DE3320006A1 - Verfahren zur strompulsung eines wechselrichters zur speisung einer drehfeldmaschine im anfahrbereich - Google Patents
Verfahren zur strompulsung eines wechselrichters zur speisung einer drehfeldmaschine im anfahrbereichInfo
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- H02P—CONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
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Description
Licentia Patent-Verwaltungs-GmbH
Theodor-Stern-Kai 1
D-6000 Frankfurt 70
Theodor-Stern-Kai 1
D-6000 Frankfurt 70
Krn/schb B 83/15 Krn
Verfahren zur Strompulsunq eines Wechselrichters zur Speisung einer Drehfeldmaschine im Anfahrbereich
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Zweck der Erfindung ist die Vermeidung vorr Drehmoment-
\ störenden niederfrequenten/ Vermeidung von Drehmomen·
pulsationen im Anfahrbereich einer Drehfeldmaschine.
20
Bekannt ist ein drehwinkelabhängiges Pulsverfahren mit
optimalen Mustern.
Bei diesem Verfahren wird die Ständerdurchflutung der
5 Maschine in Abhängigkeit vom Winkel 2; wischen Ständerstromsollwertzeiger
und Ständerwicklungsachse gesteuert. Da nur eine beschränkte Zahl diskreter Winkel für den
Ständerstromistwertzeiger realisierbeir ist, wird bei
laufendem Sollwertwinkel zur Mittelung eine Pulsung zwischen benachbarten einstellbaren Durchflutungen vorgenommen.
In der Dissertation RWTH Aachen, 1979 von W.Lienau "Untersuchung eines stromeinpräger.den Wechselrichters,
der zur Speisung einer frequenzgesteuerten Asynchronmaschine in einem Bahnantrieb geeignet ist".wird detailliert
über verschiedene Taktarten (9-, 7-, 5--, 3-erTakt) berichtet, mit denen sich die niedrigen Harmonischen in den gepulsten
Strömen weitgehend unterdrücken lassen.
Die Realisierung dieses Verfahrens ist erschwert für sehr niedrige- Umlaufgeschwindigkeiten des Ständerstromsollwertzeigtrs,
da dies sehr hohe Taktzahlen erforderte. Insbesondere bei Stillstand des Stromistwertzeigers auf
einem Zwische-nw^rt der diskreten realisierbaren Winkel
arbeitet dieies winkelabhängige Verfahren unzureichend,
da kein Wechiel zwischen den einstellbaren Durchflutungszuständen
mehr stattfindet. Es muß auf zeitabhängige Pulsung übergegangen werden.
Bei diesem Verfahren mit zeitabhängiger Pulsung wird aus den winkelabhängig vorgegebenen Durchflutungsanteilen
pro Pulszyklus in konstanten Zykluszeiten die gewünschte
mittlere Durchflutung zusammengesetzt. Die konstanten
Pulszyklusze._ten ermöglichen auch die Stellung von Strommittelwerten
bei Stillstand des Sollwertzeigers.
Zu den Verfahren mit zeitabhängiger Pulsung gehört das bekannte Verfahren mit Winkelmodulation, um bei sehr niedrigen
Ausga igsfrequenzen des Stromrichters eine Kurzzeitmittlung
der Durchflutungszustande beim Stromweiterschalten
durchzuführen.
Die Aufteilung der Durchflutungszustande wird durch Vergleich
einer linearen Referenzfunktion mit einer dreiecksförmigen Abtast funktion durchgeführt; je nach gewonnenem
Vorzeichen werden mit vom Drehwinkel des Stromsollwertzeigers abhängigem Tastverhältnis Steuersignale für die
Thyristoren zweier sich im Stromfluß abwechselnder Zweige einer Brückenhälfte des Wechselrichters für den Zustrom
bzw. Rückstrom alternierend freigegeben, während der Thyristor eines Zweiges der anderen Brückenhälfte
des Wechselrichters für den Rückstrom bzw. Zustrom während eines Lrehwinkelintervalls von 60° des Stromsollwertzeigers
dauernd gezündet ist.
Bei diesem Verfahren kommt es jedoch zu Schwankungen des
Amplitudenwertes des Stromistwertzeigers gegenüber dem
Stromsollwertzeiger. t
' 1
Folge dieser Schwankungen des Stromistwertzeigers gegen-
-' über dem Sollwertzeiger und dem auch nahezu'gleichförmig
umlaufenden Fluß sind Drehmomentpu]satiqneh;mit den Vielfachen
der 6-fachen Ständerdrehfrequenz bei,einem 6-fachen Strangwechsel pro Periode.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art anzugeben, bei dem durch
eine geeignete Kurzzeitmittlung von möglichen Stromistwertzeigern eine möglichst gleichförmige Drehung dieses
Zeigers bei gleicher Zeigerlänge des gemittelten Zeigers erreicht wird.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch die im
Kennzeichen des Patentanspruches 1 aufgeführten Verfahrensschritte
gelöst.
20
20
Das Verfahren gemäß der Erfindung wird im nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel an Hand d*er Zeichnung
näher erläutert. ■
Es zeigt
die Fig. 1 die Grundschaltung eines Umrichters mit Gleichstrom-Zwischenkreis mit
Steuerung und Regelung zur Speisung einer Drehfeldmaschine, )
die Fig. 2a die Funktionsverläufe der ."zeitabhängigen
Abtastfunktion S(Cp, ) und der beiden drehwinkelabhängigen Referenzfunktionen
gemäß der Erfindung, die Fig. 2b die Stromflußbereiche der'Stromrichterzweige,
BAD ORIGINAL
die Fig. 2c die Ein- und Ausgangsstromverläufe
des Stromrichters und
die Fig. 2d eine Darstellung de:f Stromistwertzeiger.
5
5
Der Umrichter zur Ständerstromspeisung der Drehfeldmaschine
A besteht entsprechend Fig. I- aus einem konventionellen
Netzstromrichter G in Drehstrombrückenschaltung und einem prinzipiell gleichartigen Maschinenstromrichter
W, der wegen des induktiven Lastcharakters durch Löscheinrichturigen ergänzt ist. Die ,zusätzlichen Löscheinrichtungen
bestehen aus zwischen den Stromrichterzweigen angeordneten Löschkondensatoren, die gegenüber
den Maschinensträngen u,v,w durch Dioden entkoppelt sind. [
Die Spannungsentkopplung beider Stromrichter erfolgt durch die Drossel D im Stromzwischenkreis.
Jeder Stromrichter hat einen Steuersatz (1 mit Steuerwinkel
uC und 2 mit Steuerwinkel G? ,, ), der dafür sorgt, daß
die richtige Zündfolge eingehalten wird und die richtige Phasenlage der erzeugten Wechselströme gegenüber dem
jeweils angeschlossenen Wechselspannungssystem gewährleistet wird.
25
25
Die Drehfeldmaschine wird drehmomentgesteuert bei variabler
Drehzahl betrieben. Der Umrichter liefert hierfür als Stellglied Ströme mit variabler ,Frequenz und Amplitude.
Dem Steuer- und Regelteil 3 des Antriebs werden neben den Vorgabewerten für das Drehmoment M und den Maschinenmagnetfluß
Y" Information über, den mechanischen Drehwinkel Cp und den Zwischenkreisstrom i, geliefert.
Die Ständerwicklungen der Stränge u,v,w in der Drehfeldmaschine
sind im Stern geschaltet. .'
Die Thyristoren des Maschinenstromrichters W, die zwischen der stromzuführenden Leitung des Zwischenkreises
BAD
zu den Strängen u,v,w liegen, sind mit Tl, T3, T5 und die Thyristoren, die zwischen den Strängen u,v,w und
der stromabführenden Leitung des Zwischenkreises liegen, mit T4, T6, T2 bezeichnet.
Der maschinenseitige Stromrichter = Wechselrichter W
wird im gepulsten Betrieb in folgender Weise gesteuert, vgl. Fig. 2a und Fig. 2b: Während einer Periode von
0-60 des Stromsollwertwinkels ψ respektive eines
über die Drehkreis frequenz proportionalen Winkels u>,
wird der Thyristor Tl leitend geschaltet, und es wird die erste Referenzfunktion
. 1 - e( φ ) = l - sin (60° - φ )■
Tw 'w
und die zweite Referenzfunktion
f ( ü? ) = sin W
mit einer sägezahnförmigen Abtastfunktion S ( ψ ), die
sich zwischen den Werten 1 und 0 ändert, verglichen. Ist S ( W) größer als 1 - e ( ψ ) - angedeutet durch die Bezeichnung
(T), - , so wird der Thyristor T6 für den Rückstrom gezündet; ist S ( ψ ) kleiner als f ( CD ) — ange—
deutet durch die Bezeichnung Q)^ so wird der Thyristor T2
für den Rückstrom gezündet.
Der Zustand Q) bedeutet also, daß der Strom im Strang u
hin- und im Strang ν zurückfließt; der Zustand Q) hingegen,
daß er im Strang u hin- und im Strang w zurückfließt.
Die Fig. 2 zeigt die dementsprechenden Öffnungszeiten
von T2 und T6( dargestellt über ψ .
'"
Der Wechselrichter wird nun weiterhin so gesteuert, daß er einen Leerlaufzustand (Kurzschluß durch Zündung von T4)
während eines bestimmten Drehwinkels des Stromsollwertzeigers (respektive eines bestimmten zeitabhängigen Winkels)
besitzt, dessen Beginn durch die Bedingung 1 - e ( Q? ) > S ( Cp.) und dessen Ende durch die Bedingung
f ( cp ) > S ( ψ.) bestimmt ist.
Die in der Fig. 2c dargestellten Funktionsverläufe stellen den Verlauf der Strangströme in Abhängigkeit von cp,
dar.
10
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Die Folge der geschilderten Abtastung besteht darin, daß die Strangströme keine Vielfachen ihrer Grundfrequenz
mehr enthalten.
Die Sägezahnform der Abtastfunktion würge gewählt, da sie
mit gleicher Winkelauflösung wie eine Dreiecksfunktion, die hier aucn einsetzbar wäre, neben der verdoppelten
Umschalthäufigkeit auch eine Verdopplung der Pulsfrequenz
und damit eine weitere Entfernung von störenden Resonanzfrequenzen
ermöglicht. Sie kann auch als ansteigender Sägezahn ausgeführt sein. Die mit diesem Verfahren verbundene
zyklische Umschaltung innerhalb eines Sterns aus Stromrichterzweigen ist jedoch auch nur bei niedrigen
Ausgangsspannur.gen möglich.
In der Fig. 2d ist die Lage des Stromistwertzeigers I=T (Ψ ) dargestellt.
aus
Der Stromzeiger T (QP ) setzt sich^zwei benachbarten
Stromzeigern, hier i/^\ und ΐΥ^Γ) und einem Kurzschluß als
Leerlaufzustand i /^s zusammen. Die jeweiligen Anteile
dieser Zustände, nämlich e,f und 1 - e - f, ergänzen
sich zu 1.
In der nächsten 6Ö°-Periode wird der Thyristor T2 für den
Rückstrom dauernd leitend, während die Thyristoren Tl und T3 in Abhängigkeit des Vergleichs der Referenzfunktio-
nen 1-e und f abwechselnd den Zustrom führen und über T5
der Leerlauf eingeschaltet wird. Die Referenzfunktionen werden also i
herangezogen,
werden also in jeder 60 -Periode wieder neu zum Vergleich
In der folgenden 60°-Periode ist der Thyristor T3 dauernd leitend, es ist je nach Ergebnis des in dieser Periode
erfolgten Vergleichs der Thyristor T4 oder der Thyristor T2 zur Rückstromführung und T6 für den Leerlauf durchgeschaltet.
Während der nächsten 60 -Periode ist dann T4 dauernd leitend usf.
Die genannten Referenzfunktionen können auch in approximativer
Form vorgegeben werden.
- Leerseite -
Claims (2)
15 Patentansprüche
Verfahren zur Strompulsung des in Drehstrombrückenschal tung betriebenen Wechselrichters eines Umrichters
mit Gleichstrom-Zwischenkreis zur Speisung einer Drehfeldmaschine im Anfahrbereich, die drehmomentgesteuert
bei variabler Drehzahl betrieben wird, wobei eine Referenzfunktion mit einer dieiecksförmigen Abtastfunktion
verglichen wird,
dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Referenzfunktion
- e ( Cpw) = 1 -
sxn
(60° -
φ )
T w
und eine zweite Referenzfunktion
f <
(pw
) « sin
wobei
Ψνι = ΨVi^ ^ = WinJcella?e des Stromsoll-
wertzeigers
für diesen Vergleich zur Steuerung der Thyristoren (T6,
T2, T4 ) der sich im Stromfluß abwechselnden Zweige einer Brückenhälfte des Wechselrichters benutzt werden,
320006
wobei die zeitabhängige Abtastfunktion s(tpt) einen
linearen, sich zwischen 1 und 0 ändernden vorzugsweise sägezahnf"5rnigen Verlauf hat
und wobei der Thyristor (Tl ) in einem Zweig der anderen Brückenhälfte während eines Drehwinkelintervalls
von 60° des Stromsollwertzeigers dauernd gezündet ist, und daß bei der Bedingung
1 - e > S > f 10 der im gleichen Zweigpaar mit dem dauernd leitenden
Thyristor (Tl) befindliche Thyristor (T4) gezündet ist; bei der Bedingung
S > 1 - e
einer der weiteren Thyristoren (T6) dieser Brückenhälft
gezündet ist und bei der Bedingung 20
f> S
der andere der weiteren Thyristoren (T2) dieser Brücken; hälfte gezündet ist.
25
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Referenzfunktionen in
approximativer Form vorgegeben werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833320006 DE3320006A1 (de) | 1983-05-31 | 1983-05-31 | Verfahren zur strompulsung eines wechselrichters zur speisung einer drehfeldmaschine im anfahrbereich |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833320006 DE3320006A1 (de) | 1983-05-31 | 1983-05-31 | Verfahren zur strompulsung eines wechselrichters zur speisung einer drehfeldmaschine im anfahrbereich |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3320006A1 true DE3320006A1 (de) | 1984-12-06 |
| DE3320006C2 DE3320006C2 (de) | 1989-03-16 |
Family
ID=6200503
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833320006 Granted DE3320006A1 (de) | 1983-05-31 | 1983-05-31 | Verfahren zur strompulsung eines wechselrichters zur speisung einer drehfeldmaschine im anfahrbereich |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3320006A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3820602A1 (de) * | 1987-06-17 | 1988-12-29 | Kone Elevator Gmbh | Verfahren zum steuern eines frequenzwandlers und ein das verfahren anwendender frequenzwandler |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3130672A1 (de) * | 1981-08-03 | 1983-02-17 | Siemens Ag | Verfahren zur steuerung des ausgangsstroms eines umrichters und schaltungsanordnung zur durchfuehrung des verfahrens |
-
1983
- 1983-05-31 DE DE19833320006 patent/DE3320006A1/de active Granted
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3130672A1 (de) * | 1981-08-03 | 1983-02-17 | Siemens Ag | Verfahren zur steuerung des ausgangsstroms eines umrichters und schaltungsanordnung zur durchfuehrung des verfahrens |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| DE-Z. Elektronik, 1982, H.18, S.103-107 * |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3820602A1 (de) * | 1987-06-17 | 1988-12-29 | Kone Elevator Gmbh | Verfahren zum steuern eines frequenzwandlers und ein das verfahren anwendender frequenzwandler |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3320006C2 (de) | 1989-03-16 |
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Legal Events
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