DE3211038A1 - Spleissverfahren fuer gesponnene faeden - Google Patents
Spleissverfahren fuer gesponnene faedenInfo
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Description
Spleißverfahren für gesponnene Fäden
Die Erfindung betrifft ein Spleißverfahren für gesponnene Fäden gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei einem bekannten Spleißverfahren der gattungsgemäßen Art werden die
beiden miteinander zu verspleißenden Fadenenden einmal rückgedreht und sodann überlappt, worauf das überlappte Teil der Fadenenden der Wirkung
eines Druckmittelfluids unterworfen wird, so daß dadurch diese Fadenendteile
zusammengemengt bzw. -gemischt und die Fasern der beiden Fadenenden miteinander verwunden werden, was insgesamt den Spleißvorgang
bewirkt.
Von der AnmeJderin wurde auch bereits schon ein Sploißvörfahren vorgeschlagen,
bei dem zum Zweck der Durchführung des beschriebenen Spleißvorganges in einer entsprechenden Spleißvorrichtung die Fäden des überlappten
Teils zum Erzeugen eines zum Spleißen geeigneten Zustandes rückgedreht werden, um eine innige Verbindung der Fasern des überlappten
Teils der beiden Fadenenden zu begünstigen und eine schöne Spleißverbindung von vorbestimmter Länge zu erhalten. Im einzelnen wird hierbei
gemäß diesem Verfahren jedes Fadenende an einer Stelle, die einen bestimmten Abstand zum freien Teil des Fadenendes aufweist, festgeklemmt
bzw. angedrückt, worauf dann die beiden Fadenenden in beidseits des Fadenspleißkanals
angeordnete Haltedüsen (Saugdüsen) eingesaugt und durch Luftströme, die sich in den Haltedüsen in einer die Fadenenden rückdrehenden
Richtung drehen, rüekgedreht werden, um die lasern der freien . Teile der Fadenenden zu lösen und voneinander zu trennen; die in den Haltedüsen
befindlichen Fadenenden werden sodann durch einen Fadenfanghebel, der über eine bestimmte Strecke schwenkbar ist, herausgenommen
und in den Spleißkanal eingeführt.
Bei diesem Verfahren werden Teile der Fasern, die in der Haltedüse
freigelegt bzw. entwirrt werden, vom Faserbündel abgetrennt und in die Haltedüse eingesaugt, weshalb sich die Länge des entwirrten Fadenendes,
das in der Haltedüse belassen wurde, je nach der Faserlänge des Fadens unterscheidet. Dies bedeutet im einzelnen, daß dann, wenn ein Faden eine
große Faserlänge aufweist, die Länge des in der Haltedüse belassenen Fadenendes vergrößert ist, während bei einem Faden mit kurzer Faserlänge die meisten Fasern abgelöst werden und die Länge des in der Haltedüse
belassenen Fadenendes verringert wird. Wenn demgemäß die Fadenenden in derselben Menge bzw. im selben Ausmaß aus der Haltedüse entnommen
werden, obwohl sich die Länge des rückgedrehten und entwirrten Teils in den Fadenenden jeweils unterscheidet, weist das überlappte Teil
bei den jeweiligen Fadenenden eine unterschiedliche Länge auf. Wenn die Länge des überlappten Teils zu groß ist, wird die Wirkung des im Spleißkanal
herrschenden Wirbelstroms nicht gleichzeitig auch auf das freie Teil des Fadenendes ausgeübt, was zur Folge hat, daß an den beiden Enden
der sich ergebenden Spleißverbindung hömerförmige Vorsprünge verbleiben. Diese werden dann bei einem nachfolgenden Web- oder Strickvorgang
durch eine Stricknadel aufgefangen und gebrochen, was aber die Qualität .
des hergestellten Textilstückes vermindert. Wenn demgegenüber die Länge des überlappten Teils zu kurz ist, erfolgt lediglich im freien Teil des
Fadenendes ein entsprechender Verflechtungs- bzw. Verbindungsvorgang, so daß an dieser Stelle die Festigkeit der SpIe iß verbindung entscheidend
geschwächt ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das Spleiß verfahren der
gattungsgemäßen Art derart auszugestalten, daß der Vorgang des Rückdrehens
der beiden Fadenenden in geeigneter, zuverlässiger und ausreichender Weise durchgeführt und damit die Bindungsfestigkeit der gebildeten
SpIe iß verbindung gesteigert werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen angegeben.
Wenn bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die beiden Fadenenden durch
den Fadeneinfanghebel in den Spleißkanal der Spleißvorrichtung eingeführt
und durch die Fadenschneidvorrichtung durchschnitten worden sind, wird der Fadenfanghebel, der die beiden Fadenenden angedrückt hat, einmal
von den Fadenenden getrennt, worauf dann die Fadenenden in die Haltedüsen eingeführt und rückgedreht werden. Es werden daher die Fadenenden
ausreichend tief in die Haltedüsen hineingezogen,und es kann der zum Spleißen geeignete Rückdreh Vorgang in äußerst angemessener und passender
Weise durchgeführt werden, was zur Folge hat, daß die Bindungsfestigkeit der Verbindung gesteigert ist und solche unerwünschten Nachteile und Störungen,
wie beispielsweise ein Ausdünnen der Verbindung oder eine Beeinträchtigung des Aussehens der Verbindung, wirksam verhindert sind.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert.
Diese zeigt in:
Fig. 1 schematisch in Seitenansicht eine mit einer Spleißvorrichtung
versehene automatische Wickelmaschine;
Fig. 2 - 6 den Gesamtaufbau der Spleißvorrichtung in Seitenansicht
bzw. in Draufsicht;
Fig. 7 ein Fadenspleißorgan in Draufsicht,
Fig. 8 in Seitenansicht und
Fig. 9 im Schnitt;
Fig. 10 und 11 Darstellungen zur Erläuterung des Spleißvorgangs;
Fig. 12 perspektivisch einen Fadengreifhebel und einen An
schlag;
Fig. 13 im Detail eine Fadenandrückplatte in Draufsicht und
Fig. 14 in Seitenansicht;
Fig. 15 - 18 jeweils im Schnitt die gesamte Ausbildung bzw. ein Detail einer Fadenendehaltedüse;
Fig. 19 eine Darstellung zur Erläuterung der Drehrichtung im
Faden sowie
Fig. 20 - 23 Darstellungen zur Erläuterung des Spleißvorgangs in
der Fadenspleißvorrichtung.
Bei der schematisch aus Fig. 1 ersichtlichen, mit der Fadenspleißvorrichtung
versehenen automatischen Wickelmaschine verlaufen eine Achse oder ein Rohr 2 und ein Saugrohr 3 zwischen zwei benachbarten Seitenrahmen
1, wobei auf der Achse 2 eine Wickeleinrichtung 4 schwenkbar gelagert ist. Während des Betriebs der automatischen Wickelmaschine
ist die Wickeleinrichtung 4 auch auf dem Saugrohr 3 aufgesetzt und in dieser Lage in entsprechender Weise befestigt. Das Saugrohr 3 ist mit
einem nicht dargestellten Gebläse verbunden, so daß im Saugrohr 3 stets eine Saugströmung wirkt.
In der Wickeleinrichtung 4 erfolgt das Umwickeln eines Fadens Y von
einer Ablaufspule B auf eine Auflaufspule P folgendermaßen: Der Faden Y wird von der auf einer Spulenhalterung 5 befindlichen Ablaufspule P
durch einen Fadenführer 6 hindurch abgezogen, wobei dem Faden Y durch einen Fadenspanner 7 eine entsprechende Spannung erteilt wird.
Der Faden Y wird sodann durch eine Detektoreinrichtung 8 geleitet, die Unregelmäßigkeiten im Faden Y, beispielsweise Verdickungen usw.,
erfaßt, den Faden Y durchtrennt und den Fadenlauf überwacht, worauf der Faden dann auf der durch eine Wickeltrommel 9 gedrehten Auflaufspule
P aufgewickelt wird.
Wenn die Detektoreinrichtung 8 das Auftreten einer Unregelmäßigkeit
im Faden erfaßt, wird eine in der Nähe der Detektoreinrichtung 8 angeordnete Schneideinrichtung betätigt, so daß der Faden Y durchgeschnitten
wird, worauf dann der UmwickelVorgang abgestoppt wird. Gleichzeitig
werden ein erster Fadenleitsaugarm 10, der den ablaufspulenseitigen Faden YB in eine außerhalb des normalen Fadenlaufweges Yl
liegende Spleißvorrichtung 12 leitet, sowie ein zweiter Fadenleitsaugarm 11 betätigt, der den auflaufspulenseitigen Faden YP zur Spleißvorrichtung
12 führt. Wenn der Spleißvorgang in der Spleißvorrichtung 12 beendet ist, wird der Umwickelvorgang erneut gestartet. Die beiden
Fadenleitsaugarme 10, 11 sind an das Saugrohr 3 angeschlossen, so daß in ihnen durch den Saugluftstrom eine Vakuumwirkung erzeugt wird. Da
in der Spleißvorrichtung 12 als Fluid beispielsweise Druckluft zur Anwendung gelangt, ist als Verbindung zwischen einem weiteren Rohr 13
und einem Spleißgehäuse 15 eine Leitung 14 vorgesehen, die das Druckmittelfluid
vom Rohr 13 zur Spleißvorrichtung 12 führt.
Wie anhand des im einzelnen in Figur 2 und 3 dargestellten Gesamtaufbaus
der Spleißvorrichtung 12 ersichtlich, läuft während des normalen Umwickelbetriebes der von der Ablaufspule B abgezogene Faden Y durch
die Detektoreinrichtung 8, einen stationären Fadenführer 16, der an dem einen Ende der Detektoreinrichtung 8 angeordnet ist,und durch
schwenkbare Fadenführer 17, 18, die beidseits der Detekto rein richtung
8 vorgesehen sind, worauf dann der Faden Y oberhalb der Spleißvorrichtung
12 zur Auflaufspule P verläuft, auf die er aufgewickelt wird.
Die Spleißvorrichtung 12 umfaßt als Grundelemente ein Fadenspleißorgan
101, eine Fadenandrückeinrichtung 102, Fadenendehaltedüsen 103, 104, eine Fadengreif einrichtung 105, Fadenschneideinrichtungen 106, 107
und Fadenklemmeinrichtungen 108, 109. Die beiden Saugarme 10, 11 sind oberhalb der Spleißvorrichtung 12 derart verschwenkbar, daß die an ihren
freien Enden befindlichen Säugöffnungen einander überkreuzen, wobei die
beiden Saugarme 10, 11 die ablaufspulenseitigen bzw. auflaufspulenseitigen Fadenenden YB, YP ansaugen, sich sodann von der Spleißvorrichtung
12 weg nach außen bewegen und dort anhalten.
Die beiden Saugarme 10, 11 werden nicht gleichzeitig, sondern in einem
bestimmten zeitlichen Abstand voneinander betätigt. Hierbei wird im einzelnen der mit der Auflau fspule P verbundene Fäden YP durch den Saugarm
11 zur Außenseite der Spleißvorrichtung 12 verschwenkt, wobei weitgehend gleichzeitig mit dem Anhalten des Saugarms 11 ein Schwenkhebel
20 der auflaufspulenseitigen Klemmeinrichtung 109 durch einen nicht dargestellten
Steuernocken im Uhrzeigergegensinn gemäß Fig. 4 in eine dort strichpunktiert dargestellte Stellung 20-1 verschwenkt wird, und zwar so
lange, bis der Schwenkhebel 20 an einen in vorbestimmter Stellung befestigten Stützblock 21 anschlägt, worauf dann der Schwenkhebel 20 abgestoppt
wird. Hierbei wird der von einem Haken 20 a des Schwenkhebels 20
erfaßte Faden Y mitgenommen und in eine Stellung gebracht, in welcher
der Faden Y zwischen dem Stützblock 21 und dem Schwenkhebel 20 festgehalten wird.
Während der Schwenkhebel 20 betätigt wird, wird der an dem stationären
Fadenführer 16 sowie an den schwenkbaren Fadenführern 17, 18 angeordnete Faden Y entlang geneigter Flächen bzw. Kanten 16a, 17a, 18a der
Fadenführer 16, 17, 18 in eine Führungsnut 19 eingeführt, wobei die
in derselben Lage bzw. an derselben Stelle wie die Führungsnut 19 angeordnete
Detektoreinrichtung 8 die Abwesenheit oder Anwesenheit des Fadens Y überprüft oder das fälschliche Ansaugen zweier oder mehrerer
Fäden mittels des Saugarms 11 erfaßt. Nach entsprechend erfolgter Bestätigung der Anwesenheit des Fadens Y werden die schwenkbaren Fadenführer
17, 18 mittels eines nicht dargestellten Steuernockens im Uhrzeigergegensinn gemäß Figur 5 um eine Lagerwelle 22 verschwenkt. Das
Fadenende YP wird von der Detektoreinrichtung 8 getrennt und in Ausweichnuten
17b, 18b der schwenkbaren Fadenführer 17, 18 eingeführt.
Weitgehend gleichzeitig mit der Schwenkbewegung der schwenkbaren Fadenführer
17, 18 wird das von der Ablaufspule B kommende Fadenende YB vom Saugarm 10 angesaugt, worauf der Saugarm 10 in der zur Schwenkrichtung
des Saugarms Ii entgegengesetzten Richtung verschwenkt, zur
Außenseite der Spleißvorrichtung 12 bewegt und dort angehalten wird. Weitgehend gleichzeitig mit dem Anhalten der Schwenkbewegung des Saugarms
10 wird eine Halteplatte 23a der Fadenklemmeinrichtung 108 mittels eines
nicht dargestellten Steuernockens entlang einer Führungsplatte 24 in derselben Richtung wie die Schwenkrichtung des Schwenkhebels 20 verschwenkt,
und zwar in einem Zustand, in dem der Faden hieran anhängt, worauf dann die Halteplatte 23a an einem an vorbestimmter Stelle befestigten Stützblock
23b anschlägt, wodurch der Faden Y zwischen der Halteplatte 23a und dem Stützblock 23b festgehalten wird. Zu diesem Zeitpunkt wird der Faden
YB, wie aus Figur 5 ersichtlich, durch die Schwenkbewegung der Fadenführer
17, 18 von Haken 17c, 18c ergriffen, die in der Nähe der freienden der schwenkbaren Fadenführer 17, 18 gebildet sind; die Überprüfung
dieses Fadens inder Detektoreinrichtung 8 wird dann nach Beendigund des Spleißvorgangs durchgeführt.
Das Fadenspleißorgan 101 ist etwa in der Mitte der Spleißvorrichtung 12
angeordnet und weist zu seinen beiden Seiten Fadenleitstifte 25, 26, die
I I ν«/
Fadenandrückeinrichtung 102, die Haltedüsen 103, 104 und Fadenleiter
27, 28 auf. Weiterhin sind hintereinander die Fadenschneideinrichtungen 106, 107 sowie Führungsgabeln 29, 30 angeordnet. Im Seitenteil
des Spleißorgans 101 ist die Fadengreifeinrichtung 105 angeordnet, die eine Lagerwelle 31 sowie zwei um diese Lagerwelle 31 schwenkbare
Fadenfanghebel 32, 33 aufweist. Nachdem von der Detektoreinrichtung das Vorhandensein einer Dickstelle oder einer anderen Unregelmäßigkeit
im Faden Y erfaßt worden ist, wird eine nicht dargestellte Fadenschneideinrichtung
betätigt, die den Faden Y durchtrennt, worauf dann die Saugarme 10, 11 betätigt werden, so daß die Fadenenden YP, YB zur Außenseite
der Spleißvorrichtung 12 geführt werden, wobei die Fadengreifeinrichtung 105 die Fadenenden YP, YB zur Spleißvorrichtung 12 führt.
Der Schwenkbereich der Fadengreif einrichtung 105 ist derart eingestellt, daß diese zum Stillstand kommt, wenn sie an einen Anschlag 34 mit etwar
V-förmigem Querschnitt anschlägt, wobei dieser Anschlag 34 zwischen
der Führungsgabel 29 und der Fadenklemmeinrichtung 108 angeordnet ist. Demgemäß kann der Schwenkbereich der Fadengreifeinrichtung 105 durch entsprechendes Verstellen der Lage des Anschlages 34
verändert werden.
Wie aus Fig. 6 bis 9 ersichtlich, ist das etwa in der Mitte der Spleißvorrichtung
12 angeordnete Fadenspleißorgan 101 mittels einer Schraube 36 an einem Bügel 35 befestigt und weist weitgehend in seiner Mitte
einen zylindrischen Fadenspleißkanal 37 auf, in den tangential, sich über die gesamte Kanallänge erstreckend, ein Schlitz 38 zum von außen
erfolgenden Einführen des Fadens Y einmündet. Weiterhin mündet tangential in den Fadenspleißkanal 37 eine Einstrahldüse 39 ein.
An beiden Seiten des Spleißorgans lOl ist unter Zwischenschaltung von
Abstandsstücken 40, 41 jeweils eine Fadenballonsteuerplatte 42, 43 angeschraubt, wobei die Steuerplatte 42 etwa die Hälfte der Querschnittsfläche
des Fa.denspleißkanals 37 abdeckt.
Die Steuerplatte 42 weist die Wirkung dahingehend auf, daß sie einen
Fadenballon steuert, der bei der Durchführung des Spleißvorgangs durch die Wirkung eines aus der Einstrahldüse 39 ausgestrahlten Druckmittelfluids,
beispielsweise Druckluft, gebildet ist. Wenn das Druckmittelfluid auf die Wände der Steuerplatten 42, 43 auftrifft, wird die Menge des in
Richtung des Schlitzes 38 strömenden Fluids vergrößert, so daß der Faden Y herausgeschleudert wird. Um dieses unerwünschte Phänomen zu
verhindern, sind die Abstandsstücke 40, 41 vorgesehen. Diese sind im einzelnen derart angeordnet, daß sie zwischen den Stirnflächen 44, 45
des Spleißorgans 101 und den Seitenflächen der Steuerplatten 42, 43 freie Räume bilden, wodurch die Menge des aus dem Schlitz 38 herausströmenden
Fluids gesteuert wird. Dieses Druckmittelfluid wird im übrigen der Einstrahldüse 39 über die Leitung 14 zugeführt.
Die Bildung einer Fadenspleißverbindung ist in den Fig. 10, 11 dargestellt.
Die miteinander zu verspleißenden, von der Ablaufspule B und der Auflaufspule P kommenden Fadenenden YB bzw. YP, werden durch den Schlitz
38 in den Fadenspleißkanal 37 eingeführt und in eine Lage verbracht, in der sie, etwa der Einmündungsstelle des Schlitzes 38 gegenüberliegend,
die Innenumfangsfläche 37a des Spleißkanals 37 berühren. Wenn dann
Druckmittelfluid in Richtung der Pfeile V in den Fadenspleißkanal 37 eingestrahlt
wird, strömt es entlang der Innenumfangsfläche 37a des Fadenspleißkanals 37, wobei es dann, wenn es etwa über die Hälfte des Umfangs
des Spleißkanals 37 geströmt ist, die beiden Fadenenden YBl, YPl erfaßt und daraufhin mit seiner kreisförmigen Strömungsbewegung fortfährt.
Wenn das Druckmittelfluid den Fadenspleißkanal 37 im wesentlichen einmal
umströmt hat, trifft das in Richtung F^ strömende, kreisende Fluid
auf das in Richtung F0 aus der Einstrahldüse 39 eingestrahlte Fluid, wodurch
sich in Richtung F eine gemeinsame Strömung aus der kreisenden Strömung F^ und der eingestrahlten Strömung F, bildet.
10332 - Le
Zu diesem Zeitpunkt bewegen sich die miteinander zu verspleißenden Fadenenden
YBl und YPl entlang der Bahn Q des Fluids. Wenn die beiden Fadenenden YBl und YPl an der Stelle ankommen, an der sich das kreisende
Fluid Fj mit dem eingestrahlten Fluid F« vereinigt, schlägt das
Fadenende YBl zuerst am Innenumfang 37b des Spleißkanals 37 an, und zwar geringfügig innerhalb der Einmündungsstelle des Schlitzes 38, worauf
dann das Fadenende YPl auf das Fadenende YBl auftrifft. An dieser Stelle werden dann die beiden Fadenenden YBl, YPl miteinander verschlungen,
verflochten und innig miteinander vereinigt. Dieser Vorgang des ineinander Verschlingens und Verbindens der beiden Fadenenden sollte im
Anfangsstadium der Drehbewegung der Fadenenden erfolgen. Der Grund
hierfür ist darin zu sehen, daß dann, wenn das durch Verbinden der Fadenenden YBl, YPl gebildete Fadenende Yl gedreht wird, diesem Fadenende
Yl Drehungen erteilt werden, wobei an beiden Enden dieses verdrehten Teils Verschlingungen entstehen und demgemäß die Vereinigung der Fadenenden
YBl, YPl erschwert wird, nachdem diese Fadenenden eine zeitlang herumgewirbelt und gedreht worden sind.
Bevor im einzelnen die miteinander zu verspleißenden Fadenenden YBl,
YPl in den Fadenspleißkanal 37 eingeführt werden, werden sie durch die Haltedüsen 103, 104 rückgedreht, wie aus Fig. Ha ersichtlich, wobei
sämtliche Fasern im wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet werden. Dann werden die beiden Fadenenden YPl, YBl, wie aus Fig. 11b
ersichtlich, an der Stelle miteinander verbunden, an dem sich die drehende Fluidströmung F* mit der aus der Einstrahldüse 39 eingestrahlten
Fluidströmung F2 vereinigt. Danach werden die Fasern der beiden Fadenenden
durch die Wirkung der sich drehenden Fluidströmung fest miteinander verschlungen, wobei der Fadenstrecke zwischen den beiden verschlungenen
Teilen fl, f2 Drehungen f3 erteilt werden, wie aus Fig. lic
ersichtlich.
Wenn das eingestrahlte Fluid V auf die Fadenenden YPl, YBl auftrifft,
♦ * f, O C * O * *
wie aus Fig. lld ersichtlich, wird ein Fadenballon M gebildet, wobei
dann, wenn sich die Drehzahl dieses Fadenballons M vergrößert, die jeweiligen Fasern in der Nähe des Ballonknotenpunkts N rückgedreht sowie
entschlungen werden, so daß an diesem Fadenteil leicht ein Fadenbruch auftreten kann. Demgemäß wird die Drehzahl des Fadenballons M
mittels der Ballonsteuerplatten 42, 43 auf ein Niveau eingestellt, das sich zur Durchführung des Spleißvorgangs eignet.
Wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich, wirkt die beidseits des Spleißorgans 101
angeordnete Fadenandrückeinrichtung 102 beim Splcißvorgäng mit der
Schwenkbewegung der Fadengreif einrichtung 105 derart zusammen, daß
die Fadenenden YPl, YBl, die durch die Haltedüsen 103, 104 rückgodrehl
wurden, herausgezogen und in den Fadenspleißkanal 37 eingebracht werden, wobei gleichzeitig die Andrückeinrichtung 102 die jeweilige Lage der
beiden Fäden YP, YB steuert. In der Fadenandrückeinrichtung 102 ist
eine Andrückplatte 48 an einem Schwenkhebel 47 angeschraubt, der um
eine in vorbestimmter Lage angeordnete Lagerwelle 46 schwenkbar ist. Wenn dann eine Stange 49 mittels eines nicht dargestellten Steuernockens
betätigt wird, wird die Andrückplatte 48 in der aus Fig. 5 ersichtlichen Weise verschwenkt.
Die Lagebeziehung zwischen der Fadengreif einrichtung 105 und dem Anschlag
34 ist in Fig. 12 dargestellt. Hierbei ist um eine Schwenkstelle 34b ein Hilfsanschlag 34a drehbar angeordnet, dessen Unterseite in Verschiebeeingriff
mit kleinen, an der Führungsplatte 24 vorgesehenen Vorsprüngen gebracht werden kann, so daß die Lage eines Anschlagzapfens 34c
nach Wunsch innerhalb eines bestimmten Bereichs geändert werden kann. Die Halteplatte 23a der Fadenklemmeinrichtung 108 schlägt an den Stützblock
23b an, um den Faden Y festzuhalten, worauf dann die Fadengreifeinrichtung 105 verschwenkt und stillgesetzt wird, wenn der Fanghebel
an den Anschlag 34 anschlägt. Die Fadengreif einrichtung 105 wird einmal beim Sehne id Vorgang zurückgezogen, und sie wird beim Spleißvor-
gang erneut verschwenkt, um die Fäden YP, YB aus den Haltedüsen 103,
104 herauszunehmen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Anschlag 34 unter der Wirkung von Nocken in der zurückgezogenen Lage angeordnet, und
es wird der Fanghebel 32 stillgesetzt, wenn er an den Anschlagzapfen 34c des Hilfsanschlages 34a anschlägt, wobei dessen Lage zuvor eingestellt
wurde. Indem nämlich die Lage des Hilfsanschlages 34a entsprechend eingestellt wird, läßt sich auch die Länge des überlappten Teils der Fadenenden
YPl, YBl im Spleißkanal 37 des Fadenspleißorgans 101 ändern, so daß die Spleißlänge insgesamt frei eingestellt werden kann.
Dem einzelnen aus Fig. 13 und 14 ersichtliche Fadenandrückplatte 48
weist zwei im Abstand voneinander angeordnete, gabelförmig herausragende, parallele Schenkel 48a, 48b auf, die eine etwas unterschiedliche
Form besitzen. Wenn die Andrückplatte 48 verschwenkt wird und der eine Plattenschenkel 48a an die zugekehrte Fläche des Bügels 35 anschlägt,,
wird der Faden Y zwischen der zugekehrten Fläche des Bügels 35, dem Fadenführungsstift 25 und dem Plattenschenkel 48a eingeklemmt, wobei
zwischen dem anderen Plattenschenkel 48b, der Oberseite des Bügels 35 und dem Fadenführungsstift 26 ein bestimmter, den Durchlaß des Fadens
Y ermöglichender Zwischenraum S verbleibt, wodurch die Fadenlagesteuerung lediglich in der rechtwinkelig zum Faden F verlaufenden Richtung
durchgeführt wird.
Das Andrücken des Fadens mittels des Schenkels 48a der Andrückplatte
48 dient dazu, um ein Rücklaufen bzw. Weiterlaufen derjenigen Drehungen
zu verhindern, die durch den unter der Wirkung des Druckmittelfluids an den Fadenenden YBl, YPl erzeugten Fadenballon bewirkt wurden.
Demgemäß wird das Ausmaß dieses Andrückvorgangs bis zu einem solchen Grad gesteuert, daß die Drehungen im Faden Y durch die Wirkung
des Fadenballons nicht frei gegeben werden. Wenn dieser Andrück-
Vorgang zu stark ist, bilden sich Fusseln, und es lassen sich demgemäß
keine guten Ergebnisse erzielen. Da der andere Faden F durch die Wirkung des Fadenballons in seiner Drehrichtung herumgewirbelt wird, muß
dieser Faden nicht besonders gehalten werden, und es reicht vollständig aus, wenn dieser Faden Y lediglich bis zu einem solchen Ausmaß angedrückt
wird, daß seine Lage gesteuert ist.
Wie aus Fig. 15 ersichtlich, ist eine zum Rückdrehen der Fadenenden
YBl, YPl dienende Saugdüsenöffnung 50a an den beidseits der Fadenandrückeinrichtung 102 angeordneten Haltedüsen 103, 104 vorgesehen, wobei
die miteinander zu verspleißenden, ablaufspulcnnciligen und auflaufspule
nseitigen Fadenenden YBl bzw. YPl durch den Fadenspleißkanal 37 hindurch in diese Saugdüsenöffnung 50a eingeführt werden. Hierbei wird
dieses Einführen der Fadenenden YBl, YPl mittels der Saugwirkung des Saugrohres 3 durch ein flexibles Rohr 50b hindurch bewirkt. Wenn das
Fadenende YPl in die Saugdüsenöffnung 50a eingeführt ist, wird aus einer Einstrahldüse 5la, die schräg verlaufend in die Saugdüsenöffnung
50a einmündet, ein Druckmittelfluid eingestrahlt, so daß das Fadenende YPl rückgedreht und die jeweiligen Fasern parallel zueinander ausgerichtet
werden.
Wie aus Fig. 16 ersichtlich, ist eine die Einstrahldüse 51a aufweisende
Hülse 63 derart in die Saugdüsenöffnung 50a eingeschraubt, daß sie innerhalb dieser Saugdüsenöffnung 50a vorwärts und rückwärts verschoben
werden kann; hierdurch läßt sich durch Ändern der jeweiligen Lage der Hülse 63 in der Saugdüsenöffnung 50a auch die Rückdrehlänge sowie das
Ausmaß des Rückdrehens entsprechend verändern. Wenn angenommen wird, daß der aus Fig. 16b ersichtliche Zustand der normale Rückdrehzustand
ist, kommt die Einstrahldüse 5la dann, wenn die Hülse 63 in der aus Fig. 16a ersichtlichen Weise an einem relativ flachen Teil befestigt
ist, zu nahe bzw. zu dicht an die Saugdüsenöffnung 50a zu liegen, so daß das eingestrahlte Fluid auf relativ hoch bzw. obenliegende Teile
der Fadenenden YPl, YBl auftrifft, was zur Folge hat, daß die Rückdrehlänge
vergrößert wird und die freien Teile der Fadenenden verschlungen werden und auch dünn werden. Wenn der Spleißvorgang in
diesem Zustand ausgeführt wird, wird das Aussehen der gebildeten Spleißverbindung beeinträchtigt, und es werden leicht Faserkugeln gebildet.
Wenn demgegenüber die Hülse 63 derart tief, wie aus Fig. 16c ersichtlich, eingeschraubt wird, ist die Einstrahldüse 51a von der Saugdüsenöffnung
50a weitgehend getrennt, und es trifft das eingestrahlte Fluid auf die freien Teile der Fadenenden YPl, YBl auf, was zur Folge
hat, daß die Rückdrehlänge kurz ist und die gebildete Spleißverbindung nach Beendigung des SpIe iß Vorgangs eine reduzierte Festigkeit oder
Größe aufweist. Demgemäß wird die Einschraubtiefe der Hülse 63 entsprechend
der Art und Fadennumerierung des zu spleißenden Fadens eingestellt, so daß sich auch ein geeigneter Rückdrehzustand erzielen läßt..
In Fig. 16 bis 18 ist die Saugdüsenöffnung 50a im einzelnen dargestellt.
Hierbei wird der Faden Y, dessen freies Ende nicht festgehalten, sondern frei gelassen ist und der in eine Saugdüse eingeführt ist, durch ein Druckmittelfluid
rückgedreht, das aus der schräg in die Hülse 63 mündenden Einstrahldüse 51a ausgestrahlt wird. Da jedoch die dem Faden Y erteilten
Drehungen einerseits Z-Drehungen und andererseits S-Drehungen sind, wie aus Fig. 19a und 19b ersichtlich, und die Drehrichtungen dieser
beiden Arten von Drehungen entgegengesetzt zueinander verlaufen, sollte die Einstrahl richtung der Einstrahldüse 5lain geeigneter Weise entsprechend
der Drehrichtung der im Faden Y gebildeten Drehungen eingestellt werden. Hierbei sollte im einzelnen bei einem mit S-Drehungen versehenen
Faden SY die Drehrichtung des aus der Einstrahldüse 5la eingestrahlten
Fluids in Richtung des Pfeils D gemäß Fig. 17 verlaufen, so
daß der Faden SY rückgedreht wird, während im Fall eines mit Z-Drehungcn
versehenen Fadens ZY die Drehrichtung in Richtung des Pfeils E gemäß Fig. 18 verlaufen sollte, d.h. in der zur Drehrichtung des mit
α * Cr > *** ο a f >■ α Λ
den S-Drehungen versehenen Fadens SY entgegengesetzten Richtung. Um
dies zu verwirklichen, ist eine Verbindungsbohrung 5ld, die mit der Einstrahldüse
51a der Hülse 63 in Verbindung steht, jeweils mit einer Winkelabweichung
von etwa 90 an einem Lagerblock 64 gebildet, der die Hülse 63 drehbar trägt, wobei durch entsprechendes Drehen der Hülse
um etwa 90 entweder S-Drehungen oder Z-Drehungen freigegeben bzw. rückgedreht werden können. Es kann eine abgewandelte Ausführungsform
verwendet werden, bei der die Einstrahldüse 5la tangential in die Saugdüse
62 einmündet, so daß eine Wirbelströmung des Fluids entsteht, die in der zur Fadeneigendrehungsrichtung entgegengesetzten Richtung wirkt.
Darüber hinaus ist es möglich, anstelle der beschriebenen Einstrahldüse 5la eine schraubenförmige Nut oder ein schraubenförmiges Leitblech
an der Innenwand der Saugdüse 62 vorzusehen, wobei durch die vom flexiblen Rohr 50b ausgeübte Saugwirkung eine Wirbelströmung erzeugt
wird. Bei dieser abgewandelten Ausführungsform ist die Windungsrichtung der Nut bzw. des Leitbleches entsprechend der Drehungsrichtung
des Fadens Y eingestellt.
Obwohl die beschriebene Saugdüsenöffnung 50a zum Rückdrehen des Fadens
Y wirksam ist, genügt im Prinzip bereits die über das flexible Rohr 50b übertragene Saugwirkung zum Erzielen des gewünschten Effektes,
ohne daß eine Wirbelströmung erzeugt wird. Hierbei wird das Fluid aus
dem Rohr 13 zugeführt, das über die Leitung 14, eine Leitung 5lb und die Verbindungsbohrungen 51c, 5ld angeschlossen ist, wobei die Saugdüsenöffnung 50a der Haltedüsen 103, 104 einen Aufbau und eine Funktion
aufweist, die den vorstehend beschriebenen ähnlich sind.
Bei der beschriebenen Ausführungsform finden das Ausstrahlen des Fluids aus der Einstrahldüse 51a und die vom flexiblen Rohr 50b ausgeübte
Saugwirkung gleichzeitig statt. Statt dessen ist es jedoch auch möglich, lediglich das Einstrahlen des Druckmittelfluids aus der Einstrahldüse
51a wirken zu lassen.
Wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich, sind die Fadenschneideinrichtungen
106, 107 scherenartig ausgebildet, wobei in jeder dieser Schneideinrichtungen eine bewegliche Schneidklinge 54 um einen stationären Zapfen
52 schwenkbar ist, so daß die bewegliche Klinge 54 eine stationäre Klinge 53 überkreuzt und hierdurch der Faden Y durchtrennt wird. Wenn
durch einen nicht dargestellten Steuernocken eine Stange 55 betätigt wird, wird ein zweiarmiger Hebel 56 in entsprechender Weise um eine Achse
57 verschwenkt, wobei ein gabelförmig ausgebildetes Hebelteil 56a einen am anderen Ende der beweglichen Schneidklinge 54 vorgesehenen Lagerzapfen
58 in entsprechender Weise bewegt, wodurch die bewegliche Klinge 54 betätigt wird.
Die Führungsgabeln 29, 30 sind außerhalb der Fadenschneideinrichtungen
106, 107 angeordnet, und es weisen diese Führungsgabeln 29, 30 jeweils Führungsnuten 59 bzw. 60 auf.
Die im Seitenteil der Spleißvorrichtung 12 angeordnete Fadengreifeinrichtung
105 wird im Uhrzeigersinn um die Welle 31 verschwenkt, so daß die beiden Fadenenden YP, YB in die Führungsnuten 59,. 60 eingeführt
werden, wenn durch einen nicht dargestellten Steuernocken eine Stange 61 betätigt wird.
Die beschriebene Spleißvorrichtung 12 arbeitet folgendermaßen:
Wenn die aus Fig. 1 ersichtliche Detektoreinrichtung 8, die den Bruch
eines umzuwickelnden Fadens oder die Abwesenheit des Fadens auf einer Ablaufspule anzeigt, feststellt, daß der Faden nicht durchläuft,
wird die Wickeltrommel 9 abgestoppt; gleichzeitig wird eine nicht dargestellte Einwegkupplung betätigt und der Spleißvorgang mittels verschiedener
Steuernocken, die auf einer durch die Kupplung in Drehung versetzten Welle angeordnet sind, oder mittels verschiedener, mit
dieser Welle zusammenwirkender Steuernocken durchgeführt.
Zuerst werden die beiden Saugarme 10, 11, welche die Fadenenden ansaugen,
aus den strichpunktierten Stellungen lOa, 11a gemäß Fig. 1
verschwenkt und oberhalb der Spleißvorrichtung 12 derart bewegt, daß der ablaufspulenseitige Faden YB und der auflaufspulenseitige Faden YP
einander überkreuzen. Sodann werden die Saugarme 10,11 zur Außenseite
der Spleißvorrichtung 12 geführt und dort stillgesetzt.
Wie schon erwähnt, werden die beiden Saugarme 10, 11 nicht gleichzeitig
betätigt, sondern es wird zuerst der mit der Auflaufspule P verbundene Faden YP vom Saugarm 11 angesaugt und durch die Schwenkbewegung
des Saugarms 11 in eine Lage vor der Fadenspleißvorrichtung 12 gebracht
und dort festgehalten. Nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne wird der
mit der Ablaufspule B verbundene Faden YB vom Saugarm 10 angesaugt und durch dessen Schwenkbewegung in eine Lage vor der Spleißvorrichtung
12 verbracht sowie dort angehalten.
Während der vorbestimmten Zeitspanne, die vom Betätigen des zweiten
Saugarms 11 bis zum Betätigen des ersten Saugarms 10 verstreicht, wird der Schwenkhebel 20 der auf lauf spulenseitigen Fadenklemmeinrichtung
109 in der aus Fig. 4 und 5 ersichtlichen Weise betätigt, um den Faden YP zwischen dem Schwenkhebel 20 und dem Stützblock 21 festzuhalten;
gleichzeitig wird der Faden YP in die Führungsnut 19 des stationären Fadenführers 16 und der in der Nähe der Drtektoreinrichtung 8
angeordneten Fadenführer 17, 18 eingeführt, worauf die Detektoreinrichtung 8 ihren Prüf vergang durchführt. Danach werden die schwenkbaren
Fadenführer 17,18 um die Welle 22 in die strichpunktierten Stellungen
17-1, 18-1 gemäß Fig. 5 verschwenkt, um den Faden YP von der Detektoreinrichtung 8 zu trennen und in die Ausweichnuten 17b, 18b
einzuführen.
Sodann saugt der erste Saugarm 10 den ablaufspulenseitige η Faden YB
an und wird darauf zur Außenseite der Spleißvorrichtung 12 verschwenkt
sowie dort stillgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt wird der Faden YB, über
die Hakenteile 17c, 18c der Schwenkführungen 17, 18 verlaufend, zwischen der Halteplatte 23a und dem Stützblock 23b der Fadenklemmein- .
richtung 108 festgehalten, wie aus Fig. 6 ersichtlich. Demgemäß führt
die Detektoreinrichtung 8 eine Überprüfung des ablaufspulenseitigen Fadens YB nicht vor dem Spleißvorgang durch, sondern erst nach Beendigung
des Spleißvorganges.
Wenn die beiden Saugarme 10, 11 ihre Tätigkeiten vollständig beendet
haben, werden die Fadenfangarme 32, 33 der aus Fig. 2 bis 6 ersichtlichen Fadengreifeinrichtung 105 um die Welle 31 verschwenkt, wodurch
die beiden Fäden YP, YB in die Führungsnuten 59, 60 der Führungsgabeln 29 bzw. 30 geführt und sodann über den Schlitz 38 in den Spleißkanal
37 des Spleißorgans 101 eingeführt werden.
Sodann werden die Fadenenden in der aus Fig. 6 ersichtlichen Weise
durch die Fadenschneideinrichtungen 106, 107 geschnitten, und zwar an Stellen YB-2, YP-2, die jeweils einen vorbestimmten Abstand zu den
Fadenklemmeinrichtungen 108, 109 aufweisen. Hierbei weisen die Fadenschneidstellen
bzw. -lagen eine bestimmte Beziehung zur Länge der gebildeten Spleißverbindung auf und üben bestimmte Einflüße auf das Aussehen,
das Griffgefühl und die Bindungsfestigkeit der gebildeten Spleißverbindung aus. Die Fadenschneidlagen bzw. -stellen werden entsprechend
der Fadennumerierung in geeigneter Weise eingestellt.
Wie Fig. 20 zu entnehmen, werden die beiden Fäden YB, YP durch die
Klemm einrichtungen 108, 109 festgehalten, wobei die Fadeng reif einrichtung
105 durch einen nicht dargestellten Steuernocken betätigt wird, so daß die Stange 61 in Richtung des Pfeils A gemäß Fig. 5 bewegt
wird und demgemäß die Fadenfanghebel 32, 33 im Uhrzeigergegensinn um die Welle 31 verschwenkt werden. In diesem Zustand wird das
Schneiden des Fadens durchgeführt. Während die Fadengreifeinrichtung
105 und die Schneideinrichtungen 106, 107 betätigt sind, ist die Fadendrückeinrichtung
102 in einem Zustand angeordnet, in dem sie aufgrund entsprechender Betätigung der Stange 49 in Richtung des Pfeils B gemäß
Fig. 5 im Uhrzeigersinn um die Welle 46 verschwenkt ist.
Sodannwerden, wie aus Fig. 21 ersichtlich, die Fadenenden YBl, YPl
durch die Haltedüsen 103, 104 angesaugt, und es wird gleichzeitig oder danach die Fadengreifeinrichtung 105 aufgrund einer entsprechenden Betätigung
der Stange 61 in Richtung des Pfeils C gemäß Fig. 5 im Uhrzeigergegensinn
um die Welle 31 verschwenkt und demgemäß vom Faden weggeschwenkt. Zu diesem Zeitpunkt wird aufgrund der Saugwirkung,
die von dem über das flexible Rohr 33 angeschlossenen Saugrohr 3 ausgeübt wird, ein Druckmittelfluid in die Saugdüsenöffnung 50a angesaugt
und durch das Rohr 13, die Leitung 5lb und die Verbindungsbohrungen 51c, 5ld aus der Einstrahldüse 51a ausgestrahlt, so daß die Fadenenden YBl,
YPl bis zum Erreichen eines für das Spleißen geeigneten Zustandes rückgedreht werden.
Da die Fadeng reif einrichtung 105 nach dem Sehne id Vorgang einmal in der
vom Faden Y wegführenden Richtung bewegt wird, werden die beiden Fadenenden YPl, YBl um eine ausreichende Länge in die Saugdüsenöffnung
50a hineingezogen und in ausreichendem Ausmaß rückgedreht. Zu diesem Zeitpunkt kann auch durch entsprechendes Vorwärtsdrehen oder
Rückwärtsdrehen der Hülse 63 in der Saugdüsenöffnung 50a die jeweilige Auftreffstelle des aus der Leitung 51b und der Einstrahldüse 51a
ausgestrahlten Druckmittelfluids auf die Fadenenden YPl, YBl eingestellt
werden, wodurch sich auch ein gutes Rückdrehergebnis erzielen läßt.
Es wird vorgezogen, die Ansaugwirkung der Haltedüsen 103, 104 kurz
vor dem Durchtrennen des Fadens mittels der Schneideinrichtungen 106, 107 einzuleiten. Wenn der Faden Y durchtrennt ist, wird ihm durch
die Saugarme 10, 11 eine Zugspannung erteilt, so daß manchmal die Möglichkeit besteht, daß die Fadenenden YBl, YPl von ihrer jeweiligen
Lage vor den Haltedüsen 103, 104 weggeschleudert werden. Es ist demgemäß von Vorteil, die Haltedüsen 103, 104 kurz vor dem Durchtrennen
des Fadens wirken zu lassen, obwohl sie selbstverständlich auch gleichzeitig mit oder erst nach dem Durchschneiden des Fadens
betätigt werden können. Die Zufuhr des Fluids zu den Haltedüsen 103, 104 erfolgt durch entsprechendes Betätigen von nicht dargestellten Ventilen
mittels Solenoidspulen.
Wenn die Fadenenden YBl, YPl durch die Haltedüsen 103, 104 bis zu einem für das Spleißen geeigneten Zustand rückgedreht sind und die
Saugwirkung der Haltedüsen 103, 104 dann stillgesetzt ist, wird gleichzeitig
oder danach die Fadengreifeinrichtung 105 erneut betätigt, wie aus Fig. 22 ersichtlich, wobei der eine Fanghebel 32 in diejenige Stellung
verschwenkt wird, in der er an den Anschlag 34 anschlägt, wobei er die Fadenenden YBl, YPl führt. Gleichzeitig wird die Fadenandrückeinrichtung
102 betätigt. Es werden daher die Fadenenden YBl, YPl, die in die Saügdüsenöffnungen 50a der Haltedüsen 103, 104 eingeführt sind,
in den Spleißkanal 37 des Spleißorgans 101 hineingezogen, wobei die zu verspleißenden Fadenenden überlappt und in den aus Fig. 23 ersichtlichen
Zustand verbracht werden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Länge der zu bildenden Spleißverbindung durch den jeweiligen Schwenkbereich der
Fadengreifeinrichtung 105 und der Andrückeinrichtung 102 bestimmt. Demgemäß werden die Schwenkbereiche von Fadengreifeinrichtung 105
und Andrückeinrichtung 102 entsprechend der Fadennumerierung in geeigneter Weise eingestellt. Im Hinblick auf die Stabilität des Spleißvorgangs
ist es von Vorteil, die durch die Andrückplatten 48a, 48b bestimmten Klemm stellen des Fadens so nahe wie möglich an den freien
Teilen der Fadenenden YBl, YPl liegen zu lassen.
In dem Zustand, in dem die Fadenenden YBl, YPl daher in dem Faden-
spleißkanal 37 angeordnet sind, wird dann aus der Einstrahldüse 39
ein Druckmittelfluid eingestrahlt, wodurch aufgrund der vorstehend
in Verbindung mit Fig. 10 und 11 beschriebenen Vorgänge der Spleißvorgang aufgrund der vom Druckmittelfluid ausgeübten Wirkung durchgeführt
wird. Nach Beendigung des Spleißvorganges werden die Fadengreifeinrichtung 105 und die Fadenandrückeinrichtung 102 vom Faden Y
getrennt, und es wird der Faden Y durch den Schlitz 38 des Spleißorgans 101 hindurch in seine normale, dem Umwickelvorgang entsprechende
Lage zurückverbracht.
Claims (5)
1. Spleißverfahren für gesponnene Fäden, dadurch gekennzeichnet,
daß ein auflaufspulenseitiges Fadenende und ein ablaufspulenseitiges
Fadenende mittels einer Fadengreifeinrichtung in den Fadenspleißkanal einer Spleißvorrichtung eingeführt werden, sodann durch
eine Fadenschneideinrichtung durchtrennt werden, daß dann die Fadengreifeinrichtung
zurückgezogen wird, um die Länge jedes der durchtrennten Fadenenden einzustellen, daß gleichzeitig die beiden Fadenenden
in einer Haltedüse rückgedreht werden, daß die Fadengreifeinrichtung erneut vorwärtsbewegt wird, um die beiden Fadenenden im Fadenspleißkanal
zu überlappen, und daß zur Durchführung des Spleißvorganges ein Druckmittelfluid auf das überlappte Teil der Fadenenden aufgestrahlt
wird.
10 332 - Z/Li
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das auflaufspulenseitige Fadenende, das durch einen ersten Saugarm angesaugt
ist, zwischen einem Schwenkhebel und einem Stützblock einer Fadenandrückeinrichtung
festgeklemmt wird und daß dann das ablaufspulenseitige Fadenende, das durch einen zweiten Saugarm angesaugt wird, zwischen
einer Halteplatte und einem Stützblock einer Andrückeinrichtung festgeklemmt wird, bevor die Fadenenden durch die Fadengreif einrichtung in den
Fadenspleißkanal eingeführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Haltedüsen kurz vor dem Durchtrennen des Fadens auf diesen einwirken.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lage der beiden im Fadenspleißkanal überlappten Fadenenden
weiter durch Drückplatten einer Andrückeinrichtung gesteuert wird, die an beiden Seiten des Fadenspleißorgans angeordnet ist und mit
der Schwenkbewegung der Fadengreif einrichtung zusammenwirkt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Länge des überlappten Teils der im Fadenspleißkanal befindlichen Fadenenden durch entsprechendes Einstellen des Schwenkbereichs
der Fadengreifeinrichtung mittels eines Anschlages geändert wird, wenn die Fadengreifeinrichtung erneut verschwenkt wird, um die Fäden aus
den Haltedüsen herauszunehmen und die Fadenenden im Fadenspleißkanal zu überlappen.
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