DE3320883C2 - - Google Patents
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- B60T13/00—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems
- B60T13/10—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release
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- B60T13/16—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release the fluid being liquid using pumps directly, i.e. without interposition of accumulators or reservoirs
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Regelventil für eine
hydraulische Antiblockiervorrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Ein solches Regelventil ist aus der DE 24 40 320 A1 bekannt. Bei
diesem bekannten Regelventil wirkt das erste Ventilteil
des ersten Ventilelementes mit der inneren Endwand der er
sten Kammer derart zusammen, daß es die Strömung des Druck
fluids vom ersten Einlaßkanal zum ersten Auslaßkanal zuneh
mend stärker drosselt, wenn der am zweiten Einlaßkanal
anliegende, vom Hauptbremszylinder gelieferte Hauptzylinder
druck steigt. Auf diese Weise wird am zweiten Auslaßkanal
ein mit dem Hauptzylinderdruck steigender Steuerdruck er
zeugt. Der vom Regelventil gelieferte Steuerdruck dient
im Falle des bekannten Regelventils dazu, ein Absperrven
til der Antiblockiervorrichtung, das im Bremskreis zwischen
dem Hauptbremszylinder und dem zumindest einem Radbrems
zylinder angeordnet ist, beim Bremsen ohne Blockiergefahr
geöffnet zu halten und beim Bremsen mit Blockiergefahr
intermittierend offen und geschlossen zu halten. Außerdem
dient der Steuerdruck dazu, ein Bypassventil, das paral
lel zum Absperrventil geschaltet ist, nur dann öffnen zu
lassen, wenn beispielsweise aufgrund eines Ausfalls der
Hydraulikpumpe kein Steuerdruck geliefert wird. Damit das
bekannte Regelventil einen Steuerdruck liefern kann, der
bei Bremsbetätigung im richtigen Verhältnis zum Hauptzylin
derdruck steht, liefert es selbst dann einen verhältnis
mäßig hohen Steuerdruck, während der Hauptbremszylinder
nicht betätigt wird und somit keinen Hauptzylinderdruck
liefert. Diesen verhältnismäßig hohen Steuerdruck muß die
Hydraulikpumpe erzeugen, wofür sie Antriebsenergie ver
braucht, die üblicherweise von der Brennkraftmaschine des
Fahrzeugs geliefert wird. Der Kraftstoffverbrauch des Fahrzeugs
ist daher umso höher, je höher der Steuerdruck ist, den
das Regelventil selbst bei nicht betätigtem Hauptbrems
zylinder liefert.
Ein gattungsgleiches Regelventil ist auch durch die US-PS
41 88 074 bekannt. Für dieses bekannte Regelventil gelten
die gleichen Betrachtungen, wie sie vorstehend im Hinblick
auf das Regelventil gemäß der DE 24 40 320 A1 angestellt
sind.
Durch die US-PS 40 36 534 ist ein Regelventil für eine
hydraulische Antiblockiervorrichtung bekannt, bei dem der
von der Hydraulikpumpe an das Regelventil gelieferte Druck
bereits proportional zum Hauptzylinderdruck ansteigt. In
einem ersten Bereich des Hauptzylinderdrucks läßt das Regel
ventil den von der Hydraulikpumpe gelieferten Steuerdruck
unvermindert durch. In einem zweiten Bereich des Hauptzylin
derdrucks, in dem der Hauptzylinderdruck höhere Werte als
im ersten Bereich hat, bewirkt das Regelventil eine Druck
minderung. Dies hat zur Folge, daß die Antiblockiervorrich
tung im zweiten Bereich des Hauptzylinderdrucks an die
Bremszylinder der Hinterräder lediglich einen im Vergleich
zum Hauptzylinderdruck verminderten Druck weitergibt, so
daß die Antiblockiervorrichtung die Funktion eines herkömm
lichen Proportionierventils erfüllt. Das Regelventil weist
ein hin- und herbewegbares Ventilelement auf, das inner
halb des ersten Bereichs das Regelventil offenhält und
innerhalb des zweiten Bereichs bei einem Ansteigen des von
der Hydraulikpumpe gelieferten Drucks das Regelventil inter
mittierend derart öffnet und schließt, daß am mit der Anti
blockiervorrichtung verbundenen Auslaßkanal der Steuerdruck
schwächer ansteigt als der von der Hydraulikpumpe gelie
ferte Druck. Auch bei diesem bekannten Regelventil muß die
Hydraulikpumpe bei nicht betätigtem Hauptbremszylinder einen
so hohen Steuerdruck liefern, daß bei Betätigung des Haupt
bremszylinders der über dem Hauptzylinderdruck linear an
steigende Steuerdruck eine einwandfreie Funktion der Anti
blockiervorrichtung gewährleistet.
Schließlich ist durch die DE 28 53 718 A1 ein Bremsdruck
regler bekannt, der nicht für eine Antiblockiervorrichtung
bestimmt ist, sondern im Bremskreis für die Hinterräder
dafür sorgt, daß der vom Hauptbremszylinder für die Hin
terräder gelieferte Druck in einen ersten Bereich des Haupt
zylinderdrucks unvermindert durchgelassen wird und in einem
zweiten, anschließenden Bereich des Hauptzylinderdrucks
nur vermindert auf die Radbremszylinder der Hinterräder
gegeben wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsge
mäße Regelventil derart auszubilden, daß es bei betätigtem
Hauptbremszylinder unverändert den erforderlichen Steuer
druck liefert, jedoch bei nicht betätigtem Hauptbremszy
linder einen Betrieb der Hydraulikpumpe mit verminderter
Leistung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Regelventil durch die
im kennzeichnenden Teil des Patent
anspruchs 1 genannten Merkmale gelöst.
Das erfindungsgemäße Regelventil arbeitet in der Weise,
daß dann, wenn der Hauptbremszylinder unbetätigt ist und
keinen Bremszylinderdruck liefert, die zweite Drossel ge
schlossen und die erste Drossel vollständig geöffnet ist,
so daß der Strömung des Steuerdruckfluids vom ersten Ein
laßkanal durch die Drossel zum ersten Auslaßkanal kein
nennenswerter Widerstand entgegensteht und die Hydraulik
pumpe das Steuerdruckfluid nur mit verhältnismäßig niedri
gem Steuerdruck zu liefern braucht. Wenn der Hauptzylinder
druck auf einen vorgegebenen Wert ansteigt und diesen über
steigt, drosselt die erste Drossel den Strom des Steuer
druckfluids vom ersten Einlaßkanal zum ersten Auslaßkanal
zunehmend stärker, so daß der hydraulische Steuerdruck rasch
in einem ersten Verhältnis zum Hauptzylinderdruck auf einen
vorgegebenen Wert erhöht werden kann. Wenn der Hauptzylin
derdruck weiter über den vorgegebenen Wert ansteigt, stößt
das zweite Ventilelement mit seinem ersten Ventilteil gegen
den ersten Ventilteil des ersten Ventilelementes, so daß
die erste Drossel geschlossen wird und sich danach die bei
den Ventilelemente gemeinsam bewegen. Dabei öffnet die
zweite Drossel und bewirkt einen Steuerdruck, der sich in
einem zweiten Verhältnis, das geringer als das erste Ver
hältnis ist, mit dem Hauptzylinderdruck erhöht. Der letzt
genannte Steuerdruck gewährleistet ordnungsgemäßen Betrieb
der Antiblockiervorrichtung. Der während des Schließens
der ersten Drossel bei Beginn der Betätigung des Hauptbrems
zylinders steile Ansteig des Steuerdrucks ermöglicht es,
bei unbetätigtem Hauptbremszylinder den Steuerdruck ver
hältnismäßig niedrig zu halten und dadurch bei unbetätigtem
Hauptbremszylinder die Leistungsaufnahme der Hydraulikpumpe
gering zu halten, so daß der Kraftstoffverbrauch der Brenn
kraftmaschine des Fahrzeugs - soweit er durch den Antrieb
der Hydraulikpumpe verursacht ist - entsprechend niedrig
ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes gehen
aus den Unteransprüchen hervor.
Die Erfindung wird nunmehr anhand eines Ausführungsbeispiels
in Verbindung mit der Zeichnung im einzelnen erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein
Regelventil, das in eine mit einer hydrau
lischen Antiblockiervorrichtung versehene Fahrzeug
bremsanlage eingebaut ist;
Fig. 2 einen vergrößerten Schnitt, der einen Hauptab
schnitt des Regelventils zeigt; und
Fig. 3 ein Diagramm, in dem das Druckregelungsvermögen des
Regelventils dargestellt ist.
Fig. 1 zeigt eine Fahrzeugbremsanlage, bei der eine hydrau
lische Antiblockiervorrichtung 23 in einem Bremskreis 16 ange
ordnet ist, der einen Tandem-Hauptbremszylinder 12 mit Rad
bremszylindern 18 der Hinterräder 17 verbindet, um bei einem Bremsvorgang
ein Blockieren der Hinterräder 17 zu verhindern, und bei
dem ein Regelventil 22 an den Bremskreis 16 angeschlossen
ist, um einen
von einer Hydraulikpumpe
20 an die Antiblockiervorrichtung 23 angelegten hydraulischen
Steuerdruck in Abhängigkeit von einem vom Hauptbremszylinder 12 herrührenden Hauptzylinderdruck zu regeln. Der Hauptbremszylinder 12 ist mit einem Brems
kraftverstärker 11 versehen, der durch Herunterdrücken eines
Bremspedals 10 betätigt werden kann, und über einen vorderen
Bremskreis 13 direkt an Radbremszylinder 15, der Vorderräder 14 ange
schlossen. Die Hydraulikpumpe 20 kann von einer Antriebs
maschine des Fahrzeuges angetrieben werden und ist mit ihrem
Einlaßkanal an einen Vorratsbehälter 29 und mit ihrem
Auslaßkanal über das Regelventil 22 an eine Servolenkvor
richtung 21 und die Antiblockiervorrichtung 23 angeschlossen.
Die Antiblockiervorrichtung 23 umfaßt ein Gehäuse 24, das
mit Einlaßkanälen 24 a, 24 c, einem Auslaßkanal 24 b, einem Ab
laßkanal 24 d und einem Verbindungskanal 24 e versehen ist.
Auf dem Gehäuse 24 befinden sich eine Magnetventileinheit
27 und im Gehäuse ein Absperrventil V 1, ein Bypassventil V 2
und eine erste und zweite Stufenkolbeneinheit 25 bzw. 28, die
parallel zueinander angeordnet sind. Die Einlaßkanäle 24 a
und 24 c des Gehäuses 24 sind jeweils über den Bremskreis 16 an
den Hauptbremszylinder 12 bzw. an das Regelventil 22 angeschlossen.
Der Auslaßkanal 24 b und der Verbindungskanal 24 e des Gehäuses
24 stehen jeweils mit den Radbremszylindern 18 bzw.
dem Regelventil 22 in Verbindung, und der Ablaßkanal 24 d
des Gehäuses 24 ist an den Vorratsbehälter 29 angeschlossen.
Die erste Stufenkolbeneinheit 25 umfaßt einen Kolben 25 a mit
kleinem Durchmesser und einen Kolben 25 b mit großem Durch
messer, die in einer Axialbohrung des Gehäuses 24 hin- und
herbewegbar und miteinander verbunden sind. Der Kolben 25 a
ist in einer Bremsdruckkammer 30 angeordnet, während sich
der Kolben 25 b an seinem einen Ende in einer Servodruckkammer
31 befindet. Die Bremsdruckkammer 30 steht über eine Axial
bohrung 33, eine Kammer 34 und einen Kanal 35 mit dem Ein
laßkanal 24 a und über einen Kanal 36, eine Axialbohrung 37
und eine Kammer 38 mit dem Auslaßkanal 24 b in Verbindung.
Die zweite Stufenkolbeneinheit 28 umfaßt einen Kolben 28 a mit
kleinem Durchmesser und einen Kolben 28 b mit großem Durch
messer, die in einer Axialbohrung des Gehäuses 24 hin- und
herbewegbar sind und mit ihren inneren Enden aneinander
stoßen. Der Kolben 28 a mit kleinem Durchmesser ist mit seinem
äußeren Ende über den Kanal 36 der Bremsdruckkammer 30 ausge
setzt, während der Kolben 28 b mit großem Durchmesser mit
seinem äußeren Ende in einer Servodruckkammer 46 angeordnet
ist, die eine offene Verbindung zum Einlaßkanal 24 c be
sitzt. Das Absperrventil V 1 ist in der Kammer 34 angeordnet
und umfaßt ein Ventilelement 26, das mit einer axialen Stange
26 a versehen ist, sowie eine Schraubenfeder 26 b, die das Ven
tilelement 26 in Richtung auf den Kolben 25 a mit kleinem Durch
messer beaufschlagt. Die axiale Stange 26 a des Ventilelementes
26 stößt gegen den Kolben 25 a mit kleinem Durchmesser, wenn
in der Kammer 31 ein Betätigungsdruck vorhanden ist, so daß nor
malerweise Druckfluid vom Einlaßkanal 24 a durch die Kammer
34 und die Axialbohrung 33 zur Kammer 30 strömen kann. Wenn
sich die erste Stufenkolbeneinheit 25 in der Figur nach links
verschiebt, verschließt das Ventilelement 26 die Axialbohrung
33 und unterbricht den Druckfluidstrom vom Einlaßkanal 24 a
zur Kammer 30. Das Bypassventil V 2 ist in der Kammer 38 ange
ordnet und umfaßt ein Ventilelement 28 c, das mit einer axialen
Stange 28 d versehen ist, sowie eine Schraubenfeder 28 e, die
das Ventilelement 28 c in Richtung auf den Kolben 28 a mit
kleinem Durchmesser beaufschlagt. Die axiale Stange 28 d des
Ventilelementes 28 c stößt gegen den Kolben 28 a mit kleinem
Durchmesser, wenn in der Kammer 46 ein hydraulischer Betäti
gungsdruck vorhanden ist, um eine in offener Verbindung mit
dem Einlaßkanal 24 a stehende Axialbohrung 47 normalerweise
zu schließen und die Axialbohrung 37 zu öffnen, damit Druck
fluid aus der Kammer 30 zum Auslaßkanal 24 b strömen kann.
Wenn der hydraulische Betätigungsdruck in der Kammer 46 in
folge einer Beschädigung der Hydraulikpumpe 20 auf einen
Nullwert abfällt, verschiebt sich die zweite Stufenkolben
einheit 28 unter dem Einfluß des Hauptzylinderducks nach
links, so daß das Ventilelement 28 c die Axialbohrung 37
schließt und die Axialbohrung 47 öffnet und Druckfluid
vom Einlaßkanal 24 a durch die Kammer 38 direkt zum Auslaß
kanal 24 b fließen kann.
Die Magnetventileinheit 27 umfaß einen ersten und einen
zweiten Ventilkolben 27 a, 27 b, die jeweils durch eine Schrau
benfeder nach unten beaufschlagt werden, und eine erste und
zweite Elektromagnetwicklung 27 c und 27 d, die bei Erregung
die entsprechenden Ventilkolben 27 a, 27 b nach oben bewegen.
Während der Aberregung der ersten Wicklung 27 c befindet
sich der erste Ventilkolben 27 a in seiner unteren Lage, so
daß der Einlaßkanal 24 c über eine Öffnung 40 mit einer Kammer
39 in Verbindung gebracht und eine in offener Verbindung
mit dem Ablaßkanal 24 d stehende Öffnung 41 geschlossen wird.
Wenn der erste Ventilkolbe 27 a in Abhängigkeit von einer
Erregung der ersten Wicklung 27 c nach oben bewegt wird,
wird die Verbindung der Kammer 39 der Öffnung 40 unterbrochen und wird
die Kammer 39 durch die Öffnung 41 an den Ablaßkanal 24 d angeschlossen.
Während der Aberregung der zweiten Wicklung 27 d befindet
sich der zweite Ventilkolben 27 b in seiner unteren Lage, so
daß die hydraulische Servodruckkammer 31 über eine Öff
nung 43 mit einer Kammer 42 in Verbindung gebracht wird, die
in offener Verbindung mit der Kammer 39 steht, und eine
Öffnung 44 geschlossen wird.
Wenn der zweite Ventilkolben 27 d in Abhängigkeit von einer
Erregung der zweiten Wicklung 27 d nach oben bewegt wird,
wird die Kammer 42 über die beiden Öffnungen 43 und 44 mit der
Servodruckkammer 31 in Verbindung gebracht. Beide
Wicklungen 27 c und 27 d sind elektrisch an einen Rechner
45 angeschlossen, der mit einem Radblockiersensor 45 a in
Verbindung steht, so daß er in Abhängigkeit von einem
vom Sensor 45 a erhaltenen elektrischen Signal ein Ausgangs
signal erzeugen kann. Der Sensor 45 a ist am Getriebe des
Fahrzeuges montiert und erfaßt die Drehzahl einer Ausgangs
welle des Getriebes, so daß auf diese Weise das elektrische
Signal in Abhängigkeit von einer Blockierung der Hinter
räder 17 erzeugt werden kann. Wenn ein Blockieren der
Hinterräder 17 durch den Sensor 45 a angezeigt wird,
werden beide Wicklungen 27 c und 27 d durch das vom Rechner
45 abgegebene Ausgangssignal erregt, um die Antiblockier
vorrichtung 23 zu betätigen. Wenn es erforderlich ist, den
Bremsdruck wieder an die Radbremszylinder 18 anzu
legen, wird zumindest die erste Wicklung 27 c bei einem Ver
schwinden des Ausgangssignals vom Rechner 45 aberregt, wo
nach die zweite Wicklung 27 d wahlweise aberregt wird.
Das Regelventil 22 umfaßt ein Gehäuse 48, das mit einem
ersten und zweiten Einlaßkanal 48 a bzw. 48 d versehen ist, die
jeweils in Verbindung mit der Hydraulikpumpe 20 bzw. über
den Einlaßkanal 24 a und den Verbindungskanal 24 e der Antiblockiervorrichtung 23 mit dem
Hauptbremszylinder 12 in Verbindung stehen. Das Gehäuse 48 weist
ferner einen ersten und zweiten Auslaßkanal 48 b bzw. 48 c auf,
die jeweils mit der Servolenkvorrichtung 21 und dem Einlaß
kanal 24 c der Antiblockiervorrichtung 23 in Verbindung stehen.
In einer Axialbohrung im Gehäuse 48 sind ein erstes Ventil
element 49 in der Form eines Kolbens, ein zweites ringförmiges
Ventilelement 50 und ein Hilfskolben 51 montiert, die koaxial
zueinander angeordnet sind. Das erste Ventilelement 49 und der Hilfskolben 51 sind in Axial
richtung hin- und herbewegbar und unterteilen das Innere des
Gehäuses 48 in eine erste und zweite Kammer 54 bzw. 53, wobei die
Kammer 54 mit dem ersten Einlaß- und Auslaßkanal 48 a, 48 b
und dem zweiten Auslaßkanal 48 c und die Kammer 53 mit dem
zweiten Einlaßkanal 48 d in offener Verbindung steht.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, ist das erste Ventilelement 49 an
seinem einen Ende mit einem flachen ersten Ventilteil 49 a versehen,
der in der ersten Kammer 54 angeordnet ist. Das zweite ring
förmige Ventilelement 50 ist an seinem einen Ende mit einem
ersten Ventilteil 50 b versehen, der die Form eines ring
förmigen Vorsprunges besitzt, und an seinem anderen Ende mit
einem zweiten Ventilteil 50 c ebenfalls in der Form eines
ringförmigen Vorsprunges versehen.
Der erste Ventilteil 50 b besitzt einen kleineren Durchmesser
als der zweite Ventilteil 50 c. Hierbei wirkt der erste Ventil
teil 50 b des zweiten Ventilelementes 49 zusammen und bildet
eine erste ringförmige Drosseln, während der zweite Ventilteil
50 c des Ventilelementes 50 mit der inneren Endwand der
ersten Kammer 54 zusammenwirkt und eine zweite ringförmige
Drossel bildet. Des weiteren ist im Gehäuse 48 eine Schrauben
feder 55 montiert, die eine elastische Einrichtung bildet und das zweite Ventilelement 50 in Rich
tung auf die innere Endwand der Kammer 54 unter Vorspannung
hält und die Bewegung des zweiten Ventilelementes 50 in
Richtung auf die zweite Kammer 53 so lange einschränkt, bis
ein von der Hydraulikpumpe 20 erzeugter hydraulischer Steuerdruck
einen vorgegebenen Wert erreicht.
In Fig. 3 ist die Regelung des hydraulischen Steuer
drucks in Abhängigkeit vom Hauptzylinderdruck durch das Regel
ventil 22 dargestellt. Wenn der Hauptbremszylinder 12 außer Betrieb
ist, befindet sich das erste Ventilelement 49 an seinem rech
ten Hubende, da in der zweiten Kammer 53 kein Druck vorhanden
ist, und hat die erste ringförmige Drossel zwischen den Ventil
teilen 49 a und 50 b keine Drosselwirkung, so daß
Druckmittel von der Hydraulikpumpe 20 über den Einlaßkanal 48 a, eine
Axialbohrung 50 a im Ventilelement 50, die erste ring
förmige Drossel und den Auslaßkanal 48 b frei zur Servolenk
vorrichtung 21 strömen kann, ohne daß dieser Strömung irgend
ein Widerstand entgegengesetzt wird. Der von der Hydraulikpumpe 20
gelieferte hydraulische Steuerdruck wird daher auf einem
niedrigen Wert P 0 gehalten, der
lediglich durch den Strömungswiderstand im Rücklauf zwischen dem
Auslaßkanal 48 b und dem Vorratsbehälter 29 verursacht
wird. Bis der vom Hauptbremszylinder 12 herrührende Druck einen
ersten vorgegebenen Wert PH 1 erreicht, wird das erste Ventil
element 49 durch den hydraulischen Steuerdruck P₀ nach
rechts verschoben gehalten. Bei Erreichen von PH 1 ist die auf das Ventilelement 49
einwirkende Kraft P 0 × A 1 gleich der auf den Hilfskolben 51 einwirkenden
Kraft PH₁×A₂, wobei A₁ die linke Endfläche des Ventilelements
49 und A₂ die rechte Endfläche des Hilfskolbens 51 bedeuten. Während
der Hauptzylinderdruck über den ersten vorgegebenen Wert PH 1
auf einen zweiten vorgegebenen Wert PH 2 ansteigt, verschiebt
sich das erste Ventilelement 49 nach links, so daß die erste
ringförmige Drossel zwischen den Ventilteilen 49 a und 50 b
den hydraulischen Steuerdruck schnell auf einen vorge
gebenen Wert P 1 erhöhen kann. Hierbei wird das Verhältnis
zwischen dem hydraulischen Steuerdruck und dem Haupt
zylinderdruck durch den Wert A 2/A 3 bestimmt, wobei A 3 die
wirksame Innenfläche der ersten ringförmigen Drossel
darstellt. Bei Erreichen von PH₂ wird die Gleichung P 1 × (A 4 - A 3) = F er
füllt, wobei A 4 die wirksame Innenfläche der zweiten ringför
migen Drossel zwischen dem Ventilteil 50 c und der inneren
Endwand der Kammer 54 und F die Anfangskraft der Feder 55
darstellen. Wenn der Hauptzylinderdruck über den zweiten vor
gegebenen Wert PH 2 in Richtung auf einen dritten vorgegebenen Wert PH 3
ansteigt, verschiebt sich das zweite Ventilelement 50 ge
gen die Kraft der Feder 55 und wird mit dem Ventilteil 49 a des
Ventilelements 49 in Eingriff gebracht, so daß die erste ringförmige
Drossel geschlossen wird und die zweite ringförmige Drossel
den hydraulischen Steuerdruck weiter erhöht. Hierbei
wird das Verhältnis zwischen dem hydraulischen Steuer
druck und dem Hauptzylinderdruck durch den Wert A 2/A 4 be
stimmt.
In Fig. 3 gibt der schraffierte Bereich eine Be
ziehung zwischen dem hydraulischen Steuerdruck und dem
Hauptzylinderdruck für den Fall wieder, daß das Bypassventil V 2 in
der Antiblockiervorrichtung 23 in bekannter Weise geöffnet ist,
um einen direkten Druckfluidfluß vom Hauptbremszylinder zu den
hinteren Radbremszylindern 18 zu erreichen.
In der Praxis kann ein übliches Dosierventil im Bremskreis 16
zwischen dem Hauptbremszylinder 12 und der Antiblockiervorrichtung
23 angeordnet sein. In einem solchen Fall kann das Regelven
til 22 mit dem Ausgangsdruck des Dosierventiles beaufschlagt
werden. Alternativ kann das Absperrventil V 1 bei Betäti
gung der ersten Stufenkolbeneinheit 25 durch ein anderes
Solenoid geschlossen werden.
Claims (3)
1. Regelventil für eine hydraulische Antiblockiervor
richtung (23), die zwischen einem Hauptbremszylinder (12)
und einem Radbremszylinder (18) einer Fahrzeugbremsanlage
angeordnet ist, wobei die Antiblockiervorrichtung (23)
über das Regelventil (22) von einer Hydraulikpumpe (20)
mit einem Steuerdruckfluid beaufschlagbar ist und wobei
das Regelventil (22) ein Gehäuse (48) aufweist, das mit
einem ersten Einlaßkanal (48 a) zur Verbindung mit der
Hydraulikpumpe (20), einem zweiten Einlaßkanal (48 d) zur
Verbindung mit dem Hauptbremszylinder (12), einem ersten
Auslaßkanal (48 b) zur Verbindung mit einem Vorratsbehälter
(29) und einem zweiten Auslaßkanal (48 c) zur Verbindung
mit der Antiblockiervorrichtung (23) versehen ist und wobei
das Regelventil (22) ein erstes, als Kolben ausgebildetes
Ventilelement (49) aufweist, das innerhalb einer Axial
bohrung im Gehäuse (48) hin- und herbewegbar ist und das
Innere des Gehäuses (48) in eine erste Kammer (54), die
in offener Verbindung mit dem ersten Einlaßkanal (48 a),
dem ersten Auslaßkanal (48 b) sowie dem zweiten Auslaßkanal
(48 c) steht, und eine zweite Kammer (53) unterteilt, die
in offener Verbindung mit dem zweiten Einlaßkanal (48 d)
steht, und das an einem Ende mit einem ersten Ventilteil
(49 a) versehen ist, der in der ersten Kammer (54) angeord
net ist, gekennzeichnet durch ein zweites, ring
förmiges Ventilelement (50), das in der ersten Kammer (54)
koaxial zu dem ersten Ventilelement (49) angeordnet und
an einem Ende mit einem ersten Ventilteil (50 b) mit kleinem
Durchmesser versehen ist, der mit dem ersten Ventilteil
(49 a) des ersten Ventilelements (49) zusammenwirkt und
eine erste ringförmige Drossel (49 a, 50 b) bildet, um den
Strom des Steuerdruckfluids vom ersten Einlaßkanal (48 a)
zum ersten Auslaßkanal (48 b) zu drosseln, und das am anderen
Ende mit einem zweiten Ventilteil (50 c) mit großem Durch
messer versehen ist, der mit der inneren Endwand der ersten
Kammer (54) zusammenwirkt und eine zweite ringförmige
Drossel (50 c, 54) bildet, um den Strom des Steuerdruck
fluids vom ersten Einlaßkanal (48 a) zum ersten Auslaßkanal
(48 b) nach dem Schließen der ersten Drossel (49 a, 50 b)
zu drosseln, wobei auf das zweite Ventilelement (50) eine
in der ersten Kammer (54) sitzende elastische Einrichtung
(55) einwirkt, die das zweite Ventilelement (50) in Rich
tung auf die innere Endwand der ersten Kammer (54) unter
Vorspannung hält, um die Bewegung des zweiten Ventilele
ments (50) in Richtung auf das erste Ventilelement (49)
solange einzuschränken, bis der von der Hydraulikpumpe
(20) herrührende Steuerdruck einen vorgegebenen Wert er
reicht.
2. Regelventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Ventilteil (49 a) des ersten Ventilelements
(49) mit einer flachen Stirnfläche und der erste und zweite
Ventilteil (50 b, 50 c) des zweiten, ringförmigen Ventil
elements (50) mit einem ringförmigen Vorsprung versehen
sind.
3. Regelventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der erste Auslaßkanal (48 b) des Gehäuses
(48) über eine hydraulisch betätigte Vorrichtung (21) mit
dem Vorratsbehälter (29) in Verbindung steht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP57109013A JPS58224839A (ja) | 1982-06-23 | 1982-06-23 | 自動車用アンチスキツド装置 |
Publications (2)
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| DE3320883C2 true DE3320883C2 (de) | 1990-09-20 |
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Family Applications (1)
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|---|---|
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| JP (1) | JPS58224839A (de) |
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| GB2125149A (en) | 1984-02-29 |
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