DE3300948A1 - Verbesserter stuetzpfahl fuer weinstoecke und dergleichen - Google Patents
Verbesserter stuetzpfahl fuer weinstoecke und dergleichenInfo
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Description
- Verbesserter Stützpfahl für Weinstöcke
- und dergleichen Die vorliegende Erfindung betrifft Stützstöcke bzw. -pfähle und insbesondere derartige Stöcke bzw. Pfähle für Anwendungen in der Landwirtschaft.
- Die Stützstöcke nach dem Stand der Technik liegen in einer Vielzahl von Ausgestaltungen vor - beispielsweise mit C-Querschnitt und mit vertikal beabstandeten Haken, Kerben oder Sicken, die Drähte in der Sollage halten sollen. Mit einem C-Querschnitt erhält man für das Cewicht bzw. die Dicke des zur Herstellung des Stützstocks hergestellten Stahlmaterials keine optimale Festigkeit. Man hat daher die Stahlblechdicke verringert, dann waren die Stützstöcke jedoch nicht mehr in der Lage, die Kräfte (insbesondere Torsionskräfte) aufzunehmen, die zuweilen auftreten, wie wenn landwirtschaftliche Maschinen (beispielsweise Pflückmaschinen) in die an den Pfählen befestigten Drähte fahren. Weiterhin waren die Drahthöhen durch die verhältnismaßi weit beabstandeten Haken, Kerben oder Sicken auf den Pfählen bestimmt. Diese Haken, Kerben und Sicken wurden unter Wegnahme von Material hergestellt, so daß die Integrität der Gestalt verringert und die Torsions- und Biegefestigkeit der Pfähle beeinträchtigt wurden. Weiterhin können Haken und Kerben ab- bzw. ausbrechen, so daß die Drähte unter ihrer Fruchtlast zu Boden fallen, oder auch die Spalierdrähte mit dem gleichen Ergebnis durchtrennen.
- Zahlreiche dieser Schwierigkeiten wurden bereits mit dem Stützpfahl nach der US-PS 4 258 523 des gleichen Erfinders beseitigt. Beim Einsatz dieses patentierten Stützpfahls traten jedoch noch Probleme auf, die zum Gegenstand der vorliegenden Erfindung geführt haben. Einer der Anwendungsbereiche für den erfindungsgemäßen Stützpfahl liegt in Weinbergen Weaen der hohen Kosten für Arbeitskräfte setzt man in Weinbergen zunehmend Erntemaschinen ein, die den Weinstock heftig schütteln, so daß die Trauben abfallen und aufaesammelt werden können. Die Erntemaschine arbeitet dabei mit Schlagstäben und Rüttelstanaen, und während sie eine Weinstockreihe im Weinberg entlangfährt, schlägt sie auf die die Weinstöcke tragenden Pfähle. Dabei treten zwei unerwünschte Resultate auf. Zunächst nehmen die Schlagstangen und Rüttelstäbe Schaden, wenn sie plötzlich auf die flachen Flansche bzw. Bünde des Stützpfahls nach der oben erwähnten US-Patentschrift aufschlagen; diese Stangen und Stäbe müssen daher oft ausgetauscht werden.
- Weiterhin treten in den Pfählen beim Aufschlagen der Schlagstäbe und Schüttelstangen der Erntemaschine erhebliche Torsions- und Biegespannungen auf. Bei den herkömmlichen Pfählen, die Haken oder gegerbte Kanten aufweisen unterliegt der eingelegte Draht einem erheblichen Verschleiß und wird daher während der Ernte stark geschwächt.
- Es ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfinduny, die oben erläuterten allgemeinen Probleme und Schwierigkeiten zu beseitigen.
- Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten Stützpfahl anzugeben, der hinsichtlich der Anbringung der Spalierdrähte sehr vielseitig ist, eine erhebliche Torsions- und Biegefestigkeit bietet und mit Erntemaschinen verträglich ist.
- Nach der vorliegenden Erfindung erhält man einen Stützpfahl mit Uberlegener Torsions- und Biegefestigkeit, der mit Erntemaschinen verträglich ist, indem man ihn mit einem W-förmigen Querschnitt und an den äußeren Enden des W's mit Flanschen ausführt, in die die. Hauptschenkel über Verbindungsabschnitte übergehen, die verhältnismäßig schwach gekrümmt sind, so daß die Kanten der Flansche etwa 600 aus einer über die Kronen der Verbindungsabschnitte verlaufenden Ebene abgesenkt verlaufen, wobei die Flanschkanten gerändelt, nicht gekerbt ausgeführt und in die Hauptschenkel längsverlaufende Rippen eingeformt sind.
- Die vorliegende Erfindung soll nun anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezug auf die beigefügte Zeichnung ausführlich erläutert werden. Es zeigen Fig. 1 eine Perspektivdarstellung eines Stützpfahls nach der vorliegenden Erfindung; und Fig. 2 eine Draufsicht auf die Stirnfläche des Stützpfahls nach Fig. 1.
- Der in den Fig. 1 und 2 gezeigte Stützpfahl 10 kann aus Stahlblech im Bereich der US-Normdicken 14bis 18 hergestellt und verzinkt sein. Dieser Pfahl hat einen Querschnitt, der-förmig ist; die Schenkel 12 und 14 sind über einen mit diesen einteiligen Rinnenteil 16 miteinander verbunden. Die Schenkel 12, 14 gehen in die Flansche 18 und 20 über die Verbindungsabschnitte 21, 23 über. Die Verbindungsabschnitte 21, 23 sind mit verhältnismäßig-aroßem Krffimmungsradius ausgeführt und bilden die Kronen 25, 27.
- Der resultierende Winkel A (in Fig. 2), den der Kantenteil 30 (Flansch 20) und der Kantenteil 32 (Flansch 18) mit einer Ebene bilden, die tangential an den Kronen 25, 27 anliegend verläuft, beträgt beispielsweise 60°, so daß vorbeistreichende Schlagstangen und Rüttelstäbe auf eine abgerundete Fläche des Pfahls, nicht auf eine scharfe Kante schlagen, wodurch die Belastung sowohl des Pfahls als auch der Erntemaschine verringert wird. Eine höhere Steife des Pfahls 10 läßt sich erreichen, indem man die gekrümmten Verbindungsabschnitte 21, 23 so weit führt, bis die Kanten 30, 32 um 60° aus der genannten Ebene abgesenkt liegen.
- Eine weitere Verbesserung der Festigkeit und Steife des Pfahls 10 erreicht man, indem man in die Schenkel 12, 14 Rippen 29, 31 einteilig einformt. Der abzufanaende Draht - beispielsweise ein Spalierdraht - ist in der Fig. 2 oestrichelt gezeigt und mit dem Bezugszeichen 26 bezeichnet.
- Eine Spange bzw. ein Bindedraht 28, die bzw. der den Draht 26 auf dem Pfahl 10 in der Sollage hält, ist in der Fig. 2 ebenfalls gestrichelt gezeigt.
- Die Spange 28 liegt an den gerändelten Kantenteilen 30, 32 an und wird von der Rändelung daran gehindert, auf dem Pfahl in der Vertikalen zu verrutschen. Die Rändelung kann jedoch nicht in den Draht einschneiden (wie eine Kerbe), da beim Rändeln das Metall des Pfahls 10 nur verschoben wird. Das Rändeln beruht auf der Formgebung eines Materials unter Ausnutzung seiner Fließfähigkeit. Während das Rändelwerkzeug in den Kantenbereichen 30, 32 über die gegenüberliegenden Oberflächen des Pfahls 10 läuft, drückt es das Metall entlang den Kanten zu nebeneinanderliegenden Hügeln auf, so daß die Festigkeit der Metallpfähle zunimmt. Dabei wird kein Metall entfernt. Selbst eine gegebenenfalls vorhandene Verzinkung haftet dabei weiter fest auf dem Grundmetall. Die Festigkeit des Pfahls bleibt also erhalten, während ein Rosten verhindert ist. Weiterhin werden beim Rändeln scharfe Kanten eliminiert und können daher nicht mehr in die Spangen 28 einschneiden - im Gegensatz zur herkömmlichen Kerbung.
- Der Draht 26 kann genau in der Soll höhe festgelegt werden und wird von der Rändelung dann in dieser sicher festgehalten.
- Die gekrümmtenVerbindungsabschnitte 21, 23 bewirken, daß der erfindungsgemäße Stützpfahl sich uneingeschränkt für den Einsatz von Erntemaschinen eignet, was das Aufschlagen der Maschinenteile auf den Pfahl während des Erntens anbetrifft. Weiterhin erteilen diese Verbindungsabschnitte dem Pfahl 10 auch eine erhöhte Festigkeit. Die bessere Biegefestigkeit, die man mit diesen Verbindungsabschnitten sowie mit den eingeformten Rippen 29, 31 erreicht, eliminiert die bei den Pfählen des Standes der Technik vorhandene Notwendigkeit, die Richtung der maximalen Windkraft zu bestimmen, mit der am Einsatzort des Pfahls zu rechnen ist. Auch diese Besonderheit ist von erheblichem Wert für den Besitzer eines Feldes, in dem der Pfahl verwendet werden soll.
- Leerseite
Claims (10)
- Patentansprüche 1. ) Stützpfahl, gekennzeichnet durch ein Paar entgegengesetzt, schrägverlaufender Schenkelteile, die an einem Ende in einen gemeinsamen Rinnenteil und am anderen Ende jeweils in einen Verbindungsabschnitt übergehen, der im Querschnitt kreisbogenförmig ist und eine Krone bildet, und durch einen an jeden der Verbindungsabschnitte angeschlossenen Flanschteil, wobei die Flanschteile jewei]s in ein Kantenteil auslaufen, der aus einer tangential über beide Kronen verlaufenden Ebene um etwa 600 abwärts abgebogen ist, und wobei beide Kantenteile gerändelt ausgeführt sind.
- 2, Stützpfahl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Flanschteil eine tangentiale Verlängerung des zv.-gehörigen Verbindungsabschnitts darstellt.
- 3. Stützpfahl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in jeden Schenkel eine längsverlaufende Rippe einteilig eingeformt ist.
- 4. Stützpfahl nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in jeden Schenkel eine längsverlaufende Rippe einteilig eingeformt ist.
- 5. Stützpfahl nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß beide Rippen über die gesamte Länge des zugehörigen Schenkels verlaufen.
- 6. Stützpfahl nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kantenteil jedes Flanschteils über seine gesamte Länge gerändelt ist.
- 7. Stützpfahl nach Anspruch 3, dadurch oekennzeichnet, daß der Rinnenteil V-förmig ist.
- 8. Stützpfahl nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel, der Rinnenteil, die Verbindungsabschnitte sowie die Flanschteile einteilig miteinander ausgebildet sind.
- 9. Stützpfahl nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Pfahl aus Stahl hergestellt ist.
- 10. Stützpfahl nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der gerändelte Teil jeder Kante der Flanschteile über die-gesamte Oberfläche verzinkt ist.
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