DE3328338C2 - Vorrichtung zum Einstellen eines ersten Bauteils relativ zu einem zweiten Bauteil - Google Patents
Vorrichtung zum Einstellen eines ersten Bauteils relativ zu einem zweiten BauteilInfo
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Abstract
Es wird eine Vorrichtung zum Einstellen eines ersten Bauteils relativ zu einem zweiten Bauteil mittels einer Schraubverbindung vorgeschlagen, wobei es möglich ist, die Elemente der Schraubverbindung von nur einer Seite her sowohl einzustellen als auch zu sichern. Durch die vorgeschlagene Ausbildung wird mit wenigen, einfach gestalteten Bauteilen eine stufenlose Einstellung in drei Richtungen möglich.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einstellen eines ersten Bauteils relativ zu einem zweiten Bauteil mittels einer Schraubverbindung, wobei eine in das zweite Bauteil eingeschraubte Distanzbuchse vorgesehen ist, welche durch eine Schraube am ersten Bauteil festschraubbar ist, wobei sowohl die dem zweiten Bauteil zugewandte Stirnfläche der Schraube als auch die entsprechende Stirnfläche der Distanzbuchse mit Aufnahmen für ein Werkzeug versehen sind und wobei das zweite Bauteil eine zur Distanzbuchse zentrische Öffnung zur Einführung des Werkzeugs aufweist.
- Ein solche Vorrichtung ist aus der gattungsbildenden deutschen Patentschrift 9 39 058 bekannt. Die beiden Bauteile sind dort nur in Bezug auf ihren Abstand einstellbar. Eine Einstellung in einer Ebene senkrecht zu der Schraubverbindung ist nicht möglich.
- Eine Einstellmöglichkeit in drei Richtungen ist aus der DE-OS 33 04 569 bekannt. Dort zur provisorischen Festlegung der Bauteile in einer Ebene senkrecht zur Mittelachse der Schraubverbindung ein Käfig mit Federelementen vorgesehen. Zur Einstellung des Abstandes beider Bauteile wird eine Rastverbindung verwendet. Der Sicherung dieser Rastverbindung, als auch der endgültigen Festlegung der Bauteile in Richtung der Mittelachse der Schraubverbindung dient eine Sechskantschraube. Durch den Käfig ist der Bauaufwand relativ hoch. Zudem erlaubt die Rastverbindung keine kontinuierliche Einstellung des Abstandes der beiden Bauteile.
- Schließlich ist aus der DE-OS 32 29 732 eine Vorrichtung bekannt, welche eine stufenlose Einstellung in drei Richtungen ermöglicht. Die Handhabung dieser Vorrichtung gestaltet sich jedoch sehr zeitaufwendig und ist nicht für eine vollautomatische Einstellung geeignet.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Vorrichtung so weiterzubilden, daß bei geringem Bauaufwand eine leichte Einstellbarkeit in drei Richtungen gegeben ist.
- Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
- Dadurch, daß sich die beiden wesentlichen Elemente der Vorrichtung, nämlich die Distanzbuchse und die Schraube, von einer Seite her gemeinsam als auch relativ zueinander bewegen lassen, ist die Voraussetzung für eine leichte Handhabung und insbesondere auch für eine vollautomatische Einstellung gegeben. Gleichzeitig ist durch die erfindungsgemäße Ausbildung eine Vorrichtung geschaffen, durch welche die Einstellung zweier Bauteile relativ zueinander in drei Richtungen mit nur sehr geringem Bauaufwand möglich ist. Die Vorrichtung kann - wie später ausgeführt werden wird - aus nur zwei einfach herzustellenden Rotationsteilen von geringem Gewicht bestehen. Die radialen Abmessungen können dabei sehr klein gehalten sein. Neben einem stufenlosen Einstellen wird außerdem die Diebstahlsicherheit verbessert, wenn das zweite Bauteil eine Türaußenverkleidung eines Fahrzeuges bildet. Da die Öffnungen in der das zweite Bauteil bildenden Türaußenverkleidung verschlossen werden müssen, bietet es sich an, diese Öffnungen und damit auch die Einstellvorrichtungen hinter Zier- und/oder Schutzleisten anzuordnen und die Leisten von innen zu verschrauben, was zusätzlich zur Erhöhung der Diebstahlsicherheit beiträgt.
- Die Montage und die Einstellung der Vorrichtung erfolgen zweckmäßig durch ein Werkzeug mit einer Doppelfunktion (z. B. Innensechskant und einen den Innensechskant umgreifenden und in Abstand davon angeordneten, geteilten Schraubendreher), dessen besonderes Merkmal darin besteht, daß durch Umschalten entweder beide Werkzeuge gemeinsam wirken, oder in einer zweiten Funktion ein Werkzeug blockiert wird und sich nur das zweite Werkzeug drehen läßt.
- Zur Montage bzw. Einstellung der Vorrichtung sind verschiedene Vorgehensweisen möglich. Diese werden nachstehend in Verbindung mit verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung näher erläutert.
- Die Einstellung der Vorrichtung kann beispielsweise so erfolgen, daß die Schraube zunächst in die vergrößerte Aufnahmebohrung im ersten Bauteil hindurchgeführt und mit der Distanzbuchse lose verschraubt wird. Nun kann das zweite Bauteil mit seinem Innengewinde auf die Distanzbuchse aufgesetzt und mit dem Doppelwerkzeug in derjenigen Funktionsstellung, in welcher beide Werkzeugabschnitte miteinander gekoppelt sind, die Distanzbuchse zusammen mit der Schraube so lange in das Innengewinde des zweiten Bauteils eingedreht werden, bis der gewünschte Abstand erreicht ist. Nun wird das Werkzeug in der Weise entkoppelt, daß der Werkzeugteil, welcher mit der Distanzbuchse zusammenwirkt, feststeht und nur der mit der Schraube zusammenwirkende Werkzeugteil bewegt werden kann. Bevor jedoch damit die Distanzbuchse mit der Schraube am ersten Bauteil festgeklemmt wird, erfolgt die Einrichtung der Einheit radial zur Mittelachse der Schraubverbindung.
- Gleichsam ist es möglich, zunächst die Distanzbuchse im zweiten Bauteil vorzumontieren, diese Baugruppe an das erste Bauteil anzusetzen und die Schraube kurz anzudrehen. Anschließend wird der axiale Abstand - wie vorbeschrieben - eingestellt, wobei es wichtig ist, daß die beiden Bauteile dabei aneinandergepreßt werden. Das Kontern der beiden Schraubelemente erfolgt anschließend nachdem die Bauteile senkrecht zur Mittelachse der Schraubverbindung eingestellt wurden.
- Wird gemäß einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung das Außengewinde der Distanzbuchse als selbstschneidendes Gewinde ausgeführt, dann muß nicht zur Aufnahme der Distanzbuchse im zweiten Bauteil eine separate Buchse eingesetzt werden. In diesem Fall besteht die gesamte Vorrichtung zur Einstellung zweier Bauteile in drei Ebenen nur aus zwei einfachen Rotationsteilen.
- Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Fig. 1 eine Vorrichtung zum Einstellen zweier Bauteile mittels einer Distanzbuchse und einer Schraube,
- Fig. 2 ein ähnliches Ausführungsbeispiel, jedoch mit einer Distanzbuchse, deren Außengewinde selbstschneidend ausgebildet ist.
- Die Schnittdarstellung in Fig. 1 zeigt ein erstes Bauteil 5 und ein zweites Bauteil 7, welche mittels einer Schraubverbindung 9 relativ zueinander in drei Richtungen einstellbar sind.
- Die Schraubverbindung 9 setzt sich zusammen aus einer Schraube 11, einer Distanzbuchse 13 und einem in dem aus Kunststoff hergestellten zweiten Bauteil 7 eingespritzten Mutternteil 15. Der vom zweiten Bauteil 7 aufgenommene Flansch 17 des Mutternteils 15 ist von eckiger Gestalt, wodurch das Mutternteil 15 zuverlässig gegen Verdrehen gesichert ist.
- Die Schraube 11 ist durch eine Aufnahmebohrung 19 hindurchgeführt und mit einem Innengewinde 21 der Distanzbuchse 13 verschraubt. Ein an der Distanzbuchse 13 angeformter Flansch 23 mit einer nicht dargestellten Sperrverzahnung übergreift die Aufnahmebohrung 19, welche zur Ermöglichung einer Einstellung in einer Ebene senkrecht zur Mittelachse der Schraubverbindung 9 größer als der Durchmesser der Schraube 11 ausgebildet ist.
- Das Außengewinde 25 der Distanzbuchse 13 wirkt mit einem Innengewinde 27 an dem mit dem zweiten Bauteil 7 verbundenen Mutternteil 15 zusammen und ermöglicht dadurch eine Einstellung in Richtung der Mittelachse der Schraubverbindung 9.
- Um eine Einstellung und Fixierung der gewählten Position zu ermöglichen, ist an der dem zweiten Bauteil 7 zugewandten Stirnfläche 29 ein Innensechskant 31 ausgebildet. Einen ähnlichen, jedoch durchgehenden Innensechskant 33 zentrisch zum Innensechskant 31 trägt auch die Distanzbuchse 13. Zusätzlich sind an der entsprechenden Stirnfläche 35 der Distanzbuchse 13 zwei Sacklöcher 37 ausgebildet.
- Das Einstellen des ersten Bauteils 5 relativ zum zweiten Bauteil 7 bzw. das Festziehen der Schraubverbindung 9 erfolgt durch ein Doppelwerkzeug, welches in der Zeichnung nicht dargestellt ist. Besonderes Merkmal dieses Doppelwerkzeuges ist es, daß es aus zwei Werkzeugteilen besteht, welche getrennt oder gleichzeitig wirkend eingesetzt werden können. Entsprechend der bei diesem Beispiel vorgesehenen Werkzeugaufnahmen (Innensechskant 31 und 33) umfaßt das Doppelwerkzeug einen Sechskant, welcher bei in die Schraube 11 eingeführtem Werkzeug in einer Ebene zwischen dem Innensechskant 31 und dem Innensechskant 33 getrennt und gekoppelt werden kann.
- Die Montage und die Einstellung kann etwa in der Weise erfolgen, daß zunächst die Distanzbuchse 13 im zweiten Bauteil vormontiert und die Schraube 11 in die Distanzbuchse 13 lose eingeschraubt wird. Nun wird das Doppelwerkzeug in der gekoppelten Stellung eingeführt und damit die Schraube 11 und die Distanzbuchse 13 gemeinsam solange verdreht, bis das zweite Bauteil 7 in den richtigen Abstand zum ersten Bauteil 5 gelangt. Nun erfolgt die Einstellung in einer Ebene senkrecht dazu und das Festziehen der Schraube 11 gegenüber der Distanzbuchse 13. Dazu wird das Werkzeug so eingestellt, daß über dem Innensechskant 33 die Distanzbuchse 13 am Verdrehen gehindert wird und durch den zweiten Abschnitt des Werkzeug-Sechskants über den Innensechskant 31 die Schraube 11 festgezogen wird. Alle notwendigen Bewegungen können durch die zur Schraubverbindung 9 zentrische Öffnung 41 im zweiten Bauteil 7 ausgeführt werden.
- Anstelle des Innensechskants 33 in der Distanzbuchse 13 können alternativ auch die Sacklöcher 37 verwendet werden, wodurch das Doppelwerkzeug einfacher aufgebaut werden kann. In diesem Fall ist es dann zweckmäßig, den Innensechskant 33 entfallen zu lassen und durch eine größere Bohrung zu ersetzen.
- Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist ähnlich dem vorbeschriebenen aufgebaut, weshalb auch für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen, jedoch mit einem Strich versehen, verwendet werden. Dieses Beispiel unterscheidet sich hauptsächlich dadurch, daß die Distanzbuchse 13&min; mit einer durchgehenden Bohrung 43 versehen ist, anstelle der Sacklöcher 37 zwei fluchtende Schlitze 45 Verwendung finden und das Außengewinde 25&min; als selbstschneidendes Gewinde ausgeführt ist. Dadurch kann das bei dem ersten Ausführungsbeispiel verwendete Mutternteil 15 entfallen. Die gesamte Vorrichtung zum Einstellen der beiden Bauteile 5 und 7 besteht hier ausschließlich aus zwei Rotationsteilen.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Einstellen eines ersten Bauteils relativ zu einem zweiten Bauteil mittels einer Schraubverbindung, wobei eine in das zweite Bauteil eingeschraubte Distanzbuchse vorgesehen ist, welche durch eine Schraube am ersten Bauteil festschraubbar ist, wobei sowohl die dem zweiten Bauteil zugewandte Stirnfläche der Schraube als auch die entsprechende Stirnfläche der Distanzbuchse mit Aufnahmen für ein Werkzeug versehen sind und wobei das zweite Bauteil eine zur Distanzbuchse zentrische Öffnung zur Einführung des Werkzeugs aufweist, gekennzeichnet durch folgende Merkmale
a) das erste Bauteil (5; 5&min;) ist mit einer gegenüber dem Schaft der Schraube (11; 11&min;) vergrößerten Bohrung (19) versehen
b) die Distanzbuchse (13, 13&min;) weist ein Innengewinde (21) auf
c) die Schraube (11; 11&min;) ist durch die Bohrung (19) hindurchgeführt und in das Innengewinde (21) eingedreht, wodurch der Kopf (39) der Schraube (11, 11&min;) in Anlage an das erste Bauteil (5; 5&min;) gelangt
d) der Kopf (39) der Schraube (11, 11&min;) und der ihm gegenüberliegende Bereich der Distanzbuchse (13, 13&min;) übergreifen die Bohrung (19), derart, daß bei noch nicht festgezogener Schraube (11; 11&min;) eine Einstellung der Bauteile in einer Ebene senkrecht zur Mittelachse der Schraubverbindung möglich ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Außengewinde (25&min;) der Distanzbuchse (13&min;) als selbstschneidendes Gewinde ausgeführt ist.
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