gekennzeichnet , daB als Olefin ein a-Olefin mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen polymerisiert
wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet ,.daß die Polymerisationsreaktion
bei einer Temperatur im Bereich von 20 bis 120 C und unter einem Druck im Bereich
2
von Atmosphärendruck bis 70 bar (70 kg/cm ) durchgeführt wird.
von Atmosphärendruck bis 70 bar (70 kg/cm ) durchgeführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| JP13845582A JPS5930803A (ja) | 1982-08-11 | 1982-08-11 | ポリオレフインの製造方法 |
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Country Status (5)
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