DE3224199A1 - Spender fuer pastoese produkte - Google Patents
Spender fuer pastoese produkteInfo
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- B05B11/10—Pump arrangements for transferring the contents from the container to a pump chamber by a sucking effect and forcing the contents out through the dispensing nozzle
- B05B11/1028—Pumps having a pumping chamber with a deformable wall
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-
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Description
25 Die Erfindung bezieht sich auf einen Spender für pastöse Produkte mit einem einen Ausgabekanal mit Spendemündung
und eine mit diesem über einen mittels eines zweiten, nur in Richtung der Spendemündung zu öffnenden Rückschlagventils
verschließbaren Verbindungsweg verbundene, durch
30 äußere Beaufschlagung volumenveränderliche Pumpkammer aufweisenden
Kopfstück und einem an das Kopfstück angeschlossenen Behälter, dessen vom Kopfstück abgewandtes Ende
eine Öffnung hat und in dessen Innerem ein dichtend an der Behälterinnenwand gleitender Kolben vorgesehen ist,
wobei das Innere des Behälters über ein nur in.Richtung
-S-
der PurriDkammer zu öffnendes erstes Rückschlagventil, das
in einem zwischen Pumpkammer und Behält-erir.norom verlaufenden
Stützboden angeordnet ist, mit dor Purnpkammer in Verbindung steht.
5
5
Mit Spendern der vorstehend erläuterten Art ist es möglich, pastöse Materialien durch Volumenänderung der Pumpkammer
mittels äußerer Beaufschlagung, beispielsweise durch Fingerdruck auf einen mit einem Pumpkolben verbundenen Be-
TO tätigungsknopf, in von der Volumenänderung der Pumpkammer
abhängigen Mengen abzugeben. Dabei wird zum Austreiben der pastösen Masse aus dem Spender der atmosphärische
Druck herangezogen, der auf der Unterseite des das Behälterinnere nach unten abschließenden Kolbens wirkt und der
nach Erzeugung eines Unterdrucks in der Pumpkammer eine der vorgenommenen Volumensänderung in der Pumpkammer entsprechende
Menge der pastösen Masse in die Pumpkammer drückt. Von dort wird diese Menge dann bei der nächsten
Vclumenverrir.gerur.g in der Pumpkammer unter Ausnutzung der
Funktion der vorgesehene! Rückschlagventile durch den
Ausgabekanal· aus dem Spender gedrückt. Die Verwendung von
speziellen Treibmitteln zum Austreiben der pastösen Masse aus dem Spender ist somit bei Spendern der eingangs erläuterten
Art nicht erforderlich. Die Betätigung_des Spenders
kann mit sehr geringem Kraftaufwand, beispielsweise durch Fingerdruck, erfolgen.
Für einen wirtschaftlichen Einsatz von Spendern der eingangs
erläuterten Art, und insbesondere zur Verwendung
als Verpackung für in großen Mengen verbrauchte pastöse Produkte ist es von besonderer Bedeutung, Behälter der
eingangs erläuterten Art in Massenproduktion kostengünstig herstellen zu können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Spender der eingangs erläuterten Art zu schaffen, der einfach und
robust aus wenigen Teilen aufgebaut ist, kostengünstig und wirtschaftlich in Massenfertigung herstellbar und
rationell zusammenbaubar ist, und der in seiner Funktion präzise und störungsfrei ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
erste Rückschlagventil als Ventilsitz ein sich zur Pumpkammer hin verjüngendes kegeliges Element aufweist, das
über Tragbrücken mit dem Stützboden verbunden ist und um welches rings herum zwischen den Tragbrücken eine Anzahl
von Durchgangsöffnungen angeordnet ist, und weiter als Verschließteil eine Lochscheibe aus biegsamem
Material, die koaxial zum kegeligen Element angeordnet und ar. ihrem radial äußeren Bereich an dem Stützboden gehalten
ist und in Schließstellung mit ihrem Innenrand dichtend an der Mantelfläche des kegeligen Elementes anliei;:,
:.wi dann die Durchgangsöffnungen verdeckt.
3er erfindungsgemäße Spender hat gegenüber dem Stand der
Techr.ik wesentliche Vorteile. Das erste Rückschlagventil besteht aus zwei einfach geformten und in rationeller
Fertigung herstellbaren Teilen. Ein Teil ist der mit dem Stützboden verbundene kegelige Ventilsitz mit den rings
um den Ventilsitz herum angeordneter. Durchlaßöffnungen.
Dieser Teil des ersten Rückschlagventils kann beispielsweise aus Kunststoff im Spritzgußverfahren kostengünstig
in großen Mengen hergestellt v/erden. Die Ausgestaltung
ου des Verschließteils des ersten Rückschlagventils als
Lochscheibe aus elastischem Material ermöglicht ebenfalls
eine wirtschaftliche Massenfertigung. Hier kommen beispielsweise ebenfalls Spritzgußverfahren, bei denen
Elastomere verarbeitet werden, in Frage. Bei entsprechender Gestaltung der ' Lochscheibe ist es auch möglich,
eine Massenfertigung durch Stanzen durchzuführen. Infolge
der einfachen Gestaltung, insbesondere der Lochscheibe,
können die Werkzeugkoster. für die Produktion.."!-
werkzeuge sehr niedrig gehalten werden. Infolge der Gestaltung des ersten Rückschlagventils des erfindungsgemäßen Spenders können auch die anderen Bauteile dieser,
Spenders, insbesondere das Kopfstück und der Behälter, in
sehr einfachen Formen mit wenigen Hinterschnoldungen gehalten
werden, was auch hier die Verwendung sehr einfach aufgebauter Herstellungswerkzeuge, beispielsweise Spritzgußwerkzeuge,
und damit eine wirtschaftliche Produktion ermöglicht. Durch das Zusammenwirken eines kegeligen Ventilsitzes
mit einer elastischen Lochscheibe als Verschlieäkörper
ergibt sich in Schließstellung eine zuverlässige Abdichtung. Die Gefahr eines Verklemmens von bevreglichsnTeilen
ist bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ausgeschlossen. Damit ist auch eine zuverlässige
rur.kticr. gewährleistet.
yiiz Verteil ist der Sperr'"!1 gemäß der Erfindung so ausgebildet,
daß das. Verschließen! des zweiten Rückschlagventils
mit der Lochscheibe dos ersten Rückschlagventils einstückig ausgebildet ist. Bei einer
solchen Ausgestaltung ergibt sich ein Aufbau des erfindungsgemäßen Spenders aus besonders weniger. Teilen und
dementsprechend eine besonders wirtschaftliche Fertigung und besonders einfache Montage.
Eine besonders günstige Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Spenders ist dabei dadurch gegeben, daß das Verschließteil
des zweiten Rückschlagventils als sich konisch erweiternde biegsame Ringwand ausgebildet ist, die konzentrisch
zur Loch.sche.ibe angeordnet und an ihrem engeren Ende einstückig mit dieser verbunden ist, und
° sich in Schließstellung mit ihrem weiteren Ende am freien
-5"
Rand eines einen Abschnitt der Pumpkaramerv/and bildenden,
im Abstand vom Stützboden endenden Rohrstutzens rings um dessen Umfang von außen dichtend anliegt und dabei den
den Verbindungsweg zwischen Pumpkammer und Ausgabekanal bildenden Ringschlitz zwischen freiem Rand des Rohrstutzens
und Lochscheibe verschließt. Bei dieser Ausgestaltung wird nach dem Erzeugen eines Unterdrucks in
der Pumpkammer die pastöse Masse aus dem Behälterinneren zunächst durch einen rings um den Umfang des kegeligen .
Ventilsitzes durch das unter der Wirkung des Unterdrucks erfolgende elastische Hochbiegen des inneren Bereichs der
Lochscheibe freigegebenen Ringschlitz in die Pumpkammer
gedrückt. Wird dann das Volumen in der Pumpkammer durch äußere Einwirkung wieder verringert, so schließt
der dadurch gebildete höhere Druck das erste Rückschlagventil, in dem der innere Bereich des Kreisrings wieder ·
nach unten zur Anlage an den kegeligen Ventilsitz gedrückt wird. Gleichzeitig wird unter dem Druck der in der
? :.~z'-/.z.r.?.er befindlichen Masse die konische Ringwand des
Verschließteils des zweiten Rückschlagventils elastisch entlang ihres gesamten Umfangs gleichmäßig nach außen gebogen,
wodurch zwischen dem unteren Rand des Rohrstutzen und der konischen Ringwand ein Ringschlitz entsteht,
durch die die Masse in einen mit dem Abgabekanal verbundenen Raum und von dort durch die Spendeöffnung nach
außen gedrückt wird.· Weger, der relativ großen Umfangslänge
des sich dabei ergebenden Ringschlitzes ist die erforderliche Ausbiegung der konischen Ringwand, um eine
ausreichend große Durchtrittsfläche für die zu spendende ου Masse zu erhalten, sehr gering. Damit ergeben sich sehr
geringe Wege zwischen Offenstellung und Schließstellung
der Verschließteile und dementsprechend geringe Deformationen. Dies wirkt sich besonders günstig auf die Lebensdauer
und die Zuverlässigkeit des erfindungsgemäßen Spende
ou ders aus.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung dr-r: vor.", tönend beschriebenen
Spenders ist dadurch gegeben, daß der radial
innerhalb der konischen Ritigwand befindliche Toil der
Lochscheibe in seiner Wandstärke bis zum Tr.nenrand hin
allmählich abnimmt. Hierdurch ergibt sich eine besondere Nachgiebigkeit des Innenwandbereichs der Lochscheibe und
damit eine besonders günstige Anschmiegung des Ir.nenrandrs
an den kegeligen Ventilsitz in Schließstellung des ersten Rückschlagventils und eine zuverlässige ausreichende Auswölbung
des Innenbereichs der Lochscheibe in Richtung auf die Pumpkammer hin in Offenstellung des ersten Rückschlagventils.
Eine alternative günstige Ausbildung des erfindungsgemäßen Spenders wird dadurch erreicht, daß das Verschließteil
des zweiten Rückschlagventils von einem konzentrisch zu der Lochscheibe auf deren der Pumpkammer zugewar.iter
Fläche angeordneten, in etwa gleichen radialen Abständen zum Innenrand und Auföenrand der Kreisrir.gscheibe
gelegener: Ringflr^henbereich gebildet ist, der
in Schließstellung am unte on Rand einer einen Abschnitt
der Pumpkammerwand bildendet;, koaxial zur Lochscheibe angeordneten Ringwand dichtend anliegt und dabei
den um den unteren Rand der Ringwand herumverlaufenden Verbindungsweg von der Pumpkammer zum Ausgabekanal verschließt.
Bei dieser Ausgestaltung ergibt sich für die einstückig verbundenen Verschließteile des ersten und
des zweiten Rückschlagventils die besonders einfache Gestalt einer einfachen flachen <· Lochscheibe mit den
daraus folgenden Vorteilen für die Herstellung und Montage, Bei dieser Ausgestaltung wölbt sich der Innenbereich der
Lochscheibe bei einem Unterdruck in der Pumpkammer, d.h. bei Offenstellung des ersten Rückschlagventils,nach
oben und gibt somit einen Ringschlitz zwischen innerem
Rand der Lochscheibe und dor Mantelfläche der, kcgo-
X1
- /ο '
liger. Ventilsitzes frei. Sobald in der Pumpkammer ein höherer Druck erzeugt wird, kommt der innere Rand der
Lochscheibe zur Anlage an der Mantelfläche des kegeligen Ventilsitzes. Der radial mittlere Bereich der
. Lochscheibe wird unter einem von oben einwirkenden
höheren Druck nach unten gewölbt, wobei sich der Außenrand der Lochscheibe auf dem Stützboden und der
Innenrand der . ■Lochscheibe auf der Mantelfläche des konischen Ventilsitzes abstützen. Durch die Nachuntenwölbung
des mittleren Bereichs der Lochscheibe entsteht ein Ringschlitz zwischen diesem als Verschließteil
des zweiten Rückschlagventils wirkenden Ringflächenbereich und dem unteren Rand der einen Teil der Pumpkammerwand
bildenden Ringwand. Durch diesen Ringschlitz kann das in der Pumpkammer befindliche pastöse Material in
einen sich nach außen anschließenden Raum strömen, der mit dem Abgabekanal verbunden ist, so daß das Material
durch iie Mündung des Abgabekanals nach außen tritt.
Der erfindungsgemäße Spender kann auch so ausgestaltet
sein, daß zusammen mit einem erfindungsgemäß gestalteten
ersten Rückschlagventil mit kegeligem Ventilsitz und
Lochscheibe als Verschließteil ein am Verbindungsweg
zwischen Pumpkammer und Ausgabekanal angeordnetes zweites Rückschlagventil, das als getrenntes Bauteil gestaltet
ist, verwendet wird. Das zweite Rückschlagventil kann beispielsweise einen Verschließteil aufweisen, der als
in den Abgabekanal einsetzbarer Einsatz mit elastisch angelenkter, den Verbindungsweg in Schließstellung ab-
ου deckender Schließklappe gestaltet ist.
Ein besonders einfacher Aufbau des erfindungsgemäßen Spenders
wird dadurch erreicht, daß der Stützboden einstückig mit dem Behälter verbunden ist, und der äußere
Bereich der ·) Lochscheibe zwischen dem Stützboden
und einem ringsumlnufenden Vorsprung des am Behälter befestigten
Kopfstückes festgeklemmt ist. Das Kopfstück kann bei einem solohon Aufbau bei.spielrJwoi.nf: mitt"!.«·, oir.-^r
Schnappverbindung mit dem Behälter verbunden, rjuir:, odor
es kann auch beispielsweise mittels ei nor riohrnubvBrtn n~
dung mit diesem verbunden sein.
Eine andere günstige Ausgestaltung des erfindungKgomäfAon
Spenders ist .dadurch gegeben, daß der Stützboden einen Bestandteil des Kopfstückes bildet und die
Lochscheibe im Kopfstück gehaltert ist. Für den Fall, daß das Kopfstück mittels einer lösbaren Verbindung, beispielsweise
einer Schraubverbindung, mit dem Behälter verbunden ist, kann der Behälter beispielsweise oben völlig
offen gestaltet sein. Solche Behälter können auf besonders einfache Weise als auswechselbare Behälter hergestellt
werden und gefüllt auch ohne Kopfstück in den Har.jel gebracht werden. Dabei kann nach der Füllung die
c'cere öffnung des Behälters beispielsweise durch Aufsiegeln
einer dünnen FoI1O, die vor dem Verbinder, des Behälters
mit dem Kopfstück abgezogen wird, abgeschlossen sein.
Ein besonders einfacher Aufbau des erfindungsgemäßen Spenders ist dadurch gegeben, daß die Pumpkammer in ihrem
oberen Bereich durch eine kuppelartig nach oben gewölbte, elastisch verformbare Kappe abgeschlossen ist. Eine der
artige Kappe kann in Massenfertigung, beispielsweise im Spritzgießverfahren aus elastomerem Material, hergestellt
und auf einfache Weise beispielsweise mittels einer Schnappverbindung an dem Kopfstück angebracht werden.
Durch Verformung der elastischen Kappe, beispielsweise mittels Fingerdruck von oben, lassen sich große Volumenänderungen
in der Pumpkammer und entsprechend große Abgabe· mengen erzielen.
Im folgenden werden Ausführuiiß.sbc ispiele der Erfindung in.
Verbindung mit der Zeichnung erläutert. Es zeiger.
Fig. 1 einen Axialschnitt durch einer, erfindungsgemäßen
Spender entsprechend einem erster. Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 einen Axialschnitt durch den oberen Bereich eines
erfindungsgemäßen Spenders gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
und
Fig. 3 einen Axialschnitt durch den oberen Bereich eines erfindungsgemäßen Spenders gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel
In Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel des Spenders im Längsschnitt dargestellt. Das Kopfstück 1 dieses Spenders
besteht aus einem im Spritzgußverfahren aus Kunststoff hergestellten Bauteil 2, das einen Ausgabekanal 3
aufweis- und aus einer Kappe 4, die aus elastisch nach-,,„
gierigem Kunststoff besteht und durch eine Schnappverbindung
mit dem Bauteil 2 verbunden ist. Das Bauteil 2 ist an seinem unteren Ende über eine Schnappverbindung mit dem
oberen Ende eines Behälters 5 verbunden. Der Behälter ist ebenfalls aus Kunststoff im Spritzgußverfahren hergebt stellt und zylindrisch gestaltet. Das untere Ende des Behälters
5 ist offen. In den Behälter ist ein Kolben 6 eingesetzt, der an der Innenwand des Behälters rings um
den Innenumfang herum dichtend mit Gleitsitz anliegt. Auch der Kolben 6 ist im Spritzgußverfahren aus Kunststoff ge-2Q
fertigt.
In dem Kopfstück 1 wird eine Pumpkammer 7 durch Wände des
Bauteils 2 und durch die Kappe l\ nach den Seiten und nach
oben hin begrenzt. Am oberen Ende des Behälters 5 ist eine Querwand einstückig angeformt, die den Stützboden 8
bildet. Im Stützboden 8 int koaxial zur Rchaltermittelachse
als Ventilsitz für ein erste:; RünknchLagvor:--
til ein sich zur Pumpkammer 7 hin verjüngenden kegelige}.".
Element 9 angeordnet, das über Tragbrücken 10 mit dem Pumpkammerboden 8 verbunden ist. Rings um das Element 9
herum sind zwischen den Tragbrücken 10 Durchgangsöffnungen vorgesehen, welche das Innere des Behälters 5 mit der Pumpkammer
4 verbinden. Als Verschließteil für das erste Rückschlagventil ist eine als Kreisringscheibe 11 ausgebildete Lochscheibe
aus hochflexiblem Kunststoff koaxial zu dem Element 9 angeordnet. Die Kreisringscheibe 11 liegt an ihrem äußeren Bereich mit ihrer
unteren Fläche auf dem ganzen Umfang auf dem Stützboden 8 auf. Am Bauteil 2 des Kopfstückes 1 ist ein ringsumlaufender, nach unten in Richtung auf der. Außenbereich
der Kreisringscheibe 11 vorragender Vorsprung 12 vorgesehen, welcher nach Befestigung des Bauteils 2 am Behälter 5 von oben her an den Außenbereich der Kreisringscheibe
angedrückt wird und diese damit in ihrer Lage festklemmt, Ir: Fig. 1 ist die Kreisringscheibe in Schließstellung der,
ersten Rückschlagventile bezeichnet. Dabei Liegt der Innenrand
der Kreisringscheibe dichtend an der konischen Mantelfläche des Elementes 9 an. Im radial inneren Bereich der
Kreisringscheibe nimmt deren Wandstärke bis zum Innenrand hin allmählich ab.
Im Bauteil 2 des Kopfstücks 1 ist eine Ringwand in Form eines nach unten vorragenden Rohrstutzens 13 vorgesehen.
Dieser Rohrstutzen 13 bildet einen Abschnitt der Wand der Pumpkammer 7· Der untere Rand des Rohrstutzens 13 endet
im Abstand über dem Stütz boden 8. Hierdurch ergibt sich eine Ringöffnung 14, die die Pumpkammer 7 mit einem
Raum 15 verbindet, der seinerseits in den Abgabekanal 3 übergeht. Zum Verschließen des Verbindungswegs 14 zwischen
Pumpkammer 7 und Abgabekanal 3 ist ein zweites Rückschlages
OJ ventil vorgesehen. Das Verschließteil des zweiten Rück-
OJ ventil vorgesehen. Das Verschließteil des zweiten Rück-
- ** flexible, nchlatfventils ist als sich konisch erweiternde/plastische
Ringwnnd 16 ausgebildet, die kory/.oiitrl.rieh zur Kroisringscheibe
angeordnet ist und die an ihrem unteren engeren Ende einstückig mit der Kreisringscheibe 11 verbunden ist.
In Schließstellung des zweiten Rückschlagventils liegt die Ringwand 16 mit ihrer Innenfläche an dem freien Rand des
Rohrstutzens 13 ringsum dichtend an und verschließt dabei den Verbindungsweg 14.
Im folgenden wird die Arbeitsweise des Spenders gemäß Fig. 1 beschrieben. Im Inneren des Behälters 5 zwischen
dem Kolben 6 und dem Stütz boden 8 befindet sich ein pastöses Material. Zum Zwecke der Abgabe einer Menge dieses
Materials wird zunächst die Verschlußkappe 17 von der Spendemündung des Abgabekanals 3 abgezogen. Die Verschließteile
sowohl des ersten Rückschlagventils als auch des zweiten Rückschlagventils befinden sich in der in
Flg..", iarsjestellter. Schließstellung. Durch Einwärtsirü
::-:r-r. cer Kappe 4, beispielsweise mittels eines Fingers,
wird das Volumen der Pumpkammer 7 verringert. Dabei entsteht
ein Überdruck, der den Innenrand der Kreisringscheibe 11 dichtend an die kegelige Fläche des Elements 9
andrückt. Gleichzeitig bewirkt der erhöhte Innendruck ein Nachaußenwölberi der konischen Ringwand 16, so daß zwischen
dieser und dem freien Ende des Rohrstutzen^ 13 eine ringförmige
Öffnung entsteht. Falls zu Beginn des Vorgangs bereits pastöses Material im Pumpraum war, wird dieses
unter der Wirkung des erhöhten Drucks durch die ringförmige Öffnung in den Raum 15 und von dort in den Ab-
gabekanal 3 gedruckt und gelangt über die Mündung des
Abgabekanals nach außen. Sobald die Kraftwirkung auf die Kappe 4 beendet wird, geht diese elastisch wieder in ihre
ursprüngliche Form zurück und das Volumen der Pumpkammer vergrößert sich wieder. Der sich hieraus entwickelnde
Unterdruck bewirkt ein Zurückfedern der Ringwand 16, so
322Λ199
β -daß diese zur Anlage am unteren Rand dey Honr..tul/.enr; T '>
kommt und somit die Pumpkammer wieder gegoriübor dnm Abgabekanal
verschließt. Gleichzeitig bewirkt act· Unterdruck
ein Nachobenwölben des innerer. Bereiches der Krei.rj~
ringscheibe 11, so daß der Innenrand derselben von der
konischen Mantelfläche des Elements 9 abhebt und einen Ringschlitz freigibt. Wegen der Druckdifferenz zwischen
dem höheren Atmosphärendruck und dem Unterdruck in der Pumpkammer wird der Kolben 6 nach oben gedrückt. Dadurch
wird pastöses Material durch den offenen Ringschlitz in die Pumpkammer 7 befördert. Sobald der Druck in der Pumpkammer
7 sich dem Atmosphärendruck angeglichen hat, geht der nach oben gewölbte innere Bereich der Kreisrir.gscheibe
11 elastisch wieder nach unten, so daß der Innenrand der Kreisringscheibe zur Anlage an der Mantelfläche
des Elements 9 kommt und das erste Rückschlagventil sich schließt. Daraufhin kann der bereits beschriebene.
Spendevorgang wieder von neuem beginnen.
Tn Fig. 2 ist der obere Bereich eines zweiten Au.sführungsbeispiels
des Spenders im ..xialschnitt dargestellt. Soweit die Teile dieses zweiten Ausführungsbeispiels mit; Teiler.
des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1 übereinstimmen, sind sie mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Von einer
nochmaligen Beschreibung dieser Teile wird abgesehen.
Der in Fig. 2 nicht dargestellte untere Teil des Behälters kann in der in Fig. 1 dargestellten Weise aufgebaut sein.
Bei dem Ausführungsbeispiel· gemäß Fig. 2 ist als Ver-30
schließteil sowohl für das erste Rückschlagventil als auch für das zweite Rückschlagventil eine einfache Kreis-
, . aus hochelastischem Kunststoffe ,,.„.·,! -.
ringscheibe To/vorgesehen, die ir. Schließstellung mit
ihrem Innenrand dichtend an der konischen Mantelfläche des Elements 9 anliegt. Der radial innere Bereich der
Kreisringscheibe bildet somit das Verschließteil des ersten
Ruckschlagventils. An der der Pumpkammer zugewandten oberen
Fläche der Kreisringscheibe 18 dient ein in radialer Richtung etwa in der Mitte zwischen dem Innenrand der Kreisringscheibe
18 und deren äußerem Bereich liegender Ringflächenbereich 19 als Verschließteil für das zweite Rückschlagventil.
In Schließstellung des zweiten Rückschlagventils liegt der Ringflächenbereich 19 der Kreisringscheibe
18 am unteren Rand einer Ringwand 20 an, die koaxial zur Kreisringscheibe angeordnet ist und am Bauteil
2' des Kopfstücks 1 angeformt ist. Die Ringwand 20 bildet einen Abschnitt der Wand der Pumpkammer 7-
Wird bei dem Spender gemäß Fig. 2 das·Volumen der Pumpkaramer
7 durch Nachuntendrücken der Kappe 4 verringert, so wird der Ir.ner.rand der Kreisringscheibe 18 dichtend an das
Element 9 angedrückt und stützt sich dort auf. Das erste Rückschlagventil ist damit geschlossen. Gleichzeitig be-
·.-.'ir kr A.~v Druc'.c ir. de.r PumDkammer ein Nachunter.wölben der
.^reicrzngaoheibe 18 in dem Bereich zwischen dem Innenrand
ur.d dem äußeren eingeklemmten Bereich der Kreisringscheibe. Dadurch entfernt sich die Ringfläche 19 von dem unteren
Rand der Ringwand 20. In der Pumpkammer befindliche pastöse Masse kann durch den entstehenden Ringschlitz in
einen die Ringwand 20 außen umgebenden Ringraum 21 und von dort in den Abgabekanal 3 gelangen. Bei einer nachfolgenden
Volumenvergrößerung bei Entlasten der Kappe 4 federt die Kreisringscheibe 18 wieder in ihre plane Stellung
zurück, so daß die Ringfläche 19 wieder dichtend zur-Anlage am unteren Rahmen der Ringwand 20 kommt und damit
das zweite Rückschlagventil geschlossen wird. Gleichzeitig wird infolge des entstehenden Unterdrucks in der
Pumpkammer 7 der innere Bereich der Kreisringscheibe 18 nach oben gewölbt, wobei sich die Kreisringscheibe am
unteren Rand der Ringwand 20 abstützt. Unter der Wirkung
^3 des Atmo.sphärendrucks wird dann pastöses Material aus dem
Innerer, des Behälters 5 durch die sich zwischen Ir.nenrand
der Kreisringscheibe und Element 9 ergebende ringförmig
Öffnung in die Pumpkammer 7 gedrückt. Sobald der Druck in
der Pumpkammer dem Atmosphärendruck angeglichen int, federt
der innere Bereich der Kreisringacheibe wieder in die Ausgangslage
zurück und verschließt das erste Rückschlagventil. Der Spendevorgang kann dann wiederholt werden.
In Fig. 3 ist der obere Bereich eines dritten Ausführungsbeispiels
des Spenders im Axialschnitt dargestellt. Soweit Teile mit Teilen der Ausführungsbeispiele gemäß den Fig.
und/oder 2 übereinstimmen, sind sie mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Von einer nochmaligen Erörterung
derartiger Teile wird abgesehen. Bei diesem Ausführungsbeispiel dient die Kreisringscheibe 18 ausschließlich als
VerschiieSteil für das erste Rückschlagventil. Am Bauteil
2' des Kopfstücks 1 sind den ringsumlaufenden Vor-SDrur.g
'2 tragende Wände angeformt, die den Pumpraum 7 :.ξ:.-. den Seiten hin begrenzen. Eine Öffnung 22 in einer
üeser Begrenzungswände . ^Htden Verbindungsweg zwischen
der Pumpkammer 7 und dem Abgabekanal 3 dar. Im Angabekanal
3 ist ein aus Kunststoff im Spritzgußverfahren hergestellter Einsatz 23 angeordnet, an dem eine über eine
schmale Scharnierbrücke eine Klappe 24 einstückig angeformt ist. In Schließstellung deckt diese Klappe 24 die
Öffnung 22 von außen her ab. Wenn in der Pumpkanmer ein
höherer Druck als der Umgebungsdruck herrscht, wird die Klappe 24 elastisch nach außen verschwenkt und gibt dann
den Verbindungsweg zwischen der Pumpkammer und dem Abgabekanal frei. Die Arbeitsweise des Ausführungsbeispiels
gemäß Fig. 3 ist den Arbeitsweisen der Spender gemäß den
Fig. 1 und 2 analog.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungs-
° beispiele beschränkt. Beispielsweise ist es möglich, den
^β -
Stützboden als einen Rentandteil des Kopfstücks auszubilden
und die Kreisringschoibe im Kopfstück zu haltern. Weiterhin
ist es beispielsweise möglich, die Verbindung zwischen Kopfstück und Behälter als lösbare Verbindung, beispielsweise
als Schraubverbindung auszubilden. Eine solche Konstruktion macht es möglich, den Behälter als Wegwerfbehälter
zu gestalten und solche Wegwerfbehälter gefüllt losgelöst vom Kopfstück zu vertreiben. Der Behälter selbst
kann dann besonders einfach gestaltet und v/irtschaftlich hergestellt werden. Vor Gebrauch kann der gefüllte Wegwerfbehälter
an seinem freien oberen Ende mit einer Folie verschlossen sein, die, bevor der Behälter mit dem Kopfstück
verbunden wird, entfernt wird.
Bei dem erfindungsgemäßen Spender ist eine Ausgestaltung des Ventilsitzes des ersten Rückschlagventils als Element
ir. Form eines rotationssymmetrischen Kegelstumpfes mit
gerader Erzeugender zwar sehr vorteilhaft, doch sind auch davon abweichende Ausgestaltungen im Rahmer: der Erfindung
möglich. Beispielsweise kann der Ventilsitz als sich nach oben verjüngender Rotationskörper mit einer Kurve als
. Erzeugender gestaltet sein. Es ist aber auch möglich, im Rahmen der Erfindung sich nach oben verjüngende Ventilsitze
zu verwenden, die nicht rotationssymmetrisch sind. Dann ist als Verschließteil anstelle einer Kreisringscheibe
eine Scheibe zu verwenden, deren Öffnung an die Umfangsform des Ventilsitzes entsprechend angepaßt ist.
Eine solche Gestalt kann beispielsweise dann angebracht sein, wenn die äußere Form des Spenders eine von der
Rotationssymmetrie abweichende Form, beispielsweise die Form eines Vierkants, aufweisen soll.
Siimtliche aus der Beschreibung und der Zeichnung hervorgehenden
Merkmale können auch in beliebiger. Kombinationen erfindungswesentlich nein.
Leerseite
Claims (1)
- GRÜNECKER, KINKELDEY. STOCKMAIR & PARTNERPATENTANWÄLTEA OFiUMF: CKhR. W »« 0« H KlNKCLDE / w> <"U DH W GTOCKMAIB 1.1 »r, D« K SCHUMANN. <>"\ >»« P H JAKOB n« ·<· Dt< G HElOLC). ;«« Wm , W MEISTCR- η«. «Λ H HILGF.RS. η*Λ. »ο DR H Mfc-VER-PLATH. ο«. .ß<X>fl MUNCHRN 22 MÄXIMlt lANSTRASSti «329. Juni 1982 PH 17 3Jt7-30/Fr15 Firma Josef Wischerath GmbH & Co. KG Fuchsweg 9 5000 Köln HO (Lövenich)20 Spender für pastöse Prodi te.25 Patentansprüche1. Spender für pastöse Produkte mit einem einen Ausgabekanal mit Spendemündung und eine diesem über einen mittels eines zweiten, nur in Richtung der Spendemündung zu30 öffnenden Rückschlagventilverschließbaren Verbindungsweg verbundene, durch äußere Beaufschlagung volumenveränderliche Pumpkammer aufweisenden Kopfstück und einen an das Kopfstück angeschlossenen Behälter, dessen vom Kopfstück abgewandtes Ende eine Öffnung hat, und in dessen Innerem35 ein dichtend an der Behälterinnenwand gleitender Kolbenvorgesehen ist, wobei dan Innere des Behälters über ein nur in Richtung der Pumpkammer zu öffnendes erstes Rückschlagventil, das in einem zwischen Pumpkarnmer und Behälterinnerem verlaufenden Stützboden angeordnet ist, mit der Pumpkammer in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet , daß das erste Rückschlagventil als Ventilsitz ein sich zur Pumpkammer (7) hin verjüngendes, kegeliges Element (9) aufweist, das über Trcg>rücken (10) mit dem Stützboden (8) verbunden ist und um welches ringsherum zwischen den Tragbrücken eine Anzahl Durchgangsöffr.ungen angeordnet ist, und weiter als Verschließteil eine Lochscheibe (11 bzw. 18) aus biegsamem Material, die koaxial zum kegeligen Element (9) angeordnet und an ihrem radial äußeren Bereich an dem Stützboden (8) gehalten ist und in Schließstellung mit ihrem Innenrand dichtend an der Mantelfläche des kegeligen Elements (9) anliegt und dann die Durchgangsöffnungen verdeckt.2. Spender nach Anspruch 1, dadurch g e kennzeichnet, daß das Verschließteil deszweiten Rückschlagventils mit der Lochscheibe(11 bzw. 18) des ersten Rückschlagventils einstückig ausgebildet ist.*** 3- Spender nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß das Verschließteil des zweiten Rückschlagventils als sich konisch erweiternde biegsame Ringwand (16) ausgebildet ist, die konzentrischzur Lochscheibe (11) angeordnet und an ihrem engeren Ende oneinstückig mit dieser verbunden ist, und die in Schließstellung mit ihrem weiteren Ende am freier. Rand eines einen Abschnitt der Stützwand bildenden, im Abstand vom Stützboden endenden , rings um dessen Umfang von außen dichtend anliegt und dabei einen den Verbindungsweg zwi-sehen Pumpkammer und Ausgabekanal bildenden Ringschlitzzwischen dem freien Rand des Rohrstutzen:·. (1"-S) und Lochscheibe (IT) verschließt.3224Ί994. Spender nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , daß der radial innerhalb der konischen Ringwand (16) befindliche Teil der Lochochelbe (11) in seiner Wandstürke bir, zum Innenrand hin allmählich abnimmt.5. Spender nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Verschließteil des zweiten Rückschlagventils von einem konzentrisch zu der Lochscheibe (18) auf deren der Pumpkammer (7) zugewandten Fläche angeordneten, in etwa gleichen radialen Abständen zum Innenrand und Außenrand des Kreisscheibe gelegenen Ringflächenbereich (19) gebildet ist, der in Schließstellung am unteren Rand einer einen Abschnitt der Ringkammerwand bildenden, koaxial zur Lochscheibe angeordneten Eir.gwar.d (20) dichtend anliegt und dabei den um den unterer. Rand cer Ringwand herum verlaufenden Verbindungsweg v:t. der Pumpkammer (7) zum Aungabekanal (3) verschließt.c. Spender nach mindeste-"-, einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützboden (8) einstückig mit dem Behälter (5) verbunden ist, und der äußere Bereich der Lochscheibe (11 bzw. 18) zwischen dem Stützboden und einem ringsumlaufenden Vorsprung (12) des am Behälter befestigten Kopfstücks (1) festgeklemmt ist.7. Spender nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5. dadurch gekennzeichnet, daß der Stützboden einen Bestandteil des Kopfstücks bildet und die Kreisringscheibe im Kopfstück gehaltert ist.8. Spender nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7,dadurch gekennzeichnet, daß die or
OJ Pumpkammer (7) in ihrem oberen Bereich durch eine kuppelartlg nach oben ftowölbte, elastisch v^rfornhnro K'>npo (Ό abgeschlossen ist.
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