DE3237189A1 - Kupplungsvorrichtung mit ueberlastungssicherung, zur selektiven verbindung einer angetriebenen welle mit einer von zwei antreibenden wellen - Google Patents
Kupplungsvorrichtung mit ueberlastungssicherung, zur selektiven verbindung einer angetriebenen welle mit einer von zwei antreibenden wellenInfo
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Description
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TER MEER · MÖLLER · STEINME«TS=? **" *" K. K*. 'KÖhatSU
- 5 BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft eine Kupplungsvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
5
Eine derartige Kupplungsvorrichtung dient dazu, eine angetriebene Welle in der Weise selektiv mit einer von
zwei antreibenden Wellen zu verbinden, daß die angetriebene Welle normalerweise mit einer ersten der antreibenden
WelLen verbunden ist und bei drohender Überlastung
mit der anderen Antriebswelle verbunden wird. Ein typischer Anwendungsfall einer derartigen Kupplungsvorrichtung
ist der Antrieb des Zufuhrmechanismus einer Presse.
Es sind'automatische Pressenanlagen mit einem Zufuhrmechanismus
zum sukzessiven Zuführen der Werkstücke in den eigentlichen Bearbeitungsbereich der Presse bekannt,
bei denen der Zufuhrmechanismus synchron mit der Aufwärts- und Abwärtsbewegung des das Oberwerkzeug oder
den Stempel tragenden Preßschlittens arbeitet. Die Antriebseinrichtung für den Zufuhrmechanismus und die Antriebseinrichtung
für die Preßwerkzeuge oder den Preßschlitten sind zum Zwecke der Synchronisation miteinander
verbunden. Es ist ferner bekannt, an einem Verbindungspunkt zwischen der Antriebseinrichtung des Zufuhrmechanismus
und dem der eigentlichen Presse einen Mechanismus vorzusehen, der eine überlastung der Antriebseinrichtung
des Zufuhrmechanismus verhindert. Wenn das von dem Pressenantrieb auf den Antrieb des Zufuhrmechanismus übertragene
Drehmoment so groß wird, daß der Zufuhrmechanismus hierdurch zerstört oder beschädigt werden könnte, so bewirkt
dieser im folgenden als überlastungssicherung berzeichnete
Mechanismus die Trennung der Antriebseinrichtungen von Presse und Zufuhrmechanismus. Der so von dem Pressen-
TER MEER · MÜLLER · STEINMEiSTER K.K." KÜjfiatSU
antrieb getrennte Zufuhrmechanismus wird sodann von einem unabhängig von dem Pressenantrieb arbeitenden
separaten Antriebsaggregat mit kleinerem Drehmoment angetrieben.
5
5
Der oben beschriebene Stand der Technik hat den Nachteil,
daß die Überlastungssicherung und das separate Antriebsaggregat oder die Antriebsquelle für den Zufuhrmechanismus
als getrennte Bauteile ausgeführt und nicht in eine strukturelle Einheit integriert sind. Dies führt zu einem
verhältnismäßig hohen Raumbedarf und zu hohen Herstellungsoder Installationskosten.
Die Erfindung ist darauf gerichtet/ den oben genannten
Nachteil zu überwinden und eine kompakte, kostengünstig herzustellende, eine in sich geschlossene Einheit bildende
Kupplungsvorrichtung zur selektiven Verbindung einer angetriebenen Welle mit einer von zwei antreibenden Wellen
zu schaffen. Insbesondere soll die Kupplungsvorrichtung geeignet sein, eine Antriebswelle eines Zufuhrmechanismus
in einer automatischen Pressenanlage selektiv mit einer Antriebswelle für die eigentliche Presse oder einer
durch eine Antriebsquelle mit verhältnismäßig kleinem Ausgangsdrehmoment angetriebenenweiterenAntriebswelle zu
koppeln.
Die Kupplungsvorrichtung soll die angetriebene Welle zuverlässig
vor überlastung schützen und bei Auftreten einer überlastung ein schnelles Umschalten auf Eigenantrieb
ermöglichen sowie andererseits nach Beseitigung der Gefahr der Überlastung ein schnelles Wiederankuppeln der angetriebenen
Welle des Zufuhrmechanismus an die Antriebswelle der Presse ermöglichen.
Die Erfindung ergibt sich im einzelnen aus dem kennzeichnen-
F£>--82--f3-Ger.
TER MEER · MÖLLER · STEINMEISTER K.R". 'KÖmatSU
den Teil des Hauptanspruchs.
Erfindungsgemäß steht die erste Antriebswelle mit einem
ersten Rotor in Antriebsverbindung, der drehbar aber axialfest
auf der angetriebenen Welle montiert ist. Ein Kolben ist derart drehfest und axial verschiebbar auf der angetriebenen
Welle montiert, daß sein eines Ende dem. ersten Rotor zugewandt ist. Die zweite Antriebswelle steht mit
einem zweiten Rotor am gegenüberliegenden Ende des Kolbens in Antriebsverbindung. Erste und zweite Kupplungen sind
jeweils zwischen dem Kolben.und dem ersten bzw. zweiten Rotor angebracht. Die erste Kupplung ist derart aufgebaut,
daß sie eine automatische Lösung der Verbindung zwischen dem ersten Rotor und dem Kolben gewährleistet,
wenn das von dem ersten Rotor auf den Kolben übertragene Drehmoment einen vorgegebenen Wert überschreitet. Der
Kolben trennt erste und zweite Fluidkammern und ist durch Beaufschlagung mit einem Druckfluid entweder an den
ersten oder den zweiten Rotor ankuppelbar.
Ferner ist eine Fluid-Steuereinrichtung oder ein Steuerkreislauf
vorgesehen, durch den normalerweise die erste Fluidkammer derart mit Druckfluid beaufschlagt wird, daß
der Kolben über die erste Kupplung mit dem ersten Rotor in Eingriff gehalten wird. Der Fluiddruck in der ersten
Fluidkammer ist jedoch so weit begrenzt, daß der Kolben zum Lösen der ersten Kupplung bei Überschreitung des vorgegebenen
Drehmoments von dem ersten Rotor weg beweglich ist. Wenn der Kolben auf diese Weise von dem ersten Rotor
abgerückt ist, liefert der Fluid-Steuerkreislauf Druckfluid
in die zweiteκFluidkammer, so daß der Kolben über die
zweite Kupplung mit dem zweiten Rotor in Eingriff gebracht wird.
Bevorzugt ist die oben beschriebene Kupplungsvorrichtung
TER MEER · MÜLLER · STEINME^STeR K.KΓ KomatSU
für den Antrieb des Zufuhrmechanismus einer automatischen Pressenanlage ausgelegt und die angetriebene Welle ist
mit dem Zufuhrmechanismus verbunden. Die erste Antriebswelle ist mit dem Preßschlitten verbunden und erzeugt
die Aufwärts- und Abwärtsbewegung desselben. Die zweite Antriebswelle ist die Ausgangswelle eines Motors oder
einer Antriebseinheit, die ausschließlich zum Antrieb des Zufuhrmechanismus vorgesehen ist. Normalerweise wird
somit der Zufuhrmechanismus über die gleiche Antriebswelle wie der Preßschlitten angetrieben, so daß das Zuführen der
Werkstücke in die eigentliche Presse zeitlich auf die Aufwärts- und Abwärtsbewegungen des Preßschlittens abgestimmt
ist. Wenn jedoch die angetriebene Welle durch die erste Antriebswelle überlastet wird, trennt die Kupplungsvorrichtung
die erste Antriebswelle von der angetriebenen Welle und verbindet die zweite Antriebswelle mit der angetriebenen
Welle. In der erfindungsgemäßen Kupplungsvorrichtung
sind somit eine überlastungssicherung zur Vermeidung
einer überlastung des Zufuhrmechanismus durch die Antriebswelle der Presse und eine separate Antriebseinheit
zum Antrieb des Zufuhrmechanismus integriert.
Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
25
Fig. 1 zeigt schematisch den allgemeinen Aufbau eines typischen Zufuhrmechanismus für
eine Presse einschließlich des Antriebssystems und einer erfindungsgemäßen
0 Kupplungsanordnung mit überlastungs
sicherung;
Fig. 2 ist eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Kupplungsvorrichtung,
die die Kupplungsanordnung aus Fig. 1
; Ft>-82--?3-Ger.
TER MEER · MÜLLER · STEINMeSTEJR K ."K .""KomatSU
und einen zugehörigen Fluid-Steuerkreislauf umfaßt;
Fig. 3 zeigt in vergrößertem Maßstab eine Ansicht der Kupplungen der Kupplungs
anordnung aus Fig. 2.
In der nachfolgenden Beschreibung soll davon ausgegangen werden, daß die erfindungsgemäße Kupplungsvorrichtung
mit überlastungssicherung für die Verwendung in einer bekannten
automatischen Pressenanlage ausgelegt ist. Gemäß Fig. 1 umfaßt die Pressenanlage einen Zufuhrmechanismus
10, mit dessen Hilfe Werkstücke nacheinander synchron mit der Aufwärts- und Abwärtsbewegung des Preßschlittens
in die nicht gezeigte eigentliche Presse überführt werden. Der Zufuhrmechanismus 10 ist mit Hilfe eines Antriebsmechanismus
12 an eine Zufuhr-Antriebswelle 14 gekoppelt,
die nach unten aus einer erfindungsgemäßen Kupplungsanordnung
16 mit überlastungssicherung austritt. Eine seitlich aus der Kupplungsanordnung 16 austretende Pressen-Antriebswelle
18 ist zur Erzeugung der Aufwärts- und Abwärtsbewegung mit dem nicht gezeigten Preßschlitten verbunden
und außerdem normalerweise über die Kupplungsanordnung 16 mit der Zufuhr-Antriebswelle 14 gekoppelt.
Die Kupplungsanordnung 16 umfaßt eine Antriebseinheit 20, durch die die Zufuhr-Antriebswelle 14 angetrieben wird,
wenn diese von der Pressen-Antriebswelle 18 abgekuppelt
ist.
Normalerweise kuppelt die Kupplungsanordnung 16 die Pressen-Antriebswelle 18 an die Zufuhr-Antriebswelle 14,
so daß das Zuführen der Werkstücke in die Presse mit Hilfe des Zufuhrmechanismus 10 zeitlich auf die Aufwärts-
und Abwärtsbewegung des Preßschlittens abgestimmt ist.
Wenn jedoch die Zufuhr-Antriebswelle 14 überlastet ist,
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TER MEER · MÜLLER · STEINMErSTBR K.K-." tfctttiatSU
- 10 -
wird sie durch die Kupplungsanordnung 16 sofort
von der Pressen-Antriebswelle 18 abgekuppelt. Sodann wird die Ausgangswelle der Antriebseinheit 20 mit
der Zufuhr-Antriebswelle 14 verbunden und dadurch der
Zufuhrmechanismus 10 wieder in Betrieb gesetzt.
Auf eine nähere Erläuterung der Fig. 1 soll hier verzichtet werden, da diese Figur lediglich eine mögliche
Anwendung der erfindungsgemäßen Kupplungsvorrichtung
veranschaulichen soll. Die erfindungsgemäße Kupplungsvorrichtung 16 soll nunmehr im einzelnen anhand der
Figuren 2 und 3 beschrieben werden.
In Fig. 2 sind nähere Einzelheiten der Kupplungsanordnung
16 mit Überlastungssicherung und eines zugehörigen Fluid-Steuerkreislaufs 22 dargestellt. Die Kupplungsanordnung
16 und der Steuerkreislauf 22 bilden zusammen die erfindungsgemäße überlastungssichere Kupplungsvorrichtung.
Die Kupplungsanordnung 16 umfaßt im wesentliehen folgende Bauteile:
1. ein allgemein rohrförmiges Gehäuse 24,
2. einen hin- und hergehend in dem Gehäuse 24 beweglichen,
drehfest und axial beweglich auf die Zufuhr-Antriebswelle 14 aufgekeilten Kolben 26,
3. eine erste Kupplung 28 zur Kopplung und Entkopplung der Pressen-Antriebswelle 18 und des Kolbens 26,
4. eine zweite Kupplung 30 zur Kopplung und Entkopplung einer Ausgangswelle 32 der Antriebseinheit 20 und des
Kolbens 26.
Die Pressen-Antriebswelle 18 trägt an einem Ende ein
; FP.J??-13-Ger.
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Zahnrad 34 zur Verbindung mit einem Antriebsmechanismus für den Preßschlitten. Auf dem anderen Ende der Pressen-Antriebswelle
18 ist ein treibendes Kegelrad 36 montiert, das mit einem angetriebenen Kegelrad 38 auf der Zufuhr-Antriebswelle
14 kämmt. Das angetriebene Kegelrad 38 ist frei auf der Zufuhr-Antriebswelle 14 drehbar, ist jedoch
gegen axiale Verschiebungen in Bezug auf die Antriebswelle gesichert. Der Kolben 26 weist eine mit geraden Nuten versehene
Axialbohrung 40 auf und ist auf einen entsprechenden
mit geraden Nuten oder Riffeln versehenen Endabschnitt 42 der Zufuhr-Antriebswelle 14 aufgekeilt. Der Kolben 26
ist somit zusammen mit der Zufuhr-Antriebswelle 14 drehbar,
aber in Axialrichtung derselben frei beweglich.
Die erste Kupplung 28 ist zwischen einem dem angetriebenen Kegelrad zugewandten Ende des Kolbens 26 und dem Kegelrad
angebracht. Wie genauer in Fig. 3 gezeigt ist, ist die erste Kupplung 28 eine Backenkupplung mit keilförmigen,
in Eingriffs- und Trennrichtung gegeneinander beweglichen Backen 44,46. Die Berührungsflanken 48,50 der zueinander
passenden Backen sind in der Weise geneigt, daß die Backen während der übertragung von Drehmoment von dem Kegelrad
auf den Kolben 26 eine Kraft ausüben, die die Tendenz hat, das Kegelrad 38 und den Kolben 26 auseinander zu drücken.
Wenn das Drehmoment einen vorgegebenen Wert übersteigt, bewegt sich der Kolben 26 von dem Kegelrad 38 weg. Hierdurch
wird*die erste Kupplung 28 gelöst. Gemäß Fig. 2 ist die zweite Kupplung 30 zwischen dem anderen Ende des Kolbens
26 und einem starr auf der Ausgangswelle 32 der Antriebseinheit 20 montierten Rotor 52 angebracht. Die Antriebseinheit
20 umfaßt in herkömmlicher Weise einen Motor 54 und ein Drehzahl-Reduziergetriebe 56. Bei der zweiten Kupplung
30 handelt es sich um eine beliebige geeignete Kupplung bekannter Bauart, im gezeigten Beispiel um eine Kupplung
mit zwei miteinander in Paßeingriff stehenden keilförmigen
TER MEER · MÜLLER · STEINMEISJ^R; ,;. :„.:K.*U:22SUatSU 3 2 3 7 1 8 S
- 12 Backen 58,60.
Der Kolben 26 ist mit einer ringförmigen Rippe 62 versehen, die in gleitender aber druckdichter Berührung
mit der Innenfläche eines Abschnitts 64 von größerem Durchmesser des Gehäuses 24 steht. Auf diese Weise werden
zwei entgegengesetzte Fluidkammern 66,68 auf den gegenüberliegenden
Seiten der Rippe 62 des Kolbens gebildet. Bei Zufuhr von unter Druck stehendem Hydraulikfluid in
die erste Fluidkammer 66 bewegt sich der Kolben 26 in Richtung auf das Kegelrad 38, so daß die erste Kupplung
28 eingreift. Bei Zufuhr von Druckfluid in die zweite Fluidkammer 68 bewegt sich dagegen der Kolben 26 in Richtung
des Rotors 52, so daß die zweite Kupplung 30 eingreift.
Das Gehäuse 24 weist einen in Längsrichtung verlaufenden Schlitz 70 auf. Aus diesem Schlitz ragt ein Schaltfinger
72 des Kolbens 26. Wenn der Kolben 26 über die erste Kupplung 28 mit dem Kegelrad 38 verbunden ist, schaltet der
Schaltfinger 72 einen elektrischen Schalter 74 ein. Ein weiterer ähnlicher Schalter 76 wird durch den Schaltfinger
eingeschaltet, wenn der Kolben über die zweite Kupplung mit dem Rotor 52 verbunden ist. Der Fluid-Steuerkreislauf
22 steuert die Zufuhr und das Ablassen von Fluid in die bzw. aus den Fluidkammern 66,68 und gewährleistet so ein
einwandfreies Arbeiten der Kupplungsanordnung 16. Der Fluid-Steuerkreislauf 22 umfaßt im wesentlichen die folgenden
Elemente: .
1. ein ersteswählventil 78 zur selektiven Verbindung
der Fluidkammern 66,68 mit einer Druckfluidquelle 80 oder einem Fluidauslaß 82,
2. ein Druckreduzierventil 84 zwischen dem ersten Wähl-
TER MEER ■ MÜLLER · STEINMEISTeIr Κ*ΓΚ. Koitiatsu
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ventil 78 und der ersten Fluidkammer 66, das den Druck
in der ersten Fluidkammer 66 normalerweise auf einem ersten vorgegebenen Wert P1 hält,
3. ein überdruckventil 86, das die erste Fluidkammer 66
mit dem Fluidauslaß 82 verbindet, wenn der Fluiddruck der ersten Fluidkammer auf einen zweiten Wert P2 ansteigt,
der größer als der erste Wert P1 ist,
4. ein zweites Wählventil 88, das bei Betätigung das erste Wählventil 78 über eine das Druckreduzierventil
umgehende Leitung 90 mit der ersten Fluidkammer 66 verbindet .
Das erste Wählventil 78 ist ein Vierwegeventil mit zwei
Stellungen. In der in Fig. 2 gezeigten Normalstellung verbindet das erste Wählventil die Druckfluidquelle 80 mit
einer ersten Hauptleitung 92, die über ein Rückschlagventil 94, das zweite Wählventil 88/ das Druckreduzierventil
84 und ein zweites Rückschlagventil 96 zu der ersten Fluidkammer 66 führt. Ferner verbindet das erste Wählventil
78 in der Normalstellung den Fluidauslaß 82 mit einer zweiten Hauptleitung 98, die über ein Rückschlagventil
mit der zweiten Fluidkammer 68 verbunden ist.
Wenn das erste Wählventil 78 in seine Betätigungsstellung
umgeschaltet wird, verbindet es die Druckfluidquelle 80 mit der zweiten Hauptleitung 98 und den Fluidauslaß 82 mit
der ersten Hauptleitung 92. Das Rückschlagventil 94 in der ersten Hauptleitung 92 ist derart hydraulisch vorgesteuert,
das es öffnet, wenn die zweite Hauptleitung 98 unter Druck steht. Das Rückschlagventil 100 in der zweiten Hauptleitung
98 ist in entsprechender Weise hydraulisch vorgesteuert und öffnet, wenn die erste Hauptleitung 92 unter Druck steht.
35
Das zweite Wählventil 88 ist ebenfalls ein Vierwegeventil
TER MEER · MÖLLER · STEINMEiSTER ·*- " K.Rs ÄOHiatSU * u ^ ' ' υ v
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mit zwei Stellungen. In der in der Zeichnung gezeigten Normalstellung stellt es einerseits eine Verbindung zwischen
dem ersten Wählventil 78 und dem Reduzierventil 84 und andererseits eine Verbindung zwischen der ersten Fluidkammer
66 und dem Rückschlagventil 86 über die Umgehungsleitung 90 her. In der Betätigungsstellung verbindet das zweite
Wählventil 88 die erste Hauptleitung 92 mit der Umgehungsleitung 90 und ermöglicht so, daß das Druckfluid von der
Druckfluidquelle 80 direkt in die erste Fluidkammer 66 strömt. Der Auslaß des Überdruckventils 86 ist mit dem
Fluidauslaß 82 über eine Auslaßleitung 102 verbunden. Der normalerweise durch das Druckreduzierventil 84 aufrecht
erhaltene erste vorgegebene Fluiddruck P1 in der ersten Fluid-kammer
66 ist kleiner als der zweite vorgegebene Fluiddruck P2, bei dem das überdruckventil 86 öffnet. Der zweite
vorgegebene Fluiddruck P2 ist seinerseits kleiner als der Ausgangsdruck der Druckfluidquelle 80.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise der überlastungssicheren Kupplungsvorrichtung aus Fig. 2 soll zunächst angenommen
werden, daß die ersten und zweiten Wählventile 78,88 des Fluid-Steuerkreislaufs 22 beide in der Normalstellung sind.
Das Druckfluid aus der Druckfluidquelle 80 wird so über die erste Hauptleitung 92 in die erste Fluidkammer 66 der
Kupplungsanordnung 16 geleitet, während das Fluid aus der zweiten Fluidkammer 68 durch die zweite Hauptleitung 98
abgelassen wird. Dies führt dazu, daß sich der Kolben 26 verschiebt und über die erste Kupplung 28 mit dem Kegelrad
38 in Eingriff tritt. In diesem Zustand wird die Zufuhr-Antriebswelle 14 über die miteinander kämmenden Kegelräder
36,38 und den Kolben 26 durch die Pressen-Antriebswelle 18 angetrieben. Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, ist unter dieser
Bedingung der Bewegungszyklus des Zufuhrmechanismus 10 beim Zuführen von Werkstücken in die nicht gezeigte Presse mit
der Aufwärts- und Abwärtsbewegung des Preßschlittens synchronisiert.
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TER MEER . MÖLLER . STElNMBiSTBR K.4K, 'KömatSU V 4 O / I
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Der Fluiddruck in der ersten Fluidkammer 66 steigt nur bis auf den durch das Druckreduzierventil 84 festgelegten
ersten vorgegebenen Wert P1 an, der jedoch hinreichend hoch ist, damit der Kolben 26 normalerweise über die erste
Kupplung an das Kegelrad 38 gekuppelt bleibt. Die dadurch auf den Kolben 26 ausgeübte abwärts gerichtete Kraft ist
in Fig. 2 durch einen Pfeil F2 dargestellt. Wenn der Kolben 26 mit dem Kegelrad 38 in Eingriff tritt, betätigt
der Schaltfinger 72 des Kolbens den Schalter 74. Dieser erzeugt daraufhin ein Signal, durch das angezeigt wird,
das der Zufuhrmechanismus 10 synchron mit der Presse angetrieben
wird.
Wenn die Zufuhr-Antriebswelle 14 beim synchronisierten Betrieb des Zufuhrmechanismus 10 überlastet wird, erzeugen
die keilförmigen Backen 44,45 der eingerückten ersten Kuppling
28 eine Kraft F1, die die Tendenz hat, den Kolben 26 von dem Kegelrad 38 weg zu bewegen. Wenn die Kraft F1
größer als die entgegengesetzt gerichtete Kraft F2 durch den Fluiddruck in der ersten Fluidkammer 66 wird, beginnt
der Kolben 26 sich von dem Kegelrad 38 weg zu bewegen. Dies führt zu einem Antieg des Fluiddrucks in der ersten Fluidkammer
66. Das überdruckventil 86 des Fluid-Steuerkreislaufs
22 öffnet, wenn der Fluiddruck in der ersten Fluidkammer 66 über den Wert P2, der den Schwellenwert des Uberdrucksventils
darstellt, ansteigt. Durch das öffnen des Überdruckventils wird das Fluid aus der ersten Fluidkammer 66 über die Umgehungsleitung
90 und die Auslaßleitung 102 abgelassen. Daraufhin bewegt sich der Kolben 26 weiter von dem Kegelrad
38 weg und gibt das Kegelrad 38 frei. Auf diese Weise wird die Zufuhr-Antriebswelle 14 von der Pressen-Antriebswelle
abgekoppelt und gegen überlastung geschützt.
Um den Kolben 26 mit dem Rotor 52 auf der Motor-Ausgangswelle
32 in Eingriff zu bringen, kann das erste Wählventil
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in die Betätigungsstellung umgeschaltet werden, während das zweite Wählventil 88 möglicherweise in seiner Normalstellung
verbleibt. Sodann fließt das Druckfluid von der Druckfluidquelle 80 über die zweite Hauptleitung 98 in
•5 die zweite Fluidkammer 68, während das Fluid in der ersten
Fluidkammer 66 durch die Umgehungsleitung 90, das überdruckventil 86 und die Auslaßleitung 102 abgelassen wird.
Daraufhin tritt der Kolben 26 über die zweite Kupplung 30 mit dem Rotor 52 in Eingriff.
Die Zufuhr-Antriebswelle 14 wird nunmehr durch die Antriebseinheit
20 angetrieben, die ausschließlich für den Zufuhrmechanismus 10 aus Fig. 1 vorgesehen ist. Während des Antriebs
durch die Antriebseinheit 20 ist die Wirkungsweise des Zufuhrmechanismus jedoch nicht automatisch mit der Bewegung der Presse synchronisiert. Diese Betriebsart wird
dadurch abgetastet, daß der Schaltfinger 70 an dem Kolben 26 den Schalter 76 betätigt, wenn der Kolben mit dem Rotor
52 in Eingriff tritt.
Ferner ist es möglich, zugleich mit dem ersten Wählventil 78 auch das zweite Wählventil 88 in die Betätigungsstellung
umzuschalten, um den-Kolben 26 mit dem Rotor 52 in der oben
beschriebenen Weise in Eingriff zu bringen. In diesem Fall wird das Fluid aus der ersten Fluidkammer 66 durch die Umgehungsleitung
90, das zweite Wählventil 88, das durch den Vorsteuer-Druck in der zweiten Hauptleitung 98 geöffnete
Rückschlagventil 94 und das erste Wählventil 78 abgelassen.
Wenn die zweite Kupplung 30 gelöst und der Kolben 26 wieder über die erste Kupplung 28 mit dem Kegelrad 38 in Eingriff
gebracht werden soll, so wird das erste Wählventil 78 in die Normalstellung zurückgeschaltet, während das zweite Wählventil
88 in der Betätigungsstellung gehalten bzw. in die Betätigungsstellung überführt wird. Das Druckfluid fließt
TER meer · möller . STEiNM*a6TER *** ■- κ.K-. -Kcmatsu
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dann aus der Druckfluidquelle 80 durch die Umgehungsleitung
90 in die erste Fluidkammer 66. Da das Druckfluid nicht das Druckreduzierventil 84 durchläuft, steigt der Druck in
der ersten Fluidkammer 66 auf den vollen Ausgangsdruck der Druckfluidquelle 80 an. Infolgedessen kann der Kolben 26
unter dem vollen Ausgangsdruck der Druckfluidquelle 80 fest
über die erste Kupplung 28 mit dem Kegelrad 38 in Eingriff gebracht werden. Nachdem ein fester Eingriff zwischen dem
Kolben 26 und dem Kegelrad 38 hergestellt ist, kann das zweite Wählventil 88 in die Normalstellung zurückgestellt werden.
In der Normalstellung stellt das zweite Wählventil eine Verbindung zwischen der Druckfluidquelle 80 und der ersten
Fluidkammer 66 über das Druckreduzierventil 84 her und verbindet außerdem die erste Fluidkammer mit dem Uberdruckventil
86. Wenn somit der Druck in der ersten Fluidkammer 66 auf den ersten vorgegebenen Wert P1 reduziert ist und anschließend
aufgrund einer überlastung der Zufuhr-Antriebswelle durch die Pressen-Antriebswelle 18 erneut auf den durch
das Überdruckventil 86 festgelegten zweiten Wert P2 ansteigt, so löst sich die erste Kupplung 28 selbsttätig.
Die erfindungsgemäße Kupplungsvorrichtung mit überlastungssicherung
kann nicht nur wie oben beschrieben in Verbindung mit einem Pressen-Zufuhrmechanismus verwendet werden, sondern
ist darüberhinaus allgemein in solchen Fällen anwendbar, in denen eine einzige angetriebene Welle selektiv mit zwei
durch unterschiedliche Antriebsquellen angetriebenen treibenden Wellen gekoppelt werden soll. Darüberhinaus sind an
dem beschriebenen Ausführungsbeispiel im Rahmen der allgemeinen Lehre der Erfindung zahlreiche Veränderungen denkbar.
Beispielsweise braucht die Pressen-Antriebswelle 18 nicht über Kegelräder mit der ersten Kupplung 28 verbunden zu sein.
Im Rahmen der Erfindung ist es lediglich erforderlich, daß ein hinsichtlich seiner Funktion dem angetriebenen Kegelrad
38 entsprechendes drehbares Teil vorhanden ist. Das Kegel-
TER MEER · MÜLLER · STEINMEiSTER ··" '-·*Κ .K.,"KiM»atSU
- 18 -
rad 38 ist daher in den Patentansprüchen allgemein als erster Rotor bezeichnet, während der Rotor 52 als zweiter
Rotor bezeichnet ist.
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Claims (4)
- TER MEER-MULLER-STEINMEISTERPATENTANWÄLTE — EUROPEAN PATENT ATTORNEYSDipl.-Chem. Dr, N. ter Meer Dipl-Ing. H. SteinmeisterSst'rTsse i MÜ"er Ärtur-Ladebfcck-Strasse eiD-8OOO MÜNCHEN 22 D-4800 BIELEFELD 1FP 82-13-Ger.st/wi/ia OCT 7 1982KABUSHIKI KAISHA KOMATSUSEISAKUSHO3-6, 2-chome, Akasaka,Minato-ku, Tokyo, JapanKupplungsvorrichtung mit überlastungssicherung zur selektiven Verbindung einer angetriebenen Welle mit einer von zwei antreibenden WellenPRIORITÄT: 12. Oktober 1981, Japan, No. 150018/81PATENTANSPRÜCHEfi.y Kupplungsvorrichtung mit überlastungssicherung zur selektiven Verbindung einer angetriebenen Welle mit einer von zwei antreibenden Wellen, gekennzeichnet durchTER MEER · MÖLLER ■ STEINMEtSTER .:.".." κ".·Κ*.'ttOmatSU". FP"82-"1:3-Ger.- einen drehbar und axialfest auf der angetriebenen Welle (14) montierten, durch die erste antreibende Welle (18) angetriebenen ersten Rotor (38)/- einen.drehfest und axial verschiebbar auf der angetriebenen Welle (14) montierten Kolben (26), dessen eines Ende dem ersten Rotor (38) zugewandt ist,- eine erste Kupplung (28) zum Verbinden und Trennen des ersten Rotors (38) und des Kolbens (26) , welche erste Kupplung sich selbsttätig löst, wenn das von dem ersten Rotor (38) auf den Kolben (26) übertragene Drehmoment einen vorgegebenen Wert überschreitet,- einen mit der zweiten Antriebswelle (32) in Antriebsverbindung stehenden zweiten Rotor (52) am entgegengesetzten Ende des Kolbens (26),- eine zweite Kupplung (30) zur Verbindung des zweitenRotors (52) mit dem Kolben (26), wenn dieser von dem ersten Rotor (38) abgekuppelt ist,- Einrichtungen (14,62) zur Begrenzung erster und zweiter entgegengesetzter. Fluidkammern zum Verschieben des Kolbens in entgegengesetzte axiale Richtungen relativ zu der angetriebenen Welle (14) und- eine Fluid-Steuereinrichtung, die in einem ersten Zustand den Kolben (26) über die erste Fluidkammer (66) derart mit Druckfluid beaufschlagt, daß der Kolben (26) über die Kupplung (28) mit dem ersten Rotor (38) in Eingriff gehalten wird, jedoch zum Lösen der Kupplung (28) bei überschreiten des vorgegebenen Drehmoment-Wertes von dem ersten Rotor (38) weg verschiebbar ist/ und die in einem zweiten Zustand den Kolben (26) zur Ankupplung an denTER MEER · MÜLLER · STEINMEISTER K#K\" RomatSUzweiten Rotor (52) über die zweite Fluidkanvmer (68) mit Druckfluid beaufschlagt.
- 2. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurchgekennzeichnet, daß die Fluid-Steuereinrichtung (22) eine Druckfluidquelle (80), ein Wählventil (78) zur selektiven Verbindung der ersten oder zweiten Fluidkamraer (66,68) mit der Druckf luidquelle (80) und einem Fluidauslaß (82) , ein erstes druckbegrenzendes Ventil (84) zwischen dem Wählventil (78) und der ersten Fluidkammer (68) und ein zweites druckbegrenzendes Ventil (86) zwischen der ersten Fluidkammer (66) und dem Fluidauslaß (82) umfaßt, daß das erste druckbegrenzende Ventil (84) den Druck in der ersten Fluidkammer (66) auf einem ersten vorgegebenen Wert P1 hält, der ausreicht, den Kolben (26) unter normalen Bedingungen über die erste Kupplung (28) mit dem ersten Rotor (38) in Eingriff zu halten, und das das zweite druckbegrenzende Ventil (86) öffnet, wenn der Druck in der ersten Fluidkammer (66) über einen über dem ersten vorgegebenen Wert P1 liegenden zweiten vorgegebenen Wert P2 ansteigt.
- 3. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fluid-Steuereinrichtung (22) ein zweites Wählventil (88) zur Beaufschlagung des Kolbens (26) mit dem vollen Ausgangsdruck der Druckfluidquelle (80) beim Ankuppeln des Kolbens an den ersten Rotor (38) umfaßt, welches zweite Wählventil (88) in einer Normalstellung die Fluidverbindung zwischen dem ersten Wählventil (78) und dem ersten druckbegrenzenden Ventil (84) aufrecht erhält und in einer betätigten Stellung das erste Wählventil (78) über eine das erste druckbegrenzende Ventil (84) umgehende Leitung (90) direkt mit der ersten Fluidkammer (66) verbindet.·: ;"FP-$>-i3r.Ger.TER MEER · MÜLLER · STEINMEBTER "" "K-K/^KöWätSU
- 4. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsvorrichtung eine Antriebseinheit (20) umfaßt und daß die zweite Antriebswelle (32) die Ausgangswelle der Antriebseinheit (20) ist.
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