DE3216110C2 - Achswickelmaschine - Google Patents
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Abstract
Eine Achswickelmaschine mit einer zwischen kraftbetätigten Wickelhebeln gelagerten Aufwickelachse, einer mit der Aufwickelachse zusammenwirkenden Andruckwalze und mit einer Tragwalze für die Aufwickelachse bzw. den Wickel. Das technische Problem der Erfindung ist eine einfache Abstützung der Aufwickelachse bzw. des Wickels, die das Herausschwenken der Aufwickelachse zum Wechsel des Wickels nicht behindert sowie das Herausziehen der Wickelwelle aus dem abgelegten Wickel. Die Tragwalze (13) stützt durch die Überlagerung der Schwenkbewegungen von Wickelhebeln (7, 7Δ) und Schwenkhebeln (12) für jeden Wickeldurchmesser den Wickel im wesentlichen von unten. Durch die Fortsetzung der Schwenkbewegungen sowohl der Wickelhebel (7, 7Δ) als auch der Tragwalze (13) über den Wickelbereich hinaus entfernen sich Tragwalze und Wickel soweit voneinander, daß der Wickel auf einer Palette oder einem Wagen abgelegt werden kann, ohne daß die Tragwalze hinderlich ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Achswickelmaschine mit einer zwischen kraftbetätigten Wickelhebeln gelagerten Aufwickelachse, einer mit der Aufwickelachse zusammenwirkenden Andruckwalze und mit einer Tragwalze für die Aufwickelachse bzw. den Wickel.
- Bei derartigen Achswickelmaschinen, die normalerweise mit einer Rollenschneidmaschine kombiniert sind, ist die Arbeitsbreite und damit auch die axiale Länge der Aufwickelachse vergleichsweise groß. Die Arbeitsbreite beträgt bis zu mehreren Metern. Damit die Wickel einen möglichst großen nutzbaren Raum haben, ist die Aufwickelachse vergleichsweise dünn, so daß die Aufwickelachse bzw. der Wickel während des Arbeitsablaufs abgestützt werden muß, um unerwünschte axiale Durchbiegungen zu verhindern.
- Zur Abstützung kennt man Tragwalzenwickler mit in vertikaler Richtung verfahrenen Schlitten für die Tragwalzen. Eine solche Anordnung erfordert einen hohen konstruktiven und mechanischen Aufwand. Vor allem die Geradführung des Schlittens ist außerordentlich aufwendig. Außerdem ist eine besondere Entnahmevorrichtung für den Wickel notwendig.
- Aufgabe der Erfindung ist eine solche Ausbildung einer Rollenschneidmaschine, daß für die Abstützung der Aufwickelachse auf einer Geradführung verzichtet werden kann und daß das Herausschwenken der Aufwickelachse zum Wickelwechsel durch die Abstützung nicht behindert wird.
- Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Tragwalze zwischen Schwenkhebeln gelagert ist, daß die Schwenkachse der Schwenkhebel gegenüber der Schwenkachse der Wickelhebel in Richtung zur Andruckwalze versetzt ist, derart daß durch Überlagerung der Kreisbahn der Aufwickelachse und der Kreisbahn der Achse der Tragwalze im Wickelbetrieb die Verbindungsgerade zwischen den Achsen der Tragwalze und der Wickelachse nahezu senkrecht verläuft.
- Die Erfindung unterscheidet sich insofern vom Stande der Technik, als ein Schwenkbogen der in Schwenkhebeln gelagerten Tragwalze mit dem Schwenkbogen, auf dem sich die Aufwickelachse bewegt, derart kombiniert werden, daß innerhalb des nutzbaren Schwenkweges die Tragwalze die Aufwickelachse bzw. den Wickel etwa senkrecht unter der Achse unterstützt. Durch die Anordnung der Schwenkachsen und Überschneidung der beiden Schwenkbogen läßt sich die Abstützbedingung erfüllen.
- Eine besonders günstige Bemessung ergibt sich dadurch, daß die Länge der Schwenkhebel etwa der Länge der Winkelhebel gleich ist und daß die Schwenkachse der Schwenkhebel gegenüber der Schwenkachse der Wickelhebel etwa um die halbe bis volle Länge eines Schwenkhebels versetzt ist.
- Zur Verbesserung des Andrucks beim Wickelvorgang ist die Anordnung so getroffen, daß die Abstützlinie der Tragwalze an dem Wickel auf der gegenüberliegenden Seite der Achse wie die Andruckwalze liegt, so daß der Wickel durch die Abstützung gegen die Andruckwalze vorgespannt wird.
- In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Schwenkhebel eine Abknickung in Richtung der Schwenkachse der Wickelhebel aufweisen. Hierdurch wird erreicht, daß die Schwenkhebel zum Wickelwechsel vollständig weggeschwenkt werden können und das Ausschwenken der Aufwickelachse nicht behindern. Infolgedessen kann die Aufwickelachse auf einer Palette abgelegt werden.
- Zur Erleichterung des Wickelwechsels sieht die Erfindung ferner vor, daß ein Wickelhebel zusammen mit der Aufwickelachse auf einem Verlängerungszapfen der Schwenkachse verschiebbar ist, damit die Aufwickelachse aus dem Wickel herausgefahren werden kann. Die Aufwickelachse kann in axialer Richtung aus dem Wickel herausgefahren werden. Hierdurch ist ein besonders schneller und einfacher Wickelwechsel möglich, ohne daß eine umständliche Handhabung der Aufwickelachse mit dem Wickel erforderlich wäre.
- Für enge räumliche Verhältnisse sieht die Erfindung eine Abwandlung der Fertigwickel- oder Fertigrollenentnahme derart vor, daß ein Wickelhebel von dem anderen Wickelhebel abkuppelbar und unabhängig schwenkbar ist und daß der Wickel in axialer Richtung von der Aufwickelachse abziehbar ist. Nach Ablegen des Wickels auf einem Palettenwagen wird also einer der Wickelhebel von der Wickelwelle gelöst und hochgeschwenkt. Der Palettenwagen kann mit dem Wickel axial zur Aufwickelachse abgefahren werden. Die Aufwickelachse bleibt für eine Neubestückung fliegend gelagert in dem jeweils anderen Wickelhebel.
- Eine Ausführungsform der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert, in denen darstellt
- Fig. 1 eine Seitenansicht einer Achswickelmaschine nach der Erfindung,
- Fig. 2 eine Draufsicht zu Fig. 1 und
- Fig. 3 eine schematische Darstellung verschiedener Abstützstellungen des Wickels.
- Fig. 1 zeigt eine mit einer Rollenschneidmaschine kombinierte Achswickelmaschine. Es sind hier nur die wesentlichen Bauelemente der Maschine dargestellt. Zwischen Schildplatten 1 sind Umlenkwalzen 2 und 3 sowie eine pendelnd angeordnete und durch einen Pneumatikzylinder 5 vorgespannte Andruckwalze 4 gelagert. Die Umlenkwalzen 2 und 3 gehören zu der im einzelnen nicht dargestellten Längsschneidvorrichtung. Auf einer Schwenkachse 6 sind Wickelhebel 7, 7&min; gelagert, die eine Aufwickelachse 8 mit einem entsprechenden Wickelantrieb aufnehmen. Die Wickelhebel 7 sind mit Stellhebeln 9 gekoppelt, zu deren Betätigung Hydraulikzylinder 10 vorgesehen sind.
- Auf einer Schwenkachse 11 sind Schwenkhebel 12 gelagert, die eine Tragwalze 13 aufnehmen. An einem Ansatz 14 jedes Schwenkhebels greift ein Pneumatikzylinder 15 zur Verstellung der Schwenkhebel 12 an. Die Länge der Schwenkhebel 12 entspricht etwa der Länge der Wickelhebel 7. Die Schwenkhebel 12 haben eine Abknickung 16 gegen die Schwenkachse 6 hin. Die Schwenkachse 11 ist etwas tiefer als die Schwenkachse 6 gelegt. Außerdem ist die Schwenkachse 11 etwa um die Hälfte bis zur vollen Länge eines Schwenkhebels nach rechts, bezogen auf Fig. 1, also in Richtung zur Andruckwalze 4 gegenüber der Schwenkachse 6 versetzt. Im einzelnen macht diese Versetzung Zweidrittel bis Dreiviertel der Länge eines Schwenkhebels aus. Die Schwenkachse 6 liegt etwa senkrecht unter der Mitte des nutzbaren Schwenkbogens der Aufwickelachse 8.
- Fig. 2 zeigt einen Verlängerungszapfen 17 der Schwenkachse 6.
- Auf diesem Verlängerungszapfen 17 ist der Wickelhebel 7&min; mittels eines Hydraulikzylinders 19 in axialer Richtung verschiebbar, so daß er aus der in ausgezogenen Linien eingezeichneten Arbeitsstellung nach Verschwenken in die Ablagestellung in die in strichpunktierten Linien eingezeichnete Stellung verfahren werden kann. Fig. 1 zeigt eine gegebenenfalls verfahrbare Palette 18 zum Ablegen eines vollen Wickels.
- Eine abgewandelte, nicht dargestellte Ausführungsform der Erfindung sieht eine Abkopplung der Wickelhebel voneinander vor, damit nach dem Ablegen des Wickels ein Wickelhebel zurückgeschwenkt werden kann. Der auf einem Wagen abgelegte Wickel kann dann axial weggefahren werden.
- Fig. 3 zeigt schematisch mehrere Stellungen im Arbeitsablauf der Achswickelmaschine. Man erkennt die Andruckwalze 4 sowie die Aufwickelachse 8 in verschiedenen Stellungen während des Wickelvorgangs. Ferner ist die Schwenkachse 6 der nicht dargestellten Wickelhebel 7, 7&min; und die Schwenkachse 11 der ebenfalls nichtdargestellten Schwenkhebel 12 für die Tragwalze 13 dargestellt. Aufgrund der beschriebenen geometrischen Anordnung unterstützt die Tragwalze 13 die Aufwickelachse 8 bzw. den Wickel so, daß die Stützlinie auf der entgegengesetzten Seite der Achse wie die Andruckwalze 4 vorliegt. Im Verlaufe der Aufwicklung steigt der Wickeldurchmesser an. Entsprechend wird die Aufwickelachse 8 durch die Hydraulikzylinder 10 von der Andruckwalze 4 abgefahren. In Fig. 3 sind insgesamt fünf Arbeitsstellungen während des Wickelvorgangs dargestellt. Entsprechend der Zunahme des Wickeldurchmessers und der Verschwenkung der Wickelhebel 7, 7&min; werden die Schwenkhebel 12 abgesenkt, so daß sich die Tragwalze 13 auf einem Kreisbogen 20 bewegt. Fig. 3 läßt erkennen, daß die Abstützlinie immer im wesentlichen unterhalb der Achse des Wickels liegt. Die Abstützlinie liegt jedoch auf der entgegengesetzten Seite wie die Andruckwalze 4, so daß der Wickel immer mit einer Kraftkomponente an der Andruckwalze 4 anliegt. Es ist also gewährleistet, daß durch Verschwenkung der Schwenkhebel 12 die Tragwalze 13 die Wickelachse bzw. den Wickel immer im wesentlichen senkrecht unter der Achse abstützt, so daß axiale Durchbiegungen ausgeschaltet sind.
- Zum Wickelwechsel werden die Schwenkhebel 12 in die in strichpunktierten Linien eingezeichnete Stellung 12&min; abgeschwenkt. Infolge der Abknickung 16 ist eine weitgehende Abschwenkung möglich, so daß die Tragwalze 13 unter die Schwenkachse 6 eintaucht. Die Wickelhebel 7, 7&min; können jetzt ganz in die Ablagestellung 7&min;&min; herausgeschwenkt werden. Der Wickel 21 wird auf der Palette 18 abgelegt. Nunmehr wird mittels des Hydraulikzylinders 19 der Wickelhebel 7&min; zusammen mit der Aufwickelachse 8 auf dem Verlängerungszapfen 17 verfahren, so daß die Aufwickelachse 8 aus dem Wickelkern herausgezogen wird. Der Wickel 21 kann dann auf der Palette 18 weggefahren werden. Ein leerer Wickelkern wird auf die Aufwickelachse 8 aufgesteckt und der Wickelhebel 7&min; wird in die Arbeitsstellung zurückverfahren. Es kann dann ein neuer Wickel gewickelt werden.
- Unter beengten räumlichen Verhältnissen sind die Wickelhebel 7, 7&min; derart voneinander abkuppelbar, daß nach dem Ablegen des Wickels ein Wickelhebel hochgeschwenkt werden kann. Die Aufwickelachse 2 bleibt an dem jeweils anderen Wickelhebel. Der Wickel kann auf einem Palettenwagen in axialer Richtung herausgefahren werden. Die Aufwickelachse wird mit einem neuen Wickelkern bestückt. Danach werden die Wickelhebel 7, 7&min; wieder miteinander gekuppelt.
Claims (9)
1. Achswickelmaschine mit einer zwischen kraftbetätigten, schwenkbar angeordneten Wickelhebeln gelagerten, auf einer Kreisbahn verschwenkbaren Aufwickelachse, einer mit der Aufwickelachse zusammenwirkenden Andruckwalze und mit einer Tragwalze für die Aufwickelachse bzw. den Wickel, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragwalze (13) zwischen Schwenkhebeln (12) gelagert ist, daß die Schwenkachse (11) der Schwenkhebel (12) gegenüber der Schwenkachse (6) der Wickelhebel (7, 7&min;) in Richtung zur Andruckwalze (4) versetzt ist, derart daß durch Überlagerung der Kreisbahn der Aufwickelachse und der Kreisbahn (20) der Achse der Tragwalze im Betrieb die Verbindungsgerade zwischen den Achsen der Tragwalze (13) und der Wickelachse (8) nahezu senkrecht verläuft.
2. Achswickelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Schwenkhebel (12) etwa der Länge der Wickelhebel (7, 7&min;) gleich ist und daß die Schwenkachse (6) der Schwenkhebel (12) gegenüber der Schwenkachse der Wickelhebel (7, 7&min;) etwa um die halbe bis volle Länge eines Schwenkhebels (12) versetzt ist.
3. Achswickelmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Versetzung des Schwenkhebels (12) gegenüber der Schwenkachse (6) der Wickelhebel (7, 7&min;) Zweidrittel bis Dreiviertel der Länge eines Schwenkhebels (12) ausmacht.
4. Achswickelmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (6) der Schwenkhebel (12) etwa in gleicher Höhe oder etwas tiefer als die Schwenkachse der Aufwickelachse (8) angeordnet ist.
5. Achswickelmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützlinie der Tragwalze (13) an dem Wickel im wesentlichen unter der Wickelachse (8) oder geringfügig auf der gegenüberliegenden Seite der Wickelachse wie die Andruckwalze (4) liegt.
6. Achswickelmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkhebel (12) mit einer pneumatischen Betätigungsvorrichtung (15) gekoppelt sind.
7. Achswickelmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkhebel (12) eine Abknickung (16) in Richtung der Schwenkachse (6) der Wickelhebel (7, 7&min;) aufweisen.
8. Achswickelmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Wickelhebel (7&min;) zusammen mit der Aufwickelachse (8) auf einem Verlängerungszapfen (17) der Schwenkachse (6) verschiebbar ist.
9. Achswickelmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Wickelhebel (7) von dem anderen Wickelhebel (7&min;) abkuppelbar und unabhängig schwenkbar ist und daß der Wickel in axialer Richtung von der Aufwickelachse (8) abziehbar ist.
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