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Vorrichtung zum Entlüften von Räumen Die Erfindung betrifft eine
Vorrichtung zum Entlüften von Räumen mit feuchter und/oder fetter Atmosphäre, zum
Beispiel von Großküchen oder dergleichen, wobei eine (Nach-) Reinigung der Luft
und ein Feuerschutz vorgesehen sind, mit einem Entlüftungskanal, an dessen Eintritt
ein labyrinthartiges, aus Lamellen oder Ku lissen zusammengesetztes Gitter oder
dergleichen vorgesehen ist, hinter welchem eine Düsenanordnung für Sprühwasser zum
Besprühen des Gitters sowie ein tieferliegender Auffangbehälter für das sprühwasser
vorgesehen sind.
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Aus der US-PS 36 16 744 ist ein Abscheider bekannt, bei welchem über
eine Kochstelle ein Luftkanal an seinem Eintritt kulissenartige Teile aufweist,
die mit Wasser besprüht werden. An der tiefesten Stelle der Anordnung ist derAuffangbehälter
für das Wasser, von welchem eine Abflußleitung wegführt. Durch diese Vorrichtung
muß praktisch die gesamte Luftreinigung erfolgen.
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Aus der DE-AS 27 18 611 ist ein Abscheider bekannt, der bevorzugt
in Form einer Unterdecke ausgeführt ist. Zusätzlich ist aus dieser Vorveröffentlichung
ein aus Lamellen bzw. Kulissen
zusammengesetztes Gitter bekannt.
Insbesondere mit einer Unterdecke gemäß der DE-AS 27 18 611 kann bei entsprechender
Luftabsaugung oberhalb der Unterdecke eine gute Reinigung der Atmosphäre erzielt
werden, jedoch bleiben noch gewisse Reste von Feuchtigkeit und/oder Fett in der
Luft enthalten.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs
erwähnten Art zu schaffen, mit der beispielsweise oberhalb einer Unterdecke eine
Nachreinigung der Luft durchgeführt werden kann, wobei gleichzeitig ein verbesserter
Brand- bzw.
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Feuerschutz dadurch erzielt werden soll, daß ein evtl. Feuer nicht
in den Luftkanal durchschlagen kann; dabei soll eine hinsichtlich des Wasserverbrauches
möglichst sparsame Vorrichtung geschaffen werden, die gegebenenfalls auch die Möglichkeit
der Rückgewinnung der Abwärme der abgesaugten Luft eröffnet.
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Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Vorrichtung der eingangs erwähnten
Art dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Auffangbehälter für das Sprühwasser
und den Sprühdüsen eine Leitung mit einer Umwälzpumpe vorgesehen ist und der Auffangbehälter
einen Wasserzulauf sowie einen Überlauf zum Ableiten der oberen verschmutzten Wasserschicht
hat. In vorteilhafter Weise kann also ein Gitter am Eintritt in einen Luftkanal
mit Sprühwasser besprüht werden, wodurc-h das Gitter und das Wasser gemeinsam eine
Nachreinigung der abgesaugten Luft durchführen können. Gleichzeitig verbessert dieses
Sprühwasser den Feuerschutz. Da das\Wasser immer wieder umgewälzt wird und nudseine
jeweils oberste, die Verunreinigungen enthaltende Schicht ablaufen gelassen wird,
kann in erheblichem Maße Wasser gegenüber einer Vorrichtung gespart werden, bei
der das gesamte Sprühwasser abläuft. Das verschmutzte abgelaufene Wasser kann durch
den Wasserzulauf immer wieder ersetzt werden.
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Eine Ausgestaltung der Erfindung von ganz erheblicher Bedeutung und
von großem Vorteil kann darin bestehen, daß an dem Auffangbehälter ein Füllstandfühler
oder dergleichen vorgesehen ist, der ein Nachfüllventil im Wasserzulauf ansteuert.
Auf diese Weise kann der Wasserzulauf immer selbsttätig reguliert werden.
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Dabei kann der Füllstandfühler wenig höher als der Überlauf, z.B.
weniger als 1 mm über dem Überlauf angeordnet sein. Dadurch wird sichergestellt,
daß vor dem Öffnen des Nachfüllventiles in jedem Falle zunächst verschmutztes Wasser
durch den Überlauf abläuft. Seixbstverständlich kann der Füllstandfühler in jeder
bekannten Art g&gebenenfalls sogar als Schwimmer ausgebildet sein.
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Der Wasserzulauf kann in dem Auffangbehälter und/oder in der Umwälzleitung
münden.
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Die Lamellen oder Kulissen des mit Wasser besprühten Gitters können
im wesentlichen vertikal angeordnet sein und mit ihren unteren Enden über einer
Auffangrinne oder dem Auffangbehälter stehen. Auf diese Weise läuft das Sprühwasser
gut an den Lamellen ab und wird von diesen sogar nach unten in den Auffangbehälter
geführt, während die Sprühstrahlen im Luftstrom zunächst entgegengerichtet sein
können. Das Gitterlverhindert also gleichzeitig einen Austritt des Sprühwassers
in die Umgebung der Vorrichtung.
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Hinter dem mit Wasser besprühten Gitter kann ein zweites Gitter vorzugsweise
mit sich hintergreifenden Lamellen vorgesehen sein, die insbesondere vertikal angeordnet
sind und vorzugsweise über einer Auffangrinne oder dergleichen stehen. Dadurch kann
die abgesaugte Luft, die an dem ersten Gitter durch das Sprühwasser geführt wird,
von evtl. noch in ihr enthaltenem Restwasser befreit werden. Dabei ist es vorteilhaft,
wenn
zwischen dem zweiten Gitter und dem in Strömungsrichtung der
Luft davor befindlichen Auffangbehälter eine zu dem Behälter abfallende Schräge
vorgesehen ist. Auf diese Weise kann an dem zweiten Gitter ausgeschiedenes Wasser
von selbst in den Auffangbehälter laufen.
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Diese Anordnung ist vor allem dann zweckmäßig, wenn der Luftkanal
im wesentlichen horizontal und vorzugsweise oberhalb einer Entlüftungsicke angeordnet
ist.
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Der Querschnitt des ersten Gitters kann größer als der des zweiten
Gitters sein. Dadurch ist die Strömung der Luft an dem ersten Gitter langsamer als
an dem zweiten Gitter, so daß die Luft an dem ersten Gitter dem Sprühwasser intensiver
ausgesetzt wird, während sie evtl. Restwasser aufgrund ihrer größeren Strömungsgeschwindigkeit
dann an dem zweiten Gitter gut abgeben kann.
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Nachstehend ist die Erfindung mit ihren ihr als wesentlich zugehörenden
Einzelheiten anhand der Zeichnung noch näher beschrieben.
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Es zeigt in schematisierter Darstellung: Fig. 1 eine teilweise im
Längsschnitt gehaltene Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einem
im wesentlichen horizontalen Entlüftungskanal oberhalb einer Entlüftungsdecke, Fig.
2 den Grundriß des Eintrittes in den Entlüftungskanal und Fig. 3 einen Teil-Querschnitt
des bzw. der zu der Vorrichtung gehörenden Gitter.
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Eine im ganzen mit 1 bezeichnete Vorrichtung dient zum Entlüften eines
Raumes 2, in dem eine feuchte und/oder fette Atmosphäre
vorhanden
ist, wie z.B. in einer Großküche. Zu der V#orrichtung gehört ein Entlüftungskanal
3, an dessen Eintritt 4 ein labyrinthartiges, aus Lamellen oder Kulissen 5 zusammengesetztes
Gitter 6 vorgesehen ist. Hinter dem Gitter 6 befindet sich eine über dessen Breite
reichende Düsenanordnung 7 in Form eines quer verlaufenden Rohrstückes mit entsprechenden
Austrittsöffnungen. Dadurch kann Sprühwasser 8 zum Besprühen des Gitters 6 austreten.
Ggfs. kann auch eine andere Sprühflüssigkeit oder -mischung insbes. mit fettlösender
Eigenschaft vorgesehen sein.
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An der tiefsten Stelle der Vorrichtung 1 ist ein Auffangbehälter 9
für das Sprühwasser vorgesehen.
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Um dieses Wasser möglichst sparsam einsetzen zu können, d.h.
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um den Wasserverbrauch der Vorrichtung 1 bei der Reinigung bzw. Nachreinigung
der gemäß dem Pfeil Pf angesaugten Luft so niedrig wie möglich zu halten, wobei
das Gitter 6 dennoch möglichst reichlich eingesprüht werden können soll, ist zwischen
dem Auffangbehälter 9 und den Sprühdüsen 7 eine Leitung 10 mit einer Umwälzpumpe
11 vorgesehen. Man erkennt deutlich, daß die Leitung 10 von der tiefste Stelle des
Auffangbehälters 9 ausgeht, in die Pumpe 11 eintritt und dann zu der Düsenanordnung
7 führt. Somit kann das Wasser immer wieder verwendet werden. Da dieses Wasser jedoch
aus der Luft Verunreinigungen aufnimmt, die abgeführt werden müssen, ist nach einem
wesentlichen Merkmal der Vorrichtung in dem Auffangbehälter 9 ein Überlauf 12 zum
Ableiten der oberen verschmutzten Wasserschicht vorgesehen.
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Die Verschmutzung solcher Luft besteht nämlich vor allem in fettigen
Bestandteilen, die an der Wasseroberfläche schwimmen.
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Ferner erkennt man an dem Auffangbehälter 9 einen Füllstandfühler
13, der ein Nachfüllventil 14 in einem Wasserzulauf 15 ansteuert. Dieser Wasserzulauf
15 dient dazu, das abgeleitete verschmutzte Wasser immer wieder zu ersetzen. Damit
dies
selbsttätig erfolgen kann, ist der Füllstandfühler 13 vorgesehen.
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Man erkennt in Fig. 1 auch schematisch die von dem Füllstandfühler
13 zu dem Ventil 14 führende Leitung 16.
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In Fig. 1 ist ferner angedeutet, daß der Füllstandfühler 13 geringfügig
höher als der Eintritt in den Überlauf 12 angeordnet ist. Gegebenenfalls könnte
er auch praktisch auf gleicher Höhe oder weniger . als 1 mm über diesem Überlauf
12 liegen. Dadurch wird erreicht, daß das Nachfüllen von Frischwasser immer rectzeitig
in Gang gesetzt wird, so daß immer ein genügend großer Wasservorrat in dem Auffangbehälter
9 vorhanden ist.
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Im Ausführungsbeispiel mündet der Wasserzulauf 15 in der Umwälzleitung
10 in Strömungsrichtung vor der Pumpe 11. Er könnte jedoch auch an anderer Stelle
oder unmittelbar in dem Behälter 9 münden.
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Der Luftkanal 3 ist im Ausführungsbeispiel im wesentlichen horizontal
oberhalb einer Entlüftungsdecke 17 angeordnet, durch die abzuziehende Luft bereits
weitgehend gereinigt wird. Die Vorrichtung 1 braucht somit nur noch eine Nachreinigung
der Luft durchzuführen. Dabei ist vorteilhaft, daß das Sprühwasser gleichzeitig
einen guten Brandschutz bewirkt, da ein evtl. in dem Raum 2 ausbrechendes Feuer
durch den Wasserschleier daran gehindert wird, sich durch den Luftkanal 3 auszubreiten.
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Die Lamellen 5 des mit Wasser 8 besprühten Gitters 6 sind im Ausführungsbeispiel
etwa vertikal angeordnet und stehen mit ihren unteren Enden über einer Auffangrinne
18 bzw. dem Auffangbehälter 9. Dadurch wird das der Luft entgegengesprühte Wasser
8 sicher abgeleitet und daran gehindert, in den Raum 2 auszutreten. Dennoch kann
das Gitter 6 reichlich mit Wasser besprüht werden.
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Vor allem in Fig. 3 erkennt man, daß jeweils zwei Gruppen von Lamellen
oder Kulissen 5 mit offenen Seiten einander zugewandt und seitlich so versetzt sind,
daß sich die offenen Seiten teilweise übergreifen. Ferner erkennt man, daß der Querschnitt
dieser Lamellen 5 im wesentlichen kreisbogenförmig ist, wobei der Querschnitt bei
wenigstens einer Kulissengruppe, im vorliegenden Ausführungsbeispiel bei beiden
Gruppen, über mehr als einen Halbkreis reicht, so daß sich die Ränder 5a der Kulissen
oder Lamellen 5 mit Abstand derart hintergreifen, daß zwischen den Verengungen der
Ränder 5a eine den Strömungsquerschnitt erweiternde Kammer 5b entsteht. Es wird
also das aus der DE-AS 27 18 611 bereits bekannte Abscheidegitter angewendet und
mit Wasser besprüht.
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Hinter dem mit Wasser besprühten Gitter 6 ist bei der Vorrichtung
1 ein zweites Gitter 19, vorzugsweise ebenfalls mit sich hintergreifenden Lamellen
5, vorgesehen, wobei die Lamellen 5 wieder vor~ugsweise vertikal angeordnet sind
und über einer Auffangrinne 20 oder dergleichen stehen. Damit ein an diesem zweiten
Gitter 19 noch aus der Luft abgeschiedenes Wasser in den Auffangbehälter 9 gelangen
kann, ist es vorteilhaft, wenn zw-ischen dem zweiten Gitter 19 und dem in Strömungsrichtung
der Luft davor befindlichen Auffangbehälter 9 eine zu diesem Behälter 9 abfallende
Schräge 21 vorgesehen ist. Dabei genügt bereits ein schwaches Gefälle, um Restwasser
von dem Gitter 19 zu dem Auffangbehälter 9 ablaufen zu lassen. Vor allem in Fig.
2 erkennt man, daß der von dem ersten Gitter 6 umfasste Querschnitt des Lüftungskanales
3 größer als der am zweiten Gitter 19 ist. Somit hat die Luft am Eintritt 4 in die
Vorrichtung 1 eine niedrigere Strömungsgesch#-indigkeit und kann entsprechend intensiv
dem Sprühwasser 8 ausgesetzt werden. Demgegenüber kann ein in der Luft noch enthaitenes
Restwasser aufgrund der dann höheren Strömungsgesckindigkeit an dem zweiten Gitter
19 gut ausgeschieden werden.
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Es sei noch erwähnt, daß der Auffangbehälter 9 in nicht näher dargestellter
Weise durch den Verdampfer einer Wärmepumpe gekühlt werden kann. Dies hat den Vorteil,
daß das Sprühwasser 8 gekühlt wird und somit auch die Luft kühlt und daß außerdem
die von dem Sprühwasser dadurch besser aufgenommene Restwärme der Luft zurückgewonnen
werden kann. Da vor allem in Großküchen häufig sehr hohe Temperaturen herrschen,
kann die rückgewonnene Wärmemenge erheblich sein.
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Alle in der Beschreibung, der Zusammenfassung, den Ansprüchen und
der Zeichnung dargestellten Merkmale und Konstruktionsdetails können sowohl einzeln
als auch in beliebiger Kombination miteinander wesentliche Bedeutung haben.
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Zusammenfassung -