DE3209865A1 - Zuendanlagen fuer brennkraftmaschinen - Google Patents
Zuendanlagen fuer brennkraftmaschinenInfo
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Description
R- 1770 8
9.3.1982 Ws/Hm
ROBERT BOSCH GMBH, TOOO STUTTGART 1
Zündanlagen für Brennkraftmaschinen
Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einer Zündanlage für Brennkraftmaschinen
nach der Gattung des Hauptanspruchs. Bei einer "bekannten Zündanlage dieser Art ist ein Magnetgenerator
zur Erzeugung der Zündenergie mit einem Magnetsystem versehen, welches am Umfang des Polrades angeordnet
ist." Ein davon separates Magnetsystem mit einem Steuermagneten ist im Bereich der Polradnabe angeordnet
Dieses Magnetsystem wirkt mit einem Steuergeber am Anker- des Magnetgenerators zusammen, der die Steuerspannung
zur Umschaltung eines Zündschalters im Zündzeitpunkt und damit zur Auslösung der Zündung abgibt
(DE-PS 19 37 827). Diese und ähnliche Lösungen, bei denen der Steuergeber mit einem am Polrad befestigten
Kraftlinienleitstück zusammenwirkt, haben den Nachteil,
daß zur Einstellung des Zündzeitpunktes der innerhalb
3^9865
des Polrades am Anker angeordnete Steuergeber gemeinsam
oder unabhängig vom Anker justierbar sein muß. Da das Polrad bei derartigen Magnetgeneratoren den am Motorgehäuse
befestigten Anker nach vorne hin abdeckt, sind im Polradboden besondere Öffnungen erforderlich, um zur
Einstellung des Zündzeitpunktes von außen an die Befestigungsschrauben des Ankers bzw. des Steuergebers zu
gelangen. Mit der vorliegenden Lösung wird angestrebt, den Anker des Magnetgenerators unjustiert am Motorgehäuse
festzuschrauben, das Polrad unjustiert auf das
Ende der Antriebswelle des Motors zu befestigen und die Einstellung des Zündzeitpunktes anschließend durch
eine Einstellung am Polrad vorzunehmen.
Vorteile der Erfindung
Die erfindungsgemäße Zündanlage mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs hat den Vorteil, daß die Einstellung des Zündzeitpunktes durch einfache Maßnahmen
von außen einstellbar und jederzeit überprüfbar ist. Besonders vorteilhaft ist es dabei, daß das Magnetsystem
zum Steuergeber einerseits und das Polrad zum oberen Totpunkt des Motors andererseits in einem Arbeitsgang
eingestellt werden kann.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen
des im Hauptanspruch angegebenen Merkmales möglich. Besonders vorteilhaft ist es, den Dauermagneten für
den Steuergeber auf einem Verstellring zu befestigen, der im Polradboden an drei Befestigungspunkten gegenüber
dem Polrad lösbar und verschwenkbar ist.
Zeichnung
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigt Figur 1 einen Magnetgenerator einer Zündanlage im Querschnitt mit einem verstellbaren Steuermagneten
und Figur 2 zeigt das Polrad des Magnetgenerators mit einem im Boden des Polrades verstellbar angeordneten
Verstellring mit dem Steuermagneten.
Beschreibung des Ausführungsbeispieles
In Figur 1 ist der Magnetgenerator für die Zündanlage einer Brennkraftmaschine mit 10 bezeichnet. Er dient
zur Erzeugung der Zündenergie sowie zur Erzeugung der elektrischen Energie für zusätzliche Verbraucher. Der
Magnetgenerator 10 hat einen feststehenden Anker 11,
der mittels Schrauben 12 am angedeuteten Gehäuse 13 der Brennkraftmaschine festgeschraubt ist. Der Anker 11
hat an seinem Außenumfang sternförmig angeordnete Wicklungen lh zur Erzeugung der elektrischen Energie für
die Zündanlage und für zusätzliche Verbraucher. Der Anker 11 wirkt mit einem Polrad 15 des Magnetgenerators
zusammen, das von der nicht dargestellten Brennkraftmaschine angetrieben wird, indem es mit seiner Nabe 16
auf das Ende 17 einer Antriebswelle der Brennkraftmaschine aufgesetzt ist. Das topfförmige Polrad 15 hat
an der Innenseite des Umfangs einen Magnetring 18, der durch eine entsprechende Magnetisierung gleichmäßig
verteilte Magnetpole abwechselnder Polarität aufweist. Die Ansteuerung eines elektronischen Zündschalters
der Zündanlage zum Zündzeitpunkt erfolgt durch einen induktiven Steuergeber 19, welcher am Anker 11
des Magnetgenerators 10 befestigt ist. Der Steuergeber
besteht aus einem Gehäuse, indem - nicht erkennbar - ein Eisenkern mit einer Geberwicklung angeordnet ist. Die Enden
des Eisenkernes sind als Polschenkel zum Polradboden 15a hin gerichtet, -wo sie mit einem separaten Magnetsystem
des Polrades 15 zusammenwirken.
Dieses separate Magnetsystem wird durch einen Dauermagneten 20 gebildet, der auf einem Verstellring 21 angeordnet und
in Umfangsrichtung des Polrades 15 verstellbar befestigt
ist. Der Verstellring ist an drei über den Umfang gleichmäßig verteilten Befestigungspunkten 22 im Polradboden
15 fixiert. Der Verstellring 21 ist an diesen Befestigungspunkten 22 lösbar und in Umfangsrichtung verschwenkbar,
indem an den Befestigungspunkten 22 jeweils eine Gewindebohrung. 23 im Verstellring 21 vorgesehen ist,
in die von außen Befestigungsschrauben 2k eingeschraubt
werden. Die Befestigungsschrauben 2h werden jeweils durch ein Langloch 25 im Polradboden 15a im Bereich der Befestigungspunkte
22 von außen eingesetzt. In Figur 2 ist an einem Ausbruch am Verstellring 21 ein solches Langloch
25 erkennbar. Am Umfang des Verstellringes 21 ist ferner eine Einstellbohrung 26 vorhanden. Diese Einstellbohrung
26 liegt im Bereich einer größeren Öffnung 27 im Polradboden 15a. Im Blechpaket des Ankers 11 befindet
sich auf dem gleichen Radius eine weitere Einstellbohrung 28. Wie weiter unten erläutert wird, dienen beide
Einstellbohrungen 26 und 28 zur Ausrichtung des Verstellringes 21 zum Anker 11. Die Einstellbohrung 26 im Verstellring
21 liegt von der Achse des Polrades 15 aus gesehen unmittelbar über dem Dauermagneten 20 und ist zur Führung
eines Einstellstiftes 29 mit einem Durchzug versehen. Außerdem ist am Umfang des Verstellringes 21 eine Einstellmarke
angebracht, die durch eine Öffnung 30 im Polradboden 15a von außen sichtbar ist. Die Einstellmarke
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am Verstellring 21 besteht aus mehreren, in Umfangsrichtung nebeneinanderliegenden Zähnen 31. An der Öffnung 30
im Polradboden 15a ist ebenfalls eine Einstellmarke vorgesehen,
die - wie Figur 2 zeigt - aus einem den Zähnen 31 des Verstellrings 21 gegenüberliegenden Zahn 32 gebildet
ist. Der Steuermagnet 19 ist zwischen mehreren Vorsprüngen 33 aufgenommen, die am Verstellring 21 freigestanzt
und hochgebogen sind. Der Steuermagnet 20 ist außerdem mit dem Verstellring 21 verklebt. Der Steuermagnet
20 ist so magnetisiert, daß in Umfangsrichtung
des Polrades 15 nebeinander ein Nordpol und ein Südpol gebildet ist, welche mit den nicht erkennbaren Polschenkeln
des Steuergebers 19 zur Erzeugung eines Steuersignals zusammenwirken.
Zur genauen Einstellung des Zündzeitpunktes ist es erforderlich, daß einerseits der Steuergeber 19 am Anker 11 mit
dem Steuermagneten 20 am Polrad 15 justiert wird und andererseits
gleichzeitig der Kolben der Brennkraftmaschine in der oberen Totpunktlage steht. Um dies zu erreichen,
wird zunächst der Anker 11 des Magnetgenerators 10 am Gehäuse 13 der Brennkraftmaschine festgeschraubt, danach
wird das Polrad 15 auf das Ende 17 der Antriebswelle aufgesetzt und befestigt. Nun werden die Befestigungsschrauben
2k für den Verstellring 21 gelöst und der Einstellstift 29 wird durch die Öffnung 27 hindurch in die Einstellbohrung
26 am Verstellring 21 eingeschoben. Er wird dann in Richtung des Pfeiles 3^ weitergeschoben, bis er am Eisenkern
des Ankers 11 aufsitzt. Durch leichtes Drehen des Polrades 15 oder des Verstellringes 21 wird nun der Einstellstift
29 in die Einstellbohrung 28 am Anker 11 eingeführt. Damit sind beide Einstellbohrungen 26 und 28
auf einer Achse 35 ausgerichtet und folglich sind auch Steuermagnet 20 und Steuergeber 19 aufeinander ausge-
richtet. Jetzt wird das Polrad 15 soweit gedreht, bis der Kolben der Brennkraftmaschine den oberen Totpunkt erreicht
hat. Dabei wird der Verstellring 21 durch den Einstellstift 29 in seiner Position zum Anker 11 festgehalten.
Da die gelösten Befestigungsschrauben 2k in einem Langloch 25 im Polradboden geführt sind, kann auf
diese Weise das Polrad 15 gegenüber dem Verstellring
verdreht werden. Sobald nun der Kolben der Brennkraftmaschine den oberen Totpunkt erreicht hat, werden die
Befestigungsschrauben 2k angezogen und damit ist der
Zündzeitpunkt der Zündanlage exakt eingestellt. In der Öffnung 30 im Polradboden 15a ist durch die Stellung der
Zähne 31 und 32 die richtige Einstellung des Zündzeitpunktes erkennbar und es kann durch entsprechende Farbmarken
oder dgl. diese Stellung kenntlich machen. Eine Efachjustierung oder eine zusätzliche Verstellung des
Zündzeitpunktes ist dadurch möglich, daß die Befestigungsschrauben 2k etwas gelockert werden und der
Verstellring 21 durch Einsetzen eines Schraubendrehers in die Öffnung 30 am Polradboden um den gewünschten Betrag
einer zusätzlichen Verstellung bzw. Nachstellung verschwenkt wird.--
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeisp-iel
beschränkt, da anstelle eines Steuermagneten auch ein Kraftlxnienleitstuck am Polrad einstellbar
angebracht werden kann, welches mit einem stationären Steuergeber zusammenwirkt. Anstelle eines Verstellringes
kann auch auch ein Verstellsegment oder eine andere verstellbare Vorrichtung für das mit dem Polrad umlaufende
aktive Teil des induktiven Steuergebers vorgesehen werden. Die Einstellbohrung am Anker 11 kann ebensogut
am Steuergeber 19 oder an einer anderen Stelle mit entsprechendem Radius angebracht werden und anstelle von
Einstellbohrungen und Einstellstift können auch andere
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Einstellmittel verwendet werden. Wesentlich ist jedoch, daß zur Einstellung des Zündzeitpunktes das umlaufende
Teil des induktiven Steuergebers zum stationären Steuergeber ausgerichtet wird und gleichzeitig das Polrad in
die gewünschte Position, vorzugsweise auf OT eingestellt wird, um dann das umlaufende Teil für den Steuergeber
am Polrad zu fixieren. Zu diesem Zweck muß das umlaufende Teil des Steuergebers am Polrad in Umfangsrichtung verstellbar
befestigt sein.
Claims (1)
- ε. 17 7 0 39.3.1982 Ws/HmROBERT BOSCH GMBH5 7000 STUTTGART 1Ansprüchef 1./Zündanlage für Brennkraftmaschinen mit einem Magnetgenerator zur Erzeugung der Zundenergie, dessen von der Brennkraftmaschine angetriebenes Polrad am Umfang verteilte Magnetpole abwechselnder Polarität aufweist, die mit einem feststehenden Anker zusammenwirken und mit einem induktiven Steuergeber zur Ansteuerung eines elektronischen Zündschalters zum Zündzeitpunkt, bestehend aus einer feststehenden Geberwicklung mit einem Eisenkern, dessen Enden als Polschenkel mit einem am Polrad befestigten, umlaufenden Teil eines Steuer-Magnetsystemes zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, daß das umlaufende Teil (20) des Steuer-Magnetsystems am Polrad (15) in Umfangsrichtung verstellbar befestigt ist.2. Zündanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das umlaufende Teil des Steuer-Magnetsystems ein Steuermagnet (20) ist, der auf einem Verstellring (21) befestigt ist und daß der Verstellring (21) im Polradboden (15a) an drei Befestigungspunkten (22) gegenüber dem Polrad (15) lösbar und verschwenkbar ist.3. Zündanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellring (21) an den Befestigungspunkten (22) Gewindebohrungen (23) aufweist, die jeweils im Bereich eines Langloches (25) im Polradboden (15a) liegen, durch welche Befestigungsschrauben {2k) von außen eingesetzt sind.ΥΠ U L-k. Zündanlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Umfang des Verstellringes (21) im Bereich einer Öffnung (27) des Polradbodens (15a) eine Einstellbohrung (26) vorhanden ist, der auf gleichen Radius eine Einstellbohrung (26) an einem Teil des Ankers (11) gegenüberliegt und daß beide Einstellbohrungen (26, 28) durch einen darin einführbaren Einstellstift (29) zueinander auf einer Achse (35) auszurichten sind.5· Zündanlage nach Anspruch k, dadurhc gekennzeichnet, daß die Einstellbohrung (26) im Verstellring (21) über dem κ Steuermagneten (19) angeordnet und mit einem Durchzug versehen ist.6. Zündanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Umfang des Verstellringes (21) eine Einstellmarke(31) angebracht ist, die durch eine Öffnung (30) im Polradboden (15a) von außen sichtbar ist und daß das Polrad (15) mit einer entsprechenden Einstellmarke (32) an der Öffnung (30) versehen ist.7. Zündanlage nach Anspruch '6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellmarke (31) am Verstellring (21) aus mehreren, in Umfangsrichtung nebeneinanderliegenden Zähnen bestehtW und an der Öffnung (30) am Polradboden (15a) aus einem, diesen Zähnen (31) gegenüberliegenden Zahn (32) gebildet ist.8. Zündanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuermagnet (20) zwischen mehreren Vorsprüngen(32) am Verstellring (19) aufgenommen und verklebt ist.9. Zündanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuermagnet (20) in Umfangsrichtung magnetisiert einen Nordpol und einen Südpol "bildet, die in einer Winkelstellung des Polrades (15) den beiden Polschenkeln des Steuergebers (19) gegenüberliegen.
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