DE3208633A1 - Brennstoffeinspritzpumpe - Google Patents
BrennstoffeinspritzpumpeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Brennstoffeinspritzpumpe,
die von der Verteilerbauart sein kann, jedoch nicht sein muß, für eine Brennkraftmaschine.
Auf dem Gebiet der Brennkraftmaschinen sind Brennstoffeinspritzsysteme
auf Grund ihrer vielen Vorteile, insbesondere bei Anwendung auf Glühzünd- oder Dieselmotoren,
beliebt und verbreitet. Typisch für diese Systeme ist clio Vortoi.lcrbnua.rt, woboi ein Kolben zugleich gedreht
sowie hin- und herbewegt wird, um Brennstoff den Einspritzdüsen einer Reihe von Motorzylindern zuzuführen.
Bei einer bekannten Einspritzpumpe der Verteilerbauart
wird eine Brennstoff-Regelhülse durch Fliehgewichte verlagert,
um, angepaßt an die Motordrehzahl, die Menge an einzuspritzendem Brennstoff zu steuern. Die Fliehgewichte
drücken bei ansteigender Motordrehzahl eine Regelstange auf einen Spann- oder Zughebel hin.
3 2Ui.
Bei dieser Bauart einer Einspritzpumpe stellte sich ein
Problem heraus insofern, als ein mit den Fliehgewichten verfügbarer Hub der Regelstange auf Grund der damit
zwingend verbundenen Anordnung begrenzt ist und somit eine Null-Brennstoffeinspritzung im Leerlauf-Höchstdrehzahlzustand
des Motors nicht erreichbar ist, sollte ein beträchtlicher Hub der Regelstange aufgewendet werden,
um die Menge an einzuspritzendem Brennstoff für ein Einleiten des Motorbetriebs zu erhöhen.
Mittlerweile wurde allgemein ein Steuerglied für eine Vorverschiebung des Brennstoffeinspritzwinkels konstruiert,
das bewegt wird, um bei ansteigender Motordrehzahl den Vorverschiebungswinkel für eine Brennstoffeinspritzung
zu vergrößern. Das läßt ein anderes Problem insofern entstehen, als der Winkel für einen Startvorgang des Motors
nicht vergrößert werden kann.
Es ist insofern ein Ziel der Erfindung, eine Brennstoffeinspritzpumpe
zu schaffen, die durch Einflußnahme von Hand zugleich eine VorverSchiebung des Brennstoffeinspritzzeitpunkts und eine Erhöhung der Menge an einzuspritzendem
Brennstoff für den Start eines Motors erlaubt.
Z3 Ein weiteres Ziel der Erfindung liegt darin, eine einzigartige
Wirkverbindung für die Steuerung von Hand zu schaffen, durch die der für die Betätigung notwendige
Kraftaufwand auf ein Minimum herabgesetzt wird.
Ferner ist es ein Ziel der Erfindung, eine im allgemeinen
Sinn verbesserte Brennstoffeinspritzpumpe zu schaffen.
Diese ZieLe werden mit einer Brennstoffeinspritzpumpe
gemäß der Erfindung erreicht, welche ein Steuerglied
für die Vorverschiebung des Brennstoffeinspritzwinkels,
das so gesteuert ist, daß es bei ansteigender Motordrehzahl den Winkel vergrößert, und ein Brennstoffrcgolglied,
das so gesteuert ist, daß es die Menge an einzuspritzendem Brennstoff bei ansteigender Motordrehzahl vermindert,
enthalt, wobei ein Stelllcnopf an einer zu seiner Handhabung zugänglichen Stelle angeordnet ist
und eine Wirkverbindung zwischen dem Stellknopf sowie
wenigstens dem Steurglied für die Vorverschiebung des
Brennstoffeinspritzwinkels besteht, um eine manuelle
Einstellung dieses Steuerglieds durch den Stellknopf zur Vergrößerung des Winkels vor dem Starten des Motors
zu ermöglichen.
Erfindungsgemäß sind ein Steuerglied für eine Vorverschiebung
des Brennstoffeinspritzwinkels und ein Brennstoff regelglied manuell und gleichzeitig einstellbar,
um den Brennstoffeinspritzwinkel und die Menge an einztispritzendem
Brennstoff vor dem Starten des Motors zu vergrößern. Ein Stellknopf ist an einer für seine Betätigung
zugänglichen Stelle angeordnet. Ein Kabel verbindet den Stellknopf mit Exzentern, die dem Steuerglied
für die Vorverschiebung des Brennstoffeinspritzwinkels
bzw. dem Brennstoffregelglied zugeordnet sind. In die
Verbindung zwischen dem StellknopfAmd dem dem Einspritzwinkel-Steuerglied
zugeordneten Exzenter ist eine Feder eingeschaltet, die bei Ziehen des Stellknopfes nachgibt,
so daß eine der Zugwirkung entgegengerichtete Reaktionskraft vermindert wird, um die Stellknopfbetätigung mit
minimalen Kraftaufwand bewerkstelligen zu können. Nach
dem Starten des Motors wird die in der Feder gespeicherte Federkraft freigegeben, um das Einspritzwinkel-Steuerglied
durch den Exzenter in eine gewünschte vorverschobene Winkelstellung zu bewegen.
Der Erfindungsgegenstand wird anhand von in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert.
Ls zexgcn:
Kiß. 1 oincii LHnguschn it t oincr UrormsLof ToJ nr.pr i ( λ-
putnpc gemäß der Erfindung;
Fig. 2 den Schnitt nach der Linie II - II in der Fig.l;
Fig. 3 den Schnitt nach der Linie III-III in der Fig.2;
Fig. k ein Diagramm, das eine Veränderung in einer auf einen manuell betätigten Stellknopf ausgeübten
Reaktionskraft erläutert;
Fig. 5 einen Teilschnitt einer zweiten Ausführungsform
Fig. 5 einen Teilschnitt einer zweiten Ausführungsform
gemäß der Erfindung;
Fig. 6 eine Draufsicht auf die Anordnung von Fig.5; Fig. 7 eine schematische Darstellung einer dritten
Ausführungsform gemäß der Erfindung.
Da die Brennstoffpumpe gemäß dor Erfindung in sr.uhl roi-'
5 chen körperlichen Ausführungsf ornion, was von den Umgobungsbedingungen
und Erfordernissen im speziellen Anwendungsfall
abhängig ist, zu verwirklichen ist, wurden die hier gezeigten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
in größerer Stückzahl gefertigt, geprüft sowie ζυ in Gebrauch genommen, wobei sich bei allen diesen Pumpen
ein Arbeiten in einer äußerst zufriedenstellenden Weise bewiesen hat.
Die in den Fig. 1 bis 3 gezeigte Brennstoffeinspritz-
pumpe gemäß der Erfindung hat ein Gehäuse 10 mit einer nbgegronzten Kammer 12. Im Gehäuse 10 bof.indot sich
eine Flügelpumpe JA, die an einer von einem (nicht gezeigten) Motor angetriebenen Welle 16 befestigt ist.
Die Flügelpumpe saugt von einem Behälter l8 Brennstoff
an und setzt diesen unter Druck, um ihn in die Kammer 12 des Gehäuses 10 zu fördern. Im Gehäuse ist ein Druck
regelventil 20 zur Regelung des Flüssigkeitsdrucks in der Kammer 12 in Übereinstimmung mit der Motordrehzahl
angeordnet. Somit wird der Druck in der Kammer 12 mit steigender Motordrehzahl erhöht.
Ln einer Bohrung 23 eines im Gehäuse 10 befestigten
Zylinders 2k ist ein Druckkolben 22 drehbar aufgenommen, an dessen unterem Ende eine Kurven- oder Nockenscheibe
26 befestigt ist, welche durch eine (nicht gezeigte) Feder zur Anlage bzw. zum Eingriff an bzw. mit
einem Rollenträger 28 beaufschlagt wird. Der Träger 28 hat eine Scheibenform und trägt Kugeln oder Rollen 30
in (nicht bezeichneten) Ausnehmungen seiner Oberfläche. Die Rollen 30 sind mit der Kurvenscheibe 26 in rollender
]0 Anlage, und letztere weist an ihrer unteren Fläche
(nicht bezeichnete) Vorsprünge in einer zur Anzahl der Zylinder des Motors gleichen Zahl auf. Die Kurvenscheibe
26 steht über eine (nicht gezeigte) Antriebsscheibe in Antriebsverbindung mit der Antriebswelle l6. Eine Drehung
des Druckkolbens 22 hat eine Auf- und Abwärtsbewegung der Kurvenscheibe 26 auf den Rollen 30 zur Folge,
\icis eine Hin- und Herbewegung des Druckkolbens 22 im
Zylinder 2k bewirkt.
Während eines Abwärts- oder Rückhubes des Kolbens 1 (wie in Fig. 1 gezeigt ist), fließt Brennstoff von der
Kammer 12 durch einen im Gehäuse 10 ausgebildeten Kanal 32, durch einen im Zylinder 2k ausgebildeten Durchlaß
3k und durch eine von mehreren, in axialer Richtung
verlaufenden Nuten 36 am Außenumfang des Kolbens 22 in das obere, geschlossene Ende der Bohrung 23.
Da der Kolben 22 während eines Brennstoffeinspritzhubes
sich aufwärts bewegt, gelangt das untere Ende der Nut über die Mündung des Duchlasses 3k, so daß dieser nicht
länger mit dem oberen Teil der Bohrung 25 in Verbindung
stellt. Dadurch wird bewirkt, daß Brennstoff komprimiert und durch einen axialen Durchgang 38 im Kolben
22 sowie eine Verteilungsnut k0, die mit dem Durchgang 3Ö in Verbindung steht, in einen im Gehäuse 10 ausgebildeten
Auslaßkanal k2 über einen Durchtritt kk im Zylinder 2k ciusgefordert wird. Wenn der Druck im Auslaßkanal k2
-Sf-
·"—320KG33
• einen ausreichend hohen Wort erreicht, so wird der
Brennstoff durch ein Auslaßventil 46 einer Brennstoffeinspritzdüse
kB und damit dem Motorzylinder zugeführt.
Im Kolben 22 ist ferner ein radialer Kanal 50 ausgebildet,
der vom axialen Durchgang 33 abgeht. Eine Hülse
(Regelhülse) 52 umgibt verschiebbar den Kolben 22 und
ist so angeordnet, daß sie den Kanal 50 abdeckt, so daß
der Kolben 22 Brennstoff in der Bohrung 25 komprimieren
Iy und diesen durch den Auslaßkanal lt2 zum Einspritzen fördern
kann. Jedoch bewegt sich, nachdem der Kolben 22 eine Aufwärtsbewegung in bestimmten Ausmaß ausgeführt
hat, der radiale Kanal 50 über den oberen Rand der Hülse 52, wodurch der obere Teil der Bohrung 23 mit der Kammer
12 über den Durchgang 38 sowie den Kanal 50 in Verbindung
kommt. Zu diesem Zeitpunkt fällt der Druck in der Bohrung 23 nahezu plötzlich auf den Wert des Drucks in
der Kammer 12, und das Auslaßventil lt6 schließt, womit
der Brennstoffeinspritzvorgang beendet ist. Es ist zu
erkennen, daß auf diese Weise der Zeitpunkt der Beendigung des Brennstoffeinspritzens und die Brennstoffeinspritzmenge
durch Änderung der Lage der Regelhülse 52 mit Bezug zum Kolben 22 mit Hilfe eines nachstehend au
beschreibenden Mechanismus geregelt werden können. 25
Auf der Antriebswelle l6 ist ein Antriebszahnrad 5^ befestigt,
das mit einem drehbar auf einer Welle 58 angebrachten
Zahnrad 56 in Eingriff ist. In einem fest am Zahnrad 56 angebrachten tassenartigen Bauteil (Tasse)
62 sind Fliehgewichte 60 aufgenommen. Eine Drehung der Antriebs-welle l6 wird somit über die Zahnräder 5;1, 56
sowie die Tasse 62 den Fliehgewichten 60 übermittelt, die bei ihrer Drehung eine Aufwärtsbewegung einer die
Welle 58 umgebenden Reglerhülse ßk in einem von der
Motordrehzahl abhängigen Ausmaß bewirken.
' Die Spitze dor Roglerhülse 64 wirkt von unten gegen
einen auf einem Zapfen 68 schwenkbar gelagerten Hebel 66, der an seinem einen (innenliegenden) Ende eitle Kugel
70 trägt, die in einen in der Hülse 52 ausgebildeten
Sitz 72 eingreift. Am anderen Ende wird der Hebel 66
federnd von einem Spann- oder Zughebel 7k beaufschlagt,
der selbst der Wirkung einer Reglerfeder 76 unterliegt.
Da die Fliehgewichte 60 über die Tasse 62 in Überein-'"
Stimmung mit steigender Motordrehzahl radial nach außen
und voneinander weg bewegt werden, heben sie die Reglerhülse 64 an, um die auf die Motordrehzahl bezogene Zentrifugalkraft
auf den Hebel 66 zu übertragen. Dadurch wird (bei Betrachtung von Fig. l) der Hebel 66 im Uhrzeigersinn
bewegt, wodurch die Hülse 52 mit Bezug zum Kolben 22 abwärts geführt wird, um die Menge an einzuspritzendem
Brennstoff zu vermindern.
Von einem am Gehäuse 10 befestigten Stift 30 wird ein
Korrektionshebel 7Ö drehbar getragen, der an dem einen
seiner Enden den Zapfen 68, um den der Hebel 66 schwenkbar ist, aufweist und an seinem anderen Ende mit
einem Exzenter 82 in Anlage ist. Zwischen dem Gehäuse 10 und dem (innenliegenden) Ende des Korrektionshebels
78 ist eine diesen abwärts drückende Feder 84 eingesetzt.
Vom Exzenter 82 geht axial eine Welle 86 aus, die aus dom Gehäuse 10 ragt und außerhalb des Gehäuses
einen Arm 88 trägt, der bewegbar ist, um die Lage des Korrektionshebels 78 durch den an der Welle 86 befind-.
liehen Exzenter 82 zu verandern.
Vom Rollenträger 28 erstreckt sich ein Arm $>0 radial
auswärts, der drehbar und in konzentrischer Lage zur Antr i .obswollo I6 im Gehäuse 10 gelagert ist. Das äußere
lÄndo dos Arm»μ ()O greift In oin Zylinderstück 92 ein,
welches in einem Kolben 94 drehbar aufgenommen ist, und dieser Kolben. 94 ist in einer in einem mit dem Ge-
^y* · OZU Ö 'j
' hause 10 zusammenhängenden (nicht bezeichneten) Bauteil
ausgebildeten Bohrung verschiebbar gelagert. Der Kolben 9'i begrenzt an seinen gegenüberliegenden Enden zusammen
mit den jeweils angrenzenden Wänden dor Bohrung eine Federkanimor 96 sowie eine Flüssigko Ltskamincr 98.
Die Fedorkarnmer 96 nimmt oine Foder 100 auf, während die
Flüssigkoitskammer 9iJ mit der Kammer 12 im Gehäuse 10
in Verbindung steht.
' Eine Beziehung zwischen der Kraft der Feder 100 und dem
von der Kammer 12 der Flüssigkeitskammer 98 übertragenen
Flüssigkeitsdruck bestimmt die axiale Lage des Kolbens 94, der seinerseits wiederum über den Arm 9o
eine Winkelstellung des Rollenträgers 28 bestimmt. Eine Änderung in der Winkelstellung des Rollenträgers 28
bewirkt eine Änderung in der Winkelstellung, in welcher die Kurvenscheibe 26 mit den Rollen 30 in Anlage ist,
und schließlich eine relative Änderung in der Beziehung
zwischen der Winkelphase dor Antriebswelle l6 sowie
der erwähnten Winkelstellung der mit den Rollen 30 in
Anlage befindlichen Kurvenscheibe 26, d.h. der Arbeitslage des Kolbens 22. Das hat zum Ergebnis, daß der Einspritzzeitpunkt
mit Bezug zur Drehung der Antriebswelle
l6 verändert wird. Wenn im in Fig. 2 gezeigten Beispiel 25
der Kolben $k durch einen Flüssigkeitsdruck gegen die
Wirkung der Feder 100 bewegt wird, so wird der Rollenträger 28 durch den Arm 9° im Uhrzeigersinn gedreht,
um den Einspritzzeitpunkt vorzuverlegen.
Mit dem Rollenträger 28 ist auch ein Exzenter 102 in
Eingriff, von dem sich eine Welle lO'jt axial nach außen
aus dem Gehäuse 10 erstreckt, wo sie einem Arm lOB trägt, der bewegbar ist, um die Winkelstellung dos
qc Rollenträgers durch den Exzenter 102 zu verändern.
1)<!T" (Um- WoIIo 82 zugeordnete Arm BB und der der Welle
10'i bzw. dein Exzenter 102 zugeordnete Arm 108 sind untereinander
durch ein Kabel 110 verbunden, das von der Einspritzpumpe bis zu einem Stellknopf 112 hin (Fig.l)
verläuft, der zu seiner Betätigung zugänglich ist.
Wenn vor einem Auslösen eines Motorbetriebs die Bedienungsperson
den Stellknopf 112 und damit das Kabel 110 zieht, so wird der Arm 88 (bei Betrachtung von Pig. I)
im Uhrzeigersinn, der Arm 108 gleichzeitig im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt. Dann bewegt der mit dem Arm 88
verbundene Exzenter 82 den Korrektionshebel 78 gegen
die Feder Qk um den Stift 80 im Gegenuhrzeigersinn. Dadurch wird der Zapfen 68 am Korrektionshebel 78 verlagert,
so daß die Hülse 52 mit Bezug zum Kolben 22 durch den Hebel 66 angehoben wird, was zu einer Erhöhung
der Menge an von der Einspritzdüse k8 einzuspritzendem
Brennstoff führt.
^ Die Verschwenkung des Armes 108 im Gegenuhrzeigersinn
bringt den Exzenter 102 mit dem Rollenträger 28 derart in Anlage, daß dieser (bei Betrachtung von Fig. 2)
gegen die Kraft der Feder 100 im Uhrzeigersinn bewegt
wird, wodurch der Einspritzzeitpunkt vorverlegt wird. 25
Auf diese Weise können bei Beginn des Motorbetriebs mit untätig gehaltener Pumpejgloichzeitig eine vergrößerte
Menge an einzuspritzendem Brennstoff und ein vorverlegter Einspx-itzzeitpunkt vorgesehen sowie erreicht
worden, und zwar allein durch Betätigen des Stellknopfes 112, der über das Kabel 110 mit den Armen 88 und 108
verbunden ist.
Wenn der Stellknopf 112 in seine Ruhelage zurückgescho-
bon wird, so wird die Pumpe in der üblichen Weise betrie
ben. In diesem Zustand kann der Rollenträger 28 ohne Beeinflussung oder Störung durch den Kolben 9^ bewegt
320 P 333 ■
Al
Al
werden, da in einer Sorbe 28a des RoIlenträgers auf
der einen Seite des Exzenters 102 ein Spielraum festgelegt ist.
Nun wirkt, wenn der Stellknopf 112 von Hand gezogen wird, um den Arm 108 (in Fig. 2) im Gegenuhrzeigersinn
zu verschwenken," eine Reaktionskraft auf den Stellknopf
112. Die Fig. 1I zeigt ein Diagramm über eine Änderung
der Reaktionskraft vor und nach dem Inbetriebsetzen der
Brennstoffeinspritzpumpe zum Motorbetrieb. Nach einem Atislösen des Pumpbotriobs bleibt die Roaktionskraft relativ
klein, wie durch die Linie a in Fig. lt angegeben ist,
was zum Teil darauf beruht, daß der Reibungswiderstand
in den in Eingriff befindlichen Teilen des Rollenträgers 28 geringer wächst, und zum Teil darauf, daß auf Grund
der Wirkung des Kolbens 9k auf den Rollenträger 28 eine
Kraft in der Richtung einer Vorverschiebung des Einspritzzeitpunktes wirkt. Jedoch wird bei Unterbrechen
des Pumpbetriebs der V/iderstand gegen eine Bewegung des Rollenträgers in Richtung der Vorverschiebung beträchtlich
und durch eine wesentliche Reaktionskraft reflektiert,
wie durch eine Linie b in Fig. k. angegeben ist.
Eine derart große Reaktionskraft kann nicht überwunden
werden, es sei denn, die Bedienungsperson wendet eine
ausreichend hohe und unverhältnismäßige Zugkraft am Stellknopf 112 auf. Zusätzlich wird z\i dem Zeitp\tnkt,
da die Zugkraft die Reaktionskraft übersteigt, der Stellknopf 112 von seiner Ruhestellung ganz plötzlich
bewegt, wodurch der Hand der Bedienungsperson ein
30
v Schlag oder Stoß versetzt wird.
v Schlag oder Stoß versetzt wird.
Eine zweite Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes,
die derart verbessert ist, daß der oben erwähnte Nachteil ausgeschaltet wird, wird unter Bezugnahme auf die
Fig. 5 und 6 erläutert.
Gemäß Fig. 5 und 6 ist die den Exzenter 102 tragende Welle 104 am Gehäuse 10 mit Hilfe eines Lagers 200
gelagert. An dem das Gehäuse 10 nach außen überragenden Teil der Welle 104 ist ein Hebel 202 befestigt, der an
seinem einen Ende eine parallel zur Welle 104 gerichtete
Anschlagfläche 204 trägt. An einem im Durchmesser verminderten Abschnitt der Welle 1θ4 ist ein röhrenartiges
Teil 2O6 drohbar angebracht, an welchem ein Arm
208 befestigt ist, der die gleiche Funktion ausübt wie der Hebel lOO bei der ersten Ausführungsform. Am einen
Ende des Armes 208, und zwar an dem der Anschlagfläche 204 nahegelegenen Ende, ist das Kabel 110 festgelegt.
Durch einen (nicht gezeigten) Anschlag wird die (bei Betrachtung von Fig. 6) im Uhrzeigersinn verlaufende
'5 Bewegung des Armes 200 auf die gezeigte Lage begrenzt.
Ein kennzeichnendes Merkmal der in Fig. 5 und 6 gezeigten Ausfuhrungsform liegt darin, daß eine Feder 210
rund um die Röhre 2θ6 gewunden ist, die am einen Ende durch den Arm 208 und am anderen Ende durch den Hebel
202 festgelegt ist, so daß sie ständig den Arm 208 in Berührung mit dor Anschlagfläche 2o4 hält.
Wenn bei dieser Anordnung die Bedienungsperson am
Stellknopf 112 und somit am Kabel 110 zieht, so wird
dem Hebel 202 über die Druckfeder 210 eine Drehkraft vermittelt, so daß die Welle 104 gedreht wird, die
ihrerseits wieder den Rollenträger 28 in Richtung der Vorverschiebung dreht. Im einzelnen heißt das, daß
vor dem Starten des Motors der Stellknopf 112 mit einer Kraft gezogen wird, die nur so groß zu sein braucht
und nur so groß sein soll, um die Feder 210 zu biegen soxvie den Stellknopf 112 zu bewegen, und die einer
Reaktionskraft c (Fig. 4) entspricht. Wenn der Motor
anläuft, so vermindert sich die Reaktionskraft auf den
Wert a von Fig. 4, wie vorher erläutert wurde, so daß
der Hobel 202 durch die in der Feder 210 gespeicherte
Kraft gedi-cht wird. Damit kann der Rollenträger in Richtung einer Vorverschiebung gedreht werden.
Nach Wunsch kann eine Feder 300» die, wie Fig. 7 zeigt,
einen Teil der Länge des Kabels 110 bildet, verwendet
werden. Ein Ziehen am StoHlmopf 112 bewirkt, daß dio
Feder 300 in der gleichen Weise arbeitet wie», die Keder
210, indem der Rollenträger 28 nachher mit einer in dieser gespeicherten Kraft gedreht wird.
10
Zusammengefaßt ergibt sich, daß durch die Erfindung eine
neuartige und verbesserte Einspritzpumpe geschaffen wird, die dem eingangs beschriebenen Stand der Technik innewohnende
Nachteile überwindet und den Vorgang des Auslö-
'^ ■ sens des Motorbetriebs erleichtert,wie etwa das Ziehen
des Chokes bei gewöhnlichen benzinbotriebenon Motoren.
Claims (1)
- Patentansprüche20 ( 1.^Brennstoffeinspritzpumpe für einen Motor, gekennzeichnet durch ein einen Vorverschiebungswinkel für die Brennstoffeinspritzung beeinflussendes Steuerglied (28), das bei ansteigender Motordrehzahl in Richtung auf eine Vergrößerung des25 Einspritzwinkels gesteuert ist, durch ein Brennstoffregelglied (52), das bei steigender Motordrehzahl in Richtung auf eine Verkleinerung der einzusprxtzenden Brennstoffmenge gesteuert ist, durch einen an einer zu seiner Betätigung zugänglichen Stelle angeordneten30 Stellknopf (112) und durch eine Wirkverbindung (102, 104, 108 bzw. 208, 110) zwischen dem Stellknopf (112) und wenigstens dem Einspritzwinkel-Steuerglied (28), so daß dieses vor Starten des Motors von Hand durch den Stellknopf in Richtung einer Vergrößerungdes Winkels einstellbar ist.2. Einspritzpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkverbindung zwischen dem Stellknopf (112) und dem Einspritzwinkel-Steuerglied (28) ein den Stellknopf an seinem einen Ende tragendes Kabel (110), einen am Kabel an dessen anderem Ende fest angebrachten Arm (108) und eine mit diesem Arm (108) fest an ihrem einen Ende verbundene drehbare Welle (lO4), die an ihrem anderen Ende einen Exzenter (102) trägt, der drehbar mit dem Einspritzwinkel-Steuetglied in Eingriff ist, umfaßt,3. Einspritzpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung für die Verminderung einer einer auf den Stellknopf ausgeübten Kraft zur manuellen Einstellung des Einspritzwinkel-Steuerglieds in Richtung auf eine Winkelvergrößerung entgegen-wirkenden Reaktionskraft vorgesehen ist, welche in die Wirkverbindung zwischen Stellknopf und Steuerglied eingegliedert ist.lk. Einspritzptimpe nach Anspruch 3» dadurchgekennzeichnet, daß die die Reaktionskraft vermindernde Einrichtung eine bei Betätigung des Stellknopfes (112) nachgebende und eine Federkraft ■" in sich speichernde Feder (210, 300) umfaßt, so daß bei Starten des Motors das Einspritzwinkel-Steuerglied (28) in Richtung auf eine Winkelvergrößerung durch die gespeicherte Federkraft bewegbar ist.5. Einspritzpumpe nach Anspruch lt, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkveibindung ein den Stellknopf (112) an seinem einen Ende tragendes Kabel (HO), einen mit seinem einen Ende mit dem Kabel verbundenen Arm (208), eine an ihrem einenlinde einen mit dorn Einspritzwinkel-Steuerglied (28) in Kingriff befindlichen Exzenter (102) tragende Welle (lO'i) sowie einen an dieser Welle fest ange-brachten Hobel (202) umfaßt und daß die Feder (210) an ihrem einen Ende am Hebel (202), an ihrem anderen Ende am Arm (208) festgelegt ist.6» Einspritzpumpe nach Anspruch !ί, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirlcverbindung ein den Stellknopf (112) an seinem einen Ende tragendes Kabel (110) sowie einen am anderen Ende dos Kabels angeschlossenen Arm (108, 202) umfaßt und daß die Feder (3OO) als Teil in die Länge des Kabels einbezogen ist.7· Einspritzpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6,dadurch gekennz eichnet, daß an die Wirk-Verbindung eine das Brennstoffregelglxed (52) betati-• gende Einrichtung (82, 86, 88) angeschlossen ist.
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| DE3208633C2 DE3208633C2 (de) | 1987-07-30 |
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