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DE10013242B4 - Chemisches Analysegerät - Google Patents

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DE10013242B4
DE10013242B4 DE10013242A DE10013242A DE10013242B4 DE 10013242 B4 DE10013242 B4 DE 10013242B4 DE 10013242 A DE10013242 A DE 10013242A DE 10013242 A DE10013242 A DE 10013242A DE 10013242 B4 DE10013242 B4 DE 10013242B4
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Germany
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sample liquid
reaction
section
carrier
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Naruo Watanabe
Hajime Kato
Takao Terayama
Yasushi Nomura
Hiroshi Mitsumaki
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Hitachi Ltd
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Abstract

Chemisches Analysegerät zum Messen der Konzentration der Komponenten einer Probenflüssigkeit durch Mischen der Probenflüssigkeit mit Reagenzmitteln, so dass die Reagenzmittel mit den Komponenten der Probe reagieren, mit:
einem Träger (1), der auf einem Substrat gebildet ist, umfassend einen Eingabeabschnitt (11), durch den die Probenflüssigkeit (4) injiziert wird, Verteilungsflussdurchgänge (13) zum Verteilen der vom Eingabeabschnitt gelieferten Probenflüssigkeit, und mehrere Reaktionsabschnitte (15), von denen jeder die Probenflüssigkeit zum Vermischen mit dem Reagenzmittel zur Auslösung der Reaktion aufnimmt, wobei in jedem Reaktionsabschnitt (15) des Trägers (1) ein Mengenbestimmungsabschnitt (141) zum Beschränken der Menge der bei einem Test zu verwendenden Probenflüssigkeit angebracht ist;
einem beweglichen Antriebsabschnitt (21) zum Beladen mit dem Träger (1); und
einer Reagenzmittel-Ladevorrichtung (22) zum sequentiellen Ausstoßen der Reagenzmittel, die sich für die jeweiligen Reaktionsabschnitte (15) des Trägers unterscheiden;
einer Positionseinstellvomchtung zum Einstellen und Ausrichten relativer Positionen zwischen der Reagenzmittel-Ladevomchtung (22) und dem Träger (1); und...

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen chemischen Analysator oder ein chemisches Analysegerät zum Analysieren von Komponenten einer Flüssigkeit eines lebenden Körpers, wie etwa Blut und/oder Urin, Wasser, etc. und insbesondere auf ein chemisches Analysegerät, das zur Verwendung beim sogenannten POC-Testen (Point-of-Care) geeignet ist; d.h., beim dringlichen Testen in einem Operationssaal oder in einem Notfall, einem Testen zu Hause oder am Bett, ein schnelles Testen bei einem Patienten in einer Klinik für Allgemeinmedizin.
  • Ein chemisches Analysegerät gemäß dem Stand der Technik für Flüssigkeiten eines lebenden Körpers ist beispielsweise aus der US 4,451,433 bekannt. Das Gerät ist mit einem kolorimetrischen Messteil zum Analysieren und/oder Bestimmen der Menge von Komponenten ausgerüstet, wie etwa Proteine und Enzyme im Blut und im Urin; und er ist mit einem Ionen-Analyseteil zum Analysieren von Ionen im Blut ausgerüstet. Das Gerät besitzt eine Bearbeitungsschnelligkeit oder -geschwindigkeit zur Durchführung von mehreren hundert Tests pro Stunde, und ein großformatiges Gerät hat eine Verarbeitungsgeschwindigkeit von 9.000 Tests. Insbesondere sind in dem System zum Steigern der Bearbeitungsgeschwindigkeit im kolorimetrischen Messteil eine große Anzahl von Reaktionsgefäßen oder -zellen auf dem Kreisumfang eines Drehtisches angeordnet, und zwar auf der oberen Oberfläche des Hauptgehäuses des chemischen Analysegerätes, so dass das Mischen, zur Reaktionsbringen und das Messen von Blutproben sequentiell durch die einander überlappenden Prozesse durchgeführt werden kann.
  • Hauptelemente, die das Gerät ausbauen, sind ein automatischer Proben-/Reagenzmittel-Zufuhrmechanismus zum Liefern der Probenflüssigkeiten und Reagenzien in die Reaktionsgefäße, ein Vorratsteil zum Aufnehmen von Behältern mit mehreren zehn Reagenzien, ein automatischer Mischmechanismus zum Mischen der Blutprobe und des Reagenzmittels in den Reaktionsgefäßen, eine Messvorrichtung zum Bestimmen der Eigenschaften der Blutproben, die sich gerade in Reaktion befinden oder die Reaktion beendet haben, ein automatischer Wasch- oder Spülmechanismus zum Absaugen und Entladen der Blutproben, bei denen die Messung beendet worden ist, und zum Waschen oder Spülen der Reaktionsgefäße, ein automatischer Wasch- oder Spülmechanismus des automatischen Proben-/Reagenzmittel-Zufuhrmechanismus zum Verringern der gegenseitigen Kontamination zwischen den Blutproben aufgrund von Zurückstellungen oder Übergaben derselben und/oder Kontamination zwischen den verschiedenen Reagenzien, und einen Steuerteil zum Steuern der Operationen der Teile.
  • Es gibt mehrere zehn Postenarten, die Gegenstand der kolorimetrischen Messungen sind, und wenn es sich um die Posten in einem normalen Test handelt, muss die Analyse an mindestens zehn oder mehr Arten von Posten bei jeder einzelnen Probe durchgeführt werden. Zum Durchführen der Analyse dieser Posten mit Hilfe nur eines einzigen Gerätes muss der Reagenzmittel-Zufuhrmechanismus mit einer Vorrichtung, d.h. einer sogenannten Reagenzmittel-Pipettiervorrichtung, versehen sein, mit der das Reagenzmittel aus einer Vielzahl von Reagenzbehältern gewählt wird, um sequentiell mit einer vorbestimmten Menge desselben in die Reaktionsgefäße geliefert zu werden. Der Reagenz-Pipettiermechanismus ist so aufgebaut, dass er hauptsächlich umfasst: eine Düse zum Einsaugen des Reagenzmittels ins Innere zum Festhalten darin, einen Mechanismus zum dreidimensionalen Bewegen der Düse, und eine Saug-/Entlade-Steuerpumpe zum Einsaugen und/oder Entladen des Reagenzmittels in die und/oder aus der Düse.
  • Weiter ist als Stand der Technik, insbesondere zur Verwendung beim POC-Test, ein Blutanalysegerät gemäß WO 95/06 870 A1 beschrieben.
  • Dieses Analysegerät umfasst einen optischen Detektor, ein Analysator-Hauptgehäuse zum Durchführen der Steuerung, der Signalverarbeitung, der Signaleingabe/-ausgabe, etc., und mindestens ein nach Gebrauch wegzuwerfendes Reagenz-Zentrifugalrotorteil zum Durchführen von Abstimmungen zur Vorbehandlung des Reagenzmittels durch Einleiten der Probenflüssigkeit in dasselbe. Zuerst wird das Blut als Probe in eine Führungs- oder Eingabeöffnung injiziert, die in einem zentralen Abschnitt einer Scheibe angebracht ist. Nach Einsetzen des Rotors in das Hauptgehäuse wird der Rotor durch Einschalten des Hauptgehäuses in Drehung versetzt. In dieser Situation werden Serumkomponenten durch die zentrifugale Wirkung geteilt oder voneinander getrennt, so dass sie mengenmäßig durch eine vorbestimmte Menge an Serum bestimmt werden, und werden dann mit einer Verdünnungsflüssigkeit gemischt, die im Inneren des Rotors untergebracht ist. Nach wiederholtem Anhalten und Rotieren des Rotors wird die Verdünnungsflüssigkeit in die zwölf Reaktionsgefäße eingegeben, die um den Rotor herum plaziert sind. In jedem der Reaktionsgefäße ist bereits ein getrocknetes Reagenzmittel enthalten, das den jeweilig unterschiedlichen Messposten entspricht, und weiter ist in ihnen eine Kugel zum Mischen vorhanden, wodurch das Reagenzmittel und die Verdünnungsflüssigkeit derart gemischt werden, dass zwischen ihnen eine vorbestimmte Reaktion ausgelöst wird. Nach etwa zwölf Minuten wird eine optische Extinktion innerhalb des Gefäßes vom optischen Detektor gemessen, der in das Hauptgehäuse eingebaut ist. Jene Reagenzmittelrotoren werden für mehrere Arten davon vorbereitet, entsprechend den Kombinationen der Messposten.
  • An das Analysegerät zur Verwendung beim POC-Test werden folgende Anforderungen gestellt: es muss der Größe nach klein und tragbar sein; die Analyseergebnisse müssen schnell durch dasselbe erhalten werden können; es muss in der Handhabung leicht sein; es muss nahezu keine Notwendigkeit für eine Wartung bestehen, um mit ihm jederzeit die Analyse zu ermöglichen oder zu beginnen; und es muss eine ausreichende Wettbewerbsfähigkeit hinsichtlich der Kosten besitzen, insbesondere im Vergleich zum Testen auf der Basis einer Anfrage oder Anforderung an ein Testzentrum gegen Rechnung, auch im Falle, dass es routinemäßig für das Testen in der Nähe des Patienten, in einer medizinischen Klinik oder dergleichen herangezogen wird.
  • Es gibt also Probleme der nachstehend aufgeführten Art, insbesondere, wenn das Analysegerät des oben genannten Standes der Technik beim POC-Test angewandt wird.
  • Erstens ist es im Fall des erstgenannten Standes der Technik im Allgemeinen schwierig, das Gerät bereitzustellen oder zu plazieren, etwa an einem Notfallort oder in einem Operationsraum, wo Platz dafür begrenzt oder eingeschränkt ist, weil das Gerät in seinen Abmessungen groß ist. Da es weiter durch Leitungen zum Waschen und Entsorgen von Flüssigkeiten fest aufgestellt wird, ist es unmöglich zu bewegen oder in die Nähe des Patienten zu bringen, der zu Hause ist, und/oder es neben ein Bett zu stellen. Weiter sind zur Verwendung des Gerätes in der Klinik, und dergleichen, die laufenden Kosten einschließlich der Kosten des Gerätes selber und die Wartungsgebühr desselben groß, so dass das Gerät nicht wirtschaftlich ist.
  • Was weiter das chemische Analysegerät gemäß dem zweitgenannten Stand der Technik anbetrifft, kann es als solches im Operationsraum, etc. bereitgestellt oder plaziert werden, da es den Abmessungen nach klein im Vergleich mit dem großen chemischen Analysegerät des erstgenannten Standes der Technik ist. Auch sind alle Teile, durch welche die Probenflüssigkeit geleitet wird, der Entsorgung zugänglich, so dass es keinen Bedarf nach Zuführen der Waschflüssigkeit zu den Leitungen gibt. Dementsprechend kann das Gerät relativ leicht getragen oder bewegt werden und ist daher vom Standpunkt der Wartung aus betrachtet vorteilhaft. Es hat außerdem die Besonderheit, dass der Preis des Gerätes niedrig ist. Im übrigen sind die Reagenzien im voraus im Reagenzmittelrotor zur Verwendung bei der Messung der Posten enthalten, die vom Hersteller derselben hergestellt oder bestimmt werden. Daher treten nun aber tatsächlich viele Fälle auf, bei denen die Messung gleichzeitig auch an den darin enthaltenen nicht benötigten Posten durchgeführt werden. Wie nachfolgend erläutert wird, gibt es also Probleme im Hinblick auf die Schnelligkeit und die Kosten des Gerätes, insbesondere in bezug auf den POC-Test.
  • Zuerst muss selbst dann, wenn es eine Kombination der zu messenden, erforderlichen Posten in Abhängigkeit vom Zustand des Patienten bei einem dringenden Test gibt, die Analyse sequentiell durch alternierendes Auswechseln der mehreren Reagenzmittelrotoren durchgeführt werden, falls kein Reagenzmittel für eine solche Kombination im Reagenzmittelrotor enthalten ist. Die Folge davon ist, dass die Analyse übermäßig viel Zeit in Anspruch nimmt. Dies wird zu einem großen Problem beim Testen mit hoher Dringlichkeit, bei dem das Testergebnis rasch ausgegeben werden muss.
  • Da die Analyseposten bereits fest bestimmt sind, wird zweitens die Analyse auch bei einem Posten durchgeführt, den zu analysieren an sich unnötig ist, und der Reagenzmittelrotor, der ein einziges Mal für eine andere Messung benutzt worden ist, muss entsorgt werden, selbst im Fall, dass die unnötige Analyse nicht durchgeführt werden muss. Daher verursacht das Gerät übermäßige Kosten und ist wirtschaftlich hinsichtlich der Wettbewerbskosten im Vergleich zum Testen durch Anfragen beim vorerwähnten Testzentrum wirtschaftlich unterlegen. In einer Zeit wie der heutigen, in der die weitere Absenkung der Testkosten aufgrund der Reduktion der medizinischen Ausgaben zu einem sehr wichtigen Faktor wird, werden die genannten Fakten zu einem Engpass für eine weite Verbreitung des Einsatzes solcher chemischer Analysegeräte, zu Hause, am Bett, in Kliniken etc.
  • In der US 4 720 465 ist eine Analyse-Vorrichtung mit einer Vielzahl von Reaktionskammern mit einer Öffnung zum Einlassen der Reagenzien sowie einer Öffnung zum Einlassen der Probe beschrieben. Jede Reaktionskammer wird zur Durchführung der Analyse separat mit der Probe durch eine einzige zentrale Öffnung, um von dort über Verteilerflussdurchgänge in die einzelnen Reaktionsabschnitte zugelangen.
  • Aus der WO 95/24 634 A1 ist eine Vorrichtung zur Durchführung von immunologischen Analysen beschrieben mit einer Drehplattform, auf welcher eine Vielzahl von Reagenzröhrchen angeordnet sein können. Die Reagenzröhrchen weisen jeweilige Öffnungen auf, durch welche sowohl die Reagenzien als auch die Probenflüssigkeit eingefüllt werden.
  • Die US 5 855 848 beschreibt ebenfalls eine Zentrifugenvorrichtung zum Ausführen von immunologischen Analysen mit Reagenzröhrchen, welches an einem Ende eine Öffnung zum Befüllen mit Reagenzien aufweist und an dem anderen Ende zumindest eine Entlüftungsöffnung und einen Filter aufweist.
  • Die US 5 591 403 und die US 5 504 011 beschreiben eine tragbare Vorrichtung zur Durchführung von Blutgerinnungstests, wobei eine Küvette verwendet wird, die mehrere Durchgänge mit Reaktionsabschnitten aufweist.
  • Weiterhin ist in der US 4 237 234 eine Vorrichtung beschrieben mit einer Vielzahl von sich radial erstreckenden Hohlräumen, die einzelne Reaktionskammern vorsehen. Die in der US 5 122 284 offenbarte Zentrifuge weist eine Vielzahl von Küvetten und eine Sammelkammer auf, die radial nach innen von den Küvetten beabstandet ist, auf. Ein Rotor enthält eine Einrichtung zum Einführen eines Fluids in die Sammelkammer und eine Vielzahl von Einlasskanälen verbindet jede Küvette mit der Kammer.
  • Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein chemisches Analysegerät bereitzustellen, das klein und tragbar ist, in welchem die Reagenzien durch den Benutzer frei eingesetzt oder bestimmt werden können, je nach den zu analysierenden Posten, und ohne Leitungen für die Wasch- und Entsorgungsflüssigkeiten zu benötigen, wodurch das Gerät hinsichtlich der Wartung unabhängig davon oder leicht zu warten ist.
  • Diese Aufgabe wird durch ein chemisches Analysegerät mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 gelöst. Zweckmäßige Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen definiert.
  • Bei dem Analysegerät ist eine Analysekassette durch Anbringen einer einzigen Eingabeöffnung zum Eingeben einer auf einem einteiligen Substrat zu testenden Probenflüssigkeit ausgebildet, derart, dass die eingegebene Probenflüssigkeit in eine Mehrzahl von Flussdurchgängen unterteilt und an eine Mehrzahl von Reaktionsabschnitten gesandt wird, die jeweils entsprechend am Endabschnitt der Flussdurchgänge vorgesehen sind, nachdem sie mit einer für die Analyse zu benutzenden Menge an Flüssigkeit in einem Messabschnitt gemessen wurden, der im Wege der Flussdurchgänge vorgesehen ist; wobei in die oben genannten Reaktionsabschnitte Reagenzien entsprechend den Testposten in einem Analysatorteil geliefert werden, der getrennt davon vorgesehen ist, wodurch die Analyse nach Vermischen der Reagenzien und der Probenflüssigkeit durchgeführt wird.
  • Weiter ist im Eingabeabschnitt der Analysekassette ein Filter angebracht, so dass die Probenflüssigkeit, wie etwa eine solche im Serumzustand, beispielsweise in die Reaktionsabschnitte geliefert wird, wenn Blut zugeführt wird.
  • Der Analysatorteil enthält die Analysekassetten und besitzt einen Positionierungsmechanismus zum Liefern der geforderten Reagenzien in die Reaktionsabschnitte der Analysekassette. Weiter kann das Analysegerät so konstruiert sein, dass er mit Hilfe dieses Positionierungsmechanismus auch eine Verschiebung oder ein Wegbewegen in eine Position erreicht wird, in der die Analyse tatsächlich durchgeführt wird.
  • Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten des Analysengeräts werden nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
  • 1 die konstruktive Ausführungsform des chemischen Analysegeräts;
  • 2(A) und 2(B) Querschnittansichten eines Probenzufuhrmechanismus und einer Probenmesspumpe des Analysegeräts;
  • 3(A), 3(B) und 3(C) die Gestaltung einer Analysekassette, sowie die Querschnittansichten von Abschnitten, die durch einen Pfeil B und einen Pfeil C in 3(A) bezeichnet sind;
  • 4(A) die Gestaltung einer weiteren Analysekassette; und die 4(B) bis (E) dienen zur Erläuterung der in 4(A) veranschaulichten Kassette;
  • 5(A) die Ausführungsform einer weiteren Analysekassette; und die 5(B) und (C) dienen zur Erläuterung der Betriebsweise der in 5(A) dargestellten Kassette;
  • 6 die konstruktive Ausführungsform eines chemischen Analysesystems einer weiteren Ausführungsform des Analysegeräts.
  • Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen im ganzen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen, insbesondere die 1 bis 3 erläutert. 1 zeigt den Gesamtaufbau des chemischen Analysegeräts gemäß der vorliegenden Erfindung. Die 2(A) und 2(B) dienen zur Erläuterung der Reagenzmesspumpe, die bei der vorliegenden Erfindung verwendet wird. Die 3(A), 3(B) und 3(C) zeigen die konstruktive Ausführung eines Typs von Analysekassetten, die entsorgt werden können. 4(A) zeigt die konstruktive Ausführungsform einer weiteren Analysekassette. Die 4(B) bis (E) dienen zur Erläuterung der Wirkungsweise der in den 4(A) bis 4(E) dargestellten Ausführungsform. Die 6 zeigt die Gesamtkonstruktion einer weiteren Ausführungsform des Analysegerät.
  • Nachfolgend wird die konstruktive Ausführungsform des chemischen Analysegeräts unter Bezugnahme auf die 1 bis 3 beschrieben. 1 ist eine Ansicht aller Struktur- und Positionierungselemente des vorliegenden chemischen Analysegeräts, gesehen aus einer oberen schräg verlaufenden Richtung.
  • Das chemische Analysegerät gemäß der vorliegenden Erfindung ist hauptsächlich aus zwei Elementen aufgebaut, nämlich einer Analysekassette 1, d.h. einem Träger, der einen Bereich zum zeitweiligen Aufnehmen der entsorgbaren Reagenzien und der Probenflüssigkeit umfasst, und aus einem transparenten Material hergestellt ist, und einem Hauptgehäuse 2 des Analysegeräts, in das die Analysekassette 1 eingeschoben wird. Das Analysator-Hauptgehäuse 2 enthält einen Trägereingriffsabschnitt, in den die Analysekassette nach Art einer Schublade eingeschoben werden kann; und es besteht aus: einem linearen Schiebeabschnitt 21, d.h. einer Positionseinstellvorrichtung zum Einstellen der Positionen durch Verschieben, die den Trägereingriffsabschnitt umfasst, zum Zweck der Einstellung der Position der eingeschobenen Analysekassette; eine Reihe von Reaktionsflaschen 23, die eine Reagenzmess- und -entladepumpe 22 umfasst, d.h., dass die Reagenz-Entladevorrichtung im oberen Teil des linearen Schiebeabschnittes 21 angeordnet ist, zum Entladen des Reagenzmittels um eine vorbestimmte Menge in eine Analysekassette 1; einem optischen Detektor 24, der an der äußersten linken Seite des linearen Antriebsabschnittes 21 angeordnet ist; einem Signalprozessor 25 zum Aufzeichnen von Informationen in bezug auf das Einstellen der Analyseposten, der Reihenfolge der Positionen der Reagenzflaschen 23, etc. und zum Durchführen einer Sichtanzeige und zum Aufzeichnen der Analyseergebnisse; und einer Steuervorrichtung 26, die Anweisungen des Betriebsprozesses vom Signalprozessor 25 empfängt, um Steuersignale an den linearen Antriebsabschnitt 21, die Rea genzmess- und -entladungspumpe 22 und den optischen Detektor 24 etc. zu senden. Das Reagenzmittel 3 wird von der Reagenzmess und -entladepumpe 22 in die Analysekassette 1 geliefert, die später im einzelnen behandelt wird.
  • Als nächstes wird die Struktur der Reagenzmess- und -entladepumpe 22 und die daran befestigten oder damit ausgerüsteten Reagenzflaschen 23 gemäß der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die 2(A) und (B) erläutert. Im Bodenabschnitt der Reagenzflasche 23 ist eine Öffnung 231 angebracht. Im Anschluss an die Öffnung 231 ist die Reagenzmess- und -entladepumpe 22 vom Typ eines Diaphragmas angeschlossen, wie in 2(B) dargestellt ist. Die Reagenzmess- und -entladepumpe 22 ist mit Prüfventilen 221 und 222 am Einlass und Auslass derselben versehen, von denen jedes Ventil Flüssigkeit nur in einer einzigen Richtung durchfließen lässt. Auch ist ein Diaphragma 223 in einer Pumpkammer angebracht, bei dem auf einer äußeren Oberfläche eine Vibrationsplatte 224 befestigt ist. An beiden Enden der Vibrationsplatte 224 sind Drähte zur Spannungsversorgung derselben angebracht. Der Auslass der Reagenzmess- und -entladepumpe 22 des Diaphragmatyps öffnet sich in Richtung nach unten und ist mit einer Düse 225 ausgestattet, damit der Flussaustritt sanft erfolgt. Die Anschlussdrähte der Vibrationsplatte 224 sind mit Antriebsdrähten an einen elektrischen Kontaktpunkt 227 angeschlossen, der in einem Halter 226 vorgesehen ist.
  • Nachfolgend wird die Struktur der Analysekassette 1 gemäß der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die 3(A) bis (C) erläutert. Grob gesprochen besteht die Analysekassette 1 aus zwei Substrateinheiten. Die eine ist ein Substrat 182 für den analytischen Nachweis, das oben eine Reaktionszelle 16 etc. aufweist, während das andere ein oberes Substrat 181 ist, das auf einem oberen Abschnitt des Substrats 182 für die Detektion angebracht ist. Die Analysekassette ist 55 mm breit und 90 mm lang, d.h. sie hat die Größe einer Visitenkarte.
  • Auf dem oberen Substrat 181 sind vorhanden: eine Führungsöffnung 11' zum Verbinden mit einem Injektor zum Einspritzen der Probenflüssigkeit; Luftöffnun gen 131' und 142' zum Verbinden mit feinen Öffnungen 131 und 142, die jeweils entsprechend an Endabschnitte der feinen Flussdurchgänge 13 und 145 zum Zweck des Entfernens von darin befindlicher Luft angeschlossen sind; und ein Abschneideabschnitt 19, durch welchen die Reagenzien in die Reaktionsabschnitte geliefert werden sowie zur Verwendung im Rahmen der Detektion bei der Durchführung der Analyse. Das obere Substrat 181 ist am Substrat 182 mit Hilfe beispielsweise eines Klebers befestigt.
  • Auf dem Substrat 182 zur Verwendung bei der Detektion der Analysekassette 1 gemäß der vorliegenden Erfindung ist ein Verteilerabschnitt vorgesehen. Im Verteilerabschnitt ist ein Eingabeabschnitt 11 für eine Probe angebracht, um die Probenflüssigkeit darin einzugeben. Der Eingabeabschnitt 11 steht mit einer Eingabeöffnung 11' des oberen Substrats 181 in Verbindung. In einem unteren Abschnitt des Eingabeabschnitts 11 ist ein Filter 12 vorgesehen, das den Komponenten der Blutkorpuskel oder -zelle einen Strömungswiderstand entgegensetzt, so dass sie als erste hindurchtreten.
  • Hinter dem Filter 12, das den Verteilungsabschnitt bildet, sind feine Flussdurchgänge auf einer Seite des Substrats angebracht, die in eine Vielzahl unterteilt sind. Bei der vorliegenden Ausführungsform sind zehn feine Flussdurchgänge 13 vorgesehen und öffnen sich durch die feinen Öffnungen 131' im oberen Substrat 181 zur Umgebungsluft hin. Obwohl der Verteilungsabschnitt so angebracht ist, dass er das Filter 12 in der vorliegenden Ausführungsform bedeckt, kann das Filter 12 auch auf der Seite des Substrats angeordnet werden.
  • Entlang des Weges dieser feinen Flussdurchgänge 13 ist ein abnehmbares Mengenbestimmungsventil 14 vom Schiebetyp eingesetzt, durch das eine vorbestimmte Menge an Serum durch Verschieben desselben abgetrennt wird. Feine Flussdurchgänge 141 im Ventil sind mit den feinen Flussdurchgängen 13 verbunden, in die das Serum so lange injiziert wird, bis sie mit Serum voll gefüllt sind. Wenn sie mit dem Serum gefüllt sind, wird das Ventil als ganzes verschoben, so dass es mit einem weiteren feinen Flussdurchgang zusammenpasst. Die Enden der feinen Flussdurchgänge 145 auf seiten einer oberen Strömung werden von den zweiten feinen Öffnungen 142 durch die feinen Öffnungen 142' des oberen Substrats 181 in die Umgebungsluft durchgeschaltet. An den anderen Enden derselben, an einer unteren Strömungsseite, sind Testpapierchen 15 in Bereichen oder Abschnitten angebracht, wo die Flüssigkeit angehalten oder festgehalten wird. Im vorliegenden Fall können die Testpapierchen 15 aus Papier oder einem Fasermaterial bestehen und reichen aus, um das Serum und die Reagenzien darin aufzunehmen oder festzuhalten. Sie haben eine weiße Farbe und bestehen aus einem Material, das die Feuchtigkeitsaufnahme anzeigt. Die Testpapierchen 15 werden so wie sie sind der Länge nach ausgelegt und in die Reaktionszellen 16 hinein ausgebreitet oder gespreizt.
  • Der obere Abschnitt der Reaktionszelle 16 ist bei der vorliegenden Ausführungsform als offenes Fenster ausgebildet, wobei der Abschnitt des der Reaktionszelle 16 zugekehrten Substrats 8 dazu in Form eines Fensters 19 ausgeschnitten ist.
  • Der ausgeschnittene Abschnitt auf Seiten des oberen Substrats 181 wird durch ein Verschlusselement geschlossen, wenn die Analysekassette 1 nicht benutzt wird, wodurch sie gegen Staub etc. geschützt ist, der in die Reaktionszellen eintreten kann, wobei die Kassette so konstruiert ist, dass der Verschluss entfernt wird, wenn sie benutz wird. Es sei noch bemerkt, dass der zur Reaktionszelle 16 des oberen Substrats 181 weisende Abschnitt als ein Fenster ausgebildet werden kann, welches durch Verschieben geöffnet werden kann. Durch dieses Fenster 19 wird das Reagenzmittel 3 ausgestoßen oder auf das Testpapierchen 15 gespritzt. Unter den zehn Reaktionszellen 16 ist eine Elektrode 161 in derjenigen Zelle angebracht, die sich an der unteren Seite in der Figur befindet und zum Messen des Elektrolyten im Serum dient, und sie ist durch eine Signalleitung in der Kassette an den Anschlusssteckerabschnitt 162 angeschlossen.
  • Das vorliegende Gerät mit der oben beschriebenen Struktur arbeitet wie nachstehend beschrieben ist.
  • Zuerst wird das Blut 4 (Gesamtblut), das Blutkorpuskeln oder -zellen enthält, Innere des Eingabeabschnittes 11 der Analysekassette 1 mit Hilfe der Spritze 41 eingebracht. Dabei kann aufgrund des Filters 12 die Serumkomponente als erste eintreten statt der Komponente der Blutkorpuskeln oder -zellen. Die Serumkomponente wird durch die Wirkung des Drückens des Injektors 41 unter Druck gesetzt und kapillar auf die zehn feinen Flussdurchgänge 13 verteilt und wird bis zu den ersten feinen Öffnungen 131 eingefüllt, und läuft durch die feinen Flussdurchgänge 141. Von Hand oder durch automatische Betätigung wird in diesem Zustand ein Ende des Schiebe-Mengenbestimmungsventils 14 in Richtung des in 3(A) angegebenen Pfeils 143 geschoben. Dadurch kommt der Abschnitt der feinen Flussdurchgänge 141 in Überdeckung mit den anderen feinen Flussdurchgängen 145. Jeder der feinen Flussdurchgänge 141 im Schiebe-Mengenbestimmungsventil 14 ist volumenmäßig konstant, wodurch eine quantitative Probennahme mit hoher Genauigkeit durchgeführt wird. Bei der vorliegenden Ausführungsform ist die volumenmäßige Größe jedes feinen Flussdurchgangs 141 des Schiebe-Mengenbestimmungsventils 0,2 mm im Quadrat, und es wird eine Flussdurchgangslänge von 7,5 mm gebildet, wodurch eine sehr kleine Menge an Serum von 0,3 μl zur Bestimmung der Menge mit hoher Genauigkeit als Probe erhalten wird. Natürlich kann die Probenmenge frei oder willkürlich durch Anpassen der Größe der feinen Flussdurchgänge 141 festgelegt werden.
  • Die konstante Menge an Serum, die in jeden der feinen Flussdurchgänge 141 im Schiebe-Mengenbestimmungsventil 14 eingebracht wird, wird vom Ende des Testpapierchens absorbiert, das am anderen Ausgang liegt, und wird gleichmäßig oder gleichförmig bis zum Abschnitt des Testpapierchens 15 ausgebreitet. In diesem Zeitpunkt ist das Serum 4, das mengenmäßig bestimmt ist, in einem Zustand, in welchem es in jedes der Testpapierchen 15 in der Analysekassette 1 eindringt. Die Analysekassette wird dann in den linearen Antriebsabschnitt 21 des Hauptgehäuses 2 des Gerätes eingesetzt.
  • Wenn vom Signalprozessor 25 ein Startbefehl angelegt wird, werden die Reagenzflaschen 23 sequentiell aus der Gruppe der Reagenzflaschen in der Reihenfolge der Messposten gewählt, die vorher festgelegt wurden, und die Reaktionszellen 16 der Analysekassette 1 werden in einen unteren Abschnitt derselben mit Hilfe des linearen Antriebsabschnittes 21 bewegt. Danach wird im Anschluss an das Steuersignal der Steuervorrichtung 26 die Reagenzmess – und – entladepumpe 22 betätigt, die unter den Reagenzflaschen 23 angeordnet ist, wodurch die vorbestimmte Menge an Reagenzmittel 3 unter Zielen auf ein Stück des Testpapierchens 15 in der Reaktionszelle 16 injiziert wird. Im Zuge der gleichen Operation werden die verschiedenen Reagenzien 3 ebenfalls sequentiell in die benachbarten Reaktionszellen 16 injiziert.
  • In jede neunte und zehnte Zelle der Zellen 16 wird eine vorbestimmte Menge an Verdünnungsflüssigkeit injiziert. Da das Reagenzmittel 3 gleichmäßig und gleichförmig durch Kapillarität ausgebreitet wird, werden auf dem Testpapierchen 15 das Reagenzmittel 3 und das Serum 4 vermischt und nahezu gleichmäßig und ohne Flecken zur Reaktion gebracht. In diesem Zustand schreitet die Reaktion auf jedem der Testpapierchen 15 fort und beginnt mit der Emission von Farbe oder Licht. Nach Ablauf jeder konstanten Zeitperiode wird der lineare Antriebsabschnitt 21 betätigt, so dass der Abschnitt jedes Testpapierchens 15 der Analysekassette 1 unter den optischen Detektor 24 bewegt wird. Im optischen Detektor 24 wird die Spektralintensität und/oder die Luminanzintensität des Testpapierchens 15 jederzeit gemessen. Bei der neunten Zelle wird ein Absorptionsspektrum des verdünnten Serums selber erfasst, und bei der zehnten Zelle wird die Ionenkonzentration im Serum durch den Elektrolytsensor 161 erfasst. Wenngleich das Substrat so beschrieben oder erläutert ist, dass es bei der vorliegenden Ausführungsform aus transparentem Material besteht, ist es auch möglich, dass es nur in demjenigen Abschnitt transparent ausgebildet ist, wo die Testpapierchen plaziert werden, wodurch dann durch den optischen Detektor 24 aufgenommen wird.
  • Wie oben gesagt wurde, ist es durch Überwachen der Reaktionsprozesse in jeder Reaktionszelle 16 durch Bewegen des linearen Antriebsabschnittes 21 in passender Weise parallel dazu möglich, die Messung mit einer Genauigkeit durchzuführen, die derjenigen gleicht, die mit einem großformatigen automatischen Analysegerät gemacht wird. Die Analysekassette 1 wird mit Beendigung der Messung entsorgt.
  • Wie weiter oben bereits erwähnt, werden beim herkömmlichen chemischen Analysegerät, in welchem die Einheit eines Entsorgungstyps verwendet wird, die Posten der Messung bereits durch den Hersteller derselben bestimmt. Daher muss die Analyse über eine Vielzahl von Einheiten hinweg wiederholt werden, oder die Messung muss sogar für nicht benötigte Posten durchgeführt werden, bis das Ergebnis der Kombination dieser Posten für die aktuell benötigte Analyse vorliegt. Deshalb ist dieses Analysegerät nicht wirtschaftlich.
  • Im Gegensatz dazu wird der Entsorgungstyp der Analysekassette 1 im chemischen Analysegerät der vorliegenden Ausführungsform verwendet, so dass es möglich ist, die Testposten willkürlich und unabhängig durch den Benutzer selber zu wählen, ohne an Bequemlichkeit der Wartung und Handhabung und der Tragbarkeit desselben zu verlieren. Die Reagenzflaschen 23 werden nämlich gemäß den Posten gewählt und im Hauptgehäuse 2 des Analysegeräts installiert, die häufig vom Benutzer in Abhängigkeit von den Gebrauchsumständen verwendet werden. Weiter ist es möglich, die Messung durch weiteres Auswählen der am besten geeigneten Kombination unter den Reagenzflaschen 23 vor der Analyse durchzuführen. Weil außerdem alle Teile, bei denen Blut benutzt wird (d.h. die Analysekassette) Abfall ist oder entsorgbar ist, besteht keine Notwendigkeit für eine Bearbeitung mit Wasch- oder Spülflüssigkeit und/oder eine Behandlung der Abfallflüssigkeit, so dass die Wartung leicht ist. Da weiter als Wirkung gemäß der vorliegenden Erfindung die Struktur der Analysekassette 1 nach Form, Größe und Spezifikation immer gleich ist, können die Kosten der Kassette durch die Massenherstellung derselben deutlich verringert werden.
  • Als nächstes wird eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die 4(A) bis (E) erläutert.
  • Das Hauptgehäuse 2 des Analysegeräts ist das gleiche wie bei der in 1 dargestellten Ausführungsform. Die zweite Ausführungsform unterscheidet sich aber von der ersten Ausführungsform hinsichtlich der Probenahmemethoden zum Bestimmen der Menge des Serums 4 in der Analysekassette 1 sowie hinsichtlich der Zufuhr und Ermittlung des Reagenzmittels. Wie in 4(A) dargestellt, ist in der Analysekassette 1 der vorliegenden Ausführungsform ein Drehventil 17 hinter dem Einleitungsabschnitt 11 für das Blut 4 vorgesehen, wodurch kein Schiebe-Mengenbestimmungsventil 14 benötigt wird. Durch Bilden von Verteilungsflussdurchgängen 171 in radialer Richtung des Drehventils 17 wird nämlich nicht nur das Unterteilen durchgeführt, sondern auch die Mengenbestimmung. Wenn Blut eingeleitet wird, befindet sich das Drehventil 17 in einem Zustand, bei dem es nicht mit den feinen Flussdurchgängen 13 in Verbindung steht; und es wird zum Verbinden mit den feinen Flussdurchgängen 13 gedreht, wenn das Blut in den am Drehventil 17 vorgesehenen verteilten Durchgängen eingefüllt ist.
  • Wie in 4(A) dargestellt ist, sind entlang des Weges der feinen Flussdurchgänge 13 Abschnitte 132 vorgesehen, von denen sich jeder stufenweise erstreckt. Angeschlossen an diese sich erstreckenden Abschnitte 132 sind Reaktionszellen 16 angeordnet. Ein oberer Teil dieser sich erstreckenden Abschnitte 132 sind jeweils entsprechend als dünne Filme 162 ausgebildet, so dass der Injektor 226 leicht in sie eingedrückt oder eingestochen werden kann. Weiter sind vor oder hinter der Reaktionszelle 16 Reflexionsabschnitte 163 zum Einführen und/oder Emittieren von Licht in und/oder aus der Reaktionszelle 16 vorgesehen. Auf dem Drehventil 17 sind nicht nur radiale Flussverteilungsdurchgänge 171 angebracht, sondern auch Durchgänge 172 zum Durchleiten von Druckluft in die dazu symmetrischen Positionen. Weiter werden Injektoren zum Liefern der Druckluft vorbereitet. Die Drehung des Drehventils 17 wird bei der vorliegenden Ausführungs form von Hand durchgeführt, doch kann auch ein Mechanismus zum automatischen Drehen des Hauptgehäuses des Gerätes vorgesehen werden. Auch die Zufuhr der erwähnten Druckluft kann vom Hauptgehäuse des Gerätes aus automatisch durchgeführt werden. Bei der vorliegenden Ausführungsform umfasst die Reagenzmess – und – entladepumpe 22 in sich die Injektoren 226 zur Verwendung beim Eindrücken oder Einstechen anstelle der Düsen. Weiter umfasst der linerare Antriebsabschnitt 21 des Hauptgehäuses 2 des Gerätes weiter einen Mechanismus im Inneren, der zum Anheben der Analysekassette 1 dient.
  • Das Gerät mit dem beschriebenen Aufbau führt folgende Operationen durch. Zunächst wird die Analysekassette 1 in den linearen Antriebsabschnitt 21 des Hauptgehäuses 2 des Gerätes eingesetzt. Der lineare Antriebsabschnitt 21 verschiebt dieselbe so, dass die Reaktionszellen der Analysekassette 1 in den untersten Positionen der vorbestimmten Reagenzflaschen 23 plaziert werden. Als nächstes wird er nach oben bewegt, so dass der Injektor 226 zum Eintauchen in den Film 162 im oberen Abschnitt der Reaktionszelle 16 eingesteckt wird. In diesem Zustand wird die Reagenzmess- und -entladepumpe 22 betätigt, und eine vorbestimmte Menge an Reagenzmittel 3 wird durch den Injektor 226 in die Reaktionszelle 16 injiziert. Diese Operation wird bei den anderen neun Reaktionszellen in gleicher Weise wiederholt. Danach wird, wie in 4(C) dargestellt, die Analysekassette 1 aus dem Hauptgehäuse 2 des Gerätes herausgenommen und in Berührung mit dem Injektor 41 gebracht, in die das Blut als Probenflüssigkeit eingefüllt ist, so dass es in den Einleitungsabschnitt 11 der Probe eingetropft wird. Nur das Serum des Blutes wird in die feinen Flussdurchgänge 13 durch das Filter 12 verteilt. Das Serum gelangt durch Kapillarität bis zu dem Stufenabschnitt 132 der feinen Flussdurchgänge 13, stoppt aber seine Vorwärtsbewegung infolge der Stufen.
  • In diesem Moment wird, wie in 4(C) gezeigt, das Drehventil 17 so gedreht, dass die feinen Flussdurchgänge 13 an der oberen Strömungsseite derselben so gedreht sind, dass sie sich an die Durchgänge 172 für die Druckluft anschließen.
  • Dadurch wird das Serum 4 in jedem der feinen Flussdurchgänge 13 durch eine vorbestimmte Menge desselben zu einer Probe gemacht. Weiter wird durch Einschieben des Injektors zum Liefern der Druckluft in den Einführungsabschnitt 11 derart, dass die Luft in den Durchgang gelangt, das Serum in jede der Reaktionszellen 16 entladen oder ausgestoßen. Durch das Fließen des ausgestoßenen Serums und der Stärke oder Kraft der nachfolgenden Luft wird das Mischen des Serums mit dem Reagenzmittel verstärkt.
  • Als nächstes wird die Analysekassette 1 in den linearen Antriebsabschnitt 21 des Hauptgehäuses 2 des Gerätes erneut eingeschoben. Falls die Mischung nicht bei der vorherigen Operation befriedigend ausgefallen ist, kann sie in Kontakt mit einem Mischer 164 zum Emittieren von Ultraschallwellen in die Reaktionszelle in Verbindung gebracht werden, so dass sie darin akustisch gemischt wird, wie in 4(D) dargestellt ist, je nach Lage des Falles. Wenn die Emission von Farbe entsprechend dem Voranschreiten der Reaktion beginnt, wird das Absorptionsspektrum oder die Lichtemission in den aufeinanderfolgenden Reaktionszellen 16 in der gleichen Weise ermittelt wie bei der ersten Ausführungsform.
  • In diesem Zeitpunkt wird der optische Detektor 24 unter der Analysekassette 11 positioniert, wie in der 4(E) gezeigt ist, und es wird Licht auf die Reflexionsabschnitte 163 gestrahlt, die vor und hinter der Reaktionszelle 16 angebracht sind, so dass das Licht von unterhalb der Flüssigkeitsoberfläche in der Reaktionszelle 16 her durchtreten kann, wodurch eine Messung mit hoher Genauigkeit ohne Einwirkung von negativen Einflüssen aufgrund von Blasen usw. auf der Oberfläche der Flüssigkeit durchgeführt werden kann.
  • Als nächstes wird eine dritte Ausführungsform der Erfindung unter Bezugnahme auf die 5(A) bis (C) erläutert. Die Struktur des Gerätes gemäß der vorliegenden Ausführungsform ist nahezu die gleiche wie die der ersten Ausführungsform. Ein Unterschied dieser gegenüber besteht allerdings darin, dass weiter ein Hebemechanismus im linearen Antriebsabschnitt 21 vorgesehen ist, so dass die Düse 225 der Reagenzmess – und – entladepumpe 22 direkt in engem Kontakt mit der Analysekassette 1 in der Position der zweiten feinen Flussdurchgänge 13 derselben kommt. Daher ist es nicht erforderlich, das ausgeschnittene Fenster in der Position entsprechend dem Reaktionsabschnitt auf dem Substrat zum Testen des oberen Substrats der Analysekassette 1 vorzusehen.
  • Wie in 5(B) dargestellt ist, wird in der gleiche Weise wie bei der ersten Ausführungsform die Analysekassette 1, nach der Probennahme einer bestimmten Menge von Serum durch das Schiebe-Mengenbestimmungsventil 14, in den linearen Antriebsabschnitt 21 des Hauptgehäuses 2 des Gerätes eingesetzt. Gemäß der vorliegenden Ausführungsform kommt die Düse 225 der Reagenzmess – und – entladepumpe direkt in Berührung mit der zweiten feinen Öffnung 142 der Analysekassette 1. Wenn das Reagenzmittel in diesem Zustand injiziert wird, wird, wie in 5(C) dargestellt, das Reagens 3 in die Reaktionszelle 16 während des Schiebens des Serums darin ausgestoßen. Aufgrund des während des Ausstoßens erzeugten Fließens werden das Reagenzmittel 3 und das Serum miteinander vermischt. Die Luft in der Reaktionszelle 16 wird durch die Luftöffnung 165 nach außen abgeführt, so dass sie nie komprimiert oder gedämpft wird. Anschließend werden, in gleicher Weise wie bei der ersten und zweiten Ausführungsform, die Intensitäten des Spektrums und die Lichtemission unter Benutzung der Reflexionsabschnitte 163 gemessen, die vor und hinter der Reaktionszelle 16 angebracht sind.
  • 6 zeigt ein chemisches Analysesystem. Das System ist durch Unterteilen des Hauptgehäuses des Analysegeräts der ersten Ausführungsform in eine Vorrichtung oder ein Gerät 5 für die ausschließliche Verwendung zum Laden der Reagenzien entworfen (d.h. umfassend die Reagenzflaschen, eine Gruppe von Reagenzmess – und – entladepumpen, den linearen Antriebsabschnitt, den Signalprozessorteil und die Steuervorrichtung), sowie in eine Analysegerät-Endabschlusseinrichtung 6 für die ausschließliche Verwendung bei der Analyse der Analysekassette (d.h. umfassend den linearen Antriebsabschnitt und den optischen Detektor). Die Analysegerät-Endabschlusseinrichtung 6 ist mehrfach vorhanden.
  • Das vorliegende System wird in folgender Weise benutzt. Zuerst werden die Reagenzien 3 vorher in die Analysekassette 1 unter Benutzung der exklusiven Vorrichtung oder des Gerätes 5 zum Laden der Reagenzien eingebracht, j e nach den Erfordernissen des Benutzers derselben. Indem so verfahren wird, ist es möglich, eine große Anzahl von Analysekassetten 1 an einer Stelle in der Nähe des Arbeitsplatzes der Benutzer vorzubereiten, die mit den erforderlichen Posten vertraut sind. In Reichweite jedes Benutzers befindet sich nur die Analysegerät-Endabschlusseinrichtung, so dass die Analyse nur durch Eingeben des Blutes 4 in die Analysekassetten 1 durchgeführt wird, welche im voraus gefüllt und vorbereitet wurden. Bei einem solchen Analysesystem können die Kosten für die Analysegerät-Endabschlusseinrichtung 6 selber herabgesetzt werden, so dass es möglich ist, dieselben auf eine viel größere Anzahl von Benutzern zu verteilen. Bekanntlich ist es durch Anschließen dieser Endgeräte 6 und der Reagenzladevorrichtung 5 durch ein Netz möglich, Informationen sowohl über den Versorgungszustand (d.h. Mangel oder Überschuss) der Analysekassetten 1, als auch über den Herstellungs- oder Zubereitungszustand zu überwachen, und weiter Gebrauch von Verbesserungen in bezug auf die Zuverlässigkeit der Analysewerte aufgrund der gegenseitigen Mitteilung der gemessenen Daten zwischen den Endgeräten zu machen.
  • Gemäß der oben angegebenen Beschreibung wurde ein kleines und tragbares Analysegerät geschaffen bei dem die Reagenzien durch den bzw. die Benutzer unbehindert bzw. nach Gutdünken festgesetzt bzw. geladen werden, je nach den geforderten Analyseposten, so dass das Analysegerät ohne Klempnerarbeiten für die Wasch- bzw. Spülflüssigkeit und die Abfallflüssigkeit etc. leicht gewartet werden kann.

Claims (6)

  1. Chemisches Analysegerät zum Messen der Konzentration der Komponenten einer Probenflüssigkeit durch Mischen der Probenflüssigkeit mit Reagenzmitteln, so dass die Reagenzmittel mit den Komponenten der Probe reagieren, mit: einem Träger (1), der auf einem Substrat gebildet ist, umfassend einen Eingabeabschnitt (11), durch den die Probenflüssigkeit (4) injiziert wird, Verteilungsflussdurchgänge (13) zum Verteilen der vom Eingabeabschnitt gelieferten Probenflüssigkeit, und mehrere Reaktionsabschnitte (15), von denen jeder die Probenflüssigkeit zum Vermischen mit dem Reagenzmittel zur Auslösung der Reaktion aufnimmt, wobei in jedem Reaktionsabschnitt (15) des Trägers (1) ein Mengenbestimmungsabschnitt (141) zum Beschränken der Menge der bei einem Test zu verwendenden Probenflüssigkeit angebracht ist; einem beweglichen Antriebsabschnitt (21) zum Beladen mit dem Träger (1); und einer Reagenzmittel-Ladevorrichtung (22) zum sequentiellen Ausstoßen der Reagenzmittel, die sich für die jeweiligen Reaktionsabschnitte (15) des Trägers unterscheiden; einer Positionseinstellvomchtung zum Einstellen und Ausrichten relativer Positionen zwischen der Reagenzmittel-Ladevomchtung (22) und dem Träger (1); und einem Detektor (24) zum Ermitteln der Komponenten nach dem Mischen der Reagenzmittel mit der Probenflüssigkeit.
  2. Chemisches Analysegerät nach Anspruch 1, bei dem im Reaktionsabschnitt (15) des Trägers ein Fasermaterial angebracht ist, das Feuchtigkeit absorbiert.
  3. Chemisches Analysegerät nach Anspruch 1, bei dem die Mengebestimmungsabschnitte (141) auf den Verteilungsdurchgängen (13) zwischen dem Eingabeabschnitt und den Reaktionsabschnitten (15) angebracht sind, wobei die vom Eingabeabschnitt kommenden Verteilungsflussdurchgänge (13) und von den Reaktionsabschnitten kommenden Flussdurchgänge (145) getrennt sind, und die jeweiligen Durchgänge durch Bewegen der Mengenbestimmungsabschnitte (141) verbunden werden.
  4. Chemisches Analysegerät nach Anspruch 1, das weiter einen Filter (12) zum Trennen und Beseitigen fester Komponenten in der Probenflüssigkeit umfasst, wobei er entweder zwischen dem Eingabeabschnitt und den Verteilungsflussdurchgängen (13), oder auf der Strecke der Verteilungsflussdurchgänge positioniert ist.
  5. Chemisches Analysegerät nach Anspruch 1, das weiter einen Ionensensor (161) zum direkten Messen der Ionenkonzentration in der Probenflüssigkeit umfasst, der in einem der Reaktionsabschnitte (15) jedes Trägers (1) positioniert ist.
  6. Chemisches Analysegerät nach Anspruch 1, wobei der Träger (1) einen Filter (12) zum Filtern der vom Führungsabschnitt injizierten Probenflüssigkeit und einen Reaktionsabschnitt (15) zum Verteilen der durch das Filter hindurchgetretenen Flüssigkeit auf einer Fläche, die mit dem Reagenzmittel zu beträufeln ist, aufweist.
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