DE3224798A1 - Verbindungsvorrichtung fuer zylindrische oder rohrfoermige koerper - Google Patents
Verbindungsvorrichtung fuer zylindrische oder rohrfoermige koerperInfo
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Description
"VERBINDUNGSVORRICHTUNG FÜR ZYLINDRISCHE ODER
ROHRPÖRMIGE KÖRPER"
Die Erfindung betrifft eine Verbindungsvorrichtung für zylindrische oder rohrförmige Körper und insbesondere
solche Verbindungsvorrichtungen, die sich für Rohre und Gehäuse benutzen lassen, die beim Niederbringen
von Ölbohrungen o.dgl. Verwendung finden.
2Q Wenn ein Bohrloch in die Erde gebohrt wird, das beispielsweise
für die öl- und Gasgewinnung dienen soll, wird ein Rohr großen Durchmessers, bekannt als Oberflächengehäuse,
üblicherweise in dem oberen Teil des Bohrlochs installiert. Oberflächengehäuse stabilisie-
-^g ren die Wände des Bohrlochs in der Nähe der Oberfläche,
also dort, wo sie möglicherweise am ehesten einstürzen. Bei Bohrlöchern, die ablandig von Plattformen
oder Bohrtürmen aus in das Wasser niedergebracht werden, erstreckt sich die Rohrleitung vom
Meeresboden bis zum Deck des Bohrgerüsts und ist als marines Steigrohr oder mariner Einhänger bekannt. In
einem solchen Fall bildet das Steigrohr eine Verlängerung des Oberflächengehäuses und dient dazu,
das Seewasser am Eindringen in das Bohrloch zu hindern.
Aufbau und Installation von Rohrleitungen, beispielsweise des Oberflächengehäuses,von schwimmenden ablandigen
Bohrtürmen oder -schiffen aus sind durch die Wirkung der Wellen auf das Schiff bzw. die Bohrinsel
kompliziert. Verschiedene Bewegungen des Schiffes, von denen das Rollen und Schlingern am
kritischsten sind, machen die Herstellung von Schraubverbindungen sehr schwierig. Es ist nicht nur schwer,
den einen Gehäuseteil in den anderen einzustecken, sondern auch mit Schwierigkeiten verbunden, während
eines solchen Aufbaus die richtige Ausrichtung der miteinander zu verbindenden Teile zu erhalten, wobei
sich zerstörend wirkende Querbeanspruchungen ergeben können. Obgleich die Bewegungen des Gehäuses irgendeiner
Art unter derartigen unzuträglichen Umgebungsverhältnissen schwer genug ist, haben sich insbesondere
für größere Gehäusestränge, die beispielsweise 50 cm und größer sind, Schwierigkeiten ergeben. Dies
ist nicht nur auf die größere Masse derartiger größerer Gehäuse zurückzuführen, sondern auch auf die
Abnahme des zulässigen Montagewinkels über einer ge- IQ gebenen Gewindesteigung, wenn sich der Rohrdurchmesser
vergrößert.
Um diese Probleme zu beseitigen, hat die Industrie bei der Verwendung konischer oder kegelförmiger Gewinde
großer Ganghöhe bzw. Steigung (zwei oder drei Gewindegänge pro 2,5 cm) Zuflucht gesucht, um dadurch eine
rasche Montage in unwirtlicher Umgebung zu ermöglichen, ohne daß ein Festfressen erfolgt. Unglücklicherweise
ist bei diesen groben Gewinden aufgrund der Tiefe der Gewindegänge im Vergleich zu der die Belastung aufnehmenden
Querschnittsdicke des Verbinders eine Spannungskonzentration zu beobachten. Dadurch wird die
Wahrscheinlichkeit dafür, daß die Verbindungsvorrichtung versagt, erheblich vergrößert. Gegenwärtig verwendete
Verbindungsvorrichtungen können auch versagen, falls sich die Muffenverbindung ausdehnt oder
"ausweitet", wenn die Verbindung unter zu hoher Spannung und/oder Biegebelastungen kommt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, eine Verbindungsvorrichtung für Rohrleitungen bzw. Rohrleitungsgehäuse
ο.dgl» zu schaffen, die sich leichter unter negativen Bedingungen herstellen läßt, wie sie
beispielsweise auf schwimmenden Bohrtürmen herrschen.
In diesem Zusammenhang soll die zu schaffende Verbindungsvorrichtung
so gebaut sein, daß sie unter Spannungsbeanspruchung in geringerem Maße versagt als
bekannte Vorrichtungen dieser Art. Dabei ist auch daran gedacht, daß die zu schaffende Verbindungsvorrichtung
weniger zum "Ausbeulen" neigt und dadurch auch weniger die Verbindung als solche versagen läßt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
In der Zeichnung zeigt
IQ Fig. 1 in Längsrichtung eine^Viertelschnittansicht
eines Verbindungszapfens, gemäß der Erfindung,
Fig. 2 in Längsrichtung eine Viertelschnittansicht einer Verbindungsmuffe zur Aufnahme des Verbindungszapfens
von Fig. 1,
Fig. 3 einen Teillängsschnittansicht der Muffe und des Zapfens der Fig. 1 und 2, die teilweise
miteinander verbunden sind und
Fig. 4 eine der Fig. 3 ähnliche Ansicht, bei der jedoch die Muffe und der Zapfen der Fig. 1 und
2 vollständig verbunden sind.
2g In Fig. 1 ist ein Verbindungszapfen allgemein mit
bezeichnet, der mit einer allgemein mit 12 in Fig.
bezeichneten Verbindungsmuffe ausgerichtet ist, um in letztere eingesteckt zu werden. Der Zapfen 10 ist
über der Muffe 12 dargestellt und damit,, in der üblichen
Anordnung, wie dies im folgenden noch erläutert wird.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist der Zapfen 10 mit Hilfe einer metallenen Schweißnaht 16 an einem
zylindrischen Körper 14 befestigt. Der zylindrische Körper 14 kann rohrförmig sein und eine Bohrung 18
aufweisen. Der Zapfen kann ebenfalls rohrförmig sein und eine Boh'rung* 2 0 besitzen, die eine Verlängerung
der Bohrung 18 des länglichen Körpers 14 bilden kann,
der selbst für Gehäuseverwendungszwecke zylindrisch ausgebildet ist.
Das Äußere des Zapfens 10 läßt sich, bezogen auf die
Zeichnung von oben nach unten, im Detail wie folgt beschreiben. Der Zapfen 10 hat einen Schweißabschnitt
22, der im allgemeinen denselben Durchmesser aufweist wie der Längskörper 14. Der Schweißabschnitt 22
ig bildet einen Bereich zur Befestigung des Zapfens 10
an dem Längskörper 14 mit dem Schweißmetall 16. Als nächstes folgt ein abgesetzter Abschnitt 24, der
einen größeren Durchmesser hat als der Schweißabschnitt
22 und der mit einer abgeschrägten unteren Oberfläche versehen ist. Auf den abgesetzten Abschnitt 24 folgt
ein zylindrischer, oberer Führungsabschnitt 26. Der Führungsabschnitt 26 bildet, im Längsschnitt gesehen,
eine Ebene, und dient dazu, den Zapfen 10 in die Muffe in einer im folgenden beschriebenen Weise hineinzuführen.
Als nächstes ist in der Nähe des Bodens des Zapfens 10 ein kegelstumpfförmiger Abschnitt 28 vorhanden,
auf den mehrere Gewindegänge (30) geschnitten sind. Die Neigung der kegelstumpfförmigen, mit Gewinde
versehenen Oberfläche beträgt etwa 7,5 cm pro 30 cm an dem oberen Ende 32 des kegelstumpfförmigen
Abschnitts 28 weisen die Gewindegänge 30 im wesentlichen denselben Durchmesser auf oder sind nur
geringfügig kleiner als der Durchmesser des oberen Führungsabschnitts 26. Das Gewinde 30 verjüngt sich
in Richtung auf das untere Ende 34. Die Verjüngung
des kegelstumpfförmigen Gewindeabschnitts 28 ist erheblich
und ist so gewählt, daß sie ein beträchtliches Hineinfahren des Gewindeabschnitts 28 in den
dazu passenden Gewindeabschnitt innerhalb der Muffe 127 wie im folgenden beschrieben, ermöglicht, bevor
der Gewindeeingriff beginnt. Dem unteren Ende des Zapfens 10 am nächsten liegt ein unterer Führungsabschnitt
36, der eine abgefaste untere Randkante 38
besitzt. Der Führungsabschnitt 36 ist ganz allgemein zylindrisch geformt und weist wie der obere Führungsabschnitt 22 einen flachen oder ebenen Teil auf, der
die Gewindeausrichtung sicherstellt, wie dies im folgenden beschrieben wird. Die Bohrung 20 des Zapfens
weist zwei zylindrische, von den Wänden 40 und 42 begrenzte Räume auf, die durch einen kegelstumpfförmigen
Raum verbunden sind, welcher, wie aus der Zeichnung ersichtlich, von der Wand 44 begrenzt ist. Der
■>Q Raum 44 besitzt im wesentlichen denselben Durchmesser
wie die Bohrung 18 und ist größer als der Raum 40. Der Raum 40 ist an seinem unteren Ende 46 abgeschrägt.
In Fig. 2 ist eine Verbindungsmuffe 12 dargestellt, die
2g mit dem dazu passenden Zapfen 10 von Fig. 1, wie gezeigt,
verschraubt werden kann. Die Muffe 12 ist durch Schwaißmetall 50 mit einem Längskörper 52 verbunden,
der für Gehäuseanwendungsfälle rohrförmig ausgebildet
ist. Auf ihrer Außenseite besitzt die Muffe 12 einen zylindrischen Schweißabschnitt 54, der im wesentlichen
denselben Durchmesser hat wie der Längskörper 52 und einen Bereich bildet, in dem sie an dem Körper 52
durch das Schweißmetall 50 verschweißt wird. Neben dem Schweißabschnitt 54 befindet sich ein rohrförmiger
Endabschnitt 56, der sich zum oberen Ende der Muffe 12 erstreckt und einen größeren Durchmesser
besitzt als der Abschnitt 54 sowie ein abgeschrägtes oder abgeflachtes Ende 58. Der Abschnitt 56 hat in
seinem Inneren Gewindegänge, die zu den Gewindegängen 30 des Zapfens 10 passen, wie im folgenden beschrieben
werden wird. Der Übergang von dem Schweißabschnitt 54 zum Endabschnitt 56 wird von einer Ringschulter
60 gebildet, die zur Abstützung des Körpers 52 und anderer mit diesem verbundener ähnlicher
Körper dienen kann, wenn beispielsweise ein Rohrstrang hergestellt wird. Aus diesem Grund wird vorzugsweise
die Muffe unterhalb des Zapfens angeordnet und ausgerichtet, da es Schwierigkeiten oder zumindest Unbe-
quemlichkeiten bereitet, auf einem Zapfen der bei
10 bezeigten Art, eine Schulter vorzusehen.
Was nun das Innere der Muffe 12 anbelangt, so besitzt der Längskörper 52 eine zylindrische Bohrung 62. Die
zylindrische Bohrung 62 steht mit einer im allgemeinen zylindrischen Bohrung 66 in der Muffe 12 in Verbindung.
Ganz in der Nähe des Längskörpers 52 besitzt die Bohrung 66 eine Wand 68, welche bei dem Schweißab-
IQ schnitt 54 einen zylindrischen Raum begrenzt. Der
zylindrische Abschnitt 68 steht mit einer Wand 72 in Verbindung, die einen zylindrischen Halsraum der
Bohrung 66 kleineren Durchmessers bildet. Die Verbindung wird durch einen kegelstumpfförmigen Raum
geschaffen, der von der Wand 70 begrenzt ist. Als nächstes folgt in Richtung auf das obere Ende der
Muffe 12 ein zylindrischer, von der Wand 74 begrenzter Raum, dessen Durchmesser größer ist als
derjenige des Raums 72. Eine Schulter 73 verbindet den Raum 72 mit der Wand 74. Die Wand 74 bildet eine
Fläche oder Ebene zur Aufnahme des unteren Führungsteils 36 auf dem Zapfen 10 und wird von einer Ringnut
76 zur Aufnahme einer O-Ringdichtung 78 unterbrochen, die so bemessen ist, daß sie in die Nut hineinpaßt.
Die Ringnut 76 ist schwalbenschwanzförmig ausgebildet, um den O-Ring festzuhalten. Die Tiefe der Ringnut
76 ist etwas kleiner als der Durchmesser des Querschnitts des O-Rings, so daß der O-Ring gegen den
Führungsabschnitt 36 des Zapfens 10 eine Druckdichtung bildet.
Der inneren Führungswand 74 benachbarte in Richtung des oberen Endes der Muffe 12 ist dann ein kegelstumpf
förmiger Raum 79 mit einer Vielzahl Gewindegangen 81 derselben Steigung, wie sie die Gewindegänge
30 auf dem Gewindeteil 28 des Zapfens 10 aufweisen. Der mit Gewinde versehene Raum 80 ist ebenfalls
geneigt, so daß er den Gewindeteil 28 des Zapfens
in passender Weise aufnehmen kann, wobei sich das den kleineren Durchmesser aufweisende untere Ende 82 des
Raums 8 0 neben der inneren Führungswand 74 befindet, während sein größeres oberes Ende 84 in Richtung des
oberen Endes der Muffe 12 angeordnet ist. In nächster Nähe des oberen Endes der Muffe 12 befindet sich ein
innerer zylindrischer Raum, der von der Wand 86 begrenzt wird und eine abgefaste Lippe 88 besitzt und so
bemessen ist, daß er den oberen Führungsteil 26 des IQ Zapfens 10 aufnehmen kann. Die aus Führungsteil 26
und Raum 86 gebildete Kombination wirkt dahingehend, daß der Gewindeteil 28 des Zapfens und der Gewindeteil
80 der Muffe zusammengeführt werden, ohne daß ein Abscheren oder Verkanten erfolgt. Eine ähnliche
5 Führung ist auf dem entgegengesetzten Ende der Gewindeteile 28 und 8 0 dadurch vorhanden, daß der
untere Führungsteil 36 und der Raum 74 kombiniert sind. Die Gewinde 30 und 81 auf den Gewindeteilen 28 bzw.
&0 des Zapfens 10 bzw. der Muffe 12 haben gewöhnlich
eine Steigung oder Ganghöhe von etwa 4 Gewindegängen pro 2,5 cm.Die Unterseite 90 jedes Gewindes 3 0 ist
nach unten zu unter einem Winkel von etwa 45° abgeschrägt. Die obere Gewindeseite 92 ist ebenfalls nach
unten abgeschrägt und bildet nach innen zu gewöhnlich einen spitzen Winkel von etwa 85° in bezug auf die
Längsachse des Zapfens 10, so daß im wesentlichen eine Keilform entsteht. Das Muffengewinde 81 ist im
allgemeinen komplementär zu dem Zapfengewinde 30 ausgebildet, so daß die beiden Gewindesätze mit rückwärts
geneigten, passenden Oberflächen 92 auf dem Zapfengewinde 94 auf dem Muffengewinde kämmen. Wenn
diese Gewinde vollständig in Eingriff stehen, bewirkt die Keilform nicht nur eine Verschraubungssicherheit
in Richtung der Länge der Verbindung, sondern auch quer zur Breite der Verbindung. Dadurch
wird verhindert, daß die Verbindung bei Ausdehnung des Muffendurchmessers unter Belastung versagt, also
ein Zustand eintritt, der in der englischen Fach-
15
spräche als "belling" bekannt, ist.
spräche als "belling" bekannt, ist.
In Fig. 3 ist die Betriebsweise der erfindungsgemäßen
Vorrichtung gezeigt, wenn der Zapfen 10 und die Muffe 12 teilweise im Eingriff sind. Zur Herstellung der
Verbindung wird ein Abschnitt des Rohrs, bei dem sich der Verbindungszapfen 10 in der unteren Stellung befindet,
über einen anderen Rohrabschnitt gebracht, dessen Verbindungsmuffe 12 nach oben weist und in
Längsrichtung mit dem Zapfen in einer Linie liegt. Die Muffe 12 kann von einem Aufzug oder einer anderen Vorrichtung
abgestützt werden, die mit der Stützschulter 60 in Eingriff steht. Somit wird vorzugsweise der
Rohrstrang zusammengebaut, wenn die Verbindungsmuffen
■^5 nach oben weisen und die Verbindungszapfen 10 nach
unten gerichtet sind, um dadurch Schultern 60 zur Abstützung zu bilden.
Sobald das kleinere und untere Ende des Zapfens 10
in ausreichendem Maße mit dem verhältnismäßig großen
oberen Ende der Muffe 12 fluchtend ausgerichtet ist, wird der Zapfen 10 in die Muffe 12 gesenkt. Wenn der
Zapfen 10 in die Muffe 12 eintritt, kann die nach
unten abgeschrägte Unterseite 40 der Gewindegänge 30 des Zapfens 10 mit den nach oben abgeschrägten Oberseiten
96 der Gewindegänge 81 in der Muffe 12 in Berührung treten. Aufgrund der komplementär abgeschrägten
Flächen der Gewinde 30 und 81 bewegt sich der Zapfen 10 gleitend weiter nach unten in die Muffe 12
hinein, wobei er sich selbst zentriert. Eine ähnliche gleitende Berührung kann auch zwischen dem abgeschrägten
oberen Rand 96 der Gewindegänge 81 und dem abgeschrägten Ende 38 an dem unteren Führungseil 36
stattfinden.
Wenn der Zapfen 10 in der Muffe 12 zentriert ist, tritt
der untere Führungsteil 36 in den Führungsraum 74 und der obere Führungsteil 26 in den Führungsraum 86 ein
•^ Durch die Berührung der im Querschnitt flachen Teile,
die von den Wänden der Räume 74 und 86 gebildet werden,
werden die oberen und unteren Führungsteilen 26 bzw. 36 in die senkrechte Fluchtungslage gedrückt.
Sobald der Zapfen 10 und die Muffe 12 auf diese Weise ausgerichtet sind, kann der untere Führungsteil 36 in
dem unteren Führungsraum 74 aufgenommen werden, während der obere Führungsteil 26 in den oberen
Führungsraum 8 6 tritt, wobei zwischen den beiden Gewindesätzen 30 und 81, wie aus Fig. 3 ersichtlich,
keine Berührung stattfindet. Auf diese Weise werden die beiden Verbindungselemente 10 und 12 und die mit
ihnen verbundenen rohrförmigen Körper 14 bzw. 52 durch das Zusammenwirken der oberen und unteren
Führungsabschnitte und Führungsräume in fluchtende 15
Ausrichtung zueinander gebracht, bevor die beiden Gewindesätze 30 und 81 zu kämmen beginnen. Demzufolge
werden die Gewindegänge 30 auf dem Zapfen 10 und 31 in der Muffe 12 zwangsläufig in Bezug aufeinander so
ausgerichtet, daß der richtige Gewindeeingriff statt-
Λ U
findet und sie werden in dieser ausgerichteten Lage gehalten, bevor der Eingriff beginnt. Dadurch wird ein
Abscheren bzw. Verkanten verhindert.
o_ An dieser Stelle wird dann der Zapfen 10 weiter in die
Muffe 12 hineinbewegt und jnder richtigen Richtung in
Bezug auf die Muffe 12 gedreht, um dadurch die Gewindegänge 30 und 81 in Eingriff zu bringen und den
Zapfen 10 soweit in die Muffe 12 hineinzuziehen, bis
on die Verbindung festgezogen ist. Gewöhnlich werden etwa
zwei Umdrehungen benötigt, um die Verbindung festzuziehen, sobald die Gewinde zunächst in kämmenden Eingriff
gebracht worden sind. Wenn der untere Führungsteil 36 in den inneren Führungsraum 74 eintritt, be-
opr rührt der untere Führungsteil 36 die Innenseite des
O-Rings 78, wodurch zwischen dem Innenraum und dem Außenraum des Rohrstrangs eine Abdichtung hergestellt
wird. In Fig. 4 sind der Zapfen 10 und die Muffe 12 in
der Lage dargestellt, in der sie vollständig miteinander in Eingriff stehen. Das Hineinbewegen des Zapfens
10 in die Muffe 12 wird dadurch begrenzt, daß das Zapfenende auf der Innenschulter 73 der Muffe aufsitzt.
Auf dem unteren Ende des Zapfens 10 sitzt der untere
Führungsteil 36 innerhalb der Wandung 74, die den unteren Führungsraum in der Muffe 12 begrenzt. Eine
Dichtung zur Verhinderung von Strömungsmittelbewegungen zwischen dem Innenraum und dem Äußenraum des Strangs
IQ wird durch den O-Ring 78 geschaffen, der in einer
Ringnut 76 angeordnet ist und mit der Führungsoberfläche 36 in Berührung steht,- die als ringförmige
Sitzfläche dient. Die Gewindegänge 30 auf dem Zapfen 10 stehen mit den Gewindegängen 81 auf der Muffe
dadurch in Verriegelungseingriff, daß die Oberseiten
92 der Gewindegänge 30 mit den Unterseiten 94 der Gewindegänge 81 verkeilt sind. Der wechselweise Eingriff
dieser keilförmigen Gewinde verhindert, daß die Muffe 12 sich ausdehnt, wodurch wiederum verhindert
wird, daß das Gewinde durch Ausbeulen der Muffe außer Eingriff kommt, da jedes Ausdehnungsbestreben
der Muffe dazu führt, daß die Gewindegänge des Zapfens auf den Gewindegängen der Muffe radial
nach innen ziehen. Erfindungsgemäß wird somit eine Verbinderanordnung geschaffen, die aus ersten und
zweiten, im allgemeinen mit komplementären Gewinden versehenen Verbindungskörpern besteht, wobei der
eine Verbindungskörper erste und zweite, in etwa zylindrische Führungsabschnitte aufweist, die von
ersten und zweiten, in etwa zylindrischen Räumen oder Gehäusen als Teil des anderen Verbindungskörpers
aufgenommen werden. Die beiden Verbindungskörper können teilweise mit Führungsabschnitten verbunden
sein, welche teilweise in entsprechende Gehäuse eingesetzt werden, wodurch die abgeschrägten Gewinde
in wechselseitige Fluchtungslage gebracht werden, um Abscheren oder Verkanten oder das überlaufen der
Gewinde zu vermeiden, obgleich die Gewinde nicht
1?
wechselseitig in Eingriff stehen. Die beiden Gewindesätze weisen rückwärts geneigte Belastungsoberflächen
auf, die eine Keilwirkung verursachen, sobald sie wechselseitig in Berührung treten, wodurch die Verc
bindungskörper in Abhängigkeit von den Kräften, die bestrebt sind, den äußeren Verbindungskörper auszudehnen,
in festeren Gewindeeingriff kommen. Eine von dem einen Verbindungskörper getragene Dichtung sitzt
an einer passenden Oberfläche auf dem anderen Körper, , n um dadurch die beiden Verbindungskörper gegeneinander
abzudichten.
Claims (18)
1. Verbindungsvorrichtung für zylindrische oder rohrförmige
Körper, gekennzeichnet durch einen ersten Verbindung skörper (10), mit einem ersten zylindrischen
Führungsabschnitt (24) und einem zweiten in axialer Richtung in Bezug auf den ersten verschobenen zylindrischen
Führungsabschnitt (36), dessen Außendurchmesser kleiner ist als derjenige des ersten Führungsabschnitts
(26), ferner durch einen zweiten Verbindungskörper (12) zur Aufnahme des ersten Verbindungskörpers (10) mit
einem ersten zylindrischen Raum (86) zur Aufnahme des ersten Führungsabschnitts (26) und mit einem zweiten
zylindrischen Raum, der in axialer Richtung von dem ersten getrennt ist und einen kleineren Innendurchmesser aufweist
als der erste Raum und zur Aufnahme des zweiten Führungsabschnitts
(36) dient, ferner durch eine abgeschrägte äußere Gewindeeinrichtung (30) als Teil des ersten
Körpers (10), die in axialer Richtung zwischen dem ersten und dem zweiten Führungsabschnitt (26, 36) liegt, des
weiteren durch eine abgeschrägte innere Gewindeeinrichtung
(80) als Teil des zweiten Körpers (12), die in axialer
Bayerische Vereinsbank München, Kto.Nr. 882495 (BLZ 700 202 70) - Deutsche Bank München, Kto.Nr. 82/08050 (BLZ 700 70010)
Postscheckamt München, Kto.Nr. 163397 - 802 (BLZ 70010080)
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Richtung zwischen dem ersten und dem zweiten Raum (86, 74) liegt und komplementär zu der ersten Gewindeeinrichtung
ausgebildet ist, so daß sie mit dieser in Eingriff bringbar ist, wobei die ersten und zweiten
Führungsabschnitte (26, 36) teilweise von dem ersten bzw. von dem zweiten Gehäuse aufnehmbar sind, um dadurch
den ersten und den zweiten Körper fluchtend auszurichten, ohne daß dabei zwischen der ersten und
der zweiten Gewindeeinrichtung (30, 8 0) ein Eingriff stattfindet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Dichtungseinrichtung (78) , die von dem
einen der beiden Verbindungskörper (10, 12) getragen wird, um mit dem anderen der beiden Körper in Dichtungsberührung
zu treten, sobald der erste und der zweite Körper durch Verschrauben der ersten Gewindeeinrichtung
(30) mit der zweiten Gewindeeinrichtung (80) miteinander verbunden werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Gewindeeinrichtung (30)'
erste Gewindegänge mit nach hinten abgeschrägten
Lageroberflächen (92) aufweisen, daß die zweite Gewindeeinrichtung (8 0) zweite Gewindegänge
mit nach hinten oder rückwärts geneigten Lageroberflächen (94) aufweisen und daß dann, wenn
die ersten und zweiten Gewindegänge (30, 80) miteinander kämmen, zwischen den nach hinten geneigten
Lageroberflächen (92, 94) eine Keilwirkung entsteht, die die ersten und zweiten Gewindeeinrichtungen
in Abhängigkeit von Kräften, die bestrebt sind, den zweiten Verbindungskörper (12) zu dehnen, in festeren
Eingriff bringen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschrägung der ersten Gewindeeinrichtung
(30) sich von etwa dem Durchmesser des
ersten Führungsabschnitts (26) bis zum Durchmesser des zweiten Führungsabschnitts (36) ändert, und daß
die Abschrägung oder Neigung der zweiten Gewindeeinrichtung (80) sich von annähernd dem Durchmesser des
ersten Raums oder Gehäuses (86) bis zum Durchmesser des zweiten Raums oder Gehäuses (74) ändert.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Führungsabschnitt (36) in der Nähe
^O des Endes des ersten Körpers (10) liegt, und daß der
erste Raum (8 6) sich in der Nähe des Endes des zweiten Körpers (12) befindet.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch eine äußere Schulter (60) als Teil des zweiten Körpers (12) zur Abstützung des zweiten Körpers.
7. Verbindungsvorrichtung für zylindrische oder rohrförmige Körper, gekennzeichnet durch einen mit
einem Außengewinde (30) versehenen Körper (10), auf dem sich das Gewinde in Abwärtsrichtung gegen sein
Ende erheblich verjüngt, wobei der mit dem Außengewinde versehene Körper (10) ferner einen ersten
zylindrischen Führungsabschnitt (26) in der Nähe des einen Endes des Gewindes (30) und einen zweiten
zylindrischen Führungsabschnitt (36) am anderen
Ende des Gewindes aufweist, ferner durch einen mit einem Innengewinde (80) versehenen rohrförmigen Körper
(12), auf dem sich das Gewinde komplementär zur Aufnähme des Gewindes (30) auf dem mit Außengewinde
versehenen Körper (10) erheblich verjüngt, wobei der mit dem Innengewinde (8 0) versehene Körper ferner
einen ersten zylindrischen Raum oder Gehäuseteil (8 6) an dem einen Ende des Innengewindes (80) und einen
zweiten zylindrischen Raum oder Gehäuseteil (74) an dem anderen Ende des Gewindes (8 0) aufweist und die
beiden Räume oder Gehäuseteile (86, 74) so bemessen sind, daß sie komplementär die ersten und zweiten
zylindrischen Führungsabschnitte (26, 36) auf dem mit Außengewinde versehenen Körper (10) aufnehmen,
wobei die Verjüngung oder Abschrägung der Gewinde (30, 80) sowohl auf dem mit Außengewinde versehenen
Körper (10) als auch auf dem mit Innengewinde versehenen
Körper (12) eine Berührung der ersten und zweiten zylindrischen Führungsabschnitte (26, 36) mit
den ersten und zweiten Räumen (86, 74) vor dem wechselseitigen Eingriff der Gewinde (30, 80) auf den
IQ mit Außengewinde und mit Innengewinde versehenen
Körpern (10, 12) ermöglichen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewinde (30) auf dem mit Außengewinde
versehenen Körper (10) und das Gewinde (80) auf dem mit Innengewinde versehenen Körper (12)
wechselseitige, komplementäre, rückwärtsgeneigte
Belastungsoberflächen (92, 94) aufweisen, um ein Außereingriffkommen der Gewinde (30, 80) zu vermeiden.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der mit Innengewinde versehene Körper
(12) ferner eine Schulter (73) zur Begrenzung der Bewegung des mit Außengewinde versehenen Körpers (10)
innerhalb des mit Innengewinde versehenen Körpers (12) aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekenn-
zeichnet, daß sich auf dem mit Innengewinde versehenen Körper (12) eine Stützschulter (60) befindet.
11. Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine Dichtungsvorrichtung (76, 78), durch die
der mit Außengewinde versehene Körper mit dem mit Innengewinde versehene Körper dicht verbunden wird, sobald
die Gewinde (30, 80) der beiden Körper (10, 12) miteinander
verschraubt werden.
12. Rohrleitungsverbindung, gekennzeichnet durch einen rohrförmigen Abschnitt (14, 52), eine mit
Innengewinde (80) versehene Verbindungsmuffe (12) auf dem einen Ende (52) des rohrförmigen Abschnitts,
einen mit Außengewinde (30) versehenen Verbindungszapfen (10) auf dem anderen Ende (14) des rohrförmigen
■j^Q Abschnitts, einen ersten zylindrischen Führungsabschnitt
(26) auf dem Verbindungszapfen (10), an dem einen Ende des auf ihm befindlichen Gewindes (30), einen
zweiten zylindrischen Führungsabschnitt (36) auf dem Verbindungszapfen (10) an dem anderen Ende
2g seines Gewindes (30) , einen ersten zylindrischen Raum
(86) in der Verbindungsmuffe (12), an dem einen Ende des in ihr befindlichen Gewindes (80), der zur Aufnahme
des ersten zylindrischen Führungsabschnitts (26) einer gleichen Rohrverbindung dient, und durch einen
zweiten zylindrischen Raum (74) im Inneren der Verbindungsmuffe (12), an dem anderen Ende des in ihr
befindlichen Gewindes (80) , der zur Aufnahme des zweiten zylindrischen Führungsabschnitts (36) einer
gleichen Rohrverbindung dient.
13. Rohrverbindung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der erste zylindrische Führungsabschnitt (26) und der erste zylindrische Aufnahmeraum
(86) einen größeren Durchmesser aufweisen als der zweite zylindrische Führungsabschnitt (36) und
der zweite zylindrische Aufnahmeraum (74).
14. Rohrverbindung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet
, daß das Gewinde (30) auf dem Verbindungszapfen (10) und das Gewinde (80) in der Verbindungsmuffe
(12) sich von dem Durchmesser des ersten zylindrischen Führungsabschnitts (26) und des
ersten zylindrischen Aufnahmeraums (86) ausgehend
auf den Durchmesser des zweiten zylindrischen Führungsabschnitts (36) und des zweiten zylindrischen
Aufnahmeraums (74) verjüngen.
15. Rohrverbindung nach Anspruch 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verjüngung so beschaffen ist,
daß sie die Berührung des ersten zylindrischen Führungsabschnitts (26) in dem ersten zylindrischen
Aufnahmeraum (86) und des zweiten zylindrischen IQ Führungsabschnitts (36) in dem zweiten zylindrischen
Aufnahmeraum (74) einer gleichen Rohrverbindung ermöglichen, bevor die auf dem Verbindungszapfen (10)
und in der Verbindungsmuffe (12) befindlichen Gewinde
(30, 80) in Eingriff kommen.
16. Rohrverbindung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet
, daß das Gewinde (30) auf dem Verbindungszapfen (10) und das Gewinde (80) der Verbindungsmuffe
(12) rückwärts abgeschrägt oder geneigt sind, um eine Keilwirkung zu erzeugen, durch die
zwischen komplementären Verbindungskörpern gleicher Rohrleitungsverbindungen bei Einwirkung von Kräften,
die bestrebt sind, die Verbindungsmuffe (12) zu dehnen, ein festerer Gewindeeingriff hervorgerufen
wird.
17. Rohrverbindung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsmuffe (12) eine
Dichtung (78) trägt und daß der Verbindungszapfen (10) mit einem Sitz für diese Dichtung versehen ist, so
daß die Dichtung mit dem Sitz einer gleichen Rohrverbindung in abdichtende Berührung bringbar ist,
sobald der Verbindungszapfen (10) mit der Verbindungsmuffe (12) in Eingriff gebracht wird, um dadurch die
Rohrverbindungen herzustellen.
18. Verfahren zur Herstellung einer Gewindeverbindung zwischen ersten und zweiten Längskörpern, ge-
7 kennzeichnet durch die folgenden Schritte:
a) Einstecken des einen Endes des ersten Längskörpers in ein Ende des zweiten Längskörpers;
b) Einstecken eines ersten zylindrischen Führungsabschnitts auf dem ersten Längskörper in ein erstes
zylindrisches Gehäuse innerhalb des zweiten Längskörpers und Einstecken eines zweiten zylindrischen
Führungsabschnitts des ersten Längskörpers in ein zweites zylindrisches Gehäuses innerhalb des zweiten
Längskörpers;
c) Ineingriffbringen von auf dem ersten und dem zweiten Längskörper befindlichen Gewinden; und
d) Drehen des einen Längskörpers in Bezug auf den anderen, um die Gewinde vollständig in Eingriff zu
bringen.
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