DE3347211A1 - Vergaser mit veraenderlichem ansaugtrichter - Google Patents
Vergaser mit veraenderlichem ansaugtrichterInfo
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Description
Vergaser mit veränderlichem Ansaugtrichter
Die vorliegende Erfindung betrifft-allgemein einen Vergaser
mit veränderlichem Ansaugtrichter für einen Motor, wobei die Querschnittsfläche des Trichterabschnitts
sich automatisch entsprechend der Ansaugluftmenge ändert, uir. den Unterdruck, der am Ansaugtrichterabschnitt erzeugt
wird, auf einer konstanten Höhe zu halten, ungeachtet der Ansaugluftmenge, wobei der Vergaser dieses
Typs ein "Vergaser mit konstantem Vakuum" genannt wird. Ferner ändert sich bei einem Vergaser dieser Art der
Dosierdüsenabschnitt für Treibstoff ebenfalls automatisch gemäß der Ansaugluftmenge, um ein Gemisch mit
einem bestimmten Luft-Treibstoffverhältnis einzuspeisen.
Die vorliegende Erfindung betrifft speziell einen Vergaser mit variablem Ansaugtrichter des Typs mit konstantem
Unterdruck, bei welchem das Luft-Treibstoffverhältnis entsprechend den Motorbetriebsbedingungen gesteuert
werden kann.
Vergaser mit variablem Ansaugtrichter oder Vergaser mit konstantem Unterdruck sind bekannt. Der Vergaser mit
variablem Ansaugtrichter ist normalerweise an einem
TELEFON (089) 222662
TELEX05 233B0-
Ansaugkanal an der stromaufwärtsgelegenen Seite eines
Drosselventils angebracht. Der Ansaugtrichterabschnitt hiervon ist zwischen einem festen Ansaugtrichterabschnitt
und einem beweglichen Ansaugtrichterabschnitt ausgebildet. .Der feste Ansaügtrichterabschnitt umfaßt einen
Düsenkörper mit einem Düsenabschnitt am einen Ende hiervon, wobei der Düsenkörper mit einer Schwimmerkammer
verbunden ist, um Treibstoff aus der Schwimmerkammer in den Ansaugkanal einzuspeisen. Der bewegliche
Ansaugtrichterabschnitt umfaßt einen Saugzylinder, einen Saugkolben, dessen Innenraum in eine Atmosphärendruckkammer
und eine Unterdruckkammer unterteilt ist, und eine Saugfeder.
Der Saugkolben dient als beweglicher Ansaugtrichterabschnitt und bewegt sich zum festen Ansaugtrichterabschnitt
hin oder von diesem weg in Abhängigkeit von dem Kräftegleichgewicht, das 'durch den Druckunterschied
zwischen der Atmosphärendruckkammer und der Unterdruckkarcmer,
der Spannkraft der Saugfeder und dem Gewicht des Saugkolbens bestimmt wird, so daß die Querschnittsfläche des Ansaugtrichterabschnitts sich entsprechend
der Ansaugluftmenge ändert, um den Unterdruck am Ansaugtrichterabschnitt
in einer konstanten Höhe zu halten. Ferner ist an der unteren Endfläche des Saugkolbens
eine sich verjüngende Düsennadel derart befestigt, daß sie durch ein mittiges Loch hindurchgeht,
das im Nadelkörper ausgebildet ist. Deshalb verändert sich dann, wenn sich der Saugkolben zum festen Ansaug-
trichterabschnitt hin oder von diesem weg bewegt, der Dosierdüsenabschnitt, der zwischen der Düsennadel und
dem Düsenabschnitt des Düsenkörpers gebildet ist, um das Gemisch, das beim Ansaugtrichterabschnitt erhalten
wird, bei einem bestimmten Luft-Treibstoffverhältnis
zu halten.
Bei dem Vergaser mit variablem Ansaugtrichter aus dem Stand der Technik, der derart aufgebaut war, wird, da
\ der Hub des Saugkolbens entsprechend der Ansaugluftmenge
bestimmt ist und deswegen auch die Fläche des Dosierdüsenabschnitts zwischen der verjüngten Düsennadel
und dem Düsenkörper ebenfalls entsprechend dem Hub des Saugkolbens bestimmt ist, das Luft-Treibstoffverhältnis
grob auch dann bei einer konstanten Höhe gehalten, wenn sich die Ansaugluftmenge ändert. Deshalb
liegt dahingehend ein Problem vor, daß es unmöglich ist, ein Gemisch mit einem geeigneten Luft-Treibstoff-
IQ verhältnis in den Motor entsprechend den verschiedenartigen
Motorbetriebsbedingungen einzuspeisen. Genauer gesagt, wenn ein Motor bei einer niedrigen Drehzahl
und unter einer hohen Last läuft, ist ein fettes Gemisch zum Erhöhen der Motorleistung von Vorzug; wenn
andererseits der Motor bei einer hohen oder mittleren Drehzahl und unter leichter Last läuft, ist ein mageres
Gemisch zum Sparen von Treibstoff von Vorzug. Bei dem Vergaser aus dem Stand der Technik mit variablem
Ansaugtrichter ist es allerdings, weil das Luft-Treib-Stoffverhältnis
ständig auf eine konstante Höhe eingestellt ist, es unmöglich, das Luft-Treibstoffverhältnis
frei entsprechend den verschiedenartigen Motorbetriebsbedingungen zu ändern.
Eine detailliertere Beschreibung des Vergasers aus dem Stand der Technik mit variablem Ansaugtrichter
wird unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen unter der detaillierten Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsbeispiele vorgenommen.
Angesichts dieser Probleme ist es deshalb das Hauptziel der vorliegenden Erfindung, einen Vergaser mit
variablem Ansaugtrichter vorzusehen, bei welchem die
Treibstoffmenge, die in den variablen Ansaugtrichterabschnitt
eingedüst wird, d.h. - das Luft-Treibstoffverhältnis,
entsprechend den Motorbetriebsbedingungen eingestellt werden kann. Es-kann, genauer gesagt, ein
fettes Gemisch einem Motor zugeführt werden, um die
BAD
Motorleistung zu erhöhen, wenn der Motor bei niedriger Drehzahl und unter hoher Last läuft, und es kann ein
mageres Gemisch dem Motor zugeführt werden, um Treibstoff
zu sparen, wenn der Motor bei hoher Drehzahl und unter einer leichten Last läuft.
Um das oben erwähnte Ziel zu erreichen, umfaßt der erfindungsgemäße
Vergaser mit variablem Ansaugtrichter einen festen Ansaugtrichterabschnitt, einen Düsenkör-Per mit
mindestens zwei Düsenabschnitten, die hintereinanderllegend
innerhalb des Düsenkörpers angeordnet sind, der im festen Ansaugtrichterabschnitt angebracht
ist, einen Saugkolben, der als beweglicher Ansaugtrichterabschnitt dient, um einen Ansaugtrichter zwischen
dem festen Ansaugtrichterabschnitt und dem beweglichen Ansaugtrichterabschnitt innerhalb des Ansaugkanals zu
bilden, eine verjüngte Düsennadel, die am unteren Ende des Saugkolbens fest oder schwenkbar angebracht ist,
urr. durch die Düsenabschnitte hindurchzutreten, die
2Q im Düsenkörper ausgebildet sind, einen Hilfs-Treibstoffkanal,
von welchem ein Ende mit dem Ansaugkanal und das andere Ende mit einem Raum in Verbindung steht,
der zwischen den beiden Düsenabschnitten ausgebildet ist, und eine Einrichtung zum Steuern der Querschnittsfläche
des Hilfstreibstoffkanales entsprechend den Motorbetriebsbedingungen. Bei dem erfindungsgemäßen
Vergaser mit variablem Ansaugtrichter wird eine größere Treibstoffmenge in den Ansaugkanal durch mindestens
einen einzigen Dusenabschnitt eingedüst, wenn der Hilfstreibstoffkanal
geöffnet ist, und eine schmalere Treibstoffmenge wird in den Ansaugkanal durch mindestens
zwei Düsenabschnitte eingedüst, wenn der Hilfstreibstoffkanal
geschlossen ist, und zwar jeweils entsprechend den Motorbetriebsbedindungen. Die MotorbetriebS=
"° bedingungen sind der Unterdruck, der im Ansaugkanal
erzeugt ist, die Kühlmitteltemperatur, Motordrehzahl usw.
—Hf—
Die Merkmale und Vorzüge des erfindungsgemäßen Vergasers
mit variablem Ansaugtrichter gegenüber dem
Vergaser mit variablem Ansaugtrichter aus dem Stand
der Technik wird noch deutlicher aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung verständlich, die im Zusammenhang mit den
beigefügten Zeichnungen vorgetragen wird, in welchen
gleiche Bezugszeichen gleiche oder ähnliche Elemente
oder Abschnitte durchgehend durch die Figuren bezeichjQ nen und in welchen:
Vergaser mit variablem Ansaugtrichter aus dem Stand
der Technik wird noch deutlicher aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung verständlich, die im Zusammenhang mit den
beigefügten Zeichnungen vorgetragen wird, in welchen
gleiche Bezugszeichen gleiche oder ähnliche Elemente
oder Abschnitte durchgehend durch die Figuren bezeichjQ nen und in welchen:
Fig. 1 eine Querschnitts-Vorderansicht, die ein Beispiel von Vergasern mit variablem Ansaugtrichter
aus dem Stand der Technik für
Motoren zeigt, ist,
Fig. 2 eine Seitenansicht ist, die der. Vergaser mit
variablem Ansaugtrichter aus dem Stand der
Technik für einen Motor zeigt, der in Fig. 1 gezeigt ist, mit der Ansicht eines Querschnitts, die eine Schwimmerkammer zeigt,
Technik für einen Motor zeigt, der in Fig. 1 gezeigt ist, mit der Ansicht eines Querschnitts, die eine Schwimmerkammer zeigt,
Fig. 3 eine vergrößerte Ansicht eines Querschnitts
eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Vergasers mit variablem Ansaugtrichter ist, die lediglich den festen
eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Vergasers mit variablem Ansaugtrichter ist, die lediglich den festen
Ansaugtrichterabschnitt zeigt, der zwei hin
tere inande rl iegend angeordnete Düsenabschnitte
aufweist, einen Hilfstreibstoffkanal und ein
Unterdruckventil, in welchem eine Schwimmerkammer unter dem festen Ansaugtrichter angeordnet
ist,
Fig. 4 eine graphische Darstellung, die den Zusammenhang zwischen Motordrehzahl und Motordrehmoment
sowie der Ansaugluftmenge und dem Unterdruck innerhalb des Ansaugrohres jeweils als Parameter
zeigt, ist,
Fig. 5 eine graphische Darstellung ist, die den Zusammenhang zwischen dem Luft-Treibstoffverhältnis
und dem Motordrehmoment sowie den Zusammen-
BÄD ORIGINAL
hang zwischen dem Luft-Treibstoffverhältnis
und einer speziellen Treibstoffverbrauchsrnenge zeigt,
Fig. 6 eine graphische Darstellung ist, die den Zusammenhang zwischen dem wirksamen Flächenverhältnis
X zweier Düsenabschnitte zeigt, sowie das Verhältnis des abgegebenen Treibstoffs QD
(Q ), der durch die zweite Düse und den Hilfs-
Ju
treibstoffkanal hindurch geleitet wurde, gegenüber der Menge an Treibstoff Q (Q ),
der nur durch die erste Düse hindurchgeleitet wurde,
Fig. 7 eine graphische Darstellung ist, die den Zusammenhang zwischen dem wirksamen Flächenverhältnis
X der beiden Düsenabschnitte und dem Verhält
nis Y des Luft-TreibstoffVerhältnisses (A/F)^
oder (A/F) zeigt, das durch die zweite Düse und den Hilfstreibstoffkanal hindurchgeleitet
wurde, zu dem Luft-Treibstoffverhältnis ^u (A/F) oder (A/F) , der durch nur die erste
Düse hindurchgeführt wurde,
Fig. 8 die vergrößerte Querschnittsansicht eines
Fig. 8 die vergrößerte Querschnittsansicht eines
zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Vergasers mit variablem Ansaugtrichter ist, der nur den festen Ansaugtrichterabschnitt
zeigt, mit zwei hintereinander angeordneten Düsenabschnitten, einem Hilfstreibstoffkanal
und einem Steuerventil, das ein Thermowachs
und eine Kühlmittelkammer aufweist,
Fig. 9 eine graphische Darstellung, die den Zusammenhang zwischen der Motorkühlmitteltemperatur
und dem bevorzugten Luft-Treibstoffverhältnis zeigt, ist,
Fig. 10 eine vergrößerte Querschnittsansicht eines 35
dritten Ausführungsbeispiels des erfindungs-
gemäßen Vergaser mit variablem Ansaugtrichter ist, entsprechend der vorliegenden Erfindung,
wobei nur der feste Ansaugtrichterabschnitt
gezeigt ist, der zwei in Reihe angeordnete
Düsenabschnitte, einen Hilfsdüsenkanal und
ein elektromagnetisches Steuerventil umfaßt,
Fig. 11 ein schematisches Blockschaltbild ist, das
das dritte Ausführungsbeispiel zeigt, das in Fig. 10 gezeigt ist, wobei der erfindungsgemäße
Vergaser mit variablem Ansaugtrichter als ein System gezeigt ist, mit einem Rohr,
einem Auslaßrohr, einem Regler und verschiedenartigen
anderen Motorbetriebsbedingungs-
fühlern,
Fig. 12a eine graphische Darstellung ist, die ein Steuersignal für,einen Zyklus hoher Leistung
zeigt, der von dem in Fig. 11 gezeigten Regler ausgegeben wird,
Fig. 12b eine ähnliche graphische Darstellung ist, die
ein Steuersignal eines Zyklus mit kleinerer Leistung zeigt, das von dem in Fig. 11 gezeigten
Regler abgegeben wird, Fig. 13 eine vergrößerte Querschnitts-Seitenansicht ist, die ein viertes Ausführungsbeispiel des erf
in dungsgemäß en Vergasers mit variablen·.
Ansaugtrichter zeigt, wobei insbesondere ein Treibstoffzylinder in den Hilfstreibstoffkanal
eingepaßt ist,
Fig. 14 eine vergrößerte Querschnitts-Vorderansicht des vierten Ausführungsbeispiels ist, das in
Fig. 13 gezeigt ist,
Fig. 15 eine weitere vergrößerte Querschnitts-Seiten-
°^ ansicht ist, die ein sechstes Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Vergasers mit variablem Ansaugtrichter zeigt, wobei eine verjüngte
Düsennadel schwenkbar innerhalb einer Düsennadelhaltekammer gelagert ist, die an der
Unterseite eines Saugkolbens ausgebildet ist, wobei diese Zeichnung jenen Zustand darstellt,
in welchem die Düsennadel in beinahe . ihre höchste Lage bewegt ist,
BAD ORIQINAt ;
Fig. 16 eine ähnliche vergrößerte Querschnitts-Seitenansicht wie in Fig. 15 ist, wobei diese Zeichnung
jenen Zustand, in welchem die Düsennadel bis nahezu ihrer untersten Lage bewegt ist, zeigt,
Fig. 17 eine ähnliche vergrößerte Querschnitts-Seitenansicht ist wie in Fig. 16, wobei ein Düsenkörper
mit einer ersten (oberen) Düse und einer zweiten (unteren) Düse ausgebildet ist,
deren Durchmesser größer ist als jener der ersten Düse,
Fig. 18 eine Draufsicht ist, die lediglich eine verjüngte Düsennadel sowie die erste und zweite
Düse zeigt, wobei die beiden Düsen unterschiedliche Durchmesser haben und exzentrisch längs
der Achse des Ansaugkanals angeordnet sind,
Fig. 19 eine ähnliche Draufsicht ist, in welcher zwei Düsen senkrecht zur Achse des Ansaugkanals
versetzt sind,
Fig. 20 eine Draufsicht ist, die den gegenseitigen Zusammenhang zwischen der verjüngten Düsen
nadel und der Düse zeigt, und
Fig. 21 eine graphische Darstellung ist, welche den Zusammenhang zwischen der Exzentrizität der
verjüngten Düsennadel sowie der Düse und der Treibstoffabgabe zeigt.
Es erfolgt nun die detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele. Allgemein wird ein
Vergaser mit variablem Ansaugtrichter ein Vergaser mit konstantem Unterdruck genannt, bei welchem die Querschnittsfläche
des Ansaugtrichters automatisch entsprechend der Ansaugluftmenge eingestellt wird, um
den Unterdruck, der am Ansaugtrichterabschnitt erzeugt wird, in einer konstanten Höhe zu halten, und
ferner wird auch die Dosierdüsenfläche, die zwischen einem Düsennadelkörper und einer Düse eingestellt
wird, ebenfalls automatisch entsprechend der Änderung in der Querschnittsfläche des Ansaugtrichters einge-
-M-
stellt, um ein Gemisch mit einem bestimmten Luft-Treibstoff
verhältnis in den Motor einzuspeisen.
Um das Verständnis der vorliegenden Erfindung zu verbessern, wird nachfolgend Bezug genommen auf einen Vergaser
für einen Motor mit veränderlichem Ansaugtrichter, unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen.
Die Fig. 1 und 2 zeigen ein Beispiel von Vergasern aus dem Stand der Technik mit variablen Ansaugtrichtern,
das in einem Buch mit dem Titel "Vergaser" von Takashi Yoshida, herausgegeben von Tetsudo Nippon-Sha, beschrieben
ist. In den Zeichnungen ist der Vergaser mit variablem Ansaugtrichter an einem Einlaßkanal 1 an
der stromaufwärtsgelegenen Seite eines Drosselventils
2 angebracht, das mechanisch mit einem Gaspedal (nicht gezeigt) verbunden ist. Der Ansaugtrichterabschnitt 4
ist zwischen einem festen Ansaugtrichterabschnitt 3 und einem beweglichen Ansaugtrichterabschnitt 5 ausgebildet.
Der feste Ansaugtrichterabschnitt 3 umfaßt einen Vorsprung 6, der von der Innenwand des Ansaugkanals
3 aus einwärts vorspringt und sich in einem flachen Zustand erstreckt, wenn er durch den Ansaugkanal 1
angesehen wird, wie in Fig. 2 abgebildet. Eine Düsenführung 7 ist passend in eine Bohrung eingesetzt, die
in der Mitte dieses Vorsprungs 6 ausgebildet ist. Am Endabschnitt der Düsenführung 7 ist eine Leerlauf-Einstellmutter
8 eingeschraubt. Eine Feder 10 ist zusammengedrückt zwischen der Leerlauf-Einstellmutter 8
und einem Ansaugrohr 9 angebracht» In die Düsenführung 7 ist ein Düsenkörper 12 mit einem Düsenabschnitt 11
am einen Endabschnitt hiervon verschieblich eingesetzt. Am anderen Endabschnitt des Düsenkörpers 12 ist ein
Anschlußteil 14 mit einem Hebel 13 passend angeschraubt.
3^ Wenn dieser Hebel 13 beim Motorstart automatisch oder
von Hand bewegt wird, dann wird der Düsenkörper 12 in einer Richtung nach unten bewegt, um die Dosierdüsenfläche
zu erhöhen, die am Düsenabschnitt 11 ausgebildet
BAD ORIGINAL
ist. Dieses Anschlußteil 14 wird ferner durch eine Feder (nicht gezeigt) in einer Richtung nach oben gedruckt.
Innerhalb des Düsenkörpers 12 ist ein Treibstoff kanal 15 ausgebildet, der mit dem Düsenabschnitt
11 in Verbindung steht.
Es wird nun auf Fig. 2 Bezug genommen; Treibstoff wird hierzu aus einer Schwimmerkammer 17 in den Ansaugkanal
1 über ein Treibstoffrohr 16 eingespeist. Andererseits
wird Treibstoff von einem Treibstofftank (nicht gezeigt) der Schwimmerkammer 17 über ein Nadelventil
18 zugeführt. Ein Schwimmer 19 wird entsprechend der Treibstoffmenge innerhalb der Schwimmerkammer 17 auf-
und abwärts bewegt, um das Nadelventil 18 zu öffnen und zu schließen, so daß die Treibstoffmenge innerhalb
der Schwimmerkammer 17 stets bei einer konstanten Höhe gehalten wird. Das Bezugszeichen 20 bezeichnet einen
Treibstoffkanal von der Schwimmerkammer 17 zum Düsenkörper
1 2.
Es wird nun wieder auf Fig. 1 Bezug genommen; der bewegliche Ansaugtrichterabschnitt 5 ist aus einem Saugzylinder
21 gebildet, der an der gegenüberliegenden Seite des festen Ansaugtrichterabschnitts 3 angeordnet ist,
und einen Saugkolben 24, der verschieblich in den Saugzylinder 21 eingesetzt ist, so daß er das Innere
des Saugzylinders 21 in eine Atmosphärendruckkammer und eine Unterdruckkammer 23 unterteilt. Ferner ist
der Ansaugtrichterabschnitt 4 zwischen der Bodenfläche des Saugkolbens 24 (beweglicher Ansaugtrichterabschnitt
5) und dem festen Ansaugtrichterabschnitt 3 ausgebildet, Atmosphärendruck wird in die Atmosphärendruckkammer
22 durch Atmosphärenlöcher 25 (in Fig. 2 gezeigt) eingeleitet, und der Ansaugtrichter-Unterdruck
■ 5 an der vom Ansaugtrichterabschnitt 4 stromabwärtsgelegenen
Seite wird in die Unterdruckkammer 23 durch ein Saugloch 26 eingeleitet, das im Saugkolben 24
ausgebildet ist (in Fig. 1 gezeigt),-der Saugkolben 24
BAD ^
wird gegen den festen Ansaugtrichterabschnitt 3 mittels
einer Saugfeder 27 gedrückt, die zusammengedrückt innerhalb der Unterdruckkammer 23 angeordnet ist. Im
Ergebnis bewegt sich der Saugkolben 24 zum festen Ansaugtrichterabschnitt
3 hin oder von diesem weg in Abhängigkeit von dem Kräftegleichgewicht, das bestimmt
ist durch den Druckunterschied zwischen der Atmosphärendruckkammer 22 und der Unterdruckkammer 23, der Spannkraft
der Saugfeder 27 und dem Gewicht des Saugkolbens 24 selbst. An der Mitte des unteren Ende dieses Saugkolbens
24 ist eine sich verjüngende Düsennadel 28 befestigt, die durch den Düsenabschnitt 11 hindurchgeht,
der am oberen Ende des Nadelkörpers 12 ausgebildet ist. Deshalb wird ein kreisringförmiger Dosierdüsenabschnitt
zwischen der verjüngten Düsennadel 28 und dem Düsenabschnitt 11 des Düsenkörpers 12 gebildet. Die Fläche
dieses kreisringförmigen Dosierdüsenabschnitts nimmt
zu, wenn sich der Saugkolben 24 nach oben vom festen Ansaugtrichterabschnitt 3 weg bewegt und nimmt ab, wenn
^O der Saugkolben 24 sich nach unten zum festen Ansaugtricherabschnitt
3 hin bewegt. Ferner bezeichnet das Bezugszeichen 29, das in Fig. 1 gezeigt ist, einen
Öldämpfer, um zu verhindern, daß der Saugkolben 24 infolge
von Druckschwingungen des Ansaugdrucks, in Schwingung versetzt wird.
Bei dem oben beschriebenen Vergaser mit variablem Ansaugtrichter wird der Saugkolben 24 zum festen Ansaugtrichterabschnitt
3 hin und von diesem weg in Ab-
hängigkeit vom Unterdruck bewegt, der am Unterdruckabschnitt
4 erzeugt wird, d.h. , von der Ansaugluftmenge. Als Ergebnis ändert sich die Fläche des Dosierdüsenabschnitts
entsprechend dem Hub des Saugkolbens 24.
Genauer gesagt, wenn das Drosselventil 2 voll geöff-
net ist, dann nimmt die Ansauglauftmenge zu, so daß
am Ansaugtrichterabschnitt 4 ein hoher Unterdruck erzeugt wird. Im Ergebnis wird dieser Unterdruck in die
Unterdruckkammer 23 durch das Saugrohr 26 zur oberen
-ν-
Seite des Saugkolbens 24 eingeleitet, so daß der Saugkolben 24 nach oben vom festen Ansaugtrichterabschnitt
3 weg bewegt wird, um die Querschnittsfläche des Ansaugtrichterabschnitts
4 zu vergrößern. Deshalb wird, wenn die Fläche des kreisringförmigen Dosierdüsenabschnitts
zunimmt, um so größer auch die Treibstoffmenge, die der größeren Ansaugluftmenge entspricht und in den
Ansaugkanal 1 durch den Dosierdüsenabschnitt eingeleitet wird. ;
Wenn andererseits das Drosselventil 2 nur ein wenig geöffnet ist, so ist, da die Ansaugluftmenge kleiner
ist, der am Ansaugtrichterabschnitt 4 erzeugte Unterdruck nicht hoch. Deshalb wird der Saugkolben 24 in der
Richtung nach unten bewegt, um die Querschnittsfläche des Ansaugtrichterabschnitts 4 zu verkleinern. Deshalb
nimmt auch die Fläche des kreisringförmigen Dosierdüsenabschnitts
ab, so daß eine kleinere Treibstoffmenge entsprechend der kleineren Ansaugluftmenge in den Ansaugkanal
1 durch den Dosierdüsenabschnitt eingeleitet wird. Da der Vergaser mit variablem Ansaugtrichter ein
Vergaser mit konstantem Unterdruck genannt wird, wir,d der Unterdruck des Luftstromes an dem Ansaugtrichterabschnitt
4 stets etwa bei einer bestimmten Höhe gehalten, ungeachtet der Ansaugluftmenge. Dies liegt
daran, daß die Querschnittsfläche des Ansaugtrichterabschnitts sich etwa proportional zur Ansaugluftmenge
ändert. Zusätzlich ist das Luft-Treibstoffverhältnis
stets bei einem konstanten Pegel gehalten, ungeachtet der Ansaugluftmenge. Dies liegt daran, weil die Fläche
des Dosierdüsenabschnitts sich etwa proportional zur Ansaugluftmenge ändert.
Bei dem Vergaser aus dem Stand der Technik mit variab-
^° lern Ansaugtrichter, wie er oben beschrieben ist, ist
allerdings, da der Aufbau derart ist, daß der Hub des Saugkolbens entsprechend der Ansaugluftmenge bestimmt
ist und da deshalb die Fläche des Dosierdüsen-
BAD ORIGINAL
-VS-
abschnitts (zwischen der verjüngten Düsennadel und der Düse) auch entsprechend dem Hub des Saugkolbens
bestimmt ist, das Luft-Treibstoffverhältnis entsprechend der Ansaugluftmenge festgelegt. Deshalb
liegt dahingehend ein Problem vor, daß es unmöglich ist, ein Gemisch mit einem geeigneten Luft-Treibstoffverhältnis
in den Motor entsprechend den verschiedenartigen Motorbetriebsbedingungen einzugeben, in welchen
verschiedenartige Luft-Treibstoffverhältnisse erforderlieh
sind, selbst wenn die Ansaugluftmenge konstant ist. Genauer gesagt, wenn der Motor mit einer niedrigen
Drehzahl und bei schwerer Last betrieben wird, dann ist zum Erhöhen der Motorleistung ein fettes Gemisch erforderlich.
Wenn andererseits ein Motor bei einer hohen oder mittleren Drehzahl und bei leichter Last
betrieben wird, dann ist zum Zweck der Treibstoffersparnis ein mageres Gemisch gewünscht. Deshalb ist es
bei dem Vergaser mit veränderlichem Ansaugtrichter
aus dem Stand der Technik unmöglich, das Luft-TreibstoffVerhältnis
entsprechend den verschiedenartigen Motorbetriebsbedingungen zu ändern, wie aus der obigen
Beschreibung hervorgeht.
Angesichts der obigen Beschreibung wird nun Bezug auf die Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Vergasers
mit veränderlichem Ansaugtrichter genommen.
Es ist das Merkmal der vorliegenden Erfindung, den Treibstoff, der in den Ansaugkanal eingeblasen wird,
d.h., das Luft-Treibstoff verhältnis,, entsprechend den
Motorbetriebsbedingungen zu ändern, wie etwa der Motor-
drehzahl, Kühlmitteltemperatur usw.
Fig. 3 ist eine vergrößerte Ansicht eines Querschnitts,
der ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Vergasers mit veränderlichem Ansaugtrichter zeigt,
"° in welchem eine Schwimmerkammer integriert enthalten
ist. In dieser Zeichnung bezeichnet der Pfeil A die Richtung, in welcher die Ansaugluft innerhalb des Ansaugrohres
9 strömt. Das Bezugszeichen 1 bezeichnet
ολπ
-κι einen Ansaugluftkanal, der innerhalb eines Ansaugrohres
9 ausgebildet ist, das mit einem Motor in Verbindung steht. Innerhalb des Ansaugluftkanales ist ein Drosselventil
2, das mit einem Gaspedal über ein Gestänge verbunden ist, angeordnet. An der stromaufwärtsgelegenen
Seite des Drosselventils 2 ist ein Ansaugtrichterabschnitt 4 zwischen einem festen Ansaugtrichterabschnitt
6 und einem beweglichen Ansaugtrichterabschnitt 24 ausgebildet. Der feste Ansaugtrichterabschnitt 6 ist ein
Vorsprung 6, der von der Innenwand des Ansaugkanals 1 vorspringt und sich in flachem Zustand erstreckt, wenn
er durch das Ansaugrohr 9 gesehen wird, und zwar in derselben Weise wie bei dem Vergaser aus dem Stand der
Technik, der in Fig. 1 und 2 gezeigt ist. Der bewegliche Ansaugtrichterabschnitt ist die untere Endfläche eines
Saugkolbens 24. Die Querschnittsfläche des Ansaugtrichterabschnitts
4 wird verändert, wenn sich der bewegliche Ansaugtrichterabschnitt des Saugkolbens 24 zum
festen Ansaugtrichterabschnitt 6 hin oder von diesem weg in Abhängigkeit von dem Unterdruck bewegt, der am
Ansaugtrichterabschnitt 4 erzeugt wird.
Bei dem festen Ansaugtrichterabschnitt 6 ist ein Loch
35 gebildet, in welches ein beweglicher Düsenkörper 3 verschieblich eingebracht ist. Am oberen Endabschnitt
des Düsenkörpers 39 ist eine erste Düse 36 ausgebildet, die sich zum festen Ansaugtrichterabschnitt 6 hin
öffnet, und eine zweite Düse 38 ist unter der ersten Düse 36 angeordnet, welche in Reihe hintereinander angeordnet
sind. Dieser Düsenkörper 39 dient als Treibstoffkanal zum Zuführen von Treibstoff zu diesen Düsen
36 und 38.
Der untere Endabschnitt des Düsenkörpers 39, der unter
dem festen Ansaugtrichterabschnitt 6 angeordnet ist,
ist innerhalb einer Schwimmerkammer 17 angeordnet, an welche der Treibstoff von einem Treibstofftank (nicht
gezeigt) abgegeben wird. Ein Schwimmer 19 bewegt sich
auf und ab entsprechend der Treibstoffmenge im Inneren
der Schwimmerkammer 17, um den Treibstoff zu steuern, der der Schwimmerkammer 17 zugeführt wird. Deshalb wird
die Treibstoffmenge im Inneren der Schwimmerkammer 17 stets in einer konstanten Höhe gehalten. Als Ergebnis
wird der Treibstoffspiegel innerhalb des Düsenkörpers 39 bei einer konstanten Höhe gehalten.
Ein Treibstoff-Hilfskanal 4 7 ist im festen Ansaugtrichterabschnitt
6 ausgebildet, wobei ein Ende hiervon mit dem Ansaugluftkanal 1 an einer Stelle zwischen dem
Drosselventil 2 und der Düsennadel 28 in Verbindung steht und der andere Endabschnitt hiervon mit dem Düsenkörper
39 an einer Stelle zwischen der ersten Düse 36 und der zweiten Düse 38 in Verbindung steht. In diesem
Treibstoff-Hilfskanal 47 ist ein Steuerventil 48 vorgesehen,
das einstellbar diesen Kanal 4 7 öffnet und schließt. Das Steuerventil 48 umfaßt einen Ventilkörper
4 9 mit einem Ventilkolben 50, einem Ventilgehäuse 51 und einer Ventilfeder 52. Das Steuerventil 48 ist
passend in eine Bohrung 53 eingesetzt, die in der Innenwand des Ansaugrohrs 9 ausgebildet ist. Der Ventilkolben
52 ist verschieblich und passend am Ventilgehäuse 51 angebracht und teilt das Innere des Ventilgehäuses
51 in eine Atmosphärendruckkammer 54 und eine Unterdruckkammer 55. Atmosphärendruck wird aus der Schwimmerkammer
17 in die Atmosphärendruckkammer 54 durch ein Loch 56 eingeleitet, das am Boden des Ventilgehäuses
ausgebildet ist. Der Unterdruck, der an der stromabwärtsgelegenen
Seite des Drosselventils 2 erzeugt wird, wird in die Unterdruckkammer 55 durch einen Unterdruckkanal
57 eingelassen, der ebenfalls in der Wand des Ansaugrohres 9 ausgebildet ist. Die Ventilfeder 52
ist innerhalb des Ventilgehäuses 51 derart angeordnet, daß sie den Ventilkolben 50 gegen die Atmosphärendruckkammer
54 drückt (in Fig. 3 nach unten). Ferner bezeichnet das Bezugszeichen 58 eine Membran, die in der oberen
Wand innerhalb der Unterdruckkammer 55 angeordnet ist,
BAD
-Κι uir. Treibstoff daran zu hindern, aus dem Ansaugkanal 1
zur Unterdruckkammer 55 auszutreten, während sich der Yentilkörper 4 9 auf- und abwärts bewegt.
Deshalb bewegt sich, wenn der Unterdruck im Inneren des Ansaugkanals 1 einen bestimmten Wert überschreitet,
der Ventilkörper 4 9 des Steuerventils 48 gemeinsam mit dem Ventilkolben 50 in einer Richtung nach oben gegen
die Spannkraft der Ventilfeder 52, so daß der Treibstoff-Hilfskanal
47 geschlossen wird. Wenn andererseits der Druck innerhalb des Ansaugkanals 1 unter dem bestimmten
Wert liegt, dann bewegt sich der Ventilkörper 4 9 in einer Richtung nach unten durch die Spannkraft
der Ventilfeder 52, so daß der Treibstoff-Hilfskanal
47 geöffnet wird.
Zusammengefaßt bedeutet dies, daß der Treibstoff-Hilfs-.kanal
47, der zwischen dem festen Ansaugtrichterabschnitt 6 und einem Raum eine Verbindung herstellt, die zwischen
den beiden Düsen 36 und 38 ausgebildet ist, auf der
Grundlage des Unterdrucks geöffnet oder geschlossen wird,
.: der innerhalb des Ansaugkanals 1 erzeugt wird, d.h. auf der Grundlage von Motorbetriebsbedingungen.
Andererseits ist eine verjüngte Düsennadel 28, die am unteren Abschnitt des Saugkolbens 24 befestigt ist,
lose in die erste und zweite Düse 36 und 38 eingepaßt. Ein erster, kreisringförmiger Dosierabschnitt 62 ist
zwischen der verjüngten Düsennadel 28 und der ersten
Düse 36 gebildet; ein zweiter, kreisringförmiger Dosierabschnitt 63 ist zwischen der verjüngten Düsennadel
und der zweiten Düse 38 gebildet. Der Durchmesser der zweiten Düse 38 ist allgemein größer als jener der ersten
Düse 36, und deshalb ist auch die Dosierdüsenfläche des zweiten Dosierdüsenabschnitts 63 größer als jene
des ersten Dosierabschnitts 62. Wenn nun der Saugkolben 24 sich auf- und abwärts bewegt, dann ändern sich, weil
sich auch die Düsennadel 28 auf- und abwärts bewegt,
BAD ORIGINAL
die Flächen dieses ersten und zweiten Dosierdüsenabschnitts 62 und 63 ebenfalls. Genauer gesagt,, wenn sich
die Düsennadel 55 in einer Richtung nach oben bewegt, dann nehmen diese Dosierdüsenflächen zu.
Ferner bezeichnet in Fig. 3 das Bezugszeichen 59 eine Leerlauf-Einstellschraube zum Einstellen der Höhe des
Düsenkörpers 39, um ein geeignetes Luft-Treibstoffverhältnis
vorzubestimmen, wenn der Motor mit Leerlauf betrieben wird.
Der Betrieb des ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Vergasers mit veränderlichem Ansaugtrichter wird nachfolgend nun beschrieben= Als erstes wird
die Beschreibung der Tatsache vorgenommen, daß selbst
dann, wenn die Ansaugluftmenge konstant ist, sich entsprechend den Motorbetriebsbedingungen das erforderliche
Luft-Treibstoffverhältnis ändert.
Fig. 4 ist eine graphische Darstellung, die den Zusammenhang
zwischen der Motordrehzahl (min ) und dem Motordrehmoment (mkg) beschreibt, mit der Ansaugluftmenge
und dem stromabwärts vom Drosselventil erzeugten Unterdruck innerhalb des Ansaugrohres als Parametern.
Die graphische Darstellung zeigt an, daß dann, wenn die Ansaugluftmenge konstant ist, das Motordrehmoment sich
ungefähr umgekehrt proportional zur Motordrehzahl verhält, wie durch ausgezogene Linien abgebildet ist
(Linien gleicher Luftmenge), und daß dann, wenn der Un-
terdruck, der stromabwärts vom Drosselventil erzeugt wird, konstant ist, auch das Motordrehmoment ungefähr
konstant gehalten wird, unabhängig von der Motordrehzahl, wie durch die gestrichelten Linien abgebildet
ist (Linien gleichen Unterdrucks).
Wenn die Ansaugluftmenge konstant ist, dann ist, wenn
der Motor mit verhältnismäßig hoher Drehzahl und unter einem verhältnismäßig niedrigen Drehmoment betrieben
BAD ORIGINAL
-VZ-
wird, wie durch den Punkt A in Fig. 4 gezeigt ist, ein mageres Gemisch (etwa ein auf Sparsamkeit ausgerichtetes
Luft-Treibstoffverhältnis von etwa 18) angesichts der Wirtschaftlichkeit gefordert, und wenn der Motor
mit einer verhältnismäßig niedrigen Drehzahl und unter einem verhältnismäßig hohem Drehmoment betrieben wird,
wie durch den Punkt B in Fig. 4 gezeigt ist, dann ist ein fettes Gemisch (beispielsweise ein auf Drehmoment
ausgerichtetes Luft-Treibstoffverhältnis von etwa 11,5) erforderlich, um die Motorleistung zu erhöhen.
Bei diesem Ausführungsbeispiel kann, wenn der Motor unter Betriebsbedingungen läuft, wie sie durch den
Punkt A in Fig. 4 gezeigt sind (hohe Drehzahl, niedriges Drehmoment, hoher Unterdruck), ein mageres Gemisch
deshalb erhalten werden, weil das Steuerventil 4 8 den Treibstoff-Hilfskanal 47 verschließt. Im Gegensatz
hierzu kann, wenn der Motor unter Betriebsbedingungen läuft, wie sie durch den Punkt B in Fig. 4 gezeigt
sind (niedrige Drehzahl, hohes Drehmoment, niedriger Unterdruck), ein fettes Gemisch erhalten werden, da
das Steuerventil 48 den Treibstoff-Hilfskanal 47
öffnet. Zusammengefaßt kann das Luft-Treibstoffverhältnis
entsprechend den Motorbetriebsbedingungen dadurch geändert werden, daß man den Treibstoff-Hilfskanal
in Abhängigkeit vom Unterdruck öffnet oder schließt, der stromabwärts vom Drosselventil innerhalb
des Ansaugkanals erzeugt wird. Ferner ist Fig. 5 eine graphische Darstellung, die den Zusammenhang zwischen
3^ dem Luft-Treibstoffverhältnis und dem Motordrehmoment
sowie den Zusammenhang zwischen dem Luft-Treibstoffverhältnis und einer speziellen Treibstoffverbraucherrate
beschreibt, die erhalten wird, wenn die Motor-35
drehzahl etwa 2 000 min beträgt, wobei die Bezugszeichen A und B einen Bereich mit magerem Gemisch und
einen Bereich mit fettem Gemisch entsprechend den Punkten A bzw. B bezeichnen, die in Fig. 4 gezeigt sind.
Ferner ist das Gemisch umso magerer, je größer das
— 3*9 —
Luft-Treibstoffverhältnis ist, oder umso fetter, je kleiner das Luft-Treibstoffverhältnis ist.
In der obigen Beschreibung wird ein auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtetes, mageres Gemisch so bestimmt, daß
sein Luft-Treibstoffverhältnis etwa 18 beträgt, und ein
auf Drehmoment ausgerichtetes Gemisch wird derart bestimmt, daß sein Luft-Treibstoffverhältnis beispielsweise
11,5 beträgt. Deshalb wird das Verfahren der Bestimmung zweier geeigneter Luft-Treibstoffverhältnisse
nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 6 und 7 beschrieben.
In den folgenden Ausdrücken bezeichnet die Bezeichnung
A1 die Querschnittsfläche des ersten Dosierdüsenabschnitts
62, die Bezeichnung C bezeichnet den Treibstoff-Durchsatzbeiwertaus
diesem ersten Dosierdüsenabschnitt 62, die Bezeichnung P^. bezeichnet den Druck
an der stromabwärtsgelegenen Seite des ersten Dosierdüsenabschnitts
62 (gleich dem Unterdruck an dem Ansaugtrichterabschnitt) ; ferner bezeichnet die Bezeichnung
A„ die Querschnittsfläche dieses zweiten Dosierdüsenabschnitts 63, die Bezeichnung C2 bezeichnet
den Treib stoffdurchsatzbeiwert aus dem zweiten Dosierdüsenabschnitt
63, die Bezeichnung P1 bezeichnet den Druck an der stromaufwärtsgelegenen Seite des zweiten
Dosierdüsenabschnitts 63 (gleich dem Druck innerhalb des Düsenkörpers 39). Die Abgabe bzw. der Durchsatz
Q , der durch den ersten und zweiten Dosierdüsenabschnitt
62 und 6 3 hindurch zum Ansaugkanal 1 geleitet wird, wenn das Steuerventil 48 den Treibstoff-Hilfskanal
47 verschließt, kann ausgedrückt werden wie folgt:
nc η = c a IJ—2 ίρ — ρ ) ei)
UA SA1U v * 1+x2 1 3
Der Durchsatz Q_ , der durch lediglich den zweiten Dosierdüsenabschnitt
63 in den Ansaugkanal 1 eingeleitet wird, wenn das Steuerventil 48 den Treibstoff-Hilfskanal
4 7 öffnet, kann ausgedrückt werden wie folgt:
QB = C2A2
wobei g die Schwerkraftbeschleunigung und ν das spezifische Treibstoffvolumen ist. Ferner wird das
Verhältnis der wirksamen Kanalflächen χ vorgegeben wie folgt:
" C1A1
X — 7; ä .... (3)
L2A2 .
In jenem Fall, in dem das Steuerventil 48 den Treibstof f-Hilf skanal 47 versperrt, wird der Durchsatz Q
dem Einfluß des ersten und zweiten Dosierdüsenabschnitts 62 und 63 ausgesetzt, wie deutlich aus den Ausdrücken
(1) und (3) hervorgeht. In jenem Fall jedoch andererseits, in welchem das Steuerventil 48 den Treibstoff-Hilfskanal
4 7 öffnet, unterliegt der Durchsatz Q dem Einfluß lediglich des zweiten Dosierdüsenabschnitts 63,
wie aus dem Ausdruck (2) hervorgeht.
Deshalb kann das Verhältnis der beiden Durchsätze ausgedrückt werden wie folgt:
χ2
ou Dies bedeutet, daß X allgemein kleiner ist als 1
(A1 ist kleiner als A„),wobei Q_., das erhalten wird,
wenn der Treibstoff-Hilfskanal 47 offen ist, allgemein
größer ist als Q , das erhalten wird, wenn der Kanal 47 geschlossen wird. In anderen Worten, es ist möglich,
die abgegebene Treibstoffmenge zu erhöhen, wenn der Unterdruck innerhalb des Ansaugkanals niedrig ist, d.h.,
wenn die Motordrehzahl niedrig ist.
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-2-T-
Fig. 6 ist eine graphische Darstellung, die den Zusammenhang zwischen X (wirksames Kanalflächenverhältnis)
und Qg/CL (Durchsatzverhältnis) beschreibt, das auf
der Grundlage des Ausdrucks 4 erhalten wurde. Ferner ist Fig. 7 eine graphische Darstellung, die den Zusammenhang
zwischen X (wirksames Kanalflächenverhältnis) und Y = (A/F) /(A/F) (Verhältnis des Luft-Treibstoffverhältnisses
beim Durchsatz Q zu jenem beim Durchsatz Q-) beschreibt.
Dementsprechend ist beispielsweise dann, wenn das Verhältnis der wirksamen Kanalflächen X 0,9 ist, das Verhältnis
der Durchsätze Q /Q 1,4 9 auf der Grundlage des Ausdrucks (4), oder wie in Fig. 6 gezeigt- Ferner
ist unter dieser Bedingung (X = 0,9), wobei in diesem Fall das Luft-Treibstoffverhältnis (A/F) bei dem
Treibstoffdurchsatz Q auf 18 eingestellt ist, weil nämlich das Verhältnis des Luft-Treibstoffverhältnisses
Y 0,67 ist, wie in Fig. 7 crezeigt, und das Luft-Treibstoffverhältnis
im Treibstoffdurchsatz Qp 12,1 (= 18 χ
0,67).
Wie oben durch die Bestimmung des Verhältnisses X der wirksamen Kanalfläche der ersten Düse 36 zu jener der
zweiten Düse 38 auf einen geeigneten Wert beschrieben wurde, ist es möglich, ein sowohl auf die Wirschaftlichkeit
ausgerichtetes Luft-Treibstoffverhältnis als auch ein auf die Leistung ausgerichtetes Luft-Treibstoffverhältnis
bei derselben Ansaugluftmenge zu erhalten.
Bei dem oben erwähnten Beispiel ist, da X 0^,9
ist, wenn das Luft-Treibstoffverhältnis am Punkt A (hohe Drehzahl, niederes Drehmoment, hoher Unterdruck)
auf 18 festgesetzt ist (mageres Gemisch, wie innerhalb A in Fig. 5 gezeigt), das Luft-Treibstoffverhältnis
am Punkt B (niedere Drehzahl, hohes Drehmoment, niederer Unterdruck) 12,1 (fettes Gemisch, wie innerhalb B in
Fig. 5 gezeigt).
Bei dem oben beschriebenen Vergaser mit variablem Ansaugtrichter ist es, da ein fettes Gemisch durch
Öffnen des Treibstoff-Hilfskanals erhalten werden kann,
wenn der Ansaugunterdruck niedrig ist, möglich, diese
g. den Treibstoff anreichernden Funktionen zu nutzen, um
die Motorleistung zuverlässig zu steigern oder um einen kalten Motor mit Sicherheit zu starten.
Fig. 8 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel des erjQ
findungsgemäßen Vergasers mit veränderlichem Ansaugtrichter.
Das Merkmal dieses Ausführungsbeispiels ist es, den Treibstoff-Hilfskanal 4 7 zu öffnen, um ein
fettes Gemisch zu erhalten, wenn die Motor-Kühlmitteltemperatur niedrig ist, und den Treibstoff-Hilfskanal
4 7 zu schließen, um ein mageres Gemisch zu erhalten, wenn die Motor-Kühlmitteltemperatür hoch ist. Dies
liegt daran, daß es von Vorzug ist, das Luft-Treibstoffverhältnis
entsprechend der Motor-Kühlmitteltempera
tür zu ändern, wie in Fig. 9 abgebildet.
In Fig. 8 ist ein Steuerventil 61, das Thermowachs umfaßt, vorgesehen, um die Fläche des Treibstoff-Hilfskanals
47 zu öffnen oder zu schließen, anstelle des Steuerventils 48, das in Fig. 3 gezeigt ist. Im einzelnen-umfaßt
das Steuerventil 61 einen Ventilkörper 62, eine Feder 63, um den Ventilkörper 62 in jene Richtung
zu drücken, daß der Treibstoff-Hilfskanal 47 offen ist,
ein Thermowachs 64, und eine Kühlmittelkammer 65, durch welche das Motorkühlmittel umläuft. Das Volumen des
Thermowachses 64 vergrößert sich, wenn es erwärmt wird, verkleinert sich aber, wenn es gekühlt wird.
Deshalb wird in jenem Fall, in welchem die Motorkühlmitteltemperatur
klein ist, weil das Thermowachs 64 schrumpft, der Ventilkörper 62 durch die Feder 63 in
eine solche Richtung bewegt, daß der Treibstoff-Hilfskanal
47 offen ist, so daß ein fettes Gemisch erhalten werden kann. Im Gegensatz hierzu wird dann, wenn die
BAD ORIGINAL
-25-
33472Π
Motorkühlmitteltemperatur hoch ist, weil das Thermowachs
64 expandiert, der Ventilkörper 62 gegen die Spannkraft der Feder 63 in eine solche Richtung bewegt,
daß der Treibstoff-Hilfskanal 47 geschlossen wird, so daß ein mageres Gemisch erhalten werden kann. Zusammengefaßt
kann der Vergaser mit veränderlichem Ansaugtrichter gemäß diesem Ausführungsbeispiel ständig ein
Gemisch mit einem bevorzugten Luft-Treibstoffverhältnis
dem Motor entsprechend den Aufwärmbedingungen des Motors zuführen.
Wie bereits beschrieben, ist der Durchsatz Q.T, der durch
den ersten und zweiten Dosierdüsenabschnitt 6 3 und 64 in den Ansaugkanal 1 eingeleitet wird, wenn die Kühlmitteltemperatur
hoch ist und deshalb das Steuerventil 61 den Treibstoff-Hilfskanal 47 schließt, gleich dem
Durchsatz Q , der sich aus dem Ausdruck 1 ergibt.
Der Durchsatz Q , der durch nur den zweiten Dosierdüsenabschnitt
63 dann in den Ansaugkanal 1 eingeleitet wird,
wenn die Kühlmitteltemperatur niedrig ist, und wenr. deshalb das Steuerventil 61 den Treibstoff-Hilfskanal 4 7
öffnet, ist gleich dem Durchsatz Q , der sich aus dem Ausdruck 2 ergibt. Ferner kann das Verhältnis der beiden
Durchsätze in ähnlicher Weise ausgedrückt werden wie folgt:
Es ist deshalb möglich, den Treibstoffdurchsatz zu
erhöhen, wenn die Kühlmitteltemperatur niedrig ist.
Während ferner der Motor aufgewärmt wird, ist es auch möglich, den Treibstoffdurchsatz allmählich von Q
nach Q dadurch zu verringern r daß man allmählich den
u
Treibstoff-Hilfskanal 47 schließt. Wenn beispielsweise
das Luft-Treibstoffverhältnis, das erforderlich ist,
BAD ORIGINAL
nachdem der Motor auf etwa 8O0C aufgewärmt wurde, so
bestimmt ist, daß es etwa 15 betragen soll, wie durch den Punkt E in Fig. 9 gezeigt ist, und wenn das Luft-Treibstoff
verhältnis , das erforderlich ist, bevor der Motor von etwa 00C aufgewärmt wurde, etwa 7,7 beträgt,
wie durch den Punkt F in Fig. 9 gezeigt wurde, dann sollte das Verhältnis der wirksamen Kanalflächen X
so bestimmt sein, daß es 0,6 beträgt. Dies liegt daran, weil dann, wenn X 0,6 ist, das verhältnis der Luft-Treibstoffverhältnisse
Y = (A/F)_/(A/F)„ = 7,7/15 = 0,51,
Jj Ji
wie in Fig. 7 abgebildet. Ferner ist, wie in Fig. 6 abgebildet
X = 0,6.
X = 0,6.
gebildet, das Durchsatzverhältnis Q_ /Q„ 1,94, wenn
Lj rl
Wenn ferner das Maß bzw. die Geschwindigkeit der Schrumpfung des Thermowachses 64 so ausgelegt ist, daß die Kanalfläche
des Treibstoff-Hilfskanals 47, d.h., das Luft-Treibstoff
verhältnis , innerhalb eines Bereiches G gesteuert werden kann, der durch einen schraffierten Abschnitt
in Fig. 9 bezeichnet ist, und zwar entsprechend der Änderung in der Kühlmitteltemperatur, während der
Motor gerade aufgewärmt wird, ist es möglich, ein Choke-Ventil wegzulassen, welches eine Zunahme im Druckverlust
innerhalb des Ansaugrohres dort verursacht, wo es angeordnet ist. Es ist in anderen Worten möglich,
die gewünschten, verschiedenartigen Luft-Treibstoffverhältnisse wirksam ohne irgendeinen Druckverlust oder
einen Ansaugluftverlust innerhalb des Ansaugrohres
zu erhalten.
30
30
Die Fig. 10 und 11 zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Vergasers mit veränderlichem
Ansaugtrichter. Das Merkmal dieses Ausführungsbeispiels ist es, daß der Treibstoff-Hilfskanal 4 7 öffnet oder
schließt, um ein Gemisch mit einem geeigneten Luft-Treibstoffverhältnis entsprechend der verschiedenen Motorbetriebstemperaturen
auf synthetische Weise zu erhalten.
BAD ORIGINAL
Ähnlich dem ersten und zweiten Ausführungsbeispiel,
die in Fig. 3 und 8 gezeigt sind, ist ein elektromagnetisches Steuerventil 71 zum Öffnen oder Schließen
des Treibstoff-Hilfskanals 47 angeordnet. Das Ventil
71 ist aus einem Ventilgehäuse 75, einem Ventilkörper 72, einer Feder 73,um den Ventilkörper 72 in eine solche
Richtung zu drücken, daß der Treibstoff-Hilfskanal 4
geschlossen ist, und einer Magnetspule bzw. einem Elektromagneten 74 gebildet, um bei Erregung den Ventilkörper
72 in eine solche Richtung zurückzuziehen, daß der Treibstoff-Hilfskanal 47 geöffnet wird. Um das
Steuerventil 71 zu erregen, ist ein Regler 80 wie etwa ein Mikrocomputer vorgesehen. In diesem Regler 80 werden
verschiedenartige Signale, die eine Anzeige über Motorbetriebsbedingungen liefern, von verschiedenartigen
Meßfühlern eingegeben, wie etwa einem Motorvez*- brennungsdruckfühler 81, einem Motorkühlmitteltemperaturfühler
82, einem Abgas-Sauerstofffühler 83, einem Motordrehzahlfühler
84, einem Motor-Vibrationsfühler 85 usw. In Abhängigkeit von diesen Signalen bestimmt der
Regler 80 ein geeignetes Luft-Treibstoffverhältnis
gemäß einer Tabellen-Absuchmethode, und gibt ein Steuersignal an die Magnetspule 74 ab. Das Steuersignal ist
ein Impulssignal mit einer konstanten Frequenz, dessen
^5 Wirkungszyklus bzw. Impulsbreite vom Regier 80 gesteuert
wird. Wenn, genauer gesagt, ein fettes Gemisch erforderlich ist, dann ist der Zeitzwischenraum t ,
während welchen das Steuerventil 71 erregt wird, so bestimmt, daß er länger ist als t , während welchen
das Steuerventil 71 außer Erregung gesetzt ist, wie in Fig. 12a abgebildet, um den Treibstoff-Hilfskanal
4 7 für einen längeren Zeitraum zu öffnen. Wenn andererseits ein mageres Gemisch erforderlich ist, dann ist
der Zeitraum t , während welchen das Steuerventil erregt wird, so bestimmt, daß er kürzer ist als t ,
während welchem das Steuerventil 71 außer Erregung steht, wie in Fig. 12b abgebildet.
BAD
Je langer der Wirkungszyklus (t /t + t ) ist oder je langer der Anschalt-Zeitraum t ist, desto länger
ist deshalb auch der Erregungszeitraum des Steuerventils 71, und desto fetter ist das Luft-Treibstoffgemisch.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist es möglich, das Luft-Treibstoffverhältnis entsprechend den verschiedenartigen
Motorbetriebsbedingungen gleichzeitig und synthetisch zu steuern.
IQ Es wird nun wieder auf die Fig. 6 und 7 Bezug genommen;
wenn das Luft-Treibstoffverhältnis (A/F) (Fett), das
dann erhalten wird, wenn das elektromagnetische Steuerventil 71 erregt wird, so bestimmt ist, daß es 13,9
sein soll, und wenn das Verhältnis der wirksamen Flächen X = C. A../C3A2 so bestimmt ist, daß es beispielsweise
2 sein soll, dann beträgt das Luft-Treibstoffverhältnis Y = (A/F) /(A/F) s 0,89, wie in Fig. 7
gezeigt. Deshalb ist das Luft-Treibstoffverhältnis
(A/F) (mager), das erhalten wird, wenn das Steuerventil 71 außer Erregung gesetzt ist, so bestimmt, daß
es 13,9/0,89 = 15,6 beträgt. In diesem Fall ist das Durchsatzverhältnis QATV,/Q,T1O nahe an eins, wie in Fig.
AJ\ AUS
abgebildet ist.
Bei den obigen Ausführungsbeispielen wird ein elektromagnetisches Steuerventil 71 verwendet. Es ist jedoch
auch möglich, eine variable Blendenöffnung heranzuziehen, die durch die Zusammenwirkung einer verjüngten
Nadel und einer Blende erhalten wird.
Die Fig. 13 und 14 zeigen ein viertes Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Vergasers mit veränderlichem
Ansaugtrichter. Das Merkmal dieser Erfindung ist es, einen Treibstoffzylinder 91 am öffnungsende des Treibstoff-Hilfskanals
47 vorzusehen, um fettes Gemisch zuverlässiger zu zerstäuben.
BAD ORIGINAL
Wie bereits beschrieben, ist, da die Düsennadel 28 eine sich verjüngende Form aufweist, dann, wenn der
Durchmesser des ersten Düsenabschnitts 36 gleich jenem des zweiten Düsenabschnitts 38 ist, die Dosierte
fläche des zweiten Dosierdüsenabschnitts 63 größer als jene des ersten Dosierdüsenabschnitts 62. Deshalb
wird, wenn der Treibstoff-Hilfskanal 4 7 unter schwerer
Motorbelastung zur Zufuhr eines fetten Gemisches geöffnet wird, eine verhältnismäßig große Treibstoffmenge
ig in den Ansaugkanal 1 durch den ersten Düsenabschnitt
36 und den Treibstoff-Hilfskanal 4 7 (den zweiten Düsenabschnitt
38) eingeleitet, verglichen mit dem Fall, wenn Treibstoff in den Ansaugkanal lediglich durch den
ersten Düsenabschnitt 36 eingeleitet wird. In jenem Fall, in welchem die Menge an Treibstoff, der in den
Ansaugkanal 1 eingeleitet wird, äußerst groß ist, trachtet der Treibstoff danach, an der Innenwand des
Ansaugrohres 9 anzuhaften, und strömt längs der Innenwand, ohne vollständig zerstäubt zu werden. Diese
unvollständige Treibstoffzerstäubung verursacht einige
Schwierigkeiten, wie etwa die folgenden: wenn vorn Motor rasche Beschleunigung gefordert wird, wird kein
Treibstoff dem Motor zugeführt, so daß die Beschleunigungs-Ansprechgeschwindigkeit
abgesenkt ist. Wenn ferner die Treibstoffzerstäubung unvollkommen ist, wird
nicht ein Gemisch mit demselben Luft-Treibstoffverhältnis
gleichförmig jedem Zylinder zugeführt, so daß schädliche Stoffe ausgestoßen werden oder ein Ungleichgewicht
der Drehmomente entsteht, die durch jeden Motorzylinder erzeugt werden= Um das oben erwähnte
Problem zu überwinden, wird bei diesem vierten Ausführungsbeispiel der Treibstoff, der durch den Hilfskanal
47 zugeführt wird, an einer Stelle eingeleitet, an welcher die Geschwindigkeit der Ansaugluft etwa den
Höchstwert aufweist, oder an der Mitte des Änsaugtrichterabschnitts,
so daß der Treibstoff durch die schnelle Ansaugluft gut zerstäubt wird.
BAP) DRIfSfMΛΐ
In Fig. 13 und 14 ist ein Treibstoff-Hilfskanal 47
im festen Ansaugtrichterabschnitt 6 ausgebildet, wobei ein Ende hiervon mit dem Ansaugluftkanal an einer
Stelle zwischen dem Drosselventil 2 und der Düsennadel 28 und der andere Endabschnitt hiervon mit dem Düsenkörper
39 durch ein Loch 47a an einer Stelle zwischen der ersten und zweiten Düse 36 und 38 in Verbindung
steht. Ein Treibstoffzylinder 9 0 mit einer Düsenöffnung
91 an seiner Oberseite ist an dem vertikalen Abschnitt 47A des Treibstoff-Hilfskanals 47 angepaßt. Der Treibstoff
zylinder 9 0 ist an der stromabwärtsgelegenen Seite des Ansaugtrichterabschnitts 4 nahe dem Saugkolben
24 angeordnet. Die Düsenöffnung 91 ist so angeordnet, daß sie zum Drosselventil 2 hin offen ist
(zu der stromabwärtsgelegenen Seite innerhalb des Ansaugrohrs 9), und daß sie nahe dem Abschnitt der Ansaugluft
mit der höchsten Geschwindigkeit liegt. Wenn der Motor unter schwerer Last betrieben wird, ist es, da
der Ansaugkolben 24 sich in der Richtung nach oben bewegt,
vorzuziehen, diese Düsenöffnung 91 an oder nahe dem mittleren Abschnitt des Ansaugtrichters anzuordnen,
der zwischen dem festen Ansaugtricherabschnitt 6 und dem beweglichen Ansaugtrichterabschnitt 24 ausgebildet
ist, wenn sich der Saugkolben 24 in seine oberste Lage bewegt.
Ferner ist in Fig. 13 und 14 ein elektromagnetisches Steuerventil 71 horizontal senkrecht zum Ansaugkanal
9 angeordnet und unterscheidet sich vom dritten Ausführungsbeispiel,
das in Fig. 10 gezeigt ist, in welchem das Steuerventil 71 vertikal angeordnet ist.
In Fig. 13 ist der Treibstoffzylinder 90 an der stromabwärtsgelegenen Seite des Saugkolbens 24 angeordnet.
Es ist jedoch auch möglich, den Treibstoffzylinder 90 in den festen Ansaugtrichterabschnitt 6
nahe dem Düsenkörper 39 einzusetzen.
Bei dem oben beschriebenen Aufbau wird, da der Treibstoff
-Hilf skanal geschlossen ist,der Treibstoff in den Ansaugtrichterabschnitt 4 lediglich durch die erste
Düse 36 eingeleitet und wird gut mit der Luft vermischt, die durch den engen Ansaugtrichterabschnitt 4 mit hoher
Geschwindigkeit hindurchströmt, um ein mageres Gemisch
zu erzeugen. Wenn die Motorlast groß ist, wird, da der Treibstoff-Hilfskanal geöffnet ist, Treibstoff in
den Ansaugkanal 1 durch den Treibstoff-Hilfskanal 4 7
und den Treibstoffzylinder 90 eingeleitet und wird
gut mit der Luft vermischt, die an oder nahe dem mittleren Abschnitt (dem Abschnitt mit der höchsten Geschwindigkeit)
des breiten Ansaugtrichterabschnitts 4 bei maximaler, hoher Geschwindigkeit hindurchströmen, um
ein fettes Gemisch zu erzeugen. Am mittleren Abschnitt des weiten Ansaugtrichters 4 wird, da die Luftgeschwindigkeit
hinlänglich stabil ist, der Treibstoff selbst dann wirksam zerstäubt, wenn die Menge des eingeleiteten
Treibstoffs hoch ist.
Die Fig. 15 und 16 zeigen ein fünftes Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Vergasers mit veränderlichem Ansaugtrichter, bei welchem die verjüngte Düsennadel
28 derart schwenkbar und schräg bezüglich der Mittelachse des Düsenkörpers 39 angeordnet ist, daß
sie in Berührung mit dem ersten (oberen) und zweiten (unteren) Düsenabschnitt 36 und 38 jedesmal dann steht,
wenn sich der Saugkolben 24 auf- und abwärts bewegt. Ferner zeigt Fig. 15 den gegenseitigen Zusammenhang
zwischen der verjüngten Düsennadel 28 und den beiden Düsenabschnitten 36 und 38, wenn der Saugkolben 24
in seine oberste Lage bewegt wird, und Fig. 16 zeigt denselben, wechselseitigen Zusammenhang dann, wenn der
Saugkolben 24 sich in seine unterste Lage bewegt hat.
35
Wie bereits beschrieben, sind bei dem ersten bis vierten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Vergasers
mit veränderlichem Ansaugtrichter, die in Fig» 3,8,
10 und 13 gezeigt sind, eine Anzahl von Düsen vorgesehen.
Deshalb wird die Treibstoffmenge, die durch den Vergaser hindurchgeleitet wird, der mit diesen beiden
Düsen versehen ist, verringert, verglichen mit jener, die durch den Vergaser hindurchgeleitet wird,
der nur mit einer einzigen Düse versehen wird, selbst wenn der Durchmesser der beiden Düsen gleich jenem
einer einzigen Düse ist. Je größer der Durchmesser des Düsenabschnitts, desto genauer ist die Treibstoffmenge,
die durch die Düse hindurchgeleitet wird. Dies liegt daran, daß es möglich ist, wechselweise den Einfluß
der Herstellungsgenauigkeit auf den Durchmesser der Düse zu verringern.
Bei dem Vergaser mit veränderlichem Ansaugtrichter mit
mehreren Düsen unterliegt jedoch die Menge des Treibstoffs, der durch die Düsenabschnitte hindurchgeleitet
wird, einem erheblichen Einfluß der Genauigkeit der Ausrichtung der verjüngten Düsennadel im Inneren des
Düsenkörpers, d.h., der Mattigkeit der verjüngten Düsennadel gegenüber dem Düsenabschnitt. Wenn diese Ausrichtung
dieser beiden Elemente einmal ,verloren geht, dann ändert sich die Menge an Treibstoff, der zwischen
diesen beiden Elementen hindurchgeleitet wird, markant.
Dies liegt daran, daß sich der Durchsatzbeiwert entsprechend der Exzentrizität dieser beiden Elemente
ändert, trotz der Tatsache, daß die Dosierdüsenfläche die gleiche ist. Solange die verjüngte Düsennadel nicht
genau in der Mitte der Düsen auf- und abwärts bewegt
wird, ist es deshalb natürlich unmöglich, das Luft-Treibstoffverhältnis
genau durch die Dosierdüsenabschnitte zu steuern.
Ferner ist der Einfluß der oben erwähnten ünmittigkeit ΰΟ dieser beiden Elemente auf die Genauigkeit der Menge
an Treibstoff, der einzuleiten ist, bei der ersten (oberen) Düse 36 besonders erheblich, da die Düsennadel
verjüngt ist und deshalb die Querschnittsfläche,
BAD
. '00k Il \ I
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-■ΜΙ die zwischen der Nadel und der ersten Düse 36 gebildet
wird, kleiner ist als jene, die zwischen der Nadel und der zweiten Düse 38 gebildet wird.
In Fig. 15 und 16 ist am unteren Abschnitt des Saugkolbens 24 eine Nadel-Haltekammer 100 ausgebildet, die
durch eine zylindrische Wand 101 gegenüber der Unterdruckkammer 23 abgetrennt ist, die ebenfalls innerhalb
des Saugkolbens 24 ausgebildet ist. Eine verjüngte
IQ Düsennadel 28 ist schwenkbar im Inneren der Nadelhaltekammer
100 durch ein ringförmiges Nadel-Halteteil 102 getragen, welches fest in die Nadelhaltekammer 100 von
der Seite des Ansaugtrichterabschnitts 4 her eingepaßt ist. Das Nadel-Halteteil 102 ist mit einer mittigen
Bohrung 102a ausgebildet, durch welche ein Basisabschnitt 28A der Düsennadel 28 sich lose passend, erstreckt.
Deshalb ist der Durchmesser des Mittellochs 102A des Nadel-Halteteils 102 größer als jener des
Basisabschnitts 28A der Düsennadel 28. Ferner ist ein halbkugeliger, konvexer Düsennadel-Trageabschnitt 102A
an der oberen Endfläche des Teils 102 und an der stronabwärtsgelegenen
Seite des mittigen Locnes 102A (auf
der Seite des Drosselventils) vorgesehen, und ein halbkugeliger, konkaver Düsennadel-Halteabschnitt 28B ist
an der äußeren Bodenfläche eines Düsennadel-Fianschabschnitts 28c ausgebildet, der einteilig mit der
Düsennadel 28 ausgebildet ist, und zwar derart, daß er zum konvexen Abschnitt 102A paßt. Eine Düsennadelfeder
103 ist zusammengedrückt zwischen der Innenseite der zylindrischen Wand 101 des Saugkolbens 24 und dem
Flanschabschnitt 28c der Düsennadel 28 angeordnet. Deshalb wird die Düsennadel 28 durch die Spannkraft
der Düsennadelfeder 103 gegen die Ansaugtrichterseite in vertikaler Richtung und gleichzeitig gegen die stromabwärtsgelegene
Seite, in horizontaler Richtung, innerhalb des Düsenkörpers 39 gedrückt,· mit dem Berührungsabschnitt der beiden konvexen und konkaven Nadel-Trageabschnitte
102A und 28B als Gelenkpunkt. Deshalb
BAD ORiGiNAf
wird die Außenfläche der Düsennadel 28 in Berührung mit der Innenfläche des ersten und zweiten Düsenabschnitts
36 oder 38 gebracht. In diesem Fall ist es bevorzugt, die verjüngte Düsennadel 28 in Berührung
mit beiden Düsenabschnitten 36 und 3 8 gleichzeitig zu bringen. Zu diesem Zweck ist die Düsennadel schräg
innerhalb der Nadelhaitekämmer 100 dadurch getragen,
daß man die gegenseitige Lage oder Abmessungen dieser beiden kugeligen Abschnitte 28B und 102A derart bestimmt,
daß die mittlere Wirkungslinie Ic des Saugkolbens 24 parallel zur äußeren kugeligen Gleitfläche
In der verjüngten Düsennadel steht, wie in Fig. 15 abgebildet. Bei einem solchen Aufbau, wie er oben beschrieben
ist, schwankt, da die verjüngte Düsennadel 28 sich stets in Berührung mit den beiden Düsenabschnitten
36 und 38 auf- und abwärts bewegt, d.h., ca die gegenseitige Lagezuordnung zwischen der Düsennadel
28 und den beiden Düsen 3 6 und 38 in einem, stabilen Zustand gehalten wird, die Menge an Treibstoff,
2^ der durch die Düsenabschnitte eingeleitet wird, nicht
infolge der Fehlausrichtung der Düsennadel 28 innerhalb der Düsenabschnitte 3 6 und 38, die verursacht wird, wenn
sich die Düsennadel 28 auf- und abwärts bewegt, so daß die Steuerung des Luft-TreibstoffVerhältnisses stabil
erfolgt.
Im übrigen gibt es einen Fall, in dem ein sehr mageres
Gemisch erforderlich ist, verglichen mit einem fetten Gemisch, das dann erhalten wird, wenn der Treibstoff
durch den Treibstoff-Nebenkanal 4 7 eingeleitet wird.
In diesem Fall ist der Durchmesser der ersten (oberen) Düse 36 so bestimmt, daß er gut kleiner ist als jener
der zweiten (unteren) Düse 38, wie in Fig. 17 und 18 gezeigt. Unter diesen Bedingungen sind die beiden
Mittelpunkte der ersten und zweiten Düse 36 und 38 derart exzentrisch längs der Mittelaschse des Ansaugkanals,
wie in Fig. 18 abgebildet, angeordnet, daß die äußere Umfangslinie In der Düsennadel 28, wenn sie in
Berührung mit den beiden Innenflächen der beiden Düsenabschnitte
steht, parallel ist zur mittleren Wirkungsachse des Saugkolbens 24.
Es wird ferner auch bevorzugt, diese beiden Düsen senkrecht zur Mittelachse des Ansaugkanals ungeachtet
der Tatsache zu versetzen, ob nun die Durchmess er der
beiden Düsenabschnitte gleich oder voneinander unterschiedlich sind, wie in Fig. 19 abgebildet. In Fig.
ist die Mitte des ersten Düsenabschnitts 36 zur einen Seite (nach oben) versetzt und jene des zweiten Düsenabschnitts
38 ist zur anderen Seite (nach unten) versetzt, und zwar gegenüber der Mittelachse Ii des Ansaugkanals
4. In diesem Fall ist es, da die verjüngte Düsennadel 28 in Berührung mit den beiden Düsenabschnitten
36 und 38 an den Punkten P bzw. Q steht, möglich, die verjüngte Düsennadel 28 noch stabiler in Berührung mit
den beiden Düsen zu bringen und gleichzeitig die Abnutzung zu verringern, die durch die Reibung verursacht
wird, die zwischen der Nadel 28 und den beiden Innenflächen der Düsen 3 6 und 38 verursacht: wird.
Ferner ist es in jenem Fall, in welchem sich die Außenfläche der Düsennadel 28 nicht geradlinig längs ihrer
Längsrichtung erstreckt, sondern beispielsweise längs einer quadratischen Funktion, unmöglich, die Düsennadel
28 in Berührung mit den Innenflächen zweier Düsenabschnitte 36 und 38 gleichzeitig zu bringen.
In einem solchen Fall, wie er oben beschrieben ist,
"^ ist es von Vorzug, die Düsennadel 28 in Berührung mit
der Innenoberfläche nur jener Düsenabschnitte mit kleinerem Durchmesser zu bringen (üblicherweise des
ersten oder oberen Düsenabschnitts 36).
Dies liegt daran, daß, wenn der Treibstoffdurchsatz (die Treibstoffmenge, die in den Ansaugkanal eingeleitet
werden soll) klein ist, der Einfluß der Änderung in der Exzentrizität zwischen der Düsennadel 28 und der
Düse 36 infolge der Änderung in dem Treibstoffdurchsatz
beträchtlich ist, verglichen mit jenem Fall, in dem der Treibstoffdurchsatz groß ist. In anderen
Worten, je größer das Luft-Treibstoffverhältnis, desto
kleiner ist der Treibstoffdurchsatz, und dementsprechend
ist umso größer die Änderung im Treibstoffdurchsatz infolge einer Änderung in der Exzentrizität. Aus
diesem Grund ist es erwünscht, die Düsennadel 28 in Berührung mit jener Düse mit der kleineren Düsendosierfläche
zu bringen.
Fig. 20 zeigt jenen Zustand, in welchem eine Exzentrizität T zwischen der Düsennadel 28 und der Düse 36
oder 38 vorliegt, und Fig. 21 ist eine graphische Darstellung, die den Zusammenhang zwischen der Exzentrizität
T und dem Treibstoffdurchsatz Q durch den exzentrischen Dosierdüsenabschnitt zeigt. In Fig. 21 bezeichnet
die Benennung T11Qy die Exzentrizität, die dann erhalten
wird, wenn die Nadel in Berührung mit der Düse steht, und die Benennung Δ τ bezeichnet die Verschiebung
der Nadel aus der Lage T zur Mitte der Düse hin. Diese graphische Darstellung zeigt auf, daß die Änderung
Λ Q in dem Treibstoffdurchsatz Q verhältnismäßig
klein nahe der Lage der maximalen Exzentrizität Tm ist.
Bei dem obigen Ausführungsbeispiel ist die verjüngte
Düsennadel 28 schwenkbar und schräg innerhalb der beiden Düsen 36 und 38 derart angeordnet, daß die Außenfläche
der Nadel in Berührung mit den Innenflächen der
ow Düsen an der stromabwärtsgelegenen Seite der Düsenabschnitte
steht. Dies ergibt sich aus dem folgenden Grund: wenn die verjüngte Düsennadel 28 schräg derart
angeordnet ist, daß sie in Berührung mit den Düsen an der stromaufwärtsgelegenen Seite der Düsenabschnitte
steht, dann schwingt die Düsennadel 28 durch die pulsierenden Druckstöße der Ansaugluft. Wenn die
Spannkraft der Düsennadelfeder 103 erhöht wird, um diese Schwingungen zu überwinden, dann ninmrt auch der
ΒΑΠ
Berührungsdruck zwischen der Düsennadel 28 und den Düsenabschnitten 36 und 38 zu, so daß der Gleitviderstand
und hierbei auch die Abnutzung unvermeidlich erhöht werden können. In anderen Worten, es ist iaöglieh,
die Spannkraft der Nadelfeder 103, den Gleitwiderstand und die Abnutzung zwischen Nadel 28 und
Düsen 36 und 38 dadurch zu verringern, daß man die Düsennadel in Berührung mit den Düsen an der stromabwärtsgelegenen
Seite bringt.
Es wurde als Beispiel ein Vergaser mit veränderlichem
Ansaugtrichter beschrieben, der zwei Düsenabschnitte
hat. Es ist jedoch auch möglich, die vorliegende Erfindung auf einen solchen Vergaser anzuwenden, der
mit drei oder mehr Düsenabschnitten versehen ist.
Wie oben beschrieben, ist es bei dem erfindungsgenäßen
Vergaser mit veränderlichem Ansaugtrichter deshalb,-weil
mindestens zwei Düsen hintereinanderliegenc vorgesehen
sind und ein Treibstoff-Hilfskanal, der sowohl
mit der stromabwärtsgelegenen Seite des Ansaugtrichters
als auch mit dem Raum in Verbindung steht, der zwischen den beiden Düsen ausgebildet ist, am festen
Ansaugtrichterabschnitt derart ausgebildet ist, daß der Treibstoff-Hilfskanal entsprechend den Motorbetriebsbedingungen
geöffnet oder geschlossen werden kann, möglich, ein Gemisch mit einem geeigneten Luft-Treibstoff
verhältnis dem Motor unter verschiedenartigen Motorbetriebsbedingungen zuzuführen.
Da ferner ein Treibstoffzylinder zusätzlich derart
vorgesehen ist, daß der Treibstoff in den Ansaugkanal an oder nahe dem Abschnitt mit der höchsten Geschwindig
keit im Ansaugtrichter zugeführt werden kann, ist es möglich, den Treibstoff ausreichend und stabil zu
zerstäuben.
Da ferner die verjüngte Düsennadel schwenkbar durch den Saugkolben derart getragen ist, daß die Außenfläche
der Nadel stets in Berührung mit den Innenflächen der beiden Düsen an der stromabwärtsgelegenen
Seite des Düsenabschnitts liegt, ist es möglich, Treibstoff in den Ansaugtrichter durch den Dosierdüsenabschnitt
stabil und genau ohne Schwankung des Treibstoff durchsatzes hierdurch einzuleiten, wenn die Düsennadel
auf- und abwärts bewegt wird.
Es ist für den Fachmann erkennbar, daß die obige Beschreibung lediglich anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung vorgenommen wurde,
woran verschiedenartige Änderungen und Anpassungen vorgenommen werden können, ohne daß man Gedanken und
Umfang der Erfindung verläßt, wie sie auch in den beigefügten Ansprüchen dargelegt sind.
Unter "Ansaugtrichter" wird der venturidüsenartige Abschnitt des Lafransaugkanals der Vergasers verstanden.
BAD 0RK3JNAL-
Claims (13)
1./ Vergaser mit veränderlichem Ansaugtrichter, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
a) ein fester Ansaugtrichterabschnitt (3),
b) ein Düsenkörper (12) mit mindestens zwei Düsenabschnitten (36, 38), die hintereinanderliegend angeordnet
sind, wobei der Düsenkörper in dem feststehenden Ansaugtrichterabschnitt angeordnet ist,
c) ein Saugkolben (24) , der als beweglicher Ansaugtrichterabschnitt
dient, um einen Ansaugtrichter zwischen dem festen Ansaugtrichterabschnitt und dem beweglichen
Ansaugtrichterabschnitt innerhalb eines Ansaugkanals zu bilden, wobei der Saugkolben zum festen
Ansaugtrichterabschnitt hin und von diesem weg durch den Unterdruck bewegt wird, der infolge der Luft erzeugt
wird, die durch den Ansaugtrichter hindurchströmt, um die Querschnittsfläche des Ansaugtrichters
zu verändern,
d) eine verjüngte Düsennadel (28), die am unteren Ende
des Saugkolbens derart angebracht ist, daß sie durch die Düsenabschnitte hindurchtritt, die im Düsenkörper
ausgebildet sind,
e) ein Treibsto^f-Hilfskanal (47) , dessen eines Ende mit dem Ansaugkanal und dessen anderes Ende mit einem Zwischenraum in Verbindung steht, der zwischen den beiden Düsenabschnitten ausgebildet ist, und f) eine Einrichtung zum Steuern der Querschnittsfläche des Treibstoff-Hilfskanals entsprechend den Motorbetriebsbedingungen.
e) ein Treibsto^f-Hilfskanal (47) , dessen eines Ende mit dem Ansaugkanal und dessen anderes Ende mit einem Zwischenraum in Verbindung steht, der zwischen den beiden Düsenabschnitten ausgebildet ist, und f) eine Einrichtung zum Steuern der Querschnittsfläche des Treibstoff-Hilfskanals entsprechend den Motorbetriebsbedingungen.
2. Vergaser mit veränderlichem Ansaugfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerein-
1^ richtung die folgenden Merkmale aufweist:
a) ein unterdruckbetätigtes Ventil (48), das am Treibstoff-Hilf
skanal angeordnet ist, und
b) ein Unterdruckkanal (57), von welchem ein Endabschnitt mit dem Ansaugkanal an der stromabwärtsgelegenen
Seite des Ansaugtrichters und dessen anderer Endabschnitt mit dem unterdruckbetätigten Ventil
in Verbindung steht, wobei das Ventil die Querschnittsfläche des Treibstoff-Hilfskanals mit zunehmendem
Unterdruck verringert, der innerhalb des Ansaugkanals erzeugt wird, und die Querschnittsfläche des Treibstoff-Hilf
skanals mit abnehmendem Unterdruck bzw. Vakuum vergrößert.
3. Vergaser mit veränderlichem Ansaugfilter nach 30
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung
die folgenden Merkmale aufweist: a) ein Steuerventil (61) mit den folgenden Merkmalen:
1) ein Ventilkörper (62), der am Treibstoff-Hilfs-
kanal angeordnet ist, um diesen zu öffnen oder 35
zu schließen, und
2) eine auf die Temperatur ansprechende Einrichtung (64) zum Betätigen des Ventilkörpers, welche
auf die Temperatur des Motorkühlmittels anspricht,
BAD ORIGINAL
und um den Ventilkörper zum öffnen des Treibstoff
-Hilf skanals zu veranlassen, wenn die Motor-Kühlmittel tempera tür hoch ist, um den Ventilkörper
zum öffnen des Treibstoff-Hilfskanals
freizugeben, wenn die Motor-Kühlmitteltemperatur niedrig ist.
4. Vergaser mit veränderlichem Ansaugtrichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuer-0
einrichtung die folgenden Merkmale aufweist:
a) ein elektrisch betätigtes Ventil (71) zum Öffnen oder Schließen des Treibstoff-Hilfskanals,
b) mehrere (81 bis 85) Meßfühler zum Feststellen der Motorbetriebsbedingungen und zur Abgabe von MeßfühlerSignalen
entsprechend diesen, und
c) ein Regler (80), der auf die Meßfühler anspricht,
um ein Steuersignal an das Ventil abzugeben, dessen Wirksamkeitszyklus in Übereinstimmung mit den Meßfühlersignalen
bestimmt wird, um einstellbar das Ventil zum Öffnen des Treibstoff-Hilfskanals zu
erregen,
wobei das Luft-Treibstoffverhältnis entsprechend
den Motorbetriebsbedingungen gesteuert bzw. geregelt .wird.
5. Vergaser mit veränderlichem Ansaugtrichter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl
der Meßfühler ein Motor-Verbrennungsdruckfühler (81), ein Motor-Kühlmitteltemperaturfühler (82) , ein Abgas-Sauerstoffühler
und ein Motor-Drehzahlfühler (84) sind.
6. Vergaser mit veränderlichem Ansaugtrichter nach Anspruch 1, ferner gekennzeichnet durch einen Treibstoffzylinder
(90) mit einer Düsenöffnung (91), die sich zur stromabwärtsgelegenen Seite im Inneren des
Ansaugkanals öffnet, wobei der Treibstoffzylinder mit dem Treibstoff-Hilfskanal verbunden ist und die
Düsenöffnung im wesentlichen nahe dem mittleren Abschnitt des Ansaugtrichters angeordnet ist, der dann
gebildet wird, wenn sich der Saugkolben nahe seiner obersten Lage bewegt.
5
5
7. Vergaser mit veränderlichem Ansaugtrichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verjüngte
Düsennadel (28) schwenkbar vom Saugkolben derart getragen ist, daß die äußere verjüngte Oberfläche der
Nadel stets in Berührung mit der Innenfläche mindestens eines der beiden Düsenabschnitte steht, während sich
der Saugkolben innerhalb des Düsenkörpers auf- und abbewegt .
8. Vergaser mit veränderlichem Ansaugtrichter nach
Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die verjüngte Düsennadel (28), die schwenkbar vom Saugkolben getragen
wird, in Berührung mit mindestens einem Düsenabschnitt an der stromabwärtsgelegenen Seite der Mittelachse des
2^ Düsenkörpers steht.
9. Vergaser mit veränderlichem Ansaugtrichter nach
Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die verjüngte Düsennadel (28), die schwenkbar vom Saugkolben getragen
ist, in Berührung mit einer Düse mit dem kleinsten Durchmesser von den mindestens zwei Düsenabschnitten
steht.
10. Vergaser mit veränderlichem Ansaugtrichter nach
Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die veränderliche Düsennadel (28), die schwenkbar vom Saugkolben
getragen ist, in Berührung mit einem der mindestens zwei Düsenabschnitte und dem anderen der mindestens
zwei Düsenabschnitte an einem einzigen Berührungspunkt dann steht, wenn der Durchmesser eines der Düsenabschnitte
nicht gleich ist jenem des anderen der Düsenabschnitte, und daß die beiden Düsenabschnitte exzentrisch
längs der Mittelachse des Ansaagkanals angeordnet
-5-sind.
11. Vergaser mit veränderlichem Ansaugtrichter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die verjüngte
Düsennadel (28), die schwenkbar vom Saugkolben getragen ist, in Berührung mit einem der mindestens zwei Düsenabschnitte
und mit dem anderen der mindestens zwei Düsenabschnitte an zwei Berührungspunkten steht, wenn
die beiden Düsenabschnitte senkrecht zur Mittelachse des Ansaugkanals versetzt sind.
12. Vergaser mit veränderlichem Ansaugtrichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der
Treibstoff-Hilfskanal zum Ansaugtrichter hin öffnet.
13. Vergaser mit veränderlichem Ansaugtrichter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Treibstoff-Hilfskanal
sich an der stromabwärtsgelegenen Seite des Ansaugtrichters zu diesem hin öffnet.
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1983
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