DE3226011A1 - Magnetisches aufzeichnungsmedium - Google Patents
Magnetisches aufzeichnungsmediumInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein magnetisches Aufzeichnungsmedium
oder Speichermedium oder ein magnetischer Aufzeichnungsträger mit einem nichtmagnetischen Substrat und
einer darauf angeordneten Magnetschicht, die überwiegend aus einem insbesondere nadeiförmigen Magnetpulver und einem
Bindemittel mit verbesserten Eigenschaften besteht.
Magnetische Aufzeichnungsmedien tragen auf einem nichtmagnetischen
Substrat eine Magnetschicht, die überwiegend aus einem Magnetpulver und einem Bindemittel besteht. Bei
solchen magnetischen Aufzeichnungsmedien ergibt sich eine
Verbesserung der magnetischen Eigenschaften mit zunehmender Volumenkonzentration des Magnetpulvers in der Magnetschicht.
In der Praxis ist jedoch die Magnetschicht oder die magnetische Beschichtung als ein Verbundmaterial aus
einem Bindemittel, einem Magnetpulver und dergleichen anzusehen und muß daher eine bestimmte Festigkeit aufweisen.
De'mzufolge besteht eine kritische Pigment-Volumenkonzentration,
bei der die Festigkeit der Magnetschicht einen Maximalwert erreicht. Wenn die Konzentration des Pigments diese
kritische Pigment-Volumenkonzentration übersteigt, ergibt sich im allgemeinen eine Schwächung der Bindungskraft
zwischen dem Magnetpulver und dem Bindemittel. Wenn das magnetische Aufzeichnungsmedium in diesem Zustand für Aufzeichnungs/Wiedergabe-Zwecke
verwendet wird, kann sich das Magnetpulver als Folge des Kontakts mit einem Magnetkopf
oder Bandführungseinrichtungen ablösen oder die Magnetschicht
kann durch einen drehbaren Magnetkopf oder eine drehbare Magnettrommel beschädigt oder abgelöst
werden, was zur Folge hat, daß das Aufzeichnungsmedium
irreparabel beschädigt wird.
TER MEER · MÖLLER · STöNlvtEtSTE«" * --"-oWiy Corp.. -.S82P165
Die herkömmlichen Bindemittel zeigen keine ausreichende Bindungskraft zu dem Magnetpulver und ermöglichen daher
nur eine kritische Pigment-Volumenkonzentration von lediglich 45 bis 55 %.
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Um sicherzustellen, daß ein magnetisches Aufzeichnungsmedium
ausgezeichnete magnetische Eigenschaften und elektromagnetische Wandlereigenschaften aufweist, muß das Magnetpulver
homogen in der Magnetschicht dispergiert oder verteilt sein. Bei den herkömmlichen magnetischen Aufzeichnungsmedien
vermag jedoch die Dispersion des Magnetpulvers nicht notwendigerweise zu befriedigen. Aus diesem
Grund wird zur Verbesserung der Dispersion ein Dispergiermittel verwendet. Wenn ein Dispergiermittel verwendet
wird, so wird es an der Oberfläche des Magnetpulvers adsorbiert, so daß dessen Oberfläche lipophil wird. Hierdurch
wird die Dispergierbarkeit des Magnetpulvers in einem organischen Lösungsmittel verbessert und seine Orientierung
erleichtert, so daß man magnetische Aufzeichnungsmedien
mit ausgezeichneten magnetischen Eigenschaften und dergleichen herstellen kann.
Die liphophile Gruppe eines als Dispergiermittel verwendeten oberflächenaktiven Mittels, die typischerweise ei-
25. ne Alkylgruppe mit 7 bis 21 Kohlenstoffatomen darstellt,
besitzt eine geringe Oberflächenenergie und ermöglicht keine zufriedenstellende Bindungskraft mit dem Bindemittel.
Demzufolge beträgt die kritische Pigment-Volumenkonzentration, bei der die Festigkeit der Magnetschicht ihr
Maximum erreicht, 45 bis 55 %, was nicht als zufriedenstellend angesehen werden kann.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, ein verbessertes magnetisches Aufzeichnungsmedium
anzugeben, dessen Magnetschicht oder magnetische Be-
TER MEER - MÜLLER - STSNMEiSTER" : -- -isHiy Corp. - S82P165
schichtung eine größere Festigkeit aufweist, eine hohe Pigment-Volumenkonzentration besitzt und einen geringeren
Verschleiß zeigt.
Diese Aufgabe wird nun gelöst durch das magnetische Aufzeichnungsmedium
gemäß Hauptanspruch. Die Unteransprüche betreffen besonders bevorzugte Ausführungsformen dieses
Erfindungsgegenstands.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein magnetisches Aufzeichnungsmedium
oder Speichermedium mit einem nichtmagnetischen Substrat und einer darauf ausgebildeten Magnetschicht,
die überwiegend aus einem Magnetpulver und einem Bindemittel besteht, welches dadurch gekennzeichnet
ist, daß das Bindemittel eine Bindemittelkomponente oder einen Bindemittelbestandteil enthält, deren bzw. dessen
an die Oberfläche des Magnetpulvers adsorbierte Menge mehr als 1,5 mg/m2 der Oberfläche des Pulvers beträgt, gemessen·
in einer 3 gew.-%-igen Lösung in Methylethylketon als Lösungsmittel, und daß die Magnetschicht eine Pigment-Volumenkonzentration
des Magnetpulvers zwischen 60 und 75 % aufweist.
Die Erfindung sei im folgenden näher unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert. In den Zeichnungen
zeigen:
Fig. 1 eine graphische Darstellung, die die adsorbierte Menge in Abhängigkeit von der Bindemittelkonzentration
verdeutlicht; und
Fig. 2 eine graphische Darstellung, die die Standfestigkeit (Standbildzeit, d. h. die Wiedergabedauer
eines Standbilds) in Abhängigkeit von der Pigment-Volumenkonzentration verdeutlicht.
TERMEER- MÜLLER · STEiKlMElSTER." : *--"jiö»ny Corp. - S82P165
Im folgenden sei ein erfindungsgemäßes magnetisches Aufzeichnungsmedium
mit einer magnetischen Beschichtung oder Magnetschicht mit einer hohen Volumenkonzentration des
Magnetpulvers näher erläutert.
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Es hat sich gezeigt, daß man vorzugsweise ein Bindemittel mit einem starken Bindevermögen oder einer großen
Bindekraft verwendet, um die Volumenkonzentration des Magnetpulvers zu steigern. Erfindungsgemäß läßt sich eine
Pigment-Volumenkonzentration von etwa 60 bis 75 % erzielen, wobei gleichzeitig die Festigkeit und die Standfestigkeit
der magnetischen Beschichtung oder der Magnetschicht in signifikanter Weise verbessert werden, wenn
man ein Bindemittel verwendet, dessen an die Oberfläche des Magnetpulvers adsorbierte Menge nicht weniger als etwa
1,5 mg/mz der Oberfläche des Magnetpulvers in einer 3 gew.-%-igen Methylethylketonlösung bei 250C beträgt.
Demzufolge ist die Auswahl der erfindungsgemäß zu verwendenden
Bindemittel nicht besonders beschränkt, vorausgesetzt, daß sie die oben angegebenen Bedingungen erfüllen. Bevorzugte
Beispiele für Bindemittel sind jedoch thermoplastische Polyurethanharze und Polyester oder Polyurethane
mit hydrophilen Gruppen, wie SuIfonsäuregruppen und SuI-fonsäuresalzgruppen.
Die oben beschriebenen thermoplastischen Polyurethanharze können aus einem langkettigen Diol mit einem Molekulargewicht
im Bereich von etwa 500 bis 3000, einem organischen Diisocyanat, einem kurzkettigen Triol mit einem
Molekulargewicht unterhalb etwa 500 und gegebenenfalls einem kurzkettigen Diol mit einem Molekulargewicht im Bereich
von 50 bis 500 aufgebaut sein.
Das für die Bildung des thermoplastischen Polyurethanhar-
TERMEER-MULLER-STEJWMlSiSTEh?." : '-.'Simy Corp. - S82P165
zes verwendete langkettige Diol besitzt ein Molekulargewicht
im Bereich von etwa 500 bis 3000 und umfaßt beispielsweise Polyesterdiole, Polyetherdiole, Polyetheresterglykole
und dergleichen. Die Polyesterdiole schließen beispielsweise ein Polyesterdiole, die erhältlich
sind durch Umsetzen einer aliphatischen Dicarbonsäure, wie Bernsteinsäure, Adipinsäure, Sebacinsäure, Azelainsäure
oder dergleichen; einer aromatischen Dicarbonsäure, wie Terephthalsäure, Isophthalsäure oder dergleichen; oder
eines Esters eines niedrigmolekularen Alkohols der Carbonsäure, wie eines Methylesters oder eines Ethylesters,
mit einem Alkandiol, wie Ethylenglykol, 1,3-Propylenglykol,
1,4-Butylenglykol, 1,6-Hexanglykol, Diethylenglykol,
Neopentylglykol oder dergleichen; einem Polyalkylenglykol, wie Dipropylenglykol, Trimethylenglykol oder dergleichen;
einem Ethylenoxidaddukt oder einem Propylenoxidaddukt von Bisphenol A oder dergleichen oder Mischungen
davon; oder kann ein Polyesterdiol des Lacton-Typs sein, welches man durch spaltende Polymerisation eines Lactons,
wie S-Caprolacton oder dergleichen, erhält. Die Polyetherdiole
umfassen beispielsweise Polyalkylenetherglykole, wie Polyethylenglykol, Polypropylenetherglykol, Polytetramethylene
therglykol oder dergleichen sowie Polyetherglykole, die man durch Copolymerisation dieser Glykole erhält. Die
Polyether-esterglykole schließen beispielsweise ein die Polyesteretherglykole, die man durch Umsetzen der oben angesprochenen
Polyalkylenetherglykole mit einer im Hinblick auf die Polyolbestandteile angegebenen aliphatischen
oder aromatischen Dicarbonsäure erhält.
Die für die thermoplastischen Polyurethanharze verwendeten organischen Diisocyanate schließen beispielsweise aromatische
Diisocyanate, aliphatische Diisocyanate oder alicyclische Diisocyanate, wie Tolylendiisocyanat, 4,4'-Diphenylmethandxisocyanat,
p-Xyloldiisocyanat, 1,6-Hexame-
TER meer . Müller
Corp. - S8-
thylendiisocyanat, Isophorondiisocyanat und dergleichen
ein. Die Diisocyanate können einzeln oder in Form von Mischungen eingesetzt werden.
Die für die Herstellung des thermoplastischen Polyurethanharzes zu verwendenden kurzkettigen Triole mit einem Molekulargewicht
von weniger als etwa 500 können durch die nachfolgende allgemeine Formel I
R"1
HO-R-C-R1 -OH R" - OH
oder die allgemeine Formel II
15
15
HO -R-N-R1- OH R" - OH
wiedergegeben werden,
/worin R eine Gruppe der Formel —(- CHf^ fr OCH2CH2^-
(in der m und η jeweils ganze Zahlen von 0 bis 6 mit
der Maßgabe bedeuten, daß, wenn einer der Indizes m und η 0 ist, der andere eine von 0 verschiedene ganze
Zahl darstellt);
R1 eine Gruppe der Formel (-CH2) (-OCH2CH2-)-—
(worin ρ und q jeweils ganze Zahlen mit einem Wert von 0 bis 6 mit der Maßgabe bedeuten, daß, wenn einer der
Indizes ρ und q den Wert 0 besitzt, der andere eine von 0 verschiedene ganze Zahl derstellt);
R" eine Gruppe der Formel —(-CH9-) CH—
ζ r -,
CH3
(in der r eine ganze Zahl mit einem Wert von 0 bis 3 darstellt) oder
eine Gruppe der Formel —(-OCH9 CH-)
eine Gruppe der Formel —(-OCH9 CH-)
' CH3
TER MEER -MÜLLER · STENMELSTER: ; ":..:S:Ony Corp. -
(in der s eine ganze Zahl mit einem Wert von 0 bis 3 darstellt); und
R"1 eine Gruppe der Formel -CJHU, ,, (in der t eine
ganze Zahl mit einem Wert von 0 bis 4 darstellt) bedeuten/.
Beispiele für die kurzkettigen Triole der allgemeinen Formel
I sind Glycerin, Ethylenoxidaddukte von Glycerin (mit einer 2-Hydroxyethylgruppe an beiden endständigen Hydroxylgruppen
oder einer 2-Hydroxyethylgruppe an einer der endständigen Gruppen und einer 2-Hydroxyethyloxyethylgruppe
an der anderen endständigen Gruppe), 2-Methylpropan-l,2,3-triol,
4-^/Bis (2-hydroxyethyl_)/-2-hydroxypentan, 3-Methylpentan-1,3,5-triol,
1,2,6-Hexantriol oder dergleichen.
Beispiele für Triole der allgemeinen Formel II sind beispielsweise
l-/Bis(2-hydroxyethylj7"~aniino-2-propanol (N~
Isopropanoldiethanolamin), das Propylenoxidaddukt von Diethanolamin (N-/2-(2-hydroxy)-propyloxYZ-propyl-diethanolamin),
das Ethylenoxidaddukt von N-Isopropanoldiethanol-
20 amin oder dergleichen.
Das gegebenenfalls bei der Bildung des thermoplastischen
Polyurethanharzes verwendete kurzkettige Diol besitzt ein Molekulargewicht im Bereich von etwa 50 bis 500 und
schließt beispielsweise ein aliphatische Glykole, wie Ethylenglykol, Propylenglykol, 1,4-Butylenglykol, 1,6-Hexanglykol,
Neopentylglykol oder dergleichen; oder aromatische Diole, wie das Ethylenoxidaddukt oder das Propylenoxidaddukt
von Bisphenol A, das Ethylenoxidaddukt von Hydrochinon oder dergleichen. Das kurzkettige Diol kann einzeln
oder in Form von Mischungen entsprechend den gewünschten Eigenschaften des thermoplastischen Polyurethanharzes
angewandt werden. Die Anwendung des kurzkettigen Diols kann die angestrebten Eigenschaften des gebildeten thermoplastischen
Polyurethanharzes in stärkerem Ausmaß er-
TER MEER - MÜLLER . STFWMäSTBR - =
3226Q11
CorP· " S82P165
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möglichen, wenn diese Verbindung in den oben angegebenen
Verhältnissen angewandt wird.
Das erfindungsgemäß eingesetzte thermoplastische Polyure
thanharz kann mit Hilfe einer Polyadditionsreaktion des langkettigen Diols mit einem Molekulargewicht im Bereich
von etwa 500 bis 3000, des organischen Diisocyanats und des kurzkettigen Triols mit einem Molekulargewicht von
weniger als etwa 500, welches den oben angesprochenen allgemeinen Formeln I oder II entspricht, und gegebenenfalls
des kurzkettigen Diols mit einem Molekulargewicht im Bereich von etwa 50 bis 500 hergestellt werden, und
zwar unter Anwendung der folgenden Mengenverhältnisse.
15 (A) 1/2 = b - (a + d)/c <1
(B) Kb/(a + d)<3
(C) d/a = 3
(worin a für die Molzahl des langkettigen Diols; b für die Molzahl des organischen Diisocyanats;
c für die Molzahl des kurzkettigen Triols; und d für die Molzahl des kurzkettigen Diols stehen).
Der gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung als
Bindemittel zu verwendende Polyester kann hydrophile Gruppen, wie SuIfonsäuregruppen oder SuIfonsäuresalzgruppen
der Formel -SO-,Μ (worin M für ein Wasserstoffatom oder
ein Alkalimetallatom steht) oder ähnliche Gruppen tragen. Beispiele für die Alkalimetallatome sind beispielsweise
Lithiumatome, Natriumatome oder Kaliumatome. Der Sulfonsäuregruppen oder SuIfonsäuresalzgruppen aufweisende Polyester
kann beispielsweise gebildet sein aus einer ungesättigten
aliphatischen Dicarbonsäure, wie Maleinsäureanhydrid, Fumarsäure, Itaconsäure, Citraconsäure oder dergleichen;
einer gesättigten aliphatischen Dicarbonsäure, wie Bernsteinsäure, Adipinsäure, Azelainsäure, Sebacin-
TER MEER -MÜLLER · STEINMEISTER.. ".--" "- Sony fiQrp. - S82P165
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säure, Dodecandicarbonsäure oder dergleichen; einer gesättigten
aromatischen Dicarbonsäure, wie Phthalsäure, Isophthalsäure, Terephthalsäure oder dergleichen; und
einem aliphatischen Diol, wie Methylenglykol, Ethylenglykol,
Propylenglykol, Trimethylenglykol, Butylenglykol,
Pentylglykol, Neopentylglykol, Hexylglykol oder
dergleichen; einem polyaliphatischen Diol, wie Diethylenglykol, Dipropylenglykol, Triethylenglykol oder dergleichen;
einem Triol, wie Glycerin, Butantriol, Trimethylolpropan
oder dergleichen; einem Tetrol, wie Pentaerythrit, Diglycerin oder dergleichen; einem alicyclischen Diol,
wie Cyclohexandiol, 1,4-Dimethyl-l,4-cyclohexandiol, 1-Cyclohexandiol
oder dergleichen; einem aromatischen Triol, wie Brenzkatechin, Resorcin, Hydrochinon, 4-Chlorresorcin,
Methyl-hydrochinon, Pyrogallol, 1,2,4-Benzoltriol, Phloroglucin
oder dergleichen; oder einem aliphatischen Polyol mit (aromatischem) Ring, wie 1,4-Cyclohexan-dimethanol,
S-Cyclohexan-ljl-dimethanol, Hydroxybenzylalkohol oder
dergleichen.
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Das gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
als Bindemittel verwendbare Polyurethanharz kann ebenfalls hydrophile Gruppen, wie Sulfonsäuregruppen oder
Sulfonsäuresalzgruppen der Formel -SO3M (worin M die oben
angegebenen Bedeutungen besitzt) oder dergleichen enthalten. Das Polyurethanharz kann dabei durch eine Polyadditionsreaktion
eines aliphatischen Diisocyanats, wie Hexamethylendiisocyanat, Tetramethylendiisocyanat oder dergleichen;
oder eines aromatischen Diisocyanats, wie ToIylendiisocyanat,
Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat oder dergleichen
mit einem der oben angegebenen Polyole gebildet werden.
Von den oben angeführten hydrophile Gruppen aufweisenden Polyesterharzen oder Polyurethanharzen sind die durch
TER MEER · MÜLLER ■ STEINMEISJF-j?, *"..* " SOfiyl Gorp. - S82P165
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Strahlung härtbaren Polyester oder Polyurethane, die mindestens zwei Strahlungs-reaktive Doppelbindungen aufweisen,
besonders bevorzugt. Die Strahlungs-reaktive Doppelbindung liegt vorzugsweise im nichtcarboxylischen Rest
einer Säure oder eines Säureamids oder eines Säurerests oder eines Säureamidrests mit einer endständigen Doppelbindung
vor, wie beispielsweise als Gruppe der Formeln
10 CH2 = CHCOO-, CH2 = CCOO-, CH2 = CHCH2COO-,
CH3 CH2 = CHCH2-CH2CH2COO-, CH2 = CCH2CH2COO-,
15 CH3
CH2 = CHCONH-, CH2 = CCONH-.
Besonders bevorzugt sind die Polyester und Polyurethane mit Molekulargewichten von etwa 200 bis 50 000 pro hydrophile
Gruppe.
In den Sulfonsäuregruppen oder SuIfonsäuresalzgruppen als
hydrophile Gruppen enthaltenden Polyestern oder Polyurethanen sind diese hydrophilen Gruppen vorzugsweise in ei-5
ner Menge von etwa 0,01 bis 2,0 mMol/g in den Molekülen
enthalten.
Erfindungsgemäß . ist das Bindemittel, dessen an das Magnetpulver
adsorbierte Menge in einer 3 %-igen Methylethylketonlösung bei 250C nicht weniger als etwa 1,5 mg/m2 der
Oberfläche des Magnetpulvers beträgt, in dem gesamten Bindemittel in einer Menge von mindestens etwa 20 Gew.-% enthalten.
Selbst wenn das Bindemittel mit einer adsorbierten Menge
TERMEER-MaLLER-STElNMEl1STEH. '.." 1 ^Oiiy- C-orp. S82P165
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von 1,5 mg/m2 oder mehr verwendet wird, werden durch die
Gleitbewegung Standbildeigenschaften oder ein Rauschen erzeugt, wenn wie beim Stand der Technik die Pigment-Volumenkonzentration
der Magnetschicht unterhalb etwa 60 % liegt. Dies ist offenbar der Tatsache zuzuschreiben, daß,
wenn die Pigment-Volumenkonzentration niedrig ist, die einzelnen Magnetpulverteilchen vollständig durch das Bindemittel
umgeben sind, so daß die Festigkeit an der Oberfläche der Magnetschicht geschwächt wird, so daß wegen der
relativ großen Bindemittelbestandteile an der Oberfläche der Magnetschicht Vibrationen beim Kontakt des Materials
mit dem Magnetkopf auftreten. Wenn ein Bindemittel eine adsorbierte Menge von nicht mehr als etwa 1,5 mg/m2
und eine hohe Pigment-Volumenkonzentration als Folge eines hohen Pigment/Bindemittel-Verhältnisses aufweist, werden
in der Tat die elektromagnetischen Wandlereigenschaften des gebildeten Magnetbands verbessert. Solche Magnetbänder
besitzen jedoch physikalische Nachteile, wie eine gesteigerte Menge des Pulverabriebs und eine Verschlech-
20 terung der Abschälfestigkeit.
Neben dem oben beschriebenen Bindemittel kann man ein weiteres Bindemittel in bestimmter Menge zusetzen. Die erfindungsgemäß
zusammen mit den Magnetpulvern oder magnetisierbaren Pulvern zu verwendenden Bindemittel können irgendwelche
Harzbindemittel sein, wie beispielsweise Vinylchlorid/Vinylacetat-Copolymere,
Vinylchlorid/Vinylacetat/Vinylalkohol-Copolymere,
Vinylchiorid/Vinylacetat/Maleinsäure-Copolymere,
Vinylchlorid/Vinylidenchlorid-Copolymere,
Vinylchlorid/Acrylnitril-Copolymere, Acrylsäureester/ Acrylnitril-Copolymere, Acrylsäureester/Vinylidenchlorid-Copolymere,
Methacrylsäureester/Vinylidenchlorid-Copolymere, Methacrylsäureester/Styrol-Copolymere, thermoplastische
Polyurethcinharze, die von den oben beschriebenen verschieden
sind, Phenoxyharze, Polyvinylfluorid, Vinyliden-
TER MEER - MÜLLER ■ STEINMEISTEE?- 'Z ί : SOhy^COrp. - S82P165
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ch1orid/Acrylnitril-Copolymere, Butadien/Acrylnitri1-Copolymere,
Acrylnitril/Butadien/Acrylsäure-Copolymere, Acrylnitril/Butadien/Methacrylsäure-Copolymere,
Polyvinylbutyral, Cellulosederivate, Styrol/Butadien-Copolymere, Polyester
der oben beschriebenen Art, die keine hydrophilen Gruppen aufweisen, Phenolharze, Epoxidharze, hitzehärtbare Polyurethanharze,
Harnstoffharze, Melaminharze, Alkydharze, Harnstoff/Formaldehyd-Harze oder Mischungen davon. Man
kann auch eine Verbindung mit zwei oder mehr acrylIschen
Doppelbindungen im Molekül und einem Molekulargewicht im Bereich von mehr als 400 als Bindemittel verwenden.
Die in der Magnetschicht des erfindungsgemäßen magnetischen
Aufzeichnungsmediums zu verwendenden Magnetpulver oder magnetischen Pulver bzw. deren Teilchen können aus
irgendeinem bekannten Material bestehen, wie beispielsweise T^Fe3O3, Fe3O4, eine Mischung aus /"-Fe3O3 und Fe3O4,
kobaltdotiertes ^-Fe3O3 oder Fe3O4, CrO3, Bariumferrit,
eine Berthollid-Verbindung oder ferromagnetische Legierungsteilchen
aus beispielsweise Fe-Co, Co-Ni, Fe-Co-Ni, Fe-Co-B, Fe-Co-Cr-B, Mn-Bi, Mn-Al oder Fe-Co-V, Eisennitrid
oder dergleichen. Die in der Magnetschicht des erfindungsgemäßen magnetischen Aufzeichnungsmediums zu verwendenden
Verstärkungsmaterialien schließen beispielsweise Aluminiumoxid, Chromoxid, Siliciumoxid oder Mischungen
davon ein. Die erfindungsgemäßen magnetischen Aufzeichnungsmedien
können weiterhin ein Gleitmittel, wie Squalan, ein antistatisches Mittel, wie Ruß, und ein Dispergiermittel,
wie Lecithin,enthalten.
Zur Herstellung der Magnetschicht werden die Bestandteile der Magnetschicht unter-Bildung einer magnetischen Beschichtungsmasse
in einem organischen Lösungsmittel gelöst, wonach die Beschichtungsmasse auf das Substrat aufgetragen
wird. Die zusammen mit den magnetischen oder ma-
meer · möller . STEiNMEiST^fC. :.-: : Sony" Corp. - S82P165
- 15 -
gnetisierbaren Teilchen oder Pulvern und dem Bindemittel zu verwendenden organischen Lösungsmittel schließen beispielsweise
Ketone, wie Aceton, Methylethylketon, Methylisobutylketon, Cyclohexanon oder dergleichen; Alkohole,
wie Methanol, Ethanol, Propanol, Butanol oder dergleichen; Ester, wie Methylacetat, Ethylacetat, Butylacetat, Ethyllactat,
Glykoldiacetat, Monoethylether oder dergleichen; Glykolether, wie Ethylenglykoldimethylether, Ethylenglykolmonoethylether,
Dioxan oder dergleichen; aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol, Xylol oder dergleichen;
aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Hexan, Heptan oder dergleichen; Nitropropan; sowie Mischungen
davon oder mit anderen geeigneten organischen Lösungsmitteln ein.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden nichtmagnetischen Substrate
bestehen beispielsweise aus Polyestern, wie Polyethylenterephthalat oder dergleichen; Polyolefinen, wie
Polypropylen oder dergleichen; Cellulosederivaten, wie Cellulosetriacetat, Cellulosediacetat oder dergleichen;
Polymeren, wie Polycarbonat, Polyvinylchlorid, Polyimiden, Polyamiden, mehrere Hydroxylgruppen aufweisenden Säuren
oder dergleichen; Metallen, wie Aluminium, Kupfer oder dergleichen; Papieren; oder irgendwelchen anderen geeig-
25 neten Materialien.
Erfindungsgemäß wird ein Bindemittel verwendet, welches
die oben angegebenen Bedingungen erfüllt und eine adsorbierte Menge von etwa 1,5 mg/m2 oder mehr aufweist. Als
Ergebnis davon läßt sich eine signifikante Verbesserung der Beschichtungsfestxgkext der Magnetschicht und der
Standfestigkeit des magnetischen Aufzeichnungsmediums erreichen.
Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung
TER MEER · MÜLLER · STEINMEIgJTEf;. " ",.' ; ÖOJIV· GÖrp. - S8
der Erfindung. Beispiell
Man bereitet ein als Bindemittel für das magnetische Aufzeichnungsmedium (Magnetband) geeignetes Polyurethanharz
wie folgt.
Man beschickt ein 5000 ml-Reaktionsgefäß, das mit einem
Rührpropeller, einem Thermometer und einem Rückflußkühler
ausgerüstet ist, mit 1000 g (0,5 Mol) Ethylenadipat mit einem Molekulargewicht von 2000 und 217,5 g (1,25 Moli
Tolylendiisocyanat (T-80 der Firma Nippon Polyurethane Kogyo K.K.) und setzt die Mischung während 3 Stunden bei
80 bis 900C um. Dann versetzt man die Mischung mit 1200 g
Methylethylketon, 900 g Toluol und 71,4 g (0,78 Mol) Glycerin, wonach man 0,1 g Dibutylzinndilaurat zusetzt und
die Kettenverlängerung bei 60 bis 700C bewirkt. Man versetzt
die Reaktionsmischung mit 290 g Methylethylketon unter Bildung einer Polyurethanharzlösung mit einem Feststoffgehalt
von 35 %, einer Viskosität von 17 600 cP bei 250C und einer Hydroxylzahl von 0,06 mMol/g. Das erhaltene
Polyurethanharz zeigt an einer Eisenoxidoberfläche in einer 3 gew.-%-igen Methylethylketonlösung bei 25°C eine
25 adsorbierte Menge von 2,0 mg/m2.
Dann bereitet man aus den folgenden Bestandteilen eine magnetische Beschichtungsmasse:
30 Bestandteile Menge (Gew.-Teile)
Kobaltdotiertes T-Fe3O3 (spe- 100
zifische Oberfläche = 27 m2/g;
Dichte = 5,0; <y= 0,75 emu/g; 35 Hc = 650Oe)
TER MEER · MÜLLER · STEINMEISTER" Sony Corp.- S82P165
- 17 -
Bestandteile Menge (Gew.-Teile)
Polyurethanharz (Feststoffgehalt = 12,5
100 %, Dichte = 1,20)
5 Butylstearat 1
Cr2O3 5
Olivenöl 1
Methylethylketon/Methylisobutyl- 170
keton/Toluol-Mischung (1/1/1)
Man vermahlt die Mischung aus den oben angegebenen Bestandteilen
während 48 Stunden in einer Kugelmühle und filtriert sie dann durch ein Filter mit einer lichten Maschenweite
von 1 μπι. Nach der Zugabe von 2 Gew.-Teilen eines Härters
(Dismodule L) und dem Rühren der Mischung trägt man die erhaltene magnetische Beschichtungsmasse in Form einer
Schicht mit einer Dicke von 5r5 μπι auf eine Polyesterfolie
mit einer Dicke von 16 μπι auf. Nach dem Superkalandrieren wird die Folie unter Bildung eines Magnetbands
halbiert. Das in dieser Weise erhaltene Magnetband besitzt ein Pigment-Volumenkonzentration von 66 %.
Die magnetischen Eigenschaften des in dieser Weise erhaltenen Magnetbands sind in der nachfolgenden Tabelle I zusammengestellt.
Beispiele 2 und 3
Man wiederholt die Maßnahmen des Beispiels 1, mit dem Unterschied,
daß man das Polyurethanharz in einer Menge von 10 bzw. 16,6 Gew.-Teilen verwendet. In dieser Weise erhält
man Magnetbänder mit einer Pigment-Volumenkonzentration innerhalb des erfindungsgemäß definierten Bereichs.
Die verschiedenen Eigenschaften dieser Magnetbänder sind
ebenfalls in der nachfolgenden Tabelle I angegeben.
S'oh^Oorp. - ·"«■*"« ι-ου ' '
- 18 -
Man wiederholt die Maßnahmen des Beispiels 1 für die Herstellung eines Magnetbands mit dem Unterschied, daß man
12,5 Gew.-% eines Bindemittels aus 50 Gew.-% des in Beispiel 1 beschriebenen Polyurethanharzes und 50 Gew.-% eines bekannten Polyurethanharzes (N-2304 der Firma Nippon Polyurethane Kogyo K.K.) verwendet.
12,5 Gew.-% eines Bindemittels aus 50 Gew.-% des in Beispiel 1 beschriebenen Polyurethanharzes und 50 Gew.-% eines bekannten Polyurethanharzes (N-2304 der Firma Nippon Polyurethane Kogyo K.K.) verwendet.
10 Vergleichsbeispiele 1 bis 3
Man wiederholt die Maßnahmen des Beispiels 1 zur Herstellung eines Magnetbands mit dem Unterschied, daß man das
Bindemittel in Mengen von 20, 25 bzw. 6,25 Gew.-Teilen
einsetzt. Die in dieser Weise erhaltenen Magnetbänder besitzen die in der nachfolgenden Tabelle I angegebenen
Pigment-Volumenkonzentrationen, die außerhalb des erfindungsgemäß definierten Bereichs liegen.
Bindemittel in Mengen von 20, 25 bzw. 6,25 Gew.-Teilen
einsetzt. Die in dieser Weise erhaltenen Magnetbänder besitzen die in der nachfolgenden Tabelle I angegebenen
Pigment-Volumenkonzentrationen, die außerhalb des erfindungsgemäß definierten Bereichs liegen.
20 Vergleichsbeispiel 4
Man vermischt ein bekanntes Polyurethanharz mit einer adsorbierten
Menge von 1 mg/m2 (N-2304 der Firma Nippon Polyurethane Kogyo K.K.) in einem Mischungsverhältnis von
1:1 mit einem Vinylchlorid/Vinylacetat-Copolymer, um in
dieser Weise die Pigment-Volumenkonzentration zu steigern. Dann wiederholt man die Maßnahmen des Beispiels 1 zur Herstellung
eines Magnetbands unter Verwendung dieser magnetischen Beschichtungsmasse.
Die verschiedenen Eigenschaften der gemäß den Vergleichsbeispielen erhaltenen Magnetbänder sind ebenfalls in der
nachfolgenden Tabelle I angegeben.
| Bindemittel (Gew.-Teile) |
Pigment-Volumen konzentration (.%) (Pigment/Bindemit tel-Verhältnis) |
Rs1 }1 (%) |
E i g Wiedergabe (dB) |
e η s c h Standbild dauer (min) |
a f t e η Abgeriebene Pulvermenge* |
Abziehfe stigkeit (g) |
Gleit geräusch (dB) |
|
| Beispiel 1 | 12,5 | 67 (8) | 82 | +2 | 1000 | -1,0 | 30 | 2,5 |
| Beispiel 2 | 10 | 71 (10) | 81 | +2 | 1200 | -1,5 | 30 | 2,0 |
| Beispiel 3 | 16,6 | 60 (6) | 82 | +1,5 | 200 | -0,5 | 35 | 4,0 |
| Beispiel 4 | 12,5 | 67 (8) | 81 | +1,5 | 800 | -1,5 | 50 | 2,0 |
| Vergleichs beispiel 1 |
20 | 55 (5) | 83 | +1,0 | 60 | -0,5 | 40 | 6 |
| Vergleichs beispiel 2 |
25 | 50 (4) | 83 | +0,5 | 20~30 | -0,5 | 40 | 8 |
| Vergleichs beispiel 3 |
6,25 | 80 (16) | 76 | -1,0 | 30 | -5,0 | 20 | 8 |
| Vergleichs beispiel 4 |
12,5 | 67 (8) | 65 | 0 | 30 | - 5,0 | 80 |
*) Die abgeriebene Pulvermenge wird mit Hilfe eines selbstklebenden Klebstreifens gemessen
und über einen Vergleichsmaßstab abgeschätzt.
und über einen Vergleichsmaßstab abgeschätzt.
1) Rechteckigkeitsverhältnis
TER MEER ■ MÜLLER ■ STEINMEIÖTER ":..: ; Soiiv-CÖrp. - S82P165
Beispiel 5
Man wiederholt die Maßnahmen des Beispiels 1 zur Herstellung eines Magnetbands unter Anwendung variierender Mengen
des Bindemittels. Die erhaltenen Magnetbänder besitzen sämtlich eine Pigment-Voluinenkonzentration von 67 %.
Die Rs-Werte (Rechteckigkeitsverhältnis) der erhaltenen Magnetbänder sind in der nachstehenden Tabelle II angegeben.
Die in der nachstehenden Tabelle II angegebenen Mengen sind die Mengen (in Gew.-%) des in Beispiel 4 beschriebenen
thermoplastischen Polyurethanharzes.
| Menge (Gew.-%] | I 10 | TABELLE II | 30 | 60 | 70 | 100 | |
| 15 | Rs * (%) | 70 | 78 | 82 | 82 | 82 | |
| 20 | |||||||
| 75 | |||||||
*) Rechteckigkeitsverhältnis 20 Methode zur Bestimmung der adsorbierten Mengen
Die adsorbierte Menge der Bindemittel wird wie folgt bestimmt.
Man bereitet in Polyethylenflaschen mit einem Fassungsvermögen
von 100 cm3 jeweils 50 g-Proben der Bindemittellösungen unterschiedlicher Konzentrationen. Nach dem Eingießen
der Mischung einer vorbestimmten Zusammensetzung in die Flasche gibt man eine Stahlkugel mit einem Durchmesser
von 6 mm und einem Gewicht von 100 g in die Flasche und vermahlt das Material während 8 Stunden, um es
zu lösen. Dann gibt man 15 g des Magnetpulvers zu und rührt die Mischung während weiterer 24 Stunden. Nach Ablauf
der Rührdauer läßt man die mit dem Magnetpulver versetzte Lösung während 16 Stunden stehen, wonach man das
TER MEER · MÖLLER ■ STEINMEISTER. " Γ.. Sony Corp. - S82P165
- 21 -
Material während 30 Minuten zentrifugiert. Dann mißt man die Konzentration der überstehenden Flüssigkeit über das
Trockengewicht des Materials. Die adsorbierte Menge bestimmt man über den Konzentrationsunterschied zwischen
der überstehenden Flüssigkeit und der Lösung vor dem Vermischen mit dem Magnetpulver.
In der beigefügten Fig. 1 ist die adsorbierte Menge gegen die Bindemittelkonzentration aufgetragen. Dabei wird
jedes Bindemittel in einem Lösungsmittel (Methylethylketon) in einer vorbestimmten Konzentration gelöst und bezüglich
seiner adsorbierten Menge unter Verwendung von J-Fe3O3 mit einer spezifischen Oberfläche von 22,9 m2/g
gemessen. Die in der Fig. 1 dargestellte Kurve A verdeutlicht den Fall eines thermoplastischen Polyurethanharzes
(mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von 50 000, einem gewichtsmittleren Molekulargewicht von 90 000, einer
Hydroxyl zahl von 0,76 mMol/g und einem tert.-Amingruppengehalt
von 0,76 mMol/g), welches aus 0,50 Mol Hexanadipat mit einem Molekulargewicht von 2500, 1,45 Mol 1,6-Hexamethylendiisocyanat
und 1,18 Mol N-Isopropanol-diethanolamin
hergestellt worden ist, während die Kurve B den Fall des Beispiels 2 verdeutlicht. Die Kurven C und D stehen
für bekannte Polyurethanharze (N-2304 und N-2023 der Fir-
25 ma Nippon Polyurethane Kogyo K.K.).
Die Fig. 2 verdeutlicht die Standfestigkeit (Standbildzeit)
der thermoplatischen Polyurethanharze (adsorbierte Menge = 20 mg/m2) von Beispiel 1 und Vergleichsbeispiel 4
in Abhängigkeit von der Pigment-Volumenkonzentration. Dabei entspricht die Kurve E der Fig. 2 dem Material des
Beispiels 1, während die Kurve F dem Vergleichsbeispiel 4 entspricht.
Claims (6)
- PAT E N TA N WA LTETER MEER-MÜLLER-STEINMEISTERBeim Europäischen Patentamt zugelassene Vertreter — Professional Representatives before the European Patent Office Mandataires agrees pres !'Office europeen des brevetsDipl.-Chem. Dr. N. ter Meer Dipl.-Ing. H. Steinmeister SKSse ί MÜIIer Artur-Ladebeck-Strasse 51D-8OOO MÜNCHEN 22 D-48OO BIELEFELD 1Case S82P165 12. jun 1982SONY CORPORATION7-35 Kitashinagawa 6-chomeShinagawa-ku, Tokyo 141, JapanMagnetisches AufzeichnungsmediumPriorität: 13, Juli 1981, Japan, Nr. 109129/81Patentansprücheι 1J Magnetisches Aufzeichnungsmedium mit einem nichtmagnetischen Substrat und einer darauf angeordneten Magnetschicht, die überwiegend aus einem Magnetpulver und einem Bindemittel besteht, dadurch gekennzeichnet , daß das Bindemittel eine Bindemittelkomponente enthält, deren an die Oberfläche des Magnetpulvers adsorbierte Menge mehr als 1,5 mg/m2 der Oberfläche des Pulvers beträgt, gemessen in einer 3 gew.-%-igen Lösung in Methylethylketon als Lösungsmittel, und daß dieTER MEER ■ MÜLLER · ST£lN.N3 SISTER* ! "..",Sony Corp. - S82P165Magnetschicht eine Pigment-Volumenkonzentration des Magnetpulvers zwischen 60 und 75 % aufweist.
- 2. Magnetisches Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß die Bindemitte lkomponente mehr als 20 Gew.-% der Gesamtmenge des Bindemittels ausmacht.
- 3. Magnetisches Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bindemittelkomponente ein Polyurethanharz oder ein hydrophile Gruppen im Molekül aufweisendes Polyurethanharz ist.
- 4. Magnetisches Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Harz als hydrophile Gruppen SuIfonsäuregruppen und/oder SuIfonsäuresalzgruppen aufweist.
- 5. Magnetisches Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Harz die hydrophilen Gruppen in einer Menge zwischen 0,01 und 2,0 mMol/g enthält.
- 6. Magnetisches Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bindemittelkomponente ein Polyurethanharz mit mehr als zwei Hydroxylgruppen pro Molekül ist.
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