DE3326793A1 - Ventil mit einem schieber als ventilglied - Google Patents
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Description
A 12 P 164
Anmelder; Automatic Switch Company, Florhäm Park,
New Jersey 07932, U.S.A.
New Jersey 07932, U.S.A.
Erfindung; Ventil mit einem Schieber als Ventilglied
Die Erfindung bezieht sich auf ein Schieberventil und insbesondere
auf ein Vierwegeschieberventil, das mittels eines solenoidbetätigten
Pilotventiles gesteuert wird.
Bei einem Vierwegeschieberventil ist das Ventilglied als Schieber ausgebildet, beispielsweise indem zwei achsgleich angeordnete
Kolben durch eine zu ihnen achsgleiche Kolbenstange miteinander verbunden sind, und dieses Ventilglied in Längsrichtung
verstellbar in einer zylindrischen Bohrung eines Ventilkörpers angeordnet ist. An die Bohrung sind mehrere Öffnungen angeschlossen,
die in der Begrenzungswand der Bohrung angeordnet sind und zu tiner Druckmittelquelle, zu einem Niederdruckbereich
bzw. zu einer Arbeitsvorrichtung führen. Das Ventilglied ist in zwei Endstellungen innerhalb der zylindrischen Längsbohrung zu
bringen und steuert durch diese Verstellbewegung die Verbindung zwischen den Öffnungen in der Bohrungswand. In der einen Endstellung
des Ventilgliedes ist die Drucköffnung mit einer der Arbeitsvorrichtungsöffnungen und die Auslaßöffnung mit der anderen
der Arbeitsvorrichtungsöffnungen verbunden. In der anderen Endstellung des Ventilgliedes ist die vorher mit der Drucköff-
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nung verbundene Arbeitsvorrichtungsöffnung mit der Auslaßöffnung
und die vorher mit der Auslaßöffnung verbundene Arbeitsvorrichtungsöffnung
mit der Drucköffnung verbunden.
Auf diesem Prinzip beruhend sind mehrere Arten von pilotbetätigten
Schieberventilen bekannt geworden. Bei einer solchen Ausfuhrungsform
führt ein Dreiwegepilot- oder Steuerventil entweder Druckfluid oder den Auslaßdruck einer Stirnseite des Ventilgliedkolbens
zu. Wirkt auf den Kolben ein Druck, so wird das Schieberventilglied in einer seiner Längsrichtungen verstellt,
wird der Kolben von diesem Druck entlastet, so stellt ihn eine Rückstellfeder in seine Ausgangsstellung zurück.
Bei einer anderen bekannten Ausführungsform haben zwei Kolben des Schiebers verschiedene Größe. Dem kleineren Kolben wird kontinuierlich
Hochdruckfluid zugeführt. Mittels eines Dreiwegesteuerventiles wird dem größeren Kolben im Wechsel Druckfluid
zugeführt oder der Kolben wird entlastet. Wird dem größeren Kolben Druckfluid zugeführt, so wird das Ventilglied in einer Richtung
verstellt, bis der auf den größeren Kolben wirkende Druck den Wert erreicht hat, der auf den kleineren Kolben ständig
wirkt. Wird der größere Kolben entlastet, so stellt der auf den kleineren Kolben wirkende Druck das Ventilglied in seine Ausgangsstellung
zurück.
Bei einer noch anderen bekannten Ausführungsform eines Schieber-
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ventiles werden ein Vierwegepilotventil und zwei Kolben gleicher Größe verwendet. Das Pilotventil läßt auf den einen Kolben einen
Druck wirken und entlastet den anderen Kolben, um das Ventilglied in einer Richtung zu verstellen und Druckeinwirkung und
Entlastung der Kolben werden umgedreht, um das Ventilglied in der anderen Richtung zu verstellen. Bei einer Ausgestaltung
dieser Lösung wird nur ein Kolben verwendet, dessen Enden wechselweise mit Druckmittel beaufschlagt und entlastet werden.
Jeder der bekannten Lösungen hat ihre Vor- und ihre Nachteile. Das Ventil mit einem Dreiwegesteuerventil und einer Rückstellfeder
ist preiswert zu fertigen. Die Rückstellfeder fällt jedoch nach einiger Betriebszeit wegen Ermüdung aus, so daß das ganze
Ventil ausfällt. Darüberhinaus macht die von der Feder ausgeübte gleichmäßige Kraft das Ventil weniger für den Einsatz bei sehr
geringen Drücken geeignet.
Ein Ventil mit zwei unterschiedlich großen Kolben macht zwar den Entfall der rückstellfeder möglich, es ist jedoch nur mit relativ
großem Aufwand herzustellen und die Gesamtgröße ist, bestimmt von der Abmessung des größeren Kolbens, relativ groß. Um
auf den größeren Kolben verzichten zu können, ist die Anwendung zweier gleich großer Kolben in Tandemanordnung statt des größeren
Kolbens möglich. Auch diese Lösung ist jedoch wegen des zusätzlichen
Kolbens und der notwendigen Entlüftung zwischen den beiden Tandemkolben aufwendig.
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Bei der Anordnung eines Vierwegesteuerventiles kann zwar auf die Rückstellfeder verzichtet werden und es können zwei Kolben gleicher
Größe angewendet werden. Die Lösung ist jedoch trotzdem aufwendig und demzufolge teuer in der Herstellung, weil das
Pilotventil vielteilig ist und auch der zugehörige Steuerkreis entsprechend aufwendig ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Schieberventil zu schaffen, das ein Ventilglied mit zwei Kolben gleicher Größe aufweist, das
jedoch keine Rückstellfeder benötigt und mit einem Dreiwegepilotventil steuerbar ist. Das erfindungsgemäße Ventil soll also
die Vorteile der bekannten Lösungen in sich vereinigen, ohne daß deren Nachteile in Kauf genommen werden müssen.
Zur Lösung der Aufgabe soll erfindungsgemäß die Stirnfläche
eines Kolbens, die in der einen Längsrichtung liegt, ständig von Druck belastet sein, während die in der gleichen Längsrichtung
liegende Stirnfläche eines anderen Kolbens ständig entlastet ist, wobei mittels des Pilotventiles zur Bewegung des Ventilgliedes
in der einen Richtung die beiden anderen Kolbenstirnflächen mit Druck belastet oder zur Bewegung in der anderen
Richtung von Druck entlastet werden.
In der weiteren Ausgestaltung der Erfindung soll ein solches Schieberventil derart ausgebildet sein, daß jeder Kolben mit
einer in einer Richtung wirkenden Dichtung versehen ist und
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keine der Dichtungen ständig belastet ist.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles. In der Zeichnung zeigen
Fig.l als schematischen Längsschnitt ein Schieberventil gemäß
der Erfindung, wobei sich das Ventilglied in der einen Endstellung befindet und
Fig.2 in der gleichen Darstellung das gleiche Ventil, wobei
sich das Ventilglied jedoch in der anderen Endstellung befindet.
Das Schieberventil des gewählten Ausführungsbeispieles weist
einen Ventilkörper 10 mit einer Längsbohrung 11 auf. Die Bohrung ist an ihrem einen Ende mit einer Endplatte 12, an ihrem anderen
Ende mit einer Endplatte 13 verschlossen. Die Befestigung der Endplatten l.i.,13 am Ventilkörper 10 erfolgt mittels nicht dargestellter
Befestigungsmittel fluiddicht. Der Ventilkörper 10 weist im Beispiel sechs Öffnungen 14 bis 19 auf, die die Wand
der Bohrung 11 durchdringen. In die Längsbohrung 11 ragen sechs Ringdichtungen 20 bis 22 hinein, die beispielsweise aus Gummi
oder entsprechendem Plastikmaterial bestehen. Jeweils eine der Dichtungen ist zwischen je zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden
Öffnungen angeordnet, wobei die.Dichtung 22 jenseits der Öff-
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nung 17 liegt.
Die Dichtungen 20,21 und 22 werden in einem vorgegebenen Abstand zueinander gehalten, wozu nicht dargestellte Abstandsstücke dienen
können. Die Baugruppe aus Dichtungen und Abstandsstücken wird in ihrer Gesamtheit innerhalb der Bohrung 11 mittels zweier
Sprengringe 23 fixiert, die in Ringnuten der Bohrungswand eingesetzt sind.
Eine Öffnung 18 im Ventilkörper 10 führt zu einer Druckmittelquelle,
beispielsweise zu einer Druckluftquelle, während Öffnungen 14,17 und 19 mit einem Niederdruckbereich in Verbindung stehen,
beispielsweise der Atmosphäre, wenn das zu steuernde Fluid Luft oder ein ungefährliches Gas ist, oder einem Speicher, wenn
das Fluid eine Flüssigkeit oder ein nicht unbedenkliches Gas ist. Öffnungen 15 und 16 sind mit einer Arbeitsvorrichtung verbindbar,
die durch das Schieberventil zu steuern ist und die beispielsweise die einander gegenüberliegenden Seiten eines in
einem Zylinder angeordneten Kolbens sein könnte; die Arbeitsvorrichtung ist nicht dargestellt.
Ein verstellbar in der Axialbohrung 11 angeordnetes Ventilglied 26 weist zwei Kolben 27 und 28 gleicher Durchmesser auf,
die mittels einer Kolbenstange 29 miteinander verbunden sind. Die Radialspiele zwischen den Kolben 27 und 28 sowie der Wand
der Bohrung 11 und der Kolbenstange 29 sowie den Dichtungen 20
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bis 22 ist so bemessen, daß gerade eben ein Gleiten des Ventilgliedes
26 möglich ist, insbesondere aber das Zusammenwirken zwischen Kolbenstange 29 und Dichtungen 20 bis 22 fluiddicht
ist. Die Kolbenstange 29 hat zwei Bereiche 30 mit verringertem Durchmesser, die in axialem Abstand voneinander zwischen den
Dichtungen 20 bis 22 aufeinanderfolgen. Das Ventilglied 26 ist zwischen zwei Endstellungen verstellbar, von denen die eine in
Fig.l, die andere in Fig.2 dargestellt ist. In der Stellung gemäß Fig.l steht die Drucköffnung 18 mit der Arbeitsvorrichtung
in Verbindung und zwar über die Längsbohrung 11 und die zur Arbeitsvorrichtung
führende Arbeitsvorrichtungsbohrung 16, während die Auslaßöffnung 14 mit der Arbeitsvorrichtungsöffnung 15
über die Längsbohrung 11 in Verbindung steht. In der Stellung des Ventilgliedes 26 gemäß Fig.2 steht die Drucköffnung 18 mit
der Arbeitsvorrichtungsöffnung 15 und die Auslaßöffnung 17 mit
der Arbeitsvorrichtungsöffnung 16 in Verbindung.
Der Kolben 27 begrenzt zusammen mit der Endplatte 12 innerhalb der Längsbotuung 11 eine Kammer 33 und zusammen mit der Dichtung
20 eine Ringkammer 34 ebenfalls innerhalb der Längsbohrung 11. In entsprechender Weise begrenzt der. Kolben 28 zusammen
mit der Endplatte 13 eine Kammer 35 und zusammen mit der Dichtung 22 eine Ringkammer 36. Ein Längskanal 37 im Ventilgehäuse
10 steht ständig mit der Drucköffnung 18 über eine kurze Zweigleitung 38 und die Längsbohrung 11 in Verbindung. An ihrem
einen Ende steht der Längskanal 37 mit einem Strömungskanal 39
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in der Endplatte 13 in Verbindung, der sich zwischen dem Längskanal
37 und der Kammer 35 erstreckt. Auf diese Weise steht die Drucköffnung 18 unabhängig von der Stellung des Ventilgliedes 26
ständig mit der Kammer 35 in Verbindung und zwar über die Längsborhung 11 und die Strömungskanäle 37,38 und 39.
Die Kammer 34 steht ständig mit einem Niederdruckbereich in der Form der Atmosphäre oder eines Aufnahmebehälters in Verbindung
und zwar unabhängig von der Stellung des Ventilgliedes 26 sowie durch die Entlüftungsbohrung 19. Daraus ergibt sich, daß eine
Stirnfläche des Kolbens 28, d.h. in der Zeichnung die Fläche am rechten, äußeren Kolbenende ständig dem Einfluß hohen Druckes
ausgesetzt ist, während die in der gleichen Richtung liegende Stirnfläche des Kolbens 27 ständig dem Einfluß niedrigen Druckes
ausgesetzt ist. Ein Längsströmungskanal 40 erstreckt sich von der Kammer 36 aus zu einem Strömungskanal 41 in der Endplatte
12, der sich seinerseits zu der Kammer 33 erstreckt und so eine ständige Verbindung zwischen den Kammern 33 und 36 in allen
Stellungen des Ventilgliedes 26 herstellt.
Die Bewegung des Schieberventilgliedes 26 wird durch ein Dreiwegepilotventil
44 gesteuert, das von einem Solenoid gesteuert wird und fluiddicht dem Ventilkörper 10 zugeordnet ist. Das Gehäuse
des Ventiles 44 ist mit einer Einlaßbohrung 45 und mit drei Öffnungen 46,47 und 48 versehen. Die Öffnung 46 steht ständig
mit dem Strömungskanal 37 und so mit der Drucköffnung 18 in
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Verbindung; die Öffnung 47 steht ständig mit dem Niederdruckbereich
(Atmosphäre oder Aufnahmebehälter) in Verbindung; die Öffnung 48 schließlich stellt zusammen mit dem Strömungskanal 49 im
Ventilkörper 10 und dem Strömungskanal 50 in der Endplatte 12 eine ständige Verbindung zwischen der Bohrung 45 und der Kammer
33 dar.
Axial verstellbar ist in der Bohrung 45 ein Pilotventilglied oder Stellglied 53 angeordnet,- dessen Bewegung durch einen elektrischen
Solenoid 54 gesteuert wird. Wird der Solenoid entregt (Fig.l) , so wird das Stellglied 53 von einer nicht dargestellten
Feder in seiner untersten Stellung gehalten, um die Öffnung 46 zu schließen und die Öffnung 47 freizugeben. Hierdurch wird die
Kammer 33 durch die Strömungskanäle 50,49 und 48, die Bohrung 45 und die Entlüftungsöffnung 47 entlüftet. Ist der Solenoid 54 erregt,
so wird das Stellglied 53 in seine obere Endstellung verstellt (Fig.2), um die Öffnung 47 zu schließen und die Öffnung
46 freizugeben. Hierbei wird die Kammer 33 von der Drucköffnung 18 C'irch die Bohrung 11, die Strömungskanäle 37 und 38,
die Öffnung 46, die Borhungen 45 und 48 und die Strömungskanäle
49 und 50 mit Druck beschickt. Nach der Entregung des Solenoid stellt die vorgenannte Feder das Stellglied 53 in seine
untere Endstellung wieder zurück (Fig.l).
Wird während des Betriebes der Solenoid 54 entregt, so herrscht in den Kammern 33 und 36 Niederdruck, weil die Kammer 36 ständig
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mit der Kammer 33 in Verbindung steht und letztere mit der Entlüftungsöffnung
47 des Pilotventiles 44 in Verbindung steht.
Der gleiche Niedrigdruck liegt, wie ständig, in der Kammer 34
vor, während von der Öffnung 18 her, wie ständig, Hochdruck in der Kammer 35 vorliegt. Auf diese Weise ist der Niedrigdruck auf
beiden Seiten des Kolbens 27 ausgeglichen, während der Druckwechsel auf den einander entgegengesetzten Seiten des Kolbens 28
zu einem Druckunterschied führt, der das Ventilglied 26 in die in Fig.l dargestellte linke Endstellung bringt. Wird der Solenoid
54 erregt, so wird Hochdruckfluid in die Kammern 33 und 36 eingeführt, weil diese Kammern mit der Drucköffnung 18 durch die
Pilotventilöffnung 46 in Verbindung stehen. Niedrigdruck herrscht weiterhin in der Kammer 34 und Hochdruck in der Kammer
35. Der Hochdru" an beiden Enden des Kolbens 28 ist ausgeglichen, der Druckunterschied auf den einander gegenüberliegenden
Seiten des Kolbens 27 führt zu einer Restkraft, die das Ventilglied 26 in die in Fig.2 dargestellte rechte Endstellung bringt.
Die Kolben 27 und 28 sind mit Ringdichtungen 55 und 56 versehen, wobei jede Dichtung zwischen einander gegenüberliegenden Abschnitten
der jeweiligen verstellbaren Kolbenwand und der Wand der Längsbohrung 11 angeordnet sind. Die Dichtungen 55 und 56
sind tassenförmig und haben einen U-förmigen Querschnitt. Die Dichtung 55 ist so angeordnet, daß die offene Seite der U-förmigen
Wand zur Kammer 33 hin gerichtet ist. Die Dichtung 56 ist so
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angeordnet, daß die offene Seite der U-förmigen Wand zur Kammer 35 hin gerichtet ist. Wegen ihres Querschnittes wirkt jede
Dichtung nur in einer Richtung. Die Dichtung 55 verhindert ein Aussickern von Fluid aus der Kammer 33 in die Kammer 34, jedoch
kein Sickern von Fluid in der Gegenrichtung. Die Dichtung 56 verhindert ein Aussickern von Fluid aus der Kammer 35 in die
Kammer 36, jedoch kein Sickern von Fluid in der Gegenrichtung. Es ist davon auszugehen, daß die Dichtung 56 vorgespannt ist,
d.h. ein Fluidsickern verhindert, wenn das Schieberventil die Betriebsstellung der Fig.l einnimmt, während in dieser Betriebsstellung die Dichtung 55 ungespannt ist, d.h. über sie hinweg
kein Druckdifferential besteht. Nimmt das Ventil die in Fig.2 dargestellte Betriebsstellung ein, so ist die Dichtung 56 entspannt
und die Dichtung 55 ist gespannt. Da demnach jede Dichtung nur während der Zeit gespannt ist, in der das Schieberventil
in Betrieb ist, wird die Lebensdauer der Dichtung deutlich länger sein als die Lebensdauer der Dichtungen von Lösungen,
die ständig gespannt sind. Dies ist damit zu erklären, daß eine ständig belastete Dichtung relativ früh deformiert und unbrauchbar
wird, um ordnungsgemäß arbeiten zu können.
Obwohl das Schieberventil 26 als ein Ventilglied mit zwei Kolben 27 und 28, die durch die Kolbenstange 29 miteinander, verbunden
sind , aufweisend, beschrieben ist, können die beiden Kolben und die Stange auch als drei baulich unabhängige, aber aneinanderliegende
Bauteile ausgebildet sein. In den Patentansprüchen
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bedeutet demzufolge der Ausdruck "Schieberventilglied", daß zwei Kolben und eine zwischen ihnen liegende Kolbenstange vorgesehen
sind, gleichgültig, ob diese drei Teile ein- oder mehrstückig sind.
Im übrigen ist die Erfindung nur anhand einer bevorzugten Ausführungsform
beschrieben, die im Rahmen des Grundgedankens der Erfindung im Rahmen der Patentansprüche abgewandelt werden kann.
Zusammenfassend kann die Erfindung nochmals wie folgt gekennzeichnet
werden.
Gegenstand der Erfindung ist ein Schieberventil mit einem Ventilkörper
10, der eine Längsbohrung 11 umschließt, in der in der Längsrichtung ein Ventilglied 26 verstellbar ist. Das Ventilglied
weist am einen Ende einen ersten Kolben 28 und am anderen Ende einen zweiten Kolben 27 auf. Beide Kolben haben gleiche
Größe. Ein Hochdruckfluid wird ständig der einen Stirnfläche des ersten Kolbens 28 zugeführt, während die dieser Stirnfläche in
der Längsrichtung des Ventilgliedes gleichgerichtete Stirnfläche des zweiten Kolbens 27 ständig einem Niederdruck ausgesetzt
ist. Die beiden anderen Stirnflächen beider Kolben sind ständig fluidführend miteinander verbunden, wozu vorzugsweise
ein Längskanal 40 im Ventilkörper vorgesehen ist. Ein Steuerglied, vorzugsweise in der Form eines Dreiwegeventiles 44, bestimmt,
daß abwechselnd Hochdruckfluid auf die beiden strömungs-
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mäßig miteinander verbundenen Kolbenstirnflächen einwirkt oder
diese beiden Kolbenstirnflächen dem Niederdruck ausgesetzt sind. Auf diese Weise wird das Ventilglied abwechselnd in der einen
und in der anderen Richtung zur einen oder zur anderen seiner beiden Endstellungen verstellt.
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Claims (1)
- A 12 P 164Anmelder; Automatic Switch Company, Florham Park,
New Jersey 07932, U.S.A.Bezeichnung derErfindung; Ventil mit einem Schieber als VentilgliedPatentansprüche;f Ij Schieberventil, gekennzeichnet durch1.1 einen Ventilkörper (10) mit einer Längsbohrung (11) und einer Anzahl von Öffnungen (14 bis 19) von denen eine als Drucköffnung (18) mit einer Fluiddruckquelle zu verbinden ist;1.2 ein Schieberventilglied (26) , das zwischen zwei Endstellungen in der Längsbohrung (11) axial verstellbar ist, um die Fluidströmung zwischen den Öffnungen (14 bis 19) zu steuern, wobei das Ventilglied am einen Ende und am anderen Ende je einen Kolben (27,28)aufweist;1.3 ein Mittel zum ständigen Zuführen von Hochdruckfluid für einen Stirnfläche des ersten Kolbens (Kammer 33);1.4 ein Mittel zum ständigen Zuführen von Niederdruckfluid zur einen Stirnfläche des zweiten Kolbens (Kammer 36), die in Längsrichtung des Ventilgliedes (26) gleichgerichtet ist, wie die dem Hochdruckfluid ausgesetzte eine Stirnfläche des ersten Kolbens (27);1.5 ein Steuermittel zumI. gleichzeitgen Zuführen von Hochdruckfluid, zu den25. Juli 1983 - 2 -zweiten Stirnflächen beider Kolben (Kammern 34,35), um das Ventilglied (26) in eine seiner beiden Endstellungen verstellen zu können oderII. gleichzeitigen Zuführen von Niederdruckmittel zu den zweiten Stirnflächen beider Kolben (Kammern 34,35), um das Ventilglied (26) in die andere seiner beiden Endstellungen verstellen zu können.2. Schieberventil nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Kammer (33 bis 36) im Bereich jeder Stirnfläche jedes Kolbens (27,28), wobei das Mittel zum ständigen Zuführen von Hochdruckfluid zum ersten Kolben (27) einen Strömungskanal aufweist, der eine ständige Verbindung zwischen der Drucköffnung (18) und der Kammer (33) im Bereich der ständig von Hochdruckfluid beaufschlagten Stirnfläche des ersten Kolbens (27) herstellt.3. Schieberventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuermittel die Fluidströmung zwischen der Drucköffnung (18) und der Kammer (35) im Bereich der zweiten Stirnfläche des zweiten Kolbens (28) steuert, wobei ein Strömungskanal eine ständige Verbindung zwischen der Kammer im Bereich der zweiten Stirnfläche des zweiten Kolbens (28) und der Kammer (34) im Bereich der zweiten Stirnfläche des ersten Kolbens (27) herstellt.A 12 P 16425. Juli 1983 - 3 -■::.._: : y/χ .; 3^267934. Schieberventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuermittel ein Steuerventil (44) mit einer Öffnung (47) aufweist, die mit einem Niederdruckbereich in Verbindung steht, wobei eine weitere Öffnung (46) mit der Drucköffnung (18) in Verbindung steht und eine dritte Öffnung (48) mit der Kammer (33) im Bereich der zweiten Stirnfläche des zweiten Kolbens (Kammer 35) in Verbindung steht, wobei weiter das Steuerventil wechselweise eine Verbindung zwischen der dritten Öffnung (48) und dem Niederdruckbereich einerseits und der dritten Öffnung und der Drucköffnung (18) herstellt.5. Schieberventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (44) ein Dreiwegeventil mit einem Stellglied (53) ist, das auf die Erregung eines elektrischen Solenoids (54) anspricht.6β Schieberventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stro^ungskanäle innerhalb des Ventilkörpers (10) angeordnet sind.7, Schieberventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kolben (27,28) gleiche Größe haben.8. Schieberventil nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Ringdichtung (20,21) zwischen jedem Kolben (27,28) und derA 12 P 16425. Juli 1983 - 4 -Wand der den Kolben führenden Längsbohrung (11), wobei jede Dichtung nur in einer Bewegungsrichtung des Ventilgliedes (26) wirksam ist, um eine Fluidströmung aus der Kammer im Bereich der äußeren Kolbenstirnfläche in die Kammer im Bereich der inneren Kolbenstirnfläche zu verhindern und wobei die eine Stirnfläche des ersten Kolbens dessen äußere Stirnfläche und die eine Stirnfläche des zweiten Kolbens dessen innere Stirnfläche ist.A 12 P 164
25. Juli 1983
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|---|---|---|---|---|
| DE2755147A1 (de) * | 1976-12-13 | 1978-06-15 | American Chain & Cable Co | Foerderanlage, insbesondere schleppkettenkreisfoerderer |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2530773B3 (de) | 1985-02-22 |
| FR2530773A1 (fr) | 1984-01-27 |
| JPS5943282A (ja) | 1984-03-10 |
| GB2124737A (en) | 1984-02-22 |
| GB8315617D0 (en) | 1983-07-13 |
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| JPH059666B2 (de) | 1993-02-05 |
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| DE3326793C2 (de) | 1994-10-06 |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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