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DE3326793C2 - Schieberventil mit zwei in der zylindrischen Bohrung eines Ventilgehäuses axial versetzt gegeneinander angeordneten Kolben - Google Patents

Schieberventil mit zwei in der zylindrischen Bohrung eines Ventilgehäuses axial versetzt gegeneinander angeordneten Kolben

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DE3326793C2
DE3326793C2 DE19833326793 DE3326793A DE3326793C2 DE 3326793 C2 DE3326793 C2 DE 3326793C2 DE 19833326793 DE19833326793 DE 19833326793 DE 3326793 A DE3326793 A DE 3326793A DE 3326793 C2 DE3326793 C2 DE 3326793C2
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valve
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housing
pistons
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Vincent A Contey
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Automatic Switch Co
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Automatic Switch Co
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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    • F16K31/12Actuating devices; Operating means; Releasing devices actuated by fluid
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Schieberventil mit zwei in der zylindrischen Bohrung eines Ventilgehäuses axial versetzt gegeneinander angeordneten Kolben gemäß dem Gattungsbegriff des Anspruchs 1.
Bei der Entwicklung des Schieberventils gemäß der Erfindung wurde von folgenden Ausführungsformen ausgegangen, ohne daß bekannt ist, inwieweit es sich um Ausführungsformen handelt, die bezüglich der Erfindung als vorbekannter Stand der Tech­ nik zu werten sind.
Bei einer dieser Ausführungsformen handelt es sich um ein Vierwegeschieberventil, bei dem das Ventilglied als Schieber ausgebildet ist, indem zwei achsgleich angeordnete Kolben durch eine zu ihnen achsgleiche Kolbenstange miteinander ver­ bunden sind, und dieses Ventilglied in Längsrichtung ver­ stellbar in einer zylindrischen Bohrung eines Ventilkörpers angeordnet ist. An die Bohrung sind mehrere Öffnungen ange­ schlossen, die in der Begrenzungswand der Bohrung angeordnet sind und zu einer Druckmittelquelle, zu einem Niederdruckbe­ reich bzw. zu einer Arbeitsvorrichtung führen. Das Ventil­ glied ist in zwei Endstellungen innerhalb der zylindrischen Längsbohrung zu bringen und steuert durch diese Verstellbewe­ gung die Verbindung zwischen den Öffnungen in der Bohrungs­ wand. In der einen Endstellung des Ventilgliedes ist die Drucköffnung mit einer der Arbeitsvorrichtungsöffnungen und die Auslaßöffnung mit der anderen der Arbeitsvorrichtungsöff­ nungen verbunden. In der anderen Endstellung des Ventilglie­ des ist die vorher mit der Drucköffnung verbundene Arbeits­ vorrichtungsöffnung mit der Auslaßöffnung und die vorher mit der Auslaßöffnung verbundene Arbeitsvorrichtungsöffnung mit der Drucköffnung verbunden.
Auf diesem Prinzip beruht ein pilotbetätigtes Schieberventil, bei dem ein Dreiwegepilot- oder Steuerventil entweder Druck­ fluid oder den Auslaßdruck einer Stirnseite des Ventilglied­ kolbens zuführt. Wirkt auf den Kolben ein Druck, so wird das Schieberventilglied in einer seiner Längsrichtungen ver­ stellt, wird der Kolben von diesem Druck entlastet, so stellt ihn eine Rückstellfeder in seine Ausgangsstellung zurück. Auf dem vorgenannten Prinzip beruht auch eine Ausführungsform, bei der zwei Kolben des Schiebers verschiedene Größen haben. Dem kleineren Kolben wird kontinuierlich Hochdruckfluid zuge­ führt. Mittels eines Dreiwegesteuerventils wird dem größeren Kolben im Wechsel Druckfluid zugeführt oder der Kolben wird entlastet. Wird dem größeren Kolben Druckfluid zugeführt, so wird das Ventilglied in einer Richtung verstellt, bis der auf den größeren Kolben wirkende Druck den Wert erreicht hat, der auf den kleineren Kolben ständig wirkt. Wird der größere Kol­ ben entlastet, so stellt der auf den kleineren Kolben wirken­ de Druck das Ventilglied in seine Ausgangsstellung zurück. Schließlich gehört hierher auch ein Schieberventil, bei dem ein Vierwegepilotventil und zwei Kolben gleicher Größe ver­ wendet werden. Das Pilotventil läßt auf den einen Kolben ei­ nen Druck wirken und entlastet den anderen Kolben, um das Ventilglied in einer Richtung zu verstellen und Druckeinwir­ kung und Entlastung der Kolben werden umgedreht, um das Ven­ tilglied in der anderen Richtung zu verstellen. Dabei ist es möglich, nur einen Kolben zu verwenden, dessen Enden wechsel­ weise mit Druckmittel beaufschlagt und entlastet werden.
Jede dieser Lösungen hat ihre Vor- und ihre Nachteile. Das Ventil mit einem Dreiwegesteuerventil und einer Rückstellfeder ist preiswert zu fertigen. Die Rückstellfeder fällt je­ doch nach einiger Betriebszeit wegen Ermüdung aus, so daß das ganze Ventil ausfällt. Darüber hinaus macht die von der Feder ausgeübte gleichmäßige Kraft das Ventil weniger für den Ein­ satz bei sehr geringen Drücken geeignet.
Ein Ventil mit zwei unterschiedlich großen Kolben macht zwar den Entfall der Rückstellfeder möglich, es ist damit jedoch ein relativ größer Aufwand verbunden und die Gesamtgröße ist, bestimmt von der Abmessung des größeren Kolbens, relativ groß. Um auf den größeren Kolben verzichten zu können, müßten statt des größeren Kolbens zwei gleich große Kolben in Tan­ demanordnung vorgesehen werden. Auch eine solche Ausführungs­ form ist jedoch wegen des zusätzlichen Kolbens und der not­ wendigen Entlüftung zwischen den beiden Tandemkolben aufwen­ dig.
Bei der Anordnung eines Vierwegesteuerventils kann zwar auf die Rückstellfeder verzichtet werden und es können zwei Kol­ ben gleicher Größe angewendet werden. Auch eine solche Aus­ führungsform ist jedoch aufwendig und demzufolge teuer, weil das Pilotventil vielteilig ist und auch der zugehörige Steu­ erkreis entsprechend aufwendig sein muß.
Ein Schieberventil mit den Merkmalen des Gattungsbegriffs des Anspruchs 1 ist aus DE 27 55 149 A1 bekannt. Dabei soll ein Schieber dann verstellt werden, wenn einer von zwei Steuer­ öffnungen ein Steuersignal in der Form eines Fluids zugeführt wird. Außer zwei Kolben, die den beiden Kolben gemäß dem Gattungsbegriff des Anspruchs 1 entsprechen, sind zwei zu­ sätzliche Ventilkörper vorgesehen, die mit zwei weiteren Kol­ ben zusammenwirken, wodurch das Schieberventil aufwendig ist, um die Fluidzufuhr mit einem relativ einfachen Dreiwegepilot­ ventil bewirken zu können. Würde auf den komplizierten Aufbau des Schieberventils verzichtet, so müßte die Fluidzufuhr mit einer aufwendigeren Steuereinrichtung als es ein Dreiwegepi­ lotventil darstellt, bewirkt werden, um Hochdruckfluid und Niederdruckfluid bestimmungsgemäß zur Einwirkung auf die beiden vorgenannten Kolben zu bringen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein gattungsgemäßes Schieber­ ventil so auszubilden, daß es in seinem Aufbau einfach ist und keine Rückstellfeder benötigt, trotzdem aber mit einem Dreiwegepilotventil steuerbar ist.
Der Lösung der Aufgabe dient ein Schieberventil mit den Merk­ malen des Anspruchs 1 des Gattungsbegriffs, das gemäß dem Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1 ausgebildet ist.
Ein erfindungsgemäßes Schieberventil ist wegen des Fehlens von Rückstellfedern und deswegen baulich einfach, weil es zwei gleich große Kolben an den Enden einer Kolbenstange, al­ so ein einstückiges Ventilglied aufweist und ein einfacher, von einem als Dreiwegeventil ausgebildetes Steuerventil ge­ steuerter Verbindungskanal ausreicht.
Der weiteren Ausgestaltung der Erfindung dienen die Merkmale der Unteransprüche.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 als schematischen Längsschnitt ein Schieberventil gemäß der Erfindung, wobei sich das Ventilglied in der einen Endstellung befindet und
Fig. 2 in der gleichen Darstellung das Ventil gemäß Fig. 1, wobei sich das Ventilglied jedoch in der anderen Enstellung befindet.
Das Schieberventil des gewählten Ausführungsbeispieles weist ein Ventilgehäuse (Gehäuse) 10 mit einer zylindrischen Längsbohrung 11 auf. Die Bohrung ist an ihrem einen Ende mit einer Endplatte 12, an ihrem anderen Ende mit einer Endplatte 13 verschlossen. Die Befestigung der Endplatten 12, 13 am Ventilgehäuse 10 erfolgt mittels nicht dargestellter Befestigungsmittel fluiddicht. Das Ventilgehäuse 10 weist sechs Öffnungen 14 bis 19 auf, die die Bohrung 11 umschließende Gehäusewand durchdringen. In die Längsbohrung 11 ragen sechs Ringdichtungen 20 bis 22 hinein, die beispielsweise aus Gummi oder entsprechendem Plastikmaterial bestehen. Jeweils eine der Dichtungen ist zwischen je zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Öffnungen angeordnet, wobei die Dichtung 22 jenseits der Öffnung 17 liegt.
Die Dichtungen 20, 21 und 22 werden in einem vorgegebenen Abstand zueinander gehalten, wozu nicht dargestellte Abstandsstücke dienen können. Die Baugruppe aus Dichtungen und Abstandsstücken wird in ihrer Gesamtheit innerhalb der Bohrung 11 mittels zweier Sprengringe 23 fixiert, die in Ringnuten der Bohrungswand eingesetzt sind.
Die Öffnung 18 im Ventilgehäuse 10 führt zu einer Druckmittelquelle, beispielsweise zu einer Druckluftquelle, während die Öffnungen 14, 17 und 19 mit einem Niederdruckbereich in Verbindung stehen, beispielsweise der Atmosphäre, wenn das zu steuernde Fluid Luft oder ein ungefährliches Gas ist, oder einem Speicher, wenn das Fluid eine Flüssigkeit oder ein nicht unbedenkliches Gas ist. Die Öffnungen 15 und 16 sind mit einer Arbeitsvorrichtung verbindbar, die durch das Schieberventil zu steuern ist und die beispielsweise die einander gegenüberliegenden Seiten eines in einem Zylinder angeordneten Kolbens sein könnte; die Arbeitsvorrichtung ist nicht dargestellt.
Ein verstellbar in der Längsbohrung 11 angeordnetes Ventilglied 26 weist zwei Kolben 27 und 28 gleicher Durchmesser auf, die mittels einer Kolbenstange 29 miteinander verbunden sind. Die Radialspiele zwischen den Kolben 27 und 28 sowie der Wand der Bohrung 11 und der Kolbenstange 29 sowie den Dichtungen 20 bis 22 ist so bemessen, daß gerade eben ein Gleiten des Ventilgliedes 26 möglich ist, insbesondere aber das Zusammenwirken zwischen Kolbenstange 29 und Dichtungen 20 bis 22 fluiddicht ist. Die Kolbenstange 29 hat zwei Bereiche 30 mit verringertem Durchmesser, die in axialem Abstand voneinander zwischen den Dichtungen 20 und 22 aufeinanderfolgen. Das Ventilglied 26 ist zwischen zwei Endstellungen verstellbar, von denen die eine in Fig. 1, die andere in Fig. 2 dargestellt ist. In der Stellung gemäß Fig. 1 steht die Drucköffnung 18 mit der Arbeitsvorrichtung in Verbindung und zwar über die Längsbohrung 11 und die zur Arbeitsvorrichtung führende Arbeitsvorrichtungsbohrung 16, während die Auslaßöffnung 14 mit der Arbeitsvorrichtungsöffnung 15 über die Längsbohrung 11 in Verbindung steht. In der Stellung des Ventilgliedes 26 gemäß Fig. 2 steht die Drucköffnung 18 mit der Arbeitsvorrichtungsöffnung 15 und die Auslaßöffnung 17 mit der Arbeitsvorrichtungsöffnung 16 in Verbindung.
Der Kolben 27 begrenzt zusammen mit der Endplatte 12 innerhalb der Längsbohrung 11 eine Kammer 33 und zusammen mit der Dichtung 20 eine Ringkammer 34 ebenfalls innerhalb der Längsbohrung 11. In entsprechender Weise begrenzt der Kolben 28 zusammen mit der Endplatte 13 eine Kammer 35 und zusammen mit der Dichtung 22 eine Ringkammer 36. Ein Längskanal 37 im Ventilgehäuse 10 steht ständig mit der Drucköffnung 18 über eine kurze Zweigleitung 38 und die Längsbohrung 11 in Verbindung. An ihrem einen Ende steht der Längskanal 37 mit einem Strömungskanal 39 in der Endplatte 13 in Verbindung, der sich zwischen dem Längskanal 37 und der Kammer 35 erstreckt. Auf diese Weise steht die Drucköffnung 18 unabhängig von der Stellung des Ventilgliedes 26 ständig mit der Kammer 35 in Verbindung und zwar über die Längsbohrung 11 und die Strömungskanäle 37, 38 und 39.
Die Kammer 34 steht ständig mit einem Niederdruckbereich in der Form der Atmosphäre oder eines Aufnahmebehälters in Verbindung und zwar unabhängig von der Stellung des Ventilgliedes 26 sowie durch die Entlüftungsbohrung 19. Daraus ergibt sich, daß eine Stirnfläche des Kolbens 28, d. h. in der Zeichnung die Fläche am rechten, äußeren Kolbenende ständig dem Einfluß hohen Druckes ausgesetzt ist, während die in der gleichen Richtung liegende Stirnfläche des Kolbens 27 ständig dem Einfluß niedrigen Druckes ausgesetzt ist. Ein in Längsrichtung im Ventilgehäuse 10 verlaufender Strömungskanal 40 erstreckt sich von der Kammer 36 aus zu einem Strömungskanal 41 in der Endplatte 12, der sich seinerseits zu der Kammer 33 erstreckt, so daß eine ständige Verbindung zwischen den Kammern 33 und 36 in allen Stellungen des Ventilgliedes 26 hergestellt ist.
Die Bewegung des Schieberventilgliedes 26 wird durch ein Dreiwegepilotventil 44 gesteuert, das von einem Solenoid gesteuert wird und fluiddicht dem Ventilkörper 10 zugeordnet ist. Das Gehäuse des Ventiles 44 ist mit einer Einlaßbohrung 45 und mit drei Öffnungen 46, 47 und 48 versehen. Die Öffnung 46 steht ständig mit dem Strömungskanal 37 und so mit der Drucköffnung 18 in Verbindung; die Öffnung 47 steht ständig mit dem Niederdruckbereich (Atmosphäre oder Aufnahmebehälter) in Verbindung; die Öffnung 48 schließlich stellt zusammen mit dem Strömungskanal 49 im Ventilkörper 10 und dem Strömungskanal 50 in der Endplatte 12 eine ständige Verbindung zwischen der Bohrung 45 und der Kammer 33 dar.
Axial verstellbar ist in der Bohrung 45 ein Pilotventilglied oder Stellglied 53 angeordnet, dessen Bewegung durch einen elektrischen Solenoid 54 gesteuert wird. Wird der Solenoid entregt (Fig. 1), so wird das Stellglied 53 von einer nicht dargestellten Feder in seiner untersten Stellung gehalten, um die Öffnung 46 zu schließen und die Öffnung 47 freizugeben. Hierdurch wird die Kammer 33 durch die Strömungskanäle 50, 49 und 48, die Bohrung 45 und die Entlüftungsöffnung 47 entlüftet. Ist der Solenoid 54 erregt, so wird das Stellglied 53 in seine obere Endstellung verstellt (Fig. 2), um die Öffnung 47 zu schließen und die Öffnung 46 freizugeben. Hierbei wird die Kammer 33 von der Drucköffnung 18 durch die Bohrung 11, die Strömungskanäle 37 und 38, die Öffnung 46, die Bohrungen 45 und 48 und die Strömungskanäle 49 und 50 mit Hochdruckfluid beschickt. Nach der Entregung des Solenoids stellt die vorgenannte Feder das Stellglied 53 in seine untere Endstellung wieder zurück (Fig. 1).
Wird während des Betriebes der Solenoid 54 entregt, so herrscht in den Kammern 33 und 36 Niederdruck, weil die Kammer 36 ständig mit der Kammer 33 in Verbindung steht und letztere mit der Entlüftungsöffnung 47 ds Pilotventiles 44 in Verbindung steht.
Der gleiche Niederdruck liegt ständig in der Kammer 34 vor, während von der Öffnung 18 her in der Kammer 35 ständig der Hochdruck vorliegt, der in der vorbeschriebenen Weise zeitweise in den Kammern 33 und 36 aufgebaut wird. Auf diese Weise ist der Niedrigdruck auf beiden Seiten des Kolbens 27 ausgeglichen, während der Druckwechsel auf den einander entgegengesetzten Seiten des Kolbens 28 zu einem Druckunterschied führt, der das Ventilglied 26 in die in Fig. 1 dargestellte linke Endstellung bringt. Wird der Solenoid 54 erregt, so wird Hochdruckfluid in die Kammern 33 und 36 eingeführt, weil diese Kammern mit der Drucköffnung 18 durch die Pilotventilöffnung 46 in Verbindung stehen. Niedrigdruck herrscht weiterhin in der Kammer 34 und Hochdruck in der Kammer 35. Der Hochdruck an beiden Enden des Kolbens 28 ist ausgeglichen, der Druckunterschied auf den einander gegenüberliegenden Seiten des Kolbens 27 führt zu einer Restkraft, die das Ventilglied 26 in die in Fig. 2 dargestellte rechte Endstellung bringt.
Die Kolben 27 und 28 sind mit Ringdichtungen 55 und 56 versehen, wobei jede Dichtung zwischen einander gegenüberliegenden Abschnitten der jeweiligen verstellbaren Kolbenwand und der Wand der Längsbohrung 11 angeordnet sind. Die Dichtungen 55 und 56 sind tassenförmig und haben einen U-förmigen Querschnitt. Die Dichtung 55 ist so angeordnet, daß die offene Seite der U-förmigen Wand zur Kammer 33 hin gerichtet ist. Die Dichtung 56 ist so angeordnet, daß die offene Seite der U-förmigen Wand zur Kammer 35 hin gerichtet ist. Wegen ihres Querschnittes wirkt jede Dichtung nur in einer Richtung. Die Dichtung 55 verhindert ein Aussickern von Fluid aus der Kammer 33 in die Kammer 34, jedoch kein Sickern von Fluid in der Gegenrichtung. Die Dichtung 56 verhindert ein Aussickern von Fluid aus der Kammer 35 in die Kammer 36, jedoch kein Sickern von Fluid in der Gegenrichtung. Es ist davon auszugehen, daß die Dichtung 56 vorgespannt ist, d. h. ein Fluidsickern verhindert, wenn das Schieberventil die Betriebsstellung der Fig. 1 einnimmt, während in dieser Betriebsstellung die Dichtung 55 ungespannt ist, d. h. über sie hinweg kein Druckdifferential besteht. Nimmt das Ventil 44 die in Fig. 2 dargestellte Betriebsstellung ein, so ist die Dichtung 56 entspannt und die Dichtung 55 ist gespannt. Da demnach jede Dichtung nur während der Zeit gespannt ist, in der das Schieberventil in Betrieb ist, wird die Lebensdauer der Dichtung deutlich länger sein als die Lebensdauer der Dichtungen von Lösungen, die ständig gespannt sind. Dies ist damit zu erklären, daß eine ständig belastete Dichtung relativ früh deformiert und unbrauchbar wird, um ordnungsgemäß arbeiten zu können.
Obwohl das Schieberventil 26 als ein Ventilglied mit zwei Kolben 27 und 28, die durch die Kolbenstange 29 miteinander verbunden sind, aufweisend, beschrieben ist, können die beiden Kolben und die Stange auch als baulich unabhängige, aber aneinanderliegende Bauteile ausgebildet sein. In den Patentansprüchen bedeutet demzufolge der Ausdruck "Schieberventilglied", daß zwei Kolben und eine zwischen ihnen liegende Kolbenstange vorgesehen sind, gleichgültig, ob diese drei Teile ein- oder mehrstückig sind, wenn im letzteren Fall nur dafür gesorgt ist, daß die drei Teile so verstellt werden als wären sie einstückig.

Claims (10)

1. Schieberventil mit zwei in der zylindrischen Bohrung ei­ nes Ventilgehäuses axial gegeneinander versetzt angeord­ neten Kolben, die miteinander in Verbindung stehen, wobei jede dem Ventilgehäuseende zugekehrte Kolbenfläche größer ist als die Gegenfläche jedes Kolbens, wobei weiter beide Kolbenflächen jedes Kolbens mit einem Druckmittel beauf­ schlagbar sind und zur Steuerung dieser Druckmittelbeauf­ schlagung ein Steuerventil vorgesehen ist, dadurch ge­ kennzeichnet, daß auf die Außenseite des einen der beiden durch eine Kolbenstange (29) starr miteinander verbunde­ nen Kolben (27, 28) des einstückigen Ventilglieds (26) ständig ein Hochdruckfluid und auf die Innenseite des an­ deren der beiden Kolben (27, 28) ständig ein Niederdruck­ fluid einwirkt und mittels des als Dreiwegeventil ausge­ bildeten Steuerventils (44) auf die anderen Seiten beider Kolben (27, 28) alternativ entweder das Hochdruckfluid oder das Niederdruckfluid zur Einwirkung zu bringen ist und daß über einen Strömungskanal (40) die Außenseite (33) des einen Kolbens (27) und die Innenseite des ande­ ren Kolbens (28) ständig miteinander verbunden sind.
2. Schieberventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenseite und die Innenseite jedes Kolbens (27, 28) jeweils eine Kammer (33-36) volumenveränderbar begrenzen, wobei der Strömungskanal (40) in die Kammer (36), die von der Innenseite des einen Kolbens (28) und in die Kammer (34) die von der Innenseite des anderen Kolbens (27) begrenzt wird, durch starre Wandungsteile dieser Kammern (33, 36) in diese Kammern einmündet.
3. Schieberventil nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die ständige Zuführung von Hochdruckfluid zu der Kammer (35), die von der Außenseite des einen (28) der beiden Kolben (27, 28) begrenzt wird, über einen wei­ teren Strömungskanal (37) erfolgt, der über die zylindri­ sche Bohrung (11) im Gehäuse (10) des Schieberventils mit der Drucköffnung (18) des Schieberventils und mit der Kammer (35) in ständiger Verbindung steht.
4. Schieberventil nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine ständige Entlüftung der Kammer (34), die von der Innenseite des anderen (27) der beiden Kolben (27, 28) begrenzt wird, direkt über eine Entlüf­ tungsbohrung (19) im Gehäuse (10) des Schieberventils erfolgt.
5. Schieberventil nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Dreiwegeventil (44) die Fluid­ strömung zwischen der Kammer (33), die von der Außen­ seite des anderen Kolbens (27) begrenzt wird, und der Drucköffnung (18) des Gehäuses (10) des Schieberventils steuert, an die die Kammer (35), die von der Außenseite des einen Kolbens (28) über den weiteren Strömungskanal (37) und die Längsbohrung (11) im Gehäuse (10) ständig angeschlossen ist.
6. Schieberventil nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (10) des Dreiwegeventils (44) einen Anschluß (47) an eine Niederdruckquelle, einen wei­ teren Anschluß (46) an die Drucköffnung (18) im Gehäuse (10) und schließlich einen dritten Anschluß (48) an die Kammer (33) aufweist, die von der Außenseite des anderen Kolbens (27) begrenzt wird, wobei das Dreiwege­ ventilglied (53) wechselweise eine Verbindung zwischen drittem Anschluß (48) und Anschluß (47) zur Nie­ derdruckquelle bzw. Drucköffnung (18) herstellt.
7. Schieberventil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Dreiwegeventilglied (53) feder­ belastet und mittels eines Solenoids (54) verstellbar ist.
8. Schieberventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungskanal (40) bzw. die Strömungskanäle (40, 37) in der Wand des Gehäuses (10) angeordnet sind.
9. Schieberventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kolben (27, 28) gleiche Durchmesser haben und die Kolbenflächenunter­ schiede zwischen Außenseite und Innenseite der Kolben durch die Kolbenstange (29) gegeben sind.
10. Schieberventil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch eine Ringdichtung (20, 21) zwischen jedem Kolben (27, 28) und der Wand der den Kolben führen­ den Längsbohrung (11) im Gehäuse (10), wobei jede Dichtung nur in einer Bewegungsrichtung des Ventilglie­ des (26) wirksam ist, um eine Fluidströmung von der Hochdruckseite jedes Kolbens auf dessen Niederdruck­ seite zu verhindern.
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