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Verfahren und Vorrichtung zur Bodenlockerung,
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Saatbettherrichtung und Bestellung mit Traktoren und Arbeitsgeräten
Die ErEindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Bodenlockerung, Saatbettherrichtung
und Bestellung, bei dem zweiachsige Traktoren und front- und heckseitige Anbaugeräte
verwendet werden, die gleichzeitig die Bodenlockerung, die Vcrbereitung eines Saatbettes
und das Ausbringen der Saat durchführen und zwischen deren Vorder- und Hinterradspuren
zusätzliche Andrückwalzen oder -Räder angeordnet sind, die einen Teil des Schleppergewichtes
auf dem Erdboden neben den Radspuren abstützen und dadurch die Entstehung zu tiefer
Fahrspuren oder schädlicher Bodenverdichtungen durch die Schlepperräder -vermeiden.
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Eine Gerätekombination zur Ausführung eines solchen Verfahrens ist
aus der deutschen Patentanmeldung P 31 48 679.7 bekannt. Sie hat den Nachteil, daß
das neue Verfahren nur mit einem Spezial traktor durchführbar ist, der je einen
front- und heckseitigen Kraftheber und je eine Front- und Heckzapfwelle aufweist
und vorzugsveise mit Ballonreifen ausgerüstet ist.
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Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die Hinterräder des Schleppers
in den Fahr spuren der Vorderräder angeordnet sind, und daß deshalb die zusätzlichen
Stützwalzen verhältnismäßig breit ausgeführt werden müssen und außerdem nur zusammen
mit etwaigen Arbeitsgeräten aushebbar sind. Außerdem erschweren sie die Lenkung
des Fahrzeuges in abgelassenem Zustand.
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Deshalb wurde auch schon versucht, vor den Vorderrädern und zwischen
den Radspuren des Schleppers eine sogenannte Zentralrädergruppe anzuordnen, die
am Vorderteil des Schlepperrahmens lösbar, höhenverstellbar und durch einen Hydraulikzylinder
sowohl aushebbar als auch belastbar angeordnet werden kann. Sie besteht aus wenigstens
vier nebeneinander angeordneten Rädern, die etwa so groß sind, wie die Vorderräder
des Schleppers und über einzelne Lenkstangen und Spurhebel miteinander, sowie mit
der Lenkvorrichtung
des Schleppers verbunden sind. Sie stützen
insbesondere auf lockerem und unebenem Erdboden einen Teil des Schleppergewichtes
zwischen den Radspuren ab und erleichtern auch das Befahren unebener, z.B. grobschollig
gepflügter Felder. Sie tragen deshalb dazu bei, ein (z.B. in einem vorherigen Arbeitsgang
durch am Heck des Schleppers angebrachte Geräte zur Bodenlockerung und Krümelung)
stark gelockertes Saatbett leicht und auf der ganzen Drillbreite gleichmäßig zu
verfestigen; Danach können z.B. auch alle Feinsämereien sehr gleichmäßig und flache
ausgesät werden, ohne daß die Bodenoberfläche durch Radspuren unterbrochen oder
gar die Ackerkrume streifenweise verdichtet wird.
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Diese Zentralrädergruppe ist aber sehr aufwendig gebaut und das An-
und Abbauen am Schlepper ist verhältnismäßig umständlich.
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Es wurde auch schon ein mit hydraulisch absenkbaren Stützrädern versehenener
Hublenkwagen gemäß der deutschen bzw. P 32 14 768.6 Patentanmeldung P 32 05 200.6
/ bekannt, der entweder unmittelbar zwischen mehreren, am Heckkraftheber eines Schleppers
angebauten Kombinationsgeräten angeordnet oder z.B. mit einer Stützwalze verbunden
werden kanne Seine absenkbaren Räder werden während der Fahrt über
das
Feld ausgehoben. Bei der Straßenfahrt bzw. beim Wenden am Feldrand werden sie hydraulisch
abgesenkt, so daß sie den größten Teil des Gewichtes der Gerätekombination tragen
können. Das ermöglicht die gleichzeitige Verwendung mehrerer Arbeitsgeräte auch
hinter leichten Schleppern. Dieser sog. Hublenkwagen hat aber ebenfalls den Nachteil,
daß er verhältnismäßig teuer ist und meistens auch die Baulänge der Gesamt-Kombination
vergrößert. Bei der Straßenfahrt sind zusätzliche Vorkehrungen erforderlich, um
das seitliche Schlingern der am Schlepper angehängten schweren Gerätekombination
zu vermeiden.
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Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese
Nachteile zu beseitigen und Insbesondere ein Verfahren und eine Gerätekombination
zu schafen, das bzw. die mit wenigen, sehr preisgünstigen Zusatzgeräten auch an
Normalschleppern verwendbar ist bzw. sind, bei der die zusätzlichen Stützräder bzw.
-Walzen gelenkt und erforderlichenfalls separat ausgehoben und abgesenkt werden
können, ohne daß z.B. ein- und derselbe Bodenstreifen mehrmals entweder von Stützwalzen
oder von Schlepperrädern befahren wird.
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Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Kombination folgender,
für sich allein zum Teil bekannter Maßnahmen: a) Die Schlepperräder werden so angeordnet;
daß sämtliche Radspuren der Vorder- oder Hinterachsen nebeneinander liegen. Dies
wird z.B. dadurch erreicht, daß alle Hinterradspuren außerhalb aller Vorderradspuren
angeordnet werden.
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b) Zwischen den inneren Radspuren des Schleppers sind Doppelräder
oder eine schmale Walze angeordnet, die maximal zwei gelenkte Achsschenkel aufweist
oder nur 1?nachlaufend lenkbar'1 und c) Außerdem mit einem Kraftheber zur lösbaren
Anbringung aushebbarer Arbeitsgeräte versehen ist.
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Vorzugsweise ist die Zentralrädergruppe am Traktor hydraulisch oder
mechanisch höhenverstellbar bzw.
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belastbar angeordnet.
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Die zur Lösung der mit der Erfindung gestellten Äufgabe erforderlichen
Verfahrensmerkmale und baulichen bzw. maschinellen Mittel sind in den Patentansprüchen
niedergelegt, in den Zeichnungen dargestellt und anhand diesen im Detail, soweit-erforderlich,
näher beschrieben.
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Die Erfindung wird in den Zeichnungen anhand mehrerer Ausführungsbeispiele
in der Weise erläutert, daß Merkmale, die in einer Figur gezeichnet oder beschrieben
sind, in sinngemäß gleicher Weise auch auf andere Äusführungsbeispiele übertragbar
sein sollen.
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Es zeigen Fig. 1 eine schematische Seitenansicht; Fig. 2 eine Draufsicht
auf einen Bestellschlepper gemäß Patentanmeldung P 31 486 797, der aufgrund der
vorliegenden Erfindung verbessert wurde; Fig. 3 zeigt eine schematische Seitenansicht
und Fig. 4 eine Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel an einem Normalschlepper;
Fig.
5 zeigt eine Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel; Fig. 6 zeigen Teilseitenansichten
auf und weitere Fig. 11 Ausführungsbeispiele; Fig. 7 zeigt eine schematische Draufsicht
auf ein an einem Breitspurgeräteträger verwirklichtes Ausführungsbeispiel; Fig.
8 zeigt eine Seitenansicht eines Geräteträgers mit einem anderen Ausführungsbeispiel;
Fig. 9 zeigt die Seitenansicht eines Normalschleppers in einem weiteren Ausführungsbeispiel;
Fig. 10 zeigt eine Teilseitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles; Fig.
12 zeigt aie Teilseitenansicht und Fig. 13 eine Teildraufsicht eines weiteren Ausführungsbeispieles;
Fig. 14 zeigt eine Teilseitenansicht, Fig. 15 eine Teildraufsicht eines weiteren
Ausführungsbeispieles;
Fig. 16 zeigt eine Teilseitenansicht und
Fig. 17 eine Teildraufsicht eines weiteren Ausführungsbeispieles.
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Wie Fig. 1 und 2 zeigen trägt der vorzugsweise mit Ballonrädern 2
ausgerüstete Spezialschlepper an seiner Vorderseite mit einem Kraftheber 3 eine
Rotoregge 5, der hintere Kraftheber eine Drillmaschine 6. Die Spur-weite der Vorderräder
2a ist so weit verringert, daß die Radspuren 41a innerhalb der Radspuren 41b der
Hinterräder 2b laufen. Zwischen den Radspuren 41a befindet sich eine schmale Stütz-
bzw. Zusatzwalze 8, deren Spur genau zwischen den Radspuren 41a liegt. Dadurch wird
die gesamte Arbeitsbreite der Drillmaschine6 lückenlos von den Traktorrädern bzw.
der Zusatzwalze oberflächlich verfestigt, ohne daß es zu tief eingeschnittenen Radspuren
oder Bodenverdichtungen kommt. Die am hinteren Kraftheber angebrachte Zusatzwalze
9 kann. entweder in der Breite der vorderen Zusatzwalze 8a oder in der Gesamtbreite
der Drillmaschine ausgeführt werden. Sie ist in vielen Fällen auch ganz entbehrlich.
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Die Fig. 3 und 4 zeigen ein anderes Ausfuhrungsbeispiel eines Normalschleppers
mit hinterem Kraftheber 4, an dem eine Drillmaschine 6, die auf einer Packerwalze
5 aufgebaut sein kann, angeordnet ist. Seine Hinterräder 2b1 sind mit zusätzlichen
Zwillingsrädern 2b2 versehen, deren äußere Kanten in einem Abstand voneinander angeordnet
sind, der der Arbeitsbreite der Drillmaschine 6
entspricht.
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Die Vorderräder 2a sind entweder durch eine ausziehbare Vorderachse
18, oder durch Spezialfelgen 44 mit extremer Einpreßtiefe soweit nach innen versetzt,
daß ihre Rad spuren 41a neben den Radspuren 41b der Hinterräder liegen.
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An der Vorderachse i8- ist ein Anbaurahmen 16 an einem Anlenkpunkt
17 angelenkt, der einen über den Hubzylinder 15 aushebbaren Hublenkwagen 22 trägt,
der einen mittigen Hubzylinder 45 aufweist. Er trägt eine in Fahrtrichtung liegende
begrenzet schwenkbare Achse für Doppelräder 14a, 14b, die über einen Lenkhebel 19
und einen Lenkzylinder 20 in an sich bekannter Weise gemeinsam mit den Vorderrädern
2a lenkbar sind.
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Am Hublenkwagen 22 befindet sich ein vorderer Zusatzkraftheber 21,
an dem ein Gerät zur Saatbettherrichtung, z.B.
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eine Rotoregge 5, höhenverstellbar angebracht ist.
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Auch bei diesem Ausführungsbeispiel wird der Erdboden vor den Vorderrädern
2a gleichmäßig saatfertig hergerichtet und anschließend durch die (sich zu der Gesamtbreite
der Drillmaschine 6 addierenden) Spuren der Räder bzw. der Zentralrädergruppe gleichmäßig
oberflächlich verfestigt.
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Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Normalschleppers,
bei dem die Vorderräder z.B. auf dem Feld von der Vorderachse 18 entfernt und seitlich
an die Doppelräder 14a, 14b des Hublenkwagens 22 angeschraubt sind, der über den
Anbaurahmen 16 starr an der Vorderachse befestigt ist. Der Schlepper 1 stützt sich
also nur auf den Hinterrädern 2b1 und 2b2 und dem Hublenkwagen 22 mit den Rädern
14a, 14b und 2a, ab. Er bekommt dadurch einen längeren Radstand und eine einfachere
Lenkung über den Lenkhebel 19 und den Lenkzylinder 20. Die Rotoregge 5 ist an dem
Zusatzkraftheber 21 aufgehängt.
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Fig. 6 zeigt einen besonders kurz gebauten Hublenkwagen 22, der an
dem Frontkraftheber 3, 15 befestigt ist und mit einem eigenen Zusatzkraftheber 21
ausgerüstet ist. Er kann leicht sowohl an der Vorderseite, als auch an der Rückseite
eines Traktors angebracht und dadurch z.B.
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von einem Traktor mühelos an einen anderen Traktor umgesetzt werden.
Das ist z.B. dann von Bedeutung, wenn der Hublenkwagen mit zusätzlichen Ballastgewichten
ausgerüstet ist.
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Fig. 7 zeigt einen Breits purgeräteträger 50, dessen Hinterräder 2b1
durch innen angebrachte Zwillingsräder 2b2 verbreitert sind. Er trägt an seinem
hinteren Kraftheber
4 die Drillmaschine 6. Seine Vorderräder 2a1
sind mit Zwillingsrädern 2a2 verbreitert und so weit nach innen versetzt, daß ihre
Spuren innen 41a an. die Spuren der inneren Hinterräder 41b angrenzen.
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kn mittleren Kraftheber 32 des Geräteträgers ist eine mittlere Rädergruppe
33 höhenverstellbar befestigt, die auch den Bereich zwischen den inneren Radspuren
41a der Vorderräder 2a oberflächlich verfestigt.
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Dadurch kann der Kraftheber 3 die Rotoregge 5 aufnehmen.
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Die Gesamtlänge des Fahrzeuges ändert sich nicht.
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Fig. 8 zeigt die Seitenansicht eines weiteren Geräteträgers, bei dem
am Heckraftheber 4 eine hintere Zentralrädergruppe 13a mit Zusatzkraftheber 34,
und an einer Frontladerschwinge 25 eine vordere Krafthebergruppe 13b mit Zusatzkraftheber
21 angebracht ist, an deren Rahmen 27 ein Vertikal lager 28 angebracht ist, um welche
die Doppelräder 14 "nachlaufend", d. h. begrenzt frei drehbar angeordnet sind.
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Fig. 9 zeigt einen Normalschlepper 1 mit an der Vorderachse 18 an
einem Anlenkbock 38 angebrachter Schwinge 36, die durch einen Hubzylinder 37 höhenverstellbar
ist, an welcher der Rahmen27 einer Zentralrädergruppe 14 höhenverstellbar angebracht
ist, der an seiner Vorderseite einen abnehmbaren Dünserstreuer 35 trägt. Am eckraftheber
4 ist nicht nur die Drillmaschine 6 mit Drillorganen 6a, und einer Stütz- und Antriebswalze
9, sondern auch die Rotoregge 5 angebracht.
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Fig. 10 zeigt eine Teilansicht eines weiteren Normalschleppers 1,
an dessen hinterem Kraftheber 4 der Rahmen 27 einer Zentralrädergruppe 14 mit Zusatzkraftheber
34 angebracht ist. Seitlich neben den Zusatzrädern 14 befinden sich über Hydraulikzylinder
46 hölixeriverstel ibare Hubräder 5, die die Zentralrädergruppe 14 ggf. mit eInem
etwa am Kraftheber 34 angebauten (nicht dargestellten) schweren Arbeitsgerät, z.B.
bei der StraßenDahrt oder beim Wenden am Feldrand ausheben können.
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Fig. 11 zeigt die Teilseitenansicht eines Schleppers 1 mit Frontladerschwinge
25, die durch eine Strebe 46, die um ein an einer Konsole 48 angebrachtes Scharnier
47 schwenkbar ist, den Rahmen 27 etwa in Vertikallage höhenverstellbar hält, an
dessen Vorderseite ein Zusatzkraftheber angebracht ist, dessen Unterlenker 21 beim
Anheben des Rahmens 27 auf einem Anschlag 49 aufsitzt. Dadurch kann der vordere
Kraftheber 21, wenig die Räder 14 sich auf dem Boden befinden, der Höhe nach pendeln,
wenn sich z.B. ein am Kraftheber 21 angebrachtes Arbeitsgerät auf dem Erdboden abstützt.
Wird dagegen die um das Vertikalgelenk 28 an einem Zugarm 29 in einem Gabelstück
schwenkbar aufgehängte Achse 24 mit dem Zusatzrad 14 ausgehoben, wird auch das an
dem Zugkraftheber 21 befindliche, nicht dargestellte, Arbeitsgerät mit hochgenommen.
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Bei dieser Variante wird außer dem Hubzylinder 26 für die Frontladerschwinge
kein zusätzlicher Hubzylinder eines vorderen Krafthebers benötigt.
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Fia.12 zeigt eine ähnliche Variante bei welcher eine Schwinge 36,
die um ein Gelenk 47 einer starren Konsole 39 schwenkbar und durch einen Hubzylinler
45 aushebbar an der Frontseite des Schleppers befestigt ist. Sie trägt den Rahmen
27
mit vorderen Zusatzkraftheber 21 an dessen RUckseite das Vertikalgelenk 28 mit den
ioppelrädern 14 angeordnet ist.
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Bei diesem Ausführungsbeispiel kann das Rad 14 ständig auf dem Erdboden
bleiben, weil das Arbeitsgerät am Frontkraftheber 21 separat ausgehoben werde kann.
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Fig. 13 zeigt die Draufsicht zu Fig. 12.
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Fig. 14 und 15 zeigen eine Seitenansicht und eine Draufsicht auf ein
weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem die Schwingen 36 direkt an der Achse 18 höhenverstellbar
befestigt sind.
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Fig. 16 und 17 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei welchem
der Rahmen 27 mit der Zentralrädergruppe 13 an der Frontladerschwinge angelenkt-und
durch einen zusätzlichen HubzylDnder 45 45in seiner Neigung einstellbar 13 ist.
Die gesamte Zentralrädergruppf kann daher ohne zusätzliche Verbindungselemente ausschließlich
an der normalen Kupplungsvorrichtung der Frontladerschwinge sehr einfach angebracht
werden.
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Die mit Lenkeinrichtungen versehene Zentralrädergruppe kann auch beim
Umdrehen des Schleppers am Feldrand in abgesenktem Zustand verbleiben. Das erleichtert
insbesondere z.B. das Befahren eines gepflügten Bodens. Außerdem können auch schwere
Gerätekombinationen verwendet werden, die von leichten Schleppern unter Umständen
nicht ausgehoben werden könnten.
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Da die Zentralrädergruppe den gesamten Bereich zwischen den (nach
innen versetzten) Vorderrädern des Schleppers überdeckt, sind alle Schlepperradspuren
nebeneinander angeordnet und über die gesamte Arbeitsbreite der Geräte zur Saatbettherrichtung
bzw.
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der Drillmaschine verteilt. Dadurch wird einerseits die gesamte Bodenoberfläche
gleichmaßig eingeebnet und dabei nur leicht verfestigt. Andererseits werden weder
tiefe Fahrspuren, noch schädliche Bodenverdichtungen verursacht. Die Schlepperräder
und die Zentralrädergruppe ersetzen also andere Krümel- oder Packerwalzen, die bisher
z.B. hinter den Arbeitsgeräten angebracht werden mußten und dadurch deren Baulänge
und Gewicht vergrößert, sowie z.B. den Anbau einer zusätzlichen Drillmaschine erschwert
oder verteuert haben.
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Die am Heck des Schleppers angebauten Rotor- oder Kreiseleggen, Ackerfräsen
usw. haben außerdem den Nachteil, daß sie den Ackerboden in den Radspuren des Schleppers
(z.B. auf gepflügtem oder vorgegrubbertem Boden) nur ungenügend krümeln konnten,
wenn diese streifenweise Vertiefungen und Verdichtungen darstellen.
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Beim Befahren eines gepflügten Feldes wird außerdem das Lenken des
Schleppers erschwert und der Verbrauch von Kraftstoff vergrößert.
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Bei dem erfindurgsgemäßen Verfahren kann dagegen die Rotor- oder Kreiselegge,
Ackerfräse usw. auch vor den Vorderrädern des Schleppers angeordnet werden, so daß
die gesamte Ackerkrume gleichmäßig und gut (flach oder tief) zerkleinert, gekrümelt,
oberflächlich eingeebnet und Ernterückstände eingemischt werden können, bevor die
Räder des Traktors (bzw. die Stützwalze bzw. die Zentralrädergruppe) Bodenvertiefungen
oder Verdichtungen verursachen können.
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Alle Räder des Traktors fahren vielmehr auf bereits eingeebneter Erdoberfläche,
wobei sie den Erdboden nur leicht, d.h. so andrücken, daß eine hinter dem
Traktor
angeordnete Drillmasch-ne eine gute Säarbeit leisten kann. Dies erlaubt die Feldbestellung
auch mit sehr leichten Traktoren und außerdem die Anordnung z.B. eines Striegelsoder
einer weiteren Andrückwalze hinter der Drillmaschine, ohne daß es zu einer Über-oder
Entlastung der Vorder- oder Hinterachse des Traktors kommen kann.
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Die Zentralrädergruppe kann an jedem üblichen Schlepper (unter Umständen
sogar am Frontlader eines Schleppers) angebracht werden. Am Kraftheber der Zentralrädergruppe
kann jedes Dreipunkt-Arbeitsgerät auch vor der Vorderachse des Schleppers montiert
werden.
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Wenn z.B. die Vorderräder des Schleppers vor der- Arbeit auf dem Feld
abgenommen bzw. an der Zentralrädergruppe angebracht werden, kann die letztere preisgünstiger
gebaut und auch nachträglich an jeden vorhandenen Schlepper angebaut werden. Der
Schlepper weist in diesem Falle mindestens auf dem Feld einen längeren Radstand
auf, ist aber z.B. mit einer hydraulischen Lenkeinrichtung einwandfrei lenkbar.
Die gesamte Arbeitsbreite des Gerätes wird daher durch aisschließlich nebeneinander
liegende Fahrspuren einzelner Räder bzw. der Zentralradergruppe nur oberflächlich
verfestigt, ohne daß schädliche Verdichtungen entstehen.
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Zur Fahrt auf öffentlichen Straßen muß allenfalls die Zentralrädergruppe
angehoben werden, nachdem die Schlepperräder wieder an der Vorderseite montiert
sind.
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Wenn das Feld vor der Saatbettherrichtung und dem Drillen z.B. gepflügt
(oder mit einem Grubber tief gelockert) wurde, wobei alle Schlepperräder auf dem
ungelockerten Boden laufen konnten, kann der so gepflügte oder gegrubberte Boden
beim nächsten Arbeitsgang auch zerkleinert, eingeebnet und Ernterückstände eingemischt
werden, bevor ein einziges Rad des Schleppers den Boden befahren hat, wenn das Gerät
beim zweiten Arbeitsgang vor dem Schlepper montiert wird.
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Das Saatgut kann daher Sn einen absolut gleichmäßig durchgearbeiteton,
gelockerten, oberflächlich verfestigten Boden abgelegt werden, auch wenn dieser
zum Zeitpunkt der Saat noch verhältnismäßig feucht ist, ohne daß es in etwaigen
Schlepperspuren zu einer Klutenbildung kommt. Diese tritt stets auf, wenn z.B. die
Rotoregge einen vom Schlepperrad befahrenen schweren oder etwas zu feuchten Boden
krUmeln soll.
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Wenn z.B. das Grubbern mit einem hinter dem Schlepper kann angeordneten
Gerät erfolgen/;nd an der Frontseite des Schleppers ein Düngerstreuer angeordnet
ist, kann der Dünger auf den ungelockerten (oder auf den vorher gelockerten) Boden
ausgestreut werden, so daß er bei der anschließenden SaatLettherrichtung von den
rotierenden Werkzeugen eines an der Frontseite des Schleppers angeordneten Gerätes
mit dem Erdboden vermischt werden kann. Die Düngung, Bodenbearbeitung, Saatbettherrichtung
und Bestellung kann daher auch mit leichten und mittleren "Schleppern in einem,
höchstens zwei Arbeivsgängen einwandfrei durchgeführt werden.
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In Ausnahmefällen kann es zweckmäßig sein, außer der Rotoregge auch
die Drillmaschine an der Vorderseite des Schleppers anzubringen. Das ist besonders
auf leichten oder trockenen Böden orteilhaft, weil die Rotoregge den Boden gleichmäßig
krümelt und die DriNW maschine die Saatkörner gleichmäßig ablegt, bevor der Boden
durch die Schlepper-Räder streifenweise verdichtet wird. Das gleichmäßig gekrümelte
und eingesäte Saatbett wird anschließend auf der ganzen Arbeitsbreite durch alle
Schlepperräder (und die
zentralen Zusatzräder) gleichmäßig und
leicht so verfestigt, daß auch das zuvor flach abgelegte Saatgut angedrückt und
daher rasch auflaufen wird.
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Auch bei schwerem (oder etwas feuchtem) Boden ist die vor den Vorderrädern
des Schleppers arbeitende Rotoregge nicht weniger vorteilhaft: Sie kann hier ebenfalls
die ganze (vorgelockerte oder gepflügte) obere Bodenschicht sehr gleichmäßig zerkleinern,
krümeln und die Ernterückstände einmischen, ohne daß es zur Bildung grober Kluten
in etwaigen Fahrspuren kommt. Damit wird der nachteil aller Arbeitsgeräte zur Saatbettherrichtung
beseitigt, daß sie auf verhältnismaßig feuchtem Boden in den Spuren mehr (in sich
verdichtete) Kluten, d.h. eine weniger lockere und weniger feine Krümel struktur
schaffen, als bei der Bearbeitung eines völlig unverdichteten Bodens.
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Deshalb kann es sehr vorteilhaft sein, durch die vor den Vorderrädern
des Schleppers" angebrachte Rotoregge die optimale Krümelstruktur herzustellen,
bevor überhaupt Fahrspuren entstehen. Sie kann anschließend durch die (sich auf
der ganzen Arbeitsbreite gleichmäßig abstützenden oder mit Niederdruckreifen versehenen
)
Räder, bzw. die Stützwalzen gleichmäßig und auch nur leicht verfestigt werden.
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Alle diese Räder bzw. die Stützwalzen übernehmen daher gemeinsam die
Funktion einer Walze oder eines Krumenpackers.
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Die Drillmaschine kann dann das Saatgut in ein gut gelockertes, gekrümeltes,
eingeebnetes, aber nicht zu lockeres, sondern oberflächlich verfestigtes Saatbett
ablegen, es (z.B. mit Druckrollen oder einer nachlaufenden leichten Walze) andrücken
und durch (gefederte oder rotierende) Zustreicher mit losem Erdreich etwas bedecken.
Dies ernöglicht erstmals auch mit üblichen Schleppern und Geräteträgern die absolut
perfekte Bodenlockerung, Saatbettherrichtung und Bestellung in einem Arbeitsgang
in erheblich besserer Arbeitsqualität als sie bisher mit Schleppern oder mit Hand-
oder Gespanngeräten, möglich war.
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In diesem Fall übernimmt der Schlepper die Funktion der Walze, so
daß an der Rückseite des Schleppers beispielsweise ein Dünyerstreuer oder eine leichte
Egge angeordnet werden kann.
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Wenn dagegen der Boden so feucht ist, daß die von den Werkzeugen einer
vor dem Schlepper angeordneten Rotoregge aufgerührte Erde an den Schlepperrädern
bzw. an der Stützwalze kleben oder zu Wickelvorgängen führen würde, sollte die Rotoregge
und die Drillmaschine wie bisner hinter den Schlepperrädern angeordnet werden. Der
Erdboden sollte also ausschließlich hinter dem Schlepper, aber ganz flach (am besten
mit rotierenden Werkzeugen) gekrümelt und sofort gesät werden. Die Schlepperräder
und die Zentralrädergruppe dienen hier ausschließlich der besseren Verteilung des
Schleppergewichtes auf dem Erdboden und der Vermeidung von Bodenverdichtungen oder
Vertiefungen durch einzelne Radspuren.
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Falls sich auf dem Boden noch Ernterückstände befinden, kann an der
Vorderseite des Schleppers auch beispielsweise ein Schlegelmäher angeordnet werden.
Das Saatgut kann z.B. durch Scheibenschare direkt in die Gründüngung abgelegt werden.
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Wenn ein schwerer Schlepper zur Verfügung steht, kann auch vor der
Vorderachse des Schleppers ein Schichtengrubber
angeordnet werden.
Der Schlepper stützt sich in diesem Fall mit allen Rädern und der Zentralrädergruppe
auf dem frisch gelockerten Boden ab, der dadurch etwas eingeebnet wird, so daß er
von der hinter dem Schlepper angeordneten Rotoregge auch sehr flach saatfertig hergerichtet
und durch die ebenfalls angekuppelte Drillmaschine bestellt werden kann. Dies ist
insbesondere auf verhältnismäßig gut abgetrcckenten oder eine Gründüngung tragenden
Böden möglich, wenn die Oberseite der tief gelockerten, aber nicht gewendeten Erdschollen
noch eine ausreichende Fahrbahn für die Schlepperräder bildet.
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Auf leichten oder in gutem Zustand befindlichen schweren Böden kann
z.B. -durch in weitem Abstand angeordnete, schmale Stiele, an deren unteren Ende
sich schmale Werkzeuge befinden, schonend gelockert werden, wenn z.B.
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an der Vorderseite des Schleppers ein Kombigrubber angeordnet wird,
der den Boden tief lockert, die Oberfläche zerkleinert und einebnet. Er kann dann
durch die Schlepperräder und die Zentralrädergruppe oberflächlich verdichtet und
durch ein am Heck des Schleppers angeordnetes
Bestell-Aggregat
eingesät werden.
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Falls die Schlepperräder in dem gelockerten Boden zu wenig Halt finden,
um die erforderlichen Zugkräfte aufzubringen, muß die Rotoregge auf eine sehr geringe
Arbeitstiefe eingestellt werden.
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Die angetriebenen Schlepperräder können auch mit an sich bekannten
zusätzlichen Greifern o.ä. versehen werden, die durch die von der Rotoregge gelockerte
Oberschicht hindurchgreifen, d.h. sich nur auf dem grobschollig gelockerten Untergrund
abstützen.
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Wie die Figuren 7 u. 8 zeigen, kann das erfindungsgemäße System auch
mit besonderen Vorteilen T)ei einem sog. Breitspurgeräteträger, der an sich auf
dem Markt schon bekannt ist, angewandt werden: Wenn dieser Geräteträger, der zur
Befahren von lebenden Pflanzenbeständen bei Pfleyearsbeiten lediglich sehr schmale
Reifen aufweisen muß, die beispielsweise in der Spurweite der Arbeitsbreite der
Drillmaschine angeordnet sind, beim Einsatz zur Bodenlockerung, Saatbettbereitung
und Bestellung mit den schmalen Rädern ausgerüstet bleibt, hat er den Nachteil,
daß
er zu geringe Zugkräfte übertragen kann, oder beim Einsatz
auf tief vorgelockertem, gut gemischtem und gekrümelten Boden zu tiefe Spuren im
Acker hinterläßt, die das spätere Hacken der Bestände erschweren und auch Anlaß
zur Wassererosion bieten.
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Deshalb schlägt die Erfindung vor, einen derartigen Geräteträger mit
nach innen angeordneten zusätzlichen Zwillingsrädern (oder auch mit einem austauschbaren,
entsprechend breiteren Reifen) auszurüsten xmd die - wie bekannt - verstellbaren
(einfach oder doppelt bereiften oder verhältnismäßig breiten) Vorderräder innerhalb
der nachfolgenden Spur der Hinterräder an zuordnen.
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Zwischen den Vorderrädern kann eine Stützwalze angeordnet werden.
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Besonders vorteilhaft ist auch die Anordnung einer kompletten Sämaschinenkombination
gemäß Patentanmeldung P an der Vorderseite des Traktors: Deren überkopf laufende
Werkzeuge schälen die oberste Bodenschicht (und etwa darauf wachsende niedrige Pflanzen)
sehr
flach ab, die zerkleinert vor den Vorderrädern abgeworfen werden, nachdem das (in
dieser Patentanmeldung unter Schutz gestellte) Säorgan das Saatgut auf den abgeschälten
Bodenhorizont abgelegt und angedrückt hat. Dies ermöglicht ein sehr gleichmäßiges
Andrücken der Saatkörner auf den freigelegten Bodenhorizont und das Bedecken der
Saatkörner durch ein Erd- und Pflanzengemisch vor jeder Bodenverdichtung oder Vertiefung
durch Radspuren des Schleppers bzw.
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der Zentrallrädergruppe. Es verbessert die Bedeckung, das gleichmäßige
Andrücken und damit den Erfolg der Saat. Die oberste Bodenschicht kann erforderlichenfalls
durch eine hinter dem Schlepper angebrachte Zinken- oder Rotoregge wieder etwas
aufgelockert werden.
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Das besonders gleichmäßige Saatbett und die gering, aber gleichmäßige
Saattiefe führen zu einem sehr guten Aufgang der Saat, die mit keiner der bisher
bekannten Vorrichtungen besser verwirklicht werden kann. Das führt zu erheblichen
Mehrerträgen und zu einer Verminderung des Aufwandes.
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Das vorstehend beschriebene Verfahren vereinfacht und verbessert daher
insbesondere auch die Bodenbearbeitung,
Saatbettherrichtung nach
späträumenden Vorfrüchten, wie z.B. Körnermais, Z,uckerrüben usw. und die gleichzeitige
oder anschließende Bestellung von Wintergetreide.
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Es verringert die Anzahl der notwendigen Fahrten über das Feld und
ermöglicht erforderlichenfalls auch die Saatbettherrichtung und Bestellung bei etwas
zu feuchtem Boden mit einem absoluten Minimum ar. Fahrspuren oder Bodenverdichtungen.
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Die Erfindung stellt daher einen wesentlichen Fortschritt dar.
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Bezugszeichenliste 1 Traktor 2 Ballonräder 2a Ballonräder vorne 2b
Ballonräder 3 Kraftheber vorne 4 Kraftheber hinten 5 Rotoregge 5a Rahmen 6 Drillmaschine
6a Säorgane 7 Laufräder der Drillmaschine 8 Stütz- und Andrückwalze B Breite Spl
Spur E Ackerboden 9 Stütz- und Andrückwalze hinten 10 Zinkenegge 11 Streichblech
12 Andrückwalze 13 Zentrallrädergruppe 3a vordere Zentralrädergruppc 13b hintere
Zentralrädergruppc 14 Doppelräder 15 Hubzylinder 16 Anbaurahmen 17 Anlenkpunkt 18
Vorderachse 19 Lenkhebel 20 Lenkzylinder
21 Zusatzkraftheber 22
Hublenkwagen 23 Gabel stück 24 Achse 25 Frontladerschwinge 26 Hubzylinder 27 Rahmen
28 Vertikallager 29 Zug arm 30 Breitspurgeräteträger 31 Mittelholm 32 Kraftheber
Mitte 33 Rädergruppe 34 hinterer Zusatzkraftheber 35 Düngerstreuer 36 Schwinge 37
Hubzylinder 38 Anlenkbock 39 starre Konsolen 40 Schwenkrohr 41 Radspuren 42 Achsschenkel
43 Ballastgewichte
44 Spezialfelgen 45 Hubzylinder 46 Strebe 47
Scharnier 48 Konsole 49 Anschlag 50 Geräteträger 51 Hubräder