DE3315332A1 - Verfahren und vorrichtung zum beschichten von glasscheiben oder -bahnen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum beschichten von glasscheiben oder -bahnenInfo
- Publication number
- DE3315332A1 DE3315332A1 DE19833315332 DE3315332A DE3315332A1 DE 3315332 A1 DE3315332 A1 DE 3315332A1 DE 19833315332 DE19833315332 DE 19833315332 DE 3315332 A DE3315332 A DE 3315332A DE 3315332 A1 DE3315332 A1 DE 3315332A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- substrate
- coating
- temperature
- station
- reheating
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03C—CHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
- C03C17/00—Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
- C03C17/001—General methods for coating; Devices therefor
- C03C17/002—General methods for coating; Devices therefor for flat glass, e.g. float glass
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Surface Treatment Of Glass (AREA)
- Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)
- Chemically Coating (AREA)
- Laminated Bodies (AREA)
Description
Patentanwälte · European Patent Attorneys
Dr. W. Müller-Born f
Dr. Paul Deufel
Dipl.-Chem., Dipl.-Wirtsdi.-Ing.
Dr. Alfred Schön Dipl.-Chem.
Werner Hertel Dipl.-Phys.
Dietrich Lewald Dipl.-Ing.
Dr.-Ing. Dieter Otto Dipl.-Ing.
D/R/Sz - G 3241
GLAVERBEL 166, Chaussee de la Hulpe
B-1170 Brüssel/Belgien
Verfahren und Vorrichtung zum Beschichten von Glasscheiben oder -bahnen
D-8000 Mündieii86, Siebertstraße 4 · POB 860 720 · Kabel: Muebobat · Telefon (089) 4740 05
Telecopier Infotec B400 P -
Die Erfindung betrifft,wie in den Patentansprüchen angegeben ,
ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Beschichten von Glasscheiben oder Glasbändern.
Verfahren des im Oberbegriff des Hauptverfahrensanspruchs angegebenen
Typs finden z.B., wie in der GB-PS 1 516 032 beschrieben,
Anwendung zur Bildung von Oberflächenbeschichtungen, welche die scheinbare Farbe des Glases modifizieren und/oder
andere wünschenswerte Eigenschaften im Bezug auf einfallende Strahlung verleihen, z.B. eine Infrarot-Reflexionseigenschaft.
Das Beschichtungsvorläufermaterial wird dabei in flüssiger Phase aufgebracht, z.B. in Form einer Lösung, wie dies in der
GB-PS 1 523 991 beschrieben wird.
Bei einigen Verfahren des angegebenen Typs besteht das aufgebrachte
Beschichtungsvorläufermaterial aus einer einzelnen Vorläuferverbindung und gemäß anderen derartigen Verfahren
enthält es mehr als eine Beschichtungsvorläuferverbindung,
z,B. eine Hauptbeschichtungsvorläuferkomponente und eine
Zusatzbeschichtungs-Vorläuferverbindung. Wird mehr als eine derartige Vorläuferverbindung auf das Substrat entladen, so
können diese Verbindung im Gemisch miteinander oder separat aufgebracht werden, wie dies z.B. aus der GB-Patentanmeldung
81 18 611 (Veröffentlichungsnr. 2 078 213A) bekannt ist.
Verfahren dieses Typs sind besonders geeignet zur Bildung von Metalloxidüberzügen auf Glasbändern, während diese von
einer Flachglasherstellungsanlage, z.B. einer Ziehmaschine oder einem Floattank,gefördert werden.
Es ist nicht einfach, überzüge zu bilden, die dem hohen
Qualitätsstandard, die der Markt oftmals erfordert, genügen.
Ein wichtiges dabei auftretendes Problem ist die Ungleichförmigkeit
in der Haftung des Überzugs am Glas. Ein weiteres Problem ist die Ungleichförmigkeit der Innenstruktur des gebildeten
Überzugs. Es zeigte sich, daß die aus diesen Problemen resultierenden Schwierigkeiten zunehmen mit
steigender Beschichtungsrate des Beschxchtungsvorläufermaterials,
so daß sie sich als besonders schwerwiegend erweisen beim Aufbringen dicker überzüge und/oder bei raschem
Vorschub des Substrats durch die Beschichtungsstatxon, z.B. beim Beschichten eines frisch hergestellten Bandes aus Floatglas.
Erfindungsgemäß wird die Gleichförmigkeit der Haftung und die Gleichförmigkeit der Struktur der gebildeten überzüge
verbessert durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptverfahrensansprughs angegebenen Merkmale.
Es zeigte sich, daß das erfindungsgemäße Erhitzen des beschichteten
Substrats zu einer verbesserten Haftung des Überzugs am Substrat führt, was eine bessere Wetterbeständigkeitseigenschaft
mit sich bringt, und daß dadurch auch eine gleichförmigere Struktur des Überzugs bewirkt wird. Die gleichförmigere
Schichtstruktur äußert sich durch verbesserte optische Eigenschaften, insbesondere durch eine verminderte
Lichtzerstreuung. Es wird angenommen, daß dies darauf zurückzuführen ist, daß das Erhitzen eine Umlagerung von Beschichtungsmaterialkristallen
ermöglicht und/oder zu günstigeren Kristallwachstumbedingungen führt, woraus ge-
schlossen wird, daß die Absorption von Wärmeenergie, die
im allgemeinen stattfindet, wenn das Beschichtungsvorläufermaterial
auf dem Substrat in Reaktion tritt, einen Einfluß hat auf die Art und Weise, in welcher die Beschichtungsmaterialkristalle
wachsen und am Substrat anhaften.
Erfindungsgemäß werden besonders ausgeprägte Vorteile dann
erzielt, wenn das Beschichtungsvorläufermaterial auf das Substrat in Form einer Lösung gesprüht wird, was eine bevorzugte
Ausführungsform darstellt. Dies ist vermutlich deshalb der Fall, weil zum Erhitzen und Verdampfen des
verwendeten Lösungsmittels große Menge Wärmeenergie vom Substrat entfernt werden. Als spezielles Beispiel ist die
Bildung eines Zinnoxidüberzugs durch Aufsprühen einer Lösung eines Zinnchlorids mit oder ohne Zusatzstoffe zu nennen.
Die Erfindung erweist sich dann als besonders vorteilhaft, wenn nach Ausführungsformen gearbeitet wird, bei denen das
Besschichtungsvorläufermaterial eine Metallverbindung (vorzugsweise ein Zinnchlorid) aufweist, aus dem ein Metalloxidüberzug
durch chemische Reaktion oder Zersetzung, z.B. durch Pyrolyse, beim Kontakt mit dem heißen Glasband in situ gebildet
wird. Mit Metalloxidüberzügen beschichtetes Glas wird in großen Mengen als Infrarotstrahlung-abschirmendes
Glas und für andere Zwecke verwendet. Für manche Anwendungszwecke erweist es sich als wünschenswert, daß derartige
Oxidüberzüge mehrere - hundert Nanometer dick sind. Beim Bilden eines Metalloxidüberzugs wird vorzugsweise eine
nicht-reduzierende Atmosphäre in der Wiederaufheizstation im Kontakt mit dem Überzug aufrechterhalten. In besonders
vorteilhafter Weise wird eine Luft- oder andere oxidierende
Atmosphäre in dieser Zone aufrechterhalten, da es günstig ist, wenn dort ein Überschuß an Sauerstoff vorliegt.
Die Erfindung erweist sich als besonders wertvoll zur Bildung
von dicken Metall- oder Metallverbindungsüberzügen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform hat der gebildete Überzug
eine Dicke von mindestens der 5. Interferenzordnung. Die aufgezeigten Schwierigkeiten bei der Bildung gleichförmiger
Überzüge gemäß Stand der Technik treten insbesondere dann zu
Tage, wenn es sich um die Bildung von Überzügen solcher Schichtdicken handelt.
Die Beschichtungsrate kann relativ hoch sein, so daß das erfindungsgemäße
Verfahren gut geeignet ist: zur Beschichtung von Substraten, die ziemlich rasch weiterbewegt werden, z.B.
von kontinuierlich transportierten Bändern aus frisch hergestelltem
Flachglas. Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird das Substrat durch die Beschichtungsstation
mit einer Geschwindigkeit von mindestens 2 m/min vorwärts bewegt. Es erweist sich als besonders vorteilhaft,
das erfindungsgemäße Verfahren zur Bildung eines Überzugs mit einer mindestens die 5. Ordnung der Interferenz ausmachenden
Dicke auf einem Substrat einzusetzen, das mit der angegebenen oder einer noch höheren Geschwindigkeit vorwärtsbewegt wird.
Die Temperatur oder Durchschnittstemperatur des Substrats an einer längs des Substratweges gelegenen Stelle, die unmittelbar
vor derjenigen liegt, an welcher das Substrat mit dem Beschichtungsvorläufermaterial in Kontakt gelangt, be-
trägt vorzugsweise 550 bis 6500C. In der Regel ist dieser
Temperaturbereich am besten geeignet zur Bildung von qualitativ hochwertigen optischen Überzügen, insbesondere
Metalloxidüberzügen, durch Pyrolyse.
Innerhalb des oben angegebenen Wiederaufheizungsbereichs
sind die durch das Wiederaufheizen erzielbaren Verbesserungen in der Regel größer, wenn sich die Wiederaufheiztemperatur
der Temperatur der Substratoberfläche unmittelbar vor deren Kontakt durch das Beschichtungsvorläufermaterial nähert,
vorausgesetzt, daß letztere so günstig wie möglich ist zur Aufbringung eines Überzugs guter Qualität in der Beschichtungsstation.
Der Temperaturbereich, innerhalb welchem die Temperatur oder Durchschnittstemperatur der beschichteten Substratoberfläche
in der Wiederaufheizstation erhöht wird, ist vorzugsweise
so, daß zumindest das obere Ende dieses Temperaturbereichs nicht niedriger ist als eine Temperatur von 5O0C
unterhalb der Temperatur oder Durchschnittstemperatur dieser Oberfläche unmittelbar vor deren Kontakt mit dem Beschichtungsvorläufermaterial.
Diese Bedingungen erweisen sich als vorteilhaft zur Erzielung der besten Ergebnisse im Bezug auf
die Gleichförmigkeit des Überzugs und dessen Haftung am Substrat. Das obere Ende dieses Temperaturbereichs beim
Wiederaufheizen kann in der Tat sogar oberhalb der vor diesem Kontakt herrschenden Temperatur liegen, doch ist in der Regel
ein Wiederaufheizen in diesem Ausmaß nicht erforderlich.
Um die Erzielung optimaler Ergebnisse zu fördern,handelt es
sich bei dem oberen Ende des Wiederaufheiz-Temperaturbereichs vorzugsweise um eine Temperatur, bei welcher das Material des
Substrats eine mittlere Viskosität im Bereich von 10 bis
10 Poise aufweist. Diese Bedingung erweist sich deshalb
als vorteilhaft, weil in diesem Viskositätsbereich die gegebenenfalls
noch vorliegenden innerenmechanischen Spannungen im Substrat leicht beseitigt werden zur Vorbereitung auf
eine gesteuerte Abkühlung.
Es erweist sich als zweckmäßig, das beschichtete Substrat in der Wiederaufheizstation mit Hilfe von einem oder mehreren
Heizstrahlern, die Strahlung bei einer Temperatur des Schwarzen Körpers von 900 bis 16000C emittieren, wieder aufzuheizen. Dies
stellt vom Standpunkt der Heizeffizienz eine vorteilhafte Bedingung
dar. Die in erster Linie interessanten Metallverbindungsüberzüge, insbesondere infrarot-reflektierende Metalloxirdüberzüge,
haben ein relativ niedriges Emissionsvermögen und bei Verwendung von einem oder mehreren Heizstrahlern, die
Strahlung im angegebenen Schwarztemperaturbereich emittieren,
kann sichergestellt werden, daß die auf den Überzug einfallende Strahlung nicht oder nicht zu einem wesentlichen Ausmaß von
dem überzug reflektiert wird.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird in der Wiederaufheizstation Wärme zugeführt, um dem beschichteten
Substrat über dessen Breite ein vorbestimmtes Temperaturprofil zu verleihen. Das Glassubstrat kann dadurch in einen
optimalen Zustand für eine nachfolgende Behandlung gebracht werden. Diese bevorzugte Gegebenenfallsmaßnahme ist besonders
dann von Vorteil, wenn das Substrat ein frisch hergestelltes Glasband ist, das vor der Kühlung beschichtet wird. Beim
Kühlen eines Galsbandes ist es besonders wünschenswert, daß ' das Glas ein gleichmäßiges Temperaturprofil über seine Breite
besitzt. Selbstverständlich kann das tatsächliche optimale Temperaturprofil je nach Glaszusammensetzung variieren, und
nil·
vor allem in Abhängigkeit von der Methode, nach welcher das Glasband hergestellt wurde. Wenn z.B. ein frischgeformtes
Band aus Ziehflachglas in einen Kühlofen eintritt, ist ein gleichmäßig gewölbtes Temperaturprofil oft wünschenswert
mit einem Mittelabschnitt des Bandes, der bis zu 5O0C heißer
ist als die Ränder. Im Falle eines Floatglasbandes ähnlicher Zusammensetzung ist ein geringeres Temperaturdifferential
in der Regel wünschenswert.
Vorzugsweise wird das Substrat aus der Wiederaufheizstation durch eine Temperaturstabilisierkammer geführt, um eine gesteuerte
Modifizierung thermischer Temperaturgradienten innerhalb des Substrats zu ermöglichen.
In vorteilhafter Weise werden die Vorschubgeschwindigkeit des Substrats und die Länge der Temperaturstabilisierkammer
so gewählt, daß jedes Inkrement des Substrats für eine Zeitspanne zwischen 10 und 40 s innerhalb dieser Kammer
verbleibt. Dieser Zeitraum genügt, daß ein ausreichender Grad an Temperaturausgleich erzielt und stabilisiert wird.
Vorzugsweise werden die Vorschubgeschwindigkeit des Substrats und die Länge der Wiederaufheizstation so gewählt, daß jedes
Inkrement des Substrats für eine Zeitspanne zwischen 5 und 20 s in der Wiederaufheizstation verbleibt. Es zeigte sich,
daß ein Wiederaufheizen während einer in diesem Bereich liegenden Zeit zu sehr guten Ergebnissen führt. Weniger als
5 s ist nicht lange genug, um den vollen, erfindungsgemäß erzielbaren Vorteil zu erreichen und mehr als 20 s erfordert
entweder eine sehr lange Wiederaufheizstation oder in unerwünschter Weise eine Beschränkung der Transportgeschwindigkeit
des Substrats.
Gemäß bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung werden
Flammenvorhänge an jeder Seite des Substratweges in der Wiederaufheizstation vorgesehen. Das erfindungsgemäße Verfahren
ist selbstverständlich auch zur Beschichtung von Glasscheiben verwendbar, doch ist es von besonderem Wert
in den Fällen, wo das Substrat ein frisch hergestelltes Band aus heißem Glas ist. Insbesondere Floatglas kann nach
dem Verfahren der Erfindung in vorteilhafter Weise beschichtet werden.
Die im Vorrichtungs-Hauptanspruch angegebene Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zeichnet
sich durch Einfachheit und Zweckmäßigkeit aus.
Vorzugsweise sind in der Wiederaufheizstation eine Vielzahl von unabhängig voneinander steuerbaren Heizstrahlern vorgesehen,
die in einer Seite-an-Seite-Anordnung über die Breite
des Substratweges angeordnet sind. Vorzugsweise sind diese Heizstrahler oberhalb des Substratweges in der Höhe verstellbar.
Das Einstellen der Höhe der Heizkörper bietet eine sehr einfache Möglichkeit zur Steuerung des Wiederaufheizens des
Substrats.
In vorteilhafter Weise ist sine Temperaturstabilisierkammer
stromabwärts von der Wiederaufheizkammer vorgesehen zur gesteuerten Modifikation von Wärmegradienten,innerhalb des
Substrats. Auch bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann von einem oder mehreren der folgenden Merkmale gebrauch gemacht
werden, deren Vorteile im Zusammenhang mit entsprechenden Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens aufgezeigt
wurden:
- es sind Flammenvorhänge an jeder Seite des Substratweges
innerhalb der Wiederaufheizkammer vorgesehen,
- es sind Fördermittel vorgesehen zum Transport des heißen Glassubstrats direkt von einer Glasbandproduktionsanlage
zu der Beschichtungsstation,
- bei der Glasbandproduktionsanlage handelt es sich um eine Floatglasproduktionsanlage,
- die Beschichtungs- und Wiederaufheizstation befindet sich
zwischen der Glasbandproduktionsanlage und einem Kühlofen.
Die Erfindung wird durch die beigefügte Zeichnung näher veranschaulicht,
die den Querschnitt durch eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung darstellt.
In der Zeichnung wird ein Band aus frisch hergestelltem Glas 1 durch ein Fördermittel 2 in Richtung des Pfeils A transportiert
von einer (nicht gezeigten) Glasbandherstellunganlage, bei der es sich z.B. um eine solche vom Libbey Owens-Typ zur
Produktion von Flachglas oder um eine solche vom Float-Typ
handeln kann. Das Band 1 wird durch ein tunnelähnliches Bauteil
gefördert, in dem sich eine Beschichtungsstation 3, eine Wiederaufheizkammer 4 und eine Stabilisierkammer 5, an
die sich ein Kühlofen 6 anschließt, befindet. Die Beschichtungsstation 3 ist von der Glasbandherstellunganlage in bekannter
Weise durch eine Schirmwand 7 abgeschlossen. Beschichtungsvorläuferverbindungen werden durch eine Spritzpistole 8 aufgebracht,
die sich in Querrichtung zum Transportweg des Glasbandes hin- und herbewegt. Die Spritzpistole gibt die Vorläuferverbindungen
nach vorn (d.h. in der durch den Pfeil A angezeigten Stromabwärtsrichtung) und nach unten gegen das
Glasband ab, wie dies durch die gestrichelten, den Sprühstrahl darstellenden Linien angedeutet ist. Dämpfe werden
-/rf-
durch Saugeinrichtungen 9 abgesaugt, deren Einlaßöffnungen
sich über die volle Breite des Bandweges erstrecken, so daß die Dämpfe den gebildeten Überzug nicht schädigen. Aufgrund des
Wärmeverlustes gegen die Seiten der Kammern hin, durch welche das Glasband gefördert wurde, sind die Ränder des Bandes in
der Regel kühler als dessen Mittelabschnitt und das gesamte Band wird ferner auch noch abgekühlt durch irgendwelche
endotherme Reaktionen auf dem Band während der Bildung des Überzugs. Werden die Beschxchtungsvorlaufer-Verbindungen in
Lösung aufgesprüht, so verliert das Glasband natürlich auch noch so viel Wärme, wie zum Verdampfen des Lösungsmittels
erforderlich ist. Die latente Verdampfungswärme des Lösungsmittels übt ebenfalls einen Kühleffekt auf das Band aus.
Aufgrund dieser Faktoren kann die Temperatur oder Durchschnittstemperatur
des Glasbandes auf unterhalb des Minimalwertes gebracht werden, der zur Bildung eines qualitativ
hochwertigen Überzugs mit guter Haftung am Glasband erforderlich ist, und außerdem auf eine Temperatur, die für Kühlzwecke
unerwünscht niedrig ist= Die Tendenz, daß dies eintritt, ist selbstverständlich um so größer, je größer die
Menge an auf das Glasband aufgesprühtem Lösungsmittel ist, wobei diese Menge in der Regel im Zusammenhang steht mit
der Menge an gelöstem Stoff und der Dicke des auf dem Band zu bildenden Überzugs.
Erfindungsgemäß gelangt das beschichtete Glasband von der
Beschichtungsstation in die Wiederaufheizkammer 4, in
welcher es .erhitzt wird durch einen oder mehrere Heizstrahler 10, hinter denen sich die Reflektoren 11 befinden, welche
an der Decke 12 des tunnelartigen Bauteils befestigt sind.
Die Wiederaufheizkammer besitzt stromaufwärts und stromabwärts
Begrenzungswände 13,14, wobei erstere diese von der Beschichtungsstation 3 trennt. Die Wiederaufheizkammer 4
kann gewünschtenfalls in mehrere Seite-an-Seite-Abschnitte durch Schirmwände, wie z.B. bei 15 angedeutet, unterteilt
sein, wobei jeder dieser Abschnitte einen oder mehrere Heizstrahler und Reflektoren 10, 11 aufweist. Dies ermöglicht
eine gesteuerte Variierung der Wärmeenergieeinstrahlung über die Breite des Bandes, wodurch ein vorbestimmtes Quertemperaturprofil
dem beschichteten Band verliehen werden kann.
Eine derartige Wiederaufheizsteuerung kann in Abhängigkeit von Temperaturmessungen in den einzelnen Bereichen der Bandoberfläche
zwischen der Beschichtungs- und Wiederaufheizstation bewirkt werden. Derartige Messungen können leicht
mit Hilfe von Thermoelementen erfolgen. Die Wiederaufheizsteuerung kann bewirkt werden durch unabhängig durchgeführte
Steuerung der Strahlungswärmeabgabe verschiedener einzelner Heizstrahler oder durch Heben oder Senken dieser Strahler.
Das Glasband verläßt die Wiederaufheizkammer 4 durch Vorschub
unter deren stromabwärts gelegenen Begrenzungswand 14 und tritt in die Temperaturstabilisierkammer 5 ein, die
zwischen der stromabwärts gelegenen Begrenzungswand 14 der Wiederaufheizkammer und einer weiteren Querwand 16 angeordnet
ist. Diese Stabilisierkammer ist wärmeisoliert und lang genug, um eine Wärmeleitung von der Oberfläche des
Bandes 1 in dessen Inneres zu gewährleisten. Außerdem trägt die Temperaturstabilisierzeitspanne oftmals dazu bei, eine
vorteilhafte Kristallstrukturbildung im Überzug zu bewirken und sie fördert ferner die Erzielung einer günstigen Temperaturverteilung
im Glasband für die nachfolgende Kühlstufe.
J J I b J O A
Nachdem das Glasband unter der stromabwärts gelegenen Trennwand
16 hindurch befördert ist, tritt es in den Kühlofen 6
ein, der vom üblichen bekannten Typ ist.
Gewünschtenfalls können Flammvorhänge längs der Ränder des
Weges, den das Glasband in der Wiederaufheizkammer zurücklegt,
vorgesehen sein, um Wärmeverluste vom Band an die Seitenwände zu vermindern.
Die Erfindung wird durch das folgende Beispiel erläutert, das die Durchführung des Verfahrens in einer Vorrichtung des oben beschriebenen
und in der Zeichnung veranschaulichten Typs zeigt.
Das Substrat 1 war ein Band aus frisch hergestelltem Floatglas, das direkt vom Floattank in die Beschichtungsstation 3 gefördert
wurde. Die Vorschubgeschwindigkeit des Bandes betrug 9 m/min. Das Glasband war 2,5 m breit. An der Stelle längs
des Bandweges, die an der Schirmwand 7 liegt, d.h. an der Stelle, an welcher das Band in die Beschichtungsstation eintritt,
hatte die äußerste Oberfläche des Glasbandes eine Temperatur von 6000C im Mittelbereich der Bandbreite und von
5900C an den Rändern.
Die Spritzpistole 8 wurde so eingestellt, daß sich ihre Düse 25 cm oberhalb der äußeren Oberfläche des Glasbandes befand
und sie wurde so ausgerichtet, daß ihre Sprühstrahlachse um 30° auf das Band hin geneigt war. Die Spritzpistole wurde
kontinuierlich in Querrichtung über den Transportweg des Bandes hin- und herbewegt mit 10 Zyklen/min, wobei die Länge
der Querbahn der Hin- und Herbewegung so gewählt wurde, daß
der Sprühkegel aus der Düse die volle Breite des Bandes überstrich.
In dem Bereich längs des Bandweges, wo dieser vom Sprühkegel gekreuzt wird, hatte die äußere Oberfläche des
Glasbandes eine Temperatur von 6000C im Mittelbereich der
Bandbreite und eine Temperatur von 59 00C an den Rändern.
Die Spritzpistole, bei der es sich um eine solche üblichen bekannten Typs handelte, wurde mit einer wässrigen Lösung
von Zinnchlorid beschickt, das durch Lösen von 375 g Zinnchloridhydrat. (SnCl2-2H2O) pro 1 Wasser und Zugabe von
55 g NH.HF„/1 erhalten worden war. Die Spritzpistole wurde
bei einem überdruck von etwa 10 atü betrieben. Die Abgaberate
der Beschichtungslösung wurde so eingestellt, daß ein mit Fluorionen dotierter Zinnoxidüberzug mit einer Dicke von
750 nm auf dem Glasband gebildet wurde.
Während des Beschichtungsvorganges wurden kontinuierlich Saugkräfte in den Absaugeinrichtungen 9 mit Hilfe von (nicht
gezeigten) Pumpen aufrecht erhalten, so daß Dämpfe, die sich andernfalls oberhalb des frisch aufgebrachten Überzugs ansammeln
würden, kontinuierlich abgezogen wurden..
Die Länge der Beschichtungsstation zwischen den Begrenzungsschirmen 7 und 13 betrug 4 m. An der Stelle längs des Glasbandweges,
die an der Schirmwand 13 lag, d.h. an der Stelle, wo das beschichtete Glasband in die Wiederaufheizkammer 4
eintritt, hatte die beschichtete Glasoberfläche eine Temperatur von 58O0C im Mittelbereich der Bandbreite und eine
Temperatur von 5650C an den Rändern.
- ytf-
Die Wiederaufheizkammer 4 hatte eine Länge von 1,5 m, so daß
jedeis Inkrement des Glasbandes in dieser Kammer 10 s lang veralieb· An den Seiten dieser Kammer waren Flammenvorhänge
vorgesehen, die zur Isolierung der Kammer dienten. Die Kammer war in 9 Seite-an-Seite-Abschnitte durch Scheidewände, die
z.B. bei i5 angedeutet sind, unterteilt. In jedem dieser Abschnitte
befanden sich 4 parallel angeordnete Heizstrahler mit Reflektoren, wie dies in der Zeichnung dargestellt ist,
wobei sich die Heizstrahler und Reflektoren über die Breite des Abschnittes erstreckten. Jeder der Heizstrahler war so
angeordnet, daß er eine Strahlung bei einer Strahlung des Schwarzen Körpers zwischen 900 und 16000C emittierte. Die
Heizstrahler hatten die Wirkung, die Durchschnittstemperatur
der beschichteten Bandoberfläche während dessen Vorschubs durch die Wiederaufheizkammer zu erhöhen. An der Stelle längs
des Bandweges, die der Schirmwand 14, bei der es sich um die stromabwärts angeordnete Begrenzungswand der Wiederaufheizkammer
handelte , enthält , hatte die beschichtete Oberfläche des Glases eine Temperatur von 5850C im Mittelabschnitt
der Bandbreite und eine Temperatur von 5750C an den Glasbandrändern.
Die Glastemperatur von 5750C an den Rändern der Bandbreite
entspricht einer Glasviskosität von 10 ' Poise.
Die Temperaturstabilisierkammer 5 hatte eine Länge von 3 m. Diese Kammer, die vom Kühlofen 6 durch die Schirmwand 16 getrennt
war, hatte den Zweck, oberhalb des Bandes einen Raum zu schaffen, in dem Wärmegradienten nur begrenzt vorliegen,
so daß die beschichtete Bandoberfläche während einer gewissen
Zeitspanne (etwa 20 s)ohne wesentlichen Temperaturabfall gehalten wird. So betrug z.B. bei der geschilderten Verfahrensweise
die an der Stelle der Schirmwand 16 gemessene Temperatur des Glases 5800C im Mittelbereich der Bandbreite und
2Z
- ar -
5750C an den Bandrändern.
Die Bandbeschichtung aus Zinnoxid war von hoher optischer Qualität, wie eine Bestimmung des Anteils an durchgelassenem
einfallendem Licht, der durch den Überzug zerstreut wurde und einen Schleier erzeugt, ergab; dieser Anteil war sehr
gering.
Der Einfluß des erfindungsgemäßen Wiederaufheizens zur
Modifizierung der Struktur des Überzugs wurde durch zwei Vergleichsversuche bestätigt. Im ersten Versuch wurde eine
Verfahrensweise des obigen Beispiels angewandt, wobei jedoch die Spritzpistole Tröpfchen entlud, die über einen
breiten Größenbereich variierten und Tröpfchen von über 100 Mikron Größe umfaßten. Im zweiten Versuch waren die Bedingungen
die gleichen wie im ersten Test, jedoch mit der Ausnahme, daß die Heizstrahler in der Wiederaufheizkammer
ausgeschaltet wurden. Der im zweiten Versuch, d.h. ohne Wiederaufheizstufe gebildete Überzug zeigte zahlreiche
Defekte in Form von Druckstellen (Piquetage), die durch das Auftreffen großer Tröpfchen verursacht waren. Der im ersten
Versuch, d.h. mit Hilfe der Wiederaufheizstufe gebildete Überzug war praktisch frei von derartigen Defekten. Außerdem
zeigte sich, daß dieser überzug eine bessere Haftung am Substrat hatte als der ohne Anwendung der Wiederaufheizstufe
gebildete Überzug.
Im obigen Beispiel gemäß der Erfindung brachte die Wiederaufheizung
in der Kammer 4 die Durchschnittstemperatur der beschichteten Oberfläche auf einen Wert innerhalb von 200C
von deren Temperatur beim Eintritt in die Beschichtungsstation. Bei Erniedrigung der Wiederaufheiztemperatur
pflegen die Vorteile der Wiederaufheizstufe weniger ausgeprägt
zu werden, doch bleiben sie innerhalb des erfxndungsgemäß angewandten
Wiederaufheizbereichs signifikant.
Leerseite
Claims (5)
1. Verfahren zur Bildung eines Metall- oder Metallverbindungsüberzugs
auf der Oberfläche eines heißen Glassubstrats in Scheiben- oder Bandform durch
- kontinuierlichen Vorschub des Substrats in einer bestimmten, Stromabwärtsrichtung genannten Richtung längs
eines Förderweges durch eine Beschichtungsstation,
- Entladung von Tröpfchen eines flüssigen Beschichtungsvorläufermaterials
in Stromabwärtsrichtung in solcher Weise, daß das Material das Substrat in der Beschichtungsstation
kontaktiert,
- kontinuierlichen Abzug von Dämpfen aus der Beschichtungsstation in Stromabwärtsrichtung, und
- anschließende Kühlung des Substrats,
dadurch gekennzeichnet,daß man das heiße beschichtete Substrat
(T) aus der Beschichtungsstation (3) in einen Kühlofen (6) über eine Wiederaufheiζstation (4) führt, in der man dem
heißen Substrat (1) genügend Strahlungswärmeenergie zuführt, um die Temperatur oder Durchschnittstemperatur von dessen
beschichteter Oberfläche in einem festgelegten Temperaturbereich zu erhöhen , von dem zumindest das obere Ende nicht
geringer ist als eine Temperatur von 1000C unterhalb der
. Temperatur oder Durchschnitistemperatur dieser Oberfläche
unmittelbar vor deren Kontakt mit dem Beschichtungsvorläufermaterial.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man
das Beschichtungsvorläufermaterial auf das Substrat (1) als Lösung aufsprüht.
3. Verfahren nach Anprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Beschichtungsvorläufermaterial eine Metallverbindung
einsetzt, die durch Pyrolyse einen Überzug aus einem Oxyd dieses Metalls bildet.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Metallverbindung ein Zinnchlorid einsetzt.
5. Verfahren nach Ansprüchen 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß man den Überzug auf dem Substrat (1) einer nichtreduzierenden
Atmosphäre in der Wiederaufheizstation (4) aussetzt.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Metall- oder Metallverbindungsüberzug
mit einer Dicke von mindestens der 5. Interferenzordnung bildet.
7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Transportgeschwindigkeit des
Substrats durch die Beschichtungsstation (3) und Wiederauf heizstation (4) von mindestens 2 m/min anwendet.
8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man die Temperatur oder Durchschnittstemperatur der zu beschichtenden Substratoberfläche so
wählt, daß sie an einer Stelle längs des Substratweges unmittelbar vor derjenigen,an welcher das Substrat (1)
mit dem Beschichtungsvorläufermaterial in Kontakt gebracht wird, 550 bis 6500C beträgt.
9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man zumindest das obere Ende des
Temperaturbereichs, innerhalb welchem die Temperatur oder Durchschnittstemperatur der beschichteten Substratoberfläche
in der Wiederaufheizstation (4) erhöht wird, so wählt, daß es nicht geringer ist als 500C niedriger als
die Temperatur oder Durchschnittstemperatur dieser Oberfläche unmittelbar vor deren Kontakt mit dem Beschichtungs-Vorläufermaterial.
10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man das obere Ende des Wiederaufheiztemperaturbereichs
so wählt, daß das Material des Substrats eine mittL
Poise hat.
Poise hat.
11 . 12 eine mittlere Viskosität im Bereich von 10 bis 10
11. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß man in der Wiederaufheizstation (4) das beschichtete Substrat mit einem oder mehreren Wärmestrahlern
(10) aufheizt, die Strahlung bei einer Temperatur des Schwarzen Körpers von 900 bis 16000C emittiert.
12* Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß man in der Wiederaufheizstation (4) Wärme ausstrahlt, die dem beschichteten Substrat (1) über
dessen Breite ein vorbestimmtes Temperaturprofil verleiht.
13. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man das Substrat (1) aus der Wiederaufheizstation
(4) durch eine TemperaturStabilisierkammer (5) führt zur gesteuerten Modifikation von Wärmegradienten
innerhalb des Substrats.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
man die Vorschub.geschwindigkeit des Substrats (1) und die Länge der TemperaturStabilisierkammer (5) so wählt,
daß jedes Inkrement des Substrats in dieser Kammer für eine Zeitspanne zwischen 10 und 40 s verbleibt.
15. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man die Vorschub geschwindigkeit des
Substrats (1) und die Länge der Wiederaufheizstation (4) so wählt, daß jedes Inkrement des Substrats in dieser
Station für eine Zeitspanne zwischen 5 und 20 s verbleibt.
16. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man auf jeder Seite des Substratweges
in der Wiederaufheizstation Flammenvorhänge vorsieht.
17. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man als Substrat (1) ein frisch hergestelltes
Band aus heißem Glas einsetzt.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß man als Substrat Floatglas einsetzt.
19- Vorrichtung zur Bildung eines Metall- oder Metallverbindurigsüberzugs
auf einer Oberfläche eines heißen Glassubstrats in Scheiben- oder Bandform, mit
- einer Beschichtungsstation,
- einer Einrichtung zum kontinuierlichen Vorschub des Substrats in einer bestimmten, Stromabwärtsrichtung genannten
Richtung längs eines Förderweges durch die Beschichtungsstation und durch einen Kühlofen,
- einer Einrichtung zur Entladung von Tröpfchen eines
flüssigen Beschichtungsvorläuferraaterials in Stromabwärtsrichtung
in solcher Weise, daß es mit dem Substrat in der Beschichtungsstation in Kontakt gelangt,
und
- einer Einrichtung zum kontinuierlichen Abzug von Dämpfen
aus der Beschichtungsstation in Stromabwärtsrichtung,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Beschichtungsstation (3) und dem Kühlofen (6) eine Wiederaufheizkammer
genannte Kammer (4) vorgesehen ist, die von der Beschichtungsstation
(3) durch mindestens eine Begrenzungswand (13) getrennt und mit Heizvorrichtungen (10) zum Aufheizen
des Substrats (1) bei dessen Durchgang durch die Kammer (4) ausgestattet ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß in der Wiederaufheizkammer (4) eine Vielzahl von unabhängig
voneinander steuerbaren Wärmestrahlern (10) vorgesehen
ist, die Seite an Seite über die Breite des Substratweges angeordnet sind.
21. Vorrichtung nach den Ansprüchen 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmestrahler (10) oberhalb des Substratweges in der Höhe verstellbar sind.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch
gekennzeichnet, daß stromabwärts von der Wiederaufheizkammer
(4) eine Temperatürstabilisierkammer (5) zur
steuerbaren Modifikation von Wärmegradienten innerhalb des Substrats vorgesehen ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung zur Bewirkung von
Flammenvorhängen auf jeder Seitedes Substratweges innerhalb der Wiederaufheizkammer vorgesehen ist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß eine Beförderungseinrichtung (2) zum
Vorschub des heißen Glassubstrats direkt von einer Glasbandherstellunganlage zur Beschichtungsstation (3) vorgesehen
ist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasbandherstellunganlage eine Floatglas-Produktionsanlage
ist.
26. Glas, das nach einem Verfahren gemäß Ansprüchen 1 bis 18 beschichtet und getempert ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB08212670A GB2119360B (en) | 1982-04-30 | 1982-04-30 | Coating vitreous substrates |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3315332A1 true DE3315332A1 (de) | 1983-11-03 |
| DE3315332C2 DE3315332C2 (de) | 1986-09-04 |
Family
ID=10530114
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3315332A Expired DE3315332C2 (de) | 1982-04-30 | 1983-04-28 | Verfahren und Vorrichtung zur Bildung eines Metall- oder Metallverbindungsüberzugs auf der Oberfläche eines heißen Glassubstrats |
Country Status (13)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4522847A (de) |
| JP (1) | JPS58204841A (de) |
| AT (1) | AT394546B (de) |
| BE (1) | BE896556A (de) |
| CA (1) | CA1204592A (de) |
| DE (1) | DE3315332C2 (de) |
| ES (2) | ES8404299A1 (de) |
| FR (1) | FR2526010B1 (de) |
| GB (1) | GB2119360B (de) |
| IT (1) | IT1159391B (de) |
| LU (1) | LU84777A1 (de) |
| NL (1) | NL8301498A (de) |
| SE (1) | SE8302395L (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT396928B (de) * | 1985-12-20 | 1993-12-27 | Glaverbel | Verfahren und vorrichtung zum pyrolytischen überziehen von glas |
| AT396927B (de) * | 1985-12-20 | 1993-12-27 | Glaverbel | Vorrichtung und verfahren zum ausbilden eines überzuges auf einem glassubstrat |
| AT397498B (de) * | 1985-12-20 | 1994-04-25 | Glaverbel | Verfahren und vorrichtung zur ausbildung eines metalloxidüberzuges auf einem heissen glassubstrat |
Families Citing this family (12)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2584392B1 (fr) * | 1985-07-03 | 1992-02-14 | Saint Gobain Vitrage | Traitement de couches minces d'oxyde metallique ou de metal en vue de modifier leurs caracteristiques |
| WO1990003236A1 (en) * | 1988-09-20 | 1990-04-05 | Olin Corporation | Substrate for use in spray-deposited strip production |
| US4945973A (en) * | 1988-11-14 | 1990-08-07 | Olin Corporation | Thermal conductivity of substrate material correlated with atomizing gas-produced steady state temperature |
| US4966224A (en) * | 1988-09-20 | 1990-10-30 | Olin Corporation | Substrate orientation in a gas-atomizing spray-depositing apparatus |
| DE19526926A1 (de) * | 1995-07-24 | 1997-01-30 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung beladener nichtporöser Trägermaterialien |
| US5935716A (en) * | 1997-07-07 | 1999-08-10 | Libbey-Owens-Ford Co. | Anti-reflective films |
| US7238396B2 (en) * | 2002-08-02 | 2007-07-03 | Rieck Albert S | Methods for vitrescent marking |
| FR2843899A1 (fr) * | 2002-09-03 | 2004-03-05 | Corning Inc | Depot d'un film sur un substrat |
| US20090214770A1 (en) * | 2008-02-21 | 2009-08-27 | Dilip Kumar Chatterjee | Conductive film formation during glass draw |
| FR2934588B1 (fr) * | 2008-07-30 | 2011-07-22 | Fives Stein | Procede et dispositif de realisation d'une structure sur l'une des faces d'un ruban de verre |
| CN102933518A (zh) * | 2010-06-11 | 2013-02-13 | 旭硝子株式会社 | 带含无机微粒的氧化硅膜的玻璃基板的制造方法 |
| JPWO2011155543A1 (ja) * | 2010-06-11 | 2013-08-01 | 旭硝子株式会社 | 酸化アルミニウム含有酸化ケイ素膜付ガラス基板の製造方法 |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2233595A1 (de) * | 1971-07-08 | 1973-01-25 | Glaverbel | Verfahren zur aufbringung eines metalloxydueberzugs auf einer unterlage |
| DE2331954A1 (de) * | 1972-06-22 | 1974-01-31 | Ici Ltd | Beschichtungszusammensetzung |
| DE1955434B2 (de) * | 1969-03-05 | 1974-12-05 | N.V. Philips' Gloeilampenfabrieken, Eindhoven (Niederlande) | Verfahren zur Herstellung von Glasgegenständen mit einer durchsichtigen, wärmereflektierenden aus dotiertem Indiumoxid bestehenden Schicht und Anwendung des Verfahrens |
| DE2716183A1 (de) * | 1976-04-13 | 1977-10-27 | Bfg Glassgroup | Verfahren und vorrichtung zur ausbildung einer beschichtung aus einem metall oder einer metallverbindung auf einer flaeche |
| DE2702216B2 (de) * | 1977-01-20 | 1979-03-22 | Ppg Industries, Inc., Pittsburgh, Pa. (V.St.A.) | Verfahren und Vorrichtung zum pyrolytischen Aufbringen eines Oxidüberzugs auf Schwimmglas |
Family Cites Families (12)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3078693A (en) * | 1959-12-30 | 1963-02-26 | Pittsburgh Plate Glass Co | Method and apparatus for producing filmed bent glass sheets |
| FR1596613A (de) * | 1967-11-20 | 1970-06-22 | ||
| GB1307361A (en) * | 1969-04-23 | 1973-02-21 | Pilkington Brothers Ltd | Treating glass |
| FR2288068A1 (fr) * | 1974-10-15 | 1976-05-14 | Boussois Sa | Procede et dispositif pour deposer par pulverisation d'un liquide une couche mince a la surface d'un materiau en feuille, notamment pour le traitement a chaud d'une feuille de verre |
| GB1517341A (en) * | 1975-01-02 | 1978-07-12 | Day Specialties | Coating solutions for dielectric materials |
| JPS51114414A (en) * | 1975-04-02 | 1976-10-08 | Yamamura Glass Co Ltd | Method of chemically strengthening glass articles which have been treated to have hardwearing properties |
| US3996035A (en) * | 1975-10-01 | 1976-12-07 | Ppg Industries, Inc. | Coating and heat strengthening glass sheets |
| GB1523991A (en) * | 1976-04-13 | 1978-09-06 | Bfg Glassgroup | Coating of glass |
| US4240816A (en) * | 1979-02-09 | 1980-12-23 | Mcmaster Harold | Method and apparatus for forming tempered sheet glass with a pyrolytic film in a continuous process |
| EP0038863A1 (de) * | 1980-04-24 | 1981-11-04 | Ball Corporation | Verfahren zur Behandlung von Glasgegenständen mit einer wässerigen Lösung von Koordinationszusammensetzungen |
| JPS56169153A (en) * | 1980-05-28 | 1981-12-25 | Nippon Sheet Glass Co Ltd | Manufacture of glass with stuck thin metallic oxide film |
| GB2078710B (en) * | 1980-06-20 | 1984-01-25 | Bfg Glassgroup | Forming a metal or metal compound coating on thermally homogenised glass |
-
1982
- 1982-04-30 GB GB08212670A patent/GB2119360B/en not_active Expired
-
1983
- 1983-04-20 IT IT67427/83A patent/IT1159391B/it active
- 1983-04-25 BE BE1/10770A patent/BE896556A/fr not_active IP Right Cessation
- 1983-04-25 AT AT0149783A patent/AT394546B/de not_active IP Right Cessation
- 1983-04-27 ES ES522232A patent/ES8404299A1/es not_active Expired
- 1983-04-27 CA CA000426837A patent/CA1204592A/en not_active Expired
- 1983-04-27 ES ES522231A patent/ES8404298A1/es not_active Expired
- 1983-04-27 FR FR8307092A patent/FR2526010B1/fr not_active Expired
- 1983-04-28 DE DE3315332A patent/DE3315332C2/de not_active Expired
- 1983-04-28 JP JP58076077A patent/JPS58204841A/ja active Granted
- 1983-04-28 LU LU84777A patent/LU84777A1/fr unknown
- 1983-04-28 NL NL8301498A patent/NL8301498A/nl not_active Application Discontinuation
- 1983-04-28 SE SE8302395A patent/SE8302395L/ unknown
- 1983-04-29 US US06/490,164 patent/US4522847A/en not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1955434B2 (de) * | 1969-03-05 | 1974-12-05 | N.V. Philips' Gloeilampenfabrieken, Eindhoven (Niederlande) | Verfahren zur Herstellung von Glasgegenständen mit einer durchsichtigen, wärmereflektierenden aus dotiertem Indiumoxid bestehenden Schicht und Anwendung des Verfahrens |
| DE2233595A1 (de) * | 1971-07-08 | 1973-01-25 | Glaverbel | Verfahren zur aufbringung eines metalloxydueberzugs auf einer unterlage |
| DE2331954A1 (de) * | 1972-06-22 | 1974-01-31 | Ici Ltd | Beschichtungszusammensetzung |
| DE2716183A1 (de) * | 1976-04-13 | 1977-10-27 | Bfg Glassgroup | Verfahren und vorrichtung zur ausbildung einer beschichtung aus einem metall oder einer metallverbindung auf einer flaeche |
| DE2702216B2 (de) * | 1977-01-20 | 1979-03-22 | Ppg Industries, Inc., Pittsburgh, Pa. (V.St.A.) | Verfahren und Vorrichtung zum pyrolytischen Aufbringen eines Oxidüberzugs auf Schwimmglas |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| Ullmann: Encyklopädie der technischen Chemie, Bd. 12, Weinheim, New York 1976, S. 325-327 * |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT396928B (de) * | 1985-12-20 | 1993-12-27 | Glaverbel | Verfahren und vorrichtung zum pyrolytischen überziehen von glas |
| AT396927B (de) * | 1985-12-20 | 1993-12-27 | Glaverbel | Vorrichtung und verfahren zum ausbilden eines überzuges auf einem glassubstrat |
| AT397498B (de) * | 1985-12-20 | 1994-04-25 | Glaverbel | Verfahren und vorrichtung zur ausbildung eines metalloxidüberzuges auf einem heissen glassubstrat |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| IT1159391B (it) | 1987-02-25 |
| SE8302395D0 (sv) | 1983-04-28 |
| ES522231A0 (es) | 1984-04-16 |
| GB2119360B (en) | 1986-03-26 |
| DE3315332C2 (de) | 1986-09-04 |
| JPH0367979B2 (de) | 1991-10-24 |
| AT394546B (de) | 1992-04-27 |
| FR2526010B1 (fr) | 1986-07-25 |
| NL8301498A (nl) | 1983-11-16 |
| ATA149783A (de) | 1991-10-15 |
| BE896556A (fr) | 1983-10-25 |
| FR2526010A1 (fr) | 1983-11-04 |
| GB2119360A (en) | 1983-11-16 |
| US4522847A (en) | 1985-06-11 |
| IT8367427A1 (it) | 1984-10-20 |
| ES522232A0 (es) | 1984-04-16 |
| LU84777A1 (fr) | 1983-11-17 |
| JPS58204841A (ja) | 1983-11-29 |
| SE8302395L (sv) | 1983-10-31 |
| IT8367427A0 (it) | 1983-04-20 |
| CA1204592A (en) | 1986-05-20 |
| ES8404299A1 (es) | 1984-04-16 |
| ES8404298A1 (es) | 1984-04-16 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69222079T2 (de) | Anbringen von pyrolysierten Schichten mit verbesserter Leistung und Glasscheibe, versehen mit so einer Schicht | |
| DE69228573T2 (de) | Verfahren zur Formung einer Beschichtung, im wesentlichen aus Sauerstoff und Silicium, durch Pyrolyse in der Gasphase | |
| DE2941843C2 (de) | ||
| AT394546B (de) | Verfahren und vorrichtung zum beschichten von glasscheiben oder -bahnen | |
| DE2716183C2 (de) | ||
| DE3587294T2 (de) | Verfahren zur Herstellung einer dünnen Metalloxidbeschichtung auf einem Substrat, insbesondere Glas und deren Verwendung als Verglasung. | |
| DE2929092C2 (de) | ||
| DE2716182A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur ausbildung einer beschichtung aus einem metall oder einer metallverbindung | |
| DE3103227C2 (de) | ||
| AT405831B (de) | Verfahren und vorrichtung zum bilden einer beschichtung durch pyrolyse | |
| DE2626118A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum ueberziehen von flachglas | |
| DE2041843A1 (de) | Verfahren zur Herstellung gebogener,gehaerteter und beschichteter Glasplatten | |
| DE1082017B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen hydrolysierbarer Metallverbindungen auf waermebestaendige Koerper, z. B. Glasscheiben | |
| DE2500398A1 (de) | Verfahren zum ueberziehen eines auf einem fluessigkeitsbad schwimmenden glasbandes | |
| DE2716181A1 (de) | Verfahren zur ausbildung einer beschichtung auf einer flaeche eines glassubstrates und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DD301877A9 (de) | Verfahren zur Beschichtung von Glas | |
| AT397498B (de) | Verfahren und vorrichtung zur ausbildung eines metalloxidüberzuges auf einem heissen glassubstrat | |
| DE3123693C2 (de) | ||
| AT390430B (de) | Verfahren und vorrichtung zur bildung eines ueberzuges auf einer heissen glasunterlage | |
| DE3103234A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur glasbeschichtung | |
| AT396926B (de) | Flachglas mit überzug | |
| AT405280B (de) | Beschichtetes glas und verfahren zu seiner herstellung | |
| DE2032375B2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Überziehen von kontinuierlich bewegtem Flachglas mit einem durch Pyrolyse hergestellten Metalloxid | |
| DE2618168C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von wärmereflektierendem Glas | |
| DE3887689T2 (de) | Substrat für solarzelle und herstellungsverfahren. |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |