DE3411482A1 - Spleissvorrichtung und spleissverbindung fuer gesponnene faeden - Google Patents
Spleissvorrichtung und spleissverbindung fuer gesponnene faedenInfo
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Description
34ΊΗ82
Die Erfindung betrifft eine Spleißvorrichtung für gesponnene
Fäden, mit einem pneumatischen Fadenspleißorgan, in dem ein
Fadenspleißkanal ausgebildet ist, in dessen Unfangswand an
zwei in axialer Richtung des Fadenspleißkanals im Abstand
voneinander1iegenden Steilen jeweils eine Fluideinstrah!düse
zum Erzeugen einer wirbelnden Fluidstr ömung einmündet.
Zum Spleißen von zwei Fäden werden üblicherweise zwei
Fadenendteile nebeneinander gelegt und durch Einwirkung eines
Druckfluids wie Druckluft miteinander gespleißt. Die beiden
Fadenendteile werden zuerst jeweils aus entgegengesetzten
Richtungen verlaufend in einen Fadenspleißkanal eines Fadenspleißorgans
eingeführt, wonach Druckluft in den Fadenspleißkanal eingestrahlt wird. Hierdurch wird die aus den einander
überlappend gelegten Fadenendteile stehende Doppelfadenstrecke in Schwingungen versetzt oder verwirbelt, so daß die
Filamente oder Fasern der Fadenendteile miteinander verschlungen
werden und eine Spleißverbindung gebildet wird. Eine
Vorrichtung zur Herstellung derartiger Spleißverbindungen ist
in der DE-OS 29 39 481 beschrieben.
OHI I H U L·
Das Herstellen von Spleißverbindungen auf diese Weise führt
zu mehreren Vorteilen. Der Durchmesser der Spleißverbindung
beträgt nur etwa das 1,4-fache des Durchmessers eines Einzelfadens, während der Durchmesser eines mechanisch gebildeten
Knotens, z.B. eines Fi scherknotens oder· eines Weberknotens,
etwa das 3-fache des Durchmessers eines Einzelfadens beträgt. Es ist möglich,eine Verbindung ohne einen Knoten herzustellen,
so daß bei einem Stricken oder Weben mit dem Faden die Möglichkeiten
des Auftretens von Fadenbrüchen verringert werden. Ferner sind die aus gespleißten Fäden hergestellten Gewebe
aufgrund des Fehlens von Knoten von verbesserter Erscheinung und Qua 1i tat.
Es hat sich jedoch eine Schwierigkeit bezüglich der Fadenfestigkeit
ergeben. Aus chemischen Kunstfasern, Wolle uswk gesponnene Fäden weisen Faserlängen (50 bis 100 rrm) auf, die
größer sind als diejenigen von Baumwol1 fäden (30 bis 50 mm).
Die aus den langen Fasern hergestellten Fäden weisen eine
glatte Oberfläche auf und ergeben einen nur kleinen Reibungswiderstand, so daß ein einfaches verdrillen der Fäden zu
einem Faden ungenügender Festigkeit führt. Anders ausgedrückt, obwohl die Spitzen der vorzugsweise rückgedrehten
Fadenendteile je nach der Lage der Ei ns tr ah 1 düse im Fadenspleißorgan
miteinander vermischt und verschlungen sein können, sind in den mittleren Teilen der Sp'l e i ßver b i ndung
die beiden Fäden in der Weise umeinander gewunden, daß die beiden Fäden voneinander unterscheidbar sind. Folglich weist
die Spleißverbindung eine verringerte Festigkeit auf. In alternativer Weise können die Fasern oder Filamente der
mittleren Teile der Verbindung miteinander zu einem einzigen
Faden vermischt sein, jedoch bestehen an beiden Enden der Spleißverbindung hörnerartige Vorsprünge, d.h., daß die
Spitzen der beiden Fadenenden nicht in die Verbindung eingebunden sind, sondern jeweils vom anderen Faden abstehen. In
diesem Fall ist auch die Fadenfestigkeit bzw. die Festigkeit
der Spleißverbindung verringert, weil sie nur von der Festigkeit
der mittleren Teile der Verbindung abhängt.
Aufgabe der Erfindung ist demgemäß, eine Spleißvorrichtung
für gesponnene Fäden vorzusehen, die nicht nur bei aus kurzen Fasern gesponnenen Fäden wirksam ist, sondern auch bei aus
langen Fasern gesponnenen Fäden Spleißverbindungen hoher Festigkeit ergibt.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus
den Patentansprüchen.
Im Fadenspleißkanal des Fadenspleißorgans der erfindungsgemäßen
Spleißvorrichtung, in dem eine erste und eine zweite
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8 -
Fluideinstrahldüse 'an jeweils einer Stelle der Urnfangswand
einmünden, sind erfindungsgemäß die Mündungen oder Öffnungen
der ersten und der zweiten Fluideinstrahldüse zum Erzeugen
von zwei ineinander entgegengesetzten Richtungen wirbelnden oder den Fadenspleißkanal umkreisenden Fluidströmungen angeordnet
und die Mündung oder Öffnung einer dritten Fluideinstrahldüse in der Mitte zwischen den Öffnungen oder Mündungen
der ersten und der zweiten Fluideinstrahldüse vorgesehen,
die in der Weise in den Fadenspleißkanal einmündet, daß sie
eine nicht wirbelnde Strömung erzeugt. Liegen zwei miteinander
zu spleißende Fadenendteile überlappend im Fadenspleißkanal
des Fadenspleißorgans, dann werden die Fasern
oder Filamente, insbesondere diejenigen, die den mittleren Teil der Spleißverbindung bilden sollen, durch die Fluidströmung
aus der dritten Fluideinstrahldüse miteinander vermischt und vereinigt und die beiden in der Nähe der Fadenspitzen
liegenden Fadenendtei1e durch die Fluids trömungen
aus den ersten und zweiten Fluideinstrah1 düsen in einander
entgegengesetzten Richtungen um den jeweils anderen Faden
gewunden, so daß eine Fadenverbindung entsteht, in der die
beiden Fadenendteile zu einem einzigen Faden gedreht oder
verdrillt sind. Dies ist besonders beim Spleißen von aus langen Fasern bestehenden Fäden von Vorteil. Es entsteht eine
Spleißverbindung hoher Qualität, die eine mit den Einzelfäden
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9 -
vergleichbare Festigkeit aufweist und die im geringeren
Ausmaß mit hörnerartigen Vorsprüngen oder abstehenden Enden
versehen ist, was eine Verbesserung der Erscheinung der Spleißverbindung zur Folge hat.
Anhand der Figuren wird die Erfindung an bevorzugten Ausführungsformen
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise im Querschnitt gezeigte Seitenansicht
einer mit der erfindungsgemäßen Spleißvorrichtung
versehenen Spulstelle einer Wickelmaschine;
Fig. 2 eine im Querschnitt gezeigte Vorderansicht der erf
i ndungsgemäßen Fadenspleißvorrichtung;
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Fadenspleißvorrichtung;
Fig. ^ eine weitere Draufsicht auf die Fadenspleißvorrichtung
zur Erläuterung der Funktion einer Klemmeinrichtung;
Fig. 5 eine weitere Draufsicht auf die Fadenspleißvorrichtung
zur Erläuterung des Aufbaus einer Fadenpositioniereinrichtung,
einer Schneideinrichtung und von
I I
schwenkbaren Führungsplatten;
Fig. 6 eine Perspektivansicht eines Anschlagmechanismus für
eine Fadenführungseinrichtung;
Fig. 7 eine Seitenansicht eines Teils des in der Fig. 6
gezeigten Mechanismus zur Erläuterung der Positionierung eines Anschlags;
Fig. 8 eine Vorderansicht eines Querschnitts durch die Fadenspleißvorrichtung,
in der die Lagen der in die Vorrichtung einlaufenden Fäden dargestellt sind;
Fig. 9 eine von unten gesehene, teilweise im Querschnitt gezeigte Ausführungsform des Fadenspleißorgans der
erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 10 eine Vorderansicht eines Querschnitts durch das
Fadenspleißorgan der Fig. 9;
Fig. 11 eine von unten gesehene, teilweise im Querschnitt gezeigte weitere Ausführungsform des Fadenspleißorgans,
dessen Fluidzuführkana1 schräg durch das
Fadenspleißorgan verläuft;
Fig. 12 - 15 verschiedene Querschnitte durch eine Ausführungsform eines erfindungsgemäß vorgesehenen
Fadenspleißeinsatzes, wobei die Fig.12 einen
Querschnitt senkrecht zur Axia 1richtung, die
Fig.13 einen Querschnitt entlang der Axialrichtung von einer Seite gesehen, die Fig.14
einen Querschnitt entlang der Axia1richtung
von der anderen Seite gesehen und die Fig.15 einen Querschnitt parallel zur Axialrichtung
entlang der Linie XV-XV der Fig. 12 darstellt;
Fig. 16 - 19 entsprechende Querschnitte durch eine Ausführungsform
eines zum Spleißen von Fäden mit
S-Drehungen vorgesehenen Fadenspleißeinsatzes;
S-Drehungen vorgesehenen Fadenspleißeinsatzes;
Fig. 20 - 23 entsprechende Querschnitte durch eine weitere
Ausführungsform eines Fadenspleißeinsatzes;
Fig. 2k - 27 entsprechende Querschnitte durch den zum
Spleißen von Fäden mit S-Drehungen vorgesehenen Fadenspleißeinsatz;
Fig. 28 - 29 eine Vorderansicht eines Querschnitts bzw.
einen von unten gesehenen Querschnitt durch
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ein Fadenspleißorgan zur Darstellung der Lage
eines in das Fadenspleißorgan eingesetzten Fadenspleißeinsatzes
;
Fig. 30 eine von unten gesehene Ansicht auf einen Teil
der Fadenpositioniereinrichtung zur Erläuteren
deren Funktionsweise;
Fig. 31 einen von unten gesehenen Querschnitt durch eine Ausfuhrungsform einer Fadenenderückdrehdüse;
Fig. 32 eine Perspektivansicht zur Darstellung der
relativen Lagen von Führungspiat ten und Führungss
t äben;
Fig. 33 eine Seitenansicht zur Erläuterung des Umlenkens
der Fäden an der in der Fig. 32 gezeigten Führungseinrichtung;
Fig. 34 - 36 Darstellungen des Fadenverlaufs in der Fadenspleißvorrichtung
zur Erläuterung der Funktionsabläufe des Fadenspleißvorgangs;
Fig. 37 eine vergrößerte Darstellung von einander über-
- 13 -
läppend gelegten Fadenenden zur Erläuterung des Prinzips des Fadenspleißens in der erfindungsgemäßen
Vorrichtung; und
Fig. 38 eine vergrößerte Darstellung einer mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung hergestellten
Spleißverbindung.
An der in der Fig. 1 gezeigten, mit einer erfindungsgemäßen
Spleißvorrichtung 12 versehenen Spulstelle 4 einer automatischen
Wickelmaschine verläuft zwischen einem Paar Seitenrahmen
1 befestigt eine Schiene 2 und ein Saugrohr 3. Die Spulstelle 4 ist schwenkbar auf der Schiene 2 aufgesetzt und
stützt sich gegen das Saugrohr 3 ab, wobei die Spulstelle Ψ
während des Betriebs der automatischen Wickelmaschine in entsprechender
Weise befestigt ist. Das Saugrohr 3 ist mit einem nicht gezeigten Gebläse oder einer Saugeinrichtung verbunden,
so daß innerhalb des Rohrs 3 eine Saugluftströmung ständig
aufrecht erhalten werden kann.
In der Spulstelle k wird ein Faden YIi von einer Ablaufspule
B abgewickelt und auf eine Auflaufspule P aufgewickelt. Der
von der auf einen Zapfen 5 aufgesetzten Ablaufspule B abgezogene Faden YIl durchläuft eine Führung 6, einen Faden-
34 1 Ί
spanner 7 und einen Fadenwächter 8, der zum Erfassen von Unregelmäßigkeiten wie Dickstellen im Faden YIl und zum
Durchschneiden des Fadens YIl, sowie zum Feststellen des
Laufens des Fadens YIl vorgesehen ist. Der Faden YIl wird auf
der von einer Wickelwalze 9 in Umdrehung versetzten Auflaufspule P aufgewickelt.
Stellt der Fadenwächter 8 eine Unregelmäßigkeit im Faden YIl
fest, dann wird eine in der Nähe des Fadenwächters 8 angeordnete Schneideinrichtung betätigt, die den laufenden Faden
YIl durchschneidet. Hierdurch wird der Wi ekel betrieb unterbrochen
und ein Fadenspleißvorgang eingeleitet. Es wird, im einzelnen, ein erster schwenkbarer Saugarm 10 betätigt, der
den mit der Auflaufspule P verbundenen Faden YP erfaßt und der etwas abseits vom normalen Fadenlaufweg angeordneten
Fadenspleißvorrichtung 12 zuführt. Ein zweiter schwenkbarer
Saugarm 11 wird betätigt, der den mit der Ablaufspule B verbundenen
Faden YB erfaßt und der Fadenspleißvorrichtung 12
zuführt. Nachdem die beiden Fäden YP und YB in der Fadenspleißvorr
i chtung 12 gespleißt worden sind, wird der Wickelbetrieb
wieder aufgenommen. Die beiden Saugarme 10 und 11 sind mit dem Saugrohr 3 verbunden, in dem die Saug 1uftströmung
aufrecht erhalten wird. Da in der Fadenspleißvorrichtung 12 ein Druckfluid wie Druckluft verwendet wird, ist eine
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Rohrleitung 14 vorgesehen, die ein Gehäuse 15 der Fadenspleißvorrichtung
12 mit einem Rohr 13 verbindet, das an eine Druckfluidquelle angeschlossen ist.
Her allgemeine Aufbau der Fadensp 1 e i (ivor r i cht ung 12 geht aus
den Fig. 2 und 3 hervor. \Vährend des normalen Wi cke 1 bet r i ebs läuft der von der Ablaufspule B kommende Faden YIl durch den
Fadenv/ächter 8 hindurch, an einer an einem Ende des Fadenwächters
8 angeordneten feststehenden Fadenführungsp1 at te 16
und an einem Paar schwenkbaren Fadenführungsp1 at ten 17 und
vorbei, die jeweils an einem der entgegengesetzten Enden des
Fadenwächters 8 angeordnet sind, und läuft dann weiter an der
Fadenspleißvorrichtung 12 vorbei zur Auflaufspule P.
Die Fadenspleißvorrichtung 12 besteht im wesentlichen aus
einem Fadenspleißorgan 101, einer Faaenpositioniereinrichtung
102, Fadenenderückdrehdüsen 103 und 104, einer Fadenführungseinrichtung
105, Fadenschneideinrichtungen 106 und 107
und Fadenk 1 errme inr i chtungen 108 und 109. Die Saugarme 10 und
11 sind nach vorne in eine Stellung hinein verschwenkbar, in
der sie sich kreuzen, wobei die an ihren äußeren Enden befindlichen Saugöffnungen die nach einem Fadenbruch entstehenden
Enden der mit der Ablaufspule B und der Auflaufspule P verbundenen Fäden YB bzw. YP ansaugen können. Nach dem Zu-
rückschwenken der Saugarme 10 und 11 liegen die von den Säugöffnungen
gehaltenen Fäden YB und YP nebeneinander vor der Spleißvorrichtung 12.
Die beiden Saugarme 10 und 11 werden nicht gleichzeitig,
sondern nacheinander mit dazwischenliegender zeitlicher Verzögerung
betätigt. Es wird zuerst der mit der Auflaufspule P verbundene Faden YP durch Verschwenken des Saugarms 10 vor
die Fadenspleißvorrichtung 12 gezogen und dort angehalten.
Sobald der Faden angehalten worden ist, wird ein Schwenkhebel 20 der auf 1 auf spu 1 ense i t i gen Fadenk 1 errmei nr i chtung 109 von
einem nicht gezeigten Steuernocken entgegen dem Uhrzeigersinn, wie in der Fig. Ψ gesehen, in die dort mit unterbrochener
Linie dargestellte Stellung 20-1 geschwenkt. Die Schwenkbewegung wird durch Anschlagen des Schwenkhebels 20 gegen
einen in vor best inrmter Stellung befestigten Stützblock 21 abgestoppt.
Hierbei wird der von einem Hakenteil 20a des Schwenkhebels 20 erfaßte Faden YP mitbewegt und am Ende der
Schwenkbewegung zwischen dem Stützblock 21 und dem Schwenkhebel
20 eingeklemmt.
Während des Betriebs des Schwenkhebels 20 wird der an der
ortsfesten Fadenführungsplatte 16 und an den schwenkbaren
Fadenfuhrungspiatten 17 und 18 positionierte Faden YP ent-
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lang gekrürrmt verlaufenden Kanten 16a, 17a und 18a der Führungsplatten 16, 17 bzw. 18 in eine Führungskerbe 19
eingeführt, die von miteinander ausgerichteten Ausschnitten
der drei üüereinander1iegenden Platten 16, 17 und 18 gebildet
wird. Der offene Fadenkanal des Fadenwächters 8 ist mit
der rühr ungsker be 19 ausgerichtet. Vorn Fadenwächter 8 wird
das Vorhandensein oder das Fehlen des Fadens YP bestätigt und
auch festgestellt, ob in fehlerhafter Weise zwei oder mehr
Fäden vorn Saugarm 10 angesaugt worden sind. Nach erfolgter Bestätigung des Vorhandenseins des Fadens YP werden die Fadenführungsplatte
17 und 18 von einem nicht gezeigten Steuernocken entgegen dem Uhrzeigersinn, wie in der Fig. 5 gesehen,
um eine Welle 22 herum verschwenkt, an der sie befestigt
sind. Hierdurch wird der Faden YP aus dem Fadenkanal des Fadenwächters 8 herausgenommen und in Ausweichausschnitte 17b,
18b der Fadenführungsplatten 17 bzw. 18 eingeführt, die al
seitliche Verlängerungen der zur Bildung der Führungskerbe 19
dienenden Ausschnitte dieser Fadenführungsplatten ausgebildet
si nd .
Sobald die Fadenführungsplatten 17 und 18 verschwenkt worden
sind, wird der von der Ablaufspule B kommende Faden YB vom Saugarm 11 angesaugt und vor die Fadenspieißvorrichtung 12
gebracht, wonach der sich in entgegengesetzter Schwenkrichtung νοπΊ Saugarrn Iu bewegende Saugarm Il angehalten wird.
Fast gleichzeitig mit dem Abstoppen der Schwenkbewegung des
Saugarms 11 wird eine Halteplatte 23a der Fadenkl enrmeinr i chtung
108 mittels eines nicht gezeigten Steuernockens entlang einer Führungsplatte 24 in gleicher Richtung wie der Schwenkhebel
20 bewegt, wobei der Faden YB mitgenommen wird. Die
Halteplatte 23a wird in Anschlag gegen einen in bestimmter Lage befestigten Stützblock 23b gebracht, wobei der Faden YB
zwischen der Halteplatte 23a und dem Stützblock 23b eingeklemmt
wird. Hierbei wird der Faden YB von Hakcnteilen 17c und 18c ergriffen, die an den Enden herausragender Teile der
Fadenführungsplatten 17 und 18 ausgebildet sind, wie aus der
Fig.5 ersichtlich ist, wobei diese herausragenden Teile auch die zur Bildung der Führungskerbe 19 erforderlichen Ausschnitte
enthalten. Eine Überprüfung des Fadens YB im Fadenwächter 8 erfolgt erst nach dem Beenden des Spleißvorgangs.
Das Fadenspleißorgan 101 ist im wesentlichen in der Mitte der
Fadenspleißvorrichtung 12 angeordnet. An jedem der beiden
Enden des Fadenspleißorgans 101 befinden sich in Richtung des
Faden laufweges in Reihe nach angeordnet eine Därrrnpl at te' 25
bzw. 26, eine Fadenpositionier pi at te 83a bzw. 83b der Fadenpositioniereinrichtung
102, eine der Rückdrehdüsen 103 bzw. 104, eine Führungsplatte 27a bzw. 27b mit jeweils einem
Führungsstab 28a bzw. 28b, eine der Fadenschneideinrichtungen
>:;.: 341U82
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106 bzw. 107 und eine gabelförmig ausgebildete Führungsplatte 29 bzw. 30, wie aus der Fig. 2 ersichtlich ist.
Seitlich des Fadenspleißorgans 101 ist die Fadenführungseinrichtung
105 angeordnet, die eine parallel zur Achse des Spleißorgans 101 verlaufende Welle 31 und einen an jedem Ende
der Welle 31 befestigten Arm 32 bzw. 33 umfaßt. Die Arme 32 und 33 liegen übereinander und sind aufgrund der drehbaren
Lagerung der Welle 31 um deren Achse schwenkbar. Die Fadenführungseinrichtung
105 dient dazu, die beiden Fäden YP und YB der Fadenspleißvorrichtung 12 zuzuführen, nachdem eine
Dickstelle oder andere Unregelmäßigkeit im Faden YIl vom
Fadenwächter 8 erfaßt, der Faden YIl von der vom Fadenwächter
8 betätigten, nicht gezeigten Schneideinrichtung durchgeschnitten
und ein Verschwenken der beiden Saugarme 10 und 11, die die beiden Fäden YP und YB vor die FadenspJeißvorrichtung
12 bringen, durchgeführt worden ist.
Der Schwenkbereich der Fadenführungseinrichtung 105 wird von
einem Anschlag 34 begrenzt, der zwischen der gabelförmigen
Führung 29 und der Fadenklemmeinrichtung 108 angeordnet ist.
Der Anschlag 34· ist zwischen zwei Stellungen hin- und herbewegbar
und bestimmt die Stellung, in der die Fadenführungseinrichtung
105 abgestoppt werden soll. Zum Einsteilen der
χ:.. 341 H
- 20 -
Länge der von den beiden Fäden YP und YB im Fadenspleißorgan
101 gebildeten überlappenden Fadenstrecke ist ein weiterer,
in der Fig.6 gezeigter Anschlag 35 vorgesehen. Der erste Anschlag 34 ist in der Weise ausgebildet, daß an einem Ende
eines Hebels 37, der an einem feststehenden Zapfen 36 zwischen
zwei Stellungen hin- und herverschwenkbar gelagert ist,
ein Block 38 befestigt ist. Der Anschlag 34 ist über eine Stange 40 betätigbar, die mit einer Nockenscheibe 39 zusammen·
wirkt, so daß der Anschlag 34 bewegt und in einer in der
Fig.9 dargestellten Betriebsstellung und in einer Außerbetriebsstellung,
die in Richtung des Pfeils 41 von der Betriebsste
11ung versetzt ist, befestigt werden kann. Wenn die
Fadenschneideinrichtungen 106 und 107 die Fäden YP bzw. YB
durchschneiden, befindet sich der Hebel 32 der Fadenführungseinrichtung
105 im Anschlag gegen den ersten Anschlag 34, um die jeweiligen Fadenlängen zwischen den Kl errmste 11 en und den
Spitzen der Fäden YP bzw. YB konstant zu halten.
Der zweite Anschlag 35 ist an der Oberseite eines Stellhebels
43 angeordnet, der um einen feststehenden Zapfen 42 herum
schwenkbar ist. Wie aus der Fig. 7 hervorgeht, ist ein Stift
44 an der Unterseite des Stellhebels 43 befestigt. Der Stift 44 ist wahlweise mit einem von mehreren vorgesehenen Positionierlöchern
45a bis 45n in Eingriff bringbar, die entlang
eines Kreisbogens, dessen Mitte auf der Achse des Zapfens 42 liegt, in der Führungsplatte 24 ausgebildet sind. Hierdurch
ist die Lage des Stellhebels 43, d.h. die Stellung des zweiten Anschlags 35, wählbar.
V.'ird eine Nockenscheibe 46 in Richtung des in der Fig.6
dargestellten Pfeils 47 gedreht, bewirkt ein konkaver Teil
48a der Nockenf lache 48 der Nockenscheibe 46 das Ziehen einer
Stange 49 in Richtung des Pfeils 50. Hierdurch wird der Arm 32 verschwenkt und in Anschlag gegen die Ansch1agi1äche 34a
des ersten Anschlags 34 gebracht. Danach wird ein Fadenschnei
dvor gang ausgeführt. Anschließend wird der Arm 32 in die entgegengesetzte Richtung zurückverschwenkt, wobei die
angeschnittenen Fadenenden von den noch zu beschreibenden
Rückdrehdüsen 103 und 104 angesaugt werden. Nachfolgend bewirkt ein anderer konkaver Teil 48b der Nockenfläche 48 der
Nockenscheibe 46 ein nochmaliges Verschwenken des Arms 32, und
zwar in die vom zweiten Anschlag 35 begrenzte Stellung. Hierbei ist der Anschlag 34 bereits von der Nockenscheibe 39 in
seine Außer betriebsstel1ung, d.h. in eine hinter dem zweiten
Anschlag 35 liegende Stellung verschwenkt worden. Durch die Schwenkbewegung des Arms 32 bis zum zweiten Anschlag 35 wird
die Länge der aus den Fadenenderückdrehdüsen 103 und 104 herauszuziehenden
Fadenendteile, d.h. die Länge der überlappenden
Strecken der Fadenendteile im Fadenspleißorgan 101 bestimmt.
Wird der Schwenkbereich der Fadenführungseinrichtung 105 vergrößert,
dann wird eine größere Länge der Fadenendteile aus
den Rückdrehdüsen 103 und 104 herausgezogen, so daß die Länge
der überlappenden Fadenstrecke verringert wird.
Das Fadenspleißorgan 101 ist in den Fig.8 bis 10 dargestellt.
Das Fadenspleißorgan 101 ist mittels einer Schraube 53 durch
eine Vorderplatte 51 hindurch an einem Bügel 52 angeschraubt und mit einem im wesentlichen durch seine Mitte verlaufenden
zy1inderförmigen Fadenspleißkanal 54 versehen. Ein tangential
in den Fadenspleißkanal 54 einmündender Fadeneinführschlitz
!>5 zum Einführen der Fäden YP und YB von außen in den Fadenspleißkanal
54 verläuft entlang der gesamten Länge des Fadensplei
ßkanals 54.
Das'Fadenspleißorgan 101 ist mit ersten und zweiten Fiuideinstrahldüsen
56 und 57 versehen, die in der Weise gebohrt sind, daß sie tangential in den Fadenspleißkanal 54 einmünden.
Eine dritte Fluideinstrah 1 düse 58 ist in der Weise
gebohrt, daß sie in der Mitte zwischen den beiden Fluideinstrahldüsen 56 und 57 nicht tangential, vorzugsweise im
rechten Winkel auf die Achse des Fadenspleißkanals 54 gerichtet,
in den Fadenspleißkanal 54 einmündet.
- 23 -
Das in der Fig. 9 dargestellte Fadenspleißorgan 101 ist mit
einem Fadenspleißeinsatz 59 versehen, der in entfernbarer
Weise in das Fadenspleißorgan 101 einpaßbar ist, und in dem
der Fadenspleißkanal 54 ausgebildet ist. Eine Ausführungsform des Fadenspleißeinsatzes 59 ist in den Fig.12 bis 15
dargestellt. Im einzelnen ist der Fadenspleißeinsatz 59 im
wesentlichen zy1inderförmig und weist einen darin ausgebildeten
zy1inderförmigen Fadenspleißkanal 54 und die erste und
die zweite Ei nstrah 1 düse 56 bzw. 57 auf, die an axial voneinander
versetzten Stellen des Fadenspleißkanals 54 in
diesen tangential einmünden, so daß das aus diesen Einstrahldüsen 56 und 57 in den Fadenspleißkanal 54 eingestrahlte
Druckfluid in einander entgegengesetzten Richtungen den Fadenspleißkanal 54 umkreist. Der Fadenspleißeinsatz 58 weist
ferner die dritte Fluideinstrahldüse 58 auf, die nicht tangential, vorzugsweise im rechten Winkel auf die Achse des
Fadenspleißkanals 54 gerichtet in den Fadenspleißkanal 54
ei nmündet.
Die Fluideinstrahidüsen 56, 57 und 58 sind mit einem Fluidkanal
60 verbunden, der an der Außenumfangswand des Fadensp1eißeinsatzes
59 ausgebildet ist. Wenn der Fadenspleißeinsatz
59, wie in der Fig. 9 gezeigt, in eine Aufnahmebohrung
des Fadenspleißorgans 101 eingesetzt ist, dann wird der
Fluidkanal 60 vom Boden eines den Fadenspleißeinsatz 59 teilweise
umlaufenden Ausschni11s, den Seitenwänden flanschartig
geformter Endteile 61 des Fadenspleißeinsatzes 59 und der
Innenumfangswand der Auinahmebohrung im Fadenspleißorgan
gebildet. An einer Stelle steht der Fluidkanai 60 in Verbindung mit einem Fluidzufuhrkana1 62, der im Fadenspleißorgan
101 ausgebildet ist. Der Fluidkanal 60 ist somit nach außen geschlossen und das über den Fluidzufuhrkana1 62 dem Fluidkanal
60 zugeführte Druckfluid kann nur durch die Einstrahldüsen 56, 57 und 58 in den Fadenspleißkanal 54 des Fadensplei
ßei nsatzes 58 entweichen.
Wie der Fig.14 entnehmbar ist, sind die Lagen der ersten,
zweiten und dritten Fluideinstrahldüsen 56, 57 bzw. 58
entlang der Axia 1richtung des Fadenspleißkanals 54 in der
Weise gewählt, daß die ersten und zweiten Fluideinstrahldüsen 56 bwz. 57 an symmetrischen Stellen jeweils im Abstand
Sl von einer Stirnfläche 54a bzw. 54b des Fadenspleißorgans
101 liegen, während die dritte Fluideinstrahldüse 5& in der
Mitte des Fadenspleißkanals 54, d.h. im Abstand S2 von beiden
Stirnflächen 54a und 54b liegt. In anderen Worten, jede der Fluideinstrahldüsen 56 und 57 ist im gleichen Abstand Sl vom
nächst 1 legenden Ende des Fadenspleißkanals 54 entfernt,
während der Abstand 52 der Fluideinstrahldüse 58 von beiden
.-.: 341U82
Enden des Fadenspleißkanals 5k gleich ist.
In der Fig.11 ist eine weitere Ausführungsform des Fadenspleißorgans
101 dargestellt, bei der der Fluidzuführkana1 63
schräg durch das Fadenspleißorgan 101 und im wesentlichen
tangential in den Fluidkanal 60 bzw. in die Aufnahmebohrung
des Fadenspleißorgans 101 einmündet, so daß keine oder eine
nur sehr geringe zeitliche Verzögerung zwischen dem Einstrahlen von Druckfluid aus der ersten, zweiten und dritten Fluideinstrahldüse
56, 57 bzw. 58 auftritt. Zur Stabilisierung der
Fluidströmung sind vorzugsweise die Strömungsquerschnittsflächen
des Fluidzuführkanals 62 oder 63 und des den Fadenspleißeinsatζ
59 umgebenden Fluidkanals 60 einander gleich.
Der in den Fig.12 bis 15 dargestellte Fadenspleißeinsatz 59
ist zur Verwendung bei Fäden mit Z-Drehungen bestimmt. D.h.,
daß die beiden zu spleißenden, jeweils an einem Ende des Fadenspleißeinsatzes 59 in diesen einlaufenden Fäden jeweils
von der dem Einlaufende nächst 1iegenden Einstrahldüse 56 oder
57 in Rückdrehrichtung herum gewirbelt werden.
Dagegen ist der in den Fig. 16 bis 19 dargestellte Fadenspleißeinsatz
64 zur Verwendung mit Fäden bestimmt, die eine
S-Drehung aufweisen. Bei diesem Fadenspieißeinsatz 6k ist
die erste Fluideinst rah]düse 65, die den an ihrer Seite einlaufenden
Faden verwirbelt, und die zweite Fluideinstrah 1 düse
66, die den an ihrer Seite einlaufenden Faden verwirbeln,
derart angeordnet, daß die im Fadenspleißkanal 54 erzeugten Luftströmungen jeweils in entgegengesetzter Richtung zu denen des vorstehend beschriebenen Fadenspleißeinsatzes 59 verlaufen. In zusätzlicher Weise mündet an der Seite der Fluideinstrahldüse 65 eine dritte Fluideinstrah 1 düse 67 in den Fadenspleißkanal 54 ein, d.h., daß die dritte Fluideinstrah 1 düse 67 in entgegengesetzter Richtung als im Falle der dritten
Fl uide instrah 1 düse 5S des Fadenspleißeinsatzes 59 in den
Fadenspleißkanal 54 einmündet.
derart angeordnet, daß die im Fadenspleißkanal 54 erzeugten Luftströmungen jeweils in entgegengesetzter Richtung zu denen des vorstehend beschriebenen Fadenspleißeinsatzes 59 verlaufen. In zusätzlicher Weise mündet an der Seite der Fluideinstrahldüse 65 eine dritte Fluideinstrah 1 düse 67 in den Fadenspleißkanal 54 ein, d.h., daß die dritte Fluideinstrah 1 düse 67 in entgegengesetzter Richtung als im Falle der dritten
Fl uide instrah 1 düse 5S des Fadenspleißeinsatzes 59 in den
Fadenspleißkanal 54 einmündet.
Weitere Ausführungsformen des Fadenspleißeinsatzes haben
flanschartig geformte Endteile, die anders als bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen nicht rund, sondern quadratisch sind, wie dies bei dem in den Figuren 20 bis 23 dargestellten Fadenspleißeinsatz 68 der Fall ist. Hierdurch läßt sich der Fadenspleißeinsatz 68 mit einem einzigen Handgriff leicht und richtig ausgerichtet in einen Aufnahmeausschnitt mit rechteckig ausgeschnittenem Boden eines Fadenspleißorgans 101' einsetzen, wie dies in der Fig. 29 dargestellt ist, ohne daß eine nachträgliche Justierung der Lage des Fadenspleißeinsatzes 68 erforderlich ist. In ähnlicher
flanschartig geformte Endteile, die anders als bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen nicht rund, sondern quadratisch sind, wie dies bei dem in den Figuren 20 bis 23 dargestellten Fadenspleißeinsatz 68 der Fall ist. Hierdurch läßt sich der Fadenspleißeinsatz 68 mit einem einzigen Handgriff leicht und richtig ausgerichtet in einen Aufnahmeausschnitt mit rechteckig ausgeschnittenem Boden eines Fadenspleißorgans 101' einsetzen, wie dies in der Fig. 29 dargestellt ist, ohne daß eine nachträgliche Justierung der Lage des Fadenspleißeinsatzes 68 erforderlich ist. In ähnlicher
Weise wie die Fluideinstrahldüsen 56 und 57 der Ausführungsform gemäß der Fig. 15 münden erste und zweite Fluideinstrahldüsen
69 und 70 tangential in den Fadensp1ejßkana1 54 ein.
Die Fluideinstrahldüsen 69 und 70 sind von kreisförmigem
Querschnitt, wahrend eine dritte Fiuideinstrahldüse 71 einen
ilachen Mündungsquersehni11, der in Axia 1rientung des Fadenspleißkanals
54 langgestreckt ist, aufweist. Die flache langgestreckte Fiuideinstrahldüse 71 mündet nicht tangential in
den Fadenspleißkanal 54 ein und ist vorzugsweise im rechten
Winkel zur Achse des Fadenspleißkanals 54 auf die Mitte des
Fadenspleißkanals 54 gerichtet. Aus der in der Fig. 22 dargestellten
Seitenansicht geht hervor, daß die flache langgestreckte
Öffnung der Fiuideinstrahldüse 71 derart ausgebildet
ist, daß sich die beiden Enden der langgestreckten
Öffnung nicht bis zu den Stellen erstrecken, an denen die anderen beiden Fluideinstrahldüsen 69 und 70 in den Fadenspleißkanal
54 einmünden, so daß sich die Fluidströmungen aus
den Fluideinstrahldüsen 69, 70 und 71 zumindest zu Beginn des
Einstrahlens des Druckfluids nicht gegenseitig stören. Da bei dieser Ausführungsform eine größere Menge an Druckfluid aus
der dritten Fiuideinstrahldüse 71 ausströmt, ist die Kraft
der Einwirkung des Druckfluids auf den mittleren Teil der
überlappend liegenden Fadenendteile größer, so daß dort das Vermischen und Verschlingen der Fasern der beiden Fadenendteile
rr.i te i nander gefördert wird.
Der Fadenspleißeinsatz 68 ist zur Verwendung bei Fäden mit
Z-Drehungen vorgesehen. In den Figuren 2k bis 27 ist dagegen
ein Fadenspleißeinsatz 72 dargestellt, der zur Verwendung bei
Fäden mit 5-ürehungen vorgesehen ist. Hierbei sind eine erste
und eine zweite Fluideinstrah 1 düse 73 bzw. 7k an den den
Fl uideinstrah 1 düsen 69 und 70 der Ausführungsform der Fig. 23
gegenüberliegenden Seiten des Fadenspleißkanals 5k angeordnet.
Dies bedeutet, daß die Strömungen des aus den Fadeneins
t r ah 1 düsen 73 und 7k eingestrahlten Druckfluids den
Fadenspleißkanal 5k jeweils in der Richtung umkreisen, in der
der in den Fadenspleißkanal 5k einlaufende Faden rückgedreht
wird. Eine dritte Fluideinstrah 1 düse 75 mündet an der Seite
der Wand des Fadenspleißkanals 5k, an der sich die erste
Fluideinstrahldüse 73 befindet, in den Fadenspleißkanal 5k
ein und weist einen flachen, in Axialrichtung des Fadenspleißkanals
5k langgestreckten Mündungsquerschnitt auf.
Die Figuren 28 und 29 zeigen das Fadenspleißorgan 101', in
das der Fadenspleißeinsatz 68, bei dem es sich auch um den
Fadenspleißeinsatz 72 handeln kann, eingepaßt ist. Das in der
Fig. 11 gezeigte Fadenspleißorgan 101 ist mit einem V-förmigen
Ausschnitt versehen, durch den die Fäden in den tangential zum Fadenspleißkanal 5k verlaufenden FadeneinfUhr sch 1itz
des Fadenspleißeinsatzes einführbar sind. Bei der in der Fig.
2y gezeigten Ausführ ungsforrn, bei der der Fadenspleißeinsatz
341H82
68 nicht in eine 2y1inderförmi ge Bohrung, sondern in einen an
seinem boden rechteckigen Ausschnitt des Fadenspieißorgans
101* eingesetzt ist, ist der spitz zulaufende Teil des
V-ί cJrnii j:cn Ausschnitts am Fadenspleißorgan 101 ' weggeschnitten
und durch entsprechend ausgebildete Flächen des Fadenspleißeinsatzes
68 bzw. 72 ersetzt. Das komprimierte Fluid
wird über einen Fluidzuführkana1 und einen Fluidkanal, die in
gleicher Weise wie der in der Fig. 11 dargestellte Fluidzuführkanal
63 bzw. Fluidkanal 60 ausgebildet sind, durch die ersten, zweiten und dritten Fluideinstrahldüsen 69, 70 bzw.
71 in den Fadenspleißkanal 5k eingestrahlt.
Alle die vorstehend beschriebenen Fadenspleißeinsätze 59, 64,
69 und 72 sind mit einem entlang ihrer gesamten Länge verlaufenden
Fadeneinführschlitz 55 versehen. Im Quer sehni11
senkrecht zur Achse des Fadenspleißkanals 54 gesehen, münden
jeweils die ersten und zweiten Fluideinstrahldüsen 56 und 57,
65 und 66, 69 und 70 bzw. 73 und 7k in einander entgegengesetzten
Richtungen tangential in den Fadenspleißkanal 5k ein,
wobei die Öffnungen dieser Fluideinstrahldüsen in derselben
Wandhälfte des Fadenspleißkanals 5k wie der Fadeneinführschlitz
55 liegen. Eine der Fluideinstrahldüsen 57, 65, 69
oder 7k ist an einer Seite der Mündung des Fadeneinführ-Schlitzes
55 ausgebildet und in der Weise ausgerichtet, daß
das in den FadenspJ eißkanal 5k eingeströmte Druckfluid nur
eine geringe Möglichkeit hat, aus dem Fadeneinfuhr sch 1itζ 55
zu entweichen, während die andere dieser Fluideinstrah 1 düsen
56, 66, 70 bzw. 73 in der Weise ausgerichtet ist, daß das eingestrahlte Druckfluid zunächst quer über die Mündung des
Fadeneinfuhr sch Jitzes 55 hinwegströmt und nach einer Umkreisung
der Urnfangswand des Fadenspleißkanals 5k von der Strömung
des aus derselben Fluideins tr ah 1 düse eingestrahlten
üruckiluids daran gehindert wird, aus dem Fadeneinfuhr sch 1itz
55 zu entweichen. Auf diese Weise wird die Menge des aus dem
Fadeneinfuhr sch 1itz 55 entweichenden Druckfluids auf ein
Minimum reduziert.
In alternativer Weise ist es auch möglich, die beiden Fluideinstrahldüsen
56 und 57, 65 und 66, 69 und 70 oder 73 und 7k in der gleichen, auf derselben Seite einer die Mündung des
Fadeneinführschlitzes 55 und die Achse des Fadenspleißkanals
5k enthaltenden Ebene liegenden Wandhälfte des FadenspleißkanaJs 5k zur Erzeugung der vorstehend beschriebenen Druckf1uidströmungen
anzuordnen.
Da das erfindungsgemäß ausgestaltete Fadenspleißorgan 101
entweder zur Verwendung bei Fäden mit S-Drehungen oder zur
Verwendung bei Fäden mit Z-Drehungen ausgebildet ist, ist es
erforderlich, eine Auswechselbarkeit des Fadenspleißorgans
101 vorzusehen, wenn die Fadenspleißvorrichtung 12 für Fäden
mit S- oder Z-Drehungen verwendbar sein soll. Das umständliche
Auswechseln des gesamten Fadenspleißorgans 101 läßt
sich bei der Ausführungsform vermeiden, bei der lediglich die
Fadenspleißeinsätze je nach Art des zu spleißenden Fadens
auszuwechseln sind.
Wie aus den Figuren 8 und 9 ersichtlich ist, sind die Därrmplatten
25 und 26 jeweils an einem der entgegengesetzten Enden bzw. Stirnflächen des Fadenspleißorgans 101 durch dazwischenliegende
Abstandsstücke 79 bzw. 80 hindurch angeschraubt. Die Därrmplatten 25 und 26 sind jeweils in der Weise
angeordnet, daß eine ihrer Seitenkanten 25a bzw. 26a quer über einen Teil der Öffnung des Fadenspleißkanals 54 verläuft,
so daß die Därrmplatten 25 und 26 einen Teil der öffnung des Fadenspl ei ßkanai s 54 abdecken. Von den Därrmplatten
25 und 26 ist die obere Dämmplatte 26 dazu vorgesehen, den mit der Auflaufspule P verbundenen Faden YP zu führen und
positionieren, während die untere Därrmplatte 25 dazu vorgesehen
ist, den mit der Ablaufspule B verbundenen Faden YB zu
führen und zu positionieren. Demgemäß ist die Därrmplatte
an der der Fluide instrah!düse 56 gegenüberliegenden Seite des
Fadenspleißkanals 54 vorgesehen, während die andere Dämm-
341H82
platte 25 an der der Fluideinstrahldüse 57 gegenüberliegenden
Seite des Fadenspleißkanals 54 vorgesehen ist.
Die Dämmplatten 25 und 26 wirken mit der nachstehend noch zu
beschreibenden Fadenpositioniereinrichtung 102 zusammen, um
die in den Fadenspleißkanal 5h eingeführten Fadenendteile der
Fäden YB und YP in Berührung miteinander zu positionieren, so
daß beim Einstrahlen des Druckfluids die Fasern der beiden Fadenendteile gleich zu Anfang miteinander verschlungen
werden. Die Därrmplatten 25 und 26 verhindern ein Rückdrehen
der beiden Fadenendteile, wenn diese in getrenntem Zustand verwirbelt werden, dämmen die Geschwindigkeit des Ausströmens
des Fluids aus den Öffnungen an beiden Enden des Fadenspleißkanals 54, verhindern ein Herausschleudern der Fadenenden aus
dem Fadenspleißkanal 54, begrenzen das Drehen der festgeklemmten,
in den Fadenspleißkanal 54 einlaufenden Fäden YP
und YB und steuern die Fluidströmungen, so daß die Fadenendteile
in ausreichender Weise miteinander verschlungen werden.
Wenn das eingestrahlte Druckfluid auf die Fadenendteile einwirkt,
entsteht ein Fadenballon innerhalb des Fadenspleißkanals 54. Bei größer werdender Drehzahl des Fadenballons
werden die Fasern in der Nähe der Ballonknotenpunkte infoige
der Drehbewegung des Fadenballons aus den beiden Fäden YP und Yu herausgelöst und nicht verwirbeit, was zu einer Erhöhung
der Wahrscheinlichkeit eines Fadenbruches führt. Die beiden
Därrmplatten 25 und 26 verhelfen dazu, die Drehzahl des Fadenballons
bei einem zum Spleißen der beiden Fäden YP und YB geeigneten Wert zu halten.
Die Faccηpositioniereinrichtung 102, die sich entlang der
beiden Stirnflächen des Fadenspleißorgans 101 erstreckt, wie
dies in den Figuren 3, 5 und 8 gezeigt ist, ist dazu vorgesehen, um zusarrmenwi r kend mit der Schwenkbewegung der noch zu
beschreibenden Fadenführungseinrichtung 105 die in den Fadenender
ückdrehdüsen 103 und 104 rückgedrehten Enden der Fäden
YP und YB aus den Rückdrehdüsen 103 und 104 herauszuziehen
und die Fadenendteile innerhalb des Fadenspleißkanals 54 des
Fadenspleißorgans 101 zu positionieren, sowie auch, um zusarrmenwi
r kend mit den Därrmplatten 25 und 26 die relativen Lagen der beiden Fadenendtei1e während des Spleißens festzulegen.
Die Fadenpositioniereinrichtung 102 dient ferner dazu,
zusarrmenwi rkend mit den noch zu beschreibenden Führungsstäben
2Sa und 28b den Fadenverlauf zwischen den Kl errms te 11 en und dem Fadenspleißkanal 54 umzulenken, so daß ein Fortpflanzen
von Rückdrehungen verhindert wird.
Wie aus den Figuren 2, 3 und 5 hervorgeht, umfaßt die Fadenpositioniereinrichtung
102 die beiden Fadenpositionier pi at-
- 34 -
ten 83a und 83b, die an einem Hebel 82 befestigt sind, der an einem an ortsfester Stelle befestigten Zapfen 81 schwenkbar
gelagert ist. Wird eine Stange 84 von einem nicht gezeigten
Steuernocken betätigt, dann werden die Fadenpositionier ρ 1 atten
83a und is3b ver schwenkt , wie aus der Fig. 5 ersichtlich
ist. Die beiden Platten 83a und 83b sind von gleicher Form und sind parallel zueinander liegend am Hebel 82 befestigt,
so daß sie sich gabelförmig von der Seite des Hebels 82 heraus
wegerstrecken. In der Fig. 30 bezeichnete Seitenkanten 85a und 85b der Platten 83a bzw. 83b sind durch Verschwenken
des Hebels 82 in eine Lage verbringbar, in der sie vor der Vorderplatte 51 zu liegen korrmen, durch die hindurch das
Fadenspleißorgan 101 am Bügel 52 festgeschraubt ist. In
dieser Lage werden Fäden zwischen den Platten 83a oder 83b und der Vorderplatte 51 niedergehalten oder leicht angedruckt,
jedoch nicht f es t gek 1 errmt .
In dieser Stellung der Fadenpositioniereinrichtung 102 befindet
sich an jeder Außenseite der Platten 83a und 83b eine
der Fadenendenrückdrehdüsen 103 oder 104. Da beide Rückdrehdüsen
103 und 104 von gleicher Ausbildung sind, soll nachstehend
unter Bezugnahme auf die Fig. 31 nur die eine Rückdrehdüse 103 beschrieben werden. Ein zu spleißendes Fadenendteil
YPl des mit der Auflaufspule P verbundenen Fadens YP
341H82
ragt aus dem Ende des Fadenspleißkanals 54, in den der Faden
YP eingeführt worden ist, heraus und wird in eine DÜsenbohrunp
86 von kreisförmigem Querschnitt, die am Bügel 52 ausgebildet
ist, eingeführt. Das Einführen des Fadenendteils YPi
in die Diisenbohr urig S6 erfolgt aufgrund der Saugwirkung des
Saugrohrs 3, die über eine biegsame Schlauchleitung 87 mit
dem unteren Ende der Düsenbohrung 86 verbunden ist. Nach dem Einführen des Fadenendteils YPl in die Düsenbohrung 86 wird
ein Druckfluid aus einer schräg nach hinten in das Innere der Düsenbohrung 86 gerichteten Ei ns tr ah 1 düse 88 in die Düsenbohrung
86 eingestrahlt, um den Fadenendteil YPl rückzudrehen
und die Fasern dieses Fadenendteils im wesentlichen parallel zueinander auszurichten. Die Ei nstrah 1 düse 88 mündet vorzugsweise
tangential in die Düsenbohrung 86 ein, so daß Fluidströmungen erzeugt werden, die in Richtung entgegengesetzt
zur Drehungsrichtung des Fadenendteils YPl die Düsenbohrung
86 umkreisen. Der Einstrahldüse 88 wird das Fluid über eine mit der vorstehend erwähnten Rohrleitung 14 verbundenen
Schlauchleitung 89 und einen Verbindungskanal 90
züge lei tet.
Die rückzudrehende Länge des Fadenendteils YPl hängt von der
Lage der Mündung der Einstrahldüse 88 in der Düsenbohrung 86,
d.h. vom Abstand der Mündung von der Einführ öffnung der
Düsenbohrung 86 ab. Demgemäß ist die Lage der Mündung der Ei nstrah 1 düse 88 vorzugsweise entsprechend verschiedenen
Bedingungen wie die durchschnittliche Faserlänge einstellbar,
so daß der für das Spleißen geeignetste rückgedrehte Zustand der in den Fadenspleißkanal 54 überlappend einzubringenden
Fadenendtei1e erzielt werden kann. Zu diesem Zweck ist eine
in Axia 1richtung der Düsenbohrung 86 verschiebliehe Hülse 91
in die Düsenbohrung 86 eingepaßt.
Unter Bezugnahme auf die Figuren 8, 32 und 33 werden nachstehend Führungseinrichtungen beschrieben, die an der Vorderplatte
51 befestigt sind. Die Führungsplatten 27a und 27b sind entlang der verlängerten Achse des Fadenspleißkanals 34
liegend angeordnet und senkrecht zur Vorderpiatte 51 stehend befestigt, wie aus der.Fig. 8 ersichtlich ist, so daß die
Saugkräfte der Fadenenderückdrehdüsen 103 und 104 keine Wirkung
auf Teile der Fäden YB und YP ausüben, die nicht angesaugt werden sollen. An einer Seitenfläche jeder der Führungspiatten
27a und 27b ist jeweils einer der Führungsstäbe 28a bzw. 28b befestigt, der im Abstand zur Oberfläche der
Vorderplatte 51 im rechten Winkel zur Führungsplatte 27a bzw.
27b, d.h. in seitlicher Richtung, verläuft. Der Führungsstab 28a erstreckt sich in Richtung der einen Seite der Vorderplatte
51,'während sich der Führungsstab 28b in Richtung der
341H82
anderen Seite der Vorderplatte 51 erstreckt. In der Nähe ihrer äußeren Enden sind die Führungsstäbe 28a und 28b L-förmig
gebogen, wobei die Enden an der Vorderplatte 51 befestigt sind. Demgemäß verlaufen die mittels der Fadenführ
ungseinrichtung 105 in den Fadenspleißkanal 54 eingeführten
Fäden YB und YP über die Führungsstäbe 28a bzw. 28b,
mit denen sie in Berührung stehen und von denen sie im Abstand zur Vorderplatte 51 gehalten werden, wie aus der Fig.
33 ersichtlich ist. Wie bereits erwähnt worden ist, wirken
die Führungsstäbe 28a und 28b während eines Fadenspleißvorgangs
mit der Fadenpos i t i oni er e i nr i chtung 102 zusarrmen, um
die Fadenteile zwischen dem Fadenspleißkanal 54 und den
Fadenk 1 errme i nr i chtungen 108 und 109 umzulenken, wodurch eine
Fortpflanzung der den Fäden im Fadensp1 eißkana1 54 erteilten
Rückdrehungen entlang den Fäden verhindert wird.
Wie anhand der Figuren 2, 3 und 5 ersichtlich ist, sind die
Fadenschneideinrichtungen 106 und 107 an der Innenseite, d.h,
der dem Fadenspleißorgan 101 zugewandten Seite der Führungsplatten
29 bzw. 30 liegend angeordnet, wobei jede der Fadenschneideinrichtungen
106 und 107 eine feststehende Schneidklinge 92 und eine bewegbare Schneidklinge 93 aufweist. Wird
eine in der Fig. 3 dargestellte Stange 94 von einem nicht ge·
zeigten Steuernocken betätigt, dann wird ein zweiarmiger
341H82
Hebel 95 in Uhrzeigerrichtung oder entgegen der Uhrzeigerrichtung
um einen Zapfen 96 herum verschwenkt. Der eine Arm des Hebels 95 ist an seinem Ende mit einem gabelförmig ausgebildeten
Teil 97a versehen, der einen an der bewegbaren Schneidklinge 93 befestigten Stift 98 umgreift. Infolge der
Schwenkbewegung; des Hebels 95 wird von seinem gabelförmigen
Teil 97a der St |i ft 98 bewegt, der die an einem Zapfen 99
schwenkbar gelagerte Schneidklinge 93 zwecks Ausführung eines
Schneidvorgangs verschwenkt.
I !
Die außerhalb der Fadenschneideinrichtungen 106 und 107 befestigten
gabelförmig ausgeschnittenen Führungsplatten 29 und
30 sind jeweils mit Führungsausschnitten 29a und 29b bzw. 30a
und 30b versehen, wie dies in der Fig. 8 dargestellt ist.
Wie aus den Figuren 3 und 5 hervorgeht, wird die an einer
Seite des Fadenspleißorgans 101 schwenkbar angeordnete Fadenführ
ungse i nr i chtiung 105 von einem nicht gezeigten Steuernocken über eine Stange 31a in Uhrzeigerrichtung, wie in
I
diesen Figuren gesehen, verschwenkt, um den Faden YP in die Führungsausschnit te 29b und 30b und den Faden YB in die Führungsausschnitte 29a und 30a und danach die Fäden YP und YB
diesen Figuren gesehen, verschwenkt, um den Faden YP in die Führungsausschnit te 29b und 30b und den Faden YB in die Führungsausschnitte 29a und 30a und danach die Fäden YP und YB
entlang der V-förmig ausgebildeten Vorderfläche des Fadenspleißorgans
101 und durch den Fadeneinführsch 1itζ 55 in den
Fadenspleißkanal .54 einzuführen.
Nachstehend soll ein Fadensp1eißvorgang unter Verwendung der
er f i ndunj; sgemäßen Fadenspleißvorrichtung 12 beschrieben
werden .
I. Vorbereitung und Fes t kl errrnen der Fäden
Wenn der in der Fig. 1 dargestellte Fadenwächter 8 während des Wi cke1 betriebs einen Fadenbruch oder ein Aufbrauchen des
Fadenvorrats auf der Ablaufspule B feststellt, wird die Wikkelwalze 9 abgestoppt und eine eine einzige Umdrehung ausführende
Drehkupplung betätigt, die eine Welle in Umdrehung
versetzt und dadurch verschiedene, auf der Welle vorgesehene
oder mit dieser zusammenwirkende Steuernocken betätigt, die
den vorgesehenen Fadenspleißvorgang bewirken. Zunächst werden
die Saugarme 10 und 11 aus ihren in der Fig. 1 mit unterbrochenen Linien andeutungsweise gezeichneten Stellungen 10a
bzw. lla zusammen mit den angesaugten Fadenendteilen verschwenkt,
wobei die beiden Fäden YB und YP nebeneinander liegend vor die Fadenspleißvorrichtung 12 verbracht werden.
Die Saugarme 10 und 11 werden in hinter der Fadenspleißvorrichtung
12 liegenden Stellungen abgestoppt, wie dies in der
Fig. 1 dargestellt ist.
Nach dem Betätigen des Saugarms 10 und vor dem Betätigen des Saugarms 11 wird die auf 1 aufspu1enseitig angeordnete Fadenklemmeinrichtung
109 in Tätigkeit gesetzt, die den Faden YP zwischen dem Schwenkhebel 20 und dem Stützblock 21 einklemmt
und den Faden YP in die Führungskerbe iy einführt, die von
der oberhalb des Fadenwächters 8 befindlichen ortsfesten Führungsplatte
16 und den an beiden Enden des Fadenwächters 8 liegenden schwenkbaren Führungsplatten 17 und 18 gebildet
wird, und somit den Faden YP auch in den Fadenkanal des
Fadenwächters 8 einführt, wie anhand der Fig. k ersichtlich
ist. Der Faden YP wird dann im Fadenwächter 8 überprüft. Danach werden die schwenkbaren Führungsplatten 17 und 18 um die
Welle 22 herum in die in der Fig. 5 mit unterbrochenen Linien
dargestellten Stellungen 17-1 bzw. 18-1 verschwenkt, um den
Faden YP aus dem Fadenkanal des Fadenwächters 8 herauszunehmen und in die Ausweichausschnitte 17b und 18b der Führungsplatten
17 bzw. 18 einzuführen.
Danach wird der mit der Ablaufspule B verbundene Faden YB vom
Saugarm 11 angesaugt und vor die Fadenspleißvorrichtung 12
verbracht. Der Faden YB verläuft über die Hakenteile 17c, 18c der schwenkbaren Faden führungsplat ten 17 bzw. 18 und wird
zwischen der Halteplatte 23a und dem Stützblock 23b der Fadenkl emme i nr i cht ung 108 festgeklemmt.
- if] -
II. Führen und Durchschneiden der Fäden
Nach dem Festkleranen der Fäden YP und YB werden die Arme 32
und 33 der in den Figuren 2 und S dargestellten Fadenführunrseinrichtunc
1CJ 5 in. die Welle 31 herum ver schwenkt, um
die Fäden YP und Yb getrennt in die F uhrungsaus sehnitte 29a
bzw. 29b der Führungsplatte 29 und in die Führungsausschnitte
30a und 30b der Führungsplatte 30 und auch durch den Fadeneinführschi
itζ 5> in den Fadenspleißkanal 5k des Fadenspleißorgans
101 einzuführen.
Danach werden die Fadenschneideinrichtungen 106 und 107 betätigt,
um an Stellen, die in vor bes t inrmten Abständen von den Klemmeinrichtungen 1OS und 109 liegen, Fadenendteile YP2 und
YB2 abzuschneiden, wie anhand der Fig. 8 ersichtlich ist. Die
Lagen der Sehneids te 1ien wirken sich auf die Länge der zu
erzielenden Spleißverbindung aus und beeinflussen die Erscheinung
und Festigkeit der Spleißverbindung. Die Lagen der
Schneidstellen sind auch abhängig von der Fadennumerierung.
Das Abschneiden der Fadenendteile YP2 und YB2 wird in dem in
der Fig. 34 dargestellten Betriebszustand der Fadenspleißvorrichtung
12 durchgeführt, in dem an den einander entgegengesetzten
Enden des Fadenspleißorgans 101 die Fäden YB und YP
in den Fadenklemmeinrichtungen 108 bzw. 109 festgeklerrmt sind
und die Fadenführungseinrichtung 105 durch ein von einem
nicht gezeigten Steuernocken bewirktes Verschieben der in der Fig. 5 dargestellten Stange 31a in Richtung des Pfeils 31b
in der Weise verschwenkt worden ist, daß die Arme 32 und
in Uhr zei£errichtunp, wie in der Fig. 5 gesehen, um die Welle
31 herum verschwenkt worden sind. Bei der Betätigung der Faden
ί uhr ung se i nr i cht.ung 105 und der Schneideinrichtungen
und 107 wird die Fadenpositioniereinrichtung 102 in der in
der Fig. 5 mit unterbrochenen Linien dargestellten Bereitschaf
tsste 11ung 102a gehalten.
III. Rückdrehen der Fadenenden
Danach wird gleichzeitig mit oder kurz vor oder kurz nach dem
Ansaugen der Fadenendteile YPl und YBl von den Fadenenderückdrehdüsen
103 bzw. 104 die Fadenführungseinrichtung 105 in
Richtung des Pfeils R von den Fäden YP und YB wegbewegt, wie
dies in der Fig. 35 dargestellt ist. Folglich werden die Fadenendteile YPl und YBl tief in die Fadenenderiickdrehdüsen
103 bzw. 104 eingesaugt, wonach ein Druckfluid in die Fadenender ückdrehdüsen 103 und 104 eingestrahlt wird, um die
Fadenendtei]e YPl und YBl bis zu einem zum Spleißen geeigneten
Zustand rückzudrehen.
Es ist zu bemerken, daß die Saugwirkung der Rückdrehdüsen und 104 vorzugsweise kurz vor dem Durchschneiden der Fäden YP
und YB durch die Schneideinrichtungen 106 bzw. 107 eingeleitet
wird, weil während des Durchschneidens der Fäden YP
und YL5 eine Zugkraft aufgrund der Saugwirkung der Saugarme und il auf die Fäden YP und YB einwirkt, so daß die nach dem
Durchschneiden in freiem Zustand befindlichen Fadenendteile
YPl und YbI aus ihren Lagen vor den öffnungen der Rückdrehdüsen
103 und 104 herausschne11 en können und somit von den
Rückdrehdüsen 103 und 104 nicht angesaugt werden. Die Fluidzufuhr
zu den Rückdrehdüsen 103 und 104 wird durch Betätigen
eines Ventils mittels eines nicht gezeigten Solenoids bewirkt.
IV. Fadenspleißen
Nach dem Rückdrehen der Fadenendteile YPl und YBl bis zu
einem zum Spleißen geeigneten Zustand wird die Saugwirkung der Rückdrehdüsen 103 und 104 und das Einstrahlen von Druckfluid
durch die Einstrahldüse 88 unterbrochen. Gleichzeitig
mit dieser Unterbrechung oder kurz vorher oder kurz nachher
wird die Fadenführungseinrichtung 105 wieder betätigt, um die
Fadenendteile YPl und YBl aus den Fadenenderückdrehdüsen 103
und 104 herauszuziehen und die rückgedrehten Fadenendteile
11482
YPl und YBl nebeneinander liegend und in vor best irrmten Stellungen
in das Fadenspleißorgan 101 einzuführen, wie dies anhand
der Fig. 36 gezeigt ist. Hierbei wird der eine Arm 32 der Faden führungseinrichtung 10.5 in eine Stellung hineingeschwenkt,
in der der Arm 32 gegen den Anschlag 35 anliegt. Die Fadenpositioniereinrichtung 102 wird in die in den Figuren
32 und 35 dargestellte Stellung geschwenkt, in der sie zusammenwirkend mit den Fadenpositionier pi at ten S3a und 83b
und den Führungsstäben 28a und 28b die Fäden YP und YB zwischen dem Fadenspleißkanal 54 und den Kl errrne i nr i cht ungen
108 und 109 oder insbesondere zwischen dem Fadenspleißkanal
5k und den Armen 32 und 33 umlenkt.
Die Fadenendteile YPl und YB1>
die in den Düsenbohrungen 86 der Fadenenderückdrehdüsen 103 bzw. 104 eingeführt worden
sind, werden dann von der Fadenführungseinrichtung 105 und
der Fadenpositioniereinrichtung 102 in den Fadenspleißkanal
5k des Fadenspleißorgans 101 hineingezogen, so daß mittels
der Fadenpositioniereinrichtung 102 und den in der Fig. 9
dargestellten Ki errmpl at ten 25 und 26 die Fadenendteile YPl
und YBl in eine Lage verbracht werden, in der sie sich gegenseitig
ber uhren.
Nach dem Positionieren der Fadenendteile YPl und YBl wird ein
iiruckfluid aus den ersten und zweiten Fluideinstrahldüsen
bzw. 57 und aus der dritten Fluideinstrahldüse 58, wie sie in
der Fig. 9 dargestellt sind, in den Fadenspleißkanal 54 eingestrahlt,
um mittels kreisender Fl u i ds t r.ömungen und einer die Fadenendteile YPl und YhI direkt beaufschlagenden FJuidströrnung
das Fadenspieißen zu bewirken.
Anhand der Fig. 37 soll das Prinzip des Fadensp1eiBens mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung er läutert werden. Zuerst
werden die Fäden YP und YB in der Weise überlappend parallel nebeneinander gelegt, daß die Fadenspitzen jeweils in einander
entgegengesetzten Richtungen gerichtet sind. Die jeweiligen Fadenendteile sind vorher in Vorbereitung des
Spleißvorgangs rückgedreht worden. An den rückpedreh ten
Fadenendteilen ist somit die Drehuneszahl fast Null oder erheblich
geringer als die Drehungszahl der übrigen Teile der Fäden YP und YB. Vorzugsweise befinden sich die rückgedrehten
Fadenendteile in dem optimalen Zustand, in dem die Fasern im
wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet sind.
Die Fadenendteile der Fäden YP und YB verlaufen ungehindert
im freien Zustand, während die beiden Fäden YP und YB jeweils
an einer im vor bes t inrmten Abstand von ihrer Spitze liegenden
Stelle Kl bzw. K2 mittels der Fadenk 1 errmei nr i ch t ungen 109
bzw. 108 festgeklemmt sind. Die Kl enrns te 11 en Kl und K2 dienen
: J 4 I I 4 ö Z
dazu, das Weiterlaufen von den Fadenendtei1 en während des
Spleißvorgangs erteilten Drehungen über die Klenrnste 1ien Kl
und K2 hinaus zu verhindern.
In diesem Zustand werden die beiden Fadenendteile an zwei
verschiedenen Stellen Cl und C2 der Einwirkung von Druckf
1 ui dst r örnungen unterzogen, die an der Stelle Cl in der einen
Drehrichtung Xl kreisen, und die an der Stelle C2 in der entgegengesetzten
Drehrichtung X2 kreisen, während gleichzeitig die Fadenendteile an einer in der Mitte zwischen den beiden
Stellen Cl und C2 liegenden Stelle M direkt von einer Druckf1uidströmung
beaufschlagt werden. Die die Fadenendteile
direkt beaufschlagende Druckf1uidströmung fördert das Verschlingen
der Fasern miteinander im mittleren Teil der
Doppel fadenstrecke, während die kreisenden Druckf1uidströmungen
eine Spleißverbindung bilden, die mit einer in Richtung
der Drehungen der einzelnen Fäden YP und YB verlaufenden echten Drehung versehen ist.
Die Drehrichtungen Xl und X2 hängen von der Drehungsrichtung
der zu spleißenden Fäden YP und YB ab. Die Drehrichtung Xl an der Stelle Cl ist die Richtung, in der die Drehungen des
Fadens YP zwischen der Ki errms te 1 1 e Kl und der Stelle Cl, an der das Druckfluid einwirkt, rückgedreht werden, während die
.. .341H82
Drehrichtung X2 an der Stelle C2 die Richtung ist, in der die
Drehungen des Fadens YB zwischen der Klerrmstelle K2 und der
Stelle C2, an der das Druckfluid einwirkt, rückgedreht werden. ! )a im dargestellten Fall die Fäden YP und YB eine Z-Drehunp
aufveiscn, sollte ein Fadenspleißorgan 101 eingesetzt
werden, aas ocier dessen Fadens ρ i e i ßei nsat ζ , z.B. der in den
Figuren 12 bis 15 dargestellte Fadenspleißeinsatz 59, zur
Verwendung bei Fäden mit Z-Drehungen geeignet ist.
Weisen die beiden Fäden YP und YB eine S-Drehung auf, sollte ein Fadenspleißorgan 101 eingesetzt werden, das oder dessen
Fadenspleißeinsatz, z.B. der in den Figuren 16 bis 19 dargestellte
Fadenspleißeinsatz 64, in der Weise ausgebildet
ist, daß die Drehrichtungen umgekehrt zu den in der Fig. 37
dargestellten Drehrichtungen Xl und X2 verlaufen.
Nachstehend soll das Verhalten der Fäden YP und YB unter der Einwirkung der kreisenden Druckf1uidströmungen erläutert
werden. Zu diesem Zweck wird der Fadenendteil des in der FLg. 37 dargestellten Fadens YB zwischen der Klerrmstelle K2 und
der Spitze des Fadenendes als in vier Abschnitte Al bis i\k
aufgeteilt betrachtet. Der Abschnitt Al liegt zwischen der
Fadenendspitze und der Stelle Cl der Einwirkung der kreisenden
Druckfiuidströmung. Der Abschnitt A2 liegt zwischen der
5te1 Je Cl und der Stelle M in der Mitte zwischen den beiden
Stellen Cl und C2. Der Abschnitt A3 liegt zwischen der Steile
M und der Stelle C2, an der die kreisende Druckf1uidströrnung
einwirkt. Der Abschnitt A4 liegt zwischen der Stelle
C2 und eier Kl crrms teile KZ. Aul ähnliche Weise wird der FaccnendieiJ des Faaens YP zwischen der Kl errrns te i 1 e Kl und der 1-adenendspi tze als in ähnliche Abschnitte Bl bis B4 aufgeteilt bet rächtet.
C2 und eier Kl crrms teile KZ. Aul ähnliche Weise wird der FaccnendieiJ des Faaens YP zwischen der Kl errrns te i 1 e Kl und der 1-adenendspi tze als in ähnliche Abschnitte Bl bis B4 aufgeteilt bet rächtet.
Aufgrund der an der Stelle Cl in der Richtung Xl kreisenden Druckf1uidströmung werden die innerhalb der Abschnitte Al
und A2 liegenden Teile des Fadens YB und die innerhalb der Abschnitte B3 und B4 liegenden Teile des Fadens YP in der
gleichen Richtung Xl gedreht. Obwohl in den Abschnitten Al und B4 eine S-Drehungen erteilende Drehkraft auf die Fäden YD und YP einwirkt, während in den Abschnitten A2 und B3
eine Z-Drehungen erteilende Drehkraft auf die Fäden YB und YP einwirkt, verbleiben keine S-Drehungen im Faden YB im
und A2 liegenden Teile des Fadens YB und die innerhalb der Abschnitte B3 und B4 liegenden Teile des Fadens YP in der
gleichen Richtung Xl gedreht. Obwohl in den Abschnitten Al und B4 eine S-Drehungen erteilende Drehkraft auf die Fäden YD und YP einwirkt, während in den Abschnitten A2 und B3
eine Z-Drehungen erteilende Drehkraft auf die Fäden YB und YP einwirkt, verbleiben keine S-Drehungen im Faden YB im
Abschnitt Al, weil sich dieser Abschnitt Al des Fadens YB
/ im freien Zustand oder Offenendzustand befindet, während
im Abschnitt A2 die Z-Drehungen im Faden YB verbleiben.
Gleichzeitig werden in den Abschnitten A2 und A3 den rückgedrehten Fasern Z-Drehungen erteilt, während diese Fasern miteinander verschlungen und vereinigt werden. Im Abschnitt
Gleichzeitig werden in den Abschnitten A2 und A3 den rückgedrehten Fasern Z-Drehungen erteilt, während diese Fasern miteinander verschlungen und vereinigt werden. Im Abschnitt
m 0, m» * *
Al wird der Faden YB schließlich zusammen mit dem Faden YP
im Abschnitt B4 vereinigt und zusammen mit diesem in Z-Richtung
Redreht. Befindet sich der Faden YP im Abschnitt B4
eoenfails im ungedrehten oder rückgedrehten Zustand, dann
verden aie Fasern der Fäden YB und YP in den Abschnitten AJ
Dzw. B4 miteinander verschlungen und zu einem einzigen,
!-Drehungen aufweisenden Faden vereinigt.
Da die Drehrichtung Xl der Drehungsrichtung des Fadens YP
entgegensesetzt ist, unterliegt der Faden YP im Abschnitt
B4 einer gewissen rückdrehenden Wirkung. Da jedoch das
Drehen der Fadenteile in den Abschnitten B3 und B4 soweit wie
möglich eingeschränkt ist, werden hauptsächlich die Fadenteile
des Fadens YB in den Abschnitten Al und A2 um den Faden YP herumgedreht, so daß sich der Zustand ergibt, bei dem der
Faden Yti selbst in Z-Kichtung gedreht und in Z-Richtung um
den Faden YP herumgewunden ist.
Die kreisende Strömung in der Drehrichtung X2 an der Stelle C2 führt zu einem Zustand, der dem vorstehend beschriebenen
ähnlich ist. Da sich der Faden YP im Abschnitt Bl im freien Zustand befindet, erhält der Faden YP im Abschnitt B2 eine
Z-Drehung. Gleichzeitig werden die Fasern des Fadens YP in den Abschnitten Bl und B2 mit den Fasern des Fadens YB ver-
schlungen und zu einem einzigen, in Z-Richtung gedrehten Faden verei nigt.
Demgemäß wird der Faden YB in den Abschnitten Al und A2, die
an einer 'Seite der Mittelstelle M zwischen den Drehstellen Cl una C2 liegen, um den Faden YP in den Abschnitten B^ und B3
her umgewunden und in Z-Richtung, d. h. in derselben Richtung wie die Drehungsrjchtung der Fäden YP und YB gedreht, und es
wird der Faden YP in den Abschnitten Bl und B2, die an der anderen Seite der Mittelstelle M zwischen den Drehstellen Cl
und C2 liegen, um den Faden YB in den Abschnitten A4 und A3
herumgewunden und in Z-Richtung, d. h. in derselben Richtung wie die Drehungsrichtung der Fäden YP und YB gedreht. Somit
läßt sich entlang der gesamten Länge der gebildeten Spleißverbindung
eine Drehung in Richtung der ursprünglichen Drehungsrichtung
der Fäden YP und YB erzielen. Da die einander überlappend gelegten Fadenendteile vor dem Spleißen rückgedreht
worden sind, weist die nach dem Spleißen erhaltene Verbindung die gleiche Struktur wie die ursprünglichen Fäden
YP und YB auf.
An der in der Mitte zv/i sehen den beiden Stellen Cl und C2
liegenden Stelle M werden die rückgedrehten und parallel
zueinander ausgerichteten Fasern der beiden Fäden YP und YB
aufch aas direkte Beaufsch 1agtwerden mit den auf dem mittie-
ren Teil der Achse des Fadenspleißkanals 54 gerichteten
Dr uckf 1 u i ds t r orn miteinander derart vermischt und verschlungen,
daß an dieser Stelle M in der Spleißverbindung das Vorliegen von zwei verschiedenen Fäden nicht zu erkennen ist.
Infolge der erteilten Z-Drehungen ergibt sich die Struktur
eines einzigen Fadens. Falls die Fiuideinstrah 1 düse 71, aus
der die beiden Fäden YP und YB direkt mit dem Druckfluid beaufschlagt werden, die in den Figuren 20 bis 23 dargestellte
flache langgestreckte Form aufweist, wird an der mittleren
Stelle M ein längerer Teil der beiden Fäden YP und YB mit dem
Druckfluid direkt beaufschlagt, wodurch das Vermischen der
Fasern gefördert und die Festigkeit der entstehenden Spleißverbindung verbessert wird.
Die Figur 38 zeigt eine auf vorstehend beschriebene Weise erhaltene
Spleißverbindung Yl, bei der die Fäden YP und YB entlang
der gesamten Länge der überlappend gelegten Fadenstrecke rückgedreht worden sind. Wie ersichtlich, weist die Spleißverbindung
Yl entlang ihrer gesamten Länge die Form eines einzelnen Fadens mit einer echten, in gleicher Richtung (Z-Richtung)
verlaufenden Drehung auf. Das Vorliegen von zwei voneinander unterscheidbaren Fäden kann nicht festgestellt werden.
Die Fasern der beiden Fäden YP und YB sind miteinander vermischt und umeinander gedreht und zu einem einzigen Faden
vereinigt worden. Es läßt sich auf diese Weise eine Spleißverbindung hoher Qualität, deren Fadeneigenschaften denjenigen
der Einzelfäden YP und YB, aus denen sie gebildet worden
ist, vergleichbar sind. Die Anzahl hörnerartiger Vorsprünge
oder abstehender Faserenden an beiden Enden der Spleißverbindung ist im Vergleich zu üblichen Sp1eißverbindungen
verringert.
Ausführungsbeispiel
Es wurden die Festigkeiten von Sp1cißverbindungen gemessen,
die mit einer erfindungsgemäßen Fadenspleißvorrichtung hergestellt
wurden, deren Fadenspieißorgan 101 der in den Figuren
12 bis 15 dargestellten Ausföhrungsform entsprach, in
der die drei Einstrahldüsen 56, 57 und 58 denselben Durchmesser
aufwiesen. Als Druckfluid wurde Luft mit einem Druck
von 588 kPa eingesetzt. Bei Verwendung von Wollfäden der Numerierung Nm 11 wurden an 500 Proben mit einer durchschnittlichen Faden festigkeit von 879 g Spleißverbindungen mit einer
durchschnittlichen Festigkeit von 722 g erhalten, so daß
die Festigkeit der gespleißten Fäden 83 % der Festigkeit der ursprünglichen Einzelfäden betrug.
Claims (7)
1.1 Spleißvorrichtung für gesponnene Fäden, mit einem
pneumatischen Fadenspleißorgan, in dem ein Fadenspleißkanal
ausgebildet ist, in dessen Umfangswand an zwei in Axialrichtung
des Fadenspleißkanals im Abstand voneinander liegenden
Stellen jeweils eine Fiuideinstrahldüse zum Erzeugen einer
wirbelnden Fluidströmung einmündet, dadurch gekennzeichnet
, daß in der Umfangswand des Fadenspleißkanals (54) an einer in Axialrichtung des Fadenspleißkanals
(54) in der Mitte zwischen den Stellen, an denen die
341H82
beiden zum Erzeugen von in einander entgegengesetzten Richtungen
wirbelnden Fluidströmungen gerichtete Fluideinstrahldüsen (56,57; 65,66; 69,70; 73,74) einmünden, liegenden
Stelle eine dritte Fluideinstrahldüse (58; 67; 71; 75), die
eine η jchtwirbe 1nde Strömung erzeugt, in ηichttangentia I er
Richtung einmündet.
2. Spleißvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet , daß die dritte Fluideinstrahldüse (58; 67; 71; 75) in der Mitte des Fadenspleißkanals (54)
angeordnet ist, und somit die beiden zum Erzeugen von wirbeln· den Fluidströmungen vorgesehenen Fluideinstrahldüsen (56,57;
65,66; 69,70; 73,74) jeweils im gleichen Abstand von ihrem nächst 1iegenden Ende des Fadenspleißkanals (54) angeordnet
s i nd .
3. Spleißvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet , daß die zum Erzeugen von wirbelnden Fluidströmungen vorgesehenen Fluideinstrahldüsen
(56,57; 65,66; 69,70; 73,74) einen kreisförmigen Mündungsquerschnitt
aufweisen und die dritte Fluideinstrahldüse (58; 67;
71; 75) einen flachen, in Längsrichtung des Fadenspleißkanals
(54) langgestreckten Mündungsquerschnitt aufweist.
3 -
4. Spleißvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis, dadurch gekennzeichnet, daß die Fluideinstrahldüsen
(56,57,58; 65,66,67; 69,70,71; 73,74,75) und der
zy1inderförmige Fadenspleißkanal (54) und ein tangential in
den Fadenspleißkanal (54) einmündender Fadeneinfuhr sch 1itz
(55) in einem Fadenspleißeinsatz (59; 64; 68; 72) ausgebildet
sind, der herausnehmbar in eine Aufnahmebohrung oder einen Aufnahmeausschnitt des Fadenspleißorgans (101,101') einpaßbar
ist.
5. Spleißvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß der Fadenspleißeinsatz
(59; 64; 68; 72) mit flanschartigen Endteilen (61) an seinen
beiden Stirnflächen und einen seine Außenumfangswand teilweise
umlaufenden Auss'chnitt versehen ist, so daß wenn der Fadenspleißeinsatz (59; 64; 68; 72) in die Aufnahmebohrung
bzw. den Aufnahmeausschnitt des Fadenspleißorgans (101, 101')
eingepaßt ist, ein Fluidkanal (60) vom Boden des Ausschnitts des Fadenspleißeinsatzes (59; 64; 68; 72), den Seitenwänden
der flanschartigen Endteile (61) und der Wand der Äufnahmebohrung
oder des Aufnahmeausschnitts des Fadenspleißorgans
(101, 101') gebildet wird, der mit einem im Fadenspleißorgan
(101, 101') ausgebildeten Fluidzufuhr kanal (62,63) in Verbindung
steht.
6. Spleißvorrichtung nach Anspruch k oder 5, dadurch
gekennzeichnet , daß die flanschartigen Endteile
des Fadenspleißeinsatzes (59; 64; 68; 72) in eine Aufnahmebohrung
mit kreisförmigem Querschnitt oder in einen
rechteckig ausgeschnittenen Aufnahmeausschnitt des Fadenspleißorgans
(101, 101') einpaßbar sind.
7. Spleißverbindung für einen gesponnenen Faden, hergestellt
mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6.
Applications Claiming Priority (1)
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| JP (1) | JPS6055611B2 (de) |
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