DE3209169C2 - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE3209169C2 DE3209169C2 DE3209169A DE3209169A DE3209169C2 DE 3209169 C2 DE3209169 C2 DE 3209169C2 DE 3209169 A DE3209169 A DE 3209169A DE 3209169 A DE3209169 A DE 3209169A DE 3209169 C2 DE3209169 C2 DE 3209169C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- support frame
- rotor support
- rotation
- axis
- rope
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 230000005484 gravity Effects 0.000 claims description 6
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 5
- 238000005259 measurement Methods 0.000 claims description 2
- 230000002093 peripheral effect Effects 0.000 claims 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 12
- 238000013461 design Methods 0.000 description 11
- 239000010410 layer Substances 0.000 description 5
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 5
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 4
- 238000000605 extraction Methods 0.000 description 4
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 3
- 239000000463 material Substances 0.000 description 3
- 230000003068 static effect Effects 0.000 description 3
- 241001589086 Bellapiscis medius Species 0.000 description 2
- 239000003517 fume Substances 0.000 description 2
- 239000012774 insulation material Substances 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 238000012549 training Methods 0.000 description 2
- 206010073261 Ovarian theca cell tumour Diseases 0.000 description 1
- 230000002411 adverse Effects 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 230000001174 ascending effect Effects 0.000 description 1
- 230000010485 coping Effects 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 238000002347 injection Methods 0.000 description 1
- 239000007924 injection Substances 0.000 description 1
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 description 1
- 230000001737 promoting effect Effects 0.000 description 1
- 230000035939 shock Effects 0.000 description 1
- 239000002356 single layer Substances 0.000 description 1
- 230000008685 targeting Effects 0.000 description 1
- 239000002699 waste material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D07—ROPES; CABLES OTHER THAN ELECTRIC
- D07B—ROPES OR CABLES IN GENERAL
- D07B3/00—General-purpose machines or apparatus for producing twisted ropes or cables from component strands of the same or different material
- D07B3/08—General-purpose machines or apparatus for producing twisted ropes or cables from component strands of the same or different material in which the take-up reel rotates about the axis of the rope or cable or in which a guide member rotates about the axis of the rope or cable to guide the rope or cable on the take-up reel in fixed position and the supply reels are fixed in position
- D07B3/10—General-purpose machines or apparatus for producing twisted ropes or cables from component strands of the same or different material in which the take-up reel rotates about the axis of the rope or cable or in which a guide member rotates about the axis of the rope or cable to guide the rope or cable on the take-up reel in fixed position and the supply reels are fixed in position with provision for imparting more than one complete twist to the ropes or cables for each revolution of the take-up reel or of the guide member
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D07—ROPES; CABLES OTHER THAN ELECTRIC
- D07B—ROPES OR CABLES IN GENERAL
- D07B7/00—Details of, or auxiliary devices incorporated in, rope- or cable-making machines; Auxiliary apparatus associated with such machines
- D07B7/02—Machine details; Auxiliary devices
Landscapes
- Ropes Or Cables (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verseileinrichtung
für Verseilmaschinen, insbesondere eine Vorverdrall- und
Abzugeinrichtung als Vorschaltgerät für Ein- oder Mehr
fachschlagmaschinen, mit einem drehangetriebenen Rotor
tragrahmen und einer quer zur Dreh- und Längsachse des
Rotortragrahmens an diesem gelagerten, drehangetriebenen
Abzugscheibe, bei der die Seilelemente an einer Eintritts
verseilstelle in der Längsachse dem Rotortragrahmen zuge
führt und das Seil am Rotortragrahmen zur Abzugscheibe
und nach deren Umschlingung durch die Längsachse aus dem
Rotortragrahmen geführt wird.
Herkömmliche Einfachschlagmaschinen bieten zwar den Vor
teil der höchsterreichbaren Verseilqualität, sie sind
aber im Vergleich zu den gängien Doppelschlagmaschinen
erheblich zu langsam. Die bekannten Doppelschlagmaschinen
sind dagegen im wesentlichen nur in ihrer Produktiongsge
schwindigkeit den Einfachschlagmaschinen um ein Viel
faches überlegen. Die sehr gefragten drei- oder mehr
lagigen Litzen aus 16 oder mehr blanken Drähten können
im Einfachlag sehr viel schonender, gleichmäßiger und
dünner, vor allem mit wesentlich kleineren Schwankungen
des Außendurchmessers gefertigt werden als im Doppel
schlag. Die materialschonende Behandlung im Einfach
schlag vermeidet übermäßiges Dehnen, das zu einer Ver
härtung der Drähte und somit zum Abfall der elektrischen
Leitfähigkeit führen würde. Die wesentlich kleineren
Litzendurchmesser-Toleranzen erlauben beträchtlich ge
ringere Manteldicken bei der Isolation mit Kunststoff
oder Gummi. Je nach dem Aufbau der Litze - bedingt durch
Drahtzahl und Drahtdurchmesser - beträgt der Mehraufwand
an Isolationsmaterial im Doppelschlag gegenüber dem Ein
fachschlag in praktisch gemessenen Fällen über 19,5% bis
maximal 27,8% (Vergl. Drahtwelt 7 - 1977, Seite 271).
Es ist nun bekannt geworden, daß die Qualität einer Ver
litzung mit Doppelschlagmaschinen ganz besonders dann
erhöht wird, wenn vor dem Eingang des Doppelschlagflügels
ein Vorverdrallgerät angebracht wird, welches die Litze
direkt mit der Sollgeschwindigkeit von zwei Schlägen pro
ein Doppelschlag-Umlauf antreibt.
Wird dieses Vorverdrallgerät auch gleichermaßen als Ab
zugsorgan ausgebildet, so liefert es auch die Zugkraft
zur Überwindung des Gesamtwiderstandes aller Brems
spannungen der Einzeldraht-Spulen. Die in der Doppel
schlagmaschine dann nur noch zum Aufwickeln weiterge
führte Litze wird so beträchtlich entlastet.
Eine besonders für die Fertigung von mehrlagigen Stark
stromlitzen geeignete Verseileinrichtung als Vorver
drall- und Abzugseinrichtung muß daher
- a) eine möglichst gleichmäßige und dünne Litze liefern können, um zu beträchtlichen Einsparungen an Isoliermaterial zu kommen,
- b) trotz hochtouriger Doppelschlag-Produktionsge schwindigkeit so materialschonend vorverlitzen, daß ein übermäßiges Dehnen und Verhärten des Ver seilgutes verhindert und somit z. B. ein Abfallen der elektrischen Leitfähigkeit der Starkstrom litze vermieden wird.
Es kommt hierbei nicht darauf an, daß eine im Einfach
schlag vorverseilte Litze ohne teilweise Zwischenauf
seilung durch eine Doppelschlagmaschine hindurch auf die
Aufwickelspule geleitet wird. Ausschlaggebend ist, daß
im Einfachschlag-Vorverdrallgerät der gesamte Seilschlag
(als doppelter Einfachschlag) ausgeführt wird, so daß für
sämtliche inneren bis äußeren Drahtlagen die je richtigen,
für den doppelten und fertigen Seilschlag benötigten
Drahtlängen gezogen werden. Daß die allein auf Doppelschlag
maschinen geschlagenen Litzen grundsätzlich nicht so
gleichmäßig und so dünn ausfallen liegt daran, daß bei
der Doppelschlagmaschine ohne Vorverdrallgerät am Ein
gang der Maschine nur für den ersten, also noch ein
fachen Seilschlag, die passenden Drahtlängen gezogen wer
den können. Die zunächst noch von Lage zu Lage passend -
also ausgeglichen - einlaufenden Drahtlängen stimmen für
den nachfolgenden zweiten Schlag überhaupt nicht mehr,
weil dann die inneren gegenüber den äußeren Drahtlagen
einen verhältnismäßig zu großen Längenüberschuß haben.
Der bei mehrlagigen Seilen von äußeren zu inneren Lagen,
d. h. zum Kerndraht hin zunehmende relative Längenüber
schuß tendiert zu Schlaufenbildungen und führt somit zu
Schwankungen bzw. Vergrößerungen des Seildurchmessers.
Das geschilderte Verfahren konnte sich bis heute schon
deswegen nicht durchsetzen, weil die Geschwindigkeit der
danach entwickelten neuen Doppelschlagmaschinen sprung
haft vervielfältigt wurde. Es sind bislang keine im Ein
fachschlag arbeitenden Vorverdrall- und Abzugseinrich
tungen bekannt geworden, die wie erforderlich, doppelt
schnell zu den heutigen Doppelschlagmaschinen umlaufen.
Zur Erfüllung nur der unter a) genannten Forderungen
werden in der industriellen Praxis bereits sogenannte
Vorverdralleinrichtungen eingesetzt (vergleiche "Draht
welt" 7/1977, Seite 270 Bild 7 und Seite 271, 4. bis 6.
Absatz des Aufsatzes "Vergleich der Verfahren Einfach-
und Doppelschlagverlitzung" von A.C. Osman). Diese Ein
richtungen laufen zwar schnell um, sie weisen jedoch nur
simple Schleppscheiben ohne eigene Abzugswirkung auf. Die
Litze muß hierbei vom Abzug in der Doppelschlagmaschine
her auch durch die Vorverdrall-Einrichtung hindurchge
zogen werden. Die Zugspannung in der Litze wird nach Ver
lassen der Drallvorrichtung nicht etwa wesentlich herab
gesetzt, sondern durch die in der Vorrichtung zusätzlich
erzeugte und von ihr nicht kompensierte Fliehkraftwirkung
sogar noch beträchtlich erhöht. Für eine materialschonende
Vorverlitzung im Hochgeschwindigkeitsbetrieb ist eine
angetriebene und mehrfach von der Litze umschlungene Ab
zugsscheibe unerläßlich. Nach dem bekannten Euler'schen
Umschlingungsgesetz wird nämlich die Seilspannung auf der
Abzugsscheibe sehr schnell abgebaut, so daß die Spann
kraft im ablaufenden Seiltrum nach der Abzugsscheibe
wesentlich kleiner ist als im auflaufenden Seiltrum.
Der Antrieb einer Abzugsscheibe, die zugunsten einer
materialschonenden Seilführung mit ihrer Drehachse quer
zur Schlagrotorachse gelagert ist, wird nun bei höheren
Schlagdrehzahlen zu einem bislang nicht gelösten Problem.
Für hochtourige Doppelschlag-Produktionsgeschwindigkeit
sind die bekannten Vorverdrall- und Abzugeinrichtungen
der eingangs angegebenen Art (z. B. AT-PS 2 86 833) schon
deswegen ungeeignet, weil der übliche Antrieb der Abzugs
scheibe über einen völlig exzentrisch zur Maschinendreh
achse gelagerten Zahnriementrieb erfolgt. Das komplette
Zahnriemengetriebe ist dabei außerhalb des als Rahmen
träger ausgebildeten Schlagrotors angeordnet. Für eine
gängige Ausführungsgröße mit einem Abzugscheibendurch
messer von beispielsweise 180 mm, entsprechenden Rahmen
trägerabmessungen und einer Schlagrotordrehzahl von 4000
oder mehr Umdrehungen pro Minute würde eine derartige
Bauweise zu einer unerträglichen Fliehkraftbelastung des
Rotortragrahmens führen. Zudem ergäbe sich daraus eine
völlig indiskutable kurze Lebensdauer der beteiligten
Wälzlager.
Für den schnellen Betrieb ergibt sich nun eine weitere
wesentliche Schwierigkeit: Eine Abzugscheibe, die außer
um ihre Drehachse gleichzeitig auch um die dazu senkrechte
Drehachse des Rotortragrahmens drehangetrieben wird, ist
ein geführter Kreisel, der von seinem Führungsrahmen
(Rotortragrahmen) zu einer Präzessionsdrehung gezwungen
wird. Die erzwungene Präzession ruft als Wirkung von
Trägheitskräften eine starke Kreiselwirkung hervor, das
Kreislmoment.
Je schneller nun die Rotation um die Kreisel- sowie um die
Präzessionsachse und je größer das Massenträgheitsmoment,
desto beträchtlicher sind die Kreiselkräfte, mit denen sich
der Kreisel der Richtungsänderung seiner Drehachse wider
setzt. Desto größer ist dann aber auch die Belastung des
Rotortragrahmens, wenn er diese Kräfte selbst ertragen
muß.
Die geschilderten Schwierigkeiten hinsichtlich der Aus
wirkung der Kreiselkräfte sowie der Fliehkräfte stehen
bei jeder Anwendung von Verseileinrichtungen der eingangs
angegebenen Art der Erzielung der gewünschten hohen Dreh
geschwindigkeiten und damit Schlagzahlen entgegen.
Der Erfindung liegt die Erfindung zugrunde, eine Verseilein
richtung der eingangs angegebenen Art zu schaffen, die
insbesondere als Vorverdrall- und Abzugeinrichtung als
Vorschaltgerät für Ein- oder Mehrfachschlagmaschinen und
insbesondere für Doppelschlagmaschinen eingesetzt werden
kann und bei der die gewünschten besonders hohen Dreh
geschwindigkeiten und damit Schlagzahlen erreicht werden
können, ohne daß die geschilderten nachteiligen Wirkungen
der Kreisel- und der Fliehkräfte ein untragbares Maß
erreichen. Es soll somit der Rotationstragrahmen auch bei
höchstmöglichen Drehgeschwindigkeiten und Schlagzahlen
von den Wirkungen der Kreisel- und Fliehkräfte möglichst
ganz, jedenfalls weitestgehend entlastet werden. Dabei
soll eine möglichst einfache, kompakte und vor allem
betriebssichere Einrichtung mit hoher Lebensdauer erzielt
werden. Dabei soll vor allem den Schwierigkeiten bei der
Gestaltung und Lagerung der Abzugscheibe in dieser Hin
sicht begegnet werden.
Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht,
daß auf der Drehachse der Abzugscheibe koaxial zu ihr
ein im entgegengesetzten Drehsinn angetriebenes Rotations
element drehbar gelagert ist und die Gestalt, die Ab
messungen, die Massen und die Drehgeschwindigkeiten
der Abzugscheibe und des Rotationselements sowie der mit
ihnen umlaufenden Bauelemente derart gewählt sind, daß
das jeweilige Produkt aus Massenträgheitsmoment und
Winkelgeschwindigkeit der gegeneinander umlaufenden Bau
einheiten wenigstens angenähert gleich groß ist, und daß
die Abzugscheibe und das Rotationselement mit Hilfe je
weils einer zugeordneten Hohlwelle auf der gemeinsamen
Drehachse gelagert sind und die Hohlwellen zusätzlich
gegen die zum Rotortragrahmen gerichteten Fliehkräfte
an der gemeinsamen Drehachse drehbar gelagert abge
stützt sind und daß das Produkt aus der Gesamtmasse der der
Abzugsscheibe zugeordneten Bauelemente und dem Abstand von
deren gemeinsamem Schwerpunkt von der Längsachse des Ro
tortragrahmens wenigstens angenähert gleich dem Produkt
aus der Gesamtmasse der dem Rotationselement zugeordneten
Bauelemente und dem Abstand von deren gemeinsamem Schwer
punkt von der Längsachse des Rotortragrahmens bemessen
ist.
Durch die erfindungsgemäße Einführung eines gegen
läufigen Rotationselements und die gegenseitige Bemessung
der nunmehr gegenläufig umlaufenden Baueinheiten wird das
von der die Abzugscheibe enthaltenden Baueinheit erzeugte
Kreiselmoment mit den daraus resultierenden Kreiselkräf
ten kompensiert durch das mit Hilfe der das Rotations
element enthaltenden gegenläufig umlaufenden Baueinheit
erzeugte Kreiselmoment, so daß die geschilderten starken
und schädlichen Kreiselkräfte nicht auf den Rotortrag
rahmen zur Wirkung kommen. Durch die erfindungsgemäße
Abstützung von Abzugscheibe und Rotationselement auf der
jeweils zum Rotortragrahmen gerichteten Seite wird ein
geschlossener Kraftfluß innerhalb beider Baueinheiten über
die Drehachse erzielt, so daß in Verbindung mit der er
findungsgemäßen Bemessung der jeweiligen Gesamtmassen
und deren Schwerpunktabständen (Summe aller statischen
Massenmomente gleich Null) auch die geschilderten nach
teiligen starken Fliehkräfte nicht mehr zur Auswirkung auf
den Rotortragrahmen kommen. Dadurch ist es möglich, ohne
die geschilderten, durch die Kreisel- und Fliehkräfte
erzeugten Schwierigkeiten, die Verseileinrichtung mit sehr
hohen und insbesondere den für die Verwendung als Vorver
drall- und Abzugeinrichtung gewünschten Drehzahlen zu
betreiben. Es können also Rotortragrahmen und Abzugscheibe
außerordentlich hohe Drehzahlen auch im Dauerbetrieb er
fahren. Es hat sich gezeigt, daß mit einer Verseilein
richtung nach der Erfindung über 4000 Seilschläge pro
Minute im Dauerbetrieb erzeugt werden können, so daß nun
mehr mit einer derartigen Verseileinrichtung die eingangs
geschilderten Schwierigkeiten bei der Litzen- und/oder
Seilherstellung bewältigt werden können. Der Rotortrag
rahmen dient hinsichtlich der Abzugscheibe lediglich zur
räumlichen Fixierung der gesamten Abzugeinheit, eine wei
tere Belastung des Schlagrotors findet durch die Kompen
sation der Kreiselmomente sowie durch den geschlossenen
Kraftfluß für die Fließkräfte nicht mehr oder in gering
stem Maß statt. Die jeweils einander kompensierenden Ge
staltungen, Abmessungen, Massen und Drehgeschwindigkeiten
der beiden gegenläufigen Baueinheiten innerhalb des Ab
zugsystems können je nach dem Anwendungsfall und nach der
Gestalt und Auslegung des Rotortragrahmens sowie der Ver
seilaufgabe gewählt werden. Die äußere drehbare Abstüt
zung der Hohlwellen erfolgt in einfacher Weise zweck
mäßig durch kombinierte Radial- und Axiallager. Es ergibt
sich durch die erfindungsgemäße Gestaltung eine einfache
und sehr kompakte Gesamtanordnung, die ebenfalls der Er
zielung der gewünschten hohen Drehgeschwindigkeiten be
sonders förderlich ist.
Für die Erzeugung hoher Drehzahlen ohne untragbare Be
lastung des Rotortragrahmens ist die Gestaltung der gegen
läufigen Antriebe für die Abzugscheibe und das gegenläu
fige Rotationselement von besonderer Bedeutung. Eine hier
für besonders günstige Bauweise mit entsprechenden Kom
pensationswirkungen wird nach einer Ausgestaltung der Er
findung dadurch erzielt, daß die Abzugscheibe und das
Rotationselement jeweils über einen auf der zum Rotor
tragrahmen gelegenen Riementrieb mit Riemenscheibe, ins
besondere Zahnriementrieb, drehangetrieben sind und am
Seilaustrittsende des Rotortragrahmens ein Planetenge
triebe derart angeordnet ist, daß das Sonnenrad um die
Längsachse des Rotortragrahmens drehbar mit einer das
Seil aufnehmenden Antriebshohlwelle im Seilaustrittsende
des Rotortragrahmens gelagert und die gegenläufigen, als
Riemenscheiben ausgebildeten Planetenräder auf einer ge
meinsamen Drehachse gelagert sind, die parallel zur Dreh
achse von Abzugscheibe und Rotationselement verläuft, und
daß die Planetenräder mit ihren umlaufenden Bauelementen
in Gestalt, Abmessung, Masse und Drehgeschwindig
keit derart bemessen sind, daß das jeweilige Produkt
aus Massenträgheitsmoment und Winkelgeschwindigkeit der
gegeneinander umlaufenden Baueinheiten wenigstens ange
nähert gleich groß ist, und an ihrer gemeinsamen Dreh
achse gegen die zum Rotortragrahmen gerichteten Flieh
kräfte drehbar gelagert abgestützt sind, wobei wiederum
kombinierte Radial- und Axiallager Verwendung finden
können. Sonnenrad und Planetenräder weisen die miteinander
kämmenden Kegelradverzahnungen auf, an die sich bei den
Planetenrädern die jeweilige Riemenscheibe anschließt. Das
zum Antrieb herangezogene Planetengetriebe weist infolge
seiner erfindungsgemäßen Anordnung bereits prinzipiell
einen außerordentlich symmetrischen Aufbau auf, und es
wird ohne Zwischenschaltung weiterer Antriebselemente über
die Planetenräder bereits die gegenläufige Antriebsbewe
gung für die Abzugscheibe und das gegenläufige Rotations
element erzeugt. Der Grundaufbau des Planetengetriebes
führt wiederum zu einer symmetrischen Anordnung gegenüber
dem Rotortragrahmen. Die Kreiselmomente der Planetenräder
und der mit ihnen umlaufenden Bauelemente sind kompensiert,
die Fliehkräfte sind wiederum in geschlossenem Kraftfluß
durch die gemeinsame Drehachse aufgehoben und werden durch
die anhand der Abzugeinheit beschriebene entsprechende
Bemessung der jeweiligen Gesamtmassen und deren Schwer
punktabständen (Summe aller statischen Massenmomente
gleich Null) gleich groß bemessen, so daß insgesamt auch
bei diesem Antrieb der Rotortragrahmen von den Wirkungen
der Kreiselkräfte und der Fliehkräfte ganz oder weitest
gehend entlastet wird.
Eine für die kompakte Bauweise einerseits und für die ge
wünschte Kompensationswirkung für die Kreiselmomente und
vor allem für die Fliehkräfte andererseits vorteilhafte
Ausgestaltung und Anordnung wird in weiterer Ausgestaltung
der Erfindung dadurch erreicht, daß die Abzugscheibe und
das gegenläufige Rotationselement jeweils aus einem
scheibenförmigen Befestigungsflansch und einem daran
seitlich vorstehenden, zum jeweils anderen Befestigungs
flansch gerichteten Umfangsringkörper bestehen, wobei der
Umfangsringkörper der Abzugscheibe die Wickelfläche (den
Ziehring) für das Seil bildet und der Umgangsringkörper
des Rotationselements den Umfangsringkörper der Abzug
scheibe untergreift. Die Abzugscheibe und das Rotations
element laufen somit weitestgehend ineinander und können
daher dicht aneinander gerückt werden, was die Kompen
sationswirkung für die Fliehkräfte fördert. Durch die
Gestaltung als am scheibenförmigen Befestigungsflansch
angeordnete Umfangsringkörper lassen sich für die Kompen
sationswirkung besonders günstige Formgebungen erreichen
und die jeweils erforderlichen Massen gedrängt ineinander
unterbringen. Insbesondere wird die die Hauptmasse des
gegenläufigen Rotationselement bildende Masse des zuge
hörigen Umfangsringkörpers von dem Umfangsringkörper der
Abzugscheibe weitestgehend eingeschlossen, was der Kom
pensation der Fliehkräfte ganz besonders förderlich ist.
Werkstoffe, Gestalt und Querschnittsformen der Umfangs
ringkörper und auch der Befestigungsflansche können für
die gewünschte Kompensationswirkung einerseits und für die
gewünschte kompakte Bauweise andererseits optimal gewählt
werden. Durch das Ineinanderschachteln der gegenläufigen
Bauelemente wird ferner eine Verkürzung der gesamten Ab
zugeinrichtung erzielt, was wiederum zur Herabsetzung
der zu kompensierenden Fliehkräfte führt.
Eine im Hinblick auf die geschilderten Kompensationswir
kungen und gewünschten kompakten Anordnungen zweckmäßige
Bauweise wird in weiterer Ausbildung der Erfindung da
durch erzielt, daß die Abzugscheibe und das Rotations
element und deren zugehörige ringförmige Riemenscheibe
jeweils auf der zugehörigen Hohlwelle befestigt sind und
jede Hohlwelle an ihrer zum Rotortragrahmen gelegenen
Stirnfläche an einem Zuganker durch ein kombiniertes
Radial- und Axiallager drehbar abgestützt ist, jeder Zug
anker in eine gemeinsame, die Drehachse bildende Trag
achse koaxial eingesetzt, insbesondere eingeschraubt, ist
und daß jeder Zuganker mit der zugewandten Rotortrag
rahmenwandung verbunden ist. Mit sowohl einfach gestalte
ten wie auch einfach montierbaren Bauelementen wird somit
eine den geschlossenen Kraftfluß bildende Baueinheit der
gesamten Abzugeinrichtung geschaffen, die dann mit ein
fachen Verbindungsmitteln an der Rotationsrahmenwandung
fixiert wird.
Um in geeigneten Anwendungsfällen auch mittig eine sorg
fältige drehbare Abstützung zu erzielen, können in weite
rer Ausbildung der Erfindung die Hohlwellen an ihrem zur
Längsachse des Rotortragrahmens gerichteten Ende über ein
Radial- oder ein kombiniertes Radial- und Axiallager an
einem mittigen Bund der Tragachse abgestützt sein.
Für die Montage der so geschaffenen Baueinheit sind zweck
mäßig die Zuganker mit einer in Längsrichtung justier
baren Schraubverbindung in der Rotortragrahmenwandung
befestigt.
Für die Bewältigung der Seilführung bei den erzielbaren
hohen Drehgeschwindigkeiten ist es ferner von Vorteil,
wenn das Seil am Rotortragrahmen über eine Vielzahl von
an dessen Innenwandung gelagerten Seilführungsrollen ge
führt ist. Ferner ist es für die Erzielung der gewünschten
hohen Drehzahlen und Schlagzahlen vorteilhaft, wenn der
Rotortragrahmen als rotationssymmetrischer, insbesondere
zylindrischer, Trommelhohlkörper ausgebildet ist.
Für die erfindungsgemäße, vorstehend geschilderte Abstüt
zung der Planetenräder und ihrer umlaufenden Bauelemente
im Antriebssystem kann die erfindungsgemäße, anhand der
Lagerung der Abzugscheibe und des Rotationselements be
schriebene Ausbildung der Lagerung über Zuganker an der
gemeinsamen Drehachse ebenfalls mit entsprechendem Vor
teil eingesetzt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Verseilein
richtung nach der Erfindung wird anhand der Zeichnung im folgenden näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 eine schematisch gehaltene Seiten
ansicht der Verseileinrichtung mit
geschnittenem Rotortragrahmen,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Abzugeinrichtung der
Verseileinrichtung nach Fig. 1 mit Abzugscheibe und gegen
läufigem Rotationselement.
Ein rotationssymmetrisch, nämlich zylindrisch ausgebilde
ter Rotortragrahmen 1 ist beidendig um seine Längsachse
drehbar in einem geeigneten Maschinengestell gelagert,
das bei 2 angedeutet ist. An seinem einen Ende wird der
Rotortragrahmen 1 über ein Antriebsrad oder eine Antriebs
scheibe 3 zur Drehung um seine Längsachse
durch einen geeigneten Riementrieb angetrieben, wie durch den
Pfeil 4 angedeutet ist. Die Antriebsscheibe 3 bildet zu
gleich die Eintrittsverseilstelle 5 für die Seilelemente
6, die zum Seil 7 verdrallt werden. Das Seil 7 wird durch
die hohle Lagerwelle 8 des Rotortragrahmens hindurch in
diesen geführt und über eine Vielzahl, am Rotortragrahmen
innen gelagerten Seilrollen 9 zur Abzugscheibe geführt,
die allgemein mit 10 bezeichnet ist. Nach Umschlingung
der Abzugscheibe wird das Seil über eine weitere Mehr
zahl von Seilrollen 9, die an der Innenwandung des Rotor
tragrahmens 1 gelagert sind, zur Längsachse des Rotor
tragrahmens 1 zurück und durch die hohle Lagerwelle 11
in noch zu beschreibender Weise nach außen geführt. Das
zur Lagerwelle 11 gerichtete Ende des Rotortragrahmens 1
wird im folgenden als Seilaustrittsende des Rotortrag
rahmens bezeichnet.
Wie anhand Fig. 2 noch im einzelnen beschrieben wird, ist
die Abzugscheibe 10 mit ihren zugehörigen Bauelementen
auf einer gemeinsamen Drehachse 12 drehbar gelagert der
art, daß sich die mit ihr umlaufenden Bauelemente zu
einer Seite des Rotortragrahmens hin erstrecken, in Fig.
1 nach oben.
Auf der gleichen gemeinsamen Drehachse 12 ist ferner ein
gegenüber dem Drehsinn der Abzugscheibe 10 gegenläufig
drehangetriebenes Rotationselement drehbar gelagert, das
in Fig. 1 allgemein mit 13 bezeichnet ist. Die mit dem
Rotationselement 13 umlaufenden Bauelemente sind zur
anderen Seite der Drehachse hin angeordnet, in Fig. 1
nach unten gerichtet.
Mit der Abzugscheibe 10 ist eine Riemenscheibe 14 verbun
den, mit dem Rotationselement 13 eine Riemenscheibe 15.
Für den gegenläufigen Rotationsantrieb von Abzugscheibe
10 mit 14 und Rotationselement 13 mit 15 dient ein am
Seilaustrittsende des Rotortragrahmens 1 angeordnetes
Planetengetriebe. Das Sonnenrad 16 ist um die Längs
achse des Rotortragrahmens 1 drehbar mit Hilfe einer
Hohlwelle 17 in der hohlen Lagerwelle 11 des Rotortrag
rahmens 1 drehbar gelagert und wird über eine
Antriebsscheibe 18, mittels einen durch den Pfeil
19 angedeuteten Riementrieb angetrieben. Durch das Sonnenrad 16 und
seine Hohlwelle 17 ist das Seil 7 nach außen geführt. Mit
dem Sonnenrad (Kegelrad) 16 kämmen die beiden Planeten
räder (Kegelräder) 20 und 21, die somit, wie die einge
zeichneten Pfeile andeuten, gegenläufig drehangetrieben
werden. Die Planetenräder 20 und 21 sind auch als Riemen
scheiben ausgebildet und stehen über die
Zahnriemen 22 mit den Riemenscheiben 14 und 15
der Abzugsscheibe 10 und des Rotationselements 13 in An
triebsverbindung. Die Planetenräder 20 und 21 sind auf
einer gemeinsamen Drehachse 23 drehbar gelagert. Die Dreh
achsen 12 und 23 sind mit Befestigungsmitteln
drehfest in der Rotortragrahmenwandung befestigt, wie je
weils bei 24 zunächst schematisch wiedergegeben ist.
Die Gestalt, die Abmessungen, die
Massen und die Drehgeschwindigkeiten der Abzug
scheibe 10 und des Rotationselements 13 sowie der mit
ihnen umlaufenden jeweiligen Bauelemente sind derart gewählt,
daß das jeweilige Produkt aus Massenträgheitsmoment und
Winkelgeschwindigkeit der gegeneinander umlaufenden Bau
einheiten wenigstens angenähert gleich groß ist. Ferner
ist das Produkt aus der Gesamtmasse der der Abzugscheibe
10 zugeordneten Bauelemente und dem Abstand von deren
gemeinsamen Schwerpunkt von der Längsachse des Rotortrag
rahmens 1 wenigstens angenähert gleich dem Produkt aus
der Gesamtmasse der dem Rotationselement 13 zugeordneten
Bauelemente und dem Abstand von deren gemeinsamen Schwer
punkt von der Längsachse des Rotortragrahmens 1, was be
deutet, daß die Summe der statischen Massenmomente gleich
Null ist. Eine entsprechende Bemessungsregel gilt für die
Planetenräder 20 und 21 mit ihren mit ihnen gemeinsam
umlaufenden Bauelementen als gegenläufig umlaufende Bau
einheiten. Im Ausführungsbeispiel werden die Planeten
räder 20 und 21 und die Riemenscheiben 14 und 15 und damit
die Abzugscheibe 10 und das Rotationselement 13 mit je
weils gleichen, jedoch gegensinnigen Drehzahlen angetrie
ben, wobei eine geeignete Untersetzung zwischen Planeten
rad 20 und Riemenscheibe 14 und Planetenrad 21 und Riemen
scheibe 15 gewählt werden kann.
Fig. 2 zeigt als Ausführungsbeispiel die konstruktive
Ausgestaltung des die Abzugeinrichtung betreffenden Teils
der Verseileinrichtung.
Die allgemein mit 10 bezeichnete Abzugscheibe besteht aus
einem scheibenförmigen Befestigungsflansch 25 und einem
an deren äußeren Umfang angeordneten Umfangsringkörper
26, der die Wickelfläche oder den Ziehring für das um
schlingende Seil bildet. Der Befestigungsflansch 25 ist
gemeinsam mit der zugehörigen Riemenscheibe 14 durch ge
eignete Schraubverbindung 27 mit dem Flansch einer zuge
hörigen Hohlwelle 28 fest verbunden. Diese Hohlwelle 28
ist drehbar auf der gemeinsamen, als Tragachse ausgebil
deten Drehachse 12 drehbar gelagert, und zwar zur Mitte
hin über ein Radiallager 29, das sich an einem mittigen
Bund 30 der Drehachse 12 abstützt, und auf der zum Rotor
tragrahmen 1 gelegenen Seite über ein kombiniertes Radial-
und Axiallager 31. Das Lager 31 stützt sich gegen den
groß ausgelegten Kopf eines Zugankers 32 ab, der koaxial
in die Dreh- und Tragachse 12 eingeschraubt ist, wie Fig.
2 zeigt. Es ist somit die gesamte umlaufende Baueinheit
25, 26, 14, 28 in axialer Richtung gegen den Zuganker 32
abgestützt.
Das allgemein mit 13 bezeichnete Rotationselement besteht
ebenfalls aus einem scheibenförmigen Befestigungsflansch
33 und einem an deren äußeren Umfang angeordneten Umfangs
ringkörper 34, der, wie Fig. 2 deutlich zeigt, den Um
fangsringkörper 26 der Abzugscheibe 10 untergreift, es
sind also Rotationskörper 13 und Abzugscheibe 10 inein
ander geschachtelt. Mit Hilfe einer Verschrau
bung 35 sind der Befestigungsflansch 33 des Rotations
elements 13 und die zugehörige Riemenscheibe 15 mit einer
Hohlwelle 36 fest verbunden. Die Hohlwelle 36 ist an ihrem
zur Mitte gelegenen Ende über ein Radiallager 37 auf der
gemeinsamen Dreh- und Tragachse 12 gelagert, wobei sich
das Lager 37 am Bund 30 der Dreh- und Tragachse 12 ab
stützt. An dem zur Rotortragrahmenwandung gelegenen Ende
ist die Hohlwelle 36 über ein kombiniertes Radial- und
Axiallager 38 auf der gemeinsamen Dreh- und Tragachse 12
gelagert. Das Lager 38 stützt sich in axialer Richtung
an dem groß bemessenen Kopf eines Zugankers 39 ab, der,
wie Fig. 2 deutlich zeigt, in die gemeinsame Dreh- und
Tragachse 12 eingeschraubt ist und, wie auch der Zuganker
32, gegen Drehung durch einen Stift 40
gesichert ist. Auch die gegenläufig drehbare
Baueinheit aus 33, 34, 15, 36 ist somit durch den Zuganker
39 in axialer Richtung drehbar auf der gemeinsamen Dreh-
und Tragachse 12 abgestützt.
Die gemeinsame Dreh- und Tragachse 12 ist über die beiden
Zuganker 32 und 39 durch eine justierbare
Schraubvorrichtung, die allgemein mit 24 bezeichnet ist,
mit dem Rotortragrahmen verbunden, wie Fig. 2 deutlich
zeigt. Die Pfeile 41 deuten die gegenläufige Antriebs-
und damit Drehbewegung der Abzugscheibe 10 mit ihren
zugehörigen Bauelementen und des gegenläufigen Rotations
elements 13 mit seinen mitlaufenden Bauelementen an.
Die anhand Fig. 2 hinsichtlich der Abzugeinrichtung be
schriebene besondere Lagerung über die Hohlwelle, die
kombinierten Radial- und Axiallager und die Zuganker wird
in entsprechender Weise bei der Lagerung der Planeten
räder 20 und 21 auf ihrer gemeinsamen Drehachse 23 an
gewandt.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel werden die Abzug
scheibe 10 mit ihren umlaufenden Bauelementen und das
gegenläufige Rotationselement 13 mit seinen umlaufenden
Bauelementen mit gegensinniger, jedoch gleicher Drehge
schwindigkeit angetrieben. Zur Erzielung der eingangs
geschilderten Kompensation der Kreiselmomente kann jedoch
auch bei entsprechender Wahl der Gestalt, der Abmessungen
und der Massen der gegensinnig umlaufenden Baueinheiten
gegenläufige, jedoch unterschiedliche Drehgeschwindig
keit angewandt werden. Fig. 2 zeigt auch besonders deut
lich, daß für die Erzielung der geschilderten Kompen
sationswirkung insbesondere die Gestalt, die Abmessungen
und die Masse, das heißt also auch der Werkstoff, des
Umfangsringkörpers 34 des Rotationselements 13 in be
sonders anpassungsfähiger Weise gewählt werden kann. Ent
sprechendes gilt auch für die jeweiligen kennzeichnenden
Daten des Umfangsringkörpers 26 der Abzugscheibe 10, der
den Ziehring für das Seil bildet. Fig. 2 macht deutlich,
daß durch geeignete "asymmetrische" Wahl der kennzeichnen
den Daten die gewünschte Kompensationswirkung erzielt
werden kann. Ebenso macht Fig. 2 deutlich, daß die ge
samte Abzugeinrichtung hinsichtlich ihrer Fliehkräfte
einen geschlossenen Kraftfluß über die gemeinsame Dreh-
und Tragachse 12 aufweist, so daß sämtliche auftretende
Fliehkräfte innerhalb dieses geschlossenen Systems auf
genommen werden und sich auf den Rotortragrahmen 1 nicht
auswirken können.
Claims (8)
1. Verseileinrichtung für Verseilmaschinen, insbesondere
Vorverdrall- und Abzugeinrichtung als Vorschaltgerät
für Ein- oder Mehrfachschlagmaschinen, mit einem dreh
angetriebenen Rotortragrahmen und einer quer zur Dreh-
und Längsachse des Rotortragrahmens an diesem gelagerten,
drehangetriebenen Abzugscheibe, bei der die Seil
elemente an einer Eintrittsverseilstelle in der Längs
achse dem Rotortragrahmen zugeführt und das Seil am
Rotortragrahmen zur Abzugscheibe und nach deren Um
schlingung durch die Längsachse aus dem Rotortrag
rahmen geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß auf
der Drehachse (12) der Abzugscheibe (10) koaxial zu
ihr ein im entgegengesetzten Drehsinn angetriebenes
Rotationselement (13) drehbar gelagert ist und die
Gestalt, die Abmessungen, die Massen und die
Drehgeschwindigkeiten der Abzugscheibe (10) und des
Rotationselements (13) sowie der mit ihnen umlaufenden
Bauelemente (26, 25, 14, 27, 28; 33, 15, 35, 36) derart ge
wählt sind, daß das jeweilige Produkt aus Massenträg
heitsmoment und Winkelgeschwindigkeit der gegeneinander
umlaufenden Baueinheiten wenigstens angenähert gleich
groß ist, und daß die Abzugscheibe (10) und das Rota
tionselement (13) mit Hilfe jeweils einer zugeordneten
Hohlwelle (28, 36) auf der gemeinsamen Drehachse (12)
gelagert sind und die Hohlwelle (28, 36) zusätzlich
gegen die zum Rotortragrahmen (1) gerichteten Flieh
kräfte an der gemeinsamen Drehachse (12) drehbar ge
lagert abgestützt sind (31, 32; 38, 39) und daß das Pro
dukt aus der Gesamtmasse der der Abzugscheibe (10)
zugeordneten Bauelemente (25, 26, 14, 27, 28, 31, 32, 12, 24)
und dem Abstand von deren gemeinsamem Schwerpunkt von
der Längsachse des Rotortragrahmens (1) wenigstens
angenähert gleich dem Produkt aus der Gesamtmasse der
dem Rotationselement (13) zugeordneten Bauelemente
(33, 34, 15, 35, 36, 38, 39, 24, 12) und dem Abstand von deren
gemeinsamem Schwerpunkt von der Längsachse des Rotor
tragrahmens (1) bemessen ist.
2. Verseileinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Abzugscheibe (10) und das Rotations
element (13) jeweils über einen auf der zum Rotortrag
rahmen (1) gelegenen Seite angeordneten Riemenantrieb
mit Riemenscheibe (14, 15), insbesondere Zahnriemen
trieb, drehangetrieben sind und am Seilaustrittsende
des Rotortragrahmens (1) ein Planetengetriebe (16, 20,
21) derart angeordnet ist, daß das Sonnenrad (16) um
die Längsachse des Rotortragrahmens (1) drehbar mit
einer das Seil (7) aufnehmenden Antriebshohlwelle (17)
im Seilaustrittsende (11) des Rotortragrahmens (1)
gelagert und die gegenläufigen, als Riemenscheiben
ausgebildeten Planetenräder (20, 21) auf einer gemein
samen Drehachse (23) gelagert sind, die parallel zur
Drehachse (12) von Abzugscheibe (10) und Rotations
element (13) verläuft, und daß die Planetenräder (20,
21) mit ihren umlaufenden Bauelementen in Gestalt, Ab
messung, Masse und Drehgeschwindigkeit derart
bemessen sind, daß das jeweilige Produkt aus Massen
trägheitsmoment und Winkelgeschwindigkeit der gegen
einander umlaufenden Baueinheiten wenigstens ange
nähert gleich groß ist, und an ihrer gemeinsamen Dreh
achse (23) gegen die zum Rotortragrahmen (1) gerich
teten Fliehkräfte drehbar gelagert abgestützt sind.
3. Verseileinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Abzugscheibe (10) und das
gegenläufige Rotationselement (13) jeweils aus einem
scheibenförmigen Befestigungsflansch (25, 33) und einem
daran seitlich vorstehenden, zum jeweils anderen Be
festigungsflansch gerichteten Umfangsringkörper (26, 34)
bestehen, wobei der Umfangsringkörper (26) der Abzug
scheibe (10) die Wickelfläche (Ziehring) für das Seil
bildet und der Umfangsringkörper (34) des Rotations
elements (13) den Umfangsringkörper (26) der Abzugschei
be (10) untergreift.
4. Verseileinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abzugscheibe (10) und
das Rotationselement (13) und deren zugehörige ring
förmige Riemenscheibe (14, 15) jeweils auf der zuge
hörigen Hohlwelle (28, 36) befestigt sind und jede Hohl
welle an ihrer zum Rotortragrahmen gelegenen Stirn
fläche an einem Zuganker (32, 39) durch ein kombiniertes
Radial- und Axiallager (31, 38) drehbar abgestützt ist,
jeder Zuganker (32, 39) in eine gemeinsame, die Dreh
achse bildende Tragachse (12) koaxial eingesetzt, ins
besondere eingeschraubt, ist und daß jeder Zuganker
(32, 39) mit der zugewandten Rotortragrahmenwandung ver
bunden ist.
5. Verseileinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Hohlwellen (28, 36) an ihrem zur
Längsachse des Rotortragrahmens (1) gerichteten Ende
über ein Radial- oder ein kombiniertes Radial- und
Axiallager (29, 37) an einem mittigen Bund (30) der
Tragachse (12) abgestützt sind.
6. Verseileinrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zuganker (32, 39) mit einer in
Längsrichtung justierbaren Schraubverbindung (24) in
der Rotortragrahmenwandung befestigt sind.
7. Verseileinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Seil (7) am Rotor
tragrahmen (1) über eine Vielzahl von an dessen
Innenwandung gelagerten Seilführungsrollen (9) ge
führt ist.
8. Verseileinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rotortragrahmen (1)
als rotationssymmetrischer, insbesondere zylin
drischer, Trommelhohlkörper ausgebildet ist.
Priority Applications (10)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823209169 DE3209169A1 (de) | 1982-03-13 | 1982-03-13 | Verseileinrichtung fuer verseilmaschinen, insbesondere vorverdrall- und abzugeinrichtung |
| EP83102286A EP0088993B1 (de) | 1982-03-13 | 1983-03-09 | Verseileinrichtung für Verseilmaschinen, insbesondere Vorverdrall- und Abzugeinrichtung |
| AT83102286T ATE13563T1 (de) | 1982-03-13 | 1983-03-09 | Verseileinrichtung fuer verseilmaschinen, insbesondere vorverdrall- und abzugeinrichtung. |
| AU12286/83A AU556418B2 (en) | 1982-03-13 | 1983-03-09 | Twisting device for twisting machine, particularly pre-twist-ing device and pulling winch |
| JP58500838A JPS59500378A (ja) | 1982-03-13 | 1983-03-09 | 撚り線機用の撚り合せ装置 |
| US06/557,137 US4549394A (en) | 1982-03-13 | 1983-03-09 | Stranding device for stranding machines, particularly a pre-twist and drafting device |
| HU831918A HU192143B (en) | 1982-03-13 | 1983-03-09 | Twisting device particularly pretwisting and pulling device for twisting-stranding machines |
| PCT/EP1983/000070 WO1983003268A1 (fr) | 1982-03-13 | 1983-03-09 | Dispositif de cablage pour cableuse, en particulier dispositif de pretoronnage et cabestan tireur |
| DD83248794A DD208834A5 (de) | 1982-03-13 | 1983-03-14 | Verseileinrichtung fuer verseilmaschinen |
| SU833661202A SU1209038A3 (ru) | 1982-03-13 | 1983-11-11 | Свивающее устройство к канатовьющей машине,в частности устройство дл предварительной свивки и выт жки заготовки |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823209169 DE3209169A1 (de) | 1982-03-13 | 1982-03-13 | Verseileinrichtung fuer verseilmaschinen, insbesondere vorverdrall- und abzugeinrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3209169A1 DE3209169A1 (de) | 1983-09-15 |
| DE3209169C2 true DE3209169C2 (de) | 1990-01-11 |
Family
ID=6158152
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823209169 Granted DE3209169A1 (de) | 1982-03-13 | 1982-03-13 | Verseileinrichtung fuer verseilmaschinen, insbesondere vorverdrall- und abzugeinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3209169A1 (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3226572A1 (de) * | 1982-07-16 | 1984-01-19 | Theodor 3004 Isernhagen Preussner | Verseileinrichtung fuer verseilmaschinen, insbesondere vorverdrall- und abzugseinrichtung |
| DE3444902A1 (de) * | 1984-12-08 | 1986-06-12 | Theodor 3004 Isernhagen Preussner | Verseilmaschinensystem |
| EP3550070B1 (de) * | 2018-04-03 | 2020-03-04 | Construcciones Mecanicas Caballe, S.A. | Kabelmaschine |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1031366A (en) * | 1902-02-24 | 1912-07-02 | Thomas W Norman | Cord and rope winding machine. |
| AT286833B (de) * | 1966-02-15 | 1970-12-28 | E Vornbaeumen & Co Maschf | Verfahren zur herstellung von spannungsfreien seilen oder litzen und schnellverseilmaschine zur durchfuehrung des verfahrens |
-
1982
- 1982-03-13 DE DE19823209169 patent/DE3209169A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3209169A1 (de) | 1983-09-15 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2231533C3 (de) | Korbverseilmaschine mit mehreren in einem Verseilkorb angeordneten Verseileinrichtungen | |
| DE1510091A1 (de) | UEbertragen einer Drehbewegung von einem zum anderen Ende eines fadenfoermigen Elementes,Verseilmaschine und Geraet zur Durchfuehrung dieses Verfahrens | |
| DE543939C (de) | Schnellverseilmaschine | |
| CH641119A5 (de) | Vorrichtung zum fortlaufenden ablegen eines garnes oder dergleichen in lockerer form. | |
| DE3404638C2 (de) | ||
| DE3209169C2 (de) | ||
| EP0088993B1 (de) | Verseileinrichtung für Verseilmaschinen, insbesondere Vorverdrall- und Abzugeinrichtung | |
| DE1134130B (de) | Verfahren zur Lagenverseilung von Fernmeldekabel-Verseilelementen | |
| DE68902194T2 (de) | Maschine zum kablieren von faeden mit einer regelungsvorrichtung. | |
| DE3109756C2 (de) | Vertikale Verseilmaschine | |
| DE488867C (de) | Verfahren und Maschine zur Herstellung drallarmer Drahtrundseile | |
| DE2653041A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines seils | |
| DE69005558T2 (de) | Vorrichtung zum aufwickeln von drahtförmigem material. | |
| DE2123852C3 (de) | Vorrichtung zum Verseilen von Verseilelementen für Fernmeldekabel | |
| DE102020103825B4 (de) | Verfahren zum maschinellen Wickeln eines kugelförmigen Wollknäuels | |
| DE2159646A1 (de) | Vorrichtung zum Verdrillen von Drahten | |
| DE2828535A1 (de) | Vorrichtung zum fortlaufenden ablegen eines garnes o.dgl. in einer geschlossenen form | |
| DE19851923B4 (de) | Vorrichtung zum Transportieren von Garn durch eine Klimakammer | |
| DE3226572C2 (de) | ||
| EP0932165B1 (de) | Vorrichtung zum Herstellen einer Kabelverseilung | |
| CH272803A (de) | Vorrichtung zur Erteilung von Drall. | |
| DE3306049A1 (de) | Vorrichtung zum ziehen eines einkristalls aus einem tiegel | |
| DE1665587C (de) | Verfahren zum Verseilen von Adern oder Verseilelementen für Nachrichtenkabel zu einer Verseileinheit mit abschnittsweise wechselnder Drallrichtung | |
| DE2259399A1 (de) | Verseilmaschine | |
| DE828860C (de) | Vorrichtung zur Herstellung von aus mehreren Verseilelementen niederer Ordnung bestehenden Verseilelementen hoeherer Ordnung in einem Arbeitsgang, insbesondere zur Herstellung von DM-Vierern |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| AG | Has addition no. |
Ref country code: DE Ref document number: 3226572 Format of ref document f/p: P |
|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| AG | Has addition no. |
Ref country code: DE Ref document number: 3226572 Format of ref document f/p: P |
|
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |