DE3326378A1 - Verfahren zum betreiben eines mit einem brenner beheizbaren niedertemperatur-heizkessels - Google Patents
Verfahren zum betreiben eines mit einem brenner beheizbaren niedertemperatur-heizkesselsInfo
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Description
KKW Kulmbacher Klimageräte- Unser Zeichen Werk GmbH VPA $ P 6 6 O 1 DE
Verfahren zum Betreiben eines mit einem Brenner beheizbaren Niedertemperatur-Heizkessels
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betreiben eines mit einem Brenner beheizbaren
Niedertemperatur-Heizkessels nach dem Oberbegriff des Patentanspruches.
Niedertemperatur-Heizkessel müssen zur Verhinderung von Schwitzwasser im Kessel bei oder oberhalb einer
Minimaltemperatur geregelt werden. Diese Minimaltemperatur ist je nach Art des angewendeten Heizsystems
des Heizmittels und der Kesselkonstruktion verschieden. Sie stimmt sich im wesentlichen als
ein integraler Wert von Temperaturen des Wärmeträgers an der Stelle des Kesseleinlaufes und am Kesselausgang.
Es wird bereits ein Verfahren zum Betreiben eines mit einem Brenner beheizbaren Niedertemperatur-Heizkessels
nach dem Oberbegriff des Patentanspruches angewandt. Die Regelung der Kesseltemperatur
erfolgt hierbei mittels Thermostat. Eine Einstellung unterhalb der Minimaltemperatur ist
mechanisch verriegelt. Das Temperaturgefälle im Kessel zwischen Kesseleinlauf und Kesselausgang
kann mittels Beimischpumpe reduziert werden. Höhere Kesselwassertemperaturen werden durch manuelles
Verstellen der Thermostaten oder durch Überlagerung der Heizkurve eines Heizungsreglers
um eine feste Temperaturdifferenz erreicht.
Bee 25 Bes / 3o.o6.19ö3
ϊ - VPA 83 P .6 6 O 1 DE
Das bekannte Verfahren arbeitet nicht besonders wirtschaftlich, weil mindestens zeitweise zur
Reduzierung des Temperatürgefalles zwischen Kesseleinlauf
und Kesselausgang der Wärmeträger nach Maßgabe des Heizungsreglers auf höhere Temperaturen
aufgeheizt wird, als an sich zur Verhinderung von Schwitzwasser im Heizkessel notwendig.
Aufgabe der Erfindung ist es, das Verfahren zum Betreiben eines mit einem Brenner beheizbaren
Niedertemperatur-Heizkessels der im Oberbegriff des Patentanspruches genannten Art so auszubilden,
daß es besonders wirtschaftlich arbeitet und dennoch Schwitzwasserbildungen mit Sicherheit vermieden sind.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 angegebenen
Maßnahmen gelöst.
Die gefundene Lösung hat den Vorteil, daß zu seiner Durchführung nur einfache Mittel erforderlich sind.
Die Lösung zeichnet sich dadurch aus, daß die Temperaturen des Wärmeträgers am Kesselausgang bei
Gefahr von Schwitzwasserbildung auf Werten gehalten werden, die gerade noch ausreichen, die Bildung
von Schwitzwasser zu verhindern. Über das notwendige Maß hinausgehende Übertemperaturen des Wärmeträgers
am Kesselausgang werden auf jeden Fall vermieden, unabhängig davon, welche äußeren Bedingungen
und Anforderungen vorliegen. Ein weiterer Vorteil der gefundenen Lösung besteht darin, daß durch
die direkte Temperaturerfassung Grenzfälle der Unterschreitung der Mindesttemperatür, wie zum Beispiel
bei der Warmwasserbereitung und der Erwärmung von Schwimmbadwasser, sicher verhindert werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an.Hand
einer Zeichnung beschrieben, die ein zwei Kurven aufweisendes Diagramm zeigt.
In der Zeichnung ist mit 1 der Kurvenverlauf der Temperaturen eines in einem Heizungskreislauf umströmenden
Wärmeträgers an einer Stelle bezeichnet, an der der Wärmeträger aus dem Heizungsrücklauf in
einen Niederteraperatur-Heizkessel einströmt, in dem mittels eines Brenners der Wärmeträger nach Maßgabe
eines Heizungsreglers aufgeheizt wird. Die Einströrastelle wird nachfolgend als Kesseleinlauf bezeichnet.
Mit 2 ist in der Zeichnung der Kurvenverlauf der Temperaturen des Wärmeträgers an der Stelle des
Austritts aus dem Heizkessel und des Eintritts in den Vorlauf des Heizungskreislaufes bezeichnet.
Die Stelle des Austritts des Wärmeträgers wird nachfolgend als Kesselausgang bezeichnet.
Die Kurven 1 und 2 sind in Abhängigkeit von Außentemperaturen aufgetragen.
Ein waagrechter Abschnitt 1a der Kurve 1 gibt eine Mindesttemperatur an, die zur Vermeidung von
Schwitzwasser an den Wänden des Heizkessels nicht unterschritten werden darf. Im vorliegenden Beispiel
beträgt die Mindesttemperatur 55° C. Je nach Art des Heizkessels des Heizmittels und Ausbildung
des verwendeten Heizsystems kann sich die Mindesttemperatur jedoch nach oben oder unten ändern.
• Dem am Kesseleingang einströmenden Wärmeträger
wird aus dem Kesselausgang ausströmender Wärmeträger mittels einer Beimischpumpe zur Reduzierung
des Wärmegefälles zwischen Kesseleinlauf und Kesselausgang beigemischt, wenn die Mindesttemperatur
unterschritten wird.
Der sich an den waagrechten Abschnitt anschließende Kurvenast 1b der Kurve 1 wird von einem vom
Heizungsrücklauf beeinflußten Heizungsregler bestimmt .
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5
Der Heizungsregler kann jedoch auch vom Heizungsvorlauf bestimmt sein (nicht dargestellt).
Bei Unterschreiten der Mindesttemperatur des Warmeträgers
im Kesseleinlauf (Abschnitt 1a der Kurve 1), wird der Brenner eingeschaltet. Durch die
Mischung mit aus dem Kesselausgang kommenden Wärmeträger
wird die Temperatur des wärmeträgers am Kesseleingang angehoben und so die Mindesttemperatur
auf ihrem vorgegebenen Wert gehalten.
Der Brenner wird auch eingeschaltet, wenn eine Solltemperatur des Wärmeträgers am Kesselausgang
unterschritten wird. Hierbei wird davon ausgegan-2g gen, daß eine Unterschreitung der Mindesttemperatur
am Kesselfinlauf vorliegt, wenn die Solltemperatur am Kesselausgang unterschritten ist.
Umgekehrt wird, beim Überschreiten der Mindesttemperatur
des Wärmeträgers am Kesseleingang und beim Überschreiten der Solltemperatur des Wärmeträgers
am Kesselausgang der Brenner ausgeschaltet.
Während des Betriebs der Beimischpumpe verläuft 3o- die Temperaturkurve 2 des a\is dem Heizkessel austretenden
Wärmeträgers im Abschnitt 2a etwa parallel zum Abschnitt 1a der Kurve 1, Nach ihren parallelen
Abschnitten 1a,2a ändern die Kurven 1,2 infolge weiterer Verfahrensmaßnahmen ihren Verlauf.
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Für die genannten Verfahrensmaßnahmen gilt entweder
die Kurve 1 als Bezugskurve, wenn der Heizungsregler im Heizungsrücklauf angeordnet ist oder die
Kurve 2 als Bezugskurve, wenn der Heizungsregler vom Heizungsvorlauf beeinflußt ist.
Unabhängig von ihren parallelen Abschnitten 1a, 2a, haben die beiden Kurven 1,2 den gleichen Ursprungspunkt, der im Beispiel bei 2o° C Temperatur des
Wärmeträgers und 2o° C Außentemperatur liegt.
Im Fall der Anordnung des Heizungsreglers im Heizungsrücklauf wird der Heizkessel so betrieben,
daß, wie dargestellt, die für die Solltemperatur des Wärmeträgers am Kesselausgang maßgebende Kurve
2 in Bezug zu dem in der Kurve 1 angezeigten Verlauf der Temperatur des Wärmeträgers im Heizungsrücklauf einen entgegen dem Uhrzeigersinn um den
Ursprungspunkt gedrehten Verlauf nimmt. Dabei ist die Kurve 2 gleich der Kurve 1, hat jedoch in jedem
Punkt eine größere Steigung als diese.
Der Grad der Drehung der Kurve 2 um den mit der Kurve 1 gemeinsamen Ursprungspunkt ist von der
Art des Heizkessels und dem angewendeten Heizsystem abhängig und muß empirisch ermittelt werden.
Im Fall der Anordnung des Heizungsreglers im Heizungsvorlauf wird der Heizkesselbetrieb so gesteuert,
daß die für die Temperatur des Wärmej>o
trägers am Kesseleinlauf maßgebende Kurve 1 zwar gleich der Kurve 2, jedoch gegenüber dieser um den
gemeinsamen Ursprungspunkt im Uhrzeigersinn gedreht ist. Auch in diesem Falle hängt der Grad der
- λ3 - VPA83ρ 66O 1 OE
Drehung um den UrSprungspunkt vom Heizkessel und
vom Heizungssystem ab und muß empirisch ermittelt
v/erden.
1 Patentanspruch 1 Figur
-β —
- Leerseite
Claims (1)
- PatentanspruchVerfahren zum Betreiben eines mit einem Brenner beheizten Niedertemperatur-Heizkessels, wobei einem in einem Heizungskreislauf umströmenden Wärmeträger am Übergang zwischen Heizungsrücklauf und Kesseleinlauf aus dem Kesselausgang austretender und in den Heizungsvorlauf eintretender Wärmeträger mittels einer Beimischpumpe, zur Reduzierung eines Temperaturgefalles des Wärmeträgers zwischen dem Kesseleinlauf und dem Kesselauslauf beigemischt wird, wenn eine Mindesttemperatnr des Wärmeträgers am Kesseleinlauf unterschritten ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei Unterschreiten der Mindesttemperatur des Wärmeträgers am Kesseleinlauf und/oder Unterschreiten einer Solltemperatur des Wärmeträgers am Kesselausgang der Brenner eingeschaltet und bei Überschreiten der Mindesttemperatur .des Wärmeträgers am Kesseleinlauf und bei Überschreiten der Solltemperatur des Wärmeträgers am Kesselausgang der Brenner ausgeschaltet wird;und daß entweder die Solltemperatur des Wärmeträgers am Kesselausgang in Bezug zum Verlauf der Temperatur des Heizungsrücklaufes auf einer um ihren Ursprungspunkt entgegen dem Uhrzeigersinne gedrehten Kurve (2) gehalten oder die Temperatur des Kesseleinlaufes auf einer gegenüber dem Verlauf der Temperatur des Heizungsvorlaufes auf einer Kurve gehalten wird, die im Uhrzeigersinn um ihren Ursprungspunkt gedreht ist wobei die beiden Kurven (1,2) untereinander etwa gleich sind und den gleichen Ursprungspunkt aufweisen.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19833326378 DE3326378A1 (de) | 1983-07-22 | 1983-07-22 | Verfahren zum betreiben eines mit einem brenner beheizbaren niedertemperatur-heizkessels |
| EP84107913A EP0132663A3 (de) | 1983-07-22 | 1984-07-06 | Verfahren zum Betreiben eines mit einem Brenner beheizbaren Niedertemperatur-Heizkessels |
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| DE (1) | DE3326378A1 (de) |
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Also Published As
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| EP0132663A3 (de) | 1985-03-13 |
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