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Vorrichtung zur Klemmhalterung eines Werkstücks mit
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zugeordneter Abtasteinrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine
Vorrichtung zur Klemmhalterung eines Werkstücks, vorzugsweise eines Ventilsackes
an einem Füllstutzen, mit einem ortsfesten Widerlager und einer beweglichen Klemmbacke.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der genannten
Art so zu gestalten, daß der der Klemmhalterung eines Werkstücks folgende Verfahrensvorgang
oder Bearbeitungsvorgang erst dann automatisch eingeschaltet wird, wenn eine einwandfreie
Klemmhalterung des Werkstücks gegeben ist.
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Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die bewegliche
Klemmbacke oder das Widerlager mit einer pneumatisch betriebenen Abtasteinrichtung
ausgerüstet ist, die eine Luftführungsleitung mit einer
Drosselstelle
in der Nähe der Einlaßöffnung für die Druckluft, eine im Bereich der Klemmfläche
liegende Auslaßöffnung und eine von der Luftführungsleitung zwischen der Drosselstelle
und der Auslaßöffnung abzweigende, zu einem Druckschalter führende Steuerleitung
aufweist, wobei die Klemmfläche von einem flexiblen Dichtungsstück gebildet ist.
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Erst wenn das Werkstück, der Ventilsack, die Folie od.
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dgl. zwischen der beweglichen Klemmbacke und dem Widerlager mit einem
ausreichenden Klemmdruck festgelegt ist, baut sich in der Steuerleitung, die zum
Druckschalter führt, ein Steuerdruck auf, durch den der Druckschalter betätigt und
ein Verfahrens- oder Beartungsvorgang eingeschaltet wird.
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Dieser Verfahrensvorgang kann in dem Füllen eines am Füllstutzen festgelegten
Ventilsackes bestehen. Es ist ferner denkbar, nach dem Einspannen eines Werkzeuges
durch den Druckschalter einen Bearbeitungsvorgang am Werkstück einzuleiten.
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Da in die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Klemmhalterung eines Werkstücks
od.dgl. eine pneumatisch betriebene Abtasteinrichtung integriert ist, in der erst
dann ein Steuerdruck aufgebaut wird, wenn eine einwandfreie Klemmhalterung gegeben
ist, werden durch die erfindungsgemäße Konstruktion Störungen bei einem automatischen
Betrieb unterbunden.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden im folgenden beschrieben.
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Es zeigen: Fig. 1 eine Vorrichtung zur Klemmhalterung eines Ventilsackes
an dem Füllstutzen einer Füllen maschine, Fig. 2 die Vorrichtung nach der Fig. 1
mit heruntergefahrenem Klemmstück, Fig. 3 die Klemmhalterung eines Ventilsackes
an dem Füllstutzen mittels der Vorrichtung nach den Fig. 1 und 2, Fig. 4 eine Vorrichtung
zum Festklemmen von Folien, Fig. 5 eine Einspannvorrichtung für ein Werkstück und
Fig. 6 einen mit einer pneumatischen Abtasteinrichtung ausgerüsteten Einsatz, der
in einer Klemmvorrichtung verwendet werden kann.
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Bei der Vorrichtung nach den Fig. 1 bis 3 zum Halten und Abtasten
eines Ventilsackes 1 an einem Füllstutzen 2 einer Füllmaschine bildet der Füllstutzen
2 ein ortsfestes Widerlager, dem eine mit Druckluft betriebene Kolben-Zylinder-Einheit
3 zugeordnet ist. In dem Zylinder 4 ist ein mit einer Kolbenstange 5 ausgerüsteter
Kolben 6 gleitbar gelagert. Die Kolbenstange 5 weist an ihrem freien Ende ein Dichtungsstück
7 auf, das aus flexiblem Material, z.B. aus Gummi oder Kunststoff, gefertigt ist
und im Rahmen der Halterung des auf den Füllstutzen 2 gestülpten Ventilsackes 1
als Klemmstück dient.
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Die Kolbenstange 5 weist eine Luftführungsleitung 8 auf, die sich
auch durch den Kolben 6 und durch das Dichtungsstück 7 erstreckt. Im Bereich des
Kolbens 6 ist in der Luftführungsleitung eine Drosselstelle 9 vorgesehen. Im Bereich
des Kolbens 6 ist die Luftführungsleitung 8 als mittige Bohrung ausgebildet.
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Zwischen der Drosselstelle 9 und der Auslaßöffnung 10, die im Bereich
der Klemmfläche des Dichtungsstücks 7 liegt, zweigt von der LuftXührungsleitung
eine Steuerleitung 11 ab, die zu einem Manometer 12 und zu einem Druckschalter 13
führt, durch den bei einem vorgegebenen Druck das Füllen des Ventilsackes eingeschaltet
wird.
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üsutzen 2' In dem Füllstutzen 2 ist eine Bohrung 14 vorgesehen, deren
Durchmèsser dem Durchmesser der Auslaßöffnung 10 entspritht oder größer ist und
die bei heruntergefahrenem Dichtungsstück 7, wie in der Fig. 2 dargestellt, mit
der Auslaßöffnung 10 der Luftführungsleitung fluchtet.
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Durch die in die obere Zylinderkammer 15 eingeführte Druckluft wird
der Kolben 6 heruntergefahren, bis das Dichtungsstück 7 am Füllstutzen 2 oder an
einem auf den Füllstutzen gestülpten Ventilsack anliegt. Sofern am Füllstutzen kein
Ventilsack angelegt wurde, gelangt die in die obere Zylinderkammer 15 eingeführte
Druckluft über die Drosselstelle 9 in die Luftführungsleitung 8 und strömt durch
die Bohrung 14 im Füllstutzen ab, ohne daß sich in der Steuerleitung 11 ein Druck
aufbaut, durch den der Druckschalter 13 betätigt werden könnte. Dieser Betriebszustand
ist in der Fig. 2 dargestellt.
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Sofern jedoch, wie dies in der Fig. 3 aufgezeigt ist, durch den am
Füllstutzen anliegenden Ventilsack 1 die Bohrung 14 im Füllstutzen verschlossen
wird, so daß die Luft aus der Luftführungsleitung 8 durch die Bohrung 14 nicht abströmen
kann, baut sich in der Luftführungsleitung und in der Steuerleitung 11 ein Steuerdruck
auf, durch den der Druckschalter 13 betätigt wird und das Füllen des Sackes einleitet.
Dieser Steuerdruck kann sich nur aufbauen, wenn das Dichtungsstück 7 mit einem ausreichenden
Klemmdruck am Ventilsack anliegt, so daß auch ein Abströmen der Luft aus der Luftführungsleitung
8 zwischen der Klemmfläche des Dichtungsstücks 7 und dem am Füllstutzen anliegenden
Ventilsack vermieden wird.
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Aus der Fig. 4 ergibt sich, daß die Vorrichtung nach den Fig. 1 bis
3 auch benutzt werden kann, um Folien 16, 17 in einer Klemmhalterung festzulegen
und abzutasten.
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Diese Vorrichtung weist ein ortsfestes Widerlager 18 auf, das mit
einer Bohrung 19 versehen ist, die bei heruntergefahrenem Dichtungsstück 7 konzentrisch
zu der Auslaßöffnung 10 der Luftführungsleitung 8 liegt, so daß durch die Bohrung
19 die Luft aus der Luftführungsleitung 8 abströmen kann, sofern zwischen dem Dichtungsstück
7 und dem Widerlager 18 keine Folien eingeklemmt sind. Nur wenn die Folien 16, 17
zwischen dem Dichtungsstück 7 und dem Widerlager 18 einwandfrei festgelegt sind,
baut sich, wie in der Fig. 4 dargestellt, in der Luftführungsleitung 8 und in der
Steuerleitung 11 ein Druck auf, durch den der Druckschalter 13 betätigt wird.
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In der Fig. 5 ist ein Ausfiihrungsbeispiel dargestellt, bei dem mit
der erfindungsgemaßen Klemm- u-d Abtastvorrichtung ein Werkstück 20 festgelegt und
pneumatisch abgetastet wird. In der in der Fig. 5 aufgezeigten Betriebslage wird
das Werkstück 20 einwandfrei zwischen dem ortsfesten Widerlager 21 und dem Dichtungsstück
7 gehalten, so daß sich in der Luftführungsleitung 8 und in der Steuerleitung 11
ein Steuerdruck aufbaut, über den der Druckschalter 13 betätigt wird, um einen Bearbeitungsvorgang
für das Werkstück 20 einzuschalten.
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In der Fig. 6 ist ein Einsatz 22 aufgezeigt, der in verschiedenen
Klemm- und Greifvorrichtungen verwendet werden kann. Dieser Einsatz besteht aus
einem starren Formstück 23, das am freien unteren Ende mit einem Dichtungsstück
24 versehen ist. Die Luftführungsleitung 25 erstreckt sich durch das Formstück 23
und durch das Dichtungsstück 24. Benachbart der Einloßoffnung 26 für die Druckluft
ist eine Dorsselstelle 27 vorgesehen. Zwischen der Drosselstelle 27 und der Auslaßöffnung
28 der Luftführungsleitung 25 zweigt von der Luftführungsleitung 25 die Steuerleitung
29 ab, die zum Manometer 30 und zum Druckschalter 31 führt.