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Verfahren und Vorrichtung zum Stapeln von Brettern
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od.dgl.
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Stapeln von Brettern
od.dgl. in paralleler Nebeneinanderordnung, bei dem nacheinander einzeln quer zu
ihrer Längsrichtung geförderte Bretter zu einer Bretterschicht geringerer Breite
als die des Stapels zusammengefaßt und durch eine Horizontalbewegung über den Stapel
gebracht werden.
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Bei bekannten Vorrichtungen werden die Bretter für eine Brettlage
an ihren Längskanten abstandslos aneinandergereiht und durch zwei Gabeln von unten
angehoben.
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Die Bretterlage wird sodann durch die Gabeln horizontal über den zu
bildenden Stapel gebracht, abgesenkt und geht in eine horizontale Rückwärtsbewegung
über. Die Bretter der Lage werden durch Anschläge zurückgehalten und fallen nacheinander
über die Gabelvorderkanten auf die Unterlage. Die Lücken von einem Brett zum anderen
entstehen dadurch, daß die Anschläge während der Rückwärtsbewegung der Gabeln sich
ebenfalls mit einer geringeren Geschwindigkeit nach hinten verstellen.
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Die Nachteile dieser bekannten Vorrichtung liegen nun einmal darin,
daß die Stapelbreite nicht variiert werden kann. Die jeweiligen Abstände der Bretter
einer Lage zueinander sind auf Grund der anfallenden ungleichen Breiten nicht gleich
groß. Bedingt durch Ungleichmäßigkeiten der Rückwärtsbewegung der Brettabstreifer
ergeben sich deutliche Verschiebungen der Bretter in ihrer Längsrichtung, so daß
die Bretter innerhalb eines Stapels
zueinander nicht parallel zu
liegen kommen.
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Wie bei in Betrieb befindlichen Vorrichtungen dieser Art zu sehen
ist, geht die Störungsanfälligkeit so weit, daß die Bretter beim Abstreifen übereinander
zu liegen kommen und sofort von Hand eingegriffen werden muß, um einen weiteren
Ablauf zu gewährleisten.
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Durch die Erfindung können alle vorgenannten Nachteile bestehender
Vorrichtungen vermieden und zusätzliche Probleme gelöst werden.
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Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht-, daß die Bretter jeder
Schicht vor, während oder nach der-Horizontalbewegung voneinander entfernt werden,
bis die Außenränder der beiden äußersten Bretter der Bretterschicht einen der Breite
des Stapels entsprechenden Abstand aufweisen. Hiebei kann die Zusammenfassung der
Bretter zu einer Schicht dadurch erfolgen, daß die Bretter mit ihren Längsrändern
aneinanderstoßend zunächst vereinigt und sodann auf die Stapelbreite gebracht werden.
Es kann aber auch die Zusammenfassung rein rechnerisch geschehen.
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Es wird dann zwischen dem letzten Brett der einen Schicht und dem
ersten Brett der nächsten Schicht der schon gebildete Stapel etwas gesenkt und gegebenenfalls
die Zwischenleisten aufgesetzt. Der Transport der Bretter kann in diesem Falle kontinuierlich
erfolgen.
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Unabhängig von der Art der Zusammenfassung können die Bretter einzeln
über den Stapel gebracht und mit dem vorausberechneten Abstand voneinander abgesetzt
werden.
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Die Erfindung bezieht sich ferner auf Vorrichtungen zur Anwendung
des neuen Verfahrens.
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In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in zwei beispielsweisen
Ausführungsformen schematisch dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine schematische Seitenansicht
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung
gemäß Fig. 1, Fig. 3 eine Draufsicht auf den Förderer und mögliche Stapel anordnungen,
die Fig. 4 und 5 einen Aufriß und eine Draufsicht einer Vorrichtung anderer Bauart.
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Die Stapel- und Paketiervorrichtung umfaßt gemäß den Fig. 1 bis 3
ein rahmenartiges Gestell aus Stahlprofilen 8, an welches symmetrisch je drei Schienen
18 hochkant angeschweißt sind. Auf jeder Schiene 18 sind zwei Mitnehmer 11 verschiebbar
aufgehängt. Jeder Mitnehmer 11 ist über eine Rollenkette 12, Umlenkräder 13, Verbindungswelle
und Kettenräder 14 mit einem symmetrisch angeordneten Mitnehmer schlupffrei verbunden.
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Jedes Mitnehmerpaar 11 wird von einem Schneckengetriebemotor 15 angetrieben.
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Von jedem Mitnehmer 11 führt eine flexible Schlauchleitung 19 zu
einem Vakuumerzeuger 24.
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Durch die Anordnung mehrerer Laufschienen 18 nebeneinander ist es
möglich, die Anzahl der Mitnehmer 11 je Brett zu erhöhen, und zwar dann, wenn die
Brettanzahl äe Lage 21 kleiner ist als die Summe der Mitnehmerpaare.
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Bei kleinerer Brettanzahl äe Lage 21 steigt meist auch das Einzelbrettgewicht
und so ist eine Vergrößerung der Saugfläche äe Brett durch mehr Mitnehmer nebeneinander
erwünscht.
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In Fig. 2 sind sechs Mitnehmerpaare 11 dargestellt.
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Die Anzahl der Mitnehmerpaare muß dem jeweiligen Einsatzfall angepaßt
werden.
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Seitlich am Gestell 8 befinden sich vier Laufräder 16, die wiederum
in den Trägerschienen 17 verschiebbar geführt sind. Das Gestell 8 wird, analog der
Mitnehmerverstellung, über eine Antriebseinheit 23 horizontal verstellt. Der Meßförderer
1 ist als Kettenförderer ausgebildet und hat am Umfang im gleichen Abstand Mitnehmer
25 angeordnet. In seinem Bereich ist ein optisches Meßgerät 2 situiert, welches
an eine elektronische Datenverarbeitungsanlage 9 angeschlossen ist. Der Stauförderer
3 ist ebenfalls ein Kettenförderer, jedoch ohne Mitnehmer.
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Der Lagenhubtisch 4 ist in unserem Beispiel über Druckluftzylinder
26 nach oben und unten verstellbar. Die Plattform 5 kann schrittweise abgesenkt
und weiter bis unter das Niveau des Kettenförderers 6 verstellt werden.
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Jedes Brett 22 wird einzeln und taktweise so auf den Meßförderer
1 aufgegeben, daß das Brett zwischen jeweils zwei Mitnehmer 25 zu liegen kommt.
Nach einer Beruhigungsstrecke wird das Brett 22 durch den Bereich des Meßgerätes
2 hindurchgezogen und gelangt in weiterer Folge auf den Stauförderer 3. Die Förderketten
des Stauförderers 3 können fortwährend umlaufen und transportieren das Brett 22
so lange nach vorne, bis es mit seiner vorderen Längskante am Rückhalter 7 anliegt.
Da der Stauförderer 3 keine hervorstehenden Mitnehmer besitzt, rutschen die Förderketten
unter dem Brett 22 hindurch. Zwischen den Mitnehmern 25 des Neßquerförderers I liegen
nun die taktweise aufgegebenen Bretter und durchfahren den Meßbereich 2, wo jeweils
die Stückzahl gezählt, die Brettbreiten gemessen und addiert werden.
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Die Breite des Stapels 20 ist bekannt bzw. wählbar und somit auch
die jeweils erforderliche Brettanzahl zur Bildung einer Bretterlage 21.
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Die Datenverarbeitungsanlage 9 vergleicht die Summe der Brettetreiten,die
das Meßgerät 2 durchfahren haben mit der vorgegebenen Stapelbreite. Dasjenige Brett,
welches bereits einen größerer Wert als die Stapelbreite ergibt, gehört nicht mehr
zu dieser Bretterlage und bleibt vor dem Erreichen des Stauförderers 3 durch Anhalten
des Meßförders 1, stehen.
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Währen dem sich Brett um Brett ohne Lücken f auf dem Stauförderer
3 ansammelt, richten sich die Mitnehmer 11 paarweise auf die Mittelachan der jeweils
tiefer liegenden Bretter ein. Die Steuerimpulse für die Mitnehmerverstellung kommen
von der Datenverarbeitungsanlage 9 zu den jeweiligen Antriebsmotoren 15, welche
die Mitnehmerpaare 11 auf den Laufschienen 18 über Verbindungswellen 14 und Rollenketten
12 verstellen.
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Die Steuerung der Antriebsmotoren 15 und somit die Stellung der Mitnehmer
11 auf den Schienen 18 wird über bekannte Impulsgeber, die mit den Welleneinheiten
14 schlupffrei verbunden sind, von der elektronischen
Rechneranalge
9 bewerkstelligt.
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Nachdem sich die Brettlage 21 auf dem Stauförderer 3 gebildet hat
und die Mitnehmerpaare 11 auf die Bretter ausgerichtet sind, wird, über Befehl der
elektronischen Datenverarbeitungsanlage 9, die Brettlage 21 durch den Hubtisch 4
hochgehoben. Die obere Fläche der Bretterlage 21 legt sich an die Dichtlippen der
Mitnehmer 11 an, die Bretter werden an die Mitnehmer 11 angesaugt und gehalten,
nachdem sich kurz vorher Vakuum über die Leitungen 19 im Inneren der Mitnehmer 11
gebildet hat. Der Hubtisch 4 bewegt sich wieder in seine Ausgangslage zurück und
die nächste Bretterlage kann durch in Bewegungsetzen des Meßförderers 1 auf dem
Stauförderer 3 gebildet werden.
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Die Bretter die von oben durch die Mitnehmer 11 mittels Unterdruck
festgehalten werden, müssen aus ihrer Lage, wo sie an den Längskanten aneinander
anliegen, auseinandergezogen werden. Und zwar geschieht dies auf die Weise, daß
die Mitnehmerpaare 11 mit den Brettern sich auf der Laufschiene 18 nach links in
Richtung des Meßgerätes 2 bewegen, bis -jedes Brett die ihm von der elektronischen
Datenverarbeitungsanlage 9 zugewiesenen Position eingenommen hat. Der Abstand der
Außenkanten der äußersten Bretter ist jetzt identisch mit dem Stapel breite. Das
sich ganz rechts, also am weitesten vom Meßgerät 2, befindliche Brett muß nicht
verschoben werden.
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Die elektronische Rechneranlge 9 steuert die einzelnen Verstellmotoren
15 folgerichtig so, daß zwischen den einzelnen Brettern Lücken f mit gleichem Abstand
entstehen.
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Während des Auseinanderziehens der Bretter durch die Mitnehmer 11
fährt das Gestell 8 über die Rollen 16 in den Trägern 17 durch die Antriebseinheit
23 um den Abstand nach vorne, also soweit, bis sich die Bretterlage 10 in genauer
Position über dem zu bildenden Bretterstapel befindet. Nun werden alle Mitnehmer
11 über die Leitungen 19 belüftet, die Bretter verlieren den Halt und
fallen
gleichzeitig über eine kurze Höhenstrecke auf den Bretterstapel 20. Das Traggestell
8 fährt sodann nach links in seine Ausgangslage zurück.
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Das Absenkintervall der Plattform 5 ist entsprechend der Brettdicke
einstellbar, un die geringmöglichste Fallhöhe zu erreichen. Nach jeder Brett lage
werden Zwischenplatten 28 mit Hand oder maschinell, eingelegt. Ist der Stapel fertig,
senkt sich die Plattform 5 so weit ab, bis der Bretterstapel 20 auf dem Kettenförderer
6 aufsitzt und nach rechts wegtransportiert wrd.
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Dieses erfindungsgemäße Verfahren bzw. diese Vorrichtung kann ebenso
zum Erzeugen von Bretterpaketen ohne Zwischenplatten 28 und ohne Bückenabstand f
verwendet werden.
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Mit Hilfe dieses erfindungsgemäßen Verfahrens ist es möglich, die
Bretterstapel- bzw. -pakete an verschiedenen Stellen, angepaßt an die örtlichen
Gegebenenheiten, aufzubauen.
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Fig. 3 zeigt die Möglichkeiten, wo der Bretterstapel erzeugt werden
kann, z.B. wie in Fig. 1 und 2 dargestellt, der Stapel 20 wird im Abstand x parallel
zur Lage 21 aufgebaut, oder die Bretterlagen werden in Längsrichtung der Bretter
nach links oder nach rechts verfahren, wo dann die Stapel 29 oder 50 entstehen.
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Es ist lediglich das Gestell 8 mit den Laufrädern 16 und den Trägern
17 abzuändern und um 90 Grad verdreht anzuordnen.
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Bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 4 und 5 ist auf einem Gestell
ein Meßquerförderer 101 vorgesehen, der Mitnehmer 102 aufweist, mittels denen die
zu stapelnden Bretter 119 einzeln an einer Breitenmeßeinrichtung 103, 104 vorbeigeführt
und einem Stauförderer 105 übergeben werden. Durch diesen werden die Bretter dicht
zu einer Bretterschicht 120 zusammengeschoben.
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Oberhalb des Stauförderers 105 sind an einem Gestell 108 Schienen
109 angebracht, die über den auf dem Tisch 107 befindlichen Stapel 122 reichen.
Auf diesen Schienen laufen
mittels Rollen Halteorgane 110, 111,
112, welche mittels einer Endloskette 114 entlang der Schienen hin und herbewegt
werden können. Die Endlosketten sind einerseits über die Umlenkrollen 113 geführt
und werden anderseits mittels Stellmotoren 116 in die jweils gewünschte Lage gebracht.
Jedes Halteorgan ist mit einem Vakuumsaugnapf ausgestattet, der mittels Leitung
118 an eine Vakuumquelle 117 angeschlossen werden kann. Die Schienen 109 und die
Halteorgane 110 - 112 sind paarweise zusammengefaßt und über je eine Welle 115 mit
einem der Stellmotoren antriebsmäßig verbunden.
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Die angeförderten Bretter 119 werden einzeln der Meßeinrichtung 103,
104 zugeführt und am Stauförderer 105 zu einer Bretterschicht zusammengefaßt. Sobald
ein Halteorgan 110 bis 112 sich über dem vordersten Brett befindet, wird das vordere
Ende des Stauförderers 105 mittels des hydraulischen Stempels 106 angehoben, wobei
nach Berührung zwischen Brett und Saufnapf dieser an die Vakuumleitung angeschlossen
wird. Hierauf wird der Stauförderer gesenkt und das vom Halte organ festgehaltene
Brett über den Stapel 122 gebracht und an dessen vorderem Ende fluchtend abgesetzt.
In der Zwischenzeit hat das nächste Halteorgan das nächste Brett in der geschilderten
Weise erfaßt und bringt dieses in die von einer Recheneinheit ermittelte Stellung
über den Stapel, bei der die Vorderkante des Brettes einen vorbestimmten Abstand
zur benachbarten Kante des ersten Brettes aufweist.
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In gleicher Weise werden nun der Reihe nach die restlichen Bretter
auf dem Stapel abgelegt und dieser gesenkt, worauf das Arbeitsspiel sich wiederholt.
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Werden die Bretter nur rechnerisch 211 einer Bretterlage zusnmmengefaßt,
so erfolgt der Transport der einzelnen Bretter kontinierlich über den Stapel, wobei
durch die Recheneinheit die Hubeinrichtung des Stapels so gesteuert wird, daß der
Tisch 107 zwischen dem letzten Brett des einen Bretterstapels und dem ersten Brett
des nächsten Bretterstapels entsprechend gesenkt wird.
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Diese kontinuierliche Beförderung der Bretter bedingt eine hohe Leistungsfähigkeit
der Einrichtung.