DE3342069C2 - Folienform für Hohlkörper aus Schokolade oder dergleichen - Google Patents
Folienform für Hohlkörper aus Schokolade oder dergleichenInfo
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Abstract
Folienform zur Formgebung und gleichzeitigen Umhüllung von Hohlkörpern aus Schokolade oder dergleichen in analoger Weise zu verarbeitenden Massen, bestehend aus zwei formstabilen Hälften mit je einer Formvertiefung und einem beide Hälften in ihrer Trennebene miteinander verbindenden überstehenden Folienrand, in dessen Bereich in den Forminnenraum hineinragende Vorsprünge angeordnet sind, wobei der Folienrand über seine gesamte umlaufende Länge oder nur teilweise einen in das Forminnere und einen nach außen ragenden Schenkel aufweist.
Description
- Die Erfindung richtet sich auf eine Folienform zur Formgebung und gleichzeitigen Umhüllung von Hohlkörpern aus Schokolade od. dgl. in analoger Weise zu verarbeitenden Massen, bestehend aus zwei formstabilen Hälften mit je einer Formvertiefung und einem beide Hälften in ihrer Trennebene miteinander verbindenden, nach außen ragenden Folienrand und mit in das Forminnere hineinreichenden, am Rand der Formhälfte angeordneten, ringsumlaufenden bzw. in Einzellängen aufgeteilten Ankervorsprüngen, insbesondere in Form von Wülsten.
- Derartige Hohlfiguren werden bereits seit längerem in der ihrer späteren Umhüllung dienenden Verpackung, sei es eine Kunststoffolie oder eine Alufolie, geformt. Hierzu wird die Schokoladenmasse in die eine Formhälfte eingebracht, dann die andere Formhälfte darübergeklappt und die geschlossene Form in verschiedenen Ebenen gedreht, so daß sich die Schokoladenmasse auf der gesamten Forminnenwand annähend gleichmäßig dick verteilt und unter Abkühlung den gewünschten Hohlkörper ergibt. Anschließend werden die überstehenden Ränder der beiden Formhälften, nachdem sie vorher ausgestanzt wurden, seitlich umgelegt. Der Hohlkörper ist dann den lebensmittelrechtlichen Vorschriften entsprechend vollständig und dauerhaft umhüllt und ansprechend verpackt, wenn die Folie bedruckt oder geprägt wurde. Es sind andererseits aus DE-PS 10 28 871, 10 78 422 aus zwei nahtlos zusammenhängenden Hartfolienschalen bestehende Formen bekannt, die wiederum der Formgebung und Verpackung des Schokoladenkörpers dienen, wobei man besondere Vorkehrungen getroffen hat, um ein festes Anhaften der Folienschale an dem Hohlkörper zu gewährleisten und dadurch zu verhindern, daß sich der erhärtete Schokoladenkörper von der Folienschale ganz oder teilweise ablöst. Bei den bekannten Folienhalbschalen ragt der äußere Rand der Halbschale nach außen heraus. An diesem Rand oder in seiner unmittelbaren Nachbarschaft sind Ankervorsprünge vorgesehen, die in den von dem eingeschlossenen Körper einzunehmenden Raum hineinreichen. Sie können sowohl als ringsumlaufende bzw. in Einzellängen aufgeteilte Wülste ausgeführt sein. Gleichwohl hat sich ergeben, daß hiermit eine feste und dauerhafte Umhüllung nicht in jedem Fall gewährleistet werden kann, so daß das dieser vorbekannten Ausbildung zugrundeliegende Problem, eine genügende Haftfestigkeit zwischen dem Schokoladenkörper und dem Hüllmaterial über die gesamte Oberfläche zu erreichen, als noch nicht befriedigend gelöst anzusehen ist. Deshalb nimmt sich die Erfindung erneut dieser Aufgabe an, denn entsprechend den lebensmittelrechtlichen Vorschriften muß ein solcher Hohlkörper, z. B. aus Schokolade, vollständig und dauerhaft umhüllt sein und - aus Gründen der Marktgängigkeit - auch eine ansprechende Verpackung tragen.
- Aufgabe ist es daher, die Haftfestigkeit zwischen dem Schokoladenkörper und dem Hüllmaterial weiter zu verbessern.
- Erfindungsgemäß geschieht dies bei einer Folienform der eingangs bezeichneten Art in der Weise, daß der Folienrand aus einem nach innen abgebogenen Schenkel und einem diesen anderen anliegenden, nach außen geführten Schenkel besteht. Das heißt mit anderen Worten, daß die Folienform im Bereich ihres äußersten Randes ein T-Profil aufweist. Mit dem nach innen ragenden Schenkel greifen die Formhälften in der Trennebene selbst in die Wandung der Hohlfigur ein. Es hat sich dadurch bestätigt, daß der Halt der Form an dem Hohlkörper um so fester ist, je weiter die Hinterschneidung reicht. Durch diese Hinterschneidung ergibt sich eine zuverlässige Verankerung der beiden formstabilen Formhälften, während die nach außen gerichteten Schenkel der beiden einander anliegenden Formränder durch ihre Anlage aneinander eine zuverlässige und vollständige Umhüllung der Hohlfigur gewissermaßen nur eine einzige umlaufende Rinne von geringer Tiefe in der Wand der Hohlfigur, die weniger störend in Erscheinung tritt, andererseits aber die beiden Folienformhälften in zuverlässiger Anlage an der Hohlfigur halten und hierbei bewirken, daß auch die nach aussen gerichteten Schenkel in Anlage aneinander gehalten werden.
- Die Erfindung sieht weiter vor, daß der nach außen gerichtete Schenkel des Folienrandes breiter ist als der nach innen gerichtete Schenkel. Für den letzteren genügt eine sehr geringe Länge, um die Forderung nach einem festen Sitz der Form auf dem Hohlkörper zu erfüllen. Der Aufwand zur Herstellung derartiger Formen ist im Verhältnis zu dem erzielten Gewinn außerordentlich gering. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Folienrand gegenüber der Formvertiefung in der Trennebene zur Bildung des inneren Schenkels zunächst nach innen abgewinkelt und anschließend um 180 Grad nach außen umgewinkelt sowie zur Bildung des äußeren Schenkels nach außen geführt.
- Der Innenschenkel weist also die doppelte Materialstärke auf. Diese kann aber so fest zusammengepreßt werden, daß sie praktisch nicht in Erscheinung tritt.
- Es liegt schließlich im Bereich der Erfindung, daß der Folienrand ganz oder teilweise in dem Bereich außerhalb der nach innen gerichteten Schenkel zusätzlich versiegelt, verschweißt, verklebt oder in anderer Weise verschlossen ist. Dies ist eine zusätzliche Maßnahme, beispielsweise zum dichten Verschließen der Hohlfigur überall dort, wo dies gefordert wird. So kann beispielsweise die Versiegelung an den Stellen stattfinden, die frei von dem nach innen ragenden Schenkel des Formrandes sind.
- Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, sowie anhand der Zeichnung. Hierbei zeigt
- Fig. 1 in perspektivischer Ansicht eine Hohlfigur in Form eine Hühnchens;
- Fig. 2 einen Schnitt etwa nach Linie II-II in Fig. 1 und
- Fig. 3 einen der Fig. 2 entsprechenden Schnitt bei teilweise abgenommenen Folienformen.
- Die Folienform 1 ist aus formstabilem Werkstoff, z. B. einem lebensmittelrechtlich unbedenklichen Kunststoff, eine Alufolie oder dergleichen gefertigt, und sie besteht aus den beiden Formhälften 2, die mit einem umlaufenden Folienrand 3 versehen sind. Zur Ausbildung dieses Randes 3 ist die Folie zunächst um ein geringes Stück 4 nach innen umgelegt und anschließend um 180 Grad nach außen umgewinkelt. Auf diese Weise wird ein kürzerer Innenschenkel 5 von doppelter Materialdicke und ein dem gegenüber etwas längerer äußerer Schenkel 6 gebildet. Mit der Anlagefläche 7 gelangt dieser Folienrand 3 an dem entsprechenden Folienrand der anderen Formhälfte 2 zur Anlage. Die der formstabilen Folie innewohnende Federkraft bewirkt, daß der Innenschenkel 5 des Formrandes 3 ständig in Eingriff mit der die Hohlfigur 8 ringförmig umgebenden Nut 9 liegt. Dadurch bleiben die beiden Folienformhälften 2 in zuverlässiger Anlage an der Außenfläche 10 der Hohlfigur 8 und diese einwandfrei umhüllt. Löst man den Folienrand 3 der einen oder anderen Folienformhälfte 2 , indem man ihn aus der Nut 9 aushebt, wird der innere Schenkel 5, sobald die Krafteinwirkung endet, in seinen ursprünglichen Sitz in der Nut 9 zurückfedern und dort gewissermaßen einrasten.
- Die beiden aneinander anliegenden Folienränder ( vergleiche Fig. 2) können in der üblichen Weise ganz oder über einen Teil ihres Verlaufs versiegelt oder in anderer Weise miteinander verbunden sein.
Claims (4)
1. Folienform zur Formgebung und gleichzeitigen Umhüllung von Hohlkörpern aus Schokolade od. dgl. in analoger Weise zu verarbeitenden Massen, bestehend aus zwei formstabilen Hälften mit je einer Formvertiefung und einem beide Hälften in ihrer Trennebene miteinander verbindenden, nach außen ragenden Folienrand und mit in das Forminnere hineinreichenden, am Rand der Formhälfte angeordneten, ringsumlaufenden bzw. in Einzellängen aufgeteilten Ankervorsprünge, insbesondere in Form von Wülsten, dadurch gekennzeichnet, daß der Folienrand (3) aus einem nach innen abgebogenen Schenkel (4) und einem diesem anliegenden, nach außen geführten Schenkel (6) besteht.
2. Folienform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der nach außen gerichtete Schenkel (6) breiter ist als der nach innen gerichtete Schenkel (5).
3. Folienform nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ausbildung des Folienrandes (3) die Folie gegenüber der Formvertiefung in der Trennebene (11) zur Bildung des inneren Schenkels (5) zunächst nach innen abgewinkelt und anschließend um 180° nach außen umgewinkelt sowie zur Bildung des äußeren Schenkels (6) nach außen geführt ist.
4. Folienform nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Folienrand (3) ganz oder teilweise in dem Bereich außerhalb der nach innen gerichteten Schenkel (5) zusätzlich versiegelt, verschweißt, verklebt oder in anderer Weise verschlossen ist.
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| DE19833342069 DE3342069C2 (de) | 1983-11-22 | 1983-11-22 | Folienform für Hohlkörper aus Schokolade oder dergleichen |
Publications (2)
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| DE3342069A1 DE3342069A1 (de) | 1985-06-05 |
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| DE19833342069 Expired DE3342069C2 (de) | 1983-11-22 | 1983-11-22 | Folienform für Hohlkörper aus Schokolade oder dergleichen |
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Cited By (1)
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1983
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