DE3238360A1 - Computerisiertes nc-verfahren - Google Patents
Computerisiertes nc-verfahrenInfo
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Description
Inoue-Japax Research Incorporated Yokohamashi, Kanagawaken,
Japan
Computerisiertes NC-Verfahren
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf numerische Steuerungen für Maschinen, insbesondere ein neues und verbessertes
computerisiertes NC-Verfahren zum Bewegen einer bewegten Einheit entlang einer Bahn auf einer vorgeschriebenen
komplizierten Oberfläche in einem dreidimensionalen Koordinatensystem. Die bewegte Einheit kann dabei ein Werkzeug
oder Werkstück in einer Werkzeugmaschine, z. B. einer Fräsoder einer Drehmaschine od. dgl., eine Arbeitselektrode oder
ein Werkstück bei der elektrischen maschinellen Bearbeitung, z. B. bei der elektroerosiven Bearbeitung oder der galvanischen
Metallabscheidung, sein. Die bewegte Einheit kann auch irgendein bewegtes Teil in anderen Maschinen sein, z. B. die
Hand eines Industrieroboters; die Bezeichnung "bewegte Einheit" umfaßt im vorliegenden Zusammenhang jede Einheit,
die automatisch präzise entlang einer Bahn bewegbar oder verfahrbar ist, die auf einer festlegbaren, jedoch komplizierten
dreidimensionalen Oberfläche liegt.
Wenn das Ende oder der aktive Teil eines Werkzeugs oder einer Arbeitselektrode automatisch unter numerischer Steuerung
verfahren wird, ist es bisher üblich, aus einer Zeichnung numerische Werte festzulegen, die den aufeinanderfolgenden
Positionen einer solchen bewegten Einheit entsprechen. So wird aus der Zeichnung eine erforderliche Bewegungsbahn
bestimmt, woraufhin die aufeinanderfolgenden Positionen darauf identifiziert werden. Die diesen Positionen
entsprechenden aufeinanderfolgenden numerischen Werte werden dann auf einem Informationsträger, z. B. Lochstreifen, -karten oder Magnetbändern, gespeichert und während der
tatsächlichen Verschiebung der Einheit reproduziert. Wenn
die Bahn auf einer komplizierten dreidimensionalen Oberfläche gezeichnet ist, steigt natürlich die Anzahl numerischer
Werte oder numerischer Daten in untragbarer Weise und erfordert sehr viel Zeit nicht nur für die Vorbereitung,
sondern auch für die Übertragung, d. h. die Aufzeichnung und Wiedergabe, der erforderlichen numerischen Daten.
Es wurde zwar bereits ein Computer in Verbindung mit dem konventionellen NC-Verfahren eingesetzt; seine Einsatzmöglichkeiten
waren jedoch entweder auf die Vorbereitung dieser numerischen Werte zur Aufzeichnung und Wiedergabe oder auf
die Durchführung eines linearen oder krummlinigen Interpolationsverfahrens
während der Datenwiedergabephase beschränkt, wodurch der Zeitaufwand und die erforderliche Mühe nicht
wesentlich reduziert werden können.
Bei der konventionellen Berechnung numerischer Werte von aufeinanderfolgenden Positionen in Verbindung mit einem
NC-Verfahren ist ferner zu beachten, daß man gefunden hat,
.:....= ■ .=Λ.:':.Λ::323836σ
daß Positionen, die auf einem Schnittpunkt von zwei unterschiedlichen
dreidimensionalen Oberflächen liegen, sehr kompliziert und umständlich zu berechnen sind. Durch den
Einsatz eines Computers werden zwar diese Berechnungen vereinfacht, der Computer muß jedoch groß gebaut sein und im
Hochgeschwindigkeitsbetrieb arbeiten können; auch dann ist der Erfolg bisher nur begrenzt. Selbst mit einem Hochgeschwindigkeits-Computer
ist die zur Behandlung des gesamten Verfahrens für viele tatsächliche Verschiebeoperationen
erforderliche Zeit unbefriedigend lang.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines neuen und verbesserten computerisierten NC-Verfahrens zum Verfahren
einer bewegten Einheit derart, daß diese einer komplizierten dreidimensionalen Oberfläche folgt, wobei der Wirkungsgrad
bzw. die Leistungsfähigkeit, ausgedrückt als Zeit- und Arbeitsaufwand, zur Bestimmung numerischer Werte für die
Verschiebebahn der bewegten Einheit erheblich verbessert wird; dabei soll ferner die Informationsmenge, die in den
Comuter einzugeben ist, erheblich verringert werden.
Das computerisierte NC-Verfahren nach der Erfindung zum
Verschieben einer Einheit entlang einer Bahn auf einer vorbestimmten komplizierten Oberfläche in einem dreidimensionalen
Koordinatensystem, ist gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte: (a) Unterteilen der komplizierten
Oberfläche in eine Mehrzahl von elementaren charakteristischen Bereichen, deren jeder für sich als eine von mehreren
vorbestimmten verschiedenen geometrischen Kategorien ent-
sprechend Kurven erster Ordnung, Kurven zweiter Ordnung,
Oberflächen erster Ordnung und Oberflächen zweiter Ordnung definierbar ist und durch eine dafür spezifische Gleichung
ausgedrückt werden kann, (b) Erstellen einer allgemeinen Gleichung für Jede der vorgewählten geometrischen Kategorien
und Speichern der erstellten allgemeinen Gleichungen in einem einem Computer zugeordneten Speicher, (c) Eingeben von
Daten in den Computer, die zur Anpassung jeder der gespeicherten allgemeinen Gleichungen an einen entsprechenden
charakteristischen Bereich in dem vorgegebenen dreidimensionalen Koordinatensystem erforderlich sind, wodurch jede
allgemeine Gleichung auf die spezifische Gleichung reduzierbar ist, (d) Festlegen einer Folge von inkrementellen
zweidimensionalen Positionen in dem dreidimensionalen Koordinatensystem nach Maßgabe einer vorbestimmten ersten
und zweiten Koordinate desselben, (e) aufeinanderfolgendes Eingeben in den Computer der Koordinaten der sequentiellen
inkrementellen zweidimensionalen Positionen, so daß für jede Position auf der Bahn der Wert der dritten Koordinate aus
den spezifischen Gleichungen und aus den eingegebenen ersten und zweiten Koordinaten berechenbar ist, wodurch die Bahn
dreidimensional bestimmbar ist, und (f) Verschieben der
Einheit entlang der vorbestimmten Bahn.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein schematisches Blockschaltbild eines computerisierten
NC-Systems zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung;
Fig. 2 eine Perspektivansicht, die eine beispielsweise komplizierte Oberfläche mit verschiedenen
charakteristischen Bereichen zeigt, denen ein bewegtes Werkzeug folgen soll;
Fig. 3 ein Koordinatendiagramm zur Erläuterung einer
torischen Oberfläche, die als ein charakteristischer Bereich der komplizierten Oberfläche nach
Fig. 2 festgestellt wurde;
Fig. 4 ein Koordinatendiagramm, das eine zylindrische Oberfläche erläutert, die als weiterer charakteristischer
Bereich der komplizierten Oberfläche von Fig. 2 festgestellt wurde; und
Fig. 5 eine Perspektivansicht, die eine weitere beispielhafte komplizierte Oberfläche zeigt, der
gemäß der Erfindung ein bewegtes Werkzeug folgt.
Fig. 1 zeigt ein System zur Durchführung des neuen Verfahrens. Das System umfaßt einen Computer mit einer Zentraleinheit
1, der ein Speicher 2 zugeordnet ist. Der Speicher dient zur Speicherung von allgemeinen Gleichungen, die sich
jeweils auf verschiedene elementare charakteristische Oberflächenkategorien beziehen, in die Unterteilungen einer
komplizierten dreidimensionalen Oberfläche, der eine bewegte Einheit folgen soll, fallen. Diese Kategorien umfassen im
allgemeinen eine Gerade oder eine Kurve erster Ordnung, eine oder mehrere Kurven zweiter Ordnung, eine Ebene oder eine
Fläche erster Ordnung sowie eine oder mehrere Flächen zweiter Ordnung, z. B. eine Kugelfläche, ein Ellipsoid,
einen Zylinder, ein Hyperboloid, ein Paraboloid und ein
Toroid. Die Kurven zweiter Ordnung umfassen einen Kreis, eine Ellipse, eine Hyperbel und eine Parabel.
Der Computer ist ferner mit einer Leseeinheit 3, einem
Tasteneingabegerat 4 und einer Ausgabeeinheit 5 verbunden. Die Leseeinheit 3 dient zum Auslesen und zur Eingabe verschiedener
ausgewählter Daten, die auf einem Aufzeichnungsträger
wie etwa Lochstreifen oder -karten oder Magnetbändern oder -platten gespeichert sind, aus dem bzw. in den Computer,
Die Eingabedaten umfassen Daten bezüglich der Sequenz und der Art der vom Computer auszuführenden Berechnungen
sowie Information für solche sequentiellen Berechnungen
einschließlich Information, die zur Anpassung jeder der im Speicher 2 gespeicherten allgemeinen Gleichungen an einen
entsprechenden charakteristischen Bereich in einem vorbestimmten dreidimensionalen Koordinatensystem erforderlich
ist, wodurch die allgemeine Gleichung auf die darin enthaltene spezifische Gleichung reduziert wird. Das Tasteneingabegerat
4 dient zur Weiterleitung von Befehlen für die Rechenvorgänge an den Computer und kann auch zur Eingabe
einiger der vorgenannten Eingabedaten und/oder von Programmen benutzt werden. Die Ausgabeeinheit 5 dient zur Umsetzung
der vom Rechner berechneten numerischen Werte in entsprechende Ansteuersignale, die auf Treiberschaltungen für X-,
Y- und Z-Achse-Motoren (nicht gezeigt) verteilt werden, die
ihrerseits betriebsmäßig mit der bewegten Einheit (nicht
gezeigt) verbunden sind. Es ist zu beachten, daß die errechneten
numerischen Werte, die die interessierende Bahn für die bewegte Einheit bestimmen, eventuell nicht sofort in
dieser Weise benützt werden, sondern daß sie auf einem Aufzeichnungsträger, etwa Lochstreifen, für die spätere
Verwendung bei der Reproduktion gespeichert werden.
Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird auf Fig. 2 Bezug genommen, die eine bestimmte dreidimensionale
» t» 4i U
- 10 -
Oberfläche 10 zeigt, die als zusammengesetztes Produkt mehrerer charakteristischer elementarer Oberflächenkategorien
angenommen wird und die durch elektrische maschinelle Bearbeitung oder Fräsen eines Werkstücks erhalten werden
kann. Die Oberfläche 10 liegt in einem dreidimensionalen kartesischen Koordinatensystem (X, Y, Z). Bs ist ersichtlich,
daß die Oberfläche 10 unterteilt werden kann in fünf gesonderte Ebenen 11, die mit der X-Y-Ebene koinzidieren,
ein Semitoroid 12, dessen Zentrum mit dem Ursprung 0 des Systems koinzidiert und dessen Oberfläche gleichmäßig aus
der X-Y-Ebene vorspringt, eine Halbkugel 13, deren Zentrum mit dem ürsprungspunkt 0 koinzidiert, und vier Halbzylinder
14, deren Oberflächen gleichmäßig aus der X-Y-Ebene vorspringen und die sich jeweils radial von der Halbkugel 13 zu
dem Semitoroid 12 erstrecken und einander unter 90° schneiden.
Aus Fig. 3 ist ersichtich, daß ein Punkt P (Χ,Υ,Ζ) auf einer
toroidalen Oberfläche 12 wie folgt ausgedrückt wird:
x = (al + a2cosß) cosa (D
y = (al + a2cose) sinct (2)
ζ = a2 sine (3)
mit a. = der Radius des Kreises I1, um den das
Toroid gebildet ist,
a = der Radius des um diesen Kreis gebildeten Toroids,
c< = der Winkel, der von der zur X-Y-Ebene
orthogonalen Ebene I2, die den Punkt P
enthält, mit der X-Ächse gebildet wird, und
ß = der Winkel, der von der Geraden in der
Ebene 1~ gebildet wird und den Punkt P und den Kreis I1 verbindet.
Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß durch Weglassen von oc
und ß die Gleichungen (1), (2) und (3) auf folgende Gleichungen reduziert werden:
- al)2
x2 + y
2 + y2 + z2 = al2 + a22 + 2 aJa22 - zZ ..... 05)
Somit kann die Gleichung (4) oder die Gleichung (5), die
eine allgemeine Gleichung für eine torische Oberfläche
darstellt, in dem Speicher 2 aufgezeichnet und auf die Gleichung reduziert werden, die für die bestimmte torische
Oberfläche 12 spezifisch ist, wenn die Parameter a. und
a2 aus der Zeichnung ersichtlich sind. Gemäß dem Prinzip
der Erfindung kann die allgemeine Gleichung (4) oder (5) in dem Speicher 2 gespeichert werden. Die gespeicherte Gleichung
(4) oder (5) kann reproduziert und in den Rechner zusammen mit Information für die Parameter a* und a„
eingegeben werden, die über die Leseeinheit 3 oder die Tasteneingabeeinheit 4 eingegeben wird, so daß der Computer
die spezifische Gleichung für die bestimmte torische Oberfläche
12 errechnet. Die Leseeinheit 3 dient ferner dazu,
aufeinanderfolgende Positionen in der X-Y-Ebene in einer erwünschten Folge einzugeben, so daß/ solange diese Positionen
auf der torischen Oberfläche 12 liegen sollen, der Computer den Befehl erhält, die Z-Achse-Koordinaten für
diese zweidimensionalen Koordinaten entsprechend der spezifischen torischen Gleichung zu errechnen, ferner erhält der
Computer den Befehl, unter allen möglichen (vier) Lösungen eine Lösung auszuwählen, die reell ist und das richtige
Vorzeichen hat, das ebenfalls von der Eingabeeinheit 3 eingegeben wird.
Es ist ersichtlich, daß anstelle der Gleichung (4) oder (5) die Gruppe von Gleichungen (1), (2) und (3) in dem Speicher
2 gespeichert werden kann. Anstelle der Gleichung (4) oder (5) oder der Gruppe von Gleichungen (1), (2) und (3) können
auch weiter generalisierte Gleichungen verwendet werden. So kann das Zentrum des Toroids, dessen Gleichung zu speichern
ist, nicht auf dem Ursprungspunkt des X-Y-Z-Koordinatensystems
liegen. Angenommen, daß das Zentrum des Toroids 12 an der Position PQ(X0, YQ, ZQ) liegt, so ist ohne
weiteres ersichtlich, daß die Gleichungen (1), (2) und (3) durch die folgenden Gleichungen (6) bzw. (7) bzw. (8)
substituiert werden können:
x s= xo + (al + a2 cos ß) coso .......... (6)
y = yo + (al + a2 cose). sina .......... (7)
ζ = zo 4 a2 sine (8)
Ebenso können die Gleichungen (4) und (5) durch die folgende Gleichung substituiert werden:
(±J(x - χοΓ + (y -
(*- zp)2 = a22
(χ - xo)2 + (y - yo)2 +
a22 ±2alja22 - (ζ- so)"". .,...(1O) '.
Dessenungeachtet .< ind die Gleichungen (6) bis (10) auf
torische Oberflächen beschränkt und dafür spezifisch, die parallel zu der X-Y-Ebene verlaufen. So kann es erwünscht
sein, diese Gleichungen weiter zu generalisieren, so daß sie für Toroide anwendbar sind, die in irgendeiner Orientierung
sowohl zur X-Y-Ebene als auch zu der Z-Achse oder zu sämtlichen X-, Y- und Z-Ächsen geneigt sind. Wiederum ist ersichtlich,
daß die Gleichung (10) dann wie folgt generalisiert werden kann:
(x - xo)2 + (y - Yo)2 + (z-zo)2 = al2 + a22
ι—5—'- "T ", "7""" Ί ~T~i2'
·+ 2al i/a2 - U(x - xo) + ji(y - yo) + v(z - zo) )
wobei Λ , /α. und v>
Richtungskosinusse sind, d. h., Kosinusse der durch den Ursprungspunkt 0 (o, o, o) verlaufenden
Geraden und senkrecht zu der Ebene des Toroids (der den Kreis I1 enthaltenden Ebene) sind.
Ferner kann es sein, daß der Querschnitt und/oder der Ring
des Toroids nicht kreisförmig, sondern elliptisch ist, wobei der Ring einen längeren Radius a^ und einen kürzeren
Radius b- hat und der Querschnit einen längeren Radius
a2 und einen kürzeren Radius b2 hat. Dann können die
Gleichungen (6), (7) und (8) wie folgt generalisiert werden:
, albl A
χ = xo (*-£ 5 TT +
val sin α + bl cos ο
a2b2,y „ cosB) coso (12)
β + b'2
y =yo + (
J alsin« + b2 cos a
j -ρ-- „ ====. cos ρ) si na
J a2 sin β + b2 cos β
z = zo + 5ine ...(14)
° J 32^sIn ß + b2£:cosc: θ
Unter Bezugnahme auf die Kugeloberfläche 13 wird jeder Punkt P(X, Y, Z) auf dieser durch die folgende Gleichung ausgedrückt:
(x - xo)2 + (y - yo)2 + (z - zo)2 = R2 (15)
wobei R der Radius der Kugel oder der Abstand zwischen dem
Mittelpunkt der Kugel 0Q(XQ, YQ, zQ) und dem Punkt
P(X, Y, Z) ist. Diese Gleichung wird zur Darstellung eines Ellipsoids wie folgt verallgemeinert:
2 2 .2
(x - xo) + (y - yo) + (z - zo) = χ # (16)
a2 b2 c2 ■ . "
χ β a cosct cos $
y =. b sina cos 0 ^ ............. (17)
z=c sine
mit 0<a<2 , —1<0<"2*
Unter Bezugnahme auf irgendeine Ebene im dreidimensionalen
Raum mit einer Neigung zu den drei Koordinatenachsen,, die
durch Richtungskosinusse ( λ , yw- , O ) ausgedrückt ist, wobei
der Abstand zwischen dem Ursprungspunkt 0(o, o„ o) und der
Ebene 1 ist, kann diese Ebene durch die folgende Gleichung ausgedrückt werden:
+ ny +
(18)
Für die bestimmten Ebenen 11 in Fig. 1 werden Λ=α*-=Ο-, Ό und 1=0 sowie die Gleichung (7) wie folgt reduziert?
(19)
was bedeutet, daß die Ebenen 11 mit der X-Y-Ebene koinzidieren.
Unter Bezugnahme auf die Zylinderfläche 14 kann jeder
gegebene Punkt P(X, Y, Z) darauf wie folgt ausgedrückt werden:
( + (y-yo)2+ U-zo)2 - U(x-xo) +
li(y-yo). + v(z-zo)}2 = R2 · ··:·· (20)
— I D —
mit Pq(Xq,Yq,Zq) = der Mittelpunkt des Kreises
an einem Zylinderende, R = der Radius dieses Kreises,
und
( λ , μ. , \>
) = Richtungskosinusse der Achse
des Zylinders.
Eine konische Fläche,, die allerdings bei dem Beispiel von
Fig. 2 nicht vorhanden ist, kann durch die folgende Gleichung ausgedrückt werden:
((X-XO)2 + (y-yo)2 + (Z-ZO)2Jcosa-{λ (x-xo) + u(y-yo)
+ ,(Z-ZO))2 = 0 (21)
mit Pq(Xq,Yq,Zq) = Scheitelpunkt des Konus,
= der von der Konusoberfläche mit der Achse definierte
Winkel, und
(λ, μ, , 0 ) = Richtungskosinusse der
Konusachse.
Ein Hyperboloid, das ebenfalls in Fig. 2 nicht gezeigt ist, kann durch die folgende Gleichung ausgedrückt werden:
a2 b2 c
oder
x = a cosa cosli β
y = b sina cosh g
z = c sinn β
(22)
39 QQ Qcη
I JoJbU
Ein Paraboloid kann durch die folgende Gleichung ausgedrückt
werden:
<24)
Eine konische Fläche zweiter Ordnung wird wie folgt ausgedrückt
a be '
oder ."·.-'
χ = a e cosa ^
y β. b e sina >
.....(26)
ζ = "+_ c ρ J
Eine einen bestimmten Punkt P0(X0#Yq»2q) durchlaufende
Gerade mit Richtungsverhältnissen (u, v, w) kann durch
die folgende Gleichung ausgedrückt werden:
x ^ xo _ y - yo _ ζ - zo
u ν w
Von den oben aufgeführten allgemeinen Gleichungen für
verschiedene elementare Oberflächengeometrien können die benötigten ausgewählt und zusammen mit dafür erforderlichen
Rechenprogrammen.in den Rechner eingegeben werden. Die Eingabeeinheiten 3 und 4 können dazu genutzt werden, die
gespeicherten allgemeinen Gleichungen an die jeweiligen speziellen unterteilten charakteristischen Geometrien einer
tatsächlichen Oberfläche anzupassen.
Unter Bezugnahme auf eine bestimmte Oberfläche 10 von Fig. 2
folgt nachstehend eine Erläuterung bestimmter beispielhafter Rechenvorgänge.
Ebene 11
Eine allgemeine Gleichung (18), die erstellt und in dem Speicher 2 gespeichert wurde, kann an die spezielle Ebene 11
von Fig. 2 dadurch angepaßt werden, daß mindestens drei Punkte, z. B. drei der vorhandenen vier Ecken, angegeben
werden. Es sei angenommen, daß die drei Punkte bzw. Ecken a, b und c z. B. wie folgt positioniert sind:
[Xa, Ya, Za) = [-60, -60, 0]
[Xb, Yb, Zb] = [-60, 60, 0] [Xc, Yc, Zc] = [60, 60,0]
so muß die Gleichung (18) folgenden Bedingungen genügen: λ = /^=0, 0 =1 und 1=0, und wird zu Gleichung (19). Durch
Einspeisung von Information für die Bedingungen Λ=/α_=ο#
v> =1 und 1=0 kann der Computer die allgemeine Gleichung (18) errechnen, wobei die für die Ebene 11 spezifische Gleichung
(19) erhalten wird.
Eine Gruppe von allgemeinen Gleichungen (12), (13) und (14),
wobei ζ. B. [XQ, Y0, Z0 , a-,, a2, O1 , b2] =
[0, 0, 0, 40, 10, 40, 10], kann auf eine Gruppe spezifischer
Gleichungen reduziert werden;
x = (40 + 10 cosß) cosa .......... (I1)
•y = (40 + 10 cosß) sina .......... (21)
Durch Einspeisung von Information für die Bedingungen [XQ,
Y0, Z0, a1f a2, bt, b2] = [Q, 0-, 0, 40, .10,
4Q, 10] kann der Computer die Gleichungen (12), (13) und
(14) errechnen unter Erhält der spezifischen Gleichungen (1'), (2·) und (3·). .
Ebenso kann die allgemeine Gleichung (11) aufgrund von und\)=1 auf die spezifische Gleichung reduziert werden?
2 + ν2 ■+ ζ2 = 1600 + 100 + 80 /lOO - ζ ... (5')
χ + y
Für jeden Zylinder müssen die Koordinaten [X , Y r
Z 1 e [χ , ϊ , Z ] des Mittelpunkts jedes kreisförmis
θ θ e
gen Endes und der Radius R angegeben werden. Z„ B„ gilt
IX , Y3, Zg, R] = [0, -40, 0, 4] und Qx , Y ,
Ze, R] = ■ [0, 40, 0, 41..
Wenn die Koordinaten des Mittelpunkts [xQ, Yn, Zq'[ und
der Radius R gegeben sind, wird die allgemeine Gleichung (15) reduziert. Durch Eingabe der Daten für [Xqr Yg>
Z0' R] ~ [Of Of Or 81 kann z. B. der Computer die
allgemeine Gleichung (15) so rechnen, daß die spezifische Gleichung
x2 ^ + y2 + z2 = 64 (15')
erhalten wird.
Zur Bestimmung jeder Position, die von einer bewegten Einheit zu überfahren ist, werden die erste und die zweite
Koordinate, z. B. die X- und die Y-Koordinate, abgetastet zur Errechnung der dritten, also der Z-Koordinate. So erhält
man für jeden charakteristischen Bereich in der Oberfläche 10 zwei Koordinatenendpunkte für die erste und die zweite
Achse, nämlich Xg und Xn sowie YQ und Yn. Der
Bereich der X-Achse-Koordinate X -χ und derjenige der Y-Achse-Koordinate Y -Yn kann dann in gleicher Weise
η υ
durch η bzw. m dividiert werden, so daß sowohl für die X-als
auch für die Y-Achse in gleicher Weise ein vorgeschriebener Verschiebungsschritt Δ , Δ , ζ. B. 1 /jm, 2 μτα,
5 μια, 10 μτα, 30 jam, 50 ;um oder 500 pm, vorgesehen wird.
Jeder Abtastzyklus umfaßt die Festlegung der ersten der beiden Koordinaten, also X, und die anschließende Abtastung
der zweiten Koordinate Y. So wird die X-Koordinate zuerst
bei Xq (= -60) festgelegt, und die Y-Koordinate wird von
Yq (= -60) zu Yn (= 60) schrittweise jeweils um einen
Schritt Δ abgetastet. Nach Beendigung dieses ersten Abtastzyklus wird die X-Koordinate um Δ von Xn zu X1
(= -60 + Δ ) verschoben, und es folgt der zweite Abtastzyklus,
in dem wiederum die Y-Koordinate von YQ nach Y abgetastet wird. Dieser Zyklus wird aufeinanderfolgend
wiederholt, bis die X-Koordinate X (= 60) erreicht» Für
jeden Satz von abgetasteten X- und Y-Koordinatenwerten wird der Z-Koordinatenwert aus der Gleichung errechnet, die für
den Abtastbereich zutrifft. Daten, die eine bestimmte Gleichung bezeichnen, die einer bestimmten Gruppe von X- und
Y-Koordinaten zugeordnet ist, werden natürlich in den Rechner eingegeben. Wenn die Gleichung mehr als eine Lösung
hat, wird der Rechner ferner so programmiert, daß er unter diesen diejenige Lösung auswählt, die reell ist und ein
positives Vorzeichen hat, insoweit die Oberfläche von Fig. betroffen ist, bei der der Z-Koordinatenwert jedes Punkts
auf der Oberfläche nicht kleiner als 0 ist.
Fig. 5 zeigt eine weitere Oberfläche 15, die eine mit der
X-Y-Ebene koinzidierende Ebene 11 sowie eine daran angrenzende konkave Fläche aufweist, die vier Wände 16a, 16b, 16c
und 16d sowie einen daran angrenzenden Boden 17 aufweist. Jede Wand 16a-16d ist als ein Teil eines Toroids definiert,
das einen Ringradius R und einen Kreisquerschnittsradius r aufweist. Die allgemeine Gleichung für ein Toroid entsprechend
Gleichung (11) wird hier aufgrund von A=/u_=o und ^ =1
auf die Gleichung (10) reduziert. Eingabedaten zur weiteren Reduktion der Gleichung (10) auf vier Gleichungen, die
jeweils für die Flächen der Wandungen 16a, 16b, 16c und 16d
spezifisch sind, werden wie folgt angegeben:
für 16a, [Xo, Yo, Zo, R, rj = [105, 0, 0, 120, 40]
für 16b, [Xo, Yo, Zo, R, r] = [0, -105, 0, 120, 40]
fi!r 16c, [Xo, Yo1 Zo, R, r] = [-105, 0, 0, 120, 40]
für 16d, [Xo, Yo, Zo;, R, r] = [0, 105, 0, 120, 40]
Zur Definition der Ebene 11 werden die jeweiligen Koordinaten
von drei Punkten a1 , b-j und C1 wie folgt angegeben:
r
[-60, -60, 0]
[60, 60, 0] [60, 60, 0]
Ebenso wird der Boden 17 durch Angabe der jeweiligen Koordinaten
der drei Punkte a2, b2 und c2 definiert, die wie
folgt identifiert werden:
L-60, -60., -30] [60,-60, r30] ·
[60, 60, -30]
Claims (3)
- AnsprücheComputerisiertes NC-Verfahren zum Verfahren einer Einheit entlang einer Bahn auf einer vorbestimmten komplizierten Oberfläche in einem dreidimensionalen Koordinatensystem, · gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:a) Unterteilen der komplizierten Oberfläche in eine Mehrzahl von elementaren charakteristischen Bereichen, deren jeder für sich als eine von mehreren vorbestimmten verschiedenen geometrischen Kategorien entsprechend Kurven erster Ordnung, Kurven zweiter Ordnung, Oberflächen erster Ordnung und Oberflächen zweiter Ordnung definierbar ist und durch eine dafür spezifische Gleichung ausgedrückt werden kann?b) Erstellen einer allgemeinen Gleichung für jede der vorgewählten geometrischen Kategorien und Speichern der erstellten allgemeinen Gleichungen in einem einem Computer zugeordneten Speicher;c) Eingeben von Daten in den Computer, die zur Anpassung jeder der gespeicherten allgemeinen Gleichungen an einen581-A 1328-Schöentsprechenden charakteristischen Bereich in dem vorgegebenen dreidimensionalen Koordinatensystem erforderlich sind, wodurch jede allgemeine Gleichung auf die spezifische Gleichung reduzierbar ist;d) Festlegen einer Folge von inkrementellen zwöidimensionalen Positionen in dem dreidimensionalen Koordinatensystem nach Maßgabe einer vorbestimmten ersten und zweiten Koordinate desselben;e) aufeinanderfolgendes Eingeben in den Computer der· Koordinaten der sequentiellen inkrementellen zweidimensionalen Positionen, so daß für jede Position auf der Bahn der Wert der dritten Koordinate aus den spezifischen Gleichungen und aus den eingegebenen ersten und zweiten Koordinaten berechenbar ist, wodurch die Bahn dreidimensional bestimmbar ist; undf) Verschieben der Einheit entlang der vorbestimmten Bahn.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Einheit durch drei Motoren verfahren wird, die sie in den Richtungen der drei Koordinaten bewegen,gekennzeichnet durch- Umsetzen der die Bahn bestimmenden numerischen Werte in Ansteuersignale undEinschalten der Motoren mit diesen Ansteuersignalen zum Verfahren der Einheit entlang der Bahn.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch- Speichern der die Bahn bestimmenden numerischen Werte auf einem Informationsträger undanschließende Wiedergabe der numerischen Information von dem Informationsträger und Verfahren der Einheit nach Maßgabe der wiedergegebenen numerischen Werte.
Applications Claiming Priority (1)
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