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Gehäuse für Schreib- und ähnliche Maschinen
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Die Erfindung betrifft ein aus Gehäuseteilen zusammensetzbares Gehäuse
der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art für Schreib- und ähnliche
Maschinen.
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Als Bekleidung für Schreib- oder ähnliche Maschinen werden üblicherweise
zwei- oder mehrteilige Gehäuse mit der Maschinengröße ange'paßten Abmessungen verwendet.
Das macht es erforderlich, für z. B. eine Gerätelinie aus prinzipiell gleichartigen
Geräten unterschiedlicher Leistungs- und Ausstattungsmerkmale, deren konstruktiver
Aufbau variiert und deshalb Abweichungen in den Abmessungen zur Folge hat, eine
Vielzahl unterschiedlicher Gehäuse herzustellen. Die dafür erforderliche Vielzahl
an Werkzeugen verursacht hohe Kosten, und eine Gerätevariante, die in nur kleinen
Stückzahlen benötigt wird, kann wegen des unangemessen hohen Werkzeugkostenanteils
wirtschaftlich uninteressant werden.
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Um diesen Nachteilen abzuhelfen, ist in der DE-PS 22 03 981 bereits
vorgeschlagen worden, für Schreibmaschinen mit unterschiedlich breiten Schreibwalzen
ein in der Breite variierbares Gehäuse herzustellen. Dazu sind die Seitenteile des
Gehäuses so angeordnet, daß sie das Gehäusemittelteil überlappen und in Gleitführungen
- der benötigen Maschinenbreite entsprechend -auseinander- oder zusammengeschoben
werden können. Diese Lösung ist ausschließlich auf eine Breitenvariation für die
Maschinenausstattung mit schmalen oder breiten Schreibwalzen abgestellt; die durch
weitergehende unterschiedliche Leistungs-und Ausstattungsvarianten, z. B. durch
größere Motoren oder Netzteile, erweiterte Elektronik, Ausstattung mit Anzeigeeinrichtungen,
Speichern usw. hervorgerufenen änderungen in den
Abmessungen, die
sich insbesondere in der Gerätetiefe auswirken, werden durch eine solches Gehäuse
nicht berücksichtigt.
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In der DE-AS 24 45 792 ist ein Gehäuse zur Aufnahme räumlich unterschiedlich
aufgebauter elektrischer Geräte beschrieben, das durch Einfügen von Zwischenelementen
zwischen die angeformten Seitenwände eines Ober- und eines Unterteiles in der Höhe
variierbar ist. Die offene Vorder- und Rückseite wird durch eine der Höhe entsprechende
Front- bzw. Heckplatte abgeschlossen.
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Auch dieses Gehäuse läßt keine Veränderung des Gerätes in der Tiefe
zu. Es ist zudem infolge seiner kastenförmigen Gestaltung nicht für ein Gerät geeignet,
das ein ansprechendes Äußeres aufweisen und eine Vielzahl ergonomischer Gesichtspunkte
berücksichtigen muß.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gehäuse eingangs genannter
Art zu schaffen, das in den äußeren Abmessungen variierbar und dadurch für die Geräte
einer Gerätelinie geeignet ist, deren Größe aufgrund verschiedener Leistungs- und
Ausstattungsmerkmale unterschiedlich isI..
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in Anspruch 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
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Die Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere darin, daß nicht
für jede in den Abmessungen abweichende Gerätevariante ein eigenes, meist in Spritz-
oder Druckguß hergestelltes Gehäuse benötigt wird, sondern viele verschieden große
Gehäusevarianten aus wenigen unterschiedlichen Gehäuseteilen in verschiedenen Kombinationen
zusammengesetzt werden können, so daß die durch die Herstellung der Werkzeuge verursachten
Kosten erheblich verringert werden. Da nur relativ kleine Gehäuseteile von den Veränderungen
betroffen sind, werden nicht nur keine Werkzeuge für eine Vielzahl an Ausführungen
großer Gehäuseteile benötigt, die großen Gehäuseteile können vielmehr auch noch
in großen Stückzahlen,
nämlich für sehr viele Gerätevarianten, gefertigt
werden, so daß die Kosten weiter reduziert werden.
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Ein kurzfristig und unerwartet benötigtes Gehäuse für eine Gerätevariante,
das aus den vorhandenen Gehäuseteilen nicht zusammengesetzt werden kann, macht nur
die Herstellung eines oder zweier neuer Gehäuseteile erforderlich, womit sich -
zusammen mit bereits für die Gerätelinie vorhandenen Gehäuseteilen - ein Gehäuse
entsprechend neuer Dimension zusammenfügen läßt. Die anteiligen Kosten für die Gerätevariante
werden dadurch - auch bei geringer Stückzahl - nicht unangemessen hoch, und es müssen
zudem keine langen Anfertigungszeiten für die Werkzeuge berücksichtigt werden.
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Weisen sowohl die Vorderseite des Gehäuseoberteils als auch der aufrechte
Schenkel des Frontteils einen gegenüber der Senkrechten negativen Neigungswinkel
auf, so ergibt sich vor dem Oberteil ein zusätzlicher, nahezu quaderförmiger Raum,
durch den der Zugriff des Bedieners zu einer im Frontteil angeordneten Tastatur
aber in keiner Weise behindert wird. In diesem zusätzlich gewonnenen Raum kann vorteilhafterweise
z. B. eine von oben einsehbare Anzeigeeinrichtung, ein Magnetscheibenspeicher mit
oben liegender Zufuhröffnung für die Magnetscheibe, eine Randstellereinrichtung
o. ä.
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angeordnet werden.
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Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß durch Verwendung
lediglich eines neuen, eine andere Gestaltung oder sogar nur Farbe aufweisenden
Frontteiles der Eindruck eines insgesamt neuen Gehäuses erweckt werden kann, weil
der Gesamteindruck wesentlich von der Frontpartie bestimmt wird. Solche Maßnahmen
sind häufig aus verkaufspolitischen Gründen erwünscht, ohne daß dafür erhebliche
Kosten entstehen dürfen.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen und den nachfolgend anhand der Figuren erläuterten Ausführungsbeispielen.
Es zeigen
Figuren 1 bis 4 verschiedene Ausführungsbeispiele in der
Seitenansicht und Figur 5 eine perspektivische Ansicht des Ausführungsbeispiels
der Figur 4.
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In Figur 1 ist ein Gehäuse dargestellt, das aus einem Unterteil 1,
einem Oberteil 2, einem Heckteil 3 und einem Frontteil 4 zusammengesetzt ist. Die
Teile sind entlang der zurückgesetzt gezeichneten Trennlinie 5 zusammengefügt und
in ansich bekannter Weise durch Schrauben und/oder Steck- und Schnappelemente miteinander
bzw. mit einem im Gehäuse angeordneten Maschinengestell verbunden.
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Das Unterteil 1 ist wannenförmig ausgebildet, wobei jedoch die hintere
Wannenwand fehlt, so daß die Rückseite offen ist. Das Oberteil 2 weist angeformte
Seitenwände auf, ist jedoch sowohl an der Rückseite als auch an der Vorderseite
offen und insge-.
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samt kürzer als das Unterteil 1, so daß in zusammengefügten Zustand
und bei bündiger Rückseite das Unterteil 1 im vorderen Bereich des Gerätes über
das Oberteil 2 hinausragt.
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Das Heckteil 3 ist wannenförmig ausgestaltet und paßt formschlüssig
auf die Rückseite des mit dem Unterteil 1 zusammengesetzten Oberteils 2, wodurch
die offene Rückseite abgeschlossen ist. Das Frontteil 4 ist winkelförmig gestaltet,
wobei der Innenwinkel kleiner als 900 ist, und weist einen nach der Winkelaußenseite
gerichteten umlaufenden Rand 6 auf. Der Rand 6 des einen Schenkels paßt formschlüssig
auf den über das Gehäuseoberteil 2 hinausragenden Bereich des Gehäuseunterteils
1 und der Rand 6 des zweiten Schenkels auf die offene Vorderseite des Oberteils
2, so daß auch die Vorderfront des Gehäuses abgeschlossen ist.
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Das winkelförmige Frontteil 4 ist geeignet, das Tastenfeld einer mit
dem Gehäuse bekleideten Schreibmaschine aufzunehmen, wobei
die in
Figur 1 gezeichnete Ausführung für eine Gerätevariante kleiner Abmessung in einer
Gerätelinie gedacht ist. Dabei ergibt das mit einem Innenwinkel kleiner als 90"
ausgeführte Frontteil 4 im oberen Gehäusebereich ein relativ großes Gehäusevolumen
ohne die Tastaturbedienung zu behindern, weil trotz der Neigung des aufrecht stehenden
Schenkels der öffnungswinkel für den Zugriff des Bedieners zur Tastatur frei ist.
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Soll anstelle der Schreibmaschine kleiner Abmessung ein größeres Gerät
der Gerätelinie, etwa ein Textautomat mit erweiterten Funktionen und demzufolge
größeren Abmessungen bekleidet werden, so wirdl-eine Gehäusezusammenstellung gemäß
Figur 2 gewählt. Hier sind Oberteil 2 und Unterteil 1 unverändert, aber es wird
ein tieferes Heckteil 7 verwendet, um z. B. für ein größeres Netzteil, eine zusätzliche
Leiterplatte usw. Raum zu schaffen. Auch das Frontteil 8 weist eine andere Form
auf, bei der der umlaufende Rand 9 im Bereich des aufrecht stehenden Schenkels höher
ist, so daß auch nach vorn zu ein größeres Gehäusevolumen geschaffen ist. In diesem
Gehäusebereich kann z. B. eine von oben einsehbare Anzeigeeinrichtung, ein Magnetscheibenspeicher
mit oben liegender Zufuhröffnung für die Magnetscheibe oder auch nur eine Randstellerskala
angeordnet werden.
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In Figur 3 ist das Gehäuse für eine Gerätevariante gezeigt, die als
Ausgabedruckwerk kein Tastenfeld benötigt. Hier weist das Frontteil 10 die Form
einer Wanne mit offener Rückwand auf, die formschlüssig auf das Unterteil 1 und
die Vorderseite des Oberteils 2 paßt. Auch hier kann bedarfsweise ein flaches oder
tiefes Heckteil 11 verwendet werden.
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Figuren 4 und 5 zeigen eine Ausführungsvariante mit weiteren Gehäusedetails.
Hier wird die Rückseite von einem Heckteil 12 mittlerer Tiefe abgeschlossen, während
der aufrecht stehende Schenkel des Frontteils 13 die schon zu Figur 2 erläuterte
tiefe Form aufweist. Das Oberteil 2 ist mit einem - in Figur 5
dargestellten
- Durchbruch 14 versehen, der im vorderen Bereich mit einem sich bis an die Vorderseite
und die Seitenwände des Oberteils 2 erstreckenden Deckel 15 verschlossen ist. Der
Durchbruch erlaubt nach Öffnung des Deckels 15 den Zugriff zu dem im Gehäuse untergebrachten
Gerät. Ein solcher mit einem Deckel versehener Durchbruch ist in allen Schreib-
oder ähnlichen Maschinen zweckmäßig oder sogar erforderlich. Er ist auch in den
Ausführungen der Figuren 1 bis 3 - eventuell in versenkter Form -vorgesehen, der
übersichtlichkeit wegen dort aber nicht dargestellt.
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Der aufrecht stehende Schenkel des Frontteils 13 weist eine solche
Höhe auf, daß er das Oberteil 2 überragt und in gleicher Höhe mit der Oberseite
des Deckels 15 abschließt. Das Frontteil 13 ist auf seiner Oberseite im umlaufenden
Rand 20 ebenfalls mit einem Durchbruch 16 versehen, der mit einem Einsatz verschließbar
ist. Der Einsatz wird z. B. von den zu Figur 2 genannten Einrichtungen gebildet.
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Außerdem ist das Frontteil 13 mit weiteren Durchbrüchen 17, 18, 19
versehen, in denen ein zu der bekleideten Maschine gehörendes Tastenfeld angeordnet
werden kann. Es ist damit auch möglich, durch einfaches Austauschen von Frontteilen
mit anderen Tastenfeld-Durchbrüchen Tastaturvarianten zu berücksichtigen.