DE3310342C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Einstellung
der Rückstellkraft einer Drehmomentstange nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Insbesondere eignet sich die Erfindung
für handelsübli
che Türen von Kühlräumen.
Zur Zeit werden viele handelsübliche Türen von Kühlräu
men, die zum Öffnen geschwenkt werden und um eine seit
liche Drehachse herum geschlossen werden, in ihrem obe
ren Bereich mittels Einrichtungen wie beispielsweise
Scharnierstiften schwenkbar angeordnet, welche von der
oberen Kante der Tür in eine Scharnierbuchse vorragen,
die im oberen Türzargenbereich vorgesehen ist. Weiterhin
sind viele derartige handelsübliche Türen von Kühlräumen
mit einer Drehmomentstange versehen, die fluchtend zur
Drehachse angeordnet ist und mit ihrem oberen Ende fest
an einem Punkt nahe des oberen Endes der Tür befestigt
ist und mit ihrem unteren Endbereich in einer Veranke
rung gelagert ist, die einstückig an dem unteren Tür
zargenbereich angeordnet ist. Der Eingriff des boden
seitigen Endes der Drehmomentstange und der Verankerung
dient auch als bodenseitige Türangel für die Tür.
Bei einer üblichen Verankerungsbuchse mit dem bodensei
tigen Ende einer üblichen Drehmomentstange ist die Dreh
momentstange gegen eine Drehbewegung mittels umfangsei
tiger, im Abstand zueinander angeordneter Ausnehmungen,
in die ein Stift eingesetzt ist, verankert, um eine
Drehung nach Aufnahme des eigenen Drehmomentes durch
Drehen des Endes mit einem üblichen Werkzeug zu verhin
dern. Diese üblichen Einstellvorrichtungen für Drehmo
mentstangen sind bekannt.
Jedoch weisen diese üblichen Einrichtungen zum Einstel
len des gewünschten Drehmomentes an der Drehmomentstange
viele Nachteile auf. Einer dieser Nachteile ist darin zu
sehen, daß derartige Scharnierstiftanordnungen schwierig
und umständlich zu benutzen und zu späteren Zeiten wie
der neu einzustellen sind. Ein weiterer Nachteil besteht
darin, daß die Einstellvorrichtung für die Scharnier
stiftdrehmomentstange aufgrund ihrer nur stufenweisen Ein
stellbarkeit nicht auf einen exakt gewünschten
Drehmomentwert eingestellt werden kann.
Aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift
19 87 597 ist es bekannt, eine Drehmoment
stange für Scharniere von Klappen oder Deckeln
mittels eines Schneckengetriebes stufenlos
vorzuspannen.
Ein zusätzlicher Nachteil besteht bei der Benutzung
einer üblichen Verankerungsbuchse darin, daß ihre Anord
nung in der Türzarge fest ist. Verhältnismäßig häufig
und insbesondere bei älteren Türen beginnen diese sich
unter ihrem eigenen Gewicht zu verziehen. Dieses Verzie
hen hat zur Folge, daß die Teile der Tür nicht mehr
parallel zur Türzarge verlaufen. Außer, daß dies unan
sehnlich ist, kann es zur Folge haben, daß eine schlech
te Dichtung zwischen der Tür und seiner Zarge entsteht,
wodurch ein Verlust von Kühltemperatur in der Kühlraum
umgebung entsteht.
Aus der US-Patentschrift 33 28 832, ist eine
seitlich verstellbare Lagerung für an der Ober-
und Unterkante der Tür hervorstehende
Scharnierstifte bekannt, bei der der Scharnierstift
in einem Deckel gelagert ist, der gegenüber
einem fest angeordneten Grundteil stufen
weise versetzbar ist.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Einstellvor
richtung für Drehmomentstangen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 so weiterzubilden,
daß eine hiermit ausgestattete Türanordnung
auch nach längerem Gebrauch stets satt und
zuverlässig schließt.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung
durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Eine Ausgestaltung der Erfindung könnte beispielweise folgenden Aufbau haben:
Obere und untere vertikal ausgerichtete Türangeln ver
binden die Tür mit dem oberen und bodenseitigem Zargen
teil, so daß die Tür um eine vertikale Schwenkachse
schwenken kann. Um die Tür in eine geschlossene Stellung
mit einer Kraft zu belasten, so daß sie selbsttätig
schließt, wenn sie in der offenen Stellung freigegeben
wird, ist eine Drehmomentstange zwischen den Türangeln
und fluchtend zu diesen vorgesehen, wobei ein Ende der
Drehmomentstange als einer der Scharnierstifte dient,
und zwar vorzugsweise als der bodenseitige Scharnier
stift.
Das obere Ende der Drehmomentstange ist an einem ein
stückig an der Tür angeformten Teil festgelegt, wie
beispielsweise mittels einer Keilverbindung, so daß das
obere Ende der Drehmomentstange mit und nur mit der
Drehung der Tür dreht. Das bodenseitige Ende der Drehmo
mentstangenanordnung erstreckt sich durch das bodensei
tige Ende der Tür hindurch, dient als bodenseitiger
Scharnierstift und steht mit einem Verankerungsbuchsen
teil in Eingriff, das an dem bodenseitigen Zargenteil
befestigt ist.
Das Verankerungsbuchsenteil dient zur Verankerung des
bodenseitigen Endes der Drehmomentstange und zur Verhin
derung deren Drehung relativ zur Zarge, so daß die
Drehmomentstange verdreht wird, wenn die Tür geöffnet
wird, was die Energie zur Kraftbelastung der Tür lie
fert, um sie in eine geschlossene Position zurückzufüh
ren.
Das Verankerungsbuchsenteil dient weiterhin als Buchse
für das eine Ende der Drehmo
mentstange wodurch die bodenseitige
Türangel für die Tür gebildet wird.
Gemäß der Erfindung weist die zargenseitige Lagerung der
Drehmomentstange ein Basisteil und einen Deckel auf. Das Basisteil ist
fest am bodenseitigen horizontalen Bauteil der Türzarge
befestigt, und der Deckel ist auf der Oberseite des
Basisteiles angeordnet und an diesem mittels einer Ein
richtung befestigt, die eine Einstellung der seitlichen
Stellung des Deckels relativ zum Basisteil ermöglicht.
Der Deckel ist mit einem Lagersitz versehen,
welcher den durch das Ende der Drehmomentstange gebildeten Scharnierstift aufnimmt.
Der Lagersitz weist darüber hinaus z. B.
eine mittige Ausnehmung auf, durch die das Ende der Drehmomentstange
hindurchtreten kann. Unterhalb dieser Öffnung
ist ein Schneckenrad angeordnet, welches in seiner Mitte eine nicht
kreisförmige Ausnehmung aufweist, welche
das Ende der Drehmomentstange drehfest aufnimmt.
Die Ausnehmung im Schneckenrad und der Endbereich
der Drehmomentstange weisen eine zueinander passende Form, vorzugsweise
eine sechseckige Form, auf.
Der Deckel ist außerdem mit einer Schnecke versehen, welche
mit dem Schneckenrad in Eingriff steht, so daß durch
Drehen der Schnecke das Schneckenrad gedreht werden kann
und dadurch das Drehmoment der Drehmomentstange auf ein
gewünschtes Maß eingestellt werden kann.
Gemäß der Erfindung weist die Vorrichtung auch eine
Einrichtung zum Einstellen der seitlichen Stellung der
Scharnierstiftbuchse auf, um dadurch die vertikale Aus
richtung der Drehachse der Tür einzustellen, um eine
Verschiebung oder eine nicht exakte Ausrichtung der Tür
bezüglich der Türzarge korrigieren zu können. Diese
Einstelleinrichtung weist beispielsweise ein Einstellteil auf, das
einstückig am Basisteil angeformt ist und mit einer mit
Gewinde versehenen Ausnehmung versehen ist, weiterhin
wenigstens eine nicht mit Gewinde versehene Führungsaus
nehmung im Deckel, die mit der mit Gewinde versehenen
Ausnehmung im Basisteil fluchtet und weiterhin eine
Schraube, die in der Führungsausnehmung angeordnet ist
und in die mit Gewinde versehene Ausnehmung des Ein
stellteiles eingeschraubt ist, wobei die Schraube eine
Einrichtung zum Aufrechterhalten der seitlichen Stellung
zum Deckel aufweist, so daß bei Drehung der Schraube die
seitliche Stellung des Deckels zum Basisteil geändert
werden kann, wodurch die seitliche Stellung der boden
seitigen Scharnierstiftbuchse und die vertikale Ausrich
tung der Drehachse der Tür geändert werden kann.
Der Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß eine
Kombination zwischen einer seitlich verstellbaren Scharnierstift
lagerung und einer stufenlosen Einstelleinrichtung für das
Drehmoment einer Drehmomentstange ermöglicht wird,
wobei die Drehmomentstange als eine der vertikalen Türangeln dient.
Weitere Einzelheiten und Vorteile
ergeben sich aus nachfolgender Beschreibung eines
Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung.
Es zeigt
Fig. 1 eine Teilansicht einer Kühlraumtür, die mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung versehen
ist und die in Phantomlinien eine Fehlstel
lung bzw. fehlerhafte Ausrichtung der Tür
verdeutlicht,
Fig. 2 eine auseinandergezogene Darstellung einer
bekannten Verankerungsbuchse und des Endes
einer üblichen Drehmomentstangenanordnung,
Fig. 3 eine Schnittdarstellung der montierten erfin
dungsgemäßen Vorrichtung entlang der Linie
III-III in Fig. 1,
Fig. 4 eine Fig. 3 entsprechende Darstellung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung entlang der
Linie IV-IV in Fig. 3,
Fig. 5 eine den Fig. 3 und 4 entsprechende Darstel
lung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ent
lang der Linie V-V in Fig. 4,
Fig. 6 eine perspektivische Darstellung der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung, und
Fig. 7 eine auseinandergezogene Darstellung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung zusammen mit
dem Ende einer Drehmomentstangenanordnung.
Gemäß Fig. 1 ist eine übliche Kühlraumtüranordnung 10
mit einer erfindungsgemäßen Einstellvorrichtung 20 für
Drehmomentstangen und Scharnierstiftbuchsen dargestellt.
Die Türanordnung 10 weist eine Zarge 12 auf, die ein
oberes horizontales Zargenteil, ein bodenseitiges hori
zontales Zargenteil und zwei seitliche Zargenteile auf
weist, von denen nur das linke Zargenteil vollständig in
der Teilansicht gemäß Fig. 1 dargestellt ist. Die Türan
ordnung 10 weist weiterhin ein Türblatt 14 mit einem
umfangsseitigen Rahmen 15 auf.
Im oberen Bereich von Fig. 1 ist eine übliche Türangel
einrichtung 16 mit einem fest am Türblatt 14 befestigten
Scharnierstift vorgesehen, der nach oben vorsteht und in
einer Scharnierstiftbuchse angeordnet ist, die auf dem
oberen horizontalen Zargenteil der Zarge 12 angeordnet
ist. Unten in Fig. 1 ist eine untere Türangeleinrichtung
18 angeordnet, deren Unterschiede zur üblichen Türangel
einrichtung 16 im folgenden beschrieben wird.
Die obere Türangeleinrichtung 16 und die untere Türan
geleinrichtung 18 bestimmen zusammen die Schwenkachse
der Tür, um welche die Tür geschwenkt wird. Die Schwenk
achse der Tür ist oberhalb der Türangeleinrichtung 16
und unterhalb der Türangeleinrichtung 18 veranschau
licht. Fig. 1 zeigt mit strichpunktierten Linien ein
Türblatt 14′ und einen Türrahmen 15′, um eine nicht
ausgerichtete Anordnung des Türblattes relativ zur Zarge
12 zu verdeutlichen, wenn das Türblatt 14 verzogen oder
abgesenkt ist.
Weiterhin ist bei der Türanordnung 10 gemäß Fig. 1 eine
Drehmomentstangenanordnung 30 vorgesehen, welche bis auf
die im folgenden zu beschreibenden Merkmale eine übliche
Ausbildung aufweist. Die Drehmomentstangenanordnung 30
dient zur Erzeugung einer Vorspannkraft, welche zum
Schließen des Türblattes 14 verwendet wird, wenn dieses
in der geöffneten Stellung freigegeben wird. Die Drehmo
mentstangenanordnung 30, die ebenfalls in Fig. 7 dar
gestellt ist, weist eine Drehmomentstange 32, ein Veran
kerungsteil 33 für die Drehmomentstange 32, das mit dem
Türblatt 14 einstückig verbunden ist und innerhalb des
seitlichen Türrahmens 15 angeordnet ist, und einen Dreh
momentstangenanker 34 auf, der am unteren horizontalen
Bauteil der Türzarge 12 befestigt ist.
Das obere Ende der Drehmomentstange 32 weist eine nicht
kreisförmige Form wie beispielsweise eine Keilform auf,
die passend und festgelegt in einer passenden Ausnehmung
wie beispielsweise einer Keilnut im oberen Verankerungs
teil 33 der Drehmomentstange 32 angeordnet ist. Diese
gesicherte Befestigung verhindert eine Relativdrehung
zwischen dem oberen Ende der Drehmomentstange 32 und dem
Türblatt 14.
Gemäß Fig. 2 ist ein üblicher Drehmomentstangenanker und
eine Scharnierstiftbuchsenanordnung dargestellt. Die
übliche Ankerbuchse 40 weist ein ringförmiges Buchsen
teil 42 mit einer ringförmigen Sitzfläche 43 auf, die
einen Scharnierstift 48 einer Drehmomentstange 49 auf
nehmen kann, der ähnlich einem Element 36, das in Fig. 7
dargestellt ist, ausgebildet ist. Der Scharnierstift 48
ist das Teil, welches das gesamte Gewicht der Tür trägt,
wobei beim Öffnen und Schließen der Tür der Scharnier
stift 48 relativ zum ringförmigen Buchsenteil 42 dreht.
Es ist auch wahlweise, jedoch üblicherweise, möglich,
eine direkte Berührung zwischen dem Scharnierstift 48
und dem ringförmigen Buchsenteil 42 mittels einer rei
bungsvermindernden Buchse zu verhindern, die lose an der
Drehmomentstange befestigt ist.
Die übliche Ankerbuchse ist auch mit einer mittigen
kreisförmigen Ausnehmung 44 versehen, welche das kreis
förmige in seinem Durchmesser vergrößerte Ende 47 einer
üblichen Drehmomentstange aufnehmen kann. Die übliche
Ankerbuchse 40 weist auch eine seitliche Öffnung 45 auf,
die von vertikalen Wänden 45a und 45b begrenzt wird. Die
seitliche Öffnung 45 erfüllt zwei Funktionen, von denen
die eine ist, eine Erleichterung des Zuganges des Endes
47 der Drehmomentstange in dem ringförmigen Buchsenteil
42 zu ermöglichen und die andere, die Einstellung des
Drehmomentstangeneinstellmechanismus zu ermöglichen. Die
übliche Einstellvorrichtung weist umfangsseitig im Ab
stand zueinander angeordnete radiale Öffnungen in dem
kreisförmigen und seinem Durchmesser vergrößerten Ende
47 der Drehmomentstange auf. Das Drehmoment der Drehmo
mentstange wird dann durch Einsetzen eines Werkzeuges in
eine dieser Öffnungen und durch Verdrehen der Drehmo
mentstange bis auf die gewünschte Vorspannung einge
stellt, wonach ein kleiner Splint in eine der radialen
Öffnungen eingesetzt wird, welcher dann an einer der
Seitenwände 45a oder 45b der seitlichen Öffnung 45 an
liegt, wodurch der gewünschte Drehmomentwert festgelegt
wird.
Die übliche Ankerbuchse 40 und das untere horizontale
Bauteil der Türzarge sind mit passenden Vorsprüngen 80
und Ausnehmungen 81 versehen, so daß die Buchse 40
drehfest in der Türzarge 12 gehalten ist. Die Ankerbuch
se 40 ist auch vorzugsweise mit einer Schraubausnehmung
46 versehen, die eine sichere Befestigung der Ankerbuch
se 40 der Türzarge 12 ermöglicht.
Der oben beschriebene übliche Einstellmechanismus für
das Drehmoment ist aus vielen Gründen schwierig zu hand
haben. Zu diesen Gründen gehört die Tatsache, daß zwei
Hände zur Drehung der Drehmomentstange um eine Drehung
von einer Wand der seitlichen Öffnung 45 zur anderen
Wand und zum Einsetzen und zum Anziehen des Werkzeuges
und der Splinte von einer der aufeinanderfolgenden Öff
nungen in die andere erforderlich sind, bis das ge
wünschte Drehmoment eingestellt ist. Weiterhin erlaubt
dieser Einstellmechanismus nur eine zunehmende Einstel
lung und kann nicht ständig und fein eingestellt werden,
wodurch eine Situation entsteht, in der eine Stellung
zuviel Vorspannung und die nächst niedrigere Einstellung
zu wenig Vorspannung ergibt.
Ein weiteres Problem, das mit der oben beschriebenen
üblichen Ankerbuchse zusammenhängt besteht darin, daß,
da das gesamte Gewicht der Tür auf der bodenseitigen
Verankerungsbuchse ruht, welche an der Ecke der Tür
angeordnet ist, die Tür dazu neigt, um die bodenseitige
Türangel zu drehen und die Drehachse der Tür aus ihrer
gewünschten vertikal ausgerichteten Stellung herauszu
drehen, wodurch die Tür zu einem Absinken und einer
Änderung ihrer eingestellten parallelen Ausrichtung zur
Türzarge heraus verläuft.
Da die übliche Ankerbuchse nicht bewegt oder eingestellt
werden kann, gibt es keine Möglichkeit den Winkel der
Drehachse der Tür auszugleichen oder zu korrigieren.
Daher und im Hinblick auf die oben beschriebenen Nach
teile der üblichen Verankerungsbuchse, ermöglicht die
erfindungsgemäße Vorrichtung die Beseitigung dieser
Nachteile durch das Vorsehen einer passenden Einrichtung
zum Einstellen des Drehmomentes einer Drehmomentstange
und zum Einstellen der seitlichen Stellung der Schar
nierstiftbuchse, um ein Verziehen oder Absinken der Tür
korrigieren zu können.
Gemäß der Fig. 3 bis 7 und insbesondere gemäß Fig. 7
ist eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsge
mäßen Vorrichtung dargestellt. Die bevorzugte Ausfüh
rungsform ist zur Verwendung an einem bodenseitigen
Drehpunkt der Tür vorgesehen, obwohl es ebenso möglich
ist, sie am oberen Drehpunkt der Tür vorzusehen.
Fig. 7 ist eine auseinandergezogene Darstellung der
bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vor
richtung. Die Drehmomentstangenanordnung 30, wie sie in
der bevorzugten Ausführungsform dargestellt ist, weist
eine Drehmomentstange 32 auf. Die Drehmomentstange 32
kann beispielsweise aus einem besonderen Federstahl
hoher Ermüdungsfestigkeit bestehen, der seine Torsions
elastizität während vieler Benutzungsjahre behält, wenn
er um einen Winkel von 90° oder mehr unter Kraftaufbrin
gung verdreht wird. Eine Muffe 35, die vorzugsweise aus
Kunststoff besteht, ist lose um die Drehmomentstange 32
herum über im wesentlichen deren gesamte Länge angeord
net. Diese Muffe 35 schützt die Drehmomentstange 32 vor
einer Berührung mit anderen Bestandteilen in der Tür und
erleichtert ihre Betätigung. Nahe dem Ende der Drehmo
mentstange 32 ist ein Scharnierstift 36 angeordnet, der
einen zylindrischen Buchsenbereich 36a aufweist und
einen einstückig angeformten, in seinem Durchmesser
vergrößerten Schulterbereich 36b. Eine kreisförmige
Ausnehmung verläuft durch den Mittelbereich des Schar
nierstiftes 36, durch welche die Drehmomentstange 32
frei beweglich hindurch verläuft. Der Scharnierstift 36
funktioniert wie folgt: der Buchsenbereich 36a wird frei
drehbar in einer Öffnung in der Unterseite des Türrah
mens 15 angeordnet und die in ihrem Durchmesser ver
größerte Schulter 36b wird in dem Lagersitz 22 der
Vorrichtung 20 angeordnet. Vorzugsweise wird eine rei
bungsvermindernde Kappe 37 um den unteren Bereich des
Scharnierstiftes 36 angeordnet, welcher relativ zu dem
in seinem Durchmesser vergrößerten Schulterbereich 36b
drehen kann. Da das gesamte Gewicht des Türblattes 14
auf die Bodenfläche des Schulterbereiches 36b übertragen
wird, und dieses Gewicht dann von der ringförmigen Sitz
fläche 21 des Lagersitzes 22 aufgenommen wird, er
möglicht die reibungsvermindernde Kappe 37 eine er
wünschte Verminderung der Reibung zwischen den relativ
zueinander drehenden Flächen. Genau am Ende der Drehmo
mentstange 32 ist ein sechseckiges Kopfteil 38 ein
stückig an der Drehmomentstange 32 angeformt und ist in
der Vorrichtung 20 derart eingepaßt, daß die Verdrehung
der Drehmomentstange eingestellt werden kann. Obwohl die
sechseckige Form in der bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung 20 vorgesehen ist, kann
jegliche andere nicht kreisförmige Form oder andere Einrichtung
vorgesehen sein, die
unter Bildung einer Verriegelung mit dem Schneckenrad
zusammen wirken kann.
Die erfindungsgemäße Einstellvorrichtung 20 weist im
wesentlichen ein Basisteil 50, einen Deckel 60, eine
Drehmomenteinstelleinrichtung zum Einstellen des Drehmo
mentes der Drehmomentstange und eine seitliche Einstell
einrichtung zum Einstellen der seitlichen Stellung der
Scharnierstiftbuchse auf.
Das Basisteil 50, das am besten in Fig. 6 verdeutlicht
ist, dient zur Befestigung der Einstellvorrichtung 20 an
der Türzarge 12. Um die teilweise bereits vorhandenen
Ausnehmungen in einigen Zargen ausnutzen zu können, die
übliche Verankerungsbuchsen gemäß Fig. 2 benutzen, ist
das Basisteil 50 mit vier Vorsprüngen 51 versehen, wel
che in vier passenden Ausnehmungen 53 sitzen, die am
Umfang im Abstand zueinander um den Rand einer Ausneh
mung 54 herum angeordnet sind.
Wenn das Basisteil 50 über der Ausnehmung 54 angeordnet
ist, kann es nicht mehr seitlich relativ zur Türzarge 12
bewegt werden, noch kann es in der Ausnehmung 54 drehen.
Um das Basisteil 50 am Abheben von der Ausnehmung 54 zu
hindern, wird das folgende Montageverfahren benutzt. Das
Basisteil 50 ist mit einem mittig angeordneten und sich
nach unten vorstreckenden Nippel 55 versehen, der eine
Öffnung 56 zur Aufnahme eines Nietes aufweist und in den
ein Schraubkopfniet 57 durch die den Niet aufnehmende
Öffnung 56 hindurch von oben eingesetzt wird und dann
weiterhin die Aufnahmeöffnung eines Verschlußteiles 58
eingesetzt wird. Dieses Verschlußteil 58 ist eben und
weist vier umfangsseitig im Abstand zueinander angeord
nete Vorsprünge auf und ist derart ausgebildet, daß es
in die Öffnung 54 paßt und durch diese hindurchtre
ten kann. Gemäß Fig. 4 sind das Basisteil 50, der Niet
57 und das Verschlußteil 58 aneinander befestigt. Fig. 4
verdeutlicht, daß das Ende 57a des Nietes 57 abgeplattet
ist, so daß es das Verschlußteil 58 hält. Der Niet 57
ist derart dimensioniert, daß er fest in der Ausnehmung
des Verschlußteiles 58 angeordnet ist, so daß das Ver
schlußteil 58 durch Drehen des Nietes 57 gedreht werden
kann. Bei der Montage des Basisteiles 50 wird das
Verschlußteil 58 gedreht, so daß seine Vorsprünge 58a auf
den Vorsprüngen 51 zu liegen kommen, die einstückig am
Basisteil 50 angeformt sind. Diese Positionierung ermög
licht dem Verschlußteil 58 durch die Ausnehmung 54 hin
durchzutreten, wenn das Basisteil 50 auf die Zarge 12
abgesenkt wird, wonach dann durch Drehen des Nietes 57
das Verschlußteil 58 gedreht wird und die Vorsprünge 58a
nun hinter der Unterseite der Zarge 12 festliegen, wo
durch ein Wegziehen des Basisteiles 50 von der Zarge 12
verhindert wird.
Der Deckel 60 wird am Basisteil 50 befestigt und erfüllt
zwei Funktionen: (1) er weist eine Buchse für das boden
seitige Ende des Scharnierstiftes 36 auf; und (2) er
weist eine Verankerung für das bodenseitige Ende 38 der
Drehmomentstange 32 auf. Der Deckel 60 weist eine mit
Ausnehmungen versehene ringförmige Sitzfläche 21 auf,
welche kreisförmig ist und eine derartige Größe auf
weist, daß sie zu dem Scharnierstift 36 paßt und dieser
innerhalb der Buchse gedreht werden kann. Der Deckel 60
ist weiterhin mit zwei seitlichen Ausnehmungen 61 und 62
versehen, um die Montage des Türblattes 14 und der
Drehmomentstangenanordnung 30 in der Zarge 12 zu er
leichtern. Obwohl nur eine seitliche Ausnehmung 61 bzw.
62 benötigt wird, ermöglicht das Vorsehen von zwei seit
lichen Ausnehmungen 61, 62 an der Vorrichtung 20 die
Verwendung sowohl für Türen mit linksseitig angeordnetem
Handgriff als auch mit rechtsseitig angeordnetem Hand
griff. Eine Ausnehmung 24 für die Drehmomentstange ist
in der Mitte des Lagersitzes 22 vorgesehen, die
eine zur Aufnahme des sechseckigen Kopfteiles 38 am Ende
der Drehmomentstange 32 geeignete Größe aufweist.
Eine Schneckenradeinrichtung ist in dem Deckel 60 ange
ordnet und weist ein Schneckenrad 26, einen Schnecken
raddeckel 27 und eine Schnecke 28 auf. Das Schneckenrad
26 ist in der Nachbarschaft einer Fläche 25 angeordnet,
welche auf der Unterseite der Sitzfläche 21 des Lagersitzes
22 vorgesehen ist. Die Mitte des Schnecken
rades 26 weist eine Ausnehmung 26a auf, welche derart
ausgebildet ist, daß sie das sechseckige Kopfteil 38 der
Drehmomentstange 32 paßgenau aufnehmen kann, so daß das
Schneckenrad 26 und das bodenseitige Ende der Drehmo
mentstange 32 drehfest miteinander in Eingriff stehen.
Der Schneckenraddeckel 27 wird in Axialrichtung benach
bart an und unterhalb des Schneckenrades 26 angeordnet.
Der Schneckenraddeckel 27 schützt das sich drehende
Schneckenrad 26 vor äußeren Teilen und hält es in seiner
Stellung. Eine Schnecke 28 ist in einem zylindrischen
Kanal 29 im Deckel 60 angeordnet. Die Schnecke 28 ist im
rechten Winkel zur seitlichen Ausdehnung der Zarge 12
angeordnet, so daß die Schraubenköpfe 28a auf den Enden
der Schnecke 28 mittels eines Schraubendrehers oder
eines anderen Werkzeuges erreicht werden können, um sie
zu drehen. Durch Drehung der Schnecke 28 wird das
Schneckenrad 26 gedreht, welches das sechseckige Kopf
teil 38 der Drehmomentstange 32 dreht und dadurch eine
feine, stufenlose Einstellung der Drehmomentstange 32
ermöglicht.
Bei der Seiten-Einstelleinrichtung der Scharnierstift
buchse ist es häufig wünschenswert, die seitliche Stel
lung des Lagersitzes 22 einzustellen, und zwar
sowohl nach rechts als auch nach links, um den Winkel
der Drehachse der Tür verändern zu können, um eine
Fehlstellung der Tür aufgrund von Verziehen, Absinken
oder einer falschen Ausrichtung beseitigen zu können.
Die seitliche Einstelleinrichtung für die Scharnier
stiftbuchse der erfindungsgemäßen Vorrichtung 20 ist
gemäß der dargestellten bevorzugten Ausführungsform
folgendermaßen ausgebildet: das Basisteil 50 ist mit
einer Verlängerung 52 versehen, die im rechten Winkel
zum Basisteil 50 angeordnet ist, und die eine mittig
angeordnete mit Gewinde versehene Ausnehmung 52a auf
weist, die parallel zur seitlichen Verlängerung des
bodenseitigen Teils der Zarge 12 angeordnet ist. Der
Deckel 60 ist mit zwei Schrauben-Führungsausnehmungen 63
und 64 versehen. Diese Führungsausnehmungen 63 und 64
fluchten mit der mit Gewinde versehenen Ausnehmung 52a,
sind jedoch nicht mit einem Gewinde versehen und derart
groß ausgebildet, daß sie eine Einstellschraube 65 in
ihrer vorgesehenen Stellung im Deckel 60 führen und
halten. Die Einstellschraube 65 ist mit einem Kopf 65a
versehen, welcher die Drehung der Einstellschraube 65
ermöglicht und weiterhin ist die Einstellschraube 65 mit
einer Riegelmutter 66 versehen, welche um die Einstell
schraube 65 herum an der Innenfläche des Deckels 60
angeordnet ist. Diese Riegelmutter wird gemäß den Fig. 4
und 5 angeordnet und dient zur Verhinderung einer seit
lichen Bewegung der Einstellschraube 65 relativ zum
Deckel 60. Die zuvor beschriebene Anordnung ermöglicht,
daß bei Drehung der seitlichen Einstellschraube 65 durch
Drehen des Schraubenkopfes 65a, der Schraubeneingriff
der Einstellschraube 65 mit der mit Gewinde versehenen
Ausnehmung 52a eine seitliche Bewegung des Deckels 60
zur Folge hat, wodurch die seitliche Stellung des Lagersitzes
22 verändert wird.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Einstellung der Rückstellkraft einer
Drehmomentstange in einer mittels Torsionskräften betä
tigbaren Türanordnung, wobei die Drehmomentstange ent
lang der Drehachse eines Türblattes derart angeordnet
ist, daß ihr eines Ende an dem Türblatt und ihr anderes
Ende an einer das Türblatt umgebenden Zarge drehfest
befestigt ist, um eine Drehung dieses Endes relativ zur
Zarge während der Öffnung des Türblattes zu verhindern,
wobei das Türblatt an Türangeln schwenkbar gelagert
ist, die an der oberen und an der unteren Seite des
Türblattes angeordnet sind und vertikale Scharnier
stifte aufweisen, die von dem oberen Rand und dem bo
denseitigen Rand des Türblattes vorragen und die
Schwenkachse des Türblattes bestimmen, wobei das zar
genseitige Ende der Drehmomentstange einen der vertika
len Scharnierstifte bildet und wobei die vertikalen
Scharnierstifte axial drehbar an oberen und unteren
horizontal verlaufenden Teilen der Zarge
gelagert sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Basisteil (50) an dem oberen oder dem unteren horizontal verlaufenden Teil der Zarge (12) befestigt ist;
daß ein Deckel (60) das Basisteil (50) abdeckt und einen Lagersitz (22) aufweist, der paßgenau einen am zargenseitigen Ende der Drehmomentstange (32) angeordneten Schulterbereich (36b) zur Bildung einer Türangel für das Türblatt (14) aufnimmt;
daß eine Einrichtung zur Einstellung der seitlichen Stellung des Deckels (60) relativ zum Basisteil (50) vorgesehen ist, so daß die seitliche Stellung des La gersitzes (22) einstellbar ist;
daß ein Schneckenrad (26) innerhalb des Deckels (60) angeordnet ist und eine mittige Ausnehmung (26a) auf weist, die paßgenau ein zargenseitiges Kopfteil (38) der Drehmomentstange (32) drehfest aufnimmt; und
daß eine Schnecke (28) innerhalb des Deckels (60) in Eingriff mit dem Schneckenrad (26) angeordnet ist, durch welche das Drehmoment der Drehmoment stange (32) wahlweise einstellbar ist.
daß ein Basisteil (50) an dem oberen oder dem unteren horizontal verlaufenden Teil der Zarge (12) befestigt ist;
daß ein Deckel (60) das Basisteil (50) abdeckt und einen Lagersitz (22) aufweist, der paßgenau einen am zargenseitigen Ende der Drehmomentstange (32) angeordneten Schulterbereich (36b) zur Bildung einer Türangel für das Türblatt (14) aufnimmt;
daß eine Einrichtung zur Einstellung der seitlichen Stellung des Deckels (60) relativ zum Basisteil (50) vorgesehen ist, so daß die seitliche Stellung des La gersitzes (22) einstellbar ist;
daß ein Schneckenrad (26) innerhalb des Deckels (60) angeordnet ist und eine mittige Ausnehmung (26a) auf weist, die paßgenau ein zargenseitiges Kopfteil (38) der Drehmomentstange (32) drehfest aufnimmt; und
daß eine Schnecke (28) innerhalb des Deckels (60) in Eingriff mit dem Schneckenrad (26) angeordnet ist, durch welche das Drehmoment der Drehmoment stange (32) wahlweise einstellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Lagersitz (22) zur Aufnahme des zargensei
tigen Schulterbereiches (36b) der Drehmomentstange (32)
als Aussparung im Deckel (60) ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Einrichtung zur seitlichen Einstellung
des Deckels (60) aufweist: ein Einstellteil (52), das
einstückig am Basisteil (50) angeordnet ist und eine
Gewindebohrung (52a) aufweist, die parallel zur Rich
tung der seitlichen Einstellbewegung verlaufend ange
ordnet ist, wobei der Deckel (60) mit wenigstens einer
nicht mit einem Gewinde versehenen Führungsausnehmung
(63, 64) versehen ist, die mit der Gewindebohrung (52a)
fluchtet; und eine Schraube (65), welche die Führungs
ausnehmungen (63, 64) durchsetzt und in die Gewindeboh
rung (52a) des Einstellteiles (52) eingeschraubt ist,
wobei die Schraube (65) eine Einrichtung (66) gegen ein
axiales Verschieben relativ zum Deckel (60) aufweist,
so daß bei Drehung der Schraube (65) die seitliche
Stellung des Deckels (60) relativ zum Basisteil (50)
und damit die seitliche Stellung des Lagersitzes (22)
änderbar ist.
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