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Verfahren zum Steuern eines Analysiergeräts für chemische
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Analysen Die Erfindung bezieht sich awlf die Steuerung von Analysiergeräten
nnd betrifft insbesondere ein Verfahren zur Gesamtste1erung eines Analysiergeräts
für chemische Analysen, bei dem eine Bedienungsperson aufgrund einer Anzeige auf
einem Überwachungsbildschirm die Möglichkeit der Beeinflussung verschiedener Betriebsbedingungen
hat.
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Es sind verschiedene Arten von Analysegeräten für biochemische Untersuchungen
entwickelt worden, deren Betrieb durch eine mit einem elektronischen Rechner bestückte
Zentraleinheit gesteuert wird. Ein solches rechnergesteuertes Analysiergerät hat
den Vorteil, daß im wesentlichen der ganze Betrieb des Geräts automatisch gesteuert
wird, so daß die Arbeit der Bedienungsperson beträchtlich reduziert werden kann
und durch menschliches Versagen verursachte Fehler völlig ausgeschlossen werden
Sehr viel Kühe ist auf die vollständige Automatisierung des ganzen Betries eines
Analysiergeräts verwandt worden. Bei einem vollautomatisierten Analysiergerät kann
kedoch die Bedienungsperson die Betriebsbedingungen nicht jederzeit prüfen sondern
muß sich alif die gelieferten Analysedaten rind Ergebnisse verlassen, Bei der neueren
Entwicklung von Analysegeräten für die Biochemie ist aber der Betrieb des Analysiergeräts
von kritischer Bedeutung, denn Schwankungen der Betriebsbedingungen haben einen
starker Einfluß auf die Analyseergebnisse. Für diesen Fall sollte es möglich sein,
daß eine Bedienungsperson die Betriebsbedingungen und die Analyseergebnisse prüfen
oder bestätigen kann
Bei einem Analysiergerät für biochemische Analysen
anhand einer Teilchenagglutinationsreaktion wird ein Antigen oder Antikörper in
einer Probe mit einem Antikörper oder einem Antigen in einem Reagens umgesetzt,
1Xm ein Teilchenm1'ster auf einer geneigten Bodenfläche eines Reaktionsgefäßes oder
einer Küvette entstehen zn lassen. Das Teilchenmuster wird dann photoelektrisch
genessen, um festzüstellen, ob eine Agglutinationsreaktion vorliegt oder keine Agglutination
oder Zusammenballung stattgefunden hat. Bei einem Analysiergerät für immunologische
Reaktionen wird eine Probe einer Vielzahl von Küvetten zugeführt, die in einer Mikroplatte
ausgebildet sind. Den Küvetten mit der Probe werden dann gegebene Reagentien zigeführt,
um Prüfflüssigkeiten zu bilden. Die Prüfflüssigkeiten werden während einer gegebenen
Zeitspanne im wesentlichen im Stillstand gehalten, damit die Teilchenagglutinationsreaktion
erfolgen kann. Wenn es zu einer Agglutination oder Zusammenballung gekommen ist,
werden die zasammengeballten Teilchen wie Schnee gleichmäßig auf der Bodenfläche
niedergeschlagen Und bilden ein sogenanntes gleichförmiges Niederschlagsmuster.
Wenn es aber nicht zu einer Agglutination gekommen ist, schweben die Teilchen zur
Bodenfläche herab nnd rollen längs der geneigten Bodenfläche entlang, Vm sich im
tiefsten Teil der Küvette anzusammeln nnd dort ein sogenanntes integrales Nuster
zu bilden. Durch Feststellen der Art des Teilchenmusters an der Bodenfläche eines
Reaktionsgefäßes kann also bestimmt , werden, ob es eine Agglutination gegeben hat
oder nicht.
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Häufig entsteht bei einem solchen Analysiergerät kein klares sondern
ein ziemlich unklares Teilchenmuster. Um eine falsche Beurteilung der Analyse auszuschließen,
wenn kein klares Teilchenmuster entstanden ist, wird das Analysiergerät so programmiert,
daß es die Ungewißheit eines Ergebnisses anzeigen kann, die üblicherweise mit einen
Fragezeichen versehen aUsgedruckt wird. In der Praxis werden häufig solche Fragezeichen
attf Berichten ausgedruckt. Wenn mit Fragezeichen verschene Ergebisse von Proben
für Unverwertbar gehalten sind vernichtet
werden1 ist praktisch
die Analyse dieser Proben verschwendet.
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Um diesen Nachteil zu vermeiden, ist das bekannte Analysiergerät mit
einem Sichtbereich versehen, in dem die Nikroplatte angeordnet wird, so daß die
Bedienungsperson die Teilchenmusier darin inspizieren kann, woraufhin korrekte Ergebnisse
erhalten werden. Bei der Bestimmung der ABO-Blutgruppe wird meistens ein Probenserum
in zwei Reaktionsgefäße und eine Probenblutsuspen sion in zwei weitere Reaktionsgefäße
gefüllt Die Blutgruppe wird darin anhand der vier auf den Bodenflächen dieser vier
Reaktionsgefäße entstandenen Teilchenmuster bestimmt. Bei der Bestimmung der ABO-Blutgruppe
durch Betrachten der Mikroplatte im Sichtbereich mit die Bedienungsperson die vier
Teilchenmlzster wahrnehmen und die Blutgruppe auf der Basis einer Kombination der
vier Agglutinations- oder Nichtagglutinationsmuster festlegen. Das ist nicht aller
ein sehr iständliches Verfahren, sondern es können sich auch leicht Fehler einschleichen.
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Bei dem bekannten rechnergesteuerten Analysiergerät ist es lrnmöglich,
Analysedaten einzugeben, die von Hand oder mittels anderer Analysiergeräte erhalten
wurden. Reispielsweise ist bei der Bluttransfusion die Blutuntergruppe einer der
wichtigen Parameter. Die Blutuntergruppe wird meistens nicht aUtomatisch untersucht.
Bei dem bekannten Analvsiergerät kann die festgestellte Blutuntergruppe nicht eingegeben
werden so daß die entsprechenden Ergebnisse hinsichtlich der Blutuntergruppe getrennt
von den ausgedruckten Ergehnissen des Analysiergeräts vorbereitet werden müssen.
Es liegt aul der Hand, da. getrennte Ergebnisse beispielsweise für die Verwaltung
sehr Unzweckmäßig sind.
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Es ist üblich, die Proben und Daten unter Bezugnahme auf die Probenidentifikation
(ID) zu nandhaben. Die Handhabung von Proben kann sehr viel wirksamer gestaltet
werden, wenn die Proben in Gruppen zusammengefaßt werden0 So ist es beispielsweise
von Vorteil, wenn von der gleichen Stelle kommende Proben
als eine
Gruppe behandelt werden können. Bei dem bekannten Analysiergerät müssen bei gruppenweiser
Behandlung der Proben die zu der gleichen Grloppe gehörenden Proben in die Probenzubereitungseinheit,
kurzgesagt in den Probensammler eingesetzt und gleichzeitig weiterverarbeitet werden.
Folglich muß die Bedienungsperson, wenn die Probengruppe geändert wird, das Analysiergerät
anhalten und die Proben der neuen Gruppe einsetzen.
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Gleichzeitig muß die Bedienungsperson aber auch verschiedene Prüfbedingungen
in das Analysiergerät eingeben, ehe die Analyse der neieingesetzten Proben aufgenommen
werden kann Das bekannte Analysiergerät kann also nicht wirksam genutzt werden,
und außerdem hat die Bedienungsperson viel eigene Arbeit z1z leisten.
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Ferner ist bei dem bekannten Analysiergerät ein Vorbereitangsverfahren
und ein Nachbehandl Iingsverfahreri, nötig, bevor eine Untersuchung vorgenommen
werden kann und nachdem eine Untersuchung beendet worden ist. Dadurch entsteht eine
sehr lange Untersuchungsdauer. Ferner können bei dem bekannten Analysiergerät die
Analysebedingungen nicht ohne weiteres geändert werden.
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Der Erfindung liegt die Auf gabe zugrunde, das genannte Verfahren
dahingehend zu verbessern, daß die erforderlichen Analysen in kurzer Zeit durchgeführt
werden und die Auswahl der Analysen schneller i;nd bequemer geändert werden kann
Ein diese Aufgabe lösendes Verfahren ist rit seinen Ausgestaltungen in den Patentansprüchen
gekennzeichnet.
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Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren znm Stellern eines rechnergesteuerten
Analysiergeräts für chemische Analysen ist eine Wechselwirkung zwischen einem Rechner
und einer Bedienungsper son möglich, was den Wirkigsgrad des Analysiergeräts erhöht
und seine Funktionen ausweitet. Ferner können die Untersuchungs
daten
ohne weiteres auf der Grundlage visuell festgestellter Analysedaten korrigiert werden.
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Viele Proben lassen sich gleichzeitig gruppenweise untersu@nen, und
die ganze Untersuhungsdauer kann dadurch verkürzt werden, daß Teile des Vorbereitungsverfahrens
und der Nachbehandlung während eines Analyseverfahrens vorgenommen werde.
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Auch der Rechner kann wirksam ausgenutzt werden.
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Im folgenden ist die Erfindung mit weiteren vorteilhaften Einzelheiten
anhand eines schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. In
den Zeichnungen zeigt: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels
eines rechnergesteuerten Analysiergeräts, mit dem das erfindungsgemäße Verfahren
d1'rchführbar ist; Fig. 2 eine Draufsicht auf das Analysiergerät gemäß Fig. 1; Fig.
3 eine Vorderansicht des Analysiergeräts gemäß Fig. l; Fig. 4 eine Seitenansicht
eines Förderers für Mikrolatten in dem In Fig. 1 gezeigten Analysiergerät; Fig.
5 eine perspektivische Ansicht eines Probengestells; Fig. 6 eine perspektivische
Ansicht einer Zufuhrvorrichtung für Probengestelle; Fig. 7 eine Draufsicht auf eine
Probenzubereitungseinheit; Eie, P ein Blockschalthild des Aufbaus einer Ste'ereinheit;
Fig. 9 ein Beispiel einer Annzeigt auf einem Überwachungsbild schirn; Fig. 10A bis
10C schematische Darstellungen zur Erläuterung des betriebs eines Speichers; Fig.
11 eine schematische Ansicht zur Erläuterung der Datenform in einem "Floppy-Disc"
; Fig. 12 und 13 Beispiele von Anzeigen auf der Oberwachungs bildschirm; Fig. 14
ein Flußdiagramm für den aail einer Datenkorrektur;
Fig. 15 ein
Beispiel der Anzeige auf dem Überwachungsbildschirm während der Datenkorrektiir;
Fig. 16E bis 16C schematische Darstellungen des Inhalts eines Speichers während
der Datenkorrektur; Fig. 17 ein Flußdiagramm für den Fall einer Echtzeit-Ausgabeaufbereitung;
Fig. 18 eine Tabelle zur Erläuterung der Bestimmung von ABO-Blutgruppen; Fig. 19
ein Beispiel einer Anzeige auf dem Uberwachungsbildschirm; Fig. 20 Und 21 Beispiele
von-Anzeigen alzf dem Überwach"ngsbildschirm während einer Stapel-Ausgabeaufbereitung;
Fig. 22 ein Flußdiagramm für den Fall einer Stapel-Ausgabeaufbereitung; Fig. 23
eine Zeittabelle zur Erläuterung des Betriebs des Analysiergeräts; Fig. 24 ein Blockschaltbild
zur Erläuterung des zwischen Programmen bestehenden Verhältnisses; Fig. 25 eine
Zeittabelle zur Erläuterung der Durchführung der Programme; Fig. 26A bis 26E Beispiele
von Anzeigen auf dem Überwachungsbild schirm.
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In Fig. 1 ist in einer perspektivischer Ansicht ein Ausführungsbeispiel
eines selbsttätigen Analysiergeräts für biochemische Analysen gezeigt, an dem das
erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt wird. Das gezeigte Analysiergerät wird für
die immunologische Analyse aufgrund der Teilchenagglutination eingesetzt.
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Grob gesagt läßt sich das Analysiergerät unterteilen in eine Probenzubereitungseinheit
U1, in der Serumproben und Blutzellen proben aus aufeinanderfolgenden, zentrifugierten
Vollblutproben vorbereitet werden, eine Analysiereinffieit U2 in der gegebene Mengen
der Serum- und Blutzellenproben in in Mikroplatten ausgebildete Reaktioonsgefäße
oder Küvetten abgegeben werden und diesen Reagentien zugefügt werden eine gegebene
Reaktion zu
fördern, und dann die an den Bodenflächen der Küvetten
gebildeten Teilchenmuster festgestellt werden, sowie eine Steuereinheit U3, die
einen Rechner, eine Tastatur einen Uberwachungsbildschirm und einen Drucker aufweist,
und mit der die beiden anderen Einheiten Ul Und U2 gesteuert und Analysedaten weiterverarbeitet
werden, um Untersuchungsergebnisse zu erhalten. Der Aufbau der einzelnen Einheiten
Ul, U2 und U3 wird im einzelnen weiter unten beschrieben.
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Fig. 2 ist eine schematische Draufsicht auf ein Analysiergerät, bei
dem die Probenzubereitungseinheit U1 einen Probensammler 20 aufweist, der drei Gestellkassetten
21 enthält, in die jeweils zwölf Probengestelle 22 eingesetzt sind. Jedes Gestell
enthält zehn Probengefäge oder Probenröhrchen 23. Eine Kassette mit Probengestellen
enthält folglich 120 Probenröhrchen 23. In jedes dieser Probenröhrchen 23 wird eine
zentrifugierte Blut probe eingefüllt ilnd an der Seitenwand des Gefäßes ein Strichcode
angeheftet, der Informationen zu der Probe enthält, beispielsweise die Patientennummer,
UntersUchi0ngsposten, Blut gruppe usw.
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Die Gestellkassette 21 wird in einer in Fig. 2 durch einen Pfeil A
gekennzeichneten Richtung in gegebenen Schritten längs einer in dem Probensammler
20 vorgeschenen Probenführungsbahn 24 befördert. Wenn das Probengestell 22 in der
Gestellkassette 21 eine Probenz':f'ihrjai 25 erreicht, wird das Probengestell 22
mittels einer hier nicht gezeigten Zustellklauenvorrichtung in Probensanmler 20
in der d'ircn Pfeil 3 gekennzeichneten Richtung bewegt und auf einen Endlosriemen
27 auf gegeben, der mittels Antriebswellen 26A, 263 mit gegebener Geschwindigkeit
angetrieben wird. Das auf den Endlosrieen 27 aufgesetzte Probengestell 22 wird mittels
einer Probenzustellanordnung 28 einer Probenwahrnehmstation 29 zugeführt, die eine
Probenwahrnehmvorrchtung 30 avfweist. Dort wird zunächst der Strichcode
des
ersten Probenröhrchens 23-1 abgelesen rlnd dann das Probengestell 22 mittels der
Gestellzustellanordnung 28 mit Unterbrechungen bis zu einer Stellung weiterbewegt,
bei der sich das nächste Probenröhrchen 23-2 an der Probenwahrnehmstation 29 befindet.
Danach wird der Strichcode des Probenröhrchens 23-2 mittels der Probenwahrnehmvorrichting
30 abgelesen. Wie im Fall der Gestellzustellanordnung 28 können hier wieder Transportklauen
vorgesehen sein, die mit einem Solenoid verbunden sind, mit dessen Hilfe die Bewegung
des Probengestells 22 gegen eine Bewegungskraft in Richtung des Pfeiles B anhält.
Die Bewegung kann auch synchronisiert mit dem Endlosriemen 27 angehalten werden.
Probenangaben werden der Reihe nach von den Strichcodes abgelesen, die an den entsprechenden
Probenröhrchen 23-1 bis 23-10 in dem Probengestell 22 haften.
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Nach dem Feststellen der Probenangaben werden die Probenröhrchen der
Reihe nach zu einer Probenabgabestation 31 weiterbewegt, an der z.B. mittels einer
an der Spitze eines Probenarms 32 angebrachten Blutzellendüse 33 sowie einer Serumdüse
34 mengenmäßig Blutzellenteilcher und Serum aus dem Probenröhrchen 23-1 in Abgabevorrichtungen
3-1 Iind 3-2 abgesaugt werden.
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Der Sangvorgang wird so durchgeführt, daß der Probenarm 32 in einer
durch Pfeil C angedeuteten Richtung bewegt wird, bis die Blutzellendüse 33 l7nd
die Serumdüse 34 oberhalb des in der Probenabgabestation 31 befindlichen Probenröhrchens
23-1 angeordnet sind. Dann wird der zwar abwärtsbewegt, damit die Bllltzellendüse
33 1.nd die Serumdüse 34 jeweils mit ihrer Spitze in die Bl11tzellenteilchen bzw.
das Serum eintazlchen kann. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist an der Spitze des
Probenaritis 32 eine Elektrode 35 angeordnet, die gemeinsam mit den Düsen 33 wird
34 in das Probenröhrchen 23-1 eintaucht, wobei die Düsen 33, 34 als leitfähigem
Werkstoff bestehen. Anhand eier Impedanzschwankung zwischen den Elektroden wird
eine Flüssigkeitsoberfläche oder Grenzfläche zwischen dem Serum und den Blutzellen
feste stellt, wodurch es möglich ist, die Abwärtsbewegung des Probenarms
32
zu steuern und festzustellen, ob in dem Probenröhrchen Prüfflüssigkeit enthalten
ist oder nicht.
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Nach dem mengenmäPigen Absaugen des Serums Und der Blutzellen wird
der Probenarm 32 nach oben lind dann in entgegengesetzter Richtung zu der durch
Pfeil C angedellteten Richtung bewegt, Um die Blutzellendüse 33 Und die Serumdüse
34 oberhalb einer Probenführungsbahn 36 anzuordnen, längs der ein Endlosriemen 37
aus rostfreiem Stahl mittels Antriebswellen 38A und 385 mit Unterbrechungen in einer
durch Pfeil D gekennzeichneten Richtling bewegbar ist. an dem Endlosriemen 37 ist
eine Vielzahl von Probenplatten 39 befestigt, lind in jeder Probenplatte ist ein
erster Halter 41A, ein zweiter Halter 4lB in geringfügigem Abstand von dem Halter
41A, ein dritter Halter 41C sowie ein vierter Halter 41D enthalten, die In gleichbleibenden
Abständen in der durch Pfeil D angedelxteten Richtung angeordnet sind. In die jeweiligen
Halter sind zur Probenverdünnung Becher 42A, 42B, 42C bzw.
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42D abnehmbar eingesetzt. Der Becher 42A wird für die Aufnahm von
Blutzellteilchen oder Blutkörperchenteilchen angeordnet, die mittels der Abgabevorrichtung
311 in den Becher 42A abgegeben werden. Gleichzeitig wird mittels einer Abgabevorrichtung
5-1 aus einem hier nicht gezeigten Gefäß Salzlösung in den Becher 42A gefüllt, bis
darin eine vorherbestimmte Menge einer suspension alls Bliitkörperchen entstanden
ist. Als nächstes wird mit Hilfe des Endlosriemens 37 der Becher 422 in eine Stellung
unter dem Probenarm 32 bewegt und etwa ein Drittel der Serumprobe als der Abgabevorrichtung
3-2 in den Becher 42P abgegeben, der gleichzeitig mittels einer Abgabevorrichtung
5-2 Salzlösung als dem Gefäß enthält, bis eine vorherbestimmte Menge verdürn ten
Serums in dem der Probenverdünnung dienenden Becher 42n entstanden ist. In der gleichen
Weise wird den Bechern 42C und 42D mittels der Serumdüse 34 Serlimprobe lind mittels
Abgabevorrichtungen 5-3 und 5-4 eine vorherbestimmte Menge Salzlösling zlageführts
so daß in den Bechern 42C und 42D verdünntes Serum gebildet wird. Danach wird der
Probenarm 32 in entgegengesetzter
Richtung z'-i der durch Pfeil
D gekennzeichneten Richtung bewegt, um einer Waschvorrichtung 43 zugeführt zu werden,
die in der Nähe der Peripherie der Probenführungs bahn 36 angeordnet ist. Hier wird
die Blutzellendüse 33, die Serumdüse 34 und die Elektrode 35 gesäubert Und danach
der Probenarm 32 in die in Fig. 2 gezeigte AUsgangsstellUng ziückgebracht.
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Die vorstehend beschriebenen Verfahrensschritte werden an allen aufeinanderfolgenden
Probenröhrchen an der Probenabgabestation 31 durchgeführt. So wird in den Bechern
42A und 425 bis 42D, die der Reihe nach auf der Probenplatte 39 angeordnet sind,
eine Blutkörperchensuspension und verdünntes Serum erzeugt, wobei jeweils das Verdünnungsverhältnis
im voraus bestimmt ist.
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Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel wird davon ausgegangen,
daß die Bewegungsdauer des Probengestells 22 auf dem Endlosriemen 27 15 Sekunden
beträgt. Damit wird die Verdünnung und Abgabe der Proben, die in den in einem einzigen
Probengestell 22 angeordneten Probenröhrchen 23-l bis 23-10 enthalten sind, während
einer Zeitspanne von 15x10=150 Sekunden beendet.
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Nach Beendigling der Probenabgabe im Hinblick al1f alle in dem einen
Probengestell 22 enthaltenen Probenröhrchen 23-1 bis 23-10 wird der Endlosriemen
27 in umgekehrter Richtung bewegt und das Probengestell 22 wieder in die Ausgangsstellung
in der Gestellkassette 21 gebracht. Dann wird die Gestellkassette 21 um eine Teilung
in der durch Pfeil A angedeuteten Richtung weiterbewegt und das nächste Probengestell
der Probenzufuhrbahn 25 zugestellt, damit der vorstehend beschriebene Vorgang an
den nächsten Probenröhrchen wiederholt werden kann.
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DUrch Bewegung des Endlosriemens 37 wird dann die Probenplatte 39,
die die Becher 42A bis 42D stützt, in denen die Slispensionen der Ellztkörperchen
und das verdünnte Serum enthalten sind, einer Probenabsaugstation 45 in der Analysiereinheit
U2 zuge führt.
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Bei den in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel sind in einer MiRrorlatte
52 Küvetten 8 in einer Zahl von 12x10=120 Stück @orgesehen, und in einer Seitenfläche
der Mikroplatte sind längs zehn Reaktionsgefäßreihen kerben zur lagebestimmung ausgebildet.
Da für eine Probe zwölf Küvetten benutzt werden (12 Kanäle), können die Probenlösungen
für zehn Proben in einem Stück der Mikroplatte 52 geschaffen werden. Jede Küvette
8 hat eine Bodenfläche von konischer Gestalt, in der eine Vielzahl feiner Stufen
regelmäßig und konzentrisch a'3sgebildet ist, um eine statile Basisschicht sedimentierter
Teilchen auf der ge neigten Bodenfläche Zil erhalten. Es entsteht eine stabile Basisschicht
niedergeschlagener Teilchen auf dem abgestuften Bereich, da in der geneigten Boderfläche,
wie gesagt, regelmäßige Stufen ausgebildet sind. Bei einer Agglutinationsreaktion
setzen sich also die sedimentierten Teilchen gleichmäßig aiif der Basisschicht nieder,
und i Fall einer nicht eintretenden Zusammenballungsreaktion rollen die sedimentierten
Teilchen längs der geneigten Bodenfläche nach unten und werden im tiefsten mittleren
Bereich angesammelt, so daß auf der geneigten Bodenfläche deutliche Agglutinations-
bzw. Nichtagglutinations muster entstehen können.
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Eine Vielzahl von Mikropletten 52 ist auf einer selbsttätigen Zufuhrvorrichtung
53 für die Platten azafrestapelt. Die Mikroplatten 52 werden mit Hilfe von in der
Zufuhrvorrichtung 53 angeordneten Führungsgliedern 54A bis 54D in ihre Lage gebracht.
In Fig. 2 ist aus Grunden der Einfachheit die unterste Mikroplatte 52 gezeigt. Die
auf der Zufuhrvorrichtung 53 auf gestapelten Mikroplatten 52 werden der Reihe nach,
beginnend mit der untersten in vorherbestirr.mter zeitlicher Abstlmmiing in der
durch einen Pfeil E angedeuteten Richtung transportiert und auf eine Übergatevorrichtung
55 für Mikroplatten aufgegeben. Die Ubergabevorrichtung 55 für Nikroplatten weist
einen Endlosriemen 57 alf, der mittels Antriebswellen 56A Und 565 in der durch Pfeil
F angedellteten Richtung, d.h. parallel
Zil der Probenführungsbakn
36 bewegt wird. Die auf einen Endlosrienen 57 aufgegebene Mikroplatte 52 wird einer
Proben- und Reagensabgabestation 58 zugeführt, an der vorherbestimmte Reagentien
mengenmäßig in eine Reihe von zwölf Küvetten abgegeben werden, wie in Fig. 2 gezeigt.
Zur gleichen Zeit sind Blut Körperchensuspensionen und verdünntes Serum mengenmäßig
von den an der Probenabsaugstation 45 befindlichen Bechern 42A bis 42D geliefert
worden, so dab die vorherbestimmten Probenlösungen erhalten werden können.
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Für die an der Proben- und Reagensabgabestation 58 angeordneter zwölf
Reaktionsgefäße (zwölf Kanäle) ist eine entsprechende Anzahl von Düsen 61-1 bis
61-12 von einem Reagensarm 60 abge stützt vorhanden. Diese Düsen sind über entsprechende
Rohrleitungen 62 mit Abgatevorrichtungen 9-1 bis 9-12 verbunden. Für die zwölf Kanäle
sind an einem Reagensgefäß 63 zwölf Einzelgefäße 63-1 bis 63-12 vorgesehen, die
das vorherbestimmte erste Reagens enthalten. Ferner können hier nicht gezeigtQ obere
Stopfen an den Einzelgefäßen 63-1 bis 63-12 vorgesehen sein, und eine Rührvorrichtung
ist in den jeweiligen Kanälen angeordnet, um zu verhindern daß das Reagens Klunpen
bildet und imsbesondere eine Sedimentation des Blutkörperchenreagens zu vermeiden.
Das Beagensgefäß 63 ist cherhalb des Endlosriemens 57 der Ubergabevorrichtling 55
für die Nikroplatten vorgesehen und an einer stützenden Platte 64 angebracht, die
an einem Hauptkörper so befestigt ist, daß Raum freibleitt, durch den die Mikroplatte
52 unterhale der Platte 64 hindurchbewegt werden kann. Die dem ersten Kanal zugeordnete
Düse 61-1 nd die dem siebten Kanal zugeordnete Düse 61-7 des Reagensarms 60 sind
außerdem jeweils mit einer Abgabevorrichtung 11-1 bzw. 11-2 verbunden, so daß die
vorherbestimmten zweiten Reagentien den Reaktionsgefäßen der Mikroplatte 52 entsprechend
den jeweiligen Kanäle zugeführt werden können, wie anhand von Fig. 1 erläutert.
Gemäß Fig. 2 sind von den Abgabevorrichtungen 11-1 und 11-2 kommende Rohrleitungen
65 mit den Rohrleitungen 62 verbunden, die dem
erster. bzw. siebten
Kanal entsprechen. Es ist aber auch möglich, diese Rohrleitungen unmittelbar mit
der dem ersten Kanal zugeordneten Düse 61-1 bzw. der dem siebten Kanal zugeordneten
Düse 61-7 zu verbinden und auch mit diesen Rohrleitungen umitt telbar nur Düsen
für das zweite Reagens zu verbinden.
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Nachfolgend soll der Betrieb des Beagensarms 60 und das Verhältnis
zwischen des Reagensgefäß 63 und der Mikroplatte 52 erläutert werden. Die den Kanälen
zugeordneten Düsen 61-1 bis 61-12 sind an Reagensarm 60 unter einem kleinen Winkel
entgegen dem Uhrzeigersinn gegenüber der Vertikalen versetzt angeordnet. An einem
an der Proben- Und Reagensabgabestation 58 vorgesehenen Probenabgabearm 70 sind
Düsen 71-1 bis 71-4 unter einem Abweich'lngswinkel befestigt. Der Probenabgabearm
wird später noch im einzelnen erläutert. In die auf der Mikroplatte 52 befindlichen
Küvetten 8-1-1 bis 8-1-12, die vom Endlosriemen 57 mit Unterbrechungen zllgestellt
werden, werden an der Proben- und Reagensabgabestation 58 dans erste Reagens (und
das zweite Reagens), die Blutkörperchensuspension und das verdünnte Serum durch
die Düsen 61-1 bis 61-12 für die einzelnen Kanäle und die Düsen 71-1 bis 71-4 für
die Probenabgabe eingefüllt, um Probenlösungen zu bilden. Danach beginnt die Agglutinationareaktion.
Zunächst wird der Reagensarm 60 nach unten bewegt, bis die Spitzen der Düsen 61-1
bis 61-12 in die entsprechenden Einzelgefäße 63-1 bis 63-'2 fur das Reagens eintauchen.
Die in den Einzelgefäßen 63-1 bis 63-12 enthaltenen Beagentien werden von den zugeordneten
Düsen 61-1 bis 61-12 abgesaugt, und dann wird der Reagensarm 60 nach oben und in
einem Bogen weiterbewegt, um schließlich abgesenkt zu werden und das Beagens abzugeben,
wie vorherbestirmt.
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Als nächstes soll der Probenabgatearm 70 in seiner Arbeitsweise erlautert
werden. Bei dem in Fig* 2 gezeigten ausführungsbeispiel sind vier Düsen 81-1 is
71-4 für die Probenabgabe an dem Probenabgabears 70 in vorherbestimmten Abständen
entsprechend
den a'if der Probenplatte 39 angeordneten Bechern
42A bis 42D vorgesehen, die mittels des Endlosriemens 37 der Probenabsaug station
45 zuführbar sind. Diese Düsen sind über entsprechende Rohrleitlingen 73 mit Abgabevorrichtungen
7-1 bis 7-4 verbllnden.
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Wenn die Probenplatte 39 die Probenabsallgstation 45 erreicht, wird
der Probenabgabearm 70 mittels einer hier nicht gezeigten universalen Antriebsvorrichtung
um ca. 90° in der horizontalen Ebene gedreht, und zwar in einer dlirch einen Pfeil
H angedeuteten Richtung entsprechend einer doppelt punktierten Strichlinie, und
wird dann abwärtsbewegt. Dabei talichen die Düsen 71-1 bis 71-4 für die Probenabgabe
in entsprechende Becher 42A bis 42D ein, die sich an der Probenabsaligstation 45
befinden. Dabei wird die Bllitzellensli.spension aus dem Becher 42A von der Abgabevorrichtling
7-1 über die Düse 71-1 abgesaugt, Und alich die verdünnten Seren alls den Bechern
42B-42D werden mittels der Abgabevorricht'.ingen 7-2 bis 7-4 über die Düsen 71-2
bis 71-4 abgesaugt. Danach wird der Probenabgabearm 70 nach oben in die vorherbestimmte
Stellung bewegt, bei der die Düsen 71-1 bis 71-4 aus den Bechern 42A bis 42D entfernt
werden. Danach wird der Probenabgabearm in Richtling des Pfeiles I längs eines Bogens
und auch in Richtung eines Pfeiles J zu der Mikroplatte 52 bewegt. Bei dieser Stelllxng
wird durch die Düse 71-4 für die Probenabgabe zunächst das verdünnte Serum aus der
Abgabevorrichtung 7-4 in die auf der Mikroplatte 52 befindliche Küvette 8-n-12 abgegeben
(n ist von 1 bis 10 ausgewählt). Dann wird im Verlauf der Rückkehr des Probenabgabearms
70 in Richtung des Pfeils K das verdünnte Serum der Abgatevorrichtung 7-4 über die
Düse 71-4 in die Küvette 8-n-ll abgegeben, das verdünnte Serum aus der Abgabevorrichtung
7-3 wird durch die Düse 71-3 den Küvetten 8-n-10 und 8-n-9 zugeführt, das verdünnte
Serum der Abgabevorrichtung 7-2 wird durch die Düse 71-2 den Küvetten 8-n-8, 8-n-7,
8-n-6 und 8-n-5 zugeführt lind die in der Abgabevorrichtung 7-1 enthaltene Blutkörperchensuspension
wird dllrch die Düse 71-1 an die Küvetten 8-n-4, 8-n-3, 8-n-2 und 8-n-1 abgegeben.
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Unter Berücksichtigung einer höheren Leistlingsfähigkeit bei der
Analyse,
der Beaktionsgeschwindigkeit und des Wirkungsgrades beim Aufrühren während der Abgabe
wird die Reagensabgabe aus den den Kanäle zugeordneten Düsen 61-1 bis 61-12 im Reagensarm
60 an die Küvetten 8-n-1 bis 8-n-12 und die Abgabe dem Blutkörperchensuspension
und des verdünnten Serums aus den Düsen 71-1 bis 71-4 des Probenabgabearms 70 an
die Küvetten 8-n-1 bis 8-n-12 vorzugsweise im wesentlichen gleichzeitig durchgeführt.
Anders ausgedrückt, kann der Abgabeprozeß wie folgt geplant sein: 1.) Das Reagens
wird in die Küvetten 8-n-1 bis 8-n-12 aller gleichen Zeit abgegeben, Und dann werden
die Proben abgegeben, während der Probenabgabearm 70 geschwind in Richtung des Pfeiles
K bewegt wird, 2.) das Reagens wird der ehe nach den Küvetten 8-n-1 bis 8-n-12 zugeführt,
und die Proben werden der Reihe nach entsprechend der Reagensabgabe abgegeben, lind
3.) die Reagentien werden in jeweils aus einigen Küvetten bestehende Küvettengruppen
der Reihe nach abgegeben, und die Probe wird entsprechend abgegeben.
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Nach Beendigung der Probenabgabe wird der Probenabgabearm 70 in Richtling
des Pfeiles K in eine vorherbestimmte Stellung bewegt und dann erneut in Richtung
des Pfeiles H geschwenkt. Der Probenabgabearm 70 wird zu Lüsenwaschstellen 72A-72D
weitertewegt, die in Übereinstimmung mit den Düsen 71-1 bis 71-4 für die Düsenabgabe
so angeordnet sind, daß die jeweiligen Düsen gesäubert werden können. Der Probenabgabearm
70 word wiederholt in dem erwähnten Schema bewegt, Um die Probenabgabe durchzuführen.
Für die Reagens- und Probenabgate an eine Reihe von Küvetten 8-n-1 bis 8-n-12 ist
bei dieser Ausführungsbeispiel eine Daher von 15 Sekunden vorgesehen. Die Schaffung
der Probenlösung in einer Kikroplatte 52 erfolgt also in einer Zeitspanne von 15x10=150
Sekunden.
-
Danach werden die Düsen 71-1 bis 71-4 an den entsprechenden Waschstellen
72A bis 72D einer in der Nähe des Endlosriemens 37 angeordneten Waschvorrichtung
72 gesäubert. Nachdem der Proberabgabearm
70 abwärtsbewegt wurde
und die Düsen 71-1 bis 71-4 gesäbert wurden, wird der Probenabgateaarm 70 nach oben
und dann zu der Probenzufuhnbahn 25 bewegt, nm in die Probenatsaugstation für die
Becher 42A bis 42D zu gelangen. In dieser Station wird der Probenabgabearm 70 abwärtsbewegt,
um einen vorherbestimmten Saugvorgang durchzuführen, und danach wird der Probenabgabearm
70 wieder nach oben bewegt Und längs eines Bogens in eine Stellung geschwenkt, die
mit der Richtung des Pfeiles J ausgerichtet ist, Nachdem der Probenabgabearm 70
in die Richtling entsprechend Pfeil J bewegt wurde, wird er abgesenkt, lim die Probenabgabe
an aufeinanderfolgende Küvetten alif der Mikroplatte 52 dllrchzlführen. Danach wird
der Probenabgabearm 70 wieder angehoben und dann in seine Ausgangsstellung Zli rückbewegt.
Damit ist ein Zyklus der Probenabgabe beendet.
-
Die zur Verdünnllng vorgesehenen Becher 42A bis 42D, alls denen mittels
der Düsen 71-1 bis 71-4 verdünnte Blutkörperchensuspension und verdünntes Serlim
abgesaligt werden, werden darr. mittels des Endlosriemens 37 einer Waschstation
75 zugeführt, wie in Fig. 2 gezeigt. An der Waschstation 75 sind Düsen 76A bis 76D
zum Waschen so angeordnet, daß sie in die Becher 42h bis 42D eintauchen können.
Die in den Bechern 42A bis 42D noch verbliebenen Probenreste werden mittels einer
Sallgplmpe 77 durch diese Düsen entfernt. Anschließend wird den Bechern 42A bis
b2D von einer hier nicht gezeigten Zufuhreinrichtung für Waschflüssig keit durch
die Düsen 76A bis 76D eine Waschflüssigkeit zum Säubern der Becher 42A bis 42D zllgeführt.
Nach dem Waschen werden die Becher 42h bis 42D getrocknet, während sie auf dem Endlosriemen
37 erneut der Probenabgabestation 31 augeführt werden, so daß die Becher wiederholt
benutzhar sind. Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel sind die jeweiligen
Probenplatten 39 an dem Endlosriemen 37 mittels eines Schraubbolzens lind einer
ritter befestigt.
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Die Mikroplatte 52, in die Reagentien sind Proben abgegeben worden
sind,
wird dann in Richtung des Pfeiles F bewegt. Da bei diesem Ausführungsbeispiel die
Agglutinationreaktion mit der Schaffung der Prüflösling beginnt, wird der Endlosriemen
57 nachfolgend als erste Reaktionsbahnsektion bezeichnet. Wie ßig.
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2 zeigt, ist etwa Unterhalt der Platte 64, auf der die Reagensgefäße
63 angeordnet sind, ein Abwärtsförderer 80 für Mikroplatten angeordnet, der unter
Bezugnahme auf Fig. 3 Und 4 näher erläutert werden soll.
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Gemäß Fig. 3 und 4 wird die Mikroplatte 52 auf dem Endlosriemen 57,
der mittels der Antriebswellen 56Å5 56B angetrieben wird, in der durch den Pfeil
F gekennzeichneten Richtung transportiert lind dann zwischen einem Paar endloser
Tragriemen 81A, 81B des Abwärtsförderers 80 abgestützt. An den Tragriemen 81A, 81B
sind mehrere L-förmige Stege 81A-n lind 81B-n in gleichmäßigen Abständen zur Aufnahme
einer Anzahl von Mikroplatten befestigt. Die Stege sind mit hier nicht gezeigten
Anschlägen versehen, die verhindern, daß die Mikroplatte 52 von den Stegen herunterfällt.
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Die Tragriemen 81A und 81B werden mittels Antriebswellen 82Al, 82A2
sowie 83B1, 8382 in entgegengesetzte Richtungen in Umlauf versetzt, wobei die Antriebswellen
von einer Antriebseinrichtung mit konstanter Geschwindigkeit drehantreibbar sind.
Die vom Endlosriemen 57 der Reihe nach zugeführten Mikroplatten 52 werden also zwischen
den paarweise vorgesehenen L-förmigen Stegen abgestützt und dann in Abhängigkeit
von umlauf der Tragriemen 81A und 81B nacheinander in der durch Pfeil T bezeichneten
Richtung gefördert. In dieser Förderbahn lälift die Aggllitina tionsreaktion der
in den Reaktionsgefäßen der Mikroplatte enthaltenen Prüflösungen ab. Bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel wird die genannte vertikale Bahn als zweite Reaktionsbahnsektion
bezeichnet. Da die Agglutinationsreaktion in der zweiten Reaktionsbahnsektion vor
sich geht, müssen die Tragriemen 81h, 81B sanft bewegt werden, ohne daß die Mikroplatten
starken Stößen a1isgesezt werden. Die unterste der zwischen den Tragriemen 81A und
819 geförderten Mikroplatten 52 wird allf einen Endlosriemen 90 alifgegeben, wenn
die L-förmigen Stege 81A-nund 81B-n, die die betreffende Mikroplatte stützen, voneinander
weg
bewegt werden.
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Gemäß Fig. 3 wird der Endlosriemen 90 mittels Antriebswellen 91A,
91B und 910 in Richtung eines Pfeiles U bewegt, wobei die Antriebswellen mittels
einer AntriebseinrichtUng mit konstanter Geschwindigkeit sanft drehbar sind. Der
Endlosriemen 90 wird intermittierend mit einer Schrittlänge bewegt, die dem Abstand
zwischen Reihen von Küvetten 8-1 bis 8-10 entspricht, denn in einer Lichtmeßstation
92 werden die Prüflösungen, die in den Küvettenreihen 8-n-1 bis 8-n-12 auf der Mikroplatte
52 enthalten sind, nacheinander der Photometrie unterzogen. Bein gezeigten Atlsführangsoei
syiel wird dieser Teil der Transportbahn als dritte Reaktionsbahnsektion bezeichnet.
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Wie Fig. 3 zeigt, weist die Lichtmeßstation 92 eine Lichtquelle 93,
zu eine Lichtempfangseinrichtung 94 lind einen Träger 95 auf, von denen die Lichtqllelle
93 lind die Lichtempfangseinrichtung 94 am Träger 95 zn beiden Seiten der dritten
Reaktionsbahnsektion befestigt sind. Längs der dritten Reaktionsbahnsektion wird
eine Serie von zwölf Reaktionsgefäßen mittels einer Positioniervorrichtung angeordnet,
die an vorherbestimmter Stelle in der Nähe der Lichtmeßstation 92 vorgesehen ist.
Diese Positioniervorrichtung, mit der Gestelle zugestellt werden, wirkt mit Kerben
zltsammen, die in der Seitenwand der Mikroplatte 52 mit einer Teilring vorgesehen
sind, welche der Teilung der Feaktionsgefäßreihen entspricht.
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Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt die Beförderungs zeit
einer Mikroplatte von der Proben- lind Reagensabgabestation 58 bis z11 der Lichtmeßstation
92, d.h. die Reaktionszeit, 60 Minuten. Der Träger 95 wird in Fichtling rechtwinklig
zu einer durch Pfeil U gekennzeichneten RichtUng hin und her bewegt, um an der Lichtmeßstation
92 der Reihe nach alle zwölf Reaktionsgefäße (Kanäle) der Photometrie zu unterziehen.
Die Photometrie der anf der Mikroplatte 52 vorhandenen Küvetten kann entweder in
der einen oder in beiden Richtungen durchgeführt werden
Wie Fig.
3 zeigt, kann die dritte Reaktionsbahnsektion so gestaltet sein, daß der Endlosriemen
90 ir Richtung des Pfeiles U mit Hilfe von zwei Antriebswellen 91A, 91C bewegbar
ist, wobei in dem Endlosriemen 90 eine Vielzahl von OffnUngen vongasehen ist. Damit
wird nicht n11r die Mikroplatte 52 auf dem Bnd losriemen wirksam gefördert, sondern
es kann auch der von der Lichtquelle 93 ausgehende Lichtstrom wirksam dlirch die
Öffnlin gen von der Lichtempfangseinrichtung 94 empfangen werden. Um das Abstützen
der Mikroplatte 52 zu verbessern, können die Öffnungen mit einem transparenten Glied
abgedeckt sein, welches eine hohe Lichtdurchlässigkeit aufweist Nach dem Photometrieren
wird, wie Fig. 3 zeigt, die Mikroplatte 52 einem Aufwärtsförderer 120 zugeführt
und auf eine Platte 121 aufgegeben und dann aiif dieser Platte 121 mittels einer
Antriebseinrichtung 122 aufwärts längs einer Förderbahn 123 in Richtling eines Pfeiles
W weiterbefördert. Wenn die Mikroplatte 52 eine vorherbestimmte Anschlagstelle 124
erreicht, wird die Antriebseinrichtung 122 angehalten. In dieser Stellung kann die
Mikroplatte 52 wenn nötig mit bloßem Auge durch eine Beobachtlingsvorrichtling oder
ein Sichtgerät 126 betrachtet werden. Die überprüfte Mikroplatte 52 wird dann beispielsweise
dlzrch Bewegen der Platte 121 des Aufwärtsförderers oder mittels einer Z'i stellvorrichtung
einer Stapelvorrichtung 127 zugeführt, in der Mikroplatten der Reihe nach in Richtling
eines Pfeiles Y mittels einer Antriebseinrichtung 128 alif einer Platte 129 einzeln
gestapelt werden.
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Bei dem hier beschriebenen Analysiergerät weist die Analysiereinheit
U1 den Prorensammler 20 auf, in der, auf den Probengestellen 22 eine Anzahl von
Probenröhrchen 23 angeordnet sind.
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Wie schon erwähnt, ist an jedem Probenröhrchen 23 z11r Identifizierling
ein Strichcode angebracht, der von der Probenwahrnehmvorrichtung 30 festgestellt
wird.
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Meistens wird das Analysiergerät in einen Plutubertragungszentrum
oder
Labor benlitzt, an das von den verschiedensten Stellen Bllitproben in sehr großer
Zahl geliefert werden. Um dabei die Handhabung oder Verwaltung der Blutproben wirksam
und gleichzeitig korrekt zu gestalten, müssen Grlippen von Proben selbsttätig und
genau identifiziert werden. Bisher werden zur Identifizierung einer Probengruppe
die zu der gleichen Gruppe gehörenden Blutproben in geschlossenen Grllppen behandelt.
D.h., wenn die zu einer Grlippe gehörenden Proben untersucht worden sind, wird das
Analysiergerät einmal angehalten, und es werden die zur nächsten Gruppe gehörenden
Proben in den Probensammler eingesetzt. Danach gibt die Bedienungsperson den nötigen
Befehl in die Stellereinheit ein, um die Analyse der neu eingegebenen Proben auszulösen.
Eine solche Handhabung ist ziemlich umständlich, und es können Fehler aliftreten.
Darüber hinaus muß die Bedienlingsperson das Analysiergerät die ganze Zeit überwachen.
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Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel hat das Analysiergeät,
um die vorgenannten Nachteile zu vermeiden, eine Spezialfunktion, die die Erkennung
von Probengruppen automatisch ermöglicht.
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Fig 5 zeigt ein Beispiel eines Probengestells 22, in das Probenröhrchen
23-1 bis 23-n eingesetzt sind. In der Bodenfläche des Probengestells 22 ist eine
Vielzahl von Permanentmagneten 22A, 22B und 22C zur Identifizierung des Gestells
vorgesehen.
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Da bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel drei Magnete vorgesehen sind,
können sieben Arten von Gestellen identifiziert werden.
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Ferner ist eine vislselle Identifizierung der Gestelle d"rch die Bedienungsperson
möglich, weil die Gestelle aus Werkstoffen unterschiedlicher Farbe hergestellt sind.
zum Zweck der Erl terllng wird davon ausgegangen, daß zwei Arten von Gestelle vorgesehen
sind, die a'1s gelber bzw. weißem Kunststoff bestehen.
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Fig. 6 zeigt den die Gestelle stützenden Transportriemen in Form des
Endlosriemens 27, der um die Antriebswellen 26A lind
265 geschlungen
ist und vor. einem Antriebsmotor 2bC in Umlauf versetzt wird. Um die Art des auf
den Endlosriemen 27 aufgesetzten Probengestells feststellen zu können, sind drei
Reed-Schalter 27A, 27B und 27C unterhalb des Endlosriemens 27 a solchen Stellen
vorgesehen, daß nach dem Anhalten des Probengestells 22 in der richtigen Lage mit
Hilfe der Gestellzustell anordnung 28 (siehe Fig. 2), diese Reed-Schalter 27A, 27B
und 27C mit den Magneten 22A, 22B bzw. 22C ausgerichtet sind.
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Dadltrch, daß der Magnet in dem Gestell vorgesehen ist, wird folglich
der entsprechende Reed-Schalter dllrch Magnetkraft betätigt. Bei dem gezeigten Ausführl1.ngsbeispiel
hat das gelbe Gestell zwei Magnete 22A lind 22P lind wird zur Identifizierung der
Probengruppe benutzt, während das weiße Gestell nur einen Mag neten 22A aufweist.
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Es wird nun im einzelnen erlälitert, wie linter Verwendling der vorstehend
beschriebenen gelben Und weißen Probengestelle die Probengruppe erkannt wird. In
Fig. 7 ist der Probensammler 20 in Drallfsicht gezeigt, in welchem gelbe Probengestelle
22Y und weiße Probengestelle 22W so angeordnet sind, daß die Grlippen identifizierUng
vorgenommen werden kann. Die gelben Probengestelle 22Y werden in oberen Stellungen
der zllrr gleichen Gruppe gehörenden Probengestelle angeordnet. Das bedeutet, daß
die zu einer ersten Grllppe 1001 gehörenden Blutproben in einem ersten gelben Probengestell
22t sowie einem zweiten und dritten jeweils weißen Probengestell 22@ enthalten sind.
Auch eine zweite Gruppe 1002 von Proben Umfaßt ein erstes gelbes Probengestell 22Y
und als zweites und drittes Gestell weiße Probengestelle 22W. Zli einer dritten
Gruppe 1003 gehörende Proben sind in Probenröhrchen 23-1, 23-2 ... enthalten, die
in ein gelbes Probengestell 22Y eingesetzt sind. Damit sind die gelben Probengestelle
22Y an der Grenze zwischen aufeinanderfolgenden Probengruppen angeordnet. DUrch
das Wahrnehmen der Magnete 22A, 223 Und 22C mit Hilfe der unterhalb des Endlosriemens
27 angeordneten Reed-Schalter 27A, 27B und 27C können die verschiedenen Arten von
Gestellen
erkannt werden, lind folglich kann die Probentruppenidntifizierung
automatisch erfolgen.
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Wie aus dem in Fig. 8 gezeigten Blockschaltbild hervorgeht, weist
die Steuereinheit U3 eine gemeinsame Sammelleitung 200 an an die eine Zentraleinheit,
d.h. ein elektronischer Rechner CPU 201, ein Speicher 202, eine Anzeigevorrichtung
in Form eines Überwachungsbildschirms 203, eine Tastatur 204, ein Floppy-Disc-Anhang
205, ein Ein-/Ausgabekanal 206 sowie ein Drucker 207 angeschlossen sind. Die Steuereinheit
U3 ihrerseits ist mit der Probenzubereitungseinheit U1 Und der Analysiereinheit
U2 über den Ein/Ausgabekanal 206 verbunden. Der Überwachungs bildschirm 203 lind
die Tastatlir 204 ermöglichen eine wechselseitige Einwirkung von seiten des Bedienlingspersonals
lind des Rechners 201. Über den Ein-/Ausgabekanal 206 werden von der Probenzubereitungseinheit
U1 Und der Analysiereinheit U2 Proben- Und Analysedaten zur Speicherung in den Floppy-Disc-An
205 eingegeben. Die von einem Satz von Reed-Schaltern 27A bis 27C festgestellten
Probengrlippendaten werden also mittels des Floppy-Disc-An 205 in einer Floppy-Disc
gespeichert. Der Speicher 202 weist einen Programmbereich zum Speichern von Programmen
für die Steuerung des Betriebs verschiedener Teile des Analysiergeräts und einen
Datenbereich zur Weiterverarbeitung der Daten auf.
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Fig. 9 zeigt eine Anzeige alif dem Überwachungsbildschirm 203 vor
Beginn der Analyse. Zunächst gibt die Bedienlingsperson in Abhängigkeit von dem
vom Rechner 201 gegebenen Befehl mit Hilfe der Tastatlir 204 das Datum "1982/10/10"
in die Steliereinheit U3 ein. Als nächstes verlangt der Rechner 201 von der BedienUngs
person die Nummern der Probengruppen einzugeben. Alif der in Fig. 9 gezeigten Anzeige
sind die Probengruppen-Nummern 1001, 1002, 1003, 1004 lind 1011" eingestellt. Es
liegt alif der Hand, daß diesen Gruppenummern die Anordnung der gelben rind weißen
Probengestelle 22 und 22W gemäß Fig. 7 entsprechen sollte.
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In den Fig 10A9 lOB lind 100 ist das Verhältnis zwischen einem
Bereich
znm Speichern der Probengr'lppennllmmern und einem Bereich zum Speichern des Probenkennzeichens
(ID) und der Probendaten gezeigt. Aus Fig. lOA geht hervor, daß die NUmmern der
Probengruppen, die eine Bedienungsperson eingibt, in Bereichen 202-1 bis 202-n des
Speichers 202 mit Adressen "G+1 ... G+n" gespeichert werden. Die Adresse "G+1" wird
darm, auf einer Hinweisadresse 202P des die erste Gruppennummer "lQOl'l speichern
den Bereichs gespeichert, wie Fig. lOB zeigt. Wenn mit dem Untersuchungsvorgang
begonnen worden ist Ilnd die Reed-Schalter 27A bis 27C das gelbe Probengestell 22Y
der nächsten Probengrlippe "1002" wahrnehmen, wird der in der Hinweisadresse 202P
gespeicherte Ausdruck "G+1" zu "G+2" geändert. Jedesmal wenn ein gelbes Probengestell
22Y wahrgenommen wird, wird der Inhalt der Hinweisadresse 202P der Reihe nach zil
"G+2", IG+31t "3' .. geändert.
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Es wurde schon erwähnte daß die Frobenwahrnehmvorrichtling 30 (siehe
Fig. 2) den Strichcode von den Probenröhrchen abliest.
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Die gelesenen Daten, die die Probennummer in den ganzen Gruppen, das
Proben-ID, das Datum der Analyse, das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein einer
Probe bedeliten, werden in dem Speicher 202 gespeichert, wie Fig. 100 zeigt. Während
dieses Speicher Vorganges wird die im Bereich für die Gruppennummern des Speichers
202 gespeicherte Gruppennummer unter Steuerung durch die in der Hinweisadresse 202P
des Speichers gespeicherte Adresse "G+1" gelesen lind dann die gelesene Gruppennummer
alich in dem Probenbereich gespeichert. Die von der Lichtempfangseinrichtung 94
für die jeweiligen Proben gelieferten knajysedaten werden in ae Datenbereich gespeichert.
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Bei Beendigung aller in die Probenzubereitungseinheit U1 eingesetzten
Proben sind die Analysewerte für die jeweiligen Proben im Datenbereich des Speichers
202 Unter Verwendung der Probenidentifikation und der Probengruppenidentifikation
gespeichert worden0 Danach liest der Rechner 201 die Analysewerte der jeweiligen
Proben aus dem Speicher 202 ab. um Analysedaten zu
liefern die
dann als dem Überwachungsbildschirm 203 angezeigt und alich vom Drucker 207 ausgedruckt
werden.
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In Fig. 11 ist schematisch gezeigt, wie ein Analyseergebnis auf einer
Floppy-Disc 220 aufgezeichnet werden kann Die Floppy-Disc 220 weist eine Indexspur
220A und Datenspuren 220P also.
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In der Index spur 220A sind die Indices oder Kennzeichen alifge zeichnet,
die das Datllm, die Gruppennummer, die Adressen und Probennummern bezeichnen. Die
Adressen geben den Beginn und die letzte Datenspiiradresse eines Datensplirbereichs
wieder, in welchem Analysedaten der zur jeweiligen Gruppe gehörenden Proben gespeichert
sind. Die Probennummern beinhalten alich die erste und letzte Probennummer der zlx
dieser Gruppe gehörenden Proben.
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So sind z.B. die Probendaten und Analysedaten der Proben mit den Probennlimmern
0001 bis 0050, die zu der Gruppennummer 1001 gehören, in einem Bereich der Datenspur
220B gespeichert, der durch die Spuradressen 34110 bis 34123 definiert ist. In der
Datensplir 220P sind in einem Segment die Probennummer, als Kennzeichen das Proben-ID,
das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein einer Probe und die Analyseergebnisse
von zwölf Kanälen gespeichert. Durch die von den anderen Datenspurch getrennte Anordnung
der Indexspur 220A ist ein sehr schneller Zugriff zu den Daten möglich, und außerdem
können viele Proben gruppen weise gehandhabt werden. Beispielsweise können alle
Analyseda ten von zur gleichen Gruppe gehörenden Proben wahlweise von der Floppy-Disc
220 alçsgelesen und auf dem Uberwachungsbildschirm 203 angezeigt werden. Das ermöglicht
einen sehr hohen Wirkungsgrad bei der Verarbeitung von Daten llnd Handhabung von
Proben.
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In der vorstehenden Beschreibung wlirde lediglich von zwei Arten von
Probengestellen ausgegangen; es ist aber auch möglich, eine Anzahl llnterschiedlicher
Arten von Gestellen zu benutzen. In diesem Fall können verschiedene Gruppen zn einem
Bereich und Verschiedene Bereiche weiter zu einem Block zusammengefaßt werden. Bei
dem Analysiergerät gemäß dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
wird
jede Probe in zwölf Küvetten 8-1 bis 8-12 abgegeben, um fünf untersuchungen oder
Bestimmungen vorzunehmen.
-
wie Probenlös"ngen in den Küvetten 8-1 bis 8-12, die Reagentier sowie
die Bestimmungen lassen sich wie folgt zusammenfassen.
| ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- |
| Be- Küvette Erstes Reagens Prche Zweites Reagens |
| stimmung (Kanal Nr.) |
| 8-1 Anti-D-Serum Blutsuspension Bromelin |
| (verdünnt mit (verdünnt mit (verdünnt mit |
| Phosphat-Puffer) Kochsalzlösung) Phosphat-Puffer) |
| Blutgruppe |
| RH |
| 8-2 Bromelin Blutsuspension |
| (verdünnt mit (verdünnt mit |
| 2 Phosphat-Puffer) Kochsalzlösung) |
| ------------------------------------------------------------------------------------------------- |
| 8-3 Anti-A-Serum Blutsuspension |
| (verdünnt mit (verdünnt mit |
| 3 Kochsalzlösung) Kochsalzlösung) |
| 8-4 Anti-B-Serum Blutsuspension |
| (verdünnt mit (verdünnt mit |
| Kochsalzlösung) Kochsalzlösung) |
| Blutgruppe 4 |
| ABO ------------------- |
| 8-5 Blutkörperchen-Reagens verdünntes Serum |
| (verdünnt mit (verdünnt mit |
| Kochsalzlösung) Kochsalzlösung) |
| TYP A |
| 5 |
| 8-6 Blutkörperchen-Reagens verdünntes Serum |
| (verdünnt mit (verdünnt mit |
| Kochsalzlösung) Kochsalzlösung) |
| 6 |
| TYP B |
| Be- Küvette Ersten Reagens Probe Zweites Reagens |
| stimmung (Kanal Nr.) |
| 8-7 Blutkörperchen-Reagens verdünntes Serum Blutkörperchen- |
| (verdünnt mit (verdünnt mit Reagens |
| Kochsalzlösung) Kochsalzlösung) |
| Antikörpet 7 TYP A |
| Suchtest 8-8 Blutkörperchen-Reagens verdünntes Serum |
| (verdünnt mit (verdünnt mit |
| Kochsalzlösung) Kochsalzlösung) |
| 8 TYP B |
| 8-9 Blutkörperchen verdünntes Serum |
| sensibilisiert mit (R-PHA-Puffer) |
| R-PHA |
| HBs- 9 |
| Cl |
| Antigen 8-10 Blutkörperchen verdünntes Serum |
| sensibilisiert mit (R-PHA-Puffer) |
| R-PHA |
| 10 |
| 8-11 Blutkörperchen verdünntes Serum |
| sensibilisiert mit (T-PHA-Puffer) |
| T-PHA |
| Syphilis- 11 |
| Antikörper 8-12 Blutkörperchen verdünntes Serum |
| sensibilisiert mit (T-PHA-Puffer) |
| T-PHA |
| 12 |
Die von der Lichtempfangseinrichtung 94 festgestellten Analyse
daten werden über den Ein-/Ausgabekanal 206 in die Steuereinheit U3 eingegeben 1lnd
im Datenbereich des Speichers 202 gespeichert, wie in Fig. 8 gezeigt. Wenn die Analysedaten
einer Mikroplatte 52 im Speicher 202 gespeichert worden sind und die entsprechende
Mikroplatte 52 aus dem Sichtgerät 126 in die Stapelvorrichtung 127 weiterbefördert
wird, werden die Analysedaten an den Floppy-Disc-Anhang 205 übertragen land auf
der Floppy-Disc 220 gespeichert, wie im einzelnen unter Hinweis alif Fig. 11 beschrieben.
Bei diesem Atlsführlingsbeispiel können die Analysedaten dlirch Betrachten der in
der Mikroplatte 52 entstandenen Teilchenmuster im Sichtgerät 126 von Hand korrigiert
werden. Dieser Korrektl'rvorgang soll n7ln naher erläutert werden.
-
Fig, 12 zeigt eine Programmfolge, die in Abhängigkeit von der Betätigung
seitens der Bedienlingsperson auf dem Überwachungs bildschirm 203 angezeigt wird.
Bei diesem Beispiel gehören zu der Programmfolge fünf Angebote, nämlich 1. Analysiergerät-Anlaufeinstellung
2. Ausgabeaufbereitung 3. Liste zurückzuweisender Proben 4. Ausdrucken 5. Direktübertragung.
-
Nach Beendigung der Vorbereitungsschritte aber vor Beginn der Analyse
wird das Programmangebot "Analysiergerät-Anlaufein stellung" gewählt. Wenn die Analysedaten
korrigiert werden müssen, wird von der Angebot "Ausgabeaufbereitung" Gebrauch gemacht.
Die "Liste zurückzuweisender Proben wird benötigt, wenn die Bedienungsperson Proben
auflisten möchte, die für die Bluttransfusion ungeeignet sind. Bei Wahl des Angebots
"Liste zurückzuweisender Proben" können diejenigen Proben allsgedrl'ckt werden,
die unter allen Proben, deren Daten allf der Floppy-Disc 220 gespeichert sind, für
die Rluttransfusion nicht verwendbar sind
DasAngebot "ausdrucken"
wird gewählt, wenn alle auf der Floppy Disc 220 gespeicherten Daten in der Reihenfolge
der Probennummern oder der Proben-ID-Nummern ausgedruckt werden sollen. Bei Wahl
der "Direktübertragung" können die Analysedaten versc@@iedenen, über direkten Leitungsanschluß
verfügenden Stellen, wie Blutzentren unmittelbar übertragen werden. Jedes beliebige
der fünf Angebote kann nach Wunsch durch Betätigen der entsprechend bezifferten
Taste bzw. eines Knopfes lind anschließendes Betätigen eines entsprechenden Rückstellknopfes
oder einer Rückstelltaste alif der Tastatur 204. gewählt werden.
-
Wenn z.B. eine Analysedatenkorrektur erwünscht Ist, wählt die Bedienungsperson
das Angebot "Ausgabeaufbereitung"dadurch, daß sie zunächst den mit 112 und danach
den mit "Rückstellen" bezeichneten Knopf auf der Tastatur 204 drückt. Daraufhin
wird der Inhalt des "Ausgabeaufbereitung"-Programms alif dem Über~ wachungsbildschirm
203 angezeigt, wie Fig. 13 zeigt Das hier gewählte Ausführungsbeispiel ermöglicht
die "Echtzeitausgabe lind die "Stapelausgabe". Die "Echtzeitausgabe" ist in die
Analysefolge eingeba)t, und eine Korrektur der Analysedaten ist nlir möglich, wenn
dae entsprechende Mikroplatte 52 sich in dem Sichtgerät 126 befindet. Bei diesem
Modus ist also die für die Korrektur zlir Verfügung stehende Zeit begrenzt. Die
"Stapelausgabe" ist hingegen nicht in die Analysesequenz eingebaut, so daß eine
Korrektlir in Jeder gewünschter Zeitpunkt dlirchge führt werden kann. Die Wahl dieser
beiden Ausgabeaufbereitungsarten kann durch eine ähnliche Betätigung derTastatur
204 erfolgen.
-
Indem Flußdiagramm gemäß Fig. 14 sind aufeinanderfolgende Schritte
gezeigt, die bei Wahl der "Ausgabeaufbereitung" ablaufen. Da die Korrektlir der
Analysedaten n?r dann möglich sein sollte, wenn die Analysedaten zuvor in den Speicher
202 eingegeben worden sind, wird zunächst festgestellt ob die Ana lysedaten vorhanden
sind oder nicht. Wenn ja, wird weiter geprüft, ob die Analysedaten einer Mikroplatte
52 in den Speicher
202 eingegeben worden sind. Wenn die Analysedaten
einer Mikroplatte im Speicher 202 gespeichert worden sind, wird geprüft, welche
Ausgabeaufbereitung gewählt ist, nämlich die "Echtzeitausgabe" oder die "Stapelausgabe".
-
"Echtzeitausgabe" Wenn diese Ausgabeaufbereitungsart gewählt wird,
werden die Analysedaten der Proben der Reihe nach auf demÜberwachngsbild schirm
203 gezeigt. Der Rechner 201 fragt dann die Bedienungs person, ob eine Korrektur
nötig ist oder nicht. Die Bedienungs person inspiziert die Teilchenmlister in der
im Sichtgerät 126 befindlichen Mikroplatte, um eine Aggllitination (+) oder Nichtagglutination
(-) festzustellen lind vergleicht die visuell wahrgenommenen Daten mit den auf dem
Überwachungsbildschirm 203 gezeigten Analysedaten. Wenn sich die visuell festgestellten
Daten von den auf dem Überwachungsbildschir gezeigten Daten unterscheiden, werden
die gezeigten Daten durch die visuell festgestellten ersetzt. Nach der Korrektur
aller Analysedaten der zwölf Kanäle für eine Probe korrigiert der Rechner 201 auto
m&tisch die Analyseergebnisse für RH, ABO, ABS, HB und SYP, und dann werden
die korrigierten Analysedaten und Ergebnisse alrf dem Überwachungsbildschirm 203
angezeigt. Wenn die ikrcplatte als dem Sichtgerät 126 weiterbefördert wird, ehe
die Korrektur für alle in einer Mikroplatte enthaltenen Proben durchgeführt wurde
wird der Ausgabeaufbereitungsmodus zwans weise angehalten und die Analysedaten und
Ergebnisse, einschließlich der bisher korrigierten, an die Floppy-Disc 220 übertragen,
wo sie gespeichert werden.
-
Fig. 15 ist ein Beispiel der Analysedaten und Ergebnisse, die während
des Ausgabeaufbereitungsmodus auf dem Überwachungsbild schirm 203 angezeigt werden.
In einer ersten Reihe der ersten Probe mit der Nummer 0001 lind dem Proben-ID 7321543
sind Über schriften für Probennummer, S.Nr., Proben-ID, IDNr., die zwölf Kanalnummern
01 bis 12, von Hand vorzunehmende Bestimmungen Ml
bis M4 und automatisch
vorgenommene Amalysebestimmungen RH, ABO, ABS, HB Und SYP zu sehen. In einer zweiter
Reihe erscheint le Pro@ennummer, die Proben-ID-Nummer, die Analysedaten +, - lind
? sowie die Analyseergebnisse +, - und ?. Eine dritte Reihe dient zur Eingabe eines
Kommentars, wobei jedoch in Fig.
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15 kein Kommentar gezeigt ist. Von der vierten bis zilr fünf~ zehnten
Reihe werden die vom Rechner 201 errrechneten Analysedaten angezeigt. Wenn die Daten
nicht korrigiert zu werden brauchen, wird der Rückstellknopf auf der Tastatur 204
gedrückt.
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Bei dem in Fig. 15 dargestellten Beispiel bedeutet das "?" im dritten
Kanal, daß das in der dritten Küvette 8-3 entstandene Teilchenmuster nicht zu beurteilen
war. Aber dieses Muster kann visuell als ein Nichtagglutinationsmuster beurteilt
werden.
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Die Bedien1'ngsperson stellt dann zunächst eine Positionsmarke CS
a'if die "?"-Position lind drückt dann den "-"-Knopf, um das "?" zu "-" zu ändern.
Bei Betätigung des Rückstellknopfes werden die korrigierten Analysedaten "-" eingegeben.
In der 16. Reihe kann, wenn nötig, die Blutuntergruppe durch Betätigen der Knöpfe
"A", "G", "A", "T", "A", Rückstellen der Reihe nach eingegeben werden. In der 18.
und 19 Reihe werden die korrigierten Analysedaten und Ergebnisse bzw. die hinzugefügte
Untergruppe angezeigt. Es sei erwähnt, daß "AGATA" auf japanisch Untergruppe bedelatet.
Es sei hier erwähnt, daß die Analysedaten vom Rechner 201 in Übereinstimmung mit
den von Hand korrigierter Analysedaten automatisch richtiggestellt werden. Das bedeutet
eine beträchtliche Einsparung an Arbeit seitens der Bedienlings person, und in die
Beurteilung der Analyseergebn;Lsse kann kein menschlicher Fehler eingehen.
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Bei dem gezeigten Aiisführiingsbeispiel wird jede Probe als von der
Norm abweichend und für die Bluttransfusion ungeeignet erkannt, wenn mindestens
eine der folgenden Bedingungen wahrgenommen wird: 1.) "?" ist in den Identifizierungs-
lind Kanaldaten vorhanden (ID bzw. CH).
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2.) RH als "-" erkannt.
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30) ABS als "+" erkannt.
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4.) HB als "+" beurteilt.
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5.) SYP als "+" bestimmt.
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6.) In den Posten M1 bis M4 ist eine Ziffer oder Marke aiifge zeichnet.
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7.) Die im Kennzeichen ID angegebene ABO-Blutgruppe (dritte Stelle
von der höchsten Stelle der ID;Nllmmer gezählt gibt die Bllitgrlippe an) fällt nicht
zusammen mit dem Analyseergebnis der ABO-Blutgruppe.
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Wenn eine Probe als von der Norm abweichend beurteilt wird, erhalt
die erste Datenreihe an oberster Stelle den Zusatz eines "*". Ferner wird die Anzahl
Korrekt'iren der ersten Datenreihe an oberster Stelle hinzugefügt. Bei dem Beispiel
gemäß Fig. 15 ist in den Analysedaten für die Probe der Nummer 0001 ein "?" an der
Stelle 03 der Kanaldaten lind als Analyseergebnis der ABO-Blutgruppe eingetragen,
so daß ein "*" hinzugefügt wird.
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Nachdem aber die Analyseangabe "?" an der Stelle des Kanals 03 zv
der visuell festgestellten Angabe "-" korrigiert wlirde, wird die ABO-Blutgruppe
automatisch zu "B" korrigiert. Dann erhält die Datenreihe keinen mehr, und oben
an der Datenreihe wird die Zahl der Korrekt'iren mit "1" angegeben.
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In den Fig. 16A bis 16C ist der Inhalt des Speichers 202 während des
vorstehend beschriebenen Korrekturvorganges gezeigt.
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Fig. 16Azeigt den Speicherbereich MEIzum Speichern der Probendaten,
der Analysedaten und der Analyseergebnisse vor der Korrektur. Zunächst wird der
Inhalt des ersten Speicherbereichs NEl an den zweiten Speicherbereich ME2 übertragen.
Dann werden die Analysedaten im zweiten Speicherbereich ME2 von Hand korrigiert
und die Blutuntergruppe.falls vorhanden. hinzugefügt. Der Inhalt des zweiten Speicherbereichs
ME2 wird dann geändert, wie in Fig.
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169 gezeigt. Nach beendeter Korrektur werden die korrigierten
Analysedaten
in den Rechner 201 eingegeben, der dann auf der Basis der korrigierten Analysedaten
die Analyseergebnisse erneiigt, Die korrigierten Analyseergebnisse werden dann im
zweiten Speicherbereich ME2 gespeichert, wie in Fig. 16C gezeigt.
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Der so korrigierte Inhalt des zweiten Speicherbereichs ME2 wird dem
Floppy-Disc-Anhang 205 zugeführt lind auf der Floppy-Disc 220 gespeichert, wie im
Zusammenhang mit Fig. 11 erläutert.
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Das Flußdiagramm gemäß Fig. 17 zeigt die bei der Korrektur operation
nacheinander durchgeführten Schritte, die nachfolgend im einzelnen erläutert werden
sollen 1.) Die ersten drei Reihen der Probendaten, Analysedaten Und Analyseergebnisse
werden auf dem Überwachungsbildschirm 203 gezeigt.
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2.) Die Analysedaten der Kanäle 01 bis 12 werden der Reihe nach zwölf
dem Überwachungsbildschirm 203 gezeigt, und wenn irgendwelche Daten korrigiert werden
müssen, werden die visliell festgestellten Daten eingegeben. Ferner wird, falls
vorhanden, die Blutuntergruppe eingegeben. A?f diese Weise wird der Inhalt des zweiten
Speicherbereichs ME2 korrigiert.
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30) Nach Beendigung der Datenkorrektur werden die Analyseergebnisse
der einzelnen Bestimmungenautomatisch korrigiert.
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wie schon erwähnt, wird die Blutkörperchenprobe lind das Anti-A-Serumreagens
in den kanal 03 abgegeben, die Blutkörperchen probe und das Anti-B-Serumreagens
in den Kanal 04, die Serlimprobe und das Plutkörperchenreagens des Typs A werden
dem Kanal 05 z1igeführt, während der Kanal 06 die Serumprobe land das Dlutgruppenreagens
des Typs 3 erhält. Die ABC-Blutgruppe wird dann gemäß Fig. 18 bestimmt. In der gleichen
Weise ist es möglich, anhand der alls den Kanälen 01 und 02 erhalterjen Analysedaten
die RHBlutgruppe zu bestimmen. Ferner kann aus den Kanälen 07 und 08 die Antikörperuntersuchung
abgeleitet werden, und anhand der Kanäle 09 und 10 kann das HB-Antigen wahrgenommen
werden, während die Kanäle 11 lind 12 die Feststellung des SYP-Antikörpers ermöglichen.
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4.) Als nächstes werden die Proben darallf überprüft, ob sie für die
Bluttransfusion geeignet sind oder nicht. Weicht eine Probe von der Norm ab, so
erhält sie den Zusatz eines "+".
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5.)Es wird der Inhalt des ersten Speicherbereichs ME1 mit dem des
zweiten Speicherbereichs ME2 verglichen, um festzustellen, ob die Korrektur durchgeführt
wlirde. Wird die Korrektur wahre normen, so wird die angezeigte Zahl der Korrekturen
Um eins erhöht. Auf diese Weise läßt sich die Zahl der vorgenommenen Korrekturen
leicht überprüfen.
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"Stapelausgabe Wenn der Stapelausgabemodus gewählt wird, verlangt
der Rechner 201 von der Bedien1ingsperson, daß das Datum, die Probennlimmer lind/oder
die ID-Nummer eingegeben wird, wie Fig, 19 zeigt. Der Rechner 201 liest dann die
Daten der zugehörigen Probe vom Floppy-Disc-Anhang 205 ab, und die Datenausgabe
wird auf dem Überwachungsbildschirm 203 angezeigt, wie Fig. 20 zeigt. Als nächstes
bewegt die Bedienungsperson die Positionsmarke CS zu einer gewünschten Position,
beispielsweise der eines "?". Ferner wird an einer gegebenen Position die Untergruppe
AGATA eingeschrieben. Fig. 21 zeigt die so korrigierten Daten. Wenn diese Korrektur
beendet ist, erfolgt in derselben Weise wie bei der Echtzeitausgabe die Korrektur
der Analyseergebnisse, die Feststellling von der Norm abweichender Proben lind die
A"fzeichnung der Anzahl durchgeführter Korrekturen. Die so korrigierten Daten werden
dann auf der Floppy-Disc 220 gespeichert. Fig.
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22 zeigt in einem Flußdiagramm die bei der Stapelausgabe der Reihe
nach d1lrchgeführten Schritte. Während des Stapelalisgabe modus werden die Daten
fur die im Untersuchungsprozeß befindliche MiRroplatte der Steuereinheit U3 zugeführt
lind im Speicher 202 gespeichert. Wenn nach der vorstehend beschriebenen Weiterverarbeitung
der Daten das Angebot "Ausdrucken" der in Fig. 12 gezeigten Programmfolge gewählt
wird, werden die korrigierten Daten vom Drucker 207 ausgedruckt. Da bei diesem Beispiel
die Datenkorrektur auf der Basis der visuell wahrgenommenen Daten leicht und exakt
vorgenommen werden kann, ist die Zilver
lässigkeit der endgültigen
Analyseergebnisse stark verbessert.
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Da aufterdem die Blutuntergruppe in die vom Analysiergerät zur Verfügung
gestellten Analysedaten eingearbeitet werden kann, lassen sich die Analysedaten
wirksam handhaben. Ferner können ohne weiteres die von der Norm abweichenden, für
eine Bluttransfusion ungeeigneten Proben in einer Liste aufgeführt werden. So läßt
sich rasch eine Liste erneut zu analysierender Proben zusammenstellen.
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Die verschiedenen, mit dem Analysiergerät für chemische Unterbuchungen
vorgenommenen Verfahrensschritte lassen sich in drei Gruppen unterteilen, und zwar
Vorbereitungsschritte, das Analyseverfahren sowie die Nachbehandlung. Zur Vorbereitung
gehören folgende Schritte: 1.) Zubereiten lind Einsetzen von Reagentien 2.) Einsetzen
von Verdünn"ngsmittel 30) Einsetzen von Waschflüssigkeit 4.) Einsetzen eines Behälters
für Abfallflüssigkeit 5.) Einsetzen von Reaktionsgefäßen bzw. Küvetten 6.) Einsetzen
von Proben 7.) Einsetzen von Aufzeichnungspapier 8.) Waschen alifeinanderfolgender
Düsen bzw. Pipetten 9.) Füllen der Düsen mit Flüssigkeit 10.) Rühren der Reagentien
11.) Photometereinstellung (Nulleinstellung, 100 @-Einstellung) 12.) asche von Reaktionsgefäßen
13.) Austausch von Flüssigkeit in den Rohrleitungen der Abgabevorrichtungen gegen
Verdünnungsmittel und Reagens 14.> Einsetzen von Analysbedingungen 15. ) Befeuchten
von Düsen mit Reagentien Die Schritte 1.) bis 7.) werden von der Bedienungsperson
von Hand dlirchgeführt, während die Schritte 8.) bis 15.) entsprechend eines Befehls
der Bedienungsperson selbsttätig durchgeführt werden können.
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Zur Nachbehandlling gehören die folgenden Schritte: 1.) Entfernen
des Reagens 2.) Entfernen des Verdünniingsmittels 30) Entfernen der Waschflüssigkeit
4.) Entfernen des Behälters für Abfallflüssigkeit 5*) Entfernen von Reaktionsgefäßen
6.) Entfernen von Proben 7.) Entfernen von Auf zeichn'ingspapier 8.) Waschen der
Düsen 9.) Eintauchen der Düsen in Wasser 10.) Waschen von zur Verdünnling bestimmten
Bechern 11.) Austausch von in den Rohrleitungen der Abgabevorrichtungen enthaltenen
Flüssigkeiten gegen Wasser 12.) Einsaugen von Wasser in Probenabgabevorrichtllngen
13.) Waschen von Rohrleitungen, die verbrauchte Flüssigkeit führt ren.
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Die Schritte 1.) bis 7.) werden von der Bedienungsperson von Hand
dlirchgeführt, während die übrigen Schritte 8.) bis 13.) in Übereinstimmung mit
dem Befehl der Bedienungsperson automatisch erledigt werden können.
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Bei dem bekannten Analysiergerät werden die erwähnten Vorbereitungsschritte,
das Analyseverfahren und die Nachbehandlung der Reihe nach vorgenommen. Das bedeutet,
daß mit dem Analyseverfahren nicht begonnen werden konnte, bevor die Vorbereitlings
schritte zu Ende geführt waren, und daß die Nachbehandlung nicht vor Beendigung
des Analyseverfahrens aufgenommen werden konnte.
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Das hatte insofern ernste Nachteile, als sich insgesamt eine sehr
lange Prüfzeit ergab lind die Arbeitskraft der Bedienungsperson nicht wirksam genlitzt
werden konnte. Da im einzelnen der Waschvorgang für die Proben- nnd Reagensdüsen
in der Nachbehandlling bis zum Ende des Analyseverfahrens ausgedehnt wurde, bestand
die Gefahr, daß die Düsen trockneten und sich Verlvnreinigungen
ar.
ihnen absetzten.
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Die Analysiereinheit U2 kann insgesamt unterteilt werden in den Abgabeteil
oder Abgabebereich, der für die Abgabe von Proben und Reagentien in die Reaktionsgefäße
bestimrrt ist, lind in einen Meßteil, in welchem die auf den Bodenflächen der Reaktionsgefäße
oder Küvetten entstandenen Teilchenmuster photoelektrisch wahrgenommen werden. Die
Arbeitszeit für den Abgabe teil und den Meßteil ist im Verhältnis zueinander teilweise
versetzt, wodurch verhältnismäßig lange Zeitspannen zwischen Beginn- und Endzeitpunkt
verschiedener Vorgänge in diesen Teilen bestehen.
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Um die genannten Nachteile zu vermeiden, ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
vorgesehen, daß ein Teil der Vorbereit'ings schritte erst dlirchgeführt wird, nachdem
bereits das Analyseverfahren begonnen hat, und daß ein Teil der Nachbehandlung vor
Beendigung des Analysevorgangs aufgenommen wird, lim die gesamte Prüfdauer zu verkürzen.
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Wenn die in das letzte Probengestell 22 im Probensammier 20 eingesetzte
Probe bearbeitet worden lind das letzte Probengestell in die Gestellkassette 21
zllrückgegeben worden ist, mXß bei dem gezeigten Allsführllngsbeispiel der Probensammler,
das Probengestell, die Zustellanordnung, die Probenabgabevorrichtung, die Reagensabgabevorrichtung
und die Antriebseinrichtung für die Becher nicht mehr in Betrieb sein. Durch systematisches
Unter teilen des Analysiergeräts in den Abgabe teil und den Meßteil kann die den
Abgabe teil betreffende Nachbehandlung selbst dann durchgeführt werden, wenn das
Analyseverfahren noch nicht beendet ist.
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In Fig. 23 sind anhand einer Zeittabelle die verschiedenen Arbeitsgänge
des Analysiergerätes während der Vorbereitlings schritte, des Analyseverfahrens
lind der Nachbehandlung gezeigt. In einem Zeitpunkt tO wird ein Stromschalter eingeschaltet,
um
die Vorbereitungsschritte ingangzusetzen. Vor einem Zeitplinkt t'l, an dem die Vorbereitungsschritte
beendet sind, wird bereits in einem Zeitpunkt tl mit dem Analyseverfahren begonnen.
Das bedelitet, daß die Abgabe von Proben lind Reagentien beginnt, ehe die Vorbereitungsschritte
abgeschlossen sind. Während des Analyseverfahrens ist der Abgabevorgang in einem
Zeitpunkt t3 beendet, und der Meßvorgang beginnt in einem Zeitpunkt t2. Die Messlingen
enden in einem Zeitpunkt t4. Bereits vor diesen Zeitpunkt t4 beginnt die Nachbehandlllng
in einem Zeitpunkt t3. Auf diese Weise wird die ganze Prüfdauer T verkürzt.
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Wie schon erwähnt, werden folgende Maßnahmen getroffen, um die Vorbereitungsschritte
und das Analyseverfahren teilweise gleich zeitig Und das hnalyseverfahren llnd die
Nachbehandlling teilweise gleichzeitig ablaufen zu lassen.
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1.) Die Analysiereinheit U2 wird in einen Proben- und Reagensabgabe
teil lind einen Meßteil unterteilt.
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2.) Es wird ein Programm erstellt, um getrennte Steuerprogramme der
geteilten Abgabe- und Meßteile parallel durchführen zu können. Die einzelnen Programme
für den vorstehend beschriebenen Vorgang sollen nun erläutert werden.
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Fig. 24 zeigt, wie die Programme erstellt sind, um einen Teil der
Nachbehandlung vor Beendigung des hnalyseverfahrens durch führen zu können.
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Monitorprogramm PO Das Monitorprogramm PO ist ein Überwachungs- oder
Betriebssystemprogramm und dient dazli, Programme P1 bis P3 in zeitlicher Unterteilung
durchzuführen.
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Abgabeprogramm P1 Mit diesem Programm Pl werden die Proben-Reagens-
und Verdünnungsmittel-Abgabevorrichtungen gesteuert.
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Meßprogramm P2 Mit diesem Meßprogramm P2 wird die Lichtmeßverrichtung
gesteuert.
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Vorbereitungs- und Nachbehandlungsprogramm P3 Mit diesem Programm
P3 werden die verschiedenen Bereiche in der Probenzubereitungseinheit U1 Und der
Analyseeinheit U2 gesteuert, Un die Vorbereitungsschritte und die Nachbehandlung
dlirch zlif ühren.
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Fig. 25 ist eine Zeittabelle, aus der hervorgeht, wie die vorstehend
erwähnten Programme ablaufen. Bei der üblichen Analysefolge werden die Programme
P1 und P2 in Verhältnis zueinander unter Steuerung dlirch das Monitorprogramm PO
durchgeführt, um die Probenauswahl, Prohenabgabe, Verdünnungsmittelabgabe, Reagensabgabe,
Abgabe von Blutkörperchen- und Serumproben in Reaktionsgefäße, Zilstellung der Nikroplatten
nnd die lichtelektrische Messung vorzunehmen. Wenn die Probenabgabe beendet ist,
wird niemals das Programm P1 realisiert, aber das Programm P2 wird fortgeführt.
Außerden wird das Programm P3 für die Nach behandlung ausgelöst. Es sei erwähnt,
daß die Programme P1 lind P3, da sie keine Beziehung miteinander haben, unabhängig
voneinander realisiert werden. So kann das Analysiergerät in der gerade gewünschten
Weise eingesetzt werden, indem die Programme Pl bis P3 unter Kontrolle des Monitorprogramms
PO mittels eines einzigen Rechners 201 durchgeführt werden.
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Es soll nun noch alif die Vorbereitlingsschritte eingegangen werden,
zu denen das Einstellen der Analysebedingung gehört, Bei dem bekannten Analysiergerät
ist für diesen Schritt ein großer Einsatz der Bedienlingsperson nötig. Wenn das
Analysiergerät für die Untersuchung von Blut für Bluttransfusionen benutzt wird,
müssen folgende Bedingungen eingegeben werden.
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1.) Bestimmungsposten 2.) Kanalnummern
3.) Abgabemengen
von Rlutkörperchen- und Serumproben 4.) Abgabemengen des Verdünnungsmittels 5.)
Abgabemengen verdünnter Proben 6.) Schwellenwerte für Messlingen 7.) Abgabemengen
für Reagentien 8.) ABO-Blutgruppenzuordnung Die Bedingungen 3.) und 4.) ) dienen
der Herstellung verdünnter Proben, und das Verdüngsverhältnis wird durch die Probenmenge
lind die Menge des Verdünnungsmittels bestimmt, und es wird die Möglichkeit des
Auftretens einer nicht spezifischen Reaktion festgelegt. Das bedeutet, daß bei einem
niedrigen Verdünnungsverhältnis lrnd hoher Probenkonzentration die Möglichkeit des
Auftretens nicht spezifischer Reaktionen erhöht ist, aber kalium positive Proben
übersehen werden. Wenn im Gegensatz dazu das Verdünnlingsverhältnis hoch ist, verringert
sich die Wahrscheinlichkeit des Auftretens nicht spezifischer Reaktionen, abbr es
besteht die Gefahr, daß schwache positive Proben über~ sehen werden. Ist der Abstand
zwischen einem oberen llnd einem unteren Schwellenwert groß, so besteht geringe
Wahrscheinlichkeit, daß es zu fraglichen Analyseergebnissen kommt, und ein möglicher
Fehler ist klein. Ist im Gegensatz dazu der Abstand zwischen den Schwellenwerten
gering, so kann der Fehler größer sein. Deshalb müssen die Analysebedingungen experimentell
festgelegt werden. Außerdem ist es manchmal nötig, die analysebedingungen vormittags
und nachmittags zu ändern. Bei dem bekannten Analysiergerät ist es sehr schwierig,
die Analysebedingl7ngen ohne weiteres z57 ändern, so daß für die Vorbereitungsschritte
ziemlich viel Zeit gebraucht wird.
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Bei dem Analysiergerät gemäß der Erfindung ist hingegen eine Änderung
der Analysebedingungen ohne weiteres möglich. Hierzu wird eine Vielzahl von Analysebedinglingsdateien
vorbereitet lind alif einem Floppy-Disc archiviert. Vor der Analyse gibt die Bedienungsperson
die Dateinummer über die Tastatur 204 ein, damit
die entsprechenden
Analysebedingungen von der Floppy-Disc aus gelesen werden. Die alisgegebenen Analysebedingungen
werden im Speicher 202 gespeichert. Während der Analyse wird das Analy siergerät
von den in Speicher 202 gespeicherten Analysebedingungen gesteuert.
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In den Fig. 26A bis 26E sind verschiedene Anzeigen auf dem Überwachungsbildschirm
203 dargestellt, die zur Steuerung des Analysiergeräts in einem Wechselwirkungssystem
dienen. Fig. 26A zeigt eine Betriebsfolge , zu der die nachstehenden Angebote gehören:
1.) Analysiergerät-Anlaufeinstellung 2.) Prüfparameterdatei 3.) Ausdrücken 4.) Direktübertragung
Wenn die Bedienungsperson die Prüfparameterdatei anfordert, wird diese auf dem Überwachungsbildschirm
203 gezeigt, wie in Fig. 26P dargestellt. 20 der Prüfparameterdatei gehören folgende
drei Dateien 1.) Prüfparameterdatei ---- Nr. 1 2.) Prüfparameterdatei ---- r. 2
3.) Prüfparameterdatei ---- Nr. 3 wird die Datei Nr. 1 gewählt, so wird deren Inhalt
alif dem Überwachungsbilderschirm gezeigt, wie alis Fig. 26C hervorgeht.
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Diese Datei Isr. i limfaßt die folgenden Parameter: 1.) Prüfmodus
2.) Kanalbezeichnung 3.) Probenvolumen 4.) Schwellenwert 5.) Ausdrücken Wenn "Probenvolumen"
gewählt wird, werden die zllgehörigen Analysebedigungen vom Floppy-Disc-Anhang 205
ausgelesen lind Probenvolumen für entsprechende Kanäle angezeigte wie alls Fig.
26D
hervorgeht. Sollen die Probenvolumen geändert werden, so kann
das mit Hilfe des Überwachungsbildsohirms 203 und der Tastatur 204 erfolgen. Nach
der Änderung der Probenvol"men wird erneut die Betriebsfolge gemäß Fig. 26A alxsgegeben.
Wird die Bedingung "Aralysiergerät-Anla"feinstellung" gewählt, damit die Analyse
beginnen kann, so zeigt der Überwachlingsbildschirm 203 diese Analysegerät-Anlaufeinstellung,
wie alls Fig. 26E hervorgeht. Damit beginnt die Analyse mit der ersten Probe 0001.
Meistens ist es nicht nötig, die Analysebedinglingen zu ändern, sondern es reicht,
eine der Prüfparameterdateien Nr. 1 bis Nr. 3 zu wählen. Damit ist es möglich, den
Speicher 202 rasch und ohne Schwierigkeiten für die gewünschten Analysebedinglingen
bereitzumachen. Wenn dann noch die Analysebedingungen für den Vormittag lind für
den Nachmittag in getrennten Dateien erfaßt werden, lassen sich die Analysebedinglingen
leicht ändern.