DE3348244C2 - Verdrängermaschine - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich
auf eine Verdränger
maschine und insbesondere auf einen Hydraulikmotor nach
Art eines Planetenradmotors.
Ein Planetenradmotor der Art, auf den sich die Erfin
dung bezieht, ist in der DE 31 19 807 A1 beschrieben.
Auch die Werbeschrift RD 14325/12.80 der Anmelderin
zeigt einen Hydraulikmotor, auf den sich die vorliegende
Erfindung bezieht.
Diese bekannten Hydraulikmotoren bestehen im wesentlichen
aus einem Steuergehäuse mit gehäusefestem Kommutator,
einem Flanschgehäuse, einer Welle, einem Zwischengehäuse,
einem Verdrängersatz mit Rotor, einem Hohlrad, Innenrol
len und Außenrollen sowie aus einer Steuerscheibe.
Die Druckmittelzu- und -abfuhr erfolgt über entsprechen
de Anschlüsse, wobei das Druckmittel über Ringkanäle im
Steuergehäuse zu dem Kommutator gelangt. Durch das Zu
sammenwirken der Steueröffnungen des gehäusefesten Kommu
tators und der mit der Welle umlaufenden Steuerscheibe
wird das Druckmittel in die Verdrängerkammern oder aus
den Verdrängerkammern heraus geleitet. Die Anzahl der
Verdrängerkammern entspricht der Anzahl der Innenrollen.
Etwa die Hälfte der umlaufenden Kammern steht unter
Druck und bewirkt eine Drehmoment erzeugende Kraft auf
den Rotor. Der Rotor führt dabei eine langsame Drehbewe
gung um die Wellenachse aus, während das Hohlrad eine
schnelle Kreisbewegung um die Wellenachse beschreibt.
Hierdurch ergibt sich eine große Anzahl von Verdränger
vorgängen pro Wellenumdrehung. Die Zahl der Verdränger
kammern pro Wellenumdrehung ist das Produkt aus der An
zahl der Innenrollen und aus der Anzahl der zykloiden Zäh
ne des Hohlrades. Die Außenrollen stützen und führen das
Hohlrad.
Obwohl diese bekannte Rotationskolbenmaschine, insbeson
dere in der Form eines Hydraulikmotors, außerordentlich
zufriedenstellend arbeitet, besteht ein Nachteil dersel
ben darin, daß sie verhältnismäßig groß ist und somit bei
beengten Platzverhältnissen nicht ohne weiteres einge
setzt werden kann. Insbesondere ist nachteilig, daß das
Steuergehäuse mit dem Kommutator einen großen Platzbedarf
erforderlich macht.
Beim Betrieb der bekannten Maschine muß das auftretende
Reaktionsdrehmoment im Zwischengehäuse aufgenommen wer
den, wobei das Zwischengehäuse seinerseits diese Verfor
mungskräfte über die Befestigungsschrauben (welche Steuer
gehäuse, Zwischengehäuse und Flanschgehäuse verbinden)
auf das Steuergehäuse und damit auf die Positionsgenauig
keit des Kommutators überträgt. Dies bedeutet wegen der
erforderlichen Präzision des Kommutators eine verschlech
terte Steuerungsgeometrie und somit auch einen verschlech
terten Wirkungsgrad und ein ungünstigeres Geräuschver
halten der bekannten Maschine.
Die US-PS 34 90 383 beschreibt eine hydraulische Pumpe oder einen Motor. In
einem Gehäuse ist dabei ein Lager sowie ein Ventilglied angeordnet und ein
weiteres Gehäuseteil ist anschließend an das eigentliche Gehäuse vorgesehen
und trägt auf seiner entgegengesetzt liegenden Seite unter Zwischenschal
tung einer Druckausgleichsplatte eine Gehäuseendkappe.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile
des Standes der Technik zu vermeiden, wobei insbesondere
eine robuste Bauweise erreicht werden soll.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung die im
Anspruch 1 genannten Maßnahmen vor.
Die Unterbringung des Kommutators nicht in der be
kannten Weise im Steuergehäuse, sondern vielmehr im
Flanschgehäuse hat den Vorteil,
daß die Verformung oder Durchbiegung des Zwischengehäu
ses und der Schrauben nunmehr nicht mehr auf den flansch
gehäusefesten Kommutator übertragen werden kann. Das
Steuer- oder Abschlußgehäuse kann bei der erfindungsge
mäßen Unterbringung des Kommutators im Flanschgehäuse
dann eine einfache und kompakte, vorzugsweise mit einem
Wellenlager ausgebildete Platte sein. Durch die erfindungs
gemäße Konstruktion wird die Baulänge und auch der Material
aufwand für die Maschine beträchtlich vermindert.
Das Flanschgehäuse dient zur Anbringung des Hydraulik
motors bzw. der Maschine und ist daher ohnehin mit einer
größeren Stärke ausgebildet, so daß bei Unterbringung
des Kommutators im Flanschgehäuse keine Verschlechterung
der Positionsgenauigkeit des Kommutators durch das
Reaktionsdrehmoment hervorgerufen werden kann.
Es sei darauf hingewiesen, daß weitere bevorzugte Ausge
staltungen der Erfindung insbesondere auch den Unteran
sprüchen zu entnehmen sind. Speziell sei noch bemerkt,
daß bei dem gemäß der Erfindung ausgebildeten Motor das
abtriebswellenseitige Lager, welches durch äußere Radial
kräfte bei vielen Einsatzfällen höher belastet ist als
das Gegenlager im Steuergehäuse, so ausgebildet ist,
daß es über die Axiallänge des Kommutators hinaus
geht. Es ergibt sich somit eine hohe Lagerkraftaufnahme.
Ein weiterer Vorteil des gemäß der Erfindung ausgebilde
ten Motors besteht darin, daß infolge der Steifigkeit
des Flanschgehäuses der Kommutator flachseitig dichtend
ohne Benutzung von zusätzlichen Dichtungen gegen den Bo
den des Flanschgehäuses eingepreßt sein kann.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist
ferner vorgesehen, daß zur Aufnahme von axialen Wellen
kräften ein axial wellenfestes Sicherungselement zwi
schen Steuerschieber und Rotor angebracht ist. Vorzugs
weise ist das Sicherungselement ein sogenannter Seeger
ring. Hierdurch wird in einfacher Weise erreicht, daß
die Axialkräfte entweder von der Steuerscheibe auf das
Flanschgehäuse oder aber vom Rotor auf das Steuer- oder
Abschlußgehäuse übertragen werden.
Weitere Vorteile ergeben sich aus den übrigen Ansprüchen, der Beschreibung
und der Zeichnung:
In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt einer Kreiskolbenpumpe nach Linie I-I
in Fig. 2
Fig. 2 einen Querschnitt nach Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt entsprechend Fig. 2 mit anderer Ausbildung von
Teilen.
Fig. 4 schematisch einen Längsschnitt durch einen ge
mäß der Erfindung ausgebildeten Motor;
Fig. 5 einen Schnitt längs Linie IV-IV in Fig. 4.
Die Kreiskolbenpumpe hat ein aus einem Gehäuseendteil 1, einem Gehäuse
mittelteil 2 und einem Deckel 3 gebildetes Gehäuse 1 bis 3. Der Gehäuse
endteil 1 ist schalenförmig, der Gehäusemittelteil 2 ringförmig und der
Deckel 3 scheibenförmig ausgebildet. Im Grund des Gehäuseendteils 1 befin
det sich eine Lagerbüchse 4 in einer durchgehenden Bohrung und im Deckel
3 eine Lagerbüchse 5 in einem Sackloch. In den beiden Lagerbüchsen 4 und
5 ist eine über den Gehäuseendteil 1 überstehende Rotorwelle 6 drehbar
gelagert, mit der im Bereich des Gehäusemittelteils 2 ein Innenzahnrad 7
mittels einer Kerbverzahnung drehfest verbunden ist. Die Rotorwelle 6 und
das auf ihr sitzende Innenzahnrad 7 sind mittels eines nicht dargestellten
Motors antreibbar.
Auf dem Umfang des Innenzahnrades 7 sind in gleichen Umfangsabständen
sieben von je einer Rolle gebildete Zähne 8 angeordnet, welche über den
Umfang radial vorstehen. Das Innenzahnrad 7 ist von einem Außenzahnrad 9
umgeben, das gewellt ausgebildet ist und das nachstehend im einzelnen be
schrieben wird. Das Außenzahnrad 9 und das Innenzahnrad 7 bilden eine Ver
drängereinheit. Die Zähne 8 stehen dauernd an dem Außenzahnrad 9 an und
bilden mit diesem Verdrängerkammern 10 bis 16 (Fig. 2). Die Zähne 8 sind
in entsprechenden Ausnehmungen des Innenzahnrades 7 drehbar gelagert.
Zwischen der Verdrängereinheit 7, 9 auf der einen Seite und dem Gehäuse
endteil 1 auf der anderen Seite ist eine Steuerscheibe 17 angeordnet und
mit der Rotorwelle 6 drehfest verbunden, so daß das Innenzahnrad 7 und die
Steuerscheibe 17 mit gleicher Drehzahl umlaufen. Die Steuerscheibe 17 be
grenzt die Verdrängungskammern 10 bis 16 auf der Seite des Gehäuseendtei
les 1, wogegen sie auf der anderen Seite durch den Deckel seitlich abge
deckt sind. Die Steuerscheibe 17 weist jeweils eine zwischen die Zähne 8
des Innenzahnrades 7 und damit in die Verdrängungskammern 10 bis 16
mündende Zulaufbohrung 18 auf. Diese Zulaufbohrungen sind auf dem Um
fang der Steuerscheibe 17 gleichmäßig verteilt angeordnet. Ihre Zahl ent
spricht der Anzahl der Verdrängerkammern 10 bis 16. In den Gehäuseendteil
1 ist ein Verbindungskörper 19 undrehbar eingesetzt, welcher abwechselnd je
eine Längsbohrung 20 mit nach außen herausgeführtem Querkanal 21 und auf
seiner der Steuerscheibe 17 benachbarten Seite je einen Eckkanal 22 hat.
Die Längsbohrung 20 und der Eckkanal 22 münden also abwechselnd auf der
der Steuerscheibe 17 zugekehrten Seite des Verbindungskörper 19. Die Anzahl
der Längsbohrungen 20 und die Anzahl der Eckkanäle 22 ist jeweils um die
Zahl 1 größer als die Anzahl der sieben Verdrängerkammern 10 bis 16 Somit
sind jeweils acht Längsbohrungen 20 und acht Eckkanäle 22 vorhanden, die
auf dem Umfang wechselweise gleichmäßig verteilt angeordnet sind. Der
Querkanal 21 ist mit einem Ringkanal 23 und der Eckkanal 22 ist mit einem
Ringkanal 24 verbunden. Der Querkanal 21 steht mit einem nicht dargestell
ten Vorratsbehälter in Verbindung und der Ringkanal 24 mit einem unter
Druckmitteldruck stehenden, ebenfalls nicht dargestellten Druckmittelkreis.
Die in den Gehäuseendteil 1 fest eingesetzte Lagerbuchse 4 durchsetzt den
Verbindungskörper 19. Der Gehäuseendteil 1, der Gehäusemittelteil 2, der
Deckel 3 sind mittels Schrauben 25 miteinander verbunden.
Das Außenzahnrad 9 hat auf seiner Innenseite 8 nach innen ragende, in Fig.
2 gesehen kreisbogenförmige Vorsprünge 26, zwischen denen jeweils, eben
falls in Fig. 2 gesehen, kreisbogenförmige Ausnehmungen 27 jeweils für den
Eingriff einer der Zähne 8 vorgesehen ist, wobei der Radius der Ausnehmung
27 kleiner als der des Vorsprunges 26 ist. Das Außenzahnrad 9 hat auf
seiner Außenseite Mantelabschnitte 28 eines Kreiszylinders mit dem Durch
messer Di. Dazwischen sind in Fig. 2 gesehen halbkreisförmige Zähne 33
angeordnet, die an ihren Füßen jeweils kreisbogenförmige Lagerstellen 29
aufweisen, welche sich jeweils auf der den Ausnehmungen 27 gegenüberlie
genden Seite befinden. Der Radius der Lagerstellen 29 ist mit r bezeichnet.
Die Mitte des Halbkreises der Lagerstellen 29 befindet sich zwischen dem
durch die Mantelabschnitte 28 bestimmten Kreis auf der einen Seite und den
durch die radial am weitesten außen liegenden Stellen der Ausnehmungen 27
bestimmten Kreis auf der anderen Seite. Beim Ausführungsbeispiel liegt das
Verhältnis r/Di zwischen 0,155 und 0,145.
Das Außenzahnrad 9 ist um den Betrag e exzentrisch zur Welle 6 und zum
Gehäuse 1 bis 3 angeordnet. Der Gehäusemittelteil 2 hat auf seiner Innen
seite an seitlichen Rändern von Zahnmulden 34 angeordnete, den Lagerstellen
29 des Außenzahnrades 9 angepaßte, in Achsrichtung gesehen ebenfalls kreis
bogenförmige Stützstellen 30, deren Radius R die Summe aus dem Radius r
und dem Doppeltem des Exzenterabstandes e ist. Zwischen den Zahnmulden
34 sind nach innen ragende Zähne 31 vorgesehen. Der Zahn 31 steht so weit
über den Grund der Zahnmulde 34 über, daß er, wie in Fig. 2 oben darge
stellt, zwischen zwei
Zähne 33 paßt. Im Bereich jeder der Zähne 31 befindet sich eine Schraube
25. Der Zahn 31 ist voll ausgebildet und hat eine Zahnkopffläche 32, die
Bestandteil eines zylindrischen Mantelabschnittes ist.
Die Wirkungsweise der Kreiskolbenpumpe entspricht der nach der
DE 30 15 551 A1.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 sind nur die die Lagerstellen 29
aufweisenden Zähne 33a des Außenzahnrades 9a und die die Stützstellen 30
aufweisenden Zahnmulden 34a des Gehäusemittelteils 2a anders als beim
ersten Ausführungsbeispiel ausgebildet. Die Zähne 33a sind an ihren radial
außen liegenden Enden abgeschnitten und der Grund der Zahnmulde 34a ist
weniger tief als der Grund der Zahnmulde 34. Geblieben sind am Fuß des
Zahnes 33a die beidseitig angeordneten Lagerstellen 29 mit dem Radius r
auf gemeinsamem Kreisbogen und beidseitig der Zahnmulde 33a angeordnete
Stützstellen 30 mit dem Radius R jeweils in Achsrichtung gesehen. Die Höhe
h des Zahnes 33a beträgt etwa 3/4 des Radius r. Die in Achsrichtung gese
hen auf einem Umfangskreis liegende Kopffläche des Zahnes 33a stützt sich
während des Betriebes nicht auf dem in Achsrichtung gesehen ebenfalls auf
einem Umfangskreis liegenden Grund der Zahnmulde 34a ab. Entsprechendes
gilt auch für das erste Ausführungsbeispiel.
Bei beiden Ausführungsbeispielen hat sich gezeigt, daß sich der Zahn 33, 33a
nur im Bereich seines Zahnfußes an den seitlichen Rändern der Zahnmulde
34 bzw. der Zahnmulde 34a abstützt. Die miteinander zusammenarbeitenden,
in Achsrichtung gesehen kreisbogenförmigen Stellen sind vorstehend mit La
gerstelle 29 bei dem Außenzahnrad 9 bzw. 9a und mit Stützstelle 30 bei dem
Gehäusemittelteil 2 bzw. 2a bezeichnet. Sie bilden einen steilen Eingriffswin
kel.
Die Stützstelle 30, 30a im Gehäusemittelteil kann mit einer Lagerschale aus
einem verschleißfesten, gehärteten Werkstoff versehen sein.
Die Lagerstelle 29 und die Stützstelle 30 sind vorstehend in Achsrichtung
gesehen als kreisbogenförmig bezeichnet. Die Kreisbogenform
ergibt sich daraus, daß das Außenzahnrad 9 eine kreisförmige Bewegung um
die Achse der Rotorwelle 6 ohne Drehbewegung ausführt. Die Anzahl der
Zähne 33, 33a und die Anzahl der Zähne 31 sind daher immer gleich. Sie
müssen jedoch nicht der Anzahl der Ausnehmungen 27 im Außenzahnrad 9
entsprechen.
In den Fig. 4 und 5 ist eine Rotations- oder Kreis
kolbenmaschine (gelegentlich auch als Verdrängermaschine
bezeichnet) dargestellt, und zwar in der Form eines Hy
draulikmotors 650. Die Verwendung der Kreiskolbenmaschine
als Hydraulikmotor wird bevorzugt, weshalb im folgenden
in der Beschreibung auch stets von einem Hydraulikmotor
650 gesprochen wird, obwohl dies nicht einschränkend ver
standen sein soll.
Der Hydraulikmotor 650 weist ein vorzugsweise aus drei
Bauteilen bestehendes Gehäuse auf, und zwar besteht das
Gehäuse aus einem Flanschgehäuse 66, einem Zwischengehäuse
65 und einem Abschlußgehäuse 67. Diese drei Gehäusebautei
le werden durch mehrere Befestigungsschrauben 621 zusammen
gehalten, die durch Bohrungen im Abschlußgehäuse und
Zwischengehäuse verlaufen und in mit Gewinde versehene
Bohrungen im Flanschgehäuse 66 eingeschraubt sind. Die
Bohrungen im Zwischengehäuse sind mit den Bezugszeichen
620 bezeichnet. Auf der Längsachse 625 des Motors 650 ist
eine Welle 61 angeordnet, und zwar drehbar gelagert mit
tels eines Lagers 610a im Flanschgehäuse 66 und mittels
eines Lagers 610b im Abschlußgehäuse 67, Mit der Welle 61
ist zum einen ein Innenzahnrad oder Rotor 62 und ferner eine
Steuerscheibe 64 drehfest verbunden. Die Steuerscheibe 64 ist
durch die bei 623 angeordnete Verzahnung mit der Welle 61
drehfest verbunden und der Rotor 62 ist durch die bei 622 an
gedeutete Verzahnung drehfest mit der Welle 61 verbunden.
Die Verzahnungen 622, 623 würden an sich noch eine Axialbe
wegung von Rotor 62 und Steuerscheibe 64 gestatten, d. h. die
Welle 61 könnte bei Auftreten von Axialkräften aus dem Motor
gehäuse herausgezogen werden. Um dies zu verhindern, ist
ein Sicherungselement 626 in der Form eines Seegerrings an
der Welle 61 befestigt und ragt in Radialrichtung in eine
Ausdrehung 627 in der Steuerscheibe 64 hinein. Gleichzeitig
liegt das Sicherungselement 626 an der nach innen weisenden
Stirnfläche 628 des Rotors 62 an.
Ein zum Betrieb des Motors 650 unerläßlicher Kommutator 68
ist in eine Kreisbohrung 629, vorgesehen im Flanschgehäuse
66 eingepreßt derart, daß der Kommutator 68 flachseitig
dichtend am Boden 630 der Flanschgehäusebohrung 629
anliegt, so daß zusätzliche Dichtungen nicht erforderlich sind.
Im Flanschgehäuse 66 sind ferner benachbart zum Kommutator
68 zwei Ringnuten 618 und 619 ausgebildet, die zur Zu- bzw.
Abführung von Druckströmungsmittel dienen je nachdem, ob
Motor- oder Pumpenbetrieb gewünscht wird. Der Kommutator
68 ist in bekannter Weise ausgebildet, beispielsweise so
wie bei dem Hydraulikmotor, der in der Werbeschrift RD 14325/12.8
der Anmelderin beschrieben ist.
Ebenfalls in bekannter Weise sorgt der Kommutator 68 zu
sammen mit der ebenfalls aus der genannten Werbeschrift
bekannten Steuerscheibe 64 dafür, daß abhängig von der Drehung
der Welle 61 Druckmittel den zwischen dem Rotor 62 sowie einem
den Rotor 62 umgebenden Hohlrad 63 gebildeten Verdrängerkammern
631 zugeführt bzw. von diesen Kammern 631 abgeführt wird.
In bekannter Weise wird beim bevorzugten Motorbetrieb der
Rotor 62 und somit die Welle in Rotation versetzt. Um dies
zu ermöglichen, trägt der im wesentlichen siebeneckige
Rotor an seinem Außenumfang an jeder seiner Ecken eine
Rolle 611, die mit dem Innenumfang des Hohlrads (Außenzahn
rads) 63 zusammenwirken. Das Hohlrad 63 besitzt an seinem
Außenumfang acht in etwa gleichgroß ausgebildete kreisbogen
förmige Ausnehmungen 612 und ist auf seiner Innenseite der
art wellenförmig ausgebildet, daß es stets an sämtlichen
am Rotor 62 angebrachten Rollen 611 anliegt. Das Zwischenge
häuse 65 trägt an seinem Innenumfang acht konzentrisch zum
Rotor 62 mit gleichem Abstand angeordnete Abstützrollen 13.
Jede dieser Abstützrollen 613 wirkt mit einer der Ausnehmun
gen 612 auf der Außenseite des Hohlrades 63 zusammen, wobei
letzteres exzentrisch bezüglich der Achse 625 angeordnet
ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel begrenzen Rotor
62 und dessen Rollen 611 einerseits und das Hohlrad 63 anderer
seits sieben Verdrängungskammern 631 in welche jeweils ein
Steuerkanal der Steuerscheibe 64 mündet.
Wie bereits erwähnt, ist der grundsätzliche Aufbau und
der Betrieb des Kommutators und der Steuerscheibe 64 zur
Aktivierung des Rotors 62 und des Hohlrads 63 aus dem Stand
der Technik bekannt, weshalb hier auf eine nähere Darstel
lung verzichtet werden kann. Es ist aber wichtig darauf
hinzuweisen, daß gemäß der Erfindung anders als beim
Stand der Technik der Kommutator, welche Form er im ein
zelnen auch immer haben mag, im Flanschgehäuse 66 angeord
net ist, d. h. in dem Gehäuseteil, der abtriebswellenseitig
angeordnet ist. Der entgegengesetzt zum Flanschgehäuse 63
liegende Gehäuseteil kann daher relativ flach in der Form
des Abschlußgehäuses 67 ausgebildet sein, welches ledig
lich das Lager 610b für das innen liegende Ende der Welle 61
aufnimmt.
Vorzugsweise erstreckt sich das abtriebswellenseitige
Lager 610a für die Welle 61 nicht nur im Bereich des Kommuta
tors 68, sondern geht darüber hinaus noch (in der Zeichnung
nach links) in das Flanschgehäuse 66 hinein. Dies ist inso
fern vorteilhaft, als sich eine hohe Lagerkraftauf
nahme ergibt.
Claims (6)
1. Eine als Planetenradmaschine ausgebildete Verdrängerma
schine, insbesondere Hydraulikmotor, bei der das ringförmige
innenverzahnte Außenzahnrad aufgrund einer weiteren Verzahnung
auf seiner Außenseite, die im Eingriff mit dem Gehäuse steht,
eine planetenartige Bewegung um das Zentrum des Rotors aus
führt, mit einer in einem Gehäuse gelagerten Welle, auf der
der Rotor sowie eine Steuerscheibe drehfest angeordnet ist,
die mit dem Außenzahnrad sowie einem gehäusefesten Kommutator
zusammenarbeiten, um entsprechend einer Druckmittelzu- und
-abfuhr eine Relativbewegung zwischen Rotor und Außenzahnrad zu
erzeugen und wobei das Gehäuse ein Flanschgehäuse aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kommutator (68) in dem Flansch
gehäuse untergebracht ist, und daß das befestigungsflanschar
tige Lager (610a) für die Welle (61) sich im Bereich des Kom
mutators (68) sowie darüber hinausgehend in das Flanschgehäuse
hinein erstreckt.
2. Verdrängermaschine nach Anspruch 1, wobei das Gehäuse aus
dem Flanschgehäuse (66), einem Zwischengehäuse (65) und einem
Abschlußgehäuse (67) aufgebaut ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kommutator im Flanschgehäuse drehfest angeordnet ist.
3. Verdrängermaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Kommutator (68) in einer Axialbohrung
(629) des Flanschgehäuses (66) eingepreßt ist und flachseitig
dichtend am Boden (630) der Bohrung (629) anliegt.
4. Verdrängermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprü
chen, dadurch gekennzeichnet, daß ein axialwellenfestes Siche
rungselement (626) zwischen Steuerscheibe (64) und Rotor (62)
angebracht ist.
5. Verdrängermaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß das Sicherungselement (626) in einer Ausdrehung (627)
der Steuerscheibe (64) liegt und zum anderen an der flansch
seitigen Stirnfläche (628) des Rotors (62) anliegt.
6. Verdrängermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprü
che mit dem Druckmittelzufluß bzw. dem Druckmittelabfluß in
Verbindung stehenden Ringnuten, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ringnuten (618, 619) im Flanschgehäuse (66) benachbart zum
Kommutator (68) ausgebildet sind.
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| DE3119807A1 (de) * | 1981-05-19 | 1982-12-16 | Mannesmann Rexroth GmbH, 8770 Lohr | "verdraengermaschine, insbesondere planentenradmotor" |
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1983
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- 1983-12-22 DE DE19833346519 patent/DE3346519A1/de active Granted
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Also Published As
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| DE3346519A1 (de) | 1984-07-05 |
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