DE3343176A1 - Automatisiertes analysengeraet - Google Patents
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Description
Automatisiertes Analysengerät
Die vorliegende Erfindung betrifft ein automatisiertes Analysengerät
für biochemische oder andere Tests an Proben und insbesondere ein Gerät dieser Art, welches sowohl die Messung
biochemischer Tests durch Erfassen des durch eine Probe hindurchtretenden Lichtes als auch die Messung von immunchemischen Tests durch Erfassen des von der Probe gestreuten
Lichtes ermöglicht.
Es ist kürzlich geklärt worden, daß quantitative Analysen von Antigenen wie z.B. Proteinen, Bazillen und Viren, welche
mit der Immunität eines lebenden Körpers zusammenhängen, oder von Substanzen, welche mit Thrombokinese und Fibrinolyse
zusammenhängen, für die therapeutische und vorbeugende Medizin erforderlich sind. Diese Substanzen werden quantitativ
durch eine immunchemische Methode aufgrund ihrer äußerst großen Selektivität und Empfindlichkeit bestimmt. Diese Methode
ist in die drei nachfolgenden Verfahren klassifiziert:
1. Verfahren, bei welchem eine Defusions- und Sedimentationsreaktion in einem Gel verwendet wird.
Dieses erste Verfahren wird häufig verwendet aufgrund seines
einfachen Meßvorganges. Es ist jedoch nachteilig insoweit,
als ein Zeitabschnitt länger als ein Tag für die Messung •erforderlich ist. Trotzdem liefert die quantitative Analyse
nicht immer ein genaues Ergebnis.
2. Verfahren, bei welchem ein bezeichneter Antigen-Antikörper verwendet wird.
Dieses zweite Verfahren ist z.B. in ein RIA (Radiοimmunauswertungs-)-Verfahren
unter Verwendung eines radioaktiven Isotops und in ein Fluorimmunauswertungsverfahren unter Verwendung
einer fluoreszierenden Verbindung klassifiziert.
Beide Verfahren sind jedoch nachteilig, da es erforderlich ist, die Stabilität der Reagenzien während der Messung zu
beobachten,und da aufgrund der Tatsache, daß ein Spezialmeßgerät
benutzt werden muß, ein konventionelles automatisiertes Analysengerät für biochemische Tests hierfür nicht
verwendet werden kann.
3. Verfahren, bei welchem eine Agglutinationsreaktion in einer Lösung verwendet wird.
Dieses dritte Verfahren führt eine quantitative Analyse eines kombinierten Produktes eines Antigens (einer Probe) und
eines Antikörpers (eines Reagenz) durch, wobei das Produkt als Ergebnis einer Mischung des Antigens mit dem Antikörper
hergestellt wird. Die so erzielte Trübung wird durch für diesen Zweck benutzte Trübungsmessung oder Nephlometrie quantitativ
erfaßt. Sie sind jeweils in "Clinical Chemistry" Band 28 Nr.10, 1982, S.2121-2124 "Turbidimetric Immunoassay
of Serum C-Reactive Protein" and in "Journal of Immunological Methods", 5 (1974) S.153-163 "Automated Nephelometric
Immunoassay (ΑΝΙΑ) I. Importance of Antibody Affinity" offenbart.
Bei der Trübungsmessung und der Nephlometrie wird die Trübung der Reaktionslösung, welche dem kombinierten Produkt
des Antigens und des Antikörpers zugeordnet ist, gemessen.
BAD ORIGINAL
In einem bisher verwendeten automatisierten Analysengerät für biochemische Tests wird die Möglichkeit, daß eine Probenlösung
wie z.B. ein Serum eines Patienten aufgrund der Anwesenheit von colloidalen Teilchen, die einer Krankheit zuge-
5 ordnet sind, trübe werden kann, berücksichtigt. Das optische
System ist so ausgebildet, daß der gemessene Wert durch die Trübung der Probe nicht nachteilig beeinflußt werden
kann. Daher ist das bekannte automatisierte Analysengerät primär nicht für die Erfassung bzw. Messung der Trübung
der Reaktionslösung, welche der Bildung des kombinierten
Produktes des Antigens und Antikörpers durch Immunreaktion zugeordnet ist, geeignet.
Die vorliegende Erfindung ist darauf gerichtet, ein automatisiertes
Analysengerät zu schaffen, welches sowohl für die Messung von immunitätsbezogenen Tests als auch von biochemischen
Tests geeignet ist.
Dies wird bei einem Photometer mit einem Eintrittsschlitz,
der den Durchtritt der Gesamtheit oder eines Teils eines konvergenten Lichtstrahls ermöglicht, der aufeinanderfolgend
durch eine Vielzahl von Probenmeßzellen übertragen wird, die jeweils eine Probenlösung enthalten, und mit einem Sensor
zur Umwandlung der durch den Eintrittsschlitz getretenen Lichtmenge in eine ein Meßziel darstellende physikalische
Größe, erfindungsgemäß erreicht durch einen Streulicht-sensor, der zwischen den Meßzellen und dem Eintrittsschlitz
in einer Position angeordnet ist, in welcher der Sensor nicht von der geraden Durchlichtkomponente des Lichtstrahls
bestrahlt wird.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung. Darin zeigen:
Fig.1 eine schematische Draufsicht einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung,
BAD ORIGINAL
(ο
-Αι Fig.2 eine vergrößerte teilgeschnittene Draufsicht auf
das in Pig.1 gezeigte Spektralphotometer zusammen mit einem Blockdiagramm der Signalverarbeitungsschaltung
,
Fig.3 eine schematische Draufsicht auf die Form eines
Streulichtsensors und dessen Positionsbeziehung zum Eintrittsschlitz bei dem in Fig.1 gezeigten Ausführungsbeispiel,
Fig.4 eine schematische Draufsicht einer abgeänderten
Ausfuhrungsform des Streulichtsensors,
Fig.5 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen
der gemessenen Konzentration von IgG und der Intensität des Streulichtes,
Fig.6 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen
der Durchlässigkeit und Streulichtintensität gemessen an der gleichen Probe, und
Fig.7 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen
der Menge zugefügter Latexteilchen und der gemessenen
Konzentration an Cholesterin. 25
Unter Bezugnahme auf Fig.1 wird schematisch der Aufbau
einer bevorzugten Ausführungsform des automatisierten Analysengerätes
beschrieben. Eine Reaktionsscheibe 1 ist in
der Nähe ihres Umfangsrandes mit einer Vielzahl von (z.B.
40) in Umfangsrichtung in gleichem Abstand angeordneten
Probemeßzellen 2 versehen und wird intermittierend im Uhrzeigersinn
um eine Drehachse 3 gedreht. Ein Probentisch ist ebenfalls in der Nähe seines Umfangsrandes mit einer
Vielzahl von in Unfangsrichtung in gleichem Abstand angeordne-
ten Probenbehältern 5 versehen und wird in ähnlicher Weise im Uhrzeigersinn um eine Drehachse 6 gedreht. Probenlösungen
werden von den Probenbehältern 5 zu den Meßzellen 2 durch die Kombination einer Pipetteneinrichtung 7 und
ΆΓ»
ORIGINAL
33 4 317
eines Probenentnahmefühler ε 8 überführt. Erforderliche Reagenzien
werden durch Ausgabeeinrichtungen 9 und 10 abgegeben. Ein erstes Reagenz 14a wird an einer ersten Ausgabeposition
17a durch die erste Ausgabeeinrichtung 9 in die Meßzellen 2 und ein zweites Reagenz 14b wird an einer zweiten Ausgabeposition 17b durch die zweite Ausgabeeinrichtung
10 abgegeben.
Ein von einer Lichtquelle 12, welche aus einer weißen Lampe
jQ besteht, ausgesandter Lichtstrahl 13 durchdringt die in die
gegenüberliegende Position gebrachte Meßzelle 2 und fällt dann auf ein Spektralphotometer 11. Der Lichtstrahl 13 durchdringt
die Meßzelle 2, wenn die P.eaktionsscheibe 1 während ihrer intermitterenden Drehung zeitweilig angehalten wird.
Zwischen der Position, an welcher der Lichtstrahl 13 die Meßzelle durchdringt, und einer Probeneinführposition 15
sind ein Lösungsausgaberohr 19 und ein Zellenreinigungsrohr 21 angeordnet. Die in der Meßzelle 2 enthaltene Probenlösung,
welche der Messung unterworfen worden ist, wird durch eine Lösungsausgabeeinheit 18 nach Durchströmen des
Ausgaberohrs 19 abgegeben. Anschließend wird Reinigungswasser, welches von einer Zellenreinigungseinheit 20 zugeführt
wird, durch das Reinigungsrohr 21 in die Meßzelle eingespritzt, um das Innere der Meßzelle zu säubern. An der
Position 16 wird ein Teil einer Probenlösung, welche in dem Probenbehälter 5 auf dem Probentisch 4 enthalten ist,
durch den Probenentnahmefühler 8 abgezogen. Dieser Probenentnahmefühler 8 führt eine hin- und hergehende Schwenkbewegung
zwischen der Probenentnahmeposition 16 und der Probenausgabeposition 15 durch, um die Probenlösung in die
Meßzelle zu bringen. Zu diesem Zeitpunkt werden sowohl der Probentisch 4 wie auch der Reaktionstisch 1 zeitweilig angehalten.
In Fig.2 ist ein Blockdiagramm dargestellt, welches Einzelheiten
des Aufbaus des photometrischen Systems in dem in Fig.1 gezeigten Gerät zeigt. Die gleichen Bezugszeichen bezeichnen
gleiche Teile wie in Fig.1. Der von der weißen
■BAD
JJ4J I /b
Lampe 12 ausgesandte Lichtstrahl 13 wird durch eine Kondensorlinse
L gesammelt bzw. gebündelt und der konvergente Lichtstrahl 13 fällt auf die Meßzellen 2 in einer Probenkammer 22, welche die Form eines schwarzen Kastens aufweist,
nachdem der Lichtstrahl»durch einen ersten Eintrittsschlitz Sw der in der Außenwand der Kammer 22 geformt ist, hindurchgetreten
ist. Der durch die Meßzelle hindurchgetretene Lichtstrahl 13 tritt dann durch einen zweiten Längsschlitz S-, der
in der Trennwand W ausgebildet ist, welche die Probenkammer 22 von einem Spektroskop 26 trennt, und fällt dann auf ein
konkaves Beugungsgitter 24, durch welches der Lichtstrahl gebeugt wird, um ein Spektralbild auf einer Photodiodenanordnung
eines Photosensors 25 zu bilden, der eine gleichzeitige Messung einer Vielzahl von Wellenlängen vornehmen
kann. Das Spektroskop 26 weist ebenfalls die Form eines schwarzen Kastens auf, wobei seine innere Oberfläche z.B.
mit einer schwarzen mattierenden Farbe beschichtet ist, um hierdurch die innere Reflektion von Licht minimal zu halten.
Ein solches Spektralphotometer ist allgemein bekannt und z.B. in der US-PS 4 313 735 offenbart.
In der Nähe und um den Eintrittsschlitz S2 herum ist ein
ringförmiger Streulichtsensor 23 montiert, z.B. in einer in Fig.3 gezeigten Art und Weise. Dieser Sensor 23 erfaßt das
Licht, das durch die Meßzelle 2 nach vorn innerhalb eines bestimmten Winkelbereichs gestreut wird. Die Ausgangssignale
des Durchlichtsensors 25 und des Streulichtsensors 23 werden einem Multiplexer 28 zugeführt, nachdem sie vorzugsweise
durch zugeordnete Verstärker (nicht gezeigt) verstärkt wor-
^O den sind, und dann in digitale Signale durch einen A/D-Wandler
29 umgewandelt. Die digitalen Signale vom A/D-Wandler 2 9 werden durch eine zentrale Verarbeitungseinheit 30
verarbeitet, um in einer geeigneten Anzeigeeinrichtung, z.B. einer Kathodenstrahlröhrenanzeigeeinrichtung 31 angezeigt
zu werden. Im Falle der Messung von biochemischen Tests werden nur die Photodioden, welche zwei Arten von vorbestimmten,
nahe beieinanderliegenden Wellenlängen erfassen, unter Steuerung durch die zentrale Verarbeitungseinheit 30 abge-
BAD ORIGINAL
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- r-
tastet und die Ausgangssignale von diesen Dioden verarbeitet. Im Falle der Messung biochemischer Tests wird also
eine Zwei-Wellenlängen-Photometrie durchgeführt. Ein Verarbeitungssystem
zur Verarbeitung einzelner Ausgangssignale solcher Sensoren ist allgemein an sich bekannt und z.B.
in der US-PS 4 263 512 offenbart.
In Fig.3 ist eine vergrößerte Draufsicht des Streulichtsensors
23 gezeigt. Wie aus Fig.3 hervorgeht, hat dieser Sensor 23 eine Ringform und einen äußeren Durchmesser von
ungefähr 10 mm und einen inneren Durchmesser von ungefähr
2 mm, wobei der zweite Eintrittsschlitz S2, der in der Trennwand
W ausgebildet ist, in der mittigen öffnung des Sensors 23 angeordnet ist. Der Streulichtsensor 23 kann eine Photozelle,
eine Siliciumdiode oder dergleichen sein.
Die Form des Streulichtsensors 2 3 ist nicht auf die in Fig.
3 gezeigte Form beschränkt. Das Ziel der vorliegenden Erfindung kann in ähnlicher Weise erreicht werden, wenn ein
Sensor der in Fig.4 gezeigten Art benutzt wird. Wie aus Fig.4 hervorgeht, sind in der Nähe und um den zweiten Eintrittsschlitz
S2 herum eine Vielzahl solcher Sensoren 23
angeordnet. Der Streulichtsensor oder die Sensoren 23 können direkt an der Oberfläche der Trennwand W oder an einer
im Abstand von dieser angeordneten Position befestigt sein.
Der zweite Eintrittsschlitz S hat eine langgestreckte Form,
da das optische Bild des Glühfadens F der Lichtquelle 12 eine langgestreckte Form aufweist, welche dem Aufbau des
^O Glühfadens F zugeordnet ist. Die Form dieses zweiten Eintrittsschlitzes
S~ ist daher abhängig von der Form des optischen Bildes des Glühfadens F der Lichtquelle 12.
Im nachfolgenden wird nun die Betriebsweise des automatisierten Analysengerätes mit dem oben erwähnten Aufbau erläutert.
Unter Bezugnahme auf Fig.1 werden die Meßzellen 2 in den vorbestimmten Positionen auf der Reaktionsscheibe
1 montiert und die Probenbehälter 5, welche die zu prüfen-
den Probenlösungen enthalten, werden in den vorbestimmten Positionen auf dem Probentisch 4 montiert. Die Pipetteneinrichtung
7 wird betätigt, um die Probenlösung abzuziehen, welche in dem Probenbehälter 5 enthalten ist, der £u diesem
Zeitpunkt in die Probenentnahmeposition 16 gebracht,,
worden ist, und um die Probenlösung in den Probenentnahmefühler 8 zu bringen. Anschließend wird der Probenentnahmefühler
8 in die Position verschwenkt, welche der Meßzelle gegenüberliegt, die zu diesem Zeitpunkt in die Probeneinführposition
15 gebracht worden ist, um eine vorbestimmte Menge der Probenlösung in die Meßzelle 2 zu bringen. Der
oben erwähnte Betrieb wird durchgeführt, während sowohl der Probentisch 4 als auch die Reaktionsscheibe 1 zeitweilig
während der intermittierenden Drehung angehalten werden. 15
Wenn die Meßzelle, welche die eingespritzte Probenlösung enthält, zu der ersten Reagenzausgabeposition 17a gebracht
wird, nachdem die Reaktionsscheibe eine vollständige Drehung zuzüglich eines Teilungsschrittes im Uhrzeigersinn durchgeführt
hat, wird die erste Ausgabeeinrichtung 9 betätigt, um eine vorbestimmte Menge des ersten Reagenz 14a abzuziehen
und zu der in der Meßzelle 2 befindlichen Probenlösung zuzufügen. Wenn dann anschließend die Meßzelle 2 zu
der zweiten Reagenzausgabeposition 17b gebracht wird, wird die zweite Ausgabeeinrichtung 10 betätigt, um eine vorbestimmte
Menge des zweiten Reagenz 14b abzuziehen und um diese der Mischung der Probenlösung und des ersten Reagenz
14a in der Meßzelle 2 hinzuzufügen. Die Reaktionsscheibe wird um 360° plus einem Teilungsschritt in jedem Zyklus
gedreht, so daß ihre Position nach jedem Zyklus um einen Teilungsschritt verschoben ist. Die Betriebsweise der
Reaktionsscheibe T ist z.B. derart, daß sie für 9,5 Sekunden
angehalten und 20,5 Sekunden gedreht wird, um einen
Zyklus von 30 Sekunden zu vervollständigen. Die Durchläs-35
sigkeit der Reaktionslösung und die Intensität des durch die Reaktionslösung gestreuten Lichtes werden jeweils in
einem Zeitabstand von 30 Sekunden gemessen, um die Reaktionsgeschwindigkeiten
der analysierten Komponenten zu
BAD ORIGINAL
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_ & —
berechnen, welche in der Probenlösung enthalten sind, wodurch die quantitative Analyse der Komponenten ermöglicht
wird.
Durch das obige Analysenverfahren werden die Analyse biochemischer
Tests gemäß der Endpunktmethode und der Ratenmethode und die Analyse immunchemischer Tests gemäß der
Lichtstreumethode wirksam durchgeführt. Vom photometrischen Gesichtspunkt aus wird sowohl die Durchlässigkeitsphotometriebetriebsart
als auch die Streulichtphotometriebetriebsart eingesetzt. Das eine automatisierte Analysengerät für
biochemische Tests kann daher in zwei Photometriebetriebsarten
mit großer Genauigkeit betrieben werden, ohne daß zusätzliche Geräte erforderlich sind.
In Tabelle 1 sind Beispiele von Reagenzien gezeigt, welche für die Messung biochemischer Tests und Immunitätsbezogener
Tests, basierend auf dem oben beschriebenen Photometrieprinzip, benutzt werden. Insbesondere zeigt die Tabelle 1
Beispiele von Reagenzien, wenn Glutamat-Oxaloacetat-Transaminase
(GOT) und Immunoglobulin G (IgG) jeweils als biochemischer
Test und immunitätsbezogener Test gemessen werden.
1. GOT
erstes Reagenz
zweites Reaaenz
MDH 845 ü/ml
LDH 208 U/ml
NADH 0,24 mMol
1-Asparaginsäure 41 mMol Tris-Pufferlösung (pH 8,5)
0,01 mMol
ioC-Ketoglutarat 3,3 mMol
Phophatpufferlösuncr (pH 7,2) 0,5 Mol/l
1 2. IgG
erstes Reagenz
Au
- XJ -
menschliche IgG Antikörper (Ovin) Barbitalpufferlösung (pH 7,2)
10 mHol
Natrimchlorid 0,88 Gew.-% Natrimazid 0,1 Gew.-%
Polyethylenglycol 6000
kleine Menge
10
Tabelle 2 zeigt die analytischen Meßbedingungen der in Tabelle 1 gezeigten Tests.
15
| Gegenstand | GOT | IgG | μΐ |
| Probenmenge | 20 μΐ | 20 | μΐ |
| Menge des ersten Reagenz | 400 ul | 500 | • |
| Menge des zweiten Reagenz | 100 μΐ | 0 | |
| Meßwellenlänge 1 | 376 nm | - | 8 nm |
| Meßwellenlänge 2 | 340 nm | 632, | C |
| Reaktionstemperatur | 37°C | 37° | |
25 30 35
In Tabelle 3 sind Meßergebnisse gezeigt, wenn sowohl die biochemischen Tests wie auch die immunitätsbezogenen Tests
unter den in Tabelle 2gezeigten analytischen Bedingungen gemessen werden. In Tabelle 3 werden Reagenzien bei der Mesung
der immunitätsbezogenen Tests verwendet, welche in der Laser-Nephlometrie benutzt werden.
| Probe Nummer | Xb | Gefundener Wert | |
| -W- | 94 | ||
| 1 | 43 | ||
| 1 | Tabelle 3 | 450 | |
| 521 | |||
| Tests | 328 | ||
| 5 | GOT | 48 | |
| 2 | GPT | 22 | |
| IgG | 3,2 | ||
| IgA | 52 | ||
| 10 | 3 | IgM | 24 |
| GOT | 24,6 | ||
| GPT | 2,8 | ||
| CRP | 168 | ||
| 15 | GOT | 51 | |
| 4 | GPT | 25 | |
| RA | 350 | ||
| CRP | |||
| 20 | CHO | ||
| GOT | |||
| GPT | |||
| IgG | |||
In Tabelle 3 stellen GPT, IgA, IgM, CRP, RA und CHO Abkürzungen für Glutamat-Pyruvat-Transaminase, Inununoglobulin A,
Immunoglobulin M, C-reaktives Protein, Pheu.m?toid-Antigen-3Q
Arthritis-Faktor und Cholesterin dar.
Anmerkungen: Die Einheiten der gefundenen Werte sind folgende :
| GOT, | GPT | mU/ml |
| CHO | mg/dl | |
| GRP, | IgG, IgA, IgM | mg/dl |
| RA | U/ml |
ORIGINAL
Es wird hierdurch bestätigt, daß die Messung sowohl von biochemischen Tests als auch von inununitätsbezogenen Tests,
welche durch die bekannten automatisierten Analysegeräte nicht gemessen werden konnten, mit dem automatisierten Analysengerät
der vorliegenden Erfindung durchgeführt werden konnte. Die inununitätsbezogenen Tests, welche zusammen mit
den biochemischen Tests gemessen werden konnten, sind folgende :
IgG, IgA, IgM, Komplement 3 (C ) , Komplement 4 (C4),
CRP, RA, Fibrinogen, Transferin und Pt ..-Antitrypsin.
Es kann erwartet werden, daß die Zahl von meßbaren immunitätsbezogenen
Tests weiter erhöht werden kann,wenn die Reagenzien,
welche für die quantitative Analyse solcher Tests auf der Grundlage der Streulichtphotometrie verwendbar sind,
in Zukunft weiter entwickelt werden.
Die Ungenauigkeit wurde festgestellt durch 20faches Messen von IgG an der gleichen Probe, nie Meßergebnisse sind in
Tabelle 4 gezeigt.
| Meßwert von IgG | Tabelle 4 | Messung | Meßwert von IgG | |
| Messung | 1630 | 11 | 1650 | |
| 1 | 1590 | 12 | 1600 | |
| 2 | 1650 | 13 | 1640 | |
| 3 | 1660 | 14 | 1680 | |
| 4 | 1710 | 15 | 1660 | |
| 5 | 1630 | 16 | 1670 | |
| 6 | 1640 | 17 | 1580 | |
| 7 | 1670 | 18 | 1650 | |
| 8 | 1610 | 19 | 1600 | |
| 9 | 1680 | 20 | 1680 | |
| 10 | ||||
Anmerkungen: Die Einheit der Meßwerte von IgG ist mg/dl.
BAD ORIGINAL
* Gemäß den Meßergebnissen von IgG, gezeigt in Tabelle 4, ist
die Standardabweichung TSD) 3.36 und die Koeffizientenveränderuna (CV) gleich 2.05 %. Diese Werte von SD und CV sind
im wesentlichen kompatibel mit den Meßergebnissen der Ungenauigkeit in einem Experiment, in welchem ein Lasernephlometer
benutzt wird. Auch in Bezug zur Arbeitskurve sind die Meßergebnisse den Meßergebnissen ähnlich, welche durch
ein Lasernephlometer erzielt werden, wie in Fig.5 gezeigt ist,
Fir.5 ist eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen der
Konzentration von IgG und der Intensität des Streulichtes. In Fig.5 stellt die horizontale Achse die Konzentration von
IgG in mg/dl und die vertikale Achse die Intensität des Streulichtes in mV dar. Aus Fig.5 geht hervor, daß die
1^ Kurve mindestens bis zu einer Konzentration von 2.000 mg/dl
geradlinig ansteigt.
Obwohl ein Spektralphotometer mit einer weißen Lampe als Lichtquelle als eine Ausführungsform gezeigt ist, ist die
^O vorliegende Erfindung nicht auf ein solches Spektralphotometer
beschränkt. Die Lichtquelle kann auch eine Lampe sein, welche einen monochromatischen Lichtstrahl mit einer speziellen
Wellenlänge aussendet, oder eine Kombination einer weissen Lampe und eines Filters, der nur eine spezielle Wellenlänge
durchläßt, so daß sowohl die Durchlässigkeit als auch die Streulichtintensität durch ein herkömmliches Photometer
gemessen werden kann, ohne daß das Licht in seine Spektralkomponenten wie bei dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel
zerlegt werden muß.
Bei dem oben erwähnten Ausführungsbeispiel werden die ,Durchlässigkeit
der Reaktionslösung und die Intensität des von der Reaktionslösung gestreuten Lichtes nicht gleichzeitig
gemessen, sondern abwechselnd in einem Zeitabstand von 30 35
Sekunden. Wenn jedoch die Durchlässigkeit und die Streulichtintensität
im wesentlichen gleichzeitig gemessen werden, kann ein Meßfehler der Durchlässigkeit auf der Basis des
Meßwertes der Intensität des durch die Reaktionslösung ge-
BAD ORIGINAL
streuten Lichtes verbessert werden, so daß die Durchlässigkeit genauer bestimmbar ist.
Im nachfolgenden wird nunmehr eine andere Ausfuhrungsform
beschrieben, bei welcher die Durchlässigkeit auf der Grundlage des Meßwertes der Streulichtintensität korrigiert wird.
In der Absorptionsmeßtechnik wird Licht zu einer Probenlösung gerichtet und die Rate der Lichtabsorption an einem
Punkt gemessen, welcher einen vorbestimmten Abstand auf dem Strahlengang von der Lichtquelle aus hat, um die Durchlässigkeit
zu messen, wie dies allgemein auf dem vorliegenden Gebiet bekannt ist. In dem vorliegenden Spektrometer kann
ebenfalls Licht vom Probenbehälter 2 in das Photometer ein-
1^ geführt werden, um die Durchlässigkeit auf der Grundlage
der eingeführten Lichtmenge zu messen. Wie allgemein bekannt ist, ist es eine absolute Bedingung der Absorptionsmeßtechnik,
daß die Probenlösung in dem Probenbehälter 2 lichtdurchlässig oder permeabel ist. Wenn genügend Teilchen in
der Probenlösung vorhanden wären, um eine Lichtstreuung zu verursachen, würde das Streulicht so betrachtet,als ob es
durch den in der Probenlösung aufgelösten Stoff absorbiert worden wäre, und es würde sich ein Fehler in der Messung
gemäß der Absorptionsmeßtechnik ergeben. 25
Dieses Problem tritt häufig während der Messung eines Iipämischen
Serums auf, welches in Seren gefunden wird, welche z.B.in klinischen Laboratorien gehandhabt werden.(Der Begriff
"lipämisches Serum" bezeichnet ein milchiges Serum,
welches aufgrund einer hohen Konzentration von Fettsubstanzen
in dem Serum trübe wird.)
Um das oben genannte Problem durch Verwendung des Photometers gemäß der vorliegenden Erfindung zu lösen, haben
die Erfinder der vorliegenden Anmeldung Untersuchungen und Studien durchgeführt und gefunden, daß das Ausgangssignal
des Photometers auf der Basis des Ausgangssignals des Sensors 23, das für die Messung der Intensität des Streu-
-Yi-
lichtes vorgesehen ist, korrigiert werden kann. In Fig.6
ist die Beziehung zwischen der Durchlässigkeit und der Streulichtintensität (angezeigt durch das Ausgangssignal
des Sensors 23) gezeigt, welche experimentell bei verschiedenen lipämischen Seren bestimmt worden ist. In Fig.7 sind
die Ergebnisse eines Experimentes gezeigt, bei welchem die Meßwerte von Cholesterin in verschiedenen Seren unter
Verwendung der Beziehung gemäß Fig.6 korrigiert worden sind. Bei diesem Experiment wurden Latexteilchen mit einem Durchmesser
von 0,114 μ verwendet, um Trübung zu erzeugen. Aus Fig.7 geht hervor, daß das die Durchlässigkeit repräsentierende
Ausgangssignal des Photometers auf der Grundlage des AusgangssignaIs des Streulichtsensors 23, welches zusammen
mit dem ersten Ausgangssignal auftritt, korrigiert werden kann.
Claims (7)
- PATENT- UND'RCC-HTSANU&ÄLTE*- """ARDEHLE, PAGENBERG. fpOST; aLtEN"BURjG:& PARTNERANWÄLTE PATENTANWÄLTE - EUROPEAN PATENT ATTORNE^iM PAGENBERG dr jur . li μ harvard- · HEINZ BARDEHLE t.tr-i ingöiRD FROHWITTER dipi ing- WOLFGANG A. DOST oh . oipi chlm=t FRHR. v. GRAVENREUTH d.mi -inq ifh|· UDO W. ALTENBURG dipi phyePOSTFACH 860620. 80OO MUNCHF.N fTELEFON (089)980361TELEX 5 22 791 pad tiCABLE: PADBÜRO MÜNCHENBÜRO GALILEIPl AT2 1. 8 MÜNCHENDatum 29· November 1983 A 5093-EP Al/alPatentansprücheJ Photometer mit einem Eintrittsschlitz, der den Durchtritt der Gesamtheit oder eines Teils eines konvergenten Lichtstrahls ermöglicht, der aufeinanderfolgend durch eine Vielzahl von Probenmeßzellen übertragen wird, die jeweils eine Probenlösung enthalten, und mit einem Sensor zur Umwandlung der durch den Eintrittsschlitz getretenen Lichtmenge in eine ein Meßziel darstellende physikalische' Größe, gekennzeichnet durch einen Streulichtsensor (23) , der zwischen den Meßzellen (2) und dem Eintrittsschlitjr (S2) in einer Position angeordnet ist, in welcher der Sensor nicht von der geraden Durchlichtkomponente des Lichtstrahls (13) bestrahlt wird.
- 2. Photometer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Probenlösung in der gleichen Meßzelle (2) durchgelassene Lichtmenge und gestreute Lichtmenge jeweils durch den Durchlichtsensor (25) und den Streulichtsensor (23) erfaßt wenden und daß die vom Streulichtsensor gelieferten Daten benutzt,werden, um die vom Durchlichtsensor gelieferten Daten zu korrigieren. „-gBAD ORIGINAL COPY ™3 3 A 31 7
- 3. Photometer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Streulichtsensor (2 3) ringförmig ausgebildet ist und daß der Eintrittsschlitz (S~) in der mittigen öffnung des Sensors angeordnet ist.
- 4. Photometer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Streulichtsensor (23) eine Vielzahl von Photozellen aufweist, welche in der Nähe und um den Eintrittsschlitz (S~) herum angeordnet sind.
- 5. Photometer nach einem äer Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Streulichtsensor (23) an einer Wand (W) befestigt ist, in welcher der Eintrittsschlitz(S2) ausgebildet ist.
15 - 6. Photometer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Folge von Meßzellen (2) durch einen schwarzen Kasten (22) bewegt, der im wesentlichen von äußerem Umgebungslicht isoliert ist.
- 7. Automatisiertes Analysengerät, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (1, 3) zum Bewegen einer Folge von Probenmeßzellen (2) durch ein Photometer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, so daß die jeweils eine Probenlösung enthaltenden Meßzellen einen konvergenten Lichtstrahl(13) durchqueren können, eine Einrichtung (4, 5, 6) zum Einspritzen der Probenlösungen in die Meßzellen, durch Einrichtungen (9, 10, 14a, 14b) zum Ausgeben notwendiger Reagenzien in die Meßzellen und durch Einrichtungen(28, 29, 30, 31) zum Berechnen und Anzeigen der Konzentrationen der Komponenten der Probenlösungen auf der Basis der Ausgangssignale des Durchlichtsensors (25) und des Streulichtsensors (23).BAD ORIGINAL
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