DE3238885A1 - Kampffahrzeug, insbesondere kampfpanzer - Google Patents
Kampffahrzeug, insbesondere kampfpanzerInfo
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- F41—WEAPONS
- F41H—ARMOUR; ARMOURED TURRETS; ARMOURED OR ARMED VEHICLES; MEANS OF ATTACK OR DEFENCE, e.g. CAMOUFLAGE, IN GENERAL
- F41H5/00—Armour; Armour plates
- F41H5/22—Manhole covers, e.g. on tanks; Doors on armoured vehicles or structures
- F41H5/223—Manhole covers specially adapted for armoured or fighting vehicles
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- Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
Description
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Firma Wegmann & Co. GmbH, Aug.-Bode-Str.1,
3500 Kassel
Kampffahrzeug, insbesondere Kampfpanzer.
10
Die Erfindung betrifft ein Kampffahrzeug, insbesondere
einen Kampfpanzer, mit einem auf einer Fahrzeugwanne angeordneten drehbaren Turm und einer an der
Oberseite der Fahrzeugwanne angeordneten, mit einem Deckel verschließbaren Luke zum Ein- und Aussteigen.
Bei bekannten Kampffahrzeugen mit Turm war die Luke zum
Ein- und Aussteigen des Fahrers so angeordnet, daß sowohl die Luke als auch die Sichtgeräte für den Fahrer
außerhalb des Drehbereiches des Turmes lagen.
Aufgrund der Verstärkung des Panzerschutzes im Fahrgestell
und im Turm wurde es notwendig, die Luke soweit zu verschieben, daß sie mindestens teilweise in den Überdeckungsbereich
des Turmes geriet. Dies hatte zur Folge, daß beim Öffnen der Luke der Deckel in geeigneter Form
aus dem Überdeckungsbereich des Turmes herausbewegt werden mußte.
Ein weiteres Problem bestand in der Anordnung der Sichtgeräte,
die im allgemeinen Winkelspiegel sind. Bei den erstgenannten, bekannten Kampffahrzeugen konnten die
Sichtgeräte vor der Luke angeordnet werden. Da bei späteren Konstruktionen der Fahrerplatz sehr weit hinten
angeordnet war, mußten die Sichtgeräte hinter der Luke angeordnet werden, um ausreichende Sichtmöglichkeiten zu
erreichen. Die Anordnung der Sichtgeräte hinter der Lukenöffnung führt jedoch zu Behinderungen beim Ein-und
Aussteigen. Um diese Behinderungen beim Ein- und
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Aussteigen auszuschalten, wäre es notwendig, die Sichtgeräte
aus dem Bewegungsraum des Fahrers zu entfernen.
Diese Probleme führten dazu, daß bei bekannten Kampffahrzeugen die Sichtgeräte teilweise in die Lukendeckel
integriert wurden und diese Lukendeckel anhebbar und schwenkbar, bzw. anhebbar und verschiebbar ausgebildet
wurden. Diese Lösungen haben den Nachteil, daß sie große Luken und damit große Lukendeckel und somit auch große
zu bewegende Massen erfordern. Dies führte zu komplizierten Öffnungs- und Schließmechanismen für den Lukendeckel.
Ein weiterer Nachteil bestand in den großen Dichtungslängen dieser Lukendeckel.
Am schwierigsten gestaltete sich bei den bekannten Lösungen die Anordnung der Sichtgeräte, die aufgrund der
möglichen Lukenform, des Freiraumes zwischen Fahrgestell und Turm sowie der nur teilweise möglichen Unterbringung
in der Luke zu unbefriedigenden Sichtverhältnissen führten. Die räumlichen Verhältnisse erlauben nur ein
Verschieben oder Schwenken der Sichtgeräte in der vorhandenen Ebene. Ein Entfernen der Sichtgeräte aus dem
Bewegungsraum des Fahrers könnte nur nach innen durchgeführt werden, läßt sich aber aus den räumlichen Gegebenheiten
heraus nicht realisieren.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe bestand darin, bei einem Kampffahrzeug der eingangs erwähnten
Bauart die Anordnung und Ausbildung der Luke zum Ein- und Aussteigen des Fahrers so zu gestalten, daß ein Ein-
und Aussteigen bei jeder Stellung des Turmes ermöglicht wird und die Sichtgeräte so angeordnet werden können,
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daß sie einerseits das Ein- und Aussteigen nicht behindern und andererseits im Betrieb befriedigende Sichtverhältnisse
gestatten. Dabei sollte die Luke möglichst kleingehalten werden können.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit
den Merkmalen aus dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1.
Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteran-Sprüchen
beschrieben.
Die Anordnung der Luke innerhalb eines drehbaren Tellers, der in der Oberseite der Fahrzeugwanne gelagert
ist, gibt dem Fahrer die Möglichkeit, durch Drehen des Tellers die Luke in seinen Arbeitsbereich und in eine
günstige Ausstiegsposition zu bewegen. Wenn wenigstens ein Teil der Sichtgeräte ebenfalls an dem drehbaren
Teller angeordnet ist, ist es möglich, mit der Drehung des Tellers gleichzeitig die Sichtgeräte aus dem Bewegungsraum
des Fahrers zu entfernen.
Zur Bewegung des relativ/ schweren Tellers wird kein Hub-Schwenkwerk
benötigt, da sich der Teller in einer Ebene bewegen läßt. Hierdurch wird die Handhabung der Einrichtung
wesentlich vereinfacht.
Die Lukengröße wird auf die ergonomisch notwendigen Abmessungen ausgelegt. Damit werden die Dichtungslängen
reduziert und die Dichtheit erhöht und verbunden mit der kleineren Form ergibt sich eine kleinere zu bewegende
Masse. Der Lukendeckel kann jetzt mit allen bekannten und weniger aufwendigen Mechanismen geöffnet, bzw.
geschlossen werden.
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Um einen weiteren Vorteil des drehbaren Tellers auszunutzen, kann der Lukendeckel gemäß Patentanspruch 5
ausgebildet sein. Bei dieser Ausführungsform kann der Lukendeckel in Öffnungsrichtung soweit angehoben u/erden,
daß der Fahrer den Lukendeckel als Splitterschutz benutzen kann und trotzdem über Direktsicht fahren kann.
Zusammengefaßt sind mit der erfindungsgemäßen Ausbildung
der Luke folgende Vorteile erzielbar:
a) es können bekannte Lukenkonstruktionen
verschiedenster Ausbildungsart verwendet werden;
b) es können bekannte Sichtgeräte verschiedenster Bauart verwendet werden;
c) es ist möglich, weitere spezielle Bauteile,
die im Arbeitsbereich positioniert werden müssen, am drehbaren Teller anzuordnen;
d) es können kleinstmögliche Luken und damit sehr kleine zu bewegende Massen verwendet
werden;
e) die Dichtheit der Luken kann erhöht werden;
f) die Handhabung der Öffnungs- und Schließmechanismen
kann stark vereinfacht werden;
g) die Sichtmöglichkeiten können verbessert werden;
h) es wird eine Notausstiegsmöglichkeit geschaffen, beispielsweise für den Fall, daß
der Turm selbst nicht mehr bewegbar ist, wobei auch eine Fremdrettungsmoglichkeit
von außen vorgesehen werden kann.
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Im folgenden wird anhand der beigefügten Zeichnungen ein
Ausführungsbeispiel für ein Kampffahrzeug nach der
Erfindung näher erläutert.
In den Zeichnungen ist nur der sich in der Umgebung der Luke zum Ein- und Aussteigen des Fahrers befindende Teil
mit den für die Erfindung wesentlichen Einzelheiten eines Kampfpanzers dargestellt.
Im einzelnen zeigen in den Zeichnungen: 15
Fig. 1 eine Aufsicht auf die Fahrzeugwanne eines
Kampfpanzers im Bereich der Luke in einer ersten
Stellung des drehbaren Tellers;
Fig. 2 eine Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 eine Aufsicht analog Fig. 1 in einer zweiten
Stellung des drehbaren Tellers;
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. Fig. 5 einen Antrieb des drehbaren Tellers.
Wie aus den Fig. ersichtlich, ist bei dem dargestellten Kampfpanzer in die Dachplatte der Fahrzeugwanne 5 ein
runder, um eine Drehachse D drehbarer Teller 1 eingesetzt. Die Verbindung zwischen dem drehbaren Teller
und der Dachplatte erfolgt über einen nach bekannten Methoden abgedichteten Drehkranz 4. Das Drehen des
drehbaren Tellers 1 kann beispielsweise,wie in Fig. dargestellt, über Hand- bzw. Motorantrieb erfolgen.
Dabei ist der drehbare Teller 1 mit einem Zahnkranz versehen, in den ein Ritzel 11 eingreift. Das Ritzel
ist über ein Getriebe 12, beispielsweise einem Planetengetriebe, durch einen Elektromotor 13 angetrieben, der
über eine Kupplung 14 mit dem Getriebe verbunden ist. Für den Fall, daß der Elektromotor ausfällt, ist eine
Handkurbel 15 vorgesehen, so daß der drehbare Teller auch von Hand in die^ ^wei-ls gewünschte Stellung gedreht
werden kann.
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In dem drehbaren Teller 1 ist eine Luke 2 so angeordnet, daß sie exzentrisch zur Drehachse D liegt. Wie den Fig.
1 und 3 zu entnehmen, besitzt die Luke, die nach ergonomischen Gesichtspunkten gestaltet ist, im wesentlichen
eine dreieckige Form mit abgerundeten Ecken. Sie ist auf dem drehbaren Teller 1 so angeordnet, daß eine Ecke 2a
des Dreiecks in der Nähe des äußeren Randes des Tellers 1 liegt, während eine andere Ecke 2b mehr in der Nähe
der Drehachse D liegt. Der Lukendeckel 12 ist so angeordnet,
daß er angehoben und um eine in der Nähe des Deckelrandes an der Ecke 2a des Dreiecks angeordneten
Schwenkachse S im angehobenen Zustand nach außen verschwenkbar ist. Dabei erfolgt die Bewegung des Lukendeckels
in zwei Stufen. In der ersten Stufe wird er über
ein zweckmäßig federunterstütztes Hub-Schwenkwerk angehoben. Diese erste Stufe ist von innen und außen entriegelbar.
Nach dem Entriegeln wird der Deckel durch die Federkraft soweit angehoben, daß er durch das Hub-Schwenkwerk
seitlich verschwenkt werden kann. In einer zweiten Stufe, die zweckmäßig ebenfalls verriegelt ist,
erfolgt das Anheben des Deckels zum Fahren unter Splitterschutz. Im drehbaren Teller 1 sind weiterhin
Sichtgeräte 3, beispielsweise Winkelspiegel, angeordnet, und zwar an einer Stelle des Tellers, die im Bezug auf
die Drehachse D der Luke 2 gegenüberliegt. Der Turm 6 des Kampfpanzers mit der Waffe IQ, sowie die Längsmittellinie
9 der Fahrzeugwanne sind in Fig. 1 und 3 strichpunktiert angedeutet.
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In Fig. 1 ist der drehbare Teller 1 in einer Position
dargestellt, wie sie dem Fahrbetrieb des Kampfpanzers mit geschlossener Luke entspricht. Hierbei sitzt der
Fahrer relativ weit zurück in einer Position 7, die im Überdeckungsbereich des Turmes 6 liegt und die Sichtmöglichkeiten
sind durch die Sichtgeräte 3 bestimmt. Diese Situation ist auch Fig. 2 gut zu entnehmen. Will der
Fahrer aussteigen oder die Fahrt bei geöffnetem Lukendeckel mit Direktsicht fortsetzen, so dreht er den
drehbaren Teller 1 in eine Position, wie sie in Fig. 3 dargestellt ist. Durch diese Drehung um ca. 110° werden
die Sichtgeräte 3 aus dem Arbeitsbereich des Fahrers in Position 7 herausbewegt und die Luke 2 bewegt sich auf
den Arbeitsbereich des Fahrers zu. Die Sichtgeräte sind in der in Fig. 3 dargestellten Stellung aus der Turmüberdeckung
heraus bewegt und die Lukenöffnung 2 befindet sich noch nicht in der Turmuberdeckung, so daß der
Fahrer in einer etwas vorgezogenen Arbeitsposition 71 den Lukendeckel 12 anheben und, wie in Fig. 4 dargestellt,
den Kampfpanzer unter eingeschränkter Direktsieht weiterfahren kann. In dieser Stellung des Lukendeckels
ist er dabei noch gegen Splitterwirkung oder gegen Regen und Schnee geschützt.
Will der Fahrer aussteigen, so wird der Lukendeckel 12 nach dem Anheben um die Schwenkachse S in die in Fig.
strichpunktiert dargestellte, nach außen geschwenkte Position gebracht und der Fahrer kann von der vorgezogenen
Position 7' aus durch die Lukenöffnung 12 aussteigen.
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Aus dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist auch ersichtlich, daß die Luke jederzeit als Notausstieg
benutzt werden kann, unabhängig von der Turmstellung.
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Selbst in einer Turmstellung mit abgesenkter Waffe 10 (in Fig. 2 durch Pos.-Nr. 8 dargestellt) ist es immer möglich,
durch Drehen des Tellers 1 die Luke 2 in eine Stellung zu bringen, in der ein Ausstieg möglich ist. Durch geeignete
Maßnahmen kann auch eine Fremdrettung von außen ermöglicht werden, indem der Teller 1 von außen gedreht und der
Lukendeckel 12 geöffnet wird.
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Claims (8)
- DIPL.-INC. P.-C. SROKA, DR. H, FEDER, DIPL.-PHYS. DR. W. "Ό. FEDERPATENTANWÄLTE & EUROPEAN PATENT ATTORNEYSKLAUS O. WALTERRECHTSANWALTDOMINIKANERSTR. 37. POSTFACH 111038D-4000 DÜSSELDORF Il telefon (0211) 53402 telex 8584 550Akte 82-10-7819. OKT. 198? WF/WiPatentansprücheKampffahrzeug, insbesondere Kampfpanzer mit einem auf einer Fahrzeugu/anne angeordneten drehbaren Turm und einer an der Oberseite der Fahrzeugu/anne angeordneten, mit einem Deckel verschließbaren Luke zum Ein- und Aussteigen, dadurch gekennzeichnet, daß der im Bereich der Luke (2) gelegene Teil der die Fahrzeugu/anne (5) an ihrer Oberseite abdeckenden Wand als runder, um eine senkrecht zu dieser Wand stehende Drehachse (D) drehbarer Teller (1) ausgebildet ist und die Luke (2) im Teller (1) exzentrisch zur Drehachse (D) angeordnet ist.
- 2. Kampffahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbare Teller (1) in einem mit einer Dichtungseinrichtung versehenen Drehkranz (4) gelagert ist.
- 3. Kampffahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Teil der dem Fahrerplatz(7) zugeordneten Sichtgeräte (3) an dem drehbaren Teller (1) angeordnet ist.82-10-78 - 2 -
- 4. Kampffahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Luke (2) und Sichtgeräte (3) im wesentlichen auf in Bezug auf die Drehachse (D) einander gegenüberliegenden Seiten des drehbaren Tellers (1) angeordnet sind.
10 - 5. Kampffahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Lukendeckel (12) in eine teilweise geöffnete Stellung anhebbar und dann in eine voll geöffnete Stellung verschwenk- oder verschiebbar angeordnet ist.
- 6. Kampffahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem schwenkbaren Lukendeckel (12) die Schwenkachse (S) in der Nähe des Randes des drehbaren Tellers (1) angeordnet ist.
- 7. Kampffahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Luke (2) eine im wesentlichen dreieckige Form mit abgerundeten Ecken aufweist und so auf dem drehbaren Teller angeordnet ist, daß eine Ecke (2a) des Dreiecks in der Nähe des Randes des Tellers (1) angeordnet ist, während eine andere Ecke (2b) des Dreiecks in der Nähe der Drehachse (D) angeordnet ist.
- 8. Kampffährzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Luke (2) und der Teller (1) so angeordnet sind, daß die Luke (2) bei Verdrehung des Tellers (1) eine Arbeitsposition (71) des Fahrers erreicht, bevor sie in den Uberdeckungsbereich des Turmes (6) eintritt.BAD ORIGINAL
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